Ausgabe 
22.6.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

kömmlinge herein. Nummernrufe, Geklapper nie- verfallender Lampcnbügel und blechbeschlagener Stellagen vermischen sich zu ohrenbetäubendem Lärm Gre I? C bcier.töne durch- ttern d e Räume, von den Hängebänken her schallen die Signale der Anschläger. Schon dröhnen die Eisenschwellen unter dem Getrampel der hereinströmenden Rachtschichtlcr, blechern klimpern ihre Kontroll­marken in ausgestellte Kästen, dumpf dröhnt der Schall abgcschter Grubenlampen.

Run steht auch er auf der Hängebank, inmitten seiner Kumpels.Glück auf!" Die erste Seilfahrt

beginnt und mit ihr die Zeit schwerster körper­licher Arbeit. Dazu singt der Haspel am Brems­berg sein Lied, es ertönt das dumpfe Rollen der Kübelwagen, Abbauhämmer stöhnen im Gestein und im Stoppel schallt's: Hoooo Bremser, hoooo Abnehmer! Bei diesen Melodien beugen sich Männer mit entblößten Körpern, vom Kohlen­staub geschwärzt, gleich denStempeln" und Kappen", die unter dem Druck des Gebirges sich biegen. Zwischen ihnen kniet in derStrebe" Kumpel Student und schaufelt Kohlen auf die Schüttelrutsche...

S.J.Jpori

VfB. Gießen.

VfB. Ligareserve Leihgestern I 2:2.

Am Samstagabend trafen sich obige Mannschaf­ten zu einem fairen Kampf. Auf jeder Seite fehlte ein Spieler. Zn der 1. Halbzeit boten beide Mann­schaften ein schwaches Spiel, die Vfber zeigten sich jedoch in der 2. Halbzeit von bester Seite. Mit einem gerechten Unentschieden trennten sich beide Gegner.

Jugendsplele.

VfB. 1. Jugd. SpLl. Wetzlar-Niedergirmes 2:3.

Die VfB.-Iugendlichen hatten bei dem in Duten­hofen ausgetragenen Meisterschaftsspiel reichlich viel Pech. Trotz technischer Ueberlegenheit mußten sie sich von der körperlich weitaus kräftigeren Mann­schaft geschlagen bekennen. Bis zum Ende der regu­lären Spielzeit stand die Partie remis. VfB. hatte im Verlauf des Spiels 2 Tore vorgelegt, aber der Gegner kam immer wieder zum Ausgleich. Gegen Ende der an sich nicht statthaften Verlängerung fiel dann der Siegestreffer für die Wetzlarer.

Die 1. Schüler konnte gegen die 1. Schüler von Lollar 2:2 spielen, während die 2. Schüler gegen die 1. Schüler von Daubringen 4:0 gewinnen konnten.

Schaaf (^900) Vierter und Fünfter bei den westdeutschen Leichtathletik-

Meisterschasten.

Gewissermaßen in elfter Stunde war noch der Start des 1900er Langstrecklers Schaaf bei den in Essen durchgeführten Westdeutschen Meisterschaf­ten zustandegekommen. Zum 10 OOO-Meterlauf am Samstag traten 20 Mann an. Der westdeutsche Waldlaufmeister K e l m (Hamm) nahm sofort die Spitze und siegte in der ausgezeichneten Zeit von 32:41 Min. Als Vierter ging Schaaf (1900 Gie­ßen) in der Zeit von 33:14 Min. durch das Ziel.

Der 5OOO-Meterlauf am Sonntag, den

Schaaf ebenfalls bestritt, stand ganz im Zeichen Schaumburgs. Mit 15:17 Min. erzielte er die beste Tagesleistung. Die nächsten Plätze waren hart umstritten, und Schaaf konnte sich unter den 20 Bewerbern den 5. Platz sichern.

Handball im Gau Hessen (D.T.)

Klein-Rechtenbach I Grohen-Linden II 10:4 (2:4).

