Aus -er Provinzialhauptsta-t
vergeh zur Be
en
vorliegen. Ein
find im Stadt.
365 yättcge Mcfafa, -dcu cdt eüc /
TELEFUNKEN
DIE DEUTSCHE WELTMARKE
Blumen zum Weihnachisfest.
Wer von all den vielen Blumenfreunden möchte nicht zu Weihnachten den einen oder anderen blü»
Lebensmittelgeschäften schlugen die Demonstranten die S^-au^ensterscheibeir ein und raubten die Auslagen. Die Plünderer hatten es in der Hauptsache auf solche Geschäite abgesehen, in denen Ganse und Wi döret für die Weihnachtstage ausgestellt waren. Dem schnellen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, daß es nicht zu wei. teren Ausschreitungen kam. Seichs Personen, die unter dem Verdacht stehen, an den Plünderungen beteiligt gewesen zu sein, wurden verhaftet.
Verhängnisvolles Spiel mit der Waffe.
Machen Sie jeden Tag zum Festtag I mit einem Radio-Apparat, wie es diese beiden TELEFUNKENAPPARATE sind. Trennscharf, klangrein und laut bringen sie Sender nach Sender, aus ganz Europa.
Di« Stadtverwaltung weist in einer heutigen Bekanntmachung darauf hin, daß die Steuer- karten für das Jahr 19 3 3 zugestellt wor- den sind. Arbeitslose Personen wo len die Steuerkarte sorgfältig aufbewahren, da die Aus- stellung einer neuen Karte nur gegen Zahlung von 1 Mark erfolgt.
2luf Seite 4 der Steuerkarte befinden sich De- st.mmungen über die Höhe und die Erhebung dor B ü rge r st e u e r. Die Anforderung der Türger- steuer gilt mit der Zustellung der Steuerkarten als bewirkt. Anspruch auf Befreiung von der Bürgersteuer haben Empfänger von Arbeitslosen, oder Krisenunterstühung, Kleinrentner, Sozialrentner^ Schwerkriegsbeschädigte und Personen, die in öffentlicher Fürsorge stehen. Sozialrentner werden nur befreit, wenn das gesamte Jahres- einkommen 900 Mark nicht übersteigt. Die Bor» aussehung für die Befreiung von der Dürger- steuer muh an den Fälligkeitstagen (am 10. eines jeden Monats im Jahre 1933) spräche gegen die Bürgersteuer ____....
Haus, Bergstraße 20, Zimmer Ar. 29, vorzu. bringen.
Das Handwerk zur Kanzler-Rede
Hannover, 19. Dez. (211.) In einer Stellungnahme des Reichsverbandes für das Deutsche Handwerk zur Rundfunkrede des Reichskanzlers wird u. a. erklärt, daß der Reichsverband dem einzigen Programmpunkt der neuen Reichsregierung „^iroe.t stuften' lebhaft zustimme. Er erwarte jedoch, daß auch die Vorschläge der handwerklichen Spitzenverbände Beachtung und Verwirklichung finden, was insbesondere für den wiederholt vorgebrachten Antrag gelte, für d i e Instandsetzung des Al t h a u s be si tz e s weitere 200 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen. Daß die Finanzierungsfrage des gesamten Arbe tsbeschaf» sungsprogramms keine Gefährdung der Währung mit sich bringen dürfe, sei für das Handwerk eine Selbstverständlichkeit. Auch die Aotwendig'eit, möglichst viel zu fiedeln, begrüße das Handwerk. Der beschleunigten Abwicklung des O^thilfeverfahrens werde das Handwerk ebenfalls zustimmen, soweit hierin vor allem der Abbau des einseitigen Dollstreckungsschutzes derLandwirtschaft eingeschlosien wer^e. Lebhaft zu bedauern sei, daß der Kanzler mit keinem Wort auf die Hot« lag« des Handwerks eingcgangen s?i, was um so mehr auffallen müsse, als Schleicher freundschaftliche Worte für andere Berufsstände gefunden habe. Cs müsse darauf hingrwiesen werden, dah das Handwerk in normalen Zeiten acht Millionen Deutschen Arbeit und Brot grbe. Der Reichsverband erwartet, dah möglichst bald eine Aussprache seiner Vertreter mit dem Reichskanzler stattfinden werde.
wieder entlassen werden. Sechs der Verletzten müssen noch im Krankenhaus ve»bleibe», es besteht jedoch bei keinem Lebensgefahr. Der Führer des Omnibusses, der ebenfalls verletzt ist, wurde wegen Trunkenheit in Hast genommen.
Raubüberfall in London.
Auf dem Leicester-Square, einer der belebtesten Straßen der Londoner City wurde während des größten Verkehrs ein tollkühner Raubüber- fall auf den Geschäftsführer der Rialto-Lichtspiele ausgeführt. Zwei Männer stürzten sich aus omem vorbei fahrenden Kraftwagen auf den Geschäftsführer und versuchten, ihm die 500 Pfund Sterling enl- haltende Mappe zu entreißen. Nach kurzem Handgemenge gelang es dem Ueberfallen«n, mit der Mappe in einen Billardsaal zu flüchten. Als dort erneut zwei Männer, die er für die Räuber hielt, auf ihn eindrargen, kam es zu einem blutigen Kampf. Es stellte sich jedoch heraus, daß die beiden Männer Gehoimpotiiz ften waren, die den Geschäftsführer für einen der Räuber hielten, wäh. rend dieser wiederum glaubt«, daß di« Geheim« Polizisten die Verbrecher seien. Die wirklichen Räuber hatten sich den doppelten Irrtum zunutze gemacht und waren in der Zwischenzeit entkommen.
Beim Fußballspiel löblich verunglückt.
Bet einem Fußballspiel in Manderscheid (Eisei- stieß ein 22jähriger junger Mann namens K l a s aus Oberöfflingen (Kreis Wittlich) mit einem anderen Spieler so unglücklich zusammen, daß Klas beim Sturz das Genick brach und sofort st a r b. Das Fußballspiel wurde sofort abgebrochen. Der Unfall ist für di« Familie um so tragischer, als der Bruder des tödlich Verunglückten im November 1923 bei einem Bauernzug nach Wittlich von Separatisten erschossen wurde.
Plünderung von Lebensrmltelgeschästen in Koblenz.
In verschiedenen Stadtteilen in Koblenz kam es zu schweren Ausschreitungen von Erwerbslosen, die Offenbar von Kommunisten in Szene gesetzt worden waren. In drei
vornotizen.
— TageskalenderfürDienstag. Stadt« theater: 20 bis 22.15 Uhr, „Weh' dem, der lügt". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frauen in Gefahr".
Gießener Wochenmarktpreise.
/ G ie ß en, 20. Dez, Es kosteten auf dem Heu- ttgen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130, Landbutter 130. Kochbutter 100, Matte 25—30 Pf.das Pfund, Käse 5—10, Eier, ausländische, 12—14 inländische 14 Pf. das Stück, Wirsing, gelb, 8^-10 grün 12 Weißkraut 6—8, Rotkraut 8—10, Gelbe 011x^^8—10, Rote Rüben 8—10, Spinat 20, Lin-
Grünkohl 15, Rosenkohl 25, Feldsalat 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 35—50 S^toatätourädn 25-50 Kartoffeln 3, 21-pfel 18 ®»rrobft 35-40. Honig 40-45, 2!ü„e hTm «3U?8e.„S<SnV(,~90' Suppenhühner 60 btö 80. Gänse 70—85. Enten 80—90 Pf. per Pfd Tauben 50-60 Blumenkohl 40—60. Endivien 10 Wä In Rettich 10-15, Sellerie 10
HS u0 Pf. per Stück: Kartoffeln 2,50 Mk. per oentner.
Minister Daladi er wendet, so möchte man auch daraus die Hoffnung ableiten, daß sich Paul- Doncour in seinem politischen Kurs als Ministerpräsident nicht aus alle seine überstiegenen Aeuße- rungen in den letzten Jahren versteifen will.
Er war ja schließlich auch in Genf dabei, als die Einigung über die Gleichberechtigungsformel zu- stände kam. Er wußte nämlich, was am 15. Dezember bevorstand, und er wollte offenbar nicht gleichzeitig mit dem Ausbruch des französisch-amerikanischen Konfliktes in der Schuldenfrage einem gewissen Herrn Norman Davis gegenüber die Verantwortung für das weitere Fernbleiben Deutschlands aus den Abrüstungsoerhandlungen übernehmen. Der Mann der zweiten Garnitur, der nur einen Auftrag in den Abrustungsverhandlungen hak, kann einseitig und doktrinär sein. Der Mi« nifterpräfibent und der verantwortliche Leiter der Außenpolitik muß seine Entschlüsse aus dem gesamtpolitischen Bild« ableiten und etwas mehr Rücksichten nehmen
Frühere politische Freunde Paul-Boncours haben es aus einer Art Torschlußpanik zu erklären versucht, daß der Mann aus der Garde des Sozialismus sich zum Werkzeug des Generalstabs machen ließ, um seinem Geltungstrieb Befriedigung zu geben. Darf man hoffen, daß nun di« ^orschluß- panik einem neuen Verantwortungsbewußtsein weicht?
Aus aller Welt.
Dieder Hochwasser in Südfrankreich.
Porpignan, das vor einiger Zeit bereits schwer unter A e b e r s chwe m m u n g e n zu leiden hatte, ist wieder in Gefahr. Seit der letzten Rächt regnet es stark. Das Wasser stieg in den tiefer- Selegenen Teilen der Stadt, so daß die Feuerwehr aufgeboten werden mußte. Die Eisenbahnlinie Perpignan—Darbonne und Perpignan- Thuir find von dem Hochwasser wieder erreicht. Man fürchtet, dah der Verkehr erneut unterbrochen werden wird. In der Gemeinde Sahorre bedroht ein Bergrutsch eine Siedlung, die bereits geräumt werden mußte. 3m Tal der Dielte ist die Straße durch einen Wild- bach abgeschnitten. Sechs Dörfer sind infolgedessen von der Außenwelt völlig abgeschnitten. In St. Paul wurde das Kraftwerk unter Wasser gesetzt. Die Umgebung liegt im Dunkeln. Die Versorgung der abgeschnittenen Siedlungen mit Lebensmitteln und Post wird mit Flugzeugen aufrechterhalten.
Autounfall auf vereister Landstraße.
Auf der vereisten Landstraße nach Rieder- Walluf am Rhein geriet der Wagen der Baronin Langwerth von Simmern ins Rutschen und prallte mit einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Lastkraftwagen zusammen. Di« am Steuer des Personenwagens sitzende Baronesse Langwerth von Simmern trug schwere Kopfverletzungen und Schnittwunden im Gesicht oaöon, während die Baronin ein« Gehirnerschütterung erlitt. Eine weitere mitfahrende Dame wurde gleichfalls schwer verletzt. Die Baronin Langwerth von Simmern ist die Gattin des ehemaligen Reichskommifsars für die besetzten rheinischen Gebiete in Koblenz.
Betrunkener Chauffeur verursacht ein Autounglück.
Dieser Tage fuhr der Autooermieter E r d l e von Blaubeuren mit einem Omnibus nach Ulm. In dem Wagen befanden sich 26 Personen aus verschiedenen Ortschaften des Oberamtes. Auf der Heidenheimer Landstraße fuhr der schwer« Wagen gegeneinen Aa um und fiel dann in den Straßengraben. Der Wagen wurde zertrümmert, die 26 Fahrgäste wur- ben in mehr oder weniger schwer verletztem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Anlegung von Verbänden konnten 21 der Verletzten
** Se. Königliche Hoheit der Erb- groß Herzog hat an der Philosophischen Fakultät der Landesunioersität Gießen seine philosophijche Doktorprüfung mit der Note „Sehr gut" bestanden. Die Arbeit behandelt das staatswissenschaftliche Thema „Friedrich List als Weltpolitiker".
** Neuer Straßenbahn-Fahrplan. Im heutigen Anzeigenteil befindet sich der neue Straßenbahnfahrplan, der ab 22. Dezember Gültigkeit haben wird. Der neue Fahrplan enthält auch die Fahrzeiten für die Wagen bis zur Endstation in Wieseck (Ortsmitte).
** (fin zweites Opfer des Auto-
Wie Sternenhimmel strahlt ihr Glanz Tief in smaragdnen Blätterkranz. Und wer sie sieht, und wer sie bricht, Drückt froh die fiänbe sich und spricht: GottlobI Die Zeit gekommen ist. Wo Erd und Himmel Frieden schließt! Die Sonne scheint versöhnt herab, Der Tag nimmt zu. die Nacht nimmt ab, Christröslein blüht, der lichte Stern! Gelobet sei das Fest des Herrn.
„ (Agnes Franz.)
Schön bist du, Kind des Mondes, nicht der Sonne! Dir wäre tödlich andrer Blumen Wonne Dich nährt, ben keutschen Leib voll Reif und Duft Himmlische Kälte balsamsüße Luft.
(Eduard Mörike.)
Als die bei dem Bäckermeister Fischer in Kamen bei Dortmund in Dienst stehende Hausangestellte Wächter mit dem Reinigen des Wohnzimmers beschäftigt war, nahm der elfjährige Sohn des Fischer das im Zimmer befindliche g e • ladens Jagdgewehr in die Hand und legte auf bas Mädchen an. Die Waffe entlud sich und die Hausangestellte sank t o t zu Boden. Die volle Schrotladung traf das Mädchen aus einer Entfernung von einem Meter und zerschmetterte ihm dis Schädeldecke.
Englischer Regierungskommisfar von einem Tiger zerfleischt.
Im Dschungelgebiet der indischen Zentralprovin« zen wurde der englische Regierungskommisfar Bourne auf einer Jagd von ein em Tiger zerfleischt und getötet. Der Kommissar hatte versucht einen Treiber vor der Bestie zu retten. Der Treiber kam mit dem Leben davon.
Eisenbahnfähren über den Aermelkanal.
Londoner Blättern zufolge hat die Southern Rail- way beschlossen, einen Eisenbahnfährdienst zwischen Dover und einem französischen Hasen, wahrscheinlich Dünkirchen, einzurichten. Mit der Fähre sollen hauptsächlich Güterzüge befördert wer- den, um das zeitraubende und kostspielige zweimalige Umladen zu vermeiden. Die Fähren, von denen drei gebaut werden sollen, werden aber auch imstande sein, Fahrgäste zu befördern. Der neue Dienst soll im Sommer 1934 beginnen.
henden Blumenstock selbst herangezogen haben? Gerade der Gedanke des Erfolgs der eignen Arbeit würde die aufgewendete Mühe doppelt
machen. Wem ein sonniges Blumenfenster zur Ber- füyung steht, der kann eine Amaryllis, ein Alpenveilchen, ein Primel, (Einerarie, auch Afchenpflanze genannt, u. o. a. ohne besondere gärtnerischen Kenntnisse heranziehen, die in Verbindung der immergrünen Tannen und der um diese Zeck so viel gesuchten Misteln, die um die Weihnachtszeit gewiß in ihrem schönsten Schmucke, wenn auch als Schmarotzer, .auf den meisten Baumarten prangen, den Weihnachtsgabentisch ungemein bereichern und verzieren. Man denke aber noch an zwei andere Weih- nachtsblüher. Mitten im Winter, umgeben von Schnee und Eis, entfaltet die Christ- ober Schnee- rose, auch Schneekönigin genannt, in den Gärten schon oft anfangs Dezember ihre prächtigen Blüten und läutet beizeiten das Weihnachtsfest em. Konnte ihr wahrlich ein schönerer und treffenderer Name beigelegt werden? Dort auf den Gipfeln der A.pen und in den Bergwäldern Süd« und Westdeutschlands wildwachsend, eine nahe Verwandte der Sumpfdotterblume, hat sie sich bei uns in den (Bärten recht leicht als Zierpflanze eingebürgert und eine ihr zusagende neue Heimat gefunden. In den verschiedenen weiß bis rötlich blühenden Abarten wird sie bei uns angepflanzt. Vielfach heißt sie auch Nieswurz weil ihre Wurzeln in gepuloer- tem Zustande Niesen erregt. In den Gärten kennen wir sie als Staude: wer aber zum Christfest sie be- st'mmt im B.ühen haben möchte, der kann si« auch an geschützter Stelle im Topfe heranziehen.
Schon im Altertum galt die Christrose nicht nur als ein Mittel gegen die Fallsucht, sondern auch gegen Geistesschwäche und Dummheit. Selbst Horaz pries sie, als ein wirksames Medikament gegen den Wahnsinn. In England ist die Christrose, ähnlich wie bei uns, sehr innig mit dem Weihnachtsfest verknüpft. Wie die Mistel, so gehört sie auch dort zum unentbehrlichen, weihnachtlichen Zimmer« schmuck. Große Mengen abgeschnittener Biumen und in Töpfen gezogene Pflanzen werden in den Städten zur Christzeit zum Verkauf gebracht. Be- zeichnend ist ihr Nam« S ch n e e k a 11, den sie in ben österreichischen Alpen führt. Eine ganze Reihe Dichter hat die Schneerose besungen:
Noch nicht lange ist es her, daß der Weihnachtsstern aus dem sonnigen Mexiko zu uns eingewandert ist. Er zählt heute schon zu den markantesten Weihnachtöblumen und gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse, deren Eigenart es nun einmal ist, daß sie kleine und sehr unscheinbare, in diesem Falle gelbe Blüten hervorbringen. Was wir für gewöhnlich als Blüte bezeichnen, sind nur die oberen sternförmig angeordneten Hoch- oder Laubblätter, die je nach ihrer Art rote bis rosa Färbung aufweisen. Wenn auch die Christrose und der Weihnachtsstern, als die Winter- und Wunderkinder unter der Blumenwelt, wie sie der Dichter Mörike mit Recht bezeichnet, weniger als Gaben auf dem Weihnachtstische erscheinen, so bilden sie in großen Blumenoasen, auf hohem Stiele getragen, dennoch einen einzigartigen, kaum zu ersetzenden Schmuck für die Weihnachtstafel. ßd.
Oie Steuerkarten für 1933.
Der Telefunken 231 nimmt Der Telefunken 341 L,;nol «bei richtiger Bedient,™ oll. Sende,""d^Td^
T-h 9r°ßou 100 »Selbst-Trenner« getrennt.
Einschl. Rohre- RM 189,- Einschi. Röhren RM 248 - (bei Gleichstrom RM 199,-) (bei Gleichstrom RM 258,-)
Unglücks bei Steinbach. Heute gegen 9 Uhr . ist der Volkswirt E i ck w o r 1 h von hier, der am ' Sonntagmittag bei dem schweren Autounglück bei , Steinbach verletzt wurde, in der Chirurgischen KU« ! nik an seiner schweren Verletzung leider verstorben. , Damit hat der tragische Unglücksfall ein zweites ’ Opfer gefordert. Dem Gatten, der bei dem Unfall , bedauerlicherweise tödlich verunglückten Frau Habe- nicht, Kaufmann Friedrich Habe nicht, ging es . heute morgen in feinem Befinden etwas besser; seine Verletzungen sind glücklicherweise nicht schwer.
** Weihnachtsfeier der Heimat- Vereinigung Schiffenberg. Zu einer schönen Feierstunde hatten sich die Mitglieder und Freunde der Heimatvereinigung Schiffenberg am Sonntagabend auf dem Schiffen berg zusammengefunden. Sie Vereinigung feierte zum erstenmal ein Weihnachtsfest. Rach Eintritt der Dunkelheit lud das Glöckchen der Kapelle zur kirchlichen Feierstunde, die mit Choralgesang eröffnet wurde, ein. Ein Festprolog (Inge G e i l f u ß) führte die Zuhörer in die Weihnachtszeit ein. Pfarrrer Steiner (Haufen) betonte in seiner Ansprache, daß uns durch Weihnachten auch die Liebe zur Heimat geschenkt worden sei, und diese Heimatliebe solle uns zur Liebe an unseren Rächsten führen, um die Gegensätze in unserem Volk zu überbrücken. Else Michel (Gießen) überreichte der Vereinigung einen von Frau Rektor L R. Müller (Gießen) gestickten Wimpel, dessen Weihe von Pfarrer Steiner vollzogen wurde. Mit Choralgesang fand die erhebende Feierstunde ihr Ende. Anschließend versammelte sich im großen Saal des Schiffenberg eine große Festgemeinde. Für den leider verhinderten ersten Vorsitzenden, Oberforstmeister Ricolaus. begrüßte Rektor i. R. Valentin Müller (Gießen) die zahlreichen Gäste und zeichnete die hohen Ziele der Vereinigung. Frau Pfarrer Steiner (Hnusen) fang mit voller, weicher Stimme, am Klavier von Pfarrer Steiner begleitet, eine schöne Weihnachtsweise und später noch das von ihr selbst gedichtete und von Pfarrer Steiner in Roten gesetzte Lied: „Der Rotdorn blüht auf dem Schisfenberg", das nach Mitteilung von Rektor Müller als ^Schiffenberglied" Eigentum der Vereinigung werden solll Ein Nikolaus (Frau G e i l f u ß , Gießen) brachte Der- einsgeschehnisse, in Reimen gesetzt, zum Vortrag und machte damit viel Freude. Herr W e i d i a (Gießen) grüßte mit einem Weihnachtsprolog und ehrte den verdienstvollen Schriftführer, Herrn Müller und dessen Frau, während Herr Jäger (Gießen) die Verdienste der um das gute Gelingen des Abends bemühten Damen würdigte. Der Heimatdichter Georg Heß (Leihgestern) verwertete die Ereignisse des Abends und gab sie unter dem Beifall aller in Reimen wieder, auch seine übrigen Darbietungen fanden dankbare Ausnahme. Richt vergessen seien auch die vorzüglichen Musikvorträge der Kapelle Dender (Watzenborn-Steinberg), die besonders mit ihren Diolin- solis (Herr Dender) und ihren Trompetensolis (Herrr Schlund, Garbenteich) wesentlich zum guten Gelingen der Feier beitrugen. Die sangesfrohe Jugend der umliegenden Ortschaften kam mit Gesang alter Heimatlieder zu ihrem Recht. Rektor Müller dankte allen, besonders auch den beiden um die Vorbereitung sehr verdienten Mitgliedern, Herrn Kolmer (Watzenborn-Steinberg) und Herrn Cönen (Garbenteich).
** Konzert in der Chirurgischen Klinik. Am Sonntagvormittag besuchte eine Volksschulklasse aus dem benachbarten Klein-Linden die Chirurgische Klinik und erfreute Patienten und Klinikspersonal mit dem Vortrag alter Weihnachtslieder, Volks- und Daterlandslieder. Außerdem sagten die Kleinen Gedichte ernster und heiterer Art auf und ließen so die Zuhörer Leid und Krankheit für einige Stunden vergessen.
Wettervoraussage.
Roch immer hat der hohe Druck der Warmluft standgehalten und läßt bei uns das derzeitige Wetter fortbestehen. Obwohl auf den deutschen Bergen wieder Temperaturen von über plus 10 ©rao beobachtet wurden, gehen im mittel- und süddeutschen Flachland die Temperaturen nachts weiter unter den Gefriervunkt zurück.
Vorhersage für Mittwoch: Neblig mit Aufklaren, weiterhin Nachtfrost, trocken.
Vorhersage für Donnerstag: Fortdauer der bestehenden Wetterlage.
Lufttemperaturen am 19. Dezember: mittags — 0,1 Grad Celsius, abends —2,9 Grad: am 20. Dezember: morgens —3,4 Grad. Maximum —0,5 Grad, Minimum —5,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 19. Dezember: abends —1,6 Grad; am 20. Dezember: morgens —2,5 Grad. __
Sonnenscheindauer: V/» Stunden.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi» 1230 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
W
269


