Ausgabe 
20.10.1932 Frühausgabe
 
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genommen werden dürfen? Daß die Universität Raumüberfluß aufzuweisen hat, sieht man allein schon an der früheren Denderschen Fabrik in der Bismarckstraße. Dafür zahlte der Staat bereits vor 1j Jahren zirka 62 000 bis 65 000 Mark, und heute ist noch keine nutzbringende Verwendung dafür ge­funden worden. Weiter ist zu beachten, daß das Kunstwissenschaftliche Institut nur eine kleine An­zahl Hörer hat, die, wie wohl anzunehmen ist, durch unsere armen Verhältnisse noch weiter zufammen- schrumpsen dürfte. Ferner ist noch zu berücksichtigen.

daß die Zahl der Studierenden in den zur Zeit herrschenden Notzeiten allgemein wesentlich weiter zurückgehen wird. Ist unter Berücksichtigung aller dieser Umstände es noch zu verantworten, daß man zinsbringenden Wohnraum mit erheblichen Un­kosten in eine Zuschußwirtschaft umbaut? Ich warne den hessischen Staat dringend vor solchem Vorhaben, denn es ist heute schon erwiesen, daß vorhandener Raum für die vorgenannten Zwecke genügend vor­handen ist und von Jahr zu Jahr weiter verfügbar wird Ein Steuerzahler.

S.Upor/

Saalsporifest Stiftungsfest des ^adclubsGermania".

Zum 33. Stiftungsfest des RadclubsGerma­nia" am Samstagabend im(Safe Leib" treffen u. a. im 2er-Radballspiel die beiden ersten Mann­schaften desGRD. v. 1885" (E- Hauct - K. Wießner) und derGermania" (QI. 'Baum« W- Stammel) im Wettbewerb um denGieße- ner-Brauhaus-Wanderpreis" zusammen. Die beiden Mannschaften stellen das zur Zeit Beste der beiden Vereine dar und haben bereits mehr­mals hier, sowie auswärts, Proben ihres Kön­nens abgelegt und diese auch des öfteren recht erfolgreich bestanden. Wenn auch eine kleine äleberlegenheit derGermanen" bei dem bisher Gezeigten nicht zu verkennen war, so geben doch die85er" einen recht achtbaren Gegner ab. Sie werden jedenfalls ihr ganzes Können ein­sehen, um denGermanen" den Sieg nicht leicht zu machen. Jedenfalls darf man einen spannen­den Sport erwarten.

3m weiteren sportlichen Teil des Olbends wer­den Mitglieder des festgebenden Vereins ein weiteres Radballspiel (zwischen der zweiten aktiven Mannschaft und der ersten Iugenomann- schoft) sowie einen Jugend- und Schulreigen, Einer- und Zweier-Kunstfahren zeigen. Oluch diese Mannschaften sind schon zum Teil als erste Sieger aus Wettbewerben hervorgegangen und dürften auch diesmal wieder mit guten Leistun­gen aufwarten.

Schuh- und Polizeihunde Vorführung.

Der Schuh - und Polizeihunde-Ver- ein 1 926 Wieseck veranstaltete am Sonntag bei Wieseck eine Vorführung von Schuh- und Polizeihunden. Trotz des schlechten Wetters wur­den vorzügliche Leistungen im Spur-, Gehor­sams- und Sicherheitsdienst gezeigt, die durch die Ausbildungskennzeichen und die Bewertungen hinreichend bewiesen wurden. Die Tiere wur­den mit folgenden Prädikaten ausgezeichnet:

Polizeihunde: Bärbel von der Gäns- mühle (Besitzer Karl Erb-Wieseck) vorzüglich: Frowald Dem Busecker Schloß (W agner - Großen-Buseck) sehr gut; Berty von der Lumda- Mündung (Erb-Lollar) sehr gut: Oljax von der Badenburger Hohl (A n d e r m a n n - Wieseck) iM>r gut; Gerlind vom Busecker Schloß gut.

Schutzhunde: Donar vom Kohlweg (K. Schwarz- Wieseck) vorzüglich; Fred vom Rauental (S t« g e r - Darmstadt) gut.

Rach Abschluß der Vorführungen fand im Dereinslokal die Preisverteilung statt. Jedem Führer konnte ein Diplom und ein Wertgegen­stand als Anerkennung überreicht werden.

Spielvereinigung 1900 Gietzen.

1900 A I Cid) A 20:0 (6:0).

Der Gast war körperlich schwächer und bot spie­lerisch keine große Leistung, so kam es, daß das Spiel sich nur in seiner Hälfte und seinem Straf­raum abwickelte. Hoch anzuerkennen ist den Gästen, daß sie bis zum Schluß ruhig und unermüdlich weiterkämpften.

1900 A II Steinberg A I 2:2.

1900 fand sich auf dem Platz des Gegners schlecht gurecht, spielte technisch wohl besser als der Platz­verein, kam aber'gegen dessen Eifer und Schnellig­keit nicht an, so daß die Blauweißen mit einem Unentschieden zufrieden sein mußten.

1900 B Klein-Cinden B 0:1.

Der Gast war körperlich bedeutend im Vorteil, aber trotzdem brauchte das Spiel nicht verloren zu gehen, wenn mit mehr Verständnis und Lust ge­spielt worden wäre. Die Leistungen und das Be­tragen beider Mannscl-aften hinterließen tinen recht ungünstigen Eindruck.

1900 I. Schüler Collar I. Schüler 0:4 (0:3).

Die Gäste boten eine recht gute Leistung, im Zu­spiel waren sie bedeutend überlegen. 1900 verteidigte eifrig und oft recht geschickt, konnte aber nicht gegen den körperlich stärkeren Sturm ankommen und die Niederlage abwenden.

1900 II. Schüler VfB. I. Schüler 1:0 (0:0).

Die Kleinsten lehrten freudestrahlend heim, hatten sie doch gegen den stärkeren Lokalgegner gewonnen. Das hatte keiner von ihnen erwartet. Es zeigte sich aber wieder einmal, daß Eifer und Siegeswillen meist immer zu Erfolgen führen. Das Spiel selbst war interessant und schön und fand oft starken Bei­fall der Zuschauer.

Landesschluhschießen

des Verbandes Heffen-Rasfauifcher Kleinkaliber- Schühenoereine.

Am 9. Oktober fand als Qlbschluß des dies­jährigen Landesschießens das Landesschluhschie- ßen des Verbandes Hess.--Rass. Kleinkaliber- schühenvereine statt. Der wirtschaftlichen Rot­lage entsprechend wurde es nicht geschlossen auf einem Stand, sondern auf 12 verschiedenen Schieh- ständen in den einzelnen Gauen abgehalten. Zu­gelassen waren von den rund 15 000 Schützen des Verbandes 13 Mannschaften zu 5 Mann and 71 Einzelschützen etwa zur Hälfte 3ung- und Alt- schühen, die sich in drei verschiedenen Ausschei­dungskampfen für den Endkamps qualifiziert hat­ten. Geschossen wurden 15 Schaß, je 5 Schuh lie­gend, kniend, stehend freihändig auf die Zwölfer­scheibe, Entfernung 50 Meter (alle auf fremdem Schießstand). Das Wetter war regnerisch und un­günstig, was auf den vielfach kleinen und dunk­len Ständen nicht ohne Einfluß auf die Ergeb­nisse geblieben ist.

3n der Iungschühenklasse (bis 21 3ahre) errang die Landesmeisterschaft die Mann­schaft Homberg (Bez. Kassel) mit 616 Ringen. Es ist das erstemal in der Geschichte des Lan­desverbandes, daß ein Verein zwei 3ahre hinter­einander diese Würde erlangen konnte. Dann folg­ten Dehausen (Kr. Arolsen) mit 605, Eisenbach (Kr. Limburg) mit 592, Frohnhausen (Dill) mit 589, Hersseld 568, SchottenFörsterschule" 563, Adorf 550 Ringe. Landesmeister wurde Herr Adolf Bode vom Verein Homberg (Dez. Kassel) mit dem vorzüglichen Ergebnis von 154 Ringen. Die Nächstbesten waren QI. 3ost, Eisenbach, mit 149, H. Pfeiffer, Ergeshausen, 147, K. Dietrich, Lehnerz, 143 Ringen.

Bei den A l t s ch ü tz e n fiel die Landesmeister­schaft an den Verein EorbachFreischütz" mit 706 Ringen. Es folgten BebraTreff" mit 683, Gemünden (Kr. Asingen) 671, Frohnhausen (Dill) 660, KasselHorrido" 651, Gondroth mit 642 Rin­gen. Die Einzellandesmeisterschaft errang Forst­referendar Adolf Kuba, Altenhaßlau, mit dem glänzenden Resultat von 157 Ringen. Danach er­reichten D. Herrberg, Diermünden, 155, W. Rueff, EorbachFreischütz", 152, 3. Werner, Trais­bach (Kr. Fulda), 151, K. Weber, EorbachFrei­schütz", 149 Ringe.

Die Siegernadeln, Ehrenurkunden und Preise, darunter solche des Herrn Reichspräsidenten, des Reichsverbandes und zahlreiche Freunde und Gönner des Schießsportes dabei auch 6 Klein­kaliberbüchsen werden bei der 3ahresversamm- lung der Kreisschießleiter des Verbandes am 23. Oktober in Gießen ausgegeben.

Internationales Kunstturnen in Frankfurt a. M.

Die Frankfurter TurngemeindeEintracht" von 1861 hat für den 31. Oktober die Städtsmann- schaft von Budapest und die Rationalmannschaft von Luxemburg zu einem großen Mannschafts­kampf im Kunstturnen verpflichtet. Die 15 000 Personen fassende große Frankfurter Festhalle wird die Stätte dieses Treffens sein, das alle bisherigen Wettkämpfe der FrankfurterEin­tracht" in den Schatten stellen wird. Wenn man bedenkt, daß die als 3ahnriege bekannte Frank­furter Kunstturnmannschaft zu den besten deut­schen Q)ereinsmannschaften zählt, daß die Ra­tionalmannschaft von Luxemburg, die seit 1914 zum erstenmal wieder gegen eine deutsche Ver­tretung antritt, bei den Geräte-Weltmeisterschaf- ten in Paris eine hervorragende Rolle spielte, und daß bei den Ungaren Mitglieder der ungari­schen Olhmpiariege sind, dann kann man ermes­

sen, daß es sich hier um eine ganz besondere Veranstaltung handelt.

Kurze Sporinoiizen.

Westdeutschlands Fußballer bestreiten demnächst einige Repräsentatiokämpfe. In Köln trifft der Westen am 26. Februar auf dieDiable Rouges" aus Brüssel, in Münster spielt im Frühjahr 1933 Ostholland und in Berlin gibt es am 4. Dezember einen Kampf Brandenburg West.

*

Um die Olympischen Winterspiele 19 3 6 ist zwischen Garmisch-Partenkirchen und Schreiberhau ein schwerer Konkurrenzkampf im Gange, da beide Städte gern die Durchführung übertragen haben möchten. Anscheinend hat Gar­misch-Partenkirchen die meisten Aussichten.

*

Zurückziehen wird sich vom aktiven Sport Ete" Rademacher, Deutschlands Weltrekordschwim­mer und Tormann der deutschen Wasserball-Natio­nalmannschaft. Ete wird am Donnerstag in Magde­burg heiraten.

Im Eishockeykampf zwischen dem Berliner Schlittschuhklub und einer Pariser AuAvahlmann- schaft im Berliner Sportpalast gab es am Dienstag einen unentschiedenen Ausgang von 2:2.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Freitag, 21.0h« tober: morgens 6.15 Uhr. Samstag, 22. Ot­to b e r, und Sonntag, 2 3. Dttobcr: Hüt­tenfest-Ende urd Gesetzesfreude. 1. lag: Vorabend 4.55; vormittags 8; nachmittags 4. 2. Tag: Vorabend 6.10; Jugendfeier; vormittags 8; nachmittags 4; Festesausgang 6.10. Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4.30 Uhr.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

Wirtschaft.

Aberm alige Preisermäßigung der süddeutschen Großmühlen. Die süddeutschen Großmühlen haben den Mehlpreis abermals um 0,10 Mark pro Sack ermäßigt, so daß die Preisreduktion von Montag bis heute 0,30 Mark pro Sack beträgt. Danach betragen die Großmühlenpreise für 100 Kilo Weizenmehl Spezial 0 30,80 Mark, desgleichen mit Ausland- weizen 31,80 Mark ab Mühlenstation.

* Englischer Auftrag für Merc e- des-Düro-Maschinen-Werke AG. Die Mercedes-Düro-Maschinen-Werke AG., Zella- Mehlis i.Thür., hat dieser Tage durch ihre eng­lische Qkrtretung einen Regierungsauftrag zur Lieferung elektrischer Schreibmaschinen erhalten. Dieser Auftrag ist weniger seiner Gröhe, als vielmehr seiner grundsätzlichen Bedeutung wegen der Aufmerksamkeit wert. Bekanntlich sind die Mercedes-Werke die einzige deutsche Fabrik, die elektrische Schreibmaschinen fabriziert.

Frankfurter Abendbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 19. Oft. Die Ab-ndbörse wurde durch festere Reuhorker Ansangskurse zwar etwas angeregt, doch konnte sich kein größeres Geschäft entwickeln, da die bekaimten Änsicher-

heitsfaktvren weiter wirksam waren. 3m großen und ganzen blieb das Kursniveau gegen den Ber­liner Schluß gut behauptet, vereinzelt form­ten sich Besserungen um Bruchteile eines Pro­zentes durchsetzen, so für 3G.-Farben, Etahlver- ein und die Altbesitzanleihe. Späte Reichsschuld­buchforderungen blieben auf dem erhöhten Wit­tagsstand gut gehalten, Schutzgebiete zogen leicht an. Bei etwas lebhafteren Llmsähen waren im Verlaufe 3G.-Farben um 0.75, Licht & Kraft um 1 und Dt. Linoleum um 0,50 Proz. fester. 3m übrigen ergaben sich feine Veränderungen.

QIm Rentenm arf t blieben Schutzgebiete. Altbesitzanleihe und Reichsschuldbuchsorderungen gesucht. Von deutschen Anleihen kam die 1927er Reichsanleihe gegenüber gestern um fast 3 Proz. schwächer zur Rotiz, nachdem sie heute mittag nicht notiert war. 6proz. Dt. Reichsanleihe von 1927 70,40 (gestern 73,25), Reubesih 6,5. Alt­besitz 47. Schutzgebiete 5,35, Dresdner Bank 61.75, ®e[fenfird,ci 38 25, Hafener 71, Rhe nstahl 64 53, Stahlverein 22,25, AEG. 32, Dt. Linoleum 44.50 bis 45. Licht L Kraft 85,50 bis 86.50. 3G.-Farben 93,75 bis 94.50. Südd Zucker 130,25, Lahmeycr 115,50, Reichsbahn-VA 86,25.

IG.-Farben im 3. Quartal 1932.

Frankfurt a. M., 19. Oki. Nach dem Bericht der IG.-Farbenindustrie AG. über das 3. Viertel­jahr 1932 hat trotz der verschiedentlichen Ausfuhr- Hemmungen die rückläufige Bewegung im Export auf manchen Arbeitsgebieten der Gesellschaft gegen Ende der Berichtszeit aufgehört. Es sind sogar ge­wisse Ansätze zur Belebung festzustellen, die nach Meinung der Gesellschaft durch eine internationale Rückkehr zu vernünftigen handelspolitischen Maß­nahmen verstärkt werden würden. Die Vorteile der natürlichen Belebung an den nordischen Märkten wurden durch die Ankündigung der deutschen Kon­tingente mehr als ausgeglichen.

3m 3nlanöe ist eine leichte Belebung fest­zustellen.

Die Möglichkeit zu Neueinstellungen von Arbei­tern auf Grund der Notverordnung wird zur Zeit noch geprüft. Die Mittel aus Steuergutscheinen sollen zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsgelegen­heiten verwendet werden.

Nachdem sich die Absatzschrumpfung in Far­ben und Färbereihilfsprodukten in den Sommermonaten fortgesetzt hatte, machte sich hier infolge einer gewissen Belebung bei den Ver­braucherindustrien eine Besserung im europäischen wie im Ueberseegeschäst bemerkbar. Der Absatz in Chemikalien hielt sich njcht ganz auf der Höhe des 2. Quartals; gegenüber dem Monat Juli zeigte jedoch der August eine Besserung, die sich auch im September fortgesetzt hat. Anscheinend ist auch hier der Tiefstand überwunden.

Der verkauf von Sticksioffdüngemiiteln stieg im Berichtszeitraum gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um zirka 10 v. h.

und die Erzeugung wurde entsprechend erhöht. Daß der Hauptteil der Zunahme auf den inländischen Verkauf fällt, ist in erster Reihe durch die lieber- nähme einer Ausfallbürgschaft für den Herbstbezug von feiten des Reiches und der Düngersyndikate bedingt. Der Gesamtexport des Stickstoff-Syndikats hielt sich in normalen Bahnen war aber etwas höher als im Vorjahr. Die zwischen dem deutschen

Stickstoff-Syndikat und den anderen europäischen. Stickstoffproduzenten im Juli d. I. abgefd)loffenen Verträge lassen eine Besserung der Verhältnisse auf dem Stickstoffmarkt erhoffen. Der Absatz an tech­nischem Stickstoff hat sich im 3. Quartal 1932 wie­derum nicht vermindert. Gewisse Anzeichen lassen auf eine, wenn auch bis jetzt noch unwesentliche, Erhöhung des Jnlandgeschäftes schließen.

Die Benzinproduktkon von Leuna wurde auf der Basis von lOu 000 Tonnen im Jahre weitergeführt. Zwar blieben die Rohöllieferungen von Volkenroda auch diesmal weit hinter den Er­wartungen zurück, es standen aber genügende Men- gen Teer und anderes Oel zur Verarbeitung zur Verfügung. Der Abschluß der Treibstoffkonvention läßt eine Befriedung des deutschen Marktes er­hoffen. Im Juli d. I. wurden fast alle in Betracht kommenden amerikanischen Firmen Teilhaber der Hydro Ratents Co., die die Hydrieroerfahren der JG.-Farben in den Vereinigten Staaten zu ver­werten hat. Die Verkaufsgemeinschaft Phar­ma z e u t i k a und Pflanzenschutz hatte weiterhin, vor allem im Auslandgeschäft, mit Derkaufsschwie- rigfeiten zu kämpfen. Aus einer weiteren Verschär- fung der handelshemmenden Maßnahmen in ver­schiedenen Ländern resultierte in den betreffenden Gebieten ein gegenüber der gleichen Zeit des Vor­jahres rückläufiger Umsatz.

Die Pholographika hatten in Deutschland eine weitere saisonmähige Belebung zu ver­zeichnen, die durch Propagandamahnahmen unterstützt wurde.

Gegenüber dem 2. Vierteljahr ist eine Absatzsteige­rung festzustellen. Auch der Vergleich mit dem 3. Vierteljahr 1931 zeigt eine leichte Steigerung. Dagegen wurde das photographische Exportgeschäft durch Devisenerschwernisse, Kursoerfall und Zoll­schutz auf das stärkste beeinträchtigt.

Eine Absatzbelebung im K u n st s e i d e g e s ch 3 f t reichte nicht aus, um denselben Absatz wie im 3. Vierteljahr 1931 zu erzielen. Die Exportmöglich, feiten haben sich nicht gebessert. Die Außen­seiter treten immer mehr in Erscheinung, wodurch die Preise weiterhin beeinflußt werden.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdtskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.

Franlsurt a. M.

Berlin

Schtuß« furd

Schlußk. Abend- börse

Schluß- turrf

Echlußk. tolittag- dSrsc

Datum

18-10.

19-10-

18-10-

19-10-

6% Drilliche Relchsanlethe d.192.

73,25

70,4

72

70,75

6% ehem. 7°/oDt. Reicht! anI.v.lSUd

87,5

87

88

87

6'A% yomifl-SlnteUje uon 1930 . Deutsche Vinl..Stbws.-Echuld mll

71

7«

70,9

71

AuSlos.-Rechten......

46,4

47

46,5

46,9

DvSgl. ohne AuSIvl.-Rcchtc . .

6% ehem 8%£ie|i. Bolksitaal 1929

6.4

6,5

6,45

6,4

(rücüablb. 102%)......

65,75

63,5

66

64

Oberheileii Provtnz-Anlethe mtt

An»IvI..Rcchten......

Deutsche Komm. Cammelabl.

-

Anlethe Gerte 1......

45

45,5

45

6% ehem. 8% Franks. Hvp.-Bank Golvpse. 15 unkündbar bÜJ 1935

6% ehem. 7% Franks. Hvp.-Bank

75,75

76,25

Golvps, 16 unkündbar btS 1936 ehem. <&% Franks.Hyp.

75'25

75,75

Bank ßiqu. Psandbriese . . . 6K% ehem. <H%«t)clniid)e

79,75

79,7

Huv.-Bant Ltqu.»<tzoldpse. . .

80

80

6% ehem 8% Pc. LandeSpsand- brtex.nftaH Psandbrtese R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landedpsand-

73,5

73

73

72,4

briesanstali. Psandbrtese R. 10

73,5

73,5

4% vestcrretchtsche Gvldrente .

4,90% Oesierreichische Etlderrente

10,75

10,75

10,75

11

1,05

1,05

1,05

4% Ungarische Goldrente ...

6,65

,6.5

6,7

6,5

4% Nngartsche Staat-irente v. 1910

6,65

4%% deSgl. von 1913.....

6% abgest. Goldviextkaner von 99

_

_

_

6,5

6,4

_

6

4% Türkische Zoll anleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleih,-

Serie 1....... .

4% betfll. Serie li.....

3,4

3,3

4,5

3.4

3,2

4.6

3,4

3,5

3,3

4.45

3,25

3,35

3,3 4j

6% tRuntdn. vereinh. Rente v. 1903

4H%8htmdn.9crehib.iHcntc6.1B13

4% Rumaniiche vereint). Rente

L «naiolict ......

7,9

7,75

7*65

7.75

4,13

19,1

4,275

19

4,15

19,13

4,15

19,13

Iranksurt a.M.

Berlin

Schluß» kurs

Echlußk. Abend« börs.-

Schluß- kur6

Schlußk. toliltag- bön'e

Datum

18-10.

19.10.

18.10.

19-10.

4>ambutß-Öinetuü Pare. . i

16,75

16,65

16,9

16,65

Hamburg-Südam.Dampsschiii. o

29,75

Hansa Dampsjchiss .....(

28

Norddeutscher Liohd.....<

17,4

17,13

17,4

17

A.G. für Verkehrswesen Mi. . 0

40,5

40

40

40

Berliner Handelsgesellschaft . 4

90,5

90,5

90,5

90,5

Commerz, und Privat.Bant . 0

Darmstädter und Nationalüank O Deutsche Bank und

53,25

53,5

53,5

53,5

-

DiSeonto-GeseUschaft... 0

75

75

75

75

Dresdner Bank ...... 0

61,75

61,75

61,75

61,75

Reichsbank........11

125

125,25

125,75

125,25

A.C.G............V

32

32

32,25

31,5

Bergmann........0

-

21

20,75

Slektr. LieferungSgcsellschaft. 6

67

-

67,75

67,25

Licht und Straft...... 6

87

86,5

87

85,25

Felten & Guilleaume.... 0

Gesellschaft für Elektrische

55

54,5

55,75

54,75

Unternehmungen .... 4

71

70

71,25

69,5

Rheinische Elektrizität ... 6®

71,5

71,5

71,5

71,5

Schuckert & (So....... 0

72

70,75

71,5

70,4

Siemens & Halske..... 9

118

116,65

1'7,75

116,25

Lahmeycr & (So.......io

119

115,5

119,4

115,5

Buderus..........4

40

39

39,75

38,75

Deutsche Erdvl.......5

72

72

72,5

71,13

Gelsenkirchener.......8

39,25

38,75

39

38

Harvener..........0

72,5

71

72,75j

71,4

Hoesch Eisen.........6

e.

37

36.13

Fite Bergbau.......10

_

124

123

Zkse Bergbau Genüsse.....

96,25

95,75

96

95,5

Xlodnertoerte........6

34

34

33,9

33,75

Mann e-mann-Röhrvn . ... f

51,25

50,25

50,65

50

Manssclder Bergbau.....0

21

20.5

90.5

20

Oberschles. Sokswerke .... 8

39.5

Dhönir Bergbau......4%

Rheinische Brmmlohlen... 10

26,5

165,5

26,13

162

26,4

165

26

160

64,5

64,5

64,5

63,6

Frantsun a. 2)1.

Berlin

Schluß« kurs

Schlußk. Bbenb- bdrfe

Schluß- lurd

Schlußk. Mittag» bSrse

Datum

18-10-

19-10.

18-10-

19-10-

Riebeck Montan . . . .

7,.

Bereinigte Stahlwerke .

. 0

23

22,25

23,13

22,13

Olavi Minen.....

0

16,5

16,25

16,25

16

Kaliwerke Aschersleben .

.

6

101

99

101,25

99

Kaliwerke Westeregeln .

e

6

108

105

108

105

Kaliwerke Salzdetfurth .

V

164

162

163

3- G- Färben-Industrie .

71

93,75

94

93,25

93,65

Scheideanstalt.....

10

139

139

Goldschmidt......

. 0

26

26,5

26.5

26,9

Rütgerswerke.....

. 0

40

38,75

39,75

38,5

MetaUgeseUschaft. . . .

0

34,5

34,5

35

34,5

Philipp Holzmann . . .

56

55,5

55,25

55,75

Zementwerk Heidelberg.

e

. 4

48,5

49,5

(Scmentroed Karlstadt. .

. O

52

50,5

SLayb L Freytag . . .

. O|

5

5

Schultheis Patzmhofer .

01

-

_

58

57

Aku (Allgemeine Kunstseide!

0

55,5

55,5

55,75

55,25

Bemberg......

0

54,5

54,5

55

54,75

Zellstoff Waldhos . . .

0

43,5

43

43,5

42.25

Zellstoff Aschasfenburg .

0

28,5

28,5

28,5

Dessauer Gas.....

. 7

88

89

Daimler Motoren . . .

. 0

20,15

19,75

20

20

Deutsche Linoleum . .

. 0

45,5

45

44,5

44,65

Orenstetn & Koppel . .

. O

33.75

33,13

Leonhard Tietz ....

. 6

46,5

45

46,5

45,13

Svenoka.......

. 0

Lhade........

12

165

166

165

166

Frankfurter Maschinen .

Gritmer.......

. O

26

25,25

26

26,13

Mainkiaftwerle Höchst a. M..

. 4

52,25

süddeutscher Zucker « ,

e

O

128

130,25

129

129,25

Devisenmarkt Vertin Frankfurt a. 2R.

18-Oktober

19.Oktober

Amtliche Rotieruna

Meld | Srie-

Amtliche Jlotierunn

(Selb

Brie'

^istngsor« .

6,264

51,95

6,276

52,05

6,144

51,95

6,156

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapeü . .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . . OSlo.... Kopenhagen.

169,48

169,82

169,38

169,72

72,73

72,87

71,53

71,67

75,07

75,23

73,83

73,97

Stockholm .

74,33

74,52

73,33

73,47

London. . .

Buenos Aires

14,475

14,515

14,23

14,27

0,890

0,894

0,898

0.902

Reuyorl . .

4,209

4,217

4.209

4,217

Brüssel. . .

58.48

58,60

58.49

58.61

Italien. . .

21,565

21,605

21,555

21.595

Paris . , .

16,52

16,56

16,51

16,55

Schweiz . .

81,25

81,41

81,22

81,38

Spanien . .

34,47

34,53

34,47

34,53

Danjig. . .

81,97

82.13

81.97

82.13

Japan . . . Rio de Jan..

' 0,989

0,294

0,991

0,296

0,979

0,294

0,981

0.296

Jugoslawien.

Lissabon . .

5,644

5,656

5,594

5,606

13,18

13,20

12,97

12,99

Banknoten.

Berlin, sg. Oktober

(«kfö

»rief

Smertkanlsche Roten.......

4,20

4,22

Belgische Roten.........

58.33

58.57

Dänische Roten.........

73,60

73.90

Englische Roten.........

14,19

14,25

Französische Roten........

16,47

16.53

Holländisch« Roten........

169,01

169,69

Italienische Roten.......

21,50

21,58

Rorwegische Roten........

71.36

71,64

Deutsch.Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Roten........

2.44

2.46

Schwedische Roten........

73.15

73.45

Schweizer Roten.........

81.04

81.36

Spanische Roten.........

34,33

34,47

Llltzartzchc Roten

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