Ausgabe 
20.12.1932 Erstes Blatt
 
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TELEFUNKEN

DIE DEUTSCHE WELTMARKE

Blumen zum Weihnachisfest.

Wer von all den vielen Blumenfreunden möchte nicht zu Weihnachten den einen oder anderen blü»

Lebensmittelgeschäften schlugen die Demonstranten die S^-au^ensterscheibeir ein und raubten die Auslagen. Die Plünderer hatten es in der Hauptsache auf solche Geschäite abgesehen, in de­nen Ganse und Wi döret für die Weihnachtstage ausgestellt waren. Dem schnellen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, daß es nicht zu wei. teren Ausschreitungen kam. Seichs Personen, die unter dem Verdacht stehen, an den Plünderungen beteiligt gewesen zu sein, wurden verhaftet.

Verhängnisvolles Spiel mit der Waffe.

Machen Sie jeden Tag zum Festtag I mit einem Radio-Apparat, wie es diese beiden TELEFUNKEN­APPARATE sind. Trennscharf, klangrein und laut bringen sie Sender nach Sender, aus ganz Europa.

Di« Stadtverwaltung weist in einer heutigen Bekanntmachung darauf hin, daß die Steuer- karten für das Jahr 19 3 3 zugestellt wor- den sind. Arbeitslose Personen wo len die Steuerkarte sorgfältig aufbewahren, da die Aus- stellung einer neuen Karte nur gegen Zahlung von 1 Mark erfolgt.

2luf Seite 4 der Steuerkarte befinden sich De- st.mmungen über die Höhe und die Erhebung dor B ü rge r st e u e r. Die Anforderung der Türger- steuer gilt mit der Zustellung der Steuerkarten als bewirkt. Anspruch auf Befreiung von der Bürgersteuer haben Empfänger von Arbeitslosen, oder Krisenunterstühung, Kleinrentner, Sozial­rentner^ Schwerkriegsbeschädigte und Personen, die in öffentlicher Fürsorge stehen. Sozialrentner werden nur befreit, wenn das gesamte Jahres- einkommen 900 Mark nicht übersteigt. Die Bor» aussehung für die Befreiung von der Dürger- steuer muh an den Fälligkeitstagen (am 10. eines jeden Monats im Jahre 1933) spräche gegen die Bürgersteuer ____....

Haus, Bergstraße 20, Zimmer Ar. 29, vorzu. bringen.

Das Handwerk zur Kanzler-Rede

Hannover, 19. Dez. (211.) In einer Stel­lungnahme des Reichsverbandes für das Deutsche Handwerk zur Rundfunkrede des Reichskanzlers wird u. a. erklärt, daß der Reichs­verband dem einzigen Programmpunkt der neuen Reichsregierung^iroe.t stuften' lebhaft zu­stimme. Er erwarte jedoch, daß auch die Vor­schläge der handwerklichen Spitzenverbände Be­achtung und Verwirklichung finden, was ins­besondere für den wiederholt vorgebrachten An­trag gelte, für d i e Instandsetzung des Al t h a u s be si tz e s weitere 200 Mil­lionen Mark zur Verfügung zu stellen. Daß die Finanzierungsfrage des gesamten Arbe tsbeschaf» sungsprogramms keine Gefährdung der Währung mit sich bringen dürfe, sei für das Handwerk eine Selbstverständlichkeit. Auch die Aotwendig'eit, möglichst viel zu fiedeln, begrüße das Handwerk. Der beschleunigten Ab­wicklung des O^thilfeverfahrens werde das Hand­werk ebenfalls zustimmen, soweit hierin vor allem der Abbau des einseitigen Doll­streckungsschutzes derLandwirtschaft eingeschlosien wer^e. Lebhaft zu bedauern sei, daß der Kanzler mit keinem Wort auf die Hot« lag« des Handwerks eingcgangen s?i, was um so mehr auffallen müsse, als Schleicher freund­schaftliche Worte für andere Berufsstände ge­funden habe. Cs müsse darauf hingrwiesen wer­den, dah das Handwerk in normalen Zeiten acht Millionen Deutschen Arbeit und Brot grbe. Der Reichsverband erwartet, dah möglichst bald eine Aussprache seiner Vertreter mit dem Reichskanzler stattfinden werde.

wieder entlassen werden. Sechs der Verletzten müs­sen noch im Krankenhaus ve»bleibe», es besteht jedoch bei keinem Lebensgefahr. Der Führer des Omnibusses, der ebenfalls verletzt ist, wurde wegen Trunkenheit in Hast genommen.

