Ausgabe 
21.11.1932 Frühausgabe
 
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Aus aller Welt

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bura, hat man ziemlich heftige Erdstöße verspürt. . '.chsweh Sachschaden ist bis jetzt nicht bekannt geworden. !m Den-

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Björnson:lieber unsere Kraft".

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18. November 1932 igsziehung wurden Gewinne M. gezogen

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zicht <ruf alle handgreifliche Symbolik freundlich- schlichte Pfarrhausräume entworfen hatte, und Herr Keim, der für wohlverteilte Lichtwirkungen sorgte, unterstützten sachgemäß und unvordringlich die Intentionen der Regie.

Neue Verhaftungen in Genf.

Genf, 20. Noo. (WTB.) Die Polizei nahm am Freitag im Zusammenhang mit den Unruhen .am 9. November drei neue Verhaftungen vor. Es handelt sich um den Leiter der Roten Garde in Genf, um einen Redakteur derR o t e n Fahne" in Genf und um einen Chauffeur.

sehr kühl, beherrscht und intellektuell, aber zuletzt verstrickt in eine leidenschaftliche Liebe, die sich mit ihrem gefährlichen Gewerbe nicht vereinen läßt, und die ihr denn auch im entscheidenden Augenblick vor dem Kriegsgericht zum Verhängnis wird. Die Regie (George Fitzmaurice) steigert die Episode aus etwas konventionellen Gesellschaftsszenen in die Spannungen und das Tempo eines echten Krimi­nalfalles hinein und läßt sich in den Schlußszenen auch den gefühlsmäßig betonten Ausklang der romantischen Liebesaffäre der geheimnisvollen Tän­zerin nicht entgehen. Die Stimme der Garbo klingt hier übrigens Heller und weicher, als man sie nach ihren letzten Sprechrollen in Erinnerung hat; vermutlich ist der Film für die deutsche Fassung nachsynchronisiert worden. Aus dem kleinen En-

nach der kürzlich erfolgten Rückkehr aus Hollywood in ihre schwedische Heimat sich gänzlich vom Film zurückziehen und im Privatleben untertauchen wolle;

ftatifienmg des Rundfunks sei zu warnen. Die sorgfältige Rücksichtnahme auf die Werte der land­schaftlichen Kulturkreise wurde von der Versamm­lung begrüßt. Mit ihr sei jedoch eine geschlossene Vertretung des gesamtdeutschen Kultur­wille n s zu verbinden, wie dies besonders Auf­gabe des neuen Reichssenders sein soll. Vor allem aber, so wurde betont, komme es auf die Per - sönlichkeitenan, die den Rundfunk zu gestal­ten haben. Mit größter Entschiedenheit wurde die Forderung erhoben, daß die evangelische Hörerschaft mehr als bisher bei der Besetzung

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der verantwortlichen Stellen berücksichtigt werden müsse.

1917 standrechtlich erschossen wurde. Hinter dem exotischen und phantastischen Namen soll sich ein anderer, einfacher und gutbürgerlich-deutscher verborgen haben; dies und die ziemlich unburdp sichtige, auch wohl später absichtlich etwas mysti­fizierte Lebensgeschichte kurz, die historischen Grundlagen des Spionageromans der Mata Hari find hier minder wichtig als die neuerliche Begeg­nung mit der G a r b o , über die noch vor nicht allzu langer Zeit (im Zusammenhang mit der Kreuger- Affäre) merkwürdige und widerspruchsvolle Gerüchte im Umlauf waren. Es wurde sogar davon gespro- ; chen, daß die international berühmte Darstellerin

Die Aufführung war eine würdige Feier zuH - 100. Geburtstage des norwegischen Dichters, htj <

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar fe einer auf die Lose gleicher Nummer in tai beiden Abteilungen I und II

1. Ziehungstag

Sn der heutigen Vormittw über 400 l

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Eewlnnauszug

2. Klasse 40. Preuh.-Eüdbeulsche (266. Preuß ) Staats-Lotterie

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semble amerikanischer Schauspieler: Ramon No­va r r o als Leutnant Rosanoff (bekannt ausBen Hur" undAlt-Heidelberg"); Lionel Barry- m o r e (Schubin); Lewis Stone (Andriani); C. H- Kordon (Dubois). Lichtspielhaus, -r-

der Führer die Brücke nicht rechtzeitig genug schon. Der Wagen durchbrach das Brückengelän!« und stürzte ab. Der Fabrikant Emil Wolf a» Milspe war sofort t o t. Drei weitere Insassen Wa­den mit schweren Verletzungen ins Schwelmc Krankenhaus gebracht.

Mutter und Sohn von Görgafen im Weinkeller getötet.

In Hatzenport bei Koblenz wollte ein in 40er Jahren stehender Winzer aus seinem Keler zum Abendbrot Wein holen. Als er nach le­gerer Zeit noch nicht zurück war, suchte die ZO Jahre alte Mutter nach ihm. Als sie in den K4, ler kam, sand sie ihren Sohn am Dodenli:» gend bewußtlos vor; die am Voden m- henden G ä r g a se hatten ihn b etä u (L

Die Mutter wollte den Vergifteten ins Frie schaffen; bei diesem Versuch ist sie aber offenbic auch von den Gasen betäubt tootLn, denn als am andern Morgen im Hause des Win­zers noch Licht brannte, fand man Mutter u r) Sohn tot im Keller auf.

Erdstöße im Rheinland.

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finemjtof °enen N ges fe heran unb oerfd Nn fti M und !««n a Mal. JR ihren ÖteVen (

In Goethes Todesjahr, am 8. Dezember 1832, wurde Vjörnstjerne Vjörnson zu Kvikne im Dovregcbirge, in Peer Gyntischer Landschaft Rordnorwegens als Sohn eines armen Pfarrers geboren. 2m Amkreis der Familie und einer herben skandinavischen Ratur hat schon der Knabe tiefe Eindrücke empfangen, die noch in den spä­teren Werken des bald berühmt Gewordenen auf­zuspüren sind; ein bedeutsames Erlebnis wäh­rend der Schulzeit der leidenschaftliche Kampf des böswillig verleumdeten Vaters um sein Recht, mag der ethischen Entwicklung des jungen Björnson entscheidend die Richtung gewiesen die nachmalige Gestaltung seiner Wahrheits- Rechts-Ideen aus unverwischter Erinnerung persönlicher Erfahrung gespeist haben.

Die 21 r Irischen m gefter wr dem 1 jir die cauen F L-ren un

Als Höhepunkt in Björnsons dichterischem Werk gilt unbestritten auch heute noch fein Drama lieber unsere Kraft", dessen erster Teil (in zwei Akten) 1883 erschien. Aeußerlich verhältnismäßig locker, durch die Herübernahme einiger Gestalten, mit je­nem verbunden, erschien 1895 der zweite Teil, in dem das überwiegend religiöse Motiv erweitert und im Sinne der neuen Kunst- und Geistesrichtung in dic soziale Problemstellung der damaligen Zeit ein- geführt wurde. (Wir haben das nach der letzten Aufführung im Frühjahr 1926 eingehend dar­gestellt.)

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In der Landeshauptstadt Christiania _____

Vjörnson früh mit dem literarischen Leben in Be­rührung, wurde Journalist, Politiker, Theaterdirek­tor, Schriftsteller und Dichter, am Ende einer

Marja Koch (als Klara) gab von der Krank­heitsgeschichte in diesem Schauspiel darstellerisch nicht mehr, als unumgänglich erschien, und traf dabei die merkwürdige Mischung der Gestalt als einer Leidenden und Liebenden, einer zu- gleich Hoffnungslosen und Gläubigen in Be­wegung und Ton mit großer Eindringlichkeit.

Die jüngere Generation wurde von Elisabeth Wiel an der (Rahel) und Kurt Peter Ha­mel (Elias) ernst und eifrig vertreten, deren von der starken Persönlichkeit des Vaters halb überwundener Skeptizismus rein dialektisch frei­lich keinen leichten Stand hatte. Gut, schlicht und verhalten: Frl. Berger als Hanna Ro­berts in der wenig dankbaren Rolle einer drama­turgischen Hilfsfigur, die bei Ibsen wäre.

Der erste Teil gibt in seiner Fabel das rechte s-"7 7'7 theatralisches Evangelium zum Totensonntag: es ist das Drama des Gottsuchertums, getragen von der Idee der religiösen Erneuerung. Hier wird gehandelt von der Kraft des Wunders

Aus dem lebendig und nuanciert Konsilium der Geistlichen hoben sich..........

F as sott als der ehrlich und mit bohrender Eindringlichkeit um die entscheidenden Fragen seines geistlichen Amtes kämpfende Bratt und Hehser als der klug-beredsame Kröier er bat den berühmt gewordenen Satz vom Christen^ tum und von der Macht des Wunders zu spreche^ > heraus. Volck (Bischof), Geiger (Blank, 'M i che l (Falk), D ie t en (Jensen) und^, derer (Brei) rundeten die Szene mit gut ge. sehenen und geschickt chargierten Gestalten.

3n Rheinland-Westfalen wurde vergangene Nochb in vielen Stödten ein heftiger Erdstoß va- spürt. Schaden wurde nicht angerichtet. Die Erdstoß in Düsseldorf verliefen von Westen nach Osten mb

und vom bergeoersetzenden Glauben. Der Pfarrer Adolf Sana glaubt an das Wunderbare wie die Jbsensche Nora inbrünstig und verzweifelt darauf wartet. Der Pfarrer will seine seit langem schwer krank darniederliegende Frau Klara kraft seines starken und unerschütterlichen Glaubens gesund ma­chen und dem Leben wiedergeben. Und wirklich: als Pfarrer Sang aus der Kirche heimkehrt, wo er unter dem Geläut der Glocken um das Wunder gekämpft und ekstasisch gebetet hat, tritt ihm die vom langen Krankenlager auferstandene Frau ent­gegen freilich nur, um sogleich in feinen Armen zu verscheiden. Und auch der Pfarrer sinkt nieder: es ging über seine Kraft, und er ftirW am Wunder, im Glauben.

Die Neuordnung des Rundfunks.

Wünsche der evangelischen Hörerschaft.

Berlin, 19. Rov. (ERB.) Die Evange­lische Reichsarbeitsgemeinschaft für Rundfunk, in Id er Vertreter der evangelischen Spihenverbände und der Kirchenbehörden mit Dertraunesleuten bei sämtlichen deutschen Sen­dern zusammenwirken, nahm in einer Sitzung zur Reuordnung des Rundfunks, insbeson­dere zu den Richtlinien für die Programmgestal­tung Stellung. An den Bericht des Leiters der Arbeitsgemeinschaft, Professor D. Hinderer, schloß sich eine Aussprache. Es kam dabei zum Ausdruck, daß bei aller Anerkennung des kul­turellen Aufbauwillens, der sich in den Richtlinien, insbesondere im Hinblick auf die ge­schichtlich gewordenen deutschen Kulturgüter be­kunde, man doch die D i e l d e u t i g k e i t und den Mangel an Klarheit in manchen Formu­lierungen bedauern müsse. Dor allem aber sei eine ausreichende Berücksichtigung der inneren Gesetz­lichkeit des Rundfunks und der Bedeutung des Hörers als eines Teils des Rundfunks selbst zu vermissen. Vor der Gefahr einer Büro-

584 Reichsiagsabgeordneie.

Das amtliche Wahlergebnis.

Zentrum erhält einen weiteren Sitz.

B e r I i n, 19. Noo. (WTB.) Der R e i ch s w a hl- au s s ch u ß hat in feiner heutigen Sitzung das endgültige Ergebnis der Reichstags­wahl vom 6. November 1932 festgestellt. Wie amt­lich mitgeteilt wird, hat sich infolge Zugangs an Stimmen bei der Feststellung des endgültigen Er­gebnisses in den Wahlkreisen die Zahl der gül­tigen Stimmen auf 3 5 4 7 1 7 4 5 erhöht, darunter 4 170 640 Stimmen für die Wahlvorschläge der Zentrumspartei, wobei von dem in der Pfalz auf den gemeinsamen Kreiswahlvorschlag Zentrum und Bayerische Volkspartei" entfallenen Stimmen wie bisher 60 000 der Bayerischen Volks­partei zugezählt worden find. Die Zentrums­partei wird daher mit 70 (nicht 6 9) Ab­geordneten im neuen Reichstag vertreten fein, yür die übrigen Parteien bedeutet der Zuwachs an Stimmen keinen Mandatsgewinn. Die Gesamt­zahl der Abgeordneten beträgt nunmehr 584.

Als Pfarrer Adolf Sang sah man Jochen Hauer: eine hochgewachsene, stattliche Erschei­nung, deren in sich ruhende Kraft und Gesund­heit aus bäuerlichem Umkreis zu stammen und jedenfalls nicht übel zum Wesen dieses Mannes zu passen schien; übrigens war im äußeren Bilde jede Spur eines aufgesetzten, un­echt-absichtlichen Mystizismus wohltuend vermie­den. Lind es ging in Sprache, Gebärde und Haltung so viel beruhigende und natürliche Gläu­bigkeit von ihm aus, daß die von ihm erzwungene Wirkung ganz überzeugend anmutete.

der populärsten Männer seines Landes; ein nor­wegischer Kulturhistoriker hatte seinerzeit sogar er­klärt, man hätte Björnson zum König machen sollen. Die entscheidende Wendung seines Lebens liegt in der Entwicklung vom Bauern- und Heimatdichter zum Apostel einer neuen Zeit und neuer Ideen; literarisch: im Anschluß an die damals junge Be­wegung des europäischen Naturalismus.

und Sobotzik zur Abgabe falscher eidesstaatlicher Er­klärungen und zur Meineidsleistung angestiftet. Kotzur wurden Meineide in drei Fällen, Anstiftung zum Meineid in 22 Fällen, davon in Tateinheit mit vollendetem Betrug in 2 Fällen, versuchten Betrugs in 3 Fällen und Beihilfe zum versuchten Betrüge in 2 Fällen, ferner die Abgabe einer falschen eides­stattlichen Versicheruna in einem Falle und Anstif­tung zur Abgabe falscher eidesstattlicher Versiche­rungen in 12 Fällen sowie Betrug in einem Falle nachgewiesen. Die übrigen 19 Angeklagten wurden wegen der gleichen Straftaten, im einzelnen be­gangen, verurteilt.

Aufsehenerregende Verhaftungen in Estland.

Die Leiter der baltischen Baumwollspinnerei in Reval, der größten Textilfabrik Estlands, sind verhaftet worden. Generaldirektor Isak C i - fron wurde dieser Tage auf Veranlassung der estnischen Behörden in Litauen verhaftet. General­direktor Citron besitzt in Memel Industriewerke. Direktor Wachmann war schon vorher beim Versuch, die estländische Grenze zu überschreiten, verhaftet worden. Diese Verhaftung wurde bis­her geheimgehalten. Beide Industrielle, die im öffentlichen Leben Estlands eine große Rolle spielten, haben mit Hilfe gefälschterBilan- zen bei verschiedenen estländischen Banken Mil­li o ne n be t r ä g e herausgeschwindelt und diese Beträge zum größten Teil ins Aus­land verschoben. Durch die Schwindeleien sind in erster Linie die staatlichen Banken in Mit- leidenschaft gezogen worden. Die Verluste der betreffenden Bankunternehmen stehen bisher noch nicht fest. Sie dürften aber laut Pressemeldungen in die Millionen gehen. Die Verhaftung dieser beiden führenden Industriellen hat in Reval allergrößtes Aussehen erregt.

Französisches Militär-Wasserflugzeug abgestürzt. verurteilt.

WieHavas" aus Fes berichtet, sind dort vom Kriegsgericht zwei eingeborene Unteroffiziere zum Tode und fünf marokkanische Schützen zuZuchl - haus st rasen von 6 bis 10 Jahren verurteilt worden, die einen Leutnant und zwei französische Sergeanten des Postens von Daguelfa getötet hatten.

Einsturz eines Neubaues. Ein Toter, elf Schwerverletzte.

In einer bei Mantua gelegenen oberitalienischen Ortschaft stürzte ein Teileines Neubaues e i n. Zwölf Arbeiter wurden unter den Schutt- massen begraben. Einer der Arbeiter sand bei dem Unfall den Tod, die anderen 11 erlitten schwere Verletzungen.

Das große Los.

In der jüngsten Ziehung der Preußisch-Süd­deutschen Klassenlotterie wurde auf die Losnum­mer 11 830 ein 10 0 0 0 0 - M ark-Gewinn ge­zogen. Das Los wird in "beiden Abteilungen in Halben gespielt, und zwar in der einen Abteilung in Berlin und in der anderen in Westfalen. Ein Haupttreffer in Höhe von 50 000 Mark siel auf die Rümmer 120 743. Das Los wird in der ersten Abteilung im ganzen in Berlin, in der zweiten Abteilung in Achteln in Bayern gespielt.

Schweres Autounglück in Westfalen.

Wie aus Hagen gemeldet wird, stürzte in einer der letzten Nächte ein Kraftwagen mit fünf Jn- affen von der im Zuge der Enneperstraße gelege­nen Brücke in die Ennepe. Infolge des Nebels hatte

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stellerisch virtuos, sie überragt ihre sämtlichen Part­ner bei weitem, und sie wiederholt hier ihre große .. wuv Leistung aus einer früheren (stummen) Produktion, | frigfam die ebenfalls ein Spionagefall behandelte. Sie spielt ] fren @Q hier drei Rollen nebeneinander: Spionin, Tänzerin I und Liebhaberin; sie ist eine große Dame von Weit,!tännlidj« von Geheimnis und Abenteuer umwittert, anfangs I Nm Qn

Gerhart Hauptmann bei Hindenburg.

Reichspräsident von Hindenburg empfing Gerhart Hauptmann, der seinen Dank für die ihm anläßlich seines 70. Geburtstages erwie­senen Ehrungen zum Ausdruck brachte.

Deutschlands ältester Couleurbien er gestorben.

Im Heim des Corps Alt-Sachsen in Dresden starb der älteste Couleurdiener Deutschlands, Ernst Richter, im Alter von 85 Jahren. Er war in studentischen Kreisen unter dem Ramen Eugen bekannt und wirkte 86 Semester bei feinem Corps.

Russischer Eisbrecher untergegangen. 30 Tote.

Amtlich wird aus Moskau gemeldet, daß der Eisbrecher Rr. 9, der am 24. Oktober aus Ar- changels nach dem Rordpol auslief, um den rus­sischen Eisbrecher Rr. 8 zu suchen, keine Rach- r i cf) t mehr von sich gegeben hat, trotzdem er mit einer Funkanlage ausgerüstet war. Am 1. Ro- vember haben zufällig mehrere Schiffe acht Lei­chen aufgefischt, die als zur Besatzung des Eis­brechers Rr. 9 gehörig festgestellt wurden. Es wurde dann amtlich festgestellt, daß der Eisbrecher Rr. 9 mit seiner Besatzung von 30 Personen untergegangen ist.

50 Tote beim Untergang eines Fischdampfers.

Der japanische Fischdamp erAiseki Maru" ist. wie aus Tokio gemeldet wird, in einem Sturm untergegangen. 50 Mairn der Besatzung ertranken. Ein einziger Matrose konnte nach dreitägiger Schreckensfahrt in einem Rettungsboot in halb wahnsinnigem Zustande gerettet werden. Französisches Milltär-wa serflugzeug abgestürzt.

