Ausgabe 
19.9.1932 Erstes Blatt
 
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Oberheffen.

Gauschießen der KleinkalibenSchühen.

Allendorf (Lumda), 15. Sept. Am ver­flossenen Sonntag trafen sich über hundert Schützen auf dem Schießstand des Schützenoereins Mendorf an der Lumda, um die Gaumeifterschaft des Gaues Marburg (Lahn) im friedlichen Wettkampf auszu­tragen. Dank der trefflichen Vorbereitungen des Gauleiters Förster, ging das Schiehen neun Schuh in drei Körperlagen glatt und reibungs­los vonftatten. Die Gaumeisterschaft in der Alters­klasse errang die Mannschaft von Frohnhausen lDillkreis) mit dem glänzenden Ergebnis von 439 Ringen. Sie erhielt als Preis ein« Fahne und einen Wimpel vom Landesverband. Dann folgten Rup- pertenrod mit 390 Ringen, Buchenau mit 385 und Steinbach mit 380 Ringen. Gau- und Einzelmeister wurde Herr Heinrich Müller (Buchenau) mit 93 Ringen. Die Nächstbesten waren: Fritz Goh­feld e r (Homberg) mit 93, Konr. Kippe (Treysa) mit 92, Karl Immel (Frohnhausen, Dill) mit 92, Oswald Greeb und Willi Müller (Frohnhausen, Dill) mit je 91 Ringen.

In der Jugendklasse gewann die Iungmannschast von Frohnhausen (Dill) mit 333 Ringen di« Gau­meisterschaft. Es folgten: Homberg (Ohm) mit 333, Kirchhain mit 316, Bieber mit 288 und Mendorf (Lumda) mit 285 Ringen. Gaueinzelmeister wurde Herbert Metzler (Bieber Kr. Lindenkopf) mit 81 Ringen. Dann schlossen sich an: Karl Kloos und Heinrich Becker (Steinbach) mit je 79, Wilhelm Greeb (Frohnhausen, Dill) und Ludwig Rupp (Niederwalgern) mit je 74 Ringen.

Der Verbandsvorsitzende Herr Generalmajor o. D. Keller nahm anschliehend an den Wettkampf die Preisverteilung vor, dankt« dem Schützenverein Allendorf für die vortreffliche Durchführung des Gauschiehens und ermahnte die Schützen, den Wehr­sport noch weiter aufbauen zu helfen zum Besten unseres deutschen Vaterlandes. Anschließend an das Gaumeisterschaftsschiehen des Gaues Marburg (Lahn) des Reichsoerbandes Deutscher Kleinkaliberschützenver- bände fand ein Preisschiehen des hiesigen Kleinkaliberschützenoereins statt. Di« Beteiligung hieran war außergewöhnlich stark. Jeder Teilnehmer erhielt drei Schuß. Es standen 24 Preis« zum Teil recht wertvoll zur Ver­fügung. Nachstehend folgen die ersten 10 Preis- träger: 1. Fritz Harth, Allendorf a. d. Lda., (2mal 36); 2. Hrch. Will). Formhals, Allendorf a. d. Lda. (3o); 3. Hrch. Tröller, Lauter (36); 4. Ludwig Haas, Steinbach (36); 5. Willi Greeb, Frohnhausen, Dill (35); 6. K. Ebert, Mellnau (35); 7. L. Greeb, Frohn­hausen (35); 8. Konrad Wallon, Mendorf a. d. Lda. (35); 9. Moritz Cossement, Climbach (35); 10. Eber­hard Lotz II., Allendorf a. d. Lda. (35). Außer vier von den 24 Preisen wurden alle mit 36 und bzw. 35 Ringen erschossen.