Raubüberfall in London.

Auf dem Leicester-Square, einer der belebtesten Straßen der Londoner City wurde während des größten Verkehrs ein tollkühner Raubüber- fall auf den Geschäftsführer der Rialto-Lichtspiele ausgeführt. Zwei Männer stürzten sich aus omem vorbei fahrenden Kraftwagen auf den Geschäftsführer und versuchten, ihm die 500 Pfund Sterling enl- haltende Mappe zu entreißen. Nach kurzem Hand­gemenge gelang es dem Ueberfallen«n, mit der Mappe in einen Billardsaal zu flüchten. Als dort erneut zwei Männer, die er für die Räuber hielt, auf ihn eindrargen, kam es zu einem blutigen Kampf. Es stellte sich jedoch heraus, daß die beiden Männer Gehoimpotiiz ften waren, die den Geschäftsführer für einen der Räuber hielten, wäh. rend dieser wiederum glaubt«, daß di« Geheim« Polizisten die Verbrecher seien. Die wirklichen Räu­ber hatten sich den doppelten Irrtum zunutze ge­macht und waren in der Zwischenzeit entkommen.

Beim Fußballspiel löblich verunglückt.

Bet einem Fußballspiel in Manderscheid (Eisei- stieß ein 22jähriger junger Mann namens K l a s aus Oberöfflingen (Kreis Wittlich) mit einem an­deren Spieler so unglücklich zusammen, daß Klas beim Sturz das Genick brach und sofort st a r b. Das Fußballspiel wurde sofort abgebrochen. Der Unfall ist für di« Familie um so tragischer, als der Bruder des tödlich Verunglückten im November 1923 bei einem Bauernzug nach Wittlich von Se­paratisten erschossen wurde.

Plünderung von Lebensrmltelgeschästen in Koblenz.

In verschiedenen Stadtteilen in Koblenz kam es zu schweren Ausschreitungen von Erwerbslosen, die Offenbar von Kommu­nisten in Szene gesetzt worden waren. In drei

vornotizen.

TageskalenderfürDienstag. Stadt« theater: 20 bis 22.15 Uhr,Weh' dem, der lügt". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Frauen in Gefahr".

Gießener Wochenmarktpreise.

/ G ie ß en, 20. Dez, Es kosteten auf dem Heu- ttgen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130, Land­butter 130. Kochbutter 100, Matte 2530 Pf.das Pfund, Käse 510, Eier, ausländische, 1214 in­ländische 14 Pf. das Stück, Wirsing, gelb, 8^-10 grün 12 Weißkraut 68, Rotkraut 810, Gelbe 011x^^810, Rote Rüben 810, Spinat 20, Lin-

Grünkohl 15, Rosenkohl 25, Feldsalat 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 3550 S^toatätourädn 25-50 Kartoffeln 3, 21-pfel 18 ®»rrobft 35-40. Honig 40-45, 2!üe hTm «3U?8e.S<SnV(,~90' Suppenhühner 60 btö 80. Gänse 7085. Enten 8090 Pf. per Pfd Tauben 50-60 Blumenkohl 4060. Endivien 10 In Rettich 10-15, Sellerie 10

HS u0 Pf. per Stück: Kartoffeln 2,50 Mk. per oentner.

Minister Daladi er wendet, so möchte man auch daraus die Hoffnung ableiten, daß sich Paul- Doncour in seinem politischen Kurs als Minister­präsident nicht aus alle seine überstiegenen Aeuße- rungen in den letzten Jahren versteifen will.

Er war ja schließlich auch in Genf dabei, als die Einigung über die Gleichberechtigungsformel zu- stände kam. Er wußte nämlich, was am 15. De­zember bevorstand, und er wollte offenbar nicht gleichzeitig mit dem Ausbruch des französisch-ame­rikanischen Konfliktes in der Schuldenfrage einem gewissen Herrn Norman Davis gegenüber die Ver­antwortung für das weitere Fernbleiben Deutsch­lands aus den Abrüstungsoerhandlungen überneh­men. Der Mann der zweiten Garnitur, der nur einen Auftrag in den Abrustungsverhandlungen hak, kann einseitig und doktrinär sein. Der Mi« nifterpräfibent und der verantwortliche Leiter der Außenpolitik muß seine Entschlüsse aus dem ge­samtpolitischen Bild« ableiten und etwas mehr Rücksichten nehmen

Frühere politische Freunde Paul-Boncours haben es aus einer Art Torschlußpanik zu erklären versucht, daß der Mann aus der Garde des Sozia­lismus sich zum Werkzeug des Generalstabs machen ließ, um seinem Geltungstrieb Befriedigung zu geben. Darf man hoffen, daß nun di« ^orschluß- panik einem neuen Verantwortungsbe­wußtsein weicht?

Aus aller Welt.

Dieder Hochwasser in Südfrankreich.

Porpignan, das vor einiger Zeit bereits schwer unter A e b e r s chwe m m u n g e n zu leiden hatte, ist wieder in Gefahr. Seit der letzten Rächt regnet es stark. Das Wasser stieg in den tiefer- Selegenen Teilen der Stadt, so daß die Feuer­wehr aufgeboten werden mußte. Die Eisenbahn­linie PerpignanDarbonne und Perpignan- Thuir find von dem Hochwasser wieder erreicht. Man fürchtet, dah der Verkehr erneut un­terbrochen werden wird. In der Gemeinde Sahorre bedroht ein Bergrutsch eine Sied­lung, die bereits geräumt werden mußte. 3m Tal der Dielte ist die Straße durch einen Wild- bach abgeschnitten. Sechs Dörfer sind infolgedessen von der Außenwelt völlig abge­schnitten. In St. Paul wurde das Kraftwerk unter Wasser gesetzt. Die Umgebung liegt im Dunkeln. Die Versorgung der abgeschnittenen Siedlungen mit Lebensmitteln und Post wird mit Flugzeugen aufrechterhalten.

Autounfall auf vereister Landstraße.

Auf der vereisten Landstraße nach Rieder- Walluf am Rhein geriet der Wagen der Baronin Langwerth von Simmern ins Rutschen und prallte mit einem aus entgegengesetzter Rich­tung kommenden Lastkraftwagen zusammen. Di« am Steuer des Personenwagens sitzende Baronesse Langwerth von Simmern trug schwere Kopf­verletzungen und Schnittwunden im Gesicht oaöon, während die Baronin ein« Gehirner­schütterung erlitt. Eine weitere mitfahrende Dame wurde gleichfalls schwer verletzt. Die Baronin Langwerth von Simmern ist die Gattin des ehemaligen Reichskommifsars für die besetz­ten rheinischen Gebiete in Koblenz.

Betrunkener Chauffeur verursacht ein Autounglück.

Dieser Tage fuhr der Autooermieter E r d l e von Blaubeuren mit einem Omnibus nach Ulm. In dem Wagen befanden sich 26 Personen aus verschiedenen Ortschaften des Oberamtes. Auf der Heidenheimer Landstraße fuhr der schwer« Wagen gegeneinen Aa um und fiel dann in den Straßengraben. Der Wagen wurde zertrümmert, die 26 Fahrgäste wur- ben in mehr oder weniger schwer verletztem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Anlegung von Verbänden konnten 21 der Verletzten

** Se. Königliche Hoheit der Erb- groß Herzog hat an der Philosophischen Fakul­tät der Landesunioersität Gießen seine philosophijche Doktorprüfung mit der NoteSehr gut" bestanden. Die Arbeit behandelt das staatswissenschaftliche ThemaFriedrich List als Weltpolitiker".

** Neuer Straßenbahn-Fahrplan. Im heutigen Anzeigenteil befindet sich der neue Straßenbahnfahrplan, der ab 22. Dezember Gültig­keit haben wird. Der neue Fahrplan enthält auch die Fahrzeiten für die Wagen bis zur Endstation in Wieseck (Ortsmitte).

** (fin zweites Opfer des Auto-

Wie Sternenhimmel strahlt ihr Glanz Tief in smaragdnen Blätterkranz. Und wer sie sieht, und wer sie bricht, Drückt froh die fiänbe sich und spricht: GottlobI Die Zeit gekommen ist. Wo Erd und Himmel Frieden schließt! Die Sonne scheint versöhnt herab, Der Tag nimmt zu. die Nacht nimmt ab, Christröslein blüht, der lichte Stern! Gelobet sei das Fest des Herrn.

(Agnes Franz.)

Schön bist du, Kind des Mondes, nicht der Sonne! Dir wäre tödlich andrer Blumen Wonne Dich nährt, ben keutschen Leib voll Reif und Duft Himmlische Kälte balsamsüße Luft.

(Eduard Mörike.)

Als die bei dem Bäckermeister Fischer in Kamen bei Dortmund in Dienst stehende Haus­angestellte Wächter mit dem Reinigen des Wohnzimmers beschäftigt war, nahm der elfjährige Sohn des Fischer das im Zimmer befindliche g e ladens Jagdgewehr in die Hand und legte auf bas Mädchen an. Die Waffe entlud sich und die Hausangestellte sank t o t zu Boden. Die volle Schrotladung traf das Mädchen aus einer Ent­fernung von einem Meter und zerschmetterte ihm dis Schädeldecke.

Englischer Regierungskommisfar von einem Tiger zerfleischt.

Im Dschungelgebiet der indischen Zentralprovin« zen wurde der englische Regierungskommisfar Bourne auf einer Jagd von ein em Tiger zerfleischt und getötet. Der Kommissar hatte versucht einen Treiber vor der Bestie zu ret­ten. Der Treiber kam mit dem Leben davon.

Eisenbahnfähren über den Aermelkanal.

Londoner Blättern zufolge hat die Southern Rail- way beschlossen, einen Eisenbahnfährdienst zwischen Dover und einem französischen Hasen, wahrscheinlich Dünkirchen, einzurichten. Mit der Fähre sollen hauptsächlich Güterzüge befördert wer- den, um das zeitraubende und kostspielige zwei­malige Umladen zu vermeiden. Die Fähren, von denen drei gebaut werden sollen, werden aber auch imstande sein, Fahrgäste zu befördern. Der neue Dienst soll im Sommer 1934 beginnen.

henden Blumenstock selbst herangezogen haben? Gerade der Gedanke des Erfolgs der eignen Arbeit würde die aufgewendete Mühe doppelt

machen. Wem ein sonniges Blumenfenster zur Ber- füyung steht, der kann eine Amaryllis, ein Alpen­veilchen, ein Primel, (Einerarie, auch Afchenpflanze genannt, u. o. a. ohne besondere gärtnerischen Kenntnisse heranziehen, die in Verbindung der im­mergrünen Tannen und der um diese Zeck so viel gesuchten Misteln, die um die Weihnachtszeit gewiß in ihrem schönsten Schmucke, wenn auch als Schma­rotzer, .auf den meisten Baumarten prangen, den Weihnachtsgabentisch ungemein bereichern und ver­zieren. Man denke aber noch an zwei andere Weih- nachtsblüher. Mitten im Winter, umgeben von Schnee und Eis, entfaltet die Christ- ober Schnee- rose, auch Schneekönigin genannt, in den Gärten schon oft anfangs Dezember ihre prächtigen Blüten und läutet beizeiten das Weihnachtsfest em. Konnte ihr wahrlich ein schönerer und treffenderer Name beigelegt werden? Dort auf den Gipfeln der A.pen und in den Bergwäldern Süd« und West­deutschlands wildwachsend, eine nahe Verwandte der Sumpfdotterblume, hat sie sich bei uns in den (Bärten recht leicht als Zierpflanze eingebürgert und eine ihr zusagende neue Heimat gefunden. In den verschiedenen weiß bis rötlich blühenden Ab­arten wird sie bei uns angepflanzt. Vielfach heißt sie auch Nieswurz weil ihre Wurzeln in gepuloer- tem Zustande Niesen erregt. In den Gärten kennen wir sie als Staude: wer aber zum Christfest sie be- st'mmt im B.ühen haben möchte, der kann si« auch an geschützter Stelle im Topfe heranziehen.