Die 2. Mannschaft des To. Großen-Linden weilte zum Rückspiel in Klein-Rechtenbach und unterlag, nachdem sie bei Halbzeit noch mit 4:2 in Führung lag, mit 10:4 Toren.

Handball im Labn-Düneibera-Gau.

Hausen I Allendorf I 9:9 (6:6).

Am Sonntag trat die 1. Handballmannschaft des Tv. 1864 Hausen gegen den Berbands- und Gau­meister, die 1. Handballelf des Tv. Allendorf (Lda.) an. Das torreiche Treffen brachte eine große äleberraschung: denn der Verbands- und Gau­meister konnte keinen Sieg erringen. 3a, Hausen war sogar so sehr im Vorteil, daß ein Sieg nicht als unverdient hätte bezeichnet werden kön­nen. Beide Maimschaften traten mit Ersah an. Schon nach einigen Minuten konnte Hausen in Führung gehen. Aber bald folgte der Ausgleich. Bei wechselvollem Spiel erzielte jede Mannschaft in fast gleichen Abständen Treffer und übernahmen auch abwechselnd die Führung. Etwa zehn Minu­ten vor Halbzeit stand das Spiel 4:3 für die Gäste. Doch nun drängte sausen sehr stark und es gelang ihm, den Ausgleich und einen Vorsprung von 6:4 her. auszuholen. Schließlich konnte aber der Gaumeister doch noch zwei Erfolge für sich buchen. Bei dem Stande 6:6 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit führten wieder die Einheimischen 7:6. Der Ausgleich folgte auf dem Fuße. Hausen übernahm stets von neuem die Führung, die Gäste zogen immer wieder gleich. Drei Minuten vor Schluß stand die Partie 9:8 für Hausen. Doch gelang es den Gästen auch in diesem Fall, den Vorsprung wieder wettzumachen. Der Kampf wurde sehr flott und fair ausgetragen.

3m Zeichen der fünf Ringe.

Der Gründer der neuzeitlichen Olympiade 70 Jahre alt.

Zn Lausanne, dem Sitz des Internationalen Olym- pischen Komitees, wurde dieser Tage der Schöpfer der neuzeitlichen Olympischen Spiele, Baron d e Coubertin, anläßlich seines 70. Geburtstages durch eine großzügige Feier geehrt. Etwa 200 Per- sonen hatten sich im Palais de Rumine eingefunden Der Staatsrat Perret beglückwünschte den Jubilar im Namen des Kantons und der Stadt Lausanne. Nach weiteren Ansprachen und einer längeren Er­widerung Coubertins wurden dem Gefeierten zahl­reiche Ehren- und Erinnerungsgeschenke überreicht. Darunter befand sich auch eine Ehrenplakette des Deutschen Olympischen Ausschusses. Auch der deutsche Reichsinnenminister von Gayl hatte es nicht ver­säumt, ein Glückwunschtelegramm zu senden.

Die Olympische Wasserballmannschaft trug in Zeitz ihr letztes Uebungsspiel vor der Amerikareise aus und siegte zweistellig mit 12:1 (5:1). In der unterlegenen Mannschaft spielten Deutsch­lands beste Reseroespieler, so daß der Sieg schon etwas wert ist. Als Ersatzleute wurden für Los Angeles als Torwart Eckstein (Leipzig) und im Feld Pohl (Weißenfee) sowie Schaumburg (Magdeburg) ausgewählt Der vierte Mann ist wahr­scheinlich Amann (Magdeburg).

Neun Kraftsportler vertreten Deutschland.

Nachdem nun auch die Teilnahme des tüchtigen Bantamgewichtsringers Brendel (Nürnberg) da­durch sichergcstellt wurde, daß ine Sportvereinigung Sandow-Nürnberg sich zur Uebernahme der antei­ligen Kosten bereiterklärte steht die deutsche Kraft­sport-Mannschaft für die Olympischen Spiele jetzt fest. Es sind dies im Gewichtheben die Münchner Straßberger, Wölpert und Jsmayr so­

wie Schäfer (Mannheim), im Ringen Brendel (Nürnberg), E h r l (München), Sperling (Dort­mund), Föbdeak (Hamburg) und Gehrling (Ludwigshafen), von denen Földeak auch im freien Stil auf die Matte gehen *wird.

hirfchfelds Weltrekord Überboten.

Hirschfelds Weltrekord im Kugelstoßen wurde bei den amerikanischen Olympia-Ausscheidungen in Cam­bridge (Massachusetts) von dem Amerikaner Leo Sex ton Überboten. Sexton stieß die 16-Pfundkugel 16,067 Meter weit und übertraf damit Hirschfelds Höchstleistung aus dem Jahre 1928 (16,045 Meter) um über zwei Zentimeter.

*

De Bruyn hat starke Konkurrenz.

Wenn nicht alles täuscht, wird PauldeBruyn beim Olympischen Marathonlauf in Los Angeles auf eine starke Konkurrenz stoßen. In Südamerika tauchen immer neue vorzügliche Kräfte auf. Argen­tinien, das schon in Zabala und Ribas zwei vorzügliche Langstreckenläufer besitzt, hat in Fer­nando Cicarelli, der jetzt in Buenos Aires ein 25-Kilometer-Straßenlaufen in der neuen fübamert- konischen Rekordzeit von 1:23:13,4 gewann, ein viel- versprechendes Talent entdeckt. In USA. siegte der Deutschamerikaner Hans Oldag im Marathonren- nen von Baltimore in der hervorragenden Zeit von 2:38,00 und sicherte sich damit die Olympiareife für Los Angeles. Oldag ist leider amerikanischer Staats­bürger.

Nurmi startet!

Die Frage, ob Nurmi nach Los Angeles gehen wird, ist jetzt endgültig geklärt. Auf feine Anfrage beim Finnischen Olympischen Komitee erhielt Nurmi den Bescheid, daß er für den Olympischen Marathon­lauf gemeldet werde und an der Ausscheidung am 26. Juni in Wiborg teilzunehmen habe.

Amerikas Olympia-Ausscheidungen.

Bei den offiziellen Olympia-Ausscheidungen der amerikanischen Leichtathleten in Cambridge wurden wieder hervorragende Leistungen erzielt. Einen neuen Landesrekord stellte Thomas Mc. Donough über 10 000 Meter in 31:24 auf eine Zeit, die aber noch weit entfernt von den in Finnland gelaufenen Bestzeiten ist. lieber 200 Meter siegte John Way- b r i g h t in 21,3 Sekunden, und den 400-Meter- Hürdenlauf holte sich I. F. H e a l y in der ausge­zeichneten Zeit von 53 Sekunden. Mit einem aus­gezeichneten Wurf wartete John Anderson auf, der den Diskus 49,80 Meter weit schleuderte und auch im Stabhochsprung erreichte Keith Brown mit 4,20 Meter eine nicht alltägliche Höhe.

*

Englands Radfahrer stark vertreten.

Sehr stark werden die Briten bei den Olympischen Radsportwettbewerben vertreten sein. Mit Ausnahme der Sprinter, die erst am 25. Juni bei den lebten Ausscheidungen ermittelt werden, stehen die übrigen Teilnehmer fest. Im 4000-Meter-Bahn-Mannschafts- fahren starten: F. W. Southall, C. Holland, C und W. Harvell und E. A. Johnson. Am 100-Kilometer-Straßenrennen nehmen teil: F. W. Southall, W. Harvell und S. M. Butler.

Finnlands einziger Vertreter beim Olympi­schen Straßenradrennen ist Paul H a 11 b e r g , wäh­rend T. Porto als Ersatzmann vorgesehen ist.

*

Schweden entsendet zehn Wann.

Nach dreitägigen Ausscheidungskämpfen in Stock­holm hat der Schwedische Leichtathletikoerband die erste Auswahl unter seinen Olympiakandidaten ge­troffen. Für die Entsendung nach Los Angeles wur­den dem Schwedischen Olympischen Komitee folgende Leute empfohlen: Erik N u für 1500 Meter, Sten Pe11ersson und K. A r e s k o n g für 400 Meter und 400-Meter-Hürden. G. Lindgren und E.

P e 11 e r s s o n für 5000 Meter, 10 Kilometer u. 3000» MeterHindernislaufen E. Svensson für Weit­sprung und Dreisprung. S k o e l d und G. I a n s s o n für Hammerwerfen und E. ß u n b q u i ft für das Speerwerfen. Zu diesen Teilnehmern soll sich der in Amerika ansässige 1500-Meter-Läufer F. S k a g h gesellen. Schwedens Leichtathletiktruppe wird die Stärke von zehn Mann nicht überschreiten.

--- j

Meisterschaften der Llniversiiäi.

Am Freitag werden auf dem Universitätssport­platz die Endspiele um die M e i st e r s ch a f t im Faust ball unter den Korporationen der Univer- fität Gießen ausgetragen. Zu den Spielen treten die Mannschaften Nassovia Adelphia und Rheinfranken Wingolf an. Im Anschluß an diese Spiele der Zwischenrunde treten die Sie­ger aus diesen Spielen zum Kampf um die SÖlcifter» schäft an. Ein weiterer Meisterschaftskampf fin­det am Freitag, 1. Juli, statt. Auf dem Universitäts­sportplatz werden im Laufe des Nachmittags die leichtathletischen Meisterschaften der Landesunivcr- fität zum Austrag gelangen. Die Siegerverkündi­gung wird in der Volkshalle stattfinden.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Krofdorf I Bezirksmannsthaft 5:0.

Am Samstagabend standen sich^eide Mann­schaften in Krofdorf gegenüber. Die Schiedsrichter traten nur unvollständig an, so daß Krofdorf leicht Sieger wurde.

Wehlar I Heuchelheim I 7:1.

Heuchelheim war mit reichlich viel Ersah zum Rückspiel in Wehlar zu Gast. 5>ie stark verjüngte Plahelf konnte die in Heuchelheim erlittene Nieder­lage wettmachen und mit einem hohen Ergebnis Sieger werden.

Wirtschaft.

Berlin unsicher.

Berlin, 22. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die heutige Börse stand ganz unter dem Eindruck der vorliegenden außen- und innenpolitischen Momente. Vor allem verstimmte die Zuspitzung der Situation in Lausanne, die durch die Bekanntgabe des fran­zösischen Memorandums heute nachmittag und die französisch-belgische Einigung in der Reparations­frage eine Verschärfung erfahren dürfte. Die Fran­zosen wollen Deutschland die Aussetzung der Bar­zahlungen auf zwei Jahre zugestehen, aber nach biejen zwei Jahren sollen die Zahlungen wieder ausgenommen werden. Neben diesem Moment war die ungeklärte innenpolitische Lage ein Hemmungs­faktor und man wartet mit Spannung das Er­gebnis der heutigen Länderkonferenz beim Reichs­innenminister ab. Hinzu kam die nur geringe Ent­lastung des Arbeitsmarktes in der ersten Juniwoche um nur 14 000, der schwächere Schluß der gestri­gen Neuyorker Börse, die politischen Zusammen­stöße in Berlin und im Reich usw. Nach wie vor bildet aber die Gelsenkirchen-Transaktion das Hauptgesprächsthema. Die heutigen Pressekommen­tare zu der gestrigen amtlichen Darstellung haben die Spekulation veranlaßt, Verkäufe oorzunehmen, da diese amtliche Erklärung als sehr dürftig bezeich­net wird und jetzt erst über den Umfang und die Art der Transaktion eine gewisse Klarheit besteht. Man erfuhr erst jetzt, daß der Uebernahmepreis der Gelsenaktien über das Doppelte des Börsen­kurses beträgt, und die ganze Summe etwa 100 Mil­lionen ausmacht. Der Kurs ging bei Minus-Minus- Notiz um 2,65 v. H. zurück. Das Geschäft war sehr ruhig und die Grundstimmung war, obwohl die Kursrückgänge im Durchschnitt nur Bruchteile eines Prozentes betrugen, als ziemlich unsicher und schwächer zu bezeichnen. Thüringer Gas konnten sich im Gegensatz zur Allgemeintendenz um 3, Feldmühle um 1,25, Goldschmidt um 0,88 Proz. und Cha de um 2 Mark befestigen, dagegen waren Montanwerte ziemlich schwach, vor allem Rhein­stahl, ferner lagen Schultheiß, Charlottenburger Wasser, SchubertL Salzer, Elektrizitätswerk Schle­sien und Eintracht Braunkohle im Angebot und verloren 1 bis 2 Proz.; Dekula, in denen größere Verkäufe erfolgten, gingen um 0,75 Prozent und im Verlaufe weiter um 1 Proz. zurück. Die gestrige Festigkeit der deutschen Bonds in Neuhork konnte weder auf den Aktien-, noch auf den Renten­markt einen Eindruck ausüben, und Deutsche An­leihen lagen durchweg schwächer. Reichsschuldbuch­forderungen schwächten sich um ungefähr 0,25 Pro­zent ab. 3m Verlaufe blieb das Geschäft ruhig, doch verstimmte der weitere Rückgang der Gelsen­kirchenaktien um 2 Proz., und es ergaben sich auf der ganzen Linie Rückgänge um 0,51,5 Proz. 3m weiteren Verlauf verstärkten sich die Abgaben am Montanmarkt, und die Kurse gingen weiter bis zu 2,5 Proz. zurück. Der Berliner Geldmarkt war

in sich zwar etwas leichter, doch blieben die Sähe unverändert.

Geringe Umsätze in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 22. Juni. (WTB. Drahtmel- bung.) Tenbenz: schwächer. An der heutigen Effekten­börse war eine schwächere Stimmung vorherrschend, roeber aus ber Wirtschaft noch aus ber Politik lagen Nachrichten vor, bie geeignet wären, Anregung zu bieten, so baß sich bie Geschäftstätigkeit in recht engen Grenzen hielt. Die Situation auf ber Kon­ferenz in Lausanne hat noch keine Klärung erfahren. Mit Interesse sieht man bem angefünbigten Mei­nungsaustausch über eine wirtschaftliche Zusammen- arbeit zwischen Deutschlanb unb Frankreich entgegen. Auch bie innerpolitische Lage ist nach wie vor un­übersichtlich. Allgemein bleibt man sehr abroartenb, so baß sich immer noch bas Geschäft in recht be­scheibenen Bahnen bewegt. Bei ber Enge bes Mark­tes genügten schon bie geringen Verkaufsaufträge bes Publikums, um einen Druck auf bas Kursniveau auszuüben. Ausgehenb vom Umsatzgebiet ber Mon­tanaktien, wo Gelsenkirchen unter großem Angebot zu leiben hatten unb 2,75 o. H. einbüßten, griff bie Schwächeneigung auch auf bie anberen Wertpapier­gruppen über. Von Monanwerten gaben Rheinstahl 1,5 v. H. nach, auch Stahlverein würben etwas nied­riger genannt. Am Chemiemarkt verloren Rütgers- werke 0,5 v. H., IG. 0,5 o. H. Der Zelfftoffmarkt verkehrte ebenfalls in schwächerer Haltung, wobei man auf bie Ausführungen bei ber gestrigen Gene­ralversammlung ber Bergmann Elektizitäts-Gcscll- schaft verwies. Lech-Werke konnten ihren Kursstand um 0,5 v. H. verbessern. Zellstoff Aschaffenburg wür­ben 0,5 v. H. höher notiert. Reichsbankanteile unb Schiffahrtswerte eröffneten knapp behauptet. Die übrigen Märkte lagen geschäftslos. Arn Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen bis zu 0,5 v. H. niebriger, von Auslänbern waren 3-v. H.-Schweben mit minus» minus notiert. Deutsche Anleihen eröffneten bis zu 0,5 v. H. niebriger. Auch Pfanbbriefe waren schwä­cher veranlagt. Oolbpfanbbriefe waren etwas nieb­riger als am Vortage genannt. Reichsschulbbuchforbe- rungen stellten sich bis zu 0,5 v. H. niebriger.

Im Börsenverlauf nahm bas an unb für sich schon geringe Geschäft noch weiter an Umfang ab, unb bie Kurse erfuhren meist weitere leichte Rückgänge. Rheinstahl senkten sich erneut um 0,5 auf 40 v. H., ebenso IG., bie auf 90 v. H. nachgaben. Am Gelb- markt trat keine wesentliche Aenberung ber Lage ein. Tagesgelb war zu 4 o. H. unverändert.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 22. 3pni. Es wurden notiert: Weizen 261,50, Roggen 220, Braugerste 200 nominell, inl. Hafer 170 bis 180; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, mit Austauschweizen 38,60 bis 39,75, Weizenmehl, niederrh. mit Austausch­weizen, 38,60 bis 39,50, Roggenmehl 27 bis 28. Weizenkleie 8,25, Roggenkleie 8,50 bis 8,75 Mark. Tendenz: sehr ruhig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Diehinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankbiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v.H.

Ivianhur; u. ....

«er.

<5cniuy»|

l-uvr«

<T x#

Schluß-! kurs 1

Jünian.i» Kurs

Datum

21.6.

22.6.

21.6.

22.6.

i>% jleutidie ateiaiüflnieihc u. lUz.

54

7% Deutsche Meichsanleiiie v. 1921'

59,4

»

58,5

5%% TJounn-tinlcilie von 1930 .

Deutsche Ani.-Ablöl.-Sckuld mit 21u4lol.»flled)len

60

60

_

37,75

37,4

37,65

37,25

De»gi. ohne Aurioi..Reckte

1,65

3,55

3,65

3,55

8% Heli. 2<olt6ftaat von 1929 (riickzablb. 102%)

_

47

Oberheilen Provinz.Anleihe mii

Auelos.-Reckten

36,5

Dentscke Komm. Sammciabi

Anleihe Serie 1

33,75

_

33,5

6% ijifritl. Hnp.-Bank Golbpfe

15 unkündbar blS 1935

66,5

7% Franks. Hnp.-Bank Goibpfe unkündbar bis 1936 Serie 16

66,25

4Vi% Ärantl. Hnv-Bank Ligu. Pfandbricle. .

77,65

4yt% Rheiniiche Hnp.-Bank-Liou (Yoidp.c.

75,8

8% Pr. Landespsandbrielanltalt, Pfandbriefe $R. 19

67

67

7% Pr. LandeSpfandbriesansialt.

Pfandbriefe R. 10

4% Oesterretckuche Goibrente

8.5

_

4,20% Oeslcrrcickiicke Silberreine

1,05

1,15

_

4% Ungarifcke toolbientc

4,75

4,65

4% Ungarische StaatSrente v. 1910

5575

5,6

4'/r% deegi. von 1913

5% abgcst. Goldmexikaner von 99

5

5

_

4% Türkische ZvIIanicihe von 1911

2,25

',4

2,3

4% Türkifche Bagdadbahn-Anieihi Serie I

2,9

_

2,75

2,5

4% MOfll. Serie II

2,4

-__

2,4

2,3

5% Rumän. vereinh.Rente v. 1903

4^%Numän.vereinh.Rcntev.lSl?

6,75

7,13

_

4% Rumänische vereinh. Rente

2,9

3

3,05

u ¥<% Anatolier......

15,25

15,5

eran ur a.

Aerhn

l^chluß» lurs

1-Uhr- Kurs

Schluß- vt< \

Ansang- Jtur«

Datum

216

22 6

21.6.

22 6.

vamvurg.Amcrua Pate

1.

10,5

10,5

10.5

10,65

Hamburg.«üdant. Dampsschis

. 0

41

Hansa Dampfschiff

0

20,5

Norddeutscher Lloyd . . .

. 6

H 65

11,5

11,5

11,65

'21.®. für Verkehrswesen Akt.

6,5

26,25

Berliner Handelsgesellschaft

8

87

-

87,5

Commerz, und Privot-Bank .

7

16

-

16

_

Darmstädter und Nationa'.bank 8

18,25

__

18,5

Deutsche Bank und

Tieconto-Gescillchali

6

30

_

30

Dresdner Bank......

6

18,25

_

18,5

Reicksbonk .......

12

125,25

125

125

125

A.E.G..........

. 7

20,13

20

20.25

20,25

Bergmann........

9

17,9

18,4

Elektr. LieferungSgelellschaft

10

54.25

54,5

L'idit und Straft

10

67

__

67

selten & Guilleaume.

6y.

36

36,25

36

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen . . .

v

13

51,13

52

51,5

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

64

64

Sckuckert & Co.......

11

57

_

56,25

55,65

Siemens & Helske.....

14

116.75

116,5

Lahmeyer L Co......

12

77

76,5

Buderus . . .

4

26

Deutsche Erdöl .....

6

64,5

63,75

63,5

Gelsenkirchener ......

- 8

41

38,25

41.13

38,5

Harvenet ......

0

47,75

-

48

47,75

boesck Eilen.......

6

25,5

;1llr Bergbau .....

10

Kiöcknerwerke .....

. 6

23,5

23

23,5

Küin-Ncucssen...

ey,

Manneemann-Röhren

6

_

18,

88.9

ManSfeider Bergbau . . .

. 0

13

Lberschies. KokSiverke . .

8

32,75

32,5

Phöni; Bergbau . .

*¥1

/ .25

_

16,7b

16

Rheinische Braunkohlen. .

10

159

159.5

160

Siheinslahl ........

. 6

42

40,5

42,25

40,75

at. ui u. x'(.

Öen

^chuip« Hirt

l»UI)r» Kur-

Schluß- ur

JUnfa. g« Kurs

Datum

21 6.

22.6.

216.

22 6

zHirbcrf Montan......7,2

_

_

Bereinigte Stahlwerke .... 4

16

15

14,13

Ctaot Minen......16'/,

Kaliwerke Aickerclebcn . . 10

11

10,75

10,65

82

__

82,5

Kaliwerke Westeregeln . . 10

1 92

92

_

Kaliwerke Salzdetfurth . . 15

146

146.25

3. G. zarben-Invustrte . . 11

91

90,5

30.4

90,25

Verein, ckem. Industtie Frank« furt a.M...........

Sckeideanstalt.......10

'33,5

_

Goldschmidt.........0

16

__

16,13

17

NütgerSwerke.......6

32

25,5

31

31,5

31,5

Metallgesellschaft......6

25,25

-5.75

Philwv Holzmann......8

31,5

32

32

Zementwerk Heidelberg.... 7

381

Eementwcrk Karlstadt.....7

Wantz & Freytag .....0

4

Schultheis Patzenhoser ... 15

Qflu «Allgemeine Kunstseide) 0

48

46,25

33,75

33,75

34

Bemberg. ... 0

32

30,75

30,25

Zellstoss Waldhos . . 12

25

__

25,5

95,95

Zellstoff Aschaffenburg . . 6

17

17

16,5

Dessauer Gas ... 9

80,75

HO 95

Daimler Motoren ... . 0

10,75

10,75

H,5

11,13

Deutsche Linoleum .....5

28,75

S .6

Lrenstcin & Koppel ..... 0

_

1.5

53

Leonhard Tietz ......8

Svcnska .......15

53

52J5

6,5

174

Ebade .......