Gemeinderat in Büdingen.

wg. Büdingen, 16. Sept. Der Gemeinde­rat beschloß die Erhebung einer Hundesteuer für das Kalenderjahr 1933 in der gleichen Höhe wie im Do rj ah re. Mit der Umgestaltung des Markt - und Sportplatzes, entspre­chend dem von Gewerbelehrer Reibert ange- sertigten Plan erklärt sich der Gemeinderal grund­sätzlich einverstanden. Auch die Frage über die Versorgung der Stadt mit Wasser stand zur Be­ratung. Vach eingehender Aussprache kam der Gemeinderat zu der Ueberzeugung, daß es un­umgänglich notwendig erscheint, W a s s e r m e s - ser zu beschaffen. Di« Gründe liegen darin, daß mit einer erheblichen Einschränkung des heu­tigen vielfach unnötigen Wasserverbrauchs gerech­net werden kann, so daß auch eine gleichmäßige Versorgung der hochgelegenen Stadtgebiete nach dem Einbau gewährleistet erscheint, ebenso ein gerechter AuSschlagmoduS für daS Wassergeld gefunden sei, ber die heutige ungerechte und nicht als sozial zu bezeichnende Wassergeldberechnung verbessert. Es wird ein Wasserwerk geschaf­fen, dessen Betrieb dem bestehenden Gaswerk angegliedert wird.

Landkreis Gießen.

X Großen-Linden, 18. Sept. Der älteste Mann Großen-Lindens, Landwirt Philipp Pepp- I e r IV., vollendete gestern sein 88. Lebensjahr.

Kreis Büvingen.

* Ober-Mock st adt, 19. Sept. Am Samstag- abcnb geriet auf bisher noch unbekannte Ursache die etwas abseits des Anwesens stehende Scheune des Landwirts Friedrich Klaus I. in Brand. Das Feuer fand reichliche Nahrung in den Vor­räten an Stroh, Heu, Holz usw., so daß es nicht möglich war, die völlige Vernichtung der Scheune zu verhindern. Feuerwehren von Ober-Mockstadt, Dauernheim griffen zwar ener­gisch an, mußten sich aber in der Hauptsache darauf beschränken, eine benachbarte Scheune zu schützen. Das Feuer, das insbesondere in den Holzvorräten immer wieder aufflackerte, brannte noch heute mor­gen. Der entstandene Schaden ist beträchtlich und nur zum Teil durch die Versicherung gedeckt.

preutzen.

Kreis Wetzlar.

* Atzbach. 15. Sept. Aus der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung ist zu berichten: Das mit der Stadt Wetzlar getroffene Abkommen über die Hohe des von der Stadt für 1932 zu zahlenden Gewerbelohns ummensteueranteiles wurde aner­kannt. In der Zusammenlegungssache der Rach- bargemarkung Rodheim a. d. Bieber ist der Ge­meinde eine mit Holz bestandene Fläche zugewie­sen worden. Die Gemeinde soll an den Vorbesiher dieser Waldparzelle eine Entschädigung von 62,20 Mark zahl em Der Gemeinderat lehnt dies ab, da die gegenseitige Abfindungsregelung Sache des Kulturamtes ist und die Gemeinde auch ohne be­sondere Vergütung größere, mit Holz bestandene Flächen abgetreten, als sie andererseits erhalten hat. Die Vertretung nahm Kenntnis von zwei Bescheiden der Aufsichtsbehörde. Der eine betraf die von der Gemeindevertretung beschlossene, von den Stierhaltern nicht anerkannte Herabsetzung ihrer Vergütung, der andere den vom KreiS früher zugesagten, jetzt infolge allgemeiner Spar­maßnahmen gesperrten Dauzuschuß von 2000 M k. für die in 1931 erbaute Kleinkinder­schule.

Bücheriisch.

Linse re Reichswehr. Das Buch von Heer und Flotte von Oberstleutnant a. D. De - nach unter Mitarbeit von Korvettenkapitän a. D. Dusch. Geleitwort von Reichswehrminister a. D. ® rocner. Verlag Reufeld & Henius, Berlin. (113.) Die Herausgabe dieses aufschluh» reichen Werkes ist eine begrüßenswerte Tat!

gebungsvolle Vaterlandsliebe,

treue und beste Kameradschaft hier ihre Pfleg.

öJ.Jport

Deutsche Krastsport-Meisterschasten

Marktverkauf: Rinder und

42 Mk.

Wirtschaft

er auch vorläufig keine Möglichkeit hat, öffentlich an den Start zu gehen. Er denke jedoch nicht daran, Berufssportler zu werden.

Schottischer Fußballsieg.

Mit dem Spiel zwischen Schottland u n b 3 r land begann am Samstag in Belfast vor 35 000 Zuschauern die Serie der Kämpfe um die internatio­nale Meisterschaft der britischen Länder. An dieser Meisterschaft nehmen die Repräsentativ-Professional- Mannschasten von England, Schottland, Irland und Wales teil. In Belfast lieferten die Schotten eine überragende Partie, sie beherrschten mit ihrem tech- nisch hervorragenden Spiel den ganzen Kampf und siegten auch leicht mit 4:0 Treffern.

Coffein geht in die Mutter­milch über. - Für stillende Mütter nur Kaffee Hagt

Schweine ruhig, geringer Ueberftanb; Fettschweine über Rotiz; Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft«

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 19.Sept. (WTD. Draht-, meldung.) An der Getreidebörse neigte die Ten­denz au Beginn der neuen Woche eher etwas zur Schwäche. Das Angebot in Brotgetreide war mehr als reichlich, dem sowohl seitens der Müh­len, als auch des Handels kaum Aufnahmenei­gung gegenüberstand, so daß sich die Preise etwas abschwächten. Sommergerste war bei unveränder­ten Forderun^n etwas gefragt. Hafer und auch die übrigen Futtermittel lagen sehr ruhig bei eher leicht nachgebenden Preisen. Insbesondere ölhaltige Futterartikel lagen wesentlich ruhiger als in der Vorwoche. Das Mehlgeschäft stagnierte trotz erneut ermäßigter Forderungen. Gegen 14 Uhr nannte man Im freien Markte etwa folgende Preise:

Es wurden notiert: Weizen 212 bis 214, Rog­gen 170 bis 172, Sommergerste für Drauzwecke 175 bis 180, inländischer Hafer 142,50 bis 145, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32,75 bis 33,50, Weizenmehl, niederrh., 32,75 bis 33,25, Roggenmehl 25,25 bis 26,25, Weizenkleie 8,30 bis 8,40, Roggenkleie 8,25 Mark.

Bei den hier genannten Preisen handelt es sich um Rotierungen, die nicht amtlich sind, da die Produktenbörse neuerdings bis 16 Uhr an­dauert.

Länderkampf Frankreich Finnland ohne Jlurmi!

Der schon lange geplante Leichtathletik-Länder- kämpf Frankreich Finnland ist jetzt endgültig für den 9. Oktober nach Paris abgeschlossen worden. Schauplatz des Treffens ist das Olympische Stadion in Colombes. Auf ausdrücklichen Wunsch des fran­zösischen Leichtathletik-Verbandes wird Finnland ohne Nurmi antreten.

Paavo Nurmi ist übrigens gesund munter und guter Dinge in Helsingfors eingetroffen, wo man dem großen Läufer einen herzlichen Empfang be­reitete. Nurmi ist die Ruhepause gut bekommen, er hat zugenommen und will weiter trainieren, wenn

statt haben. Dieses Buch erfreut nicht nur die alten Soldaten, sondern es ist auch vor allem geeignet, in unserer Jugend die Flamme der Begeisterung für den hohen Beruf des Soldaten noch mehr als bisher zu entfachen, den Wehr­gedanken und die Wchrsreudigkeir in unserem Dolle zu vertiefen. Möchte daS gute Buch die weiteste Verbreitung finden!

Friedrich Kräder: Einer und bic anderen. Ein Roman der Gemeinschaft. 213 Sei­ten 8°. Buchschmuck von Ludwig Hartelmüller. Brosch. 3 Mark, Ganzleinen 4,80 Mark. Verlag von Adolf Holzhausens Nachf., Wien 1932. (222.)

Dieses Buch mit feinem ausgezeichneten Text, runb hundert guten Bildern und zwei Organi­sationsplänen, wlll Aufklärung verbreiten über bie Arbeit und das Streben im Heer und in der Marine. Es enthält keine trockenen Sachschilde­rungen und langweiligen Aufzählungen, sondern ist in fesselnden Einzelbildern frisch und lebendig, packend von der ersten bis zur letzten Seite ge­schrieben. Jeder Wasse und jedem Teil des militärischen Betriebs, in den Kasernen und auf den Schiffen, im Manöver und auf den Flotten­fahrten wird in den Schilderungen ausgiebig Rechnung getragen. Das Buch verkündet ferner, daß in unserer leider noch immer kleinen Reichs­wehr alle guten alten Soldatentugenden fort­leben und liebevoll gepflegt werden, daß bin-

10,20 Meter, 2. Gottschalk (Essen) 10,10 Meter. Mittelgewicht: 1. Würselsdobler (München) 9,44 Meter, 2. Hammerich (Karlsruhe) 9,29 Meter. Schwergewicht: 1. Geier (München) 9,86 Meter, 2. Gebrost (Limbach) 9,33 Meter.

Ueberraschungen bei den Ringern.

Die Ringerwettbewerbe brachten zahlreiche span­nende und erbitterte Kämpfe, bei denen die Mehr­zahl der Favoriten entthront wurden. So konnten Die Olympiateilnehmer Gehring und F ö l d e a k in ihren Gewichtsklassen nur jeweils den dritten Platz besetzen. In der Leichtgewichtsllasse, in der 75 Teilnehmer antraten, konnte sich dagegen Eu­ropameister Sperling- Dortmund behaupten, ob­wohl er ohne Pause drei schwere Kämpfe auszutra- aen hatte. Auch Braun-Oberstein verlor im Halb­schwergewicht seinen Titel. Ergebnisse:

Bantamgewicht (50 Teilnehmer): 1. Oster- mann-Saarbrücken; 2. Fischer-Zweibrücken; 3. Mer­scheid- Köln. Federgewicht (49 Teilnehmer): 1. Iaulus-Köln; 2. Hering-München; 3. Schwarz- kopf-Koblenz. Leichtgewicht (75 Teilneh­mer): 1. Sperling-Dortmund; 2. Nemeth-Köln; 3. Weikardt-Hörde. Weltergewicht (46 Teil­nehmer): 1. Möschel-Köln; 2. Haßler-Tuttlingen; 3. Földeak-Hamburg. Mittelgewicht (33 Teil­nehmer): 1. Kremer-Duisburg; 2. Neuß-Essen; 3. Ertl-Nurnberg. Halbschwergewicht (27 Teilnehmer): 1. Heitmann-Hörde; 2. Braun-Ober- stein; 3. Süßfeldt-Dessau. Schwergewicht 1. Müller-Köln; 2. Hornfischer-Nürnberg; 3 Geh­ring-Ludwigshafen.

Herabsetzung des privatdiskonies auf 4 Prozent.

Berlin, 19. Sept. (MTB. Funkspruch.) Der Privatdiskont wurde um % Prozent auf 4 Prozent ermäßigt.

Voreiner ErhöhungderTreibstoffpreise.

Berlin, 17. Sept. Don beteiligter Seite wird uns geschrieben: Nach der Verordnung über den Bezug von Spiritus zu Treibstoffzwecken tritt die Erhöhung der zu übernehmenden Pflichtmenge prak­tisch mit dem Tage in Kraft, an dem der Brannt­wein-Grundpreis ermäßigt wird. Dieser Zeitpunkt dürfte sehr nahe liegen. Die großen Treibstoff- vertriebs-Gesellschaften haben die Vorbereitungen für die Umstellung bereits getroffen. Der Benzin» preis wird durch die erhöhte Spritbeimischung wie folgt belastet werden:

Nimmt man den Durchschnitts-Benzinpreis ab Zapfstelle mit 34,25 Mark für 100 Liter und die gesamten Derkaufsunkosten des Vertriebs mit 10 Pf. Sro Liter an, so bleibt ein Einstandspreis von 24,25 Zart für 100 Liter. Der Alkohol ist also bei einem Uebernahrnepreis von 50 Mark für 100 Liter um über 100 v. H. teurer. Doch muß man bei einem Preisoergleich noch den geringeren Energie- und Kalorien-Gehalt des Alkohols berücksichtigen, so daß sich der Preisunterschied noch wesentlich erhöht. Die Uebernahrne des Alkohols wird sich so auswirken, daß der Preis für 100 Liter Benzin infolge der lOprozentigen Beimischung (anstatt bisher 6 o. H.) erneut mit 0,97 Mark, der Preis für 100 Liter Ben- zol mit 1,13 Mark, belastet wird. Die Ablösung des Alkohols wird voraussichtlich wieder 7,50 Mark für 100 Liter betragen. Wird also von der Ablösungs- Möglichkeit Gebrauch gemacht, so erhöht sich die Be- lastung für 100 Liter Benzin auf 1,59, für 100 Liter Benzol auf 1,86 Mark. Diese Mehrbelastung wird nach oben abgerundet in dem Kraftstoffprcis ihren Ausdruck finden, da die Gesellschaften nicht in ber Lage sein werden, die Preisspanne umzulegen und die vermehrten Dertriebsunkosten selbst zu tra­gen Es muß daher mit einer Erhöhung der Treib- ftoffpreife um mindestens 2 Pfennig gerechnet wer- den die voraussichtlich am 1. Oktober, vielleicht sogar schon etwas früher, in Kraft treten dürfte. Berliner Börse sehr widerstandsfähig.

Berlin 19. Sept. (WTD. Funkspruch.) Die beutiae Börse eröffnete in überraschend wider- st-mdssLhig-r Haltung. Doch vormittags hatte man unter dem Eindruck der englischen Rote m der Abrüstungsfrage und dem schwächeren Schluß der Reuyorker Samstagbörse mit rückgängigen Kursen gerechnet, zumal die Sp^ulation über­wiegend Haussepositionen lausen hatte^ Da aber die Rachrichten ans der Jrchustrie werter recht zuversichtlich lauten, und auch nach der heutigen Lnsicheidung der DIZ. zugunsten des deutschen Antrages für morgen ziemlich sicher nut einer Diskontsenkung auf 4 v.H. zu rechnen ist, zeigte

Sonntag: zweiter lag.

Die Meisterschaften des DASD. wurden am Sonntag in der Westfalenhalle zu Dortmund mit den Dorkämpsen der außerordentlich stark besetz­ten Ringwettbewerbe und auf der Kampfbahn »Rote Erde" mit den sog. Rasensport-Meister­schaften fortgesetzt. Der Besuch war diesmal vor allem in der Westfalenhalle ausgezeichnet.

Nachträglich wurde bekanntgegeben, daß beim Gewichtheben Süßdorf (Homburg, Saar) bei einem Körpergewicht von 134 Pfund im ein­armigen Stoßen links 175 Pfund zur Hochstrecke brachte und damit einen neuen deutschen Rekord schuf. Dagegen wurde die von Walter (Saar­brücken) mit 220 Pfund ausgestellte Bestleistung nicht anerkannt, da er etwas äleber- gewicht hatte.

Bei den Rasensport Meisterschaften stellte Cisenschmied (Tausa) im Steinstotzen einen neuen deutschen Rekord auf, der gleichzeitig die beste Tagesleistung war. Jrn Tiebrigen waren die Ergebnisse der Rasensportwettbewerbe fol­gende:

Weitsprung: 1. Würselsdobler (Mün­chen) 6,77 Meter, 2. Stoll (Karlsruhe) 6,75 Meter. Hochsprung: 1. Harnrnerich (Karls­ruhe) 1,75 Meter; 2. Dauerstütze (Karlsruhe) 1,60 Meter. Schleuderball: 1. Sichert (München! 51,63 Meter; 2. Würselsdobler (München) 51,44 Meter. Stein st oßen, Fe­dergewicht: Eisenschmied (Tausa) 10,58 Meter (Rekord); 2. Ohmenhausen (Stuttgart) 10,28 Meter. Leichtgewicht: 1. Dorsch (Aschaffenburg)

stehende Entscheidung einer RcichSbankdiskont- senkung. Fester eröffneten Rütgerswerke, mit plus 2 Prozent, wobei Pressemitteilungen übe« einen befriedigenden Geschäftsgang insbesondere des Teergeschästes kursbesestigend wirkten, ferner Felten mit plus 1,25 Prozent. Holzmann mit pluS 1,5 Prozent und Kunstseideaktien mik Er­höhungen von 1 Prozent. Don Elektrizitäts­aktien setzten neben Felten noch AEG. und Be- kula bis zu 1 Prozent höher ein. während im übrigen die Kurse im gleichen Ausmaß nach­gaben. Montanwerte lagen bei ruhigem Ge­schäft unregelmäßig bei Abweichungen von 0.25 bis 0.5 Prozent IG -Farben eröffneten mit J02 Prozent knapp behauptet. Goldschmidt zogen 1 Prozent an, während Deutsche Erdöl und Me­tallgesellschaft leicht rückgängig waren. Bis zu 1 Prozent niedriger lagen noch Contigummi und Zellstoff Aschaffenburg. Reichsbank und Zement Heidelberg blieben unverändert. Rach den ersten Kursen war die Haltung schwankend, doch über­wogen kleine Abschwächungen.

Am R e n t c n m a r 11 herrschte wegen der noch ungelösten Zinsfrage Zurückhaltung. Deutsche Anleihen lagen bis zu 0.1 Prozent freund­licher. Größeres Geschäft entwickelte sich in Schuh­gebietsanleihen, die auf Aufwertungsgerüchte etwa 0,5 Prozent anzogen. Reichsschuld­buchforderungen blieben nur knapp gehal­ten. Festverzinsliche Werte hatten zwar sehr ru­higes Geschäft, doch lagen Goldpfandbriefe in Erwartung einer Reichsbankdiskontsenkung eher freundlich. Stadtanleihen neigten anderseits eher zur Schwäche. Deutsche Anleihen bleiben auf der Anfangsbasis gesucht. Schutzgebiete lagen da­gegen etwas ruhiger.

Im Verlaufe schwankte das Kursntveau bei kleinem Geschäft, doch überwogen weitere kleine Abschwächungen. Rur AGG. waren um weitere 1,5 Proz. fester. Die nunmehr in Basel erreichte freie Verfügung der Reichsbank in der Diskont­frage blieb ohne Einfluß, weil man anderseits die inner- und außenpolitische Lage für gespannter hält. Am Geldmarkt war Tagesgeld gesucht und wurde auf 4;75 Prozent erhöht.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 19. Sept. Auftrieb» 1349 Rinder, darunter 280 Ochsen, 140 Bullen, 498 Kühe, 380 Färsen, ferner 514 Kälber, 86 Schafe, 4651 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 31 bis 34 Mk., (ältere) 26 bis 30, sonstige vollfleischige (jüngere) 20 bis 25; Bullen: jüngere, vollsleischige. höch­sten Schlachtwerts 27 bis 29, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22 bis 26; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 24, fleischige 15 bis 20; Färsen (Kalbinnen, 3ung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 31 bis 34, vollfleischige 27 bis 30, fleischige 22 bis 26. Kälber, beste Mast- und Saugkälber 39 bis 41, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 38, geringe Kälber 30 bis 34. Schweine, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 44 bis 47, von etwa 200 bis 240 Pfund 43 bis 47. von etwa 160 bis 200 Pfund 40 bis 46. fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 38 bis

die Kundschaft erneut Kaufinteresse. Die Orders des Publikums waren zwar teilweise niedrig limitiert, boten aber der Gesamttendenz eine gute Stütze.

Das Geschäft war im allgemeinen nicht umfang­reich und beschränkte sich auf wenige Spezialge­biete. Auch die Kursabweichungen zum Samstag hielten sich meist in engen Grenzen. Als fester und bis zu 1,5 Prozent höher sind Draubank, Deutsche Kabel, Vogeltelegraf, Holzmann, Aschaf­fenburg Zellstoff, Eisenbahnverkehrsmittel, Leon- hard Tietz, ManSfelder. Rütgerswerke und Lah- meyer zu nennen. Feldmühle und Hotelbetrieb konnten sogar je 2 Prozent gewinnen. Chemische Heiden waren um 2,13 Prozent gebessert, und Elek­tro Schlesien gewannen 3 Prozent. Andererseits waren nur Schubert & Salzer mit minuS 2 Pro­zent, Siemens und Schlesische Gas mit minus 1,5 Prozent, und Salzdetfurth mit minus 3,5 Prozent wesentlicher abgeschwächt. Im Verlause bröckel­ten die Kurse dann ziemlich einheitlich um Bruch­teile eines Prozentes ab. Labmeher verloren in Reaktion auf die Festigkeit Der letzten Zeit 2,5 Prozent. Anderseits tonnten Berliner Maschinen 1,5 Prozent gewinnen, und auch Siemens waren um 1 Prozent erholt. Ferner hatten AEG. leb­hafteres Geschäft und konnten gleichfalls 1 Pro­zent gewinnen.

Am Rentenmarkt konzentrierte sich das Interesse der Börse auf den Markt der Schuh­gebietsanleihen. Diese zogen auf 5,30 nach 4,70 an, wobei Gerüchte von einem älmtauschangebot der Regierung in Reichsschuldbuchforderungen in lOprozentiger Höhe des Rominalbetrages an- regten. Die übrigen deutschen Anleihen wur­den hiervon ebenfalls etwas beeinflußt. Industrie- vbligationen waren eher fester, Reichsschuldbuch­forderungen lagen dagegen unverändert. In landschaftlichen Pfandbriefen scheint das Angebot weiter nachgelassen zu haben. Gegen 12.45 Uhr wurde es vom Farbenmarkt ausgehend allgemein wieder schwächer.

Am Geldmarkt ist die Situation zu Sams­tag völlig unverändert. Tagesgeld bleibt mit 5,75 Prozent und darüber weiter steif. Das Geschäft in Privatdiskonten, Reichswechseln und Reichs­schahanweisungen ist ganz unbedeutend, es dürste sich erst nach Der Entscheidung über die Diskont- fragen wieder beleben.

Frankfurt ruhig und fest.

Frankfurt a. W.. 19. Sept. (WTB. Draht­meldung.) Die Börse eröffnete zu Beginn der neuen Woche in sehr ruhiger Tendenz, doch lag das Kursniveau relativ widerstandsfähig. Vor- börslich neigte die Tendenz eher zur Schwäche, wobei die englische Rote hinsichtlich der Ab­rüstungsfrage etwas verstimmt hatte und zur Zurücchaltung Veranlassung gab. Das Geschäft hielt sich in engen Grenzen, zumal das Publi­kum kaum im Markt war. Die ersten Dotierungen lagen uneinheitlich, die Veränderungen nach vei-

eifeme Pflicht- i den Seiten hielten sich im Rahmen von 0.25 bis ibrp mfloq- 0,75 Prozent. Etwas Anregung bot die bevor-

Wettervoraussage

Der gestern über dem Rordmeer gelegene Tief­druckkern ist zwar nach Rordskandinavien weiter gewandert, doch fließen an feiner Rückseite weiter­hin von Island her über die britischen Inseln ziemlich kalte Luftmassen südwärts. Mit ihrem Vordringen auf daS Festland tritt merkliche Abkühlung ein, so daß das seitherige milde Wetter seinen Abschluß findet. Der Witterungs­charakter bleibt dabei unbeständig und bei wechsel­hafter Dewöllung treten des öfteren noch Regen­schauer auf.

Aussichten für Dienstag: Unbeständiges und kühles Wetter, wechselnd bewölkt und noch Regenschauer.

Aussichten für Mittwoch: Vorerst noch keine wesentliche Besserung in Aussicht.

Lufttemperaturen. Am 18. September mittags 21,4 Grad Celsius; abends 15,2 Grad. Am 19. September morgens 16,4 Grad. Maxi­mum 22 Grad. Minimum 14 Grad. Riederschläge 2,5 Millimeter. Sonnenscheindauer F/t Stunden.

Srdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 18. September abends 19,5 Grad. Am 19. September morgens 16,6 Grad.

ISchluß des redaktionellen Teils.)

3n der jetzigen schweren Zeit, wo Gemüse- und Kartofselgerichle immer häufiger ohne Fleisch als vollständige Mahlzeit auf den Tisch kommen, ist Maggi's Würze eine wertvolle Hilfe bei deren Zubereitung. Wenige Tropfen den fertig gekochten Gerichten zugesetzt, geben kräftigen Wohlgeschmack.

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