genommen werden dürfen? Daß die Universität Raumüberfluß aufzuweisen hat, sieht man allein schon an der früheren Denderschen Fabrik in der Bismarckstraße. Dafür zahlte der Staat bereits vor 1j Jahren zirka 62 000 bis 65 000 Mark, und heute ist noch keine nutzbringende Verwendung dafür gefunden worden. Weiter ist zu beachten, daß das Kunstwissenschaftliche Institut nur eine kleine Anzahl Hörer hat, die, wie wohl anzunehmen ist, durch unsere armen Verhältnisse noch weiter zufammen- schrumpsen dürfte. Ferner ist noch zu berücksichtigen.
daß die Zahl der Studierenden in den zur Zeit herrschenden Notzeiten allgemein wesentlich weiter zurückgehen wird. Ist unter Berücksichtigung aller dieser Umstände es noch zu verantworten, daß man zinsbringenden Wohnraum mit erheblichen Unkosten in eine Zuschußwirtschaft umbaut? Ich warne den hessischen Staat dringend vor solchem Vorhaben, denn es ist heute schon erwiesen, daß vorhandener Raum für die vorgenannten Zwecke genügend vorhanden ist und von Jahr zu Jahr weiter verfügbar wird Ein Steuerzahler.
S.Upor/
Saalsporifest — Stiftungsfest des ^adclubs „Germania".
Zum 33. Stiftungsfest des Radclubs „Germania" am Samstagabend im „(Safe Leib" treffen u. a. im 2er-Radballspiel die beiden ersten Mannschaften des „GRD. v. 1885" (E- Hauct - K. Wießner) und der „Germania" (QI. 'Baum« W- Stammel) im Wettbewerb um den „Gieße- ner-Brauhaus-Wanderpreis" zusammen. Die beiden Mannschaften stellen das zur Zeit Beste der beiden Vereine dar und haben bereits mehrmals hier, sowie auswärts, Proben ihres Könnens abgelegt und diese auch des öfteren recht erfolgreich bestanden. Wenn auch eine kleine äleberlegenheit der „Germanen" bei dem bisher Gezeigten nicht zu verkennen war, so geben doch die „85er" einen recht achtbaren Gegner ab. Sie werden jedenfalls ihr ganzes Können einsehen, um den „Germanen" den Sieg nicht leicht zu machen. Jedenfalls darf man einen spannenden Sport erwarten.
3m weiteren sportlichen Teil des Olbends werden Mitglieder des festgebenden Vereins ein weiteres Radballspiel (zwischen der zweiten aktiven Mannschaft und der ersten Iugenomann- schoft) sowie einen Jugend- und Schulreigen, Einer- und Zweier-Kunstfahren zeigen. Oluch diese Mannschaften sind schon zum Teil als erste Sieger aus Wettbewerben hervorgegangen und dürften auch diesmal wieder mit guten Leistungen aufwarten.
Schuh- und Polizeihunde Vorführung.
Der Schuh - und Polizeihunde-Ver- ein 1 926 Wieseck veranstaltete am Sonntag bei Wieseck eine Vorführung von Schuh- und Polizeihunden. Trotz des schlechten Wetters wurden vorzügliche Leistungen im Spur-, Gehorsams- und Sicherheitsdienst gezeigt, die durch die Ausbildungskennzeichen und die Bewertungen hinreichend bewiesen wurden. Die Tiere wurden mit folgenden Prädikaten ausgezeichnet:
Polizeihunde: Bärbel von der Gäns- mühle (Besitzer Karl Erb-Wieseck) vorzüglich: Frowald Dem Busecker Schloß (W agner - Großen-Buseck) sehr gut; Berty von der Lumda- Mündung (Erb-Lollar) sehr gut: Oljax von der Badenburger Hohl (A n d e r m a n n - Wieseck) iM>r gut; Gerlind vom Busecker Schloß gut.
Schutzhunde: Donar vom Kohlweg (K. Schwarz- Wieseck) vorzüglich; Fred vom Rauental (S t« g e r - Darmstadt) gut.
Rach Abschluß der Vorführungen fand im Dereinslokal die Preisverteilung statt. Jedem Führer konnte ein Diplom und ein Wertgegenstand als Anerkennung überreicht werden.
Spielvereinigung 1900 Gietzen.
