Einzelbild herunterladen

Freiheitskampfe steht, opferbereit gewillt, den Kampf gegen die Tribute, gegen die einseitige Entwaffnung und gegen die Kriegsschuldlüge bis zum vollen Siege durch,)uführen.

Jetzt muß ohne Rückhalt die Forderung des Reichspräsidenten erfüllt werden, der unab­hängig von Parteien und Bindungen als Vertreter und Treuhänder des ganzen deutschen Volkes sein Amt führen will. Schon im ersten Wahl- gang haben seine alten Wähler von 1925 seine Wiederwahl an erster Stelle gefordert und zum Siege geführt. Run ergeht auch an alle die- lenigcn, die am 13. März ihre Stimme einem an­deren nationalen Kandidaten gegeben haben, der dringende Ruf, der Selbstzerfleischung E i n h a l t z u tun. Hebt die falsä-e Frontstellung auf! Bezeugt die Geschlossenheit des nationalen Deutschlands! Bekundet, daß der nationale Generalfeldmarschall der u n s r i g e ist! Niemand stehe verärgert bei Seite!

Durch die Teilnahme des ganzen nationalen Deutschlands muß die Wiederwahl des General- fcldmarschalls von Hindenburg eine machtvolle Kundgebung deutschen Freiheitswil- lens lind ein Bekenntnis zu dem Gedan­ken einer von Parteien unabhängigen

Letzte LandtaaMmig v

Führung des Staates durch einen deutschen Mann werden, der sich nur seinem Gott und seinem Gewissen verantwortlich fühlt." Sin neuer Wahlaufruf Hitlers.

Berlin, 18. März. (ERB.) DerAngriff" veröffentlicht heute einen neuen Aufruf Hitlers zu den bevorstehenden Wahlen, in dem aufs neue erklärt wird, die NSDAP- kämpfe auf streng legalem Wege. Der Aufruf wendet sich dailn den am 10. und 24. April stattfindenden Wahlschlachten zu, in denen dasSystem" geschlagen werden müsse. Es gebe keinen anderen Weg, die dauernden Bedrückungen und die unausgesetzten Bedrohungen der persön­lichen Freiheit, der Freiheit der Wohnungen unb der Presse der NSDAP. zu überwinden. Die SA.- und SS.-Männer werden aufgefordert, s i ch durch nichts zu einer Ungesetzlichkeit provozieren zu lassen, aber mit dem letzten Fanatismus im Sinne der ihnen nunmehr zu­gehenden Richtlinien zu arbeiten. Der Aufruf schließt: Gebt Herrn Severing am 10. und 24. April die Antwort, die Ihr ihm geben könnt: Schlagt ihn und seine Partei!

»r den Preußenwahlen.

Berlin, 18. März. (VDZ.) Der Preußische Landtag ist heute zu seiner letzten Plenarsitzung vor den Neuwahlen zusammcnaetrctcn. Hauptsächlich wird hierin die politische Aussprache zur ersten Lesung des Haushaltsplanes für 1932 zu Ende ge­führt.

Aba. Stendel (DVP.) bedauert, daß eine völ­lige Einigkeit für Hindenburg nicht zu erzielen war, obwohl auch dem Auslande gegenüber die Gelegen­heit nie günstiger sein konnte als gerade bei der Reichspräsidentenwahl, die Einmütigkeit des deutschen Volkes zu betonen Die Haltung der Deutschnationalen in der Wahleinstellung gegen Hindenburg ist bedauerlich gewesen. Die Schlüssel­stellung, tue die Deutschnationalen hätten beziehen wollen, sei ihnen nun doch entgangen. Ein Kampf um Preußen mit einer so kurzen Wahlvorbercituna ist eine Herausforderung der Opposition. Roch scklimmer ist. daß man versucht, durch ein An­einanders ch jeden der Reichspräsiden­ten« und Landtagswahlen, beide Wahlen in ihrer Struktur zu verwischen. Die Opposition sei iit immer steigendem Maße und mit immer neuen Methoden von der Mitarbeit ausgeschaltet worden. Die Personalpolitik der preußischen Regie­rung sei eine reine P a r t e i p o l i t i k. Wenn jetzt ein großer Teil des deutschen Volkes dem na- tionalsozialistischen Radikalismus verfallen sei, so habe gewiß die Wirtschaftskrise auch dazu beigetra­gen: ein gerüttelt Maß von Schuld aber trage die Politik der preußischen Re­gierung. Was jetzt in der Presse über den beab- stchtigten nationalsozialistischen Aufmarsch mitgeteilt werde, sei gewiß aussehenerregend, aber man habe schon zu oft erlebt, daß solche Nachrichten sich [pa­ter a l s erheblich übertrieben heraus­gestellt Kälten. Sollten sie in diesem Falle jedoch den Tatsachen entsprechen, so sei auch die DVP. für die Anwendung der allerschärfsten Mittel. Bei den kommenden Neuwahlen zum Preußischen Landtage werde der Kampf der DVP. der Beseitigung des Partei st aates gelten.

Abg. B i e st e r (D.-Hann.) erwartet von der Reichspräsidentenstichwahl einen sicheren Sieg der Kandidatur Hindenburgs. Hitler sei nur ein Imi­tator Mussolinis. Wenn sich der Abgeordnete K u b e (Natsoz.) gestern als ungekrönter König vorstellte, so werde er das auch weiterhin bleiben, wobei die Betonung auf das Wort ungekrönt zu legen sei. Wenn die Deutschnationalen und die Nationalsozia­listen mit den Argumenten kämpften, daß sie gegen die Tribute und die einseitige Abrüstung seien, so

seien das Dinge, über die sich das ganze deutsche Volk einig sei.

Abg. Falk (Stp.) erklärt, wenn es gelungen sei, aus dem Chaos nach dem Kriege herauszukommen und den Weg des Aufbaues zu beschreiten, dann sollte man nicht diejenigen schmähen, die darin mit- gearbeitet hätten. Die Auffassung des Ministerpräsi­denten, daß die individualistische Wirtschaft versagt habe und nur die Gemeinwirtschaft zum gewünschten Zieü führe, teilt der Redner nicht. Wenn die Wirt­schaft versagt habe, so liege das nicht am System: den gegenwärtigen Notzeiten sei kein Wirtschafts­system gewachsen.

Abg. Schmelzer (Zentr.) erklärt: Wenn die Landwirtschaft in Preußen im Gegensatz zu anderen Ländern keine Hauszinssteuer zu zahlen brauche, fo fei bas nicht auf die Deutsch­nationalen, sondern auf die Regierungsparteien HU rückzuführen. Der arme preußische Staat der Rachkriegszeit habe ungefähr das achtfache dessen für die Landwirtschaft aus­gegeben, was ihr vor dem Krieg zuge- wendet wurde.

Abg. D a e ck e r - Berlin (Lv.) nennt die Aeuße- rungen des Ministerpräsidenten über den Ausfall der Reichspräsidentenwahl in Ostpreußen töricht. Trotz schärfster grundsätzlicher Opposition gegen die preußische Staatsregierung empfinde das Landvolk doch immer die Pflicht zu verantwor­tungsvoller Mitarbeit. Bei den Preußenwahlen werde das Landvolk sich dafür einsehen, daß Preußen wieder ein christliches, deutsches und auf Hen bodenständigen Kräften des Landes ruhendes, mit einem Wort: ein gut preußisches Regiment bekomme. (Beifall beim Landvolk.)

Damit ist die erste Lesung des Haushaltsplanes für 1932 beendet und damit im gegenwärti­gen Landtag die Haushaltsberatung überhaupt. Auf der Tagesordnung steht dann die zweite Be­ratung eines von der Wirtschaftspartei einge- brachten Gesetzentwurfs auf Hinauf setzung des WahlalterS in Preußen von 20 auf 25 3 ahre.

Bei der Abstimmung werden nur 105 Karten abgegeben. Das Haus ist also beschlußun- fähig.

Der Präsident teilt mit, daß man am Schlüsse der voraussichtlich letzten Sitzung stehe. Er be­halte sich jedoch vor, den Landtag vor Ablaus der Wahlperiode noch einmal zusammenzuberufen, falls sich dies als notwendig erweisen sollte.

Aus aller Welt.

Lin Silberfchah Im Main.

In Aschaffenburg wurde der Kriminalpoli­zei ein großes Etui überbracht, das ein Aschaffen, burger Fischer kurz vorher aus dem Main geborgen hatte. Das Etui enthielt ein wertvolles sil­bernes Kaffeeservice, bestehend aus Kaffee­kanne, Milchkanne, Zuckerdose und zwölf Löffeln. Auf zweien der großen Stücke befindet sich eine Krone, während die Löffel mit dem Buchstaben M und einer darübergesetzten Krone versehen sind. Die einzelnen Stücke stellen sehr feine Arbeiten dar: die Löffel sind mit Elfenbeingriffen verziert. Nach An- sicht eines Sachverständigen handelt es sich vermut­lich um ein Kunsterzeugnis aus ! ändi - scheu Ursprungs. Nach der Beschaffenheit des Etuis zu urteilen muß es erst wenige Zeit, bevor es gefunden wurde, in den Main geworfen worden sein. Was den oder die Betreffenden zu der Hand- lungsweise veranlaßt hat, konnte bis jetzt ebenso­wenig als der Name des oder der Besitzer festgestellt werden.

Marga von Lhdorf spricht mit Professor Junkers.

Die Ostasienftiegerin Marga v. Etzdorf sprach telephonisch von Bangkok aus, also aus einer Entfernung von über 10 000 Kilometer, mit Professor Dr. Iunkcrs in Dessau, um ihm ihre glückliche Ankunft, die Begeisterung der Bevölkerung und die Bedeutung ihres Fluges für die deutsche Luftfahrt mitzuteilen. Professor Dr. Junkers erwiderte mit freundlichen Worten und betonte, daß die Verständigung der Völker untereinander heute mehr denn je nötig sei. Das Gespräch war außerordentlich gut ver­ständlich.

Königliche Kaufleute."

2m Sklark-Prozeß wurde am Freitag Obermagistratsrat Brandes als Zeuge ver­nommen, da er im September 1929 die Fäl­schungen der Sklareks aufdeckte. Der Zeuge erklärte, die hohe Schuldenlast von sechs Millionen Mark der Bezirksämter an die Stadt- batzk sei ihm außerordentlich hoch vorgekommen. Bei der Revision sei er erschüttert gewesen über die Höhe derSklarek-Kredite und habe dem Vtadtbankdirektor Schmidt gegenüber Hw er c Bedenken geäußert. Eine Llnver- schämtheit sei es gewesen, daß ihm die Stadtbank- direktoren den die Sklareks belastenden R e v i s i. vnsbericht vorenthalten hätten. Beim Bezirksamt Spandau habe er dann sestgestellt, daß die von der Stadtbank den Sklareks bevor- schuhten Rechnungen fingiert gewesen seien Ec habe sofort die Sklarek-Akten bei der Stadtbank beschlagnahmen lassen und dem Stadtbankdirektor Schmidt gesagt, es sei a l l e S g e s ä l s ch t als Fälscher kämen nur die Sklareks in Frage. Stadt­

bankdirektor Lehmann habe er erklärt, daß die Stadtbank mindestens um 850 000 Mark betrogen worden sei und daß er retten solle, was zu retten sei. Der Vorsitzende versuchte festzustellen, wann diese Aeußerung gefallen sei, weil an dem be- treffendenTage mittags auf Anweisung des Stadtbankdirektors Schmidt noch 40000 Mark an die Sklareks ausgezahlt worden sind. Brandes erklärte, daß er bereits am Vor­mittag die Stadtbankdicektoren von den Betrü­gereien der Sklareks unterrichtet habe. Es wäre schon zu dieser Zeit notwendig gewesen, ihre Kon­ten zu sperren. Die Stadtbankdirektoren hätten aber noch, nachdem die Sklareks bereits verhaftet waren, auf dem Standpunkt ge­standen,daß die Gebr. Sklarek als die großen Kunden der Stadt, die dieser einen jährlichen Ge- toinn von 800 000 Mark einbrächten, königliche Kaufleute seien und wie rohe Eier behandelt werden müßten"

Lin neuer Monstre-prozeh.

Am Samstag, am selben Tage, an dem der Prozeß Kahenellenbogen zu Ende geht, beginnt in Berlin eine ähnlich langwierige Verhandlung, deren Dauer auf einige Wochen berechnet wird Das ist der Fall Michael Alexander H raUeff Mitangeklagt ist Dr. T ü r k, der T r e u h ä n d e r der Raiffeisenbank in Berlin, die mit runb 70 'Millionen Mark fallierte und an deren Zusammenbruch die beiden Beschuldigten wesent­lichen Anteil haben sollen. Die Anklage wirft llralzeff Kreditschwindel im größten Ausmaße vor. Die Raiffeisenbank hat den von llralzefs in Anspruch genommenen Kredit von rund 7 Millionen Mark nur im Hinblick aut ein ungekündigtes R u s s e n g e s ch ä f t stehen lassen: dann hat sie Dralzeff neues Geld für bie Aufrechterhaltung seines BetriebesOrion" der schon in einem früheren Prozeß wegen des ganz unkaufmännischen Aufwandes für Bureau und AngesteNte eine Rolle gespielt hat, gegeben; endlich hat die Raiffeisenbank e i n eG e s ch ä f t s- reise des Treuhänders Dr. Türk nach Paris finanziert und ihm 7000 Dollar überantwortet um das Russengeschäft in Fluß zu bringen, ilral- zess. der nach der Revolution nach Berlin kam lernte die Direktoren der Raiffeisenbank auf Ge­sellschaften kennen. Er lebte in größtem L u x u s, hielt sich neben einer feudalen Wohnung mehrere wertvoNe Luxusautomobile usw. Die An­klage wirft ihm vor, dieses Leben auf Kosten der Raiffeisenbank geführt zu haben.

vier Menschen durch eine Granate gelötet.

2n der Ortschaft Romaliszki im Wilnaer Gebiet fanden Bauernburschen in einem alten Mttitärschuppen ein Artilleriegeschoß. Sie

Die Wett feiert Goethe.

Huldigungen an den Genius von Weimar.

Zn der Akademie der Künste.

Die preußische Akademie der Künste in Berlin veranstaltete eine Goethefeier, in der Thomas Mann über Goethe als den Repräsentanten des bürgerlichen Zeitalters sprach. Der Redner schilderte mit hinreißendem Tem­perament und einer Fülle von eigenartigen, fdjarf- ftnnigen Beobachtungen und geistvollen Betrach­tungen den 3ahrtausendmenschen Goethe als den Sproß des in der Reformation und der Renaissance wurzelnden deutschen Bürgertums, in dem das Würdig-Bürgerliche zur Heimat des Rein-Menschlichen wird. Daher der Sinn für das bürgerliche Behagen, der kategorische Imperativ des Fertigmachens, der den Dichter die Konzep­tionen seiner genialen Jugend in der Arbeit man­cher Jahrzehnte ausarbeiten läßt, und zwar so, daß aus der Studentenkomödie und der Mädchen- tragöbic des Faust die gewaltige Welt- und Menschheitsdichtung wird. Auch so manche schrof­fen Eigentümlichkeiten feines Wesens und Den­kens gehen auf diese Herkunft zurück. Schließlich mündet er aber doch in das Lleberbürgerliche, und in seinem Alterswerk, denWanderjahren", fin­den wir überraschende Ausblicke in ein Zeitalter, das das jetzt zu Ende gehende bürgerliche abzu­lösen berufen ist. Stürmischer Beifall dankte dem Redner.

Unter den Anwesenden bemerkte man den preußi­schen Minister für Wissenschaft, Kunst und Volks- bilbiing, Dr. Grimme, die Rektoren der Uni- versität und der Handelshochschule Dr. Lüders und Dr. Bonn, den Präsidenten der Akademie Max Sieber in an n, die Maler Hugo Vogel, Emil O r I i f, Käte Kollwitz, die Schriftsteller Walter Bloem, Ludwig Fulda und Heinrich Mann, ferner Professor Max von Schil­lings, Professor Dr. von Parseval und eine

große Anzahl weiterer hervorragender Persönlich» teilen. Die Rede Thomas Manns, die wahrhaft stürmischen Beifall erntete, war würdig umrahmt von Gesängen von Mitgliedern der Singakademie unter Leitung von Professor Dr. Georg Schu­mann.

In der deutschen Kolonie in Paris.

3m größten Konzertsaal von Paris sand gestern unter dem Vorsitz des deutschen Botschaf­ters Dr. v. Hösch die Gedenkfeier der deutschen Kolonie zum 100. Todestage Goethes statt. Die Veranstaltung wurde eingeleitet mit einer Rede des Botschafters, der darauf hinwies, daß auch in Frankreich das Andenken Goethes in diesem 3ahre reich gefeiert werden würde. Hervorzuheben seien besonders ein Festakt im Auditorium Maximum der Sorbonne und eine Goethe-Aus­stellung in der Rcttional-Dib.'iothek, außerdem die Aufführung Goethescher Dramen in französischen Theatern. Wir begrüßen, so fuhr der Botschafter fort, diese Anteilnahme, die Frankreich an dem Andenken unseres deutschen D.chlLcs^bezeugt. Wir erblicken darin einen Beweis für die*starken gei­stigen Bande über die Grenzen der Länder hin­weg. Goethe und sein Werk sind ein Besitztum der gesamten zivilisierten Welt, lieber die Rot der Gegenwart hinweg schlage die Erinnerung an Goethe die Drücke zu einer besseren Zukunft.

Den Festvortrag hielt Universitätsprofessov Dr. Philipp W i t k o p aus Freiburg. Er feierte Goethes Leben und Werk als das zeitlos dauernde Urbild und Vorbild reiner Menschlichkeit, an dem verworrene, verirrte Menschen und Völker sich immer zurechtfinden könnten und an dem vor allem unsere Zeit fich wieder orientieren müsse.

Die Veranstaltung wurde umrahmt durch Vor­träge aus Goethes Werken und durch Gesangs- barbictungen.

gingen damit in d i e Dorfschmiede und ver­suchten dort, den Zünder vom Geschoß lvszu- schrauben. Dabei explodierte die Granate: Zwei Personen wurde in Stücke gerissen, zwei weitere erlitten so schwere Verletzungen, daß sie nach kurzer Zeit starben.

Spidocrbot für ausländische Schauspieler in den vereinigten Staaten.

Präsident Hoover hat f oeben ein Gesetz unter­zeichnet, wonach ausländische Schauspieler auf amerikanischen Bühnen nicht mehr auftreten dür­fen. Ausnahmen dürfen lediglich bei h- nenlräf ten von internationalem R u f zugelassen werden. Durch diese Maßnahme werden die ausländischen Schauspieler den all­gemeinen Einwanderungsbestimmungen unter­worfen.

Lisenbahnunglück in Neapel.

Zwei Stadtbahn züge stießen in einem Tunnel zwischen zwei Bahnhöfen zusammen. Der Zusammenprall war außerordentlich heftig. Die Wagen wurden vollständig zertrümmert. Sechs Personen wurden getötet und 27 verletz! darunter vier schwer.

Das Grubenunglück in Böhmen.

Die Zentraldirektion der Brücher Kohlenwerke AG. veröffentlicht eine eingehende Darstellung über den Grubenbrand auf dem Kohinoor-Schacht. Daraus geht hervor, daß am Fuße des Schachtes, an welchem fich die acht vermißtenBerg- l e u t e befinden müssen, sich eine Explosion von Grubengasen ereignet hatte. Dadurch war jede Möglichkeit genommen, die acht Bergleute lebend zu retten, weshalb weitere Rettungsversuche aufgegeben wurden. Die Ab­dämmungsarbeiten, die in fieberhafter Tätigkeit fortgesetzt werden, haben den Zweck, die Ar - b e i t s st e l l e für 1200 Menschen zu erhalten. Der Brand hat jedoch weiter um fich gegriffen und dürