Ausgabe 
19.7.1932 Erstes Blatt
 
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Am Geldmarkt blieb

Situation weiter

Statt Karten,

Wolffs

uns

ihre Teilnahme bezeugten, sagen wir herzlichen Dank.

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Dienstag, den 19. Juli.

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Danksagung.

Allen denen, die unserer lieben Entschlafenen

Frau Luise Martin, geb. Kornmann

im Leben Liebe erwiesen haben, ihr auf ihrem letzten Wege das

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(Hge bandwerkspolitische Fragen statt, wobei u. a. auch die

Einführung der Arbeilsdienstpflicht als bestes Mittel zur Bekämpfung der Arbeits­losigkeit gefordert wird.

Der Vorsitzende S ch m u h l schloß hierauf die Tagung, der sich eine Besichtigung des Kerck- hoff-2nstitutes anschloh.

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3m späteren Verlauf kam die schwächere Stimmung etwas stärker zum Ausdruck. Cs ergaben sich auf fast allen Marktgebieten Rück- gange von durchweg 1 Proz., wobei ein bestimm­ter Grund für die Abgabeneigung der Spekulation nicht zu erkennen war. Lagesgeld war zu 4 5 Prozent unverändert. '

Gießener Wocheirmarktpreise.

* Gießen, 19. Juli. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,30 Mk.. Landbutter 1,20 Mk., Kochbutter 0,90 bis 1 Mk. Matte 25 bis 30 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10 Pf/ Wirsing 8 bis 10 Pf., Weißkraut 8 bis 10 Pf. Rot­kraut 12 bis 15 Pf., Gelbe Rüben, das Bund'8 bis 12 N ' R^e Rüben, das Bund 8 bis 10 Pf. Spinat on sne"' Römischkohl 8 Pf., Bohnen (grün) 15 bis 20 Pf., Bohnen (gelb) 20 Pf., Erbsen 15 bis 18 Pf. Tomaten 25 bis 30 Pf., Zwiebeln 15 Pf., Pilze

ml"' Kartoffeln (neue) 5 Pf., Aepfel (ausländische) 55 Pf., Dorrobst 30 bis 35 Pf., Kirschen 25 bis 50 Pf., A'^beeren 25 bis 27 Pf., Stachelbeeren 20 bis 30 Pf., Johannisbeeren 15 bis 20.Pf., Pfirsiche 40 bls 60 Pf., Himbeeren 25 bis 30 vv- Honig 40 bis vf-, junge Hähne 80 bis 90 Pf., Suppenhühner omJ5^0 Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Eier 8 Pf-, Blumenkohl 30 bis 60 Pf., Salat 5 bis 10 Pf., ^akakgurken 20 bis 30 Pf., Einmachgurken 3 bis 5 W. Oberkohlrabi 8 bis 10 Pf., Rettich 10 bis 12 Pf., Radieschen, das Bund 8 bis 10 Pf. Kar­toffeln (neue) Zenter 4 bis 4,50 Mk.

leicht. Tagesgeld war unverändert 5% Prozent, ver­einzelt 5% Prozent. Am Privatdiskontmarkt konnte man kleines Angebot feststellen, dem aber gleiche Nachfrage gegenüberstand.

Frankfurt still.

Frankfurt a. M.. 19. 3uIL (WTD. Draht­meldung.) Die heutige Börse lag weiter sehr ft t II, doch war die Stimmung bei ©röffnung des Verkehrs in Nachwirkung Demonstrali- onsverbotes der Reichsregierung weiter etwas be­ruhigt. Die Spekulation bekundete etwas Deckungsneigung, so daß die ersten Votierungen meist kleine Erholungen von 0,5 bis 1 Proz. auf­wiesen. IG. und Deutsche Erdöl eröffneten pe 0,5 Prozent, am Schiffahrtsmarkte Hapag und Rvrd- deutscher Lloyd 0,25 bzw. 0,50 Proz. höher. Von Kaliaktien besserten sich Salzdetfurth um 1 Proz., dagegen lagen die Kurse des Montanmarktes schon bei Beginn durchweg etwas schwächer. Dor allem Stahlverein fielen in Anbetracht des an sich schon niedrigen Kursstandes mit einem Rückgang von 0,75 Prozent auf und gingen später weiter leicht zurück. Auch Buderus, Gelsenkirchen und die übrigen Werte der Bergwerksaktien gaben etwa 0 5 Prozent nach. Von Elektropcrpieren kamen nur AEG. mit minus 0,25 Proz. zur Rotiz. Riedriger lagen ferner noch AG. für Verkehrswesen (mi­nus 0,75 Prvz.) und Phil. Holzmcrnn (minus 0,25 Proz.). An den übrigen Märkten herrschte Ge­schäft s st i I l e. Auf Grund der Geschäftslosig­keit wurde die Haltung im Verlaufe noch über­wiegend etwas leichter wobei man vor allem wiederum auf das Fehlen jeglicher Kunden­orders verwies und auch die gesamte innerpoli- ttsche Situation zur Zurückhaltung mahnte.

Am Rentenmarkt war es ebenfalls sehr ruhig. Don deutschen Anleihen konnten sich Alt- | besitz 0,5 Proz. bessern, Reubesitz blieben aber nur knapp behauptet.

Nicht der Kartoffelkäfer.

Offenbach, 18. Juli. (TU.) Zu der Mel­dung dah auf einem Kartoffelstück nahe der Frankfurter Gemarkung der Kartoffelkäfer gefunden worden sei, wird von amtlicher Seite mttgeteilt, dah es sich nach dem Befund vom Landwirtschaftlichen Institut der hessischen Can- desumversität in Giehen nicht um die Larven uub Puppen des Kartoffelkäfers handelt, sondern um die des Marienkäfers, die denen des Kartoffelkäfers sehr ähnlich sehen. Die Behörde bittet alle Landwirte und Gartenbesitzer, auch weiterhin ein wachsames Auge zu haben.

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Verbandsiag der deutschen Tapezierer, Polsterer und Dekorateure.

WSR. Mainz, 18. Juli. Der 31. Verbandstag des Reichsfachoerbandes deutscher Tapezierermeister, Polsterer und Dekorateure wurde Sonntag vormittag im Akademiesaal des Kurfürstlichen Schlosses er­öffnet. Bundespräsident Paul Spindler (Berlin) ging nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Ehrengäste und Tagungsteilnehmer in seiner Rede auf die besondere Rot des Handwerks ein. Er stellte fest, daß kaum noch 20 0. H. der Gehilfen Beschäftigung haben und so mancher Meister ohne Arbeit und sonstige Unterstützung sich geradezu durchhungere. Er richtete einen Appell und die herz­liche Bitte an die Behörden und das Publikum, so­weit wie irgend möglich mit Aufträgen nicht z u r ü ck z u h a l t e n. Die allgemeine Verarmung zwinge zu großer Sparsamkeit und Einfachheit. Aber auch mit einfachen Mitteln könne der persönliche Geschmack befriedigt werden. Die typisierte Massen­ware könne niemals die individuelle Behandlung der Wohnung durch den Tapezierermeister und Dekora­teur ersetzen. Grüße und Glückwünsche überbrachten dann Bürgermeister Dr. Kraus für die Stadt Mainz und die Mainzer Kunstgewerbeschule, Regie­rungsrat R e e b für die hessische Regierung, die Pro- vinzialdirektion und das Kreisamt und je ein Ver­treter des Reichsverbandes des deutschen Handwerks, der Hessischen Handwerkskammer, des Mainzer In- nungsverbandes und der Mainzer Hausfrauen. Die Feier, die von Musik- und Gesangsvorträgen stim­mungsvoll umrahmt war, schloß mit dem Deutsch- landlied. Am Abend vereinigten sich die Tagungs­teilnehmer zu einem geselligen Abend in der Stadt­halle.

Berlin flau, dann schwächer.

Berlin, 19. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die in- nerpolitischen Befürchtungen, die gestern für die schwächere Haltung entscheidend waren, haben infolge des für das ganze Reich erlassenen Demonstrations­verbotes eine gewisse Beruhigung erfahren, so daß die Spekulation heute eher zu Deckungen neigte. An der kaum noch zu überbiet en ben 3u- rückhaltung des Publikums vom Börsen­geschäft hat sich allerdings nicht geändert. Wenngleich man allgemein hofft, daß es in Auswirkung der neuen Maßnahmen der Reichsregierung gelingen wird, die gröbsten Ausschreitungen im Wahlkampf zu verhin­dern, so verhehlt man sich doch keineswegs, daß die zwölf Tage bis zur Wahl noch genug Störungs­faktoren bringen dürften. Aus der Wirtschaft lagen keinerlei Momente vor, die die Kursaestaltung entscheidend beeinflussen können. Bei dem sehr kleinen Geschäft konnten sich überwiegend Kursbesserungen bis zu etwa 1 v. H. durch­setzen, denen allerdings auch eine ganze Reihe Ab­schwächungen gleichen Ausmaßes gegenüberstanden. Stärker gebessert waren Rheinische Braunkohlen, Elektrische Lieferungen und Siemens. Reichsbank­anteile, Farben und Schultheiß waren etwas lebhaf­ter gefragt. Auch in Deutsche Erdöl bestand weiter Interesse, wobei man wieder von Käufen des Aus­landes über Hamburg sprach. Durch schwächere Hal­tung fielen anfangs Chadeaktien, Vogeltelegraph, Thüringer Gas, Schubert & Salzer und Westeregeln auf.

Im Verlaufe wurde es, ausgehend vom Markt der IG.-Farben, die auf Abgaben der Spekulation, die zu den ersten Kursen etwas gekauft hatte, mehr als 1 Prozent einbüßten, allgemein etwa % Pro- Zent schwächer. Eine leichte Verstimmung ging da­von aus, daß die Kurse für Deutsche Anleihen aus dem Auslande, insbesondere aus England und Hol­land, schwächer lauteten. Lediglich Wintershall fie­len im Verlaufe durch einen Gewinn von 1% Pro- zent auf. I

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