1900 A I — Cid) A 20:0 (6:0).
Der Gast war körperlich schwächer und bot spielerisch keine große Leistung, so kam es, daß das Spiel sich nur in seiner Hälfte und seinem Strafraum abwickelte. Hoch anzuerkennen ist den Gästen, daß sie bis zum Schluß ruhig und unermüdlich weiterkämpften.
1900 A II — Steinberg A I 2:2.
1900 fand sich auf dem Platz des Gegners schlecht gurecht, spielte technisch wohl besser als der Platzverein, kam aber'gegen dessen Eifer und Schnelligkeit nicht an, so daß die Blauweißen mit einem Unentschieden zufrieden sein mußten.
1900 B — Klein-Cinden B 0:1.
Der Gast war körperlich bedeutend im Vorteil, aber trotzdem brauchte das Spiel nicht verloren zu gehen, wenn mit mehr Verständnis und Lust gespielt worden wäre. Die Leistungen und das Betragen beider Mannscl-aften hinterließen tinen recht ungünstigen Eindruck.
1900 I. Schüler — Collar I. Schüler 0:4 (0:3).
Die Gäste boten eine recht gute Leistung, im Zuspiel waren sie bedeutend überlegen. 1900 verteidigte eifrig und oft recht geschickt, konnte aber nicht gegen den körperlich stärkeren Sturm ankommen und die Niederlage abwenden.
1900 II. Schüler — VfB. I. Schüler 1:0 (0:0).
Die Kleinsten lehrten freudestrahlend heim, hatten sie doch gegen den stärkeren Lokalgegner gewonnen. Das hatte keiner von ihnen erwartet. Es zeigte sich aber wieder einmal, daß Eifer und Siegeswillen meist immer zu Erfolgen führen. Das Spiel selbst war interessant und schön und fand oft starken Beifall der Zuschauer.
Landesschluhschießen
des Verbandes Heffen-Rasfauifcher Kleinkaliber- Schühenoereine.
Am 9. Oktober fand als Qlbschluß des diesjährigen Landesschießens das Landesschluhschie- ßen des Verbandes Hess.--Rass. Kleinkaliber- schühenvereine statt. Der wirtschaftlichen Rotlage entsprechend wurde es nicht geschlossen auf einem Stand, sondern auf 12 verschiedenen Schieh- ständen in den einzelnen Gauen abgehalten. Zugelassen waren von den rund 15 000 Schützen des Verbandes 13 Mannschaften zu 5 Mann and 71 Einzelschützen — etwa zur Hälfte 3ung- und Alt- schühen —, die sich in drei verschiedenen Ausscheidungskampfen für den Endkamps qualifiziert hatten. Geschossen wurden 15 Schaß, je 5 Schuh liegend, kniend, stehend freihändig auf die Zwölferscheibe, Entfernung 50 Meter (alle auf fremdem Schießstand). Das Wetter war regnerisch und ungünstig, was auf den vielfach kleinen und dunklen Ständen nicht ohne Einfluß auf die Ergebnisse geblieben ist.
3n der Iungschühenklasse (bis 21 3ahre) errang die Landesmeisterschaft die Mannschaft Homberg (Bez. Kassel) mit 616 Ringen. Es ist das erstemal in der Geschichte des Landesverbandes, daß ein Verein zwei 3ahre hintereinander diese Würde erlangen konnte. Dann folgten Dehausen (Kr. Arolsen) mit 605, Eisenbach (Kr. Limburg) mit 592, Frohnhausen (Dill) mit 589, Hersseld 568, Schotten „Försterschule" 563, Adorf 550 Ringe. Landesmeister wurde Herr Adolf Bode vom Verein Homberg (Dez. Kassel) mit dem vorzüglichen Ergebnis von 154 Ringen. Die Nächstbesten waren QI. 3ost, Eisenbach, mit 149, H. Pfeiffer, Ergeshausen, 147, K. Dietrich, Lehnerz, 143 Ringen.
Bei den A l t s ch ü tz e n fiel die Landesmeisterschaft an den Verein Eorbach „Freischütz" mit 706 Ringen. Es folgten Bebra „Treff" mit 683, Gemünden (Kr. Asingen) 671, Frohnhausen (Dill) 660, Kassel „Horrido" 651, Gondroth mit 642 Ringen. Die Einzellandesmeisterschaft errang Forstreferendar Adolf Kuba, Altenhaßlau, mit dem glänzenden Resultat von 157 Ringen. Danach erreichten D. Herrberg, Diermünden, 155, W. Rueff, Eorbach „Freischütz", 152, 3. Werner, Traisbach (Kr. Fulda), 151, K. Weber, Eorbach „Freischütz", 149 Ringe.
Die Siegernadeln, Ehrenurkunden und Preise, darunter solche des Herrn Reichspräsidenten, des Reichsverbandes und zahlreiche Freunde und Gönner des Schießsportes — dabei auch 6 Kleinkaliberbüchsen — werden bei der 3ahresversamm- lung der Kreisschießleiter des Verbandes am 23. Oktober in Gießen ausgegeben.
Internationales Kunstturnen in Frankfurt a. M.
Die Frankfurter Turngemeinde „Eintracht" von 1861 hat für den 31. Oktober die Städtsmann- schaft von Budapest und die Rationalmannschaft von Luxemburg zu einem großen Mannschaftskampf im Kunstturnen verpflichtet. Die 15 000 Personen fassende große Frankfurter Festhalle wird die Stätte dieses Treffens sein, das alle bisherigen Wettkämpfe der Frankfurter „Eintracht" in den Schatten stellen wird. Wenn man bedenkt, daß die als 3ahnriege bekannte Frankfurter Kunstturnmannschaft zu den besten deutschen Q)ereinsmannschaften zählt, daß die Rationalmannschaft von Luxemburg, die seit 1914 zum erstenmal wieder gegen eine deutsche Vertretung antritt, bei den Geräte-Weltmeisterschaf- ten in Paris eine hervorragende Rolle spielte, und daß bei den Ungaren Mitglieder der ungarischen Olhmpiariege sind, dann kann man ermes
sen, daß es sich hier um eine ganz besondere Veranstaltung handelt.
Kurze Sporinoiizen.
Westdeutschlands Fußballer bestreiten demnächst einige Repräsentatiokämpfe. In Köln trifft der Westen am 26. Februar auf die „Diable Rouges" aus Brüssel, in Münster spielt im Frühjahr 1933 Ostholland und in Berlin gibt es am 4. Dezember einen Kampf Brandenburg — West.
*
Um die Olympischen Winterspiele 19 3 6 ist zwischen Garmisch-Partenkirchen und Schreiberhau ein schwerer Konkurrenzkampf im Gange, da beide Städte gern die Durchführung übertragen haben möchten. Anscheinend hat Garmisch-Partenkirchen die meisten Aussichten.
*
Zurückziehen wird sich vom aktiven Sport „Ete" Rademacher, Deutschlands Weltrekordschwimmer und Tormann der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft. Ete wird am Donnerstag in Magdeburg heiraten.
Im Eishockeykampf zwischen dem Berliner Schlittschuhklub und einer Pariser AuAvahlmann- schaft im Berliner Sportpalast gab es am Dienstag einen unentschiedenen Ausgang von 2:2.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgesellschaft. Freitag, 21.0h« tober: morgens 6.15 Uhr. Samstag, 22. Otto b e r, und Sonntag, 2 3. Dttobcr: Hüttenfest-Ende urd Gesetzesfreude. 1. lag: Vorabend 4.55; vormittags 8; nachmittags 4. — 2. Tag: Vorabend 6.10; Jugendfeier; vormittags 8; nachmittags 4; Festesausgang 6.10. — Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4.30 Uhr.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Wirtschaft.
• Aberm alige Preisermäßigung der süddeutschen Großmühlen. Die süddeutschen Großmühlen haben den Mehlpreis abermals um 0,10 Mark pro Sack ermäßigt, so daß die Preisreduktion von Montag bis heute 0,30 Mark pro Sack beträgt. Danach betragen die Großmühlenpreise für 100 Kilo Weizenmehl Spezial 0 30,80 Mark, desgleichen mit Ausland- weizen 31,80 Mark ab Mühlenstation.
* Englischer Auftrag für Merc e- des-Düro-Maschinen-Werke AG. Die Mercedes-Düro-Maschinen-Werke AG., Zella- Mehlis i.Thür., hat dieser Tage durch ihre englische Qkrtretung einen Regierungsauftrag zur Lieferung elektrischer Schreibmaschinen erhalten. Dieser Auftrag ist weniger seiner Gröhe, als vielmehr seiner grundsätzlichen Bedeutung wegen der Aufmerksamkeit wert. Bekanntlich sind die Mercedes-Werke die einzige deutsche Fabrik, die elektrische Schreibmaschinen fabriziert.
Frankfurter Abendbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 19. Oft. Die Ab-ndbörse wurde durch festere Reuhorker Ansangskurse zwar etwas angeregt, doch konnte sich kein größeres Geschäft entwickeln, da die bekaimten Änsicher-
heitsfaktvren weiter wirksam waren. 3m großen und ganzen blieb das Kursniveau gegen den Berliner Schluß gut behauptet, vereinzelt formten sich Besserungen um Bruchteile eines Prozentes durchsetzen, so für 3G.-Farben, Etahlver- ein und die Altbesitzanleihe. Späte Reichsschuldbuchforderungen blieben auf dem erhöhten Wittagsstand gut gehalten, Schutzgebiete zogen leicht an. Bei etwas lebhafteren Llmsähen waren im Verlaufe 3G.-Farben um 0.75, Licht & Kraft um 1 und Dt. Linoleum um 0,50 Proz. fester. 3m übrigen ergaben sich feine Veränderungen.
QIm Rentenm arf t blieben Schutzgebiete. Altbesitzanleihe und Reichsschuldbuchsorderungen gesucht. Von deutschen Anleihen kam die 1927er Reichsanleihe gegenüber gestern um fast 3 Proz. schwächer zur Rotiz, nachdem sie heute mittag nicht notiert war. 6proz. Dt. Reichsanleihe von 1927 70,40 (gestern 73,25), Reubesih 6,5. Altbesitz 47. Schutzgebiete 5,35, Dresdner Bank 61.75, ®e[fenfird,ci 38 25, Hafener 71, Rhe nstahl 64 53, Stahlverein 22,25, AEG. 32, Dt. Linoleum 44.50 bis 45. Licht L Kraft 85,50 bis 86.50. 3G.-Farben 93,75 bis 94.50. Südd Zucker 130,25, Lahmeycr 115,50, Reichsbahn-VA 86,25.
IG.-Farben im 3. Quartal 1932.
Frankfurt a. M., 19. Oki. Nach dem Bericht der IG.-Farbenindustrie AG. über das 3. Vierteljahr 1932 hat trotz der verschiedentlichen Ausfuhr- Hemmungen die rückläufige Bewegung im Export auf manchen Arbeitsgebieten der Gesellschaft gegen Ende der Berichtszeit aufgehört. Es sind sogar gewisse Ansätze zur Belebung festzustellen, die nach Meinung der Gesellschaft durch eine internationale Rückkehr zu vernünftigen handelspolitischen Maßnahmen verstärkt werden würden. Die Vorteile der natürlichen Belebung an den nordischen Märkten wurden durch die Ankündigung der deutschen Kontingente mehr als ausgeglichen.
3m 3nlanöe ist eine leichte Belebung festzustellen.
Die Möglichkeit zu Neueinstellungen von Arbeitern auf Grund der Notverordnung wird zur Zeit noch geprüft. Die Mittel aus Steuergutscheinen sollen zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsgelegenheiten verwendet werden.
Nachdem sich die Absatzschrumpfung in Farben und Färbereihilfsprodukten in den Sommermonaten fortgesetzt hatte, machte sich hier infolge einer gewissen Belebung bei den Verbraucherindustrien eine Besserung im europäischen wie im Ueberseegeschäst bemerkbar. Der Absatz in Chemikalien hielt sich njcht ganz auf der Höhe des 2. Quartals; gegenüber dem Monat Juli zeigte jedoch der August eine Besserung, die sich auch im September fortgesetzt hat. Anscheinend ist auch hier der Tiefstand überwunden.
Der verkauf von Sticksioffdüngemiiteln stieg im Berichtszeitraum gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um zirka 10 v. h.
und die Erzeugung wurde entsprechend erhöht. Daß der Hauptteil der Zunahme auf den inländischen Verkauf fällt, ist in erster Reihe durch die lieber- nähme einer Ausfallbürgschaft für den Herbstbezug von feiten des Reiches und der Düngersyndikate bedingt. Der Gesamtexport des Stickstoff-Syndikats hielt sich in normalen Bahnen war aber etwas höher als im Vorjahr. Die zwischen dem deutschen
Stickstoff-Syndikat und den anderen europäischen. Stickstoffproduzenten im Juli d. I. abgefd)loffenen Verträge lassen eine Besserung der Verhältnisse auf dem Stickstoffmarkt erhoffen. Der Absatz an technischem Stickstoff hat sich im 3. Quartal 1932 wiederum nicht vermindert. Gewisse Anzeichen lassen auf eine, wenn auch bis jetzt noch unwesentliche, Erhöhung des Jnlandgeschäftes schließen.
Die Benzinproduktkon von Leuna wurde auf der Basis von lOu 000 Tonnen im Jahre weitergeführt. Zwar blieben die Rohöllieferungen von Volkenroda auch diesmal weit hinter den Erwartungen zurück, es standen aber genügende Men- gen Teer und anderes Oel zur Verarbeitung zur Verfügung. Der Abschluß der Treibstoffkonvention läßt eine Befriedung des deutschen Marktes erhoffen. Im Juli d. I. wurden fast alle in Betracht kommenden amerikanischen Firmen Teilhaber der Hydro Ratents Co., die die Hydrieroerfahren der JG.-Farben in den Vereinigten Staaten zu verwerten hat. — Die Verkaufsgemeinschaft Pharma z e u t i k a und Pflanzenschutz hatte weiterhin, vor allem im Auslandgeschäft, mit Derkaufsschwie- rigfeiten zu kämpfen. Aus einer weiteren Verschär- fung der handelshemmenden Maßnahmen in verschiedenen Ländern resultierte in den betreffenden Gebieten ein gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres rückläufiger Umsatz.
Die Pholographika hatten in Deutschland eine weitere saisonmähige Belebung zu verzeichnen, die durch Propagandamahnahmen unterstützt wurde.
Gegenüber dem 2. Vierteljahr ist eine Absatzsteigerung festzustellen. Auch der Vergleich mit dem 3. Vierteljahr 1931 zeigt eine leichte Steigerung. Dagegen wurde das photographische Exportgeschäft durch Devisenerschwernisse, Kursoerfall und Zollschutz auf das stärkste beeinträchtigt.
Eine Absatzbelebung im K u n st s e i d e g e s ch 3 f t reichte nicht aus, um denselben Absatz wie im 3. Vierteljahr 1931 zu erzielen. Die Exportmöglich, feiten haben sich nicht gebessert. Die Außenseiter treten immer mehr in Erscheinung, wodurch die Preise weiterhin beeinflußt werden.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdtskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.
Franlsurt a. M.
Berlin
Schtuß« furd
Schlußk. Abend- börse
Schluß- turrf
Echlußk. tolittag- dSrsc
Datum
18-10.
19-10-
18-10-
19-10-
6% Drilliche Relchsanlethe d.192.
73,25
70,4
72
70,75
6% ehem. 7°/oDt. Reicht! anI.v.lSUd
87,5
87
88
87
6'A% yomifl-SlnteUje uon 1930 . Deutsche Vinl..Stbws.-Echuld mll
71
7«
70,9
71
AuSlos.-Rechten......
46,4
47
46,5
46,9
DvSgl. ohne AuSIvl.-Rcchtc . .
6% ehem 8%£ie|i. Bolksitaal 1929
6.4
6,5
6,45
6,4
(rücüablb. 102%)......
65,75
63,5
66
64
Oberheileii Provtnz-Anlethe mtt
An»IvI..Rcchten......
Deutsche Komm. Cammelabl.
—
—
—
-
Anlethe Gerte 1......
—
45
45,5
45
6% ehem. 8% Franks. Hvp.-Bank Golvpse. 15 unkündbar bÜJ 1935
6% ehem. 7% Franks. Hvp.-Bank
75,75
76,25
—
Golvps, 16 unkündbar btS 1936 ehem. <&% Franks.Hyp.
75'25
75,75
—
—
Bank ßiqu. Psandbriese . . . 6K% ehem. <H%«t)clniid)e
79,75
79,7
—
—
Huv.-Bant Ltqu.»<tzoldpse. . .
80
80
—
—
6% ehem 8% Pc. LandeSpsand- brtex.nftaH Psandbrtese R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landedpsand-
73,5
73
73
72,4
briesanstali. Psandbrtese R. 10
73,5
73,5
—
—
4% vestcrretchtsche Gvldrente .
4,90% Oesierreichische Etlderrente
10,75
10,75
10,75
11
1,05
1,05
1,05
4% Ungarische Goldrente ...
6,65
,6.5
6,7
6,5
4% Nngartsche Staat-irente v. 1910
6,65
4%% deSgl. von 1913.....
6% abgest. Goldviextkaner von 99
_
_
_
6,5
6,4
_
6
4% Türkische Zoll anleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anleih,-
Serie 1....... .
4% betfll. Serie li.....
3,4
3,3
4,5
3.4
3,2
4.6
3,4
3,5
3,3
4.45
3,25
3,35
3,3 4j
6% tRuntdn. vereinh. Rente v. 1903
4H%8htmdn.9crehib.iHcntc6.1B13
4% Rumaniiche vereint). Rente
L «naiolict ......
7,9
7,75
7*65
7.75
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19,1
4,275
19
4,15
19,13
4,15
19,13
Iranksurt a.M.
Berlin
Schluß» kurs
Echlußk. Abend« börs.-
Schluß- kur6
Schlußk. toliltag- bön'e
Datum
18-10.
19.10.
18.10.
19-10.
4>ambutß-Öinetuü Pare. . i
16,75
16,65
16,9
16,65
Hamburg-Südam.Dampsschiii. o
29,75
Hansa Dampsjchiss .....(
—
—
28
Norddeutscher Liohd.....<
17,4
17,13
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17
A.G. für Verkehrswesen Mi. . 0
40,5
40
40
40
Berliner Handelsgesellschaft . 4
90,5
90,5
90,5
90,5
Commerz, und Privat.Bant . 0
Darmstädter und Nationalüank O Deutsche Bank und
53,25
53,5
53,5
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-
DiSeonto-GeseUschaft... 0
75
75
75
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Dresdner Bank ...... 0
61,75
61,75
61,75
61,75
Reichsbank........11
125
125,25
125,75
125,25
A.C.G............V
32
32
32,25
31,5
Bergmann........0
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—
21
20,75
Slektr. LieferungSgcsellschaft. 6
67
—-
67,75
67,25
Licht und Straft...... 6
87
86,5
87
85,25
Felten & Guilleaume.... 0
Gesellschaft für Elektrische
55
54,5
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54,75
Unternehmungen .... 4
71
70
71,25
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Rheinische Elektrizität ... 6®
71,5
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71,5
71,5
Schuckert & (So....... 0
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Siemens & Halske..... 9
118
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Lahmeycr & (So.......io
119
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Buderus..........4
40
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——
124
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96,25
95,75
96
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34
34
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Berlin
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Datum
18-10-
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18-10-
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23
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18-Oktober
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51,95
6,156
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapeü . .
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . . OSlo.... Kopenhagen.
169,48
169,82
169,38
169,72
72,73
72,87
71,53
71,67
75,07
75,23
73,83
73,97
Stockholm .
74,33
74,52
73,33
73,47
London. . .
Buenos Aires
14,475
14,515
14,23
14,27
0,890
0,894
0,898
0.902
Reuyorl . .
4,209
4,217
4.209
4,217
Brüssel. . .
58.48
58,60
58.49
58.61
Italien. . .
21,565
21,605
21,555
21.595
Paris . , .
16,52
16,56
16,51
16,55
Schweiz . .
81,25
81,41
81,22
81,38
Spanien . .
34,47
34,53
34,47
34,53
Danjig. . .
81,97
82.13
81.97
82.13
Japan . . . Rio de Jan..
' 0,989
0,294
0,991
0,296
0,979
0,294
0,981
0.296
Jugoslawien.
Lissabon . .
5,644
5,656
5,594
5,606
13,18
13,20
12,97
12,99
Banknoten.
Berlin, sg. Oktober
(«kfö
»rief
Smertkanlsche Roten.......
4,20
4,22
Belgische Roten.........
58.33
58.57
Dänische Roten.........
73,60
73.90
Englische Roten.........
14,19
14,25
Französische Roten........
16,47
16.53
Holländisch« Roten........
169,01
169,69
Italienische Roten.......
21,50
21,58
Rorwegische Roten........
71.36
71,64
Deutsch.Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Roten........
2.44
2.46
Schwedische Roten........
73.15
73.45
Schweizer Roten.........
81.04
81.36
Spanische Roten.........
34,33
34,47
Llltzartzchc Roten ••••••••
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