Drei Tote.

Ein französisches Militärwasserflugzeug ist in einer Bucht unweit von Toulon für Mer mit drei Mann an Bord abgestürzt. Herbeieilende Mo­torboote des Flugzeug-Mutterschiffes konnten den im Wasser treibenden Flugzeugführer bergen, jedoch ftarb er bald darauf an den Folgen seiner Ver­letzungen. Die,Leichen der beiden anderen In­sassen konnten noch nicht gefunden werden.

Riefen-Meineidsprozeß in Gleiwlh. Insgesamt 44 Iahre Zuchthaus.

In einem Riesen - Meineidsprozeß, der das Gleiwitzer Schwurgericht zehn Tage lang be­schäftigte, wurde gegen 20 Angeklagte das Urteil gefäüt. Der Hauptangeklagte, der Grubeninvalide Franz Kotzur wurde zu 15 Jahren Zucht­haus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Seine Helfershelfer, der Händler Sobotzik und der Tischler C h l u b e k erhielten je fünf Jahre Zucht­haus und je fünf Jahre Ehrverlust. Von den übri­gen 17 Angeklagten erhielten neun Zuchthausstrafen von insgesamt 19 Jahren. Fünf weitere Angeklagte wurden zu Gefängnisstrafen von insgesamt fünf­einhalb Jahren verurteilt. Drei Angeklagte wurden freigesprochen. Seit Jahren gingen bei der Staats­anwaltschaft Gleiwitz Anzeigen ein, die den In­validen Franz Kotzur und zahlreiche andere des Meineids bezichtigten. Nachdem bereits im vorigen Jahr einige Angeklagte wegen Meineids verurteilt worden waren, standen jetzt zwanzig weitere Ange- klagte vor dem Schwurgericht. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß in 14 verschiedenen Prozessen Meineide geschworen und falsche eidesstattliche Ver­sicherungen angegeben worden waren. Der Haupt­angeklagte Kotzur hatte sich als Rechtsvertreter be­tätigt und die übrigen Angeklagten, darunter auch feine vier Sohne mit Hilfe der Angeklagten Chlubek

Die preußische Staatsregierung stellte in ihrer heutigen Staatsministerialsihung einstimmig fest, daß die gestern auf Antrag der Reichsregierung erlassene Verordnung auf Grund von Artikel 48 Abs.2 der Reichsverfassung dem Wortlaut und Geist der Entscheidung des Staatsgerichtshofs nicht entspricht. Ministerpräsident Braun wird in der ersten Vollsitzung des Landtags am Donnerstag, 24. Rovemoer, zu der dadurch ge­schaffenen Sachlage Stellung nehmen." Gegen eine Aushöhlung Hessens.

Vertreter der Beamtenschaft beim Gtaatspräsid.nlcn.

WER. Darmstadt, 19. Rov. (WSR.) Am Freitag wurden die Vertreter des Landeskar­tells Hessen des Deutschen Beamten- bundes unter Führung des Vorsitzenden Dr. C l a ß auf ihren Wunsch von Staatspräsident Dr. Adelung empfangen. Erschienen waren die Vertreter der Reichs-, Steuer-, Zoll-, Post- und Eisenbahnbeamten sowie der hessischen Staats-und Gemeindebeamten. Alle Vertreter nahmen mit größtem Rachdruck und unter Hinweis auf eine Fülle gewichtiger Gründe Stellung gegen eine Aushöhlung des Landes Hessen durch die etwa vom Reich geplante Wegverlegung von Reichs-Mittel-Behörden. Einmü- ttg wurde der lebhaften Zustimmung Ausdruck gegeben zu den Ausführungen, die der Staats­präsident Dr. Adelung vor einigen Wochen einem Vertreter des WTB. gemacht hat und in denen bekanntlich insbesondere erklärt wurde, daß sich Hessen die Beeinträchtigung seiner Eigen st aatlichkeit auf dem Wege der Ilm* Organisierung von Reichsbchffrden unter kei­nen Umständen gefallen lassen werde.

In diesem unerschütterlichen Glauben, den er bei seinen Kindern, Elias und Rahel, so schmerzlich hat vermissen müssen: sie haben dem Vater im Glau­benskampf um die Rettung der Mutter die Gefolg­schaft verweigert. In der Auseinandersetzung über die entscheidenden Fragen christlicher Lehre, christ­lichen Denkens und Handelns wurde zugleich das religiöse Grundmotiv des Trauerspieles mit dem Generationsproblem verknüpft, das seither immer wieder die Gemüter bewegt und die Geister ge­schieden hat. Wie nun die jüngere Generation eine praktische Lösung solcher grundsätzlichen Fragen zu gewinnen versucht, wird im zweiten Teil des Werkes dargestellt.

*

Die Aufführung des Schauspiels (deutsche ^lebersctzung: Julius Elias) unter der Regie des Dramaturgen Wolfgang Kühne darf als eine recht anerkennenswerte Leistung gel­ten, zumal wenn man sich die Schwierigkeiten vor Augen hält, die hier zu überwinden sind. Es handelt sich um ein sprödes Stück, und Djörn- son ist nicht gerade der geborene Dramatiker; man merkt das z. B. an der Exposition, die sich von der äußerst raffinierten Technik Ibsens we­sentlich unterscheidet; auch große Teile des zwei­ten Aktes mit den ausführlichen Diskussionsreden kommen dem Spielleiter nicht besonders entgegen.

Kühne gab an realistischen Zugeständnissen nicht mehr, als aus der Zeitgebundenheit des Schau­spiels heraus notwendig schien, und entwickelte die umständlich einleitende Krankengeschichte mit lebhaften und theatralisch wirkungsvollen Akzen­ten auf den gewichtigen ersten Aktschluß hin. Auch die Pastorenoersammlung des zweiten 2luf- zuges war gut und lebendig gegliedert und zu den übersinnlichen Vorgängen der letzten Szene hin gesteigert. Herr Löffler, der unter Ver-

Greta Garbo als Mata Hari. 11

Dieser amerikanische Film (Produktion: Metro- D J<nc ®;| Goldwyn-Mayer) behandelt die abenteuerlichen und | Äern Str nicht ganz aufgeklärten Schicksale der schönen Tän-^ zerin Mata Hari, die als angeblich deutsche Spionin in Paris während des Krieges von einem franzö­sischen Militärgericht in Vincennes verurteilt und

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waren von einem dumpfen Rollen begleitet. Cxn f!d führ Stadtteil Derendorf traten in verschiedenen Gol> statten Lichtstörungen auf. Die Erschütterung!» waren von einer Stärke, wie sie in Düsseldorf n ben letzten Jahrzehnten nicht festgestellt waren.

Don dem Erdstoß sind auch Koblenz, Köln, Esten, Wuppertal, Gelsenkirchen, Mülheim, Krefeld, chum und Limburg a. d. Lahn betroffen roorbex Die Erschütterung dauerte etwa zwei bis drei Et- künden und war so stark, daß die Leute aus bcn Schlaf geweckt wurden und Tische und andere Mi. beistucke erheblich ins Wanken gerieten. Der Erd­stoß wurde ferner in Krefeld, Gladbach-Rheydt, Essen, Recklingshausen, Dortmund, Velbert, lauten und Opladen wahr^enommen. Der Bevölkerung bemächtigte sich große Unruhe.

Das Beben hat wahrscheinlich seinen Ursprung in Holland gehabt, da nach vorliegenden Meldungcn aus Krefeld, München-Gladbach und Nimwegen bort sehr starke Stoße verspürt wurden. Im Haag, in Der Mitte und im Süden Hollands, wie z. B. in M Städten Roermond, Helmond, Arnheim und Til.

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interessant. Die Garbo beherrscht diesen Film dar- 'Ader \