Schon im Altertum galt die Christrose nicht nur als ein Mittel gegen die Fallsucht, sondern auch gegen Geistesschwäche und Dummheit. Selbst Horaz pries sie, als ein wirksames Medikament gegen den Wahnsinn. In England ist die Christrose, ähnlich wie bei uns, sehr innig mit dem Weihnachtsfest verknüpft. Wie die Mistel, so gehört sie auch dort zum unentbehrlichen, weihnachtlichen Zimmer« schmuck. Große Mengen abgeschnittener Biumen und in Töpfen gezogene Pflanzen werden in den Städten zur Christzeit zum Verkauf gebracht. Be- zeichnend ist ihr Nam« S ch n e e k a 11, den sie in ben österreichischen Alpen führt. Eine ganze Reihe Dichter hat die Schneerose besungen:

Noch nicht lange ist es her, daß der Weihnachts­stern aus dem sonnigen Mexiko zu uns eingewan­dert ist. Er zählt heute schon zu den markantesten Weihnachtöblumen und gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse, deren Eigenart es nun einmal ist, daß sie kleine und sehr unscheinbare, in diesem Falle gelbe Blüten hervorbringen. Was wir für gewöhnlich als Blüte bezeichnen, sind nur die oberen sternförmig angeordneten Hoch- oder Laub­blätter, die je nach ihrer Art rote bis rosa Färbung aufweisen. Wenn auch die Christrose und der Weih­nachtsstern, als die Winter- und Wunderkinder unter der Blumenwelt, wie sie der Dichter Mörike mit Recht bezeichnet, weniger als Gaben auf dem Weihnachtstische erscheinen, so bilden sie in großen Blumenoasen, auf hohem Stiele getragen, dennoch einen einzigartigen, kaum zu ersetzenden Schmuck für die Weihnachtstafel. ßd.

Oie Steuerkarten für 1933.

Der Telefunken 231 nimmt Der Telefunken 341 L,;nol «bei richtiger Bedient, oll. Sende,""d^Td^

T-h 9r°ßou 100 »Selbst-Trenner« getrennt.

Einschl. Rohre- RM 189,- Einschi. Röhren RM 248 - (bei Gleichstrom RM 199,-) (bei Gleichstrom RM 258,-)

Unglücks bei Steinbach. Heute gegen 9 Uhr . ist der Volkswirt E i ck w o r 1 h von hier, der am ' Sonntagmittag bei dem schweren Autounglück bei , Steinbach verletzt wurde, in der Chirurgischen KU« ! nik an seiner schweren Verletzung leider verstorben. , Damit hat der tragische Unglücksfall ein zweites Opfer gefordert. Dem Gatten, der bei dem Unfall , bedauerlicherweise tödlich verunglückten Frau Habe- nicht, Kaufmann Friedrich Habe nicht, ging es . heute morgen in feinem Befinden etwas besser; seine Verletzungen sind glücklicherweise nicht schwer.