172,5

172

Frankfurter Maschinen . 0

Gritzncr 0

15,5

Alainkraktwerke Höchst a. M. 6

Süddeutscher Zucker , . . 10

48

98.5

98

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

2L3unl

22.3uni

Amtliche Dotierung

Amtliche Diotieruna

<^em

I Arie

Geld

Arie

Helsingsor» .

7,033

7,047

7,053

7,067

Wien. . .

51,95

52,05

51.95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12.485

Budapest . .

Sofia . . .

3,057

3,063

3.057

3,063

Holland . .

170,08

170,42

170.13

170.47

Oülo. . . .

74,83

74.97

75,07

75.23

Kopenhagen.

82,92

83,08

83,27

83.43

Stockholm .

77,77

77,93

78,12

78.28

London. . .

15,16

15,20

15.24

15. 8

Buenos Aires

0,948

0,952

0.948

0,972

Neupork . .

4,209

4.217

4.209

4/ 17

Brüssel. . .

58,54

58,66

58,54

58 66

Italien. . .

21,50

21,54

21,50

-1.54

Paris . . .

16,535

16,575

16.54

16.58

Schweiz . .

81,89

82,05

81 .89

8 .05

Spanten . .

34,67

34,73

34,67

34.73

Danzig. . .

82,22

82,38

82.?'

82.38

Japan . . .

1,269

1,271

1,259

I, 61

Rio de Jan..

0,325

0,327

0,3%

0,3'7

Jugoslawien.

Lhsabvn . .

6,943

6,957

6,893

6.207

13,84

13.86

13,89

13,91

Banknoten.

Berlin, 21 Juni

Geld

5rlei

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten . .......

58,38

58 67

Dänische Noten .......

82,73

83,07

Englische Noten........

15,12

15.18

/vranjöiildie Noten........

16,495

16,555

Holländische Noten .......

169.71

170,39

Italienische Noten ......

91 gfl

Norwegische Noten........

74,65

74 J5

Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten........

. ,49

2,51

Schwedische Noten........

77,59

77,91

Schweizer Noten.........

81.71

82.03

Spanische Noten...... . .

Ungarische Noten........

Obelß i

U "Ire rflUn cinfr.f t

K für lesen

; f.;ner Jugend einem.D

feitung e>n Arbeiter Machtmittel zum 0 [ompfum Leben und 2 festlicher Selbständig^ nationalen Pflicht' und Heilung der verloren ge Hand- und Landarbeit oolkserzieherischen 2kb( müßten alle junger unb nicht nur die Arbe

AN

\ Rn Todesurteil am l am nächsten Morgen, Erschießen und Atoat 6 feig Jahre Zuchthaus : Hausjahre nach rechts rade nicht. Das Schuhe des Ltaa sührt ihm immer neue die Gegner bet faschif nicht

Woher kommen sie, Ideale fechten sie, wer lie kommen gewöhnlich W Geldverdienen uni den sie von Lnternehn iuf die sie. sich gerne s, cius wegräumen wolle Trauen vor der unerb dvlitischen Gesetze, die e erinnern, nicht leicht, fi rannen" zu erwärmen. U jetzt übrigens, das ^vlchganger und Domk ramen cane grosso bek.

tolle.Hund. 3m ßa schwärmerischer ja V-fl den Duce. Mei, Ware im Lande so et B^.Weien, Anter S te gewaltsam n Jnnle man bei der do!

der Zeit feine totak Sremdherrscha dagegen a r. Aufruhr mit S&s, S&8?S: WZ kirn Ä W ScMih' in mßanöfl wj dam, ein, S, Äte SKWffSh ehrlß handle, wi^Ä^ehre, Allein d erber ft ÄS »ft KSÄ