VfB. komb. — Llmversiiäi 7:1 (5:1).
Am Samstagnachmittag trafen sich auf Lern Universitätssportplatz die Unioersitätsmannschaft und eine kombinierte Mannschaft des Vereins für Be- roegungcfpiele zu einem Freundschaftsspiel. Die Grün-Weißen waren mit einer verhältnismäßig starken Elf vertreten, die den Gastgebern ständig überlegen war. Die Ueberlegenheit bestand aber lediglich im Technischen, denn die Studenten ließen es an dem nötigen Eifer nicht felgen und konnten auch nur dadurch das Spiel offen halten. Die Grün-Weißen waren immer mehr am Ball, sie zeigten besonders in der ersten Halbzeit vorzügliches Kombinationespiel und waren im Sturm sehr aktiv. Nur so konnte es auch sein, daß die Dfber schon in der ersten Halbzeit mit 5:1 Toren führen konnten. Nach der Pause wurde viel zerfahrener gespielt. Die Studenten konnten sich auch jetzt nicht zu einer Einheit aufraffen, setzten aber weiter energischen Widerstand entgegen. VfB. vermochte noch zweimal erfolgreich zu sein. Die Studenten mußten leer ausgehen. Ihr Eifer hätte verdient, in einem etwas besseren Ergebnis Ausdruck zu finden. Es erwies sich, daß den DfBern doch mehr Routine zu eigen ist, als sie den Studenten zu eigen sein kann.
Verbandsspiel-Ergebnisse aus dem Gau Gießen-Wetzlar.
Bezirksklasse II: Löhnberg — Aßlar 2:4 (0:1); Daubringen — Lollar 4:1 (0:1); Leihgestern gegen Butzbach 3:4.
Gau kl ässe I: Ulm — Stockhausen 3:0 (0:0); Niedershausen — Weilburg, Weilburg nicht angetreten; Löhnberg II — Gräveneck 3:1 (1:0); Her- mannstein — Aßlar 10:1 (4:1); Dutenhofen gegen Steinbach 4:2; Grünberg — Dillingen 3:2 (1:2); Ulrichstein — Geilshausen, Ulrichstein nicht angetreten.
Gauklasse II: Obershausen — Arborn 0:6 (0:2); Wirbelau I — Weilmünster, Weilmünster nicht angetreten; Stockhausen II — Biskirchen II, Biskirchen nicht angetreten; Wetzlarer Spv. IV. gegen VfL. Wetzlar 2:1 (1:0); Berghausen gegen Wehrdorf II, Werdors nicht angetreten; 1900 Gießen IV. — Steinbach II. 6:2 (2:1); Lich II gegen Niederweisel II, Niederweisel verzichtet auf Spiel und Punkte; Hochweisel — Leihgestern II 2:2 (1:1).
Oie süddeutschen Endspiele an Weihnachten.
Zwei Spiele atu ersten, vier am zweiten Feiertage.
Nachdem auch die Vertreter der Gruppe Württemberg ermittelt worden sind, konnten jetzt die endgültigen Paarungen für die süddeutschen Endspiele an den beiden WeihnachtStagen getroffen werden. Die meisten Spiele finden entgegen den ursprünglichen Terminen erst am zweiten Weihnachtstag statt, und zwar wohl mit Rücksicht darauf, daß die reisenden Mannschaften nicht schon am Heiligen 2lbend abfahren müssen. Wahrscheinlich dürfte aus dem gleichen Grunde auch noch das Treffen 1. FL. Nürnberg gegen Phönix Ludwigshafen auf den zweiten Festtag' verlegt werden.
Der Spielplan für Weihnachten hat nun folgendes Nussehen:
Abteilung l: 25. Dezember: 1. FC. Nürnberg — Phönix Ludwigshafen; 26. Dezember: Nähern München — 1. FT. Kaiserslautern.
Abteilung II: 25. Dezember: Mainz 05 — Phönix Karlsruhe; 26. Dezenrber: FSD. Frankfurt — Stuttgarter Kickers; Union Böckingen — Eintracht Frankfurt; Karlsruher FD. — Wor- matia Worms.
Abreise der Giudenien nach Sizilien.
Das für Montag noch Neunkirchen angesetzte dritte Uebungsspiel der deutschen Studentenelf kam nicht mehr zum Austrag. Die Mannschaft blieb in Saarbrücken, um von dort aus am Dienstagmorgen über Straßburg die Reise nach Sizilien anzutreten. Die deutschen Studenten werden am Donnerstagabend in Catania eintreffen, so daß sie also bis zum Tage des Spieles, dem ersten Weihnachtstag, noch Gelegenheit haben, sich an die dortigen Verhältnisse zu gewöhnen.
Ehrenvolke Nuqbyniederlage in Lyon. ^Der Deutsche R u-gb y - Fußball-Verba mb hatte am Sonntag auf besondere Einladung eine Auswahlmannschaft nach Lyon entsandt, die sich aus Spielern aus Nord- und Süddeutschland zusammensetzte. Der Gegner war der französische Meister, Lyon Olympigue UniDerfitaire, einer der spielstärksten französischen Vereine, die über die deutsche Fünfzehn mit 21:15 (4:6) siegreich blieb. Die Deutschen hielten sich ausgezeichnet und leisteten bis zum
Schluß erbitterten Widerstand. Bis zur Pause war der Kampf vollkomnr.n offen und Deutschland konnte sogar mit 6:4 in Führung gehen. Nach dem Wechsel kamen jedoch die Franzosen mehr und mehr auf und spielten zum Schluß sogar überlegen. Die zahlreichen Zuischauer im Stadion Iris zollten den guten Leistungen und dem fairen Spiel der Deutschen lebhaften Boifall.
Oie deutschen Ski-Meifle» schäften.
Für die vom 16. bis 20. Februar in Freudenstadt. Vaiersbronn zum Austrag gelangenden deutschen Ski-Meisterschaften sind setzt die Ausschreibungen erschienen. Eröffnet werden die Kämpfe am Freitag, 17. Februar, mit dem 18 Kilometer-Langlauf. Am nächsten Tage, Samstag, kommt der 40- Kilometer-Staffellauf zur Durchführung, an den ich nachmittags der 3ungc".annenfprunglauf an- chlletzt. Der Sonntag bringt mit dem Damen-Ab- ahrtslauf, dem Sprunglauf und der Sicgerver- kündigung den Höhepunkt der Veranstaltung. Ab- geschlossen werden die Meisterschaften am Montag, 20. Februar, mit dem 50-Kilometer-Daueriauf. Wenn auch in diesem Jahre die Reichswehr-Meisterschaften nicht mit den Bundes-Meisterschaften Zusammenfällen, so wird die Armee doch stark, vor allem bei dem 40-Kilometer-Staffel- und dem 18-Kilometer- Langlauf vertreten sein. Für die Sprungläufe stehen allein vier gut angelegte Schanzen zur Verfügung, so daß also für einen reibungslosen Verlauf gesorgt ist.
Deutschlands Vertretung bei den ZZS.-Rennen.
Für das große Ere'gnis des Sportwinters, die ■internationalen Skirennen, hat der Deutsche Ski- Derband jetzt seine Vertreter bestimmt, d'.e in der Zeit vom 6. bis 13. Februar in Innsbruck die deutschen Farben vertreten sollen. Die offizielle Mannschaft des DSV. setzt sich aus 18 Herren und vier Damen zusammen. Allerdings wird die deutsche Vertretung bei den FJS.-Rem.en noch bebeutenb stärker ausfallen, denn den Landesverbänden ist es unbenommen, weitere Teilnehmer auf eigene Kosten zu entsenden.-
Der DSV. hat folgende Vertretung in Aussicht genommen: Motz (München), und Ponn (Berchtesgaden) für den 18-Kilometer-Langlauf; Wahl, Marx (Thüringen) und W ö r n ö I e (Partenkirchen) für den ^O-Kilomcter-Dauerlauf; Haeckel (Sachsen), Henkel (Thüringen), Dietl (München) und Me n ze r (Schwarzwald) für den Sprunglauf; Leu p old (Breslau), Wa r g (Sachsen), Bogner (München), Stoll (Berchtesgaden) und Reißer (Partenkirchen) für den kombinierten Lauf; Sauber (Berchtesgaden), Schindl (Gar- mifch), Martin Neuner II (München) und Höfling (Schwarzwalid) für den Abfahrts- und Sia- lomlauf. Die Damm-Mannschaft besteht aus Frl. Schmidt (München), Frau Dr. Bader, Frl. Christi Kranz (Schwarzwald) und Frl. Hilda Sturm (Arlberg). Die Zusammenstellurg der Staffel-Mannschaft erfolgt erst an Ort und Stelle, und zwar werden die vier besten Teilnehmer an den Langläufen ausgesucht.
Die offizielle deutsche Mannschaft und die sich noch hinzu gesellenden Vertreter der Landesverbände werden in Innsbruck als eine gesamte deutsche Vertretung unsere Interessen wahren. Einheitlich wird die Mannschaft das DSD.-Abzeichm, den schwarzen Adler auf weißem Grund, tragen und im Hotel „Tirol" in Innsbruck wohnen.
Erste Niederlage ter Kanadier.
D'i-e Eishockeymannschaft der Edmonton Superiors erlitt aus ihrer Gastspielreise durch Europa am Samstag im Pariser Sportpalast ihre erste Niederlage. Sie wurde von einer französischen Auswahlmannschaft überraschend mit 3:0 (0:0, 3:0, 0:0) geschlagen. Als sie auch im letzten Drittel vergebens ein Tor zu schießen verbuchten, verlegten sie sich auf hartes Spiel, das schließlich in eine unschöne Holzhauerei ausartete.
Kurze Sporinoiizen.
An Stelle von Hartkopp, der am Freitag in Berlin stark versagte, wird jetzt der deutsche Mittelgewichtsmeister Seelig am 26. Dezember mit Witt um die deutsche Halbschwergewichts-Meisterschaft boxen.
*
15 Nationen werden sich voraussichtlich an den Eishockey-Europa-Meisterschaften beteiligen, die vom 16. bis 26. Februar auf der Prager Kunsteisbahn zum Austrag gelangen.
*
211 s Schiedsrichter für den Fußball-Länderkampf zwischen Deutschland und Italien am 1. Januar in Bologna wurde der Belgier B a e r t vorgeschlagen.
Nachlässige Geschäftsführung bei einer Spar- und Darlehnskaffe. WSN. Marburg. 17. Dez. Ein interessanter Prozeß, dessen Dauer man auf einige Tage schätzt, wird am 19. Dezember vor dem Großen Sch öffengericht aus Warburg, das zu diesem Zweck nach Schlierbach kommt, abrollen. Es handelt sich bei dem Prozeß um die Klarstellung von Fehlbeträgen und Unter- schlagungen von 90 0 0 0 M k. bei der Schlierbacher Spar- und Darlehns- kasse. Angeklagt sind vorläufig der ehemalige Geschäftsführer der Kasse, Jakob Victor, das Vorstandsmitglied Wickerl, und das Mitglied Siebert. Zu dem Prozeß, dessen Voruntersuchung allein l1 Jahre in Anspruch nahm, sind 50 Zeugen geladen. Der angeklagte Rechner Vic
tor, der seit mehr als 20 Jahren der Kasse alz Geschäftsführer vor steht, besaß selbst ein größeres Getreidegeschäft, obwohl die Kasse auch die Mitglieder mit Getreide^ und Düngemitteln versorgte. Er genoß ein so starkes Vertrauen, daß es vorkam, daß die Landwirte jahrelang nicht abrechneten. Obwohl die Unter- schleifen nachweislich seit der Inflation begonnen hatten, wurde bei den verschiedenen Nevisionen niemals eine Unregelmäßigkeit entdeckt. Die Nachlässigkeit in der Geschäftsführung war außerordentlich groß. So tagten Aufsichtsrat und Vorstand nie in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise. Durch eine im vorigen Jahr unvermutet borge- nommcne Nevision wurden die Unregelmäßigkeiten festgestellt, wobei sich beispielsweise ergab, daß von über 103 Mitgliederquittungsbüchern noch nicht zehn stimmten.
Wirtschaft.
• Keine Preissenkung für Rundfunkgeräte. Von interessierter Seite w.rd mitgeteilt: ..In einer von sämtlichen maßgeblichen Herstellerfirmen von Rundfunkapparaten '^besuchten Sitzung ist einstimmig festgestellt worden, daß eine Preissenkung für Rundfunkgeräte nicht in Frage kommt. Cs bestehe daher keine Deranla'fung, mit dem Kauf von Rundfunkgerä- l,en zurückzuhalten.
* Portland-Zementwerke Dhcker- hoff - Wicking AG., Mainz - Amöneburg. Wie von der Verwaltung der Portland- Zementwerle Dyckerhosf-Wicking AG., Mainz- Amöneburg, mitgeteilt wird, haben sich durch die Absahminderung der vergangenen Zeit zwar gewisse Schwierigkeiten ergeben, an eine Kapital- Herabsetzung werde jedoch nicht gedacht. Ebensowenig werden zur Zeit irgendwelche Verhandlungen in Bezug auf eine Reorganisation des Konzerns geführt, und insbesondere ruhen die Besprechung mit Portland Heidelberg seit Monaten vollständig.
* Thüringer Gasgesellschaft, Leip- zig. Wie WTB.-Handelsdienst von maßgebender Seite erfährt, rechnet die Verwaltung der Thüringer Gasge^ellschaft, Leipzig, für das Geschäftsjahr 1932 mit mindestens der gleichen Dividende wie im Vorjahre (6,5 Prozent) bei erhöhten Rückstellungen.
Sranffurfer Abendbörse still.
Frankfurt a. M., 19. Dez. Die Abendbörse verkehrte in sehr stiller Haltung, die Kurse lagen im Vergleich mit dem Berliner Schluß kaum verändert. Etwas Interesse erhielt sich für Montanwerke, von denen Stahlverein und Gelsenkirchen je 0,25 v. H. anzogen, anderseits aber Mannesmann und Rheinstahl im gleichen Ausmaß niedriger lagen. IG.-Farben eröffneten mit 94,40 v. H. unverändert, AEG. und Zellstoff Waldhof ließen je 0,25 v. H. nach. Im Verlaufe hielt die G e s ch ä f t s st i l l e an, da auch von
der festeren Eröffnung der Neuyorker Börse keine Anregung ausging. IG.-Farben bröckelten 0,13 v. H ab, Stahlverein waren nochmals 0,25 v. H. höher.
Am Rentenmarkt konnte sich die Altbesitzanleihe um 0,25 v. H. befestigen, späte Reichsschuldbuchforderungen gingen zu 74,05 v. H. in kleinen Posten um. Am Markte der Industrie- Obligationen zeigte sich für Hess.-Nass.-Hütten- herein zu 71,75 v. H. (plus 0.5 v. H.) Nachfrage. Neubesitzanleihe 6.40, Altbesitzanleihe 59, Schutzgebietsanleihe 5,35, Reichsbank 132,25, Buderus 45,25, Gelsenkirchen 54,25, Harpener Bergbau 89, Ilse Bergbau Genuß 101,5, Mannesmann 61,5, Phönix 33,13, Rheinstahl 75,25, Stahlverein 37,5 bis 37,75, Mu 49,5, AEG. 29,5, B-mberg 60, Scheideanstalt 150,5, IG.-Farbenindustrie 94,40 bis 94,25, Lahmeyer 114, Schuckert 80, Zellstoff Waldhof 45,5, Nordd. Lloyd 17,75.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. Dez. Die Getreidebörse verkehrte bei ruhigem Handel zum Teil in schwächerer Haltung. Das Angebot war zwar klein, doch ließ auch die Nachfrage stark zu wünsch:n übrig. Die Mehlpreise waren erneut etwas ermäßigt, das Geschäft aber unverändert schleppend. Kraftfutter- mittel tendierten ebenfalls etwas schwächer. Die Um. fatjtätigMt mar infolge des Frostwetters etwas belebter.
Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 202,50 bis 203,50, Roggen 162,50 bis 164, Sommergerste für Brau- zwecke 180 bis 185, Hafer, inländischer 132 bis 137, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 28,25 bis 29, Weizenmehl, niederrheinisches 28,25 bis 28,50, Rag- genmehl 22,50 bis 23,50, Weizen Hie 7,60, Roggen- kleie 8 25, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 4,60 bis 4,80, Weizen- und Roggenstroh, drahtge- preßt 2,25 bis 2,50, Weizen- und Roggerst-oh, ge- bündelt 2,25 bis 2,50, Treber, getrocknet 10,60 Mark. Tendenz still.
Meinhessische Mrsschast zur WirffchastspoM.
Mainz, 18. De.z. (WSN.) In der jüngsten Sitzung der I n d u st r i e - und Handelskammer Mainz berichtete zunächst der Vorsitzende der Kammer, Ludwig Meyer, über verschiedene Sitzungen des Vorstandes und Hauptausschusses des Deutschen Industrie- und Handelstages. Nach eingehender Aussprache billigte die Kammer einmütig den vorn Hauptausschuß eingenommenen Standpunkt, daß
grundsätzlich an der Wirtschaftspolitik des Reichskanzlers von Popen festgehalten werden müsse.
Insbesondere müsse das Steuergutschein- system re st los durchgeführt werden. Die Kammer stellte fest, daß auch die Reichszuschüsse für Hausreparaturen und Wohnungsumbauten sich in einer erhöhten Instandsetzung des Altwohnraumes und Erneuerung von Altwohnungen ausgewirkt und damit zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, besonders auf dem Baumarkt, als geeignet erwiesen hätten. Eine Fortsetzung dieser Maßnahmen erscheine durchaus erwünscht, wobei jedoch darauf hingewiesen wurde, daß auf die Dauer ein nachhaltiger volkswirtschafklicher Nutzen nicht durch die Gewährung von Zuschüssen aus Steuermitteln erwartet werden dürfe, sondern aus einer grundsätzlichen Beseitigung ber Haus zins st euer.
Begrüßt wurde die Einsicht der Reichsregierung, daß die geplanten Kontingentierungsmaßnahmen keinenSNutzen für die Landwirtschaft bedeuteten, und ihr Entschluß, von der praktischen Durchführung der Kontingentierung abzusehen. Ferner kam einmütig zum Ausdruck, daß
erste Voraussetzung eines wiedergedeihcns der Wirtschaft Ruhe und Stabilität in der Innenpolitik
sei, da kein Leiter eines Unternehmend Dispositionen treffen könne, wenn er Gefahr laufen müsse, daß diese bald darauf durch gesetzgeber'/ch« Maßnahmen auf wirtschaftspolitischem Gebiet durchkreuzt würden.
Des weiteren berichtete der Vorsitzende übet eine Besprechung von Vertretern der hessischen Industrie- und Handelskammern mit dem hessischen Staatspräsidenten über Fragen der Ver - fassungs- und Ve rw a l t u n g s re f o r m. Veranlassung zu dieser Aussprache hätten die Pläne gegeben, wie sie noch von der Regierung P ape n verfolgt worden seien. Zwischen der hes' fischen Regierung und den Vertretern der Wirtschaft fei Einstimmigkeit darüber festgestellt worden, daß Hessen einer Dersassungs- und Der- waltungsreform keine Schwierigkeiten bereite, wenn vorher die Interessen des Landes uitu seiner Wirtschaft genügend gesichert seien. Dst-stm Gedanken widerspräche die derzeitige Wegverlegung von Reichsmittelbehörden aus Hessen, wenn sie unorganisch und ohne daß die endgültige Gestaltung der Rcichsreform festliege, bewerkstelligt würde. In einem Referat über die
Zukunft des deutschen Getreidehandels
behandelte Hugo Scheuer den in letzter Zeit häufig gemachten Vorschlag einer planmäßigen Regelung der Produktion, insbesondere auf dem Gebiete des Getreidebaues. Die Kammer schloh sich der Stellungnahme des Derichterstatters an
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe ber zuletzt betdjloffenen D>md nde an. — Reichsbankdiskont 4 o. H._ Lombardzinsfuß 5 v. H.
Sranfju
n a. Ul.
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%
Schluß- Iure
Schluöl. Abend- Mrf'
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(•□tun
17.12.
19.12.
17.12.
19.12.
6% Deuts ckie RelchSanierhc v. 1921 B% ehern.7% Dt. ReichSanI. v. 1929 5/2% Doun^Anlelte von 1930 .. Deutsche Slnl.-Ablös.-Schuld mh
Auslos.-Rechten .............
Tesgl. ohne Auotol.-Rechte......
«% ehern. 8% Hess. Bol'rNaat 1929 trüchahlb. 102%)............
Lberhessen Provinz. Anleihe mfi Auslo,.-Rechten ............
Deutsche Komm. Satnmclaß l.An leihe Seriel mit Auslol.-Rechten
6% ehem. 8% Franks. Hvv.-Banl Goldvfe. 15 unkündbar bis 19»>
6% ehem. 7% grants. Hpp.-Baii!
Soldvse. 16 unkündbar bis 1936
514% ehem. V/.% Zranks. Hnp.
Bank-Liou.-Psandbricfe .....
5'/-% ehem. 4'/2% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.^toldpfe. ...
6% ehem. «% Pr. Lauderpfand briefanflalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. LandeSvfand briefanftalt, Pfandbriefe R. in
4% Ceftcnetdiifdie Golorente.... 4,20% Lösterreichische Eicherrente 4% Ungarische (Soldrente.......
4% Ungarische Staatvrente 0. 1910 4'/z% desgl. von 1913..........
5% abgeft. Goldmepkaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagoadbabn-Anleihe
Serie I...................
4% deSgl. Serie 11.............
6% Rumän. vercinh. Rente v. 1003 »'/rToRumäst.vereinh.Remev.niis
4% Rumänische vercinh. Renle .. 3%% Anatolier ..............
76
92 76,25
58,25
6,4
71,5
56,5
53,5
83.4
8?
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85
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1
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76,5
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76,4
58,3 6,3
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Echluß- kurs
Schluß!. Abend- börfe
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17.12.
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t
—
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Hcnnburg-Südam. Dampfschiff.
0
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0
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—
__
Norddeutscher Lloyd .........
0
18,65
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A.G. für Verkehrswesen Mt. ..
0
43.5
44
43,9
Berliner Hanoelsgesellschast....
4
88
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88,5
Sommer;. und Privat-Bank
Deutsche Bank und Ticiconto-
0
53,5
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0
75
75
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Dresdner Bank.......... ..
0
61,75
61,75
61,75
61,75
Reichsbau 1 .................
1
131
132,25
130,5
132,75
A.E.IH......................
0
30.75
29,5
30,75
29,75
Elektr. LieferungSgefelfschast ...
5
73.5
—
——
—
Licht und Kraft .............
6
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94,25j
109,9
94,25
,«eiten & toitlHeaume ........
(pesellschafl für Elektrische Unter.
0
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1
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72,75
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73
Rheinische Elektrizität ........
5
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89.5
91
89.5
Schuckert & Co...........
0
79
80
79,5
80.9
(tteoiens & .^alife..........
1
123.0
112.25
_
125
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Lahmeyer &do.............
10
1141
Buderus ............
45,25
86
45.25
85.5
45,4
86,13
45,5
85,5
Deutsche Erdöl .............
4
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0
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54,25
52
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0
84,5
89
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0
—
53,25
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7
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Ilse Bergbau Genüsse........
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l
98,5
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0
48,5
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48,65
48,13
Mannesman« Möhren........
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0
23,75
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Cberfchief. .öokswerke.........
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46.25
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Rheinische Braunkohlen ......
1
200
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Orhoinstahl ..................
75.75
75,25
75,5
75.5
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- kurs
Schluß:. Abend- börs-
Sch uß- kurs
Schluß!. Miltag« bSr e
'.Datum
17.12.
19-12.
17.12.
19.12.
Bereinigte Stahlwerke.....
37,75
36,65
15,13
37,25
15,25
110,5
Otavi Minen ............
...
... 0
Kaliwerke Aschersleben.....
... 6
110
111
Kaliwerke Westeregeln.....
... 6
116
116
Kaliwerke Salzdetfurth ....
... 9
170
169
170
I. G. Farben Znvustrie .
Scheideansla!' .........
.. 10
96
149.75
94,25
150,5
95,5
94,4
Goldschmidt .............
Mlaerüwerko ...........
... 0
28 ^43,5
27,75
43,75
28.25
43,75
33,5
27,65
43.75
33
PHUihp Holzmanu........
... 0
57,25
46,5
59
56,13
46
57,5
56,5
Zementwerk Heidelberg ..
LementwetZ Karlstadt......
... 4
... 0
Watch & Fresttag.........
... 0
4,65
4,65
Schultheis Paftenhoser...
... o
Aku sAllgemeiiie Kunstseide)
Bemberg...........
... 0
51
60
47
30,5
49,5
60
45,5
30,5
50,5
60,75
46,4
30,4
100,25
19,25
44,5
37,25
39,5
48,9 59,75 45,75
30,5
101,75
18.25
42,5
37.25
38,5
Zellstoff Waldhos.........
Zellstoff Aschaffenburg ....
Dessauer Gas.......
... 0
... 0
Daimler Motoren........
Deutsche Linoleum .....
Orenstein & Koppel . Leonhard Dieb .......
Lhadc.......... ..
... o
0 0
19,13
43,5
39,5
18,5
42
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150,5
153
150,5
153
Grchnet.........
.. o
29,3
29
Mainkraftwerke Höchst a.M.
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Süddeutscher Zuiker ......
... 8
150
148
145
Sanknoten
Devisenmarkt ve'lin — Frankfurt a. 31.
17. Dezember
19-Oczcmber
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Dotierung
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Amtlich» Geld
Kotierung
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6,084
6,096
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12,465
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12,485
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Budapest ...
3,057
169,28
71,53
71,93
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169,62
71,67
72,07
3,057
169,18
71,73
72,13
3,063
169,52
71,87
72,27
Sofia.....
Holland ....
Oslo.......
Kopenhagen.
Stockholm..
75,67
75,83
75.87
76,03
London .....
13,89 0,858
13,93
13.93
13,97
Buenos Mitts
0.862
0,858
0,662
Neuyork....
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel....
58,22
58.34
58,22
58,34
Italien.....
Paris .....
Schweiz ...
Spanten ... Danzig....
Japan.....
Rio de 3aiu Jugoslawien Lissabon...
21.54 6,425
80,92 34,35 81,72 0,879 0,269 5,594 12.76
21.58 >6.465
81,08
34,41
81,88 0,881 0,271
5.606
12,78
21,54 16,425
80,95 34,35 81-72 0,889
0,269 5,584 12,76
21,58 16.465
8M1 34,41 81.88 0,891 0,271 5,596 12,78
Berlin, 19.2klein' •
«eld
SrleT
Amerikanische Noten .
4.20
4,22
Belgische Noten............
58,06
58,30
rantsche Noten.....
71,76
72,04
Englische flöten..........
13 89
13.95
.Zron^osische Noten...............
445
Holländisch? Noten.........
168^81
169,49
.Italienische Noten................
71 56
Norwegische Noten .............
71 '56
7L84
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling
Rumänische Noten..............
?.48
Schwedische Noten...............
75J0
76. ÖÖ
schweizer Noten............
Spanische Noten.......
34 35
Ungarische Roten ...............