** Weihnachtsfeier der Heimat- Vereinigung Schiffenberg. Zu einer schönen Feierstunde hatten sich die Mitglieder und Freunde der Heimat­vereinigung Schiffenberg am Sonntagabend auf dem Schiffen berg zusammengefunden. Sie Ver­einigung feierte zum erstenmal ein Weihnachtsfest. Rach Eintritt der Dunkelheit lud das Glöckchen der Kapelle zur kirchlichen Feierstunde, die mit Cho­ralgesang eröffnet wurde, ein. Ein Festprolog (Inge G e i l f u ß) führte die Zuhörer in die Weihnachtszeit ein. Pfarrrer Steiner (Haufen) betonte in seiner Ansprache, daß uns durch Weih­nachten auch die Liebe zur Heimat geschenkt wor­den sei, und diese Heimatliebe solle uns zur Liebe an unseren Rächsten führen, um die Gegensätze in unserem Volk zu überbrücken. Else Michel (Gie­ßen) überreichte der Vereinigung einen von Frau Rektor L R. Müller (Gießen) gestickten Wim­pel, dessen Weihe von Pfarrer Steiner voll­zogen wurde. Mit Choralgesang fand die erhe­bende Feierstunde ihr Ende. Anschließend ver­sammelte sich im großen Saal des Schiffenberg eine große Festgemeinde. Für den leider ver­hinderten ersten Vorsitzenden, Oberforstmeister Ricolaus. begrüßte Rektor i. R. Valentin Müller (Gießen) die zahlreichen Gäste und zeichnete die hohen Ziele der Vereinigung. Frau Pfarrer Steiner (Hnusen) fang mit voller, wei­cher Stimme, am Klavier von Pfarrer Steiner be­gleitet, eine schöne Weihnachtsweise und später noch das von ihr selbst gedichtete und von Pfarrer Steiner in Roten gesetzte Lied:Der Rotdorn blüht auf dem Schisfenberg", das nach Mittei­lung von Rektor Müller als ^Schiffenberglied" Eigentum der Vereinigung werden solll Ein Ni­kolaus (Frau G e i l f u ß , Gießen) brachte Der- einsgeschehnisse, in Reimen gesetzt, zum Vortrag und machte damit viel Freude. Herr W e i d i a (Gießen) grüßte mit einem Weihnachtsprolog und ehrte den verdienstvollen Schriftführer, Herrn Müller und dessen Frau, während Herr Jä­ger (Gießen) die Verdienste der um das gute Ge­lingen des Abends bemühten Damen würdigte. Der Heimatdichter Georg Heß (Leihgestern) ver­wertete die Ereignisse des Abends und gab sie un­ter dem Beifall aller in Reimen wieder, auch seine übrigen Darbietungen fanden dankbare Aus­nahme. Richt vergessen seien auch die vorzüglichen Musikvorträge der Kapelle Dender (Watzen­born-Steinberg), die besonders mit ihren Diolin- solis (Herr Dender) und ihren Trompetensolis (Herrr Schlund, Garbenteich) wesentlich zum guten Gelingen der Feier beitrugen. Die sanges­frohe Jugend der umliegenden Ortschaften kam mit Gesang alter Heimatlieder zu ihrem Recht. Rektor Müller dankte allen, besonders auch den beiden um die Vorbereitung sehr verdienten Mit­gliedern, Herrn Kolmer (Watzenborn-Stein­berg) und Herrn Cönen (Garbenteich).

** Konzert in der Chirurgischen Klinik. Am Sonntagvormittag besuchte eine Volksschulklasse aus dem benachbarten Klein-Lin­den die Chirurgische Klinik und erfreute Patienten und Klinikspersonal mit dem Vortrag alter Weihnachtslieder, Volks- und Daterlandslieder. Außerdem sagten die Kleinen Gedichte ernster und heiterer Art auf und ließen so die Zuhörer Leid und Krankheit für einige Stunden vergessen.

Wettervoraussage.

Roch immer hat der hohe Druck der Warmluft standgehalten und läßt bei uns das derzeitige Wetter fortbestehen. Obwohl auf den deutschen Bergen wieder Temperaturen von über plus 10 ©rao beobachtet wurden, gehen im mittel- und süddeutschen Flachland die Temperaturen nachts weiter unter den Gefriervunkt zurück.

Vorhersage für Mittwoch: Neblig mit Aufklaren, weiterhin Nachtfrost, trocken.

Vorhersage für Donnerstag: Fort­dauer der bestehenden Wetterlage.

Lufttemperaturen am 19. Dezember: mittags 0,1 Grad Celsius, abends2,9 Grad: am 20. De­zember: morgens3,4 Grad. Maximum0,5 Grad, Minimum5,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 19. Dezember: abends1,6 Grad; am 20. Dezember: morgens2,5 Grad. __

Sonnenscheindauer: V/» Stunden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bi» 1230 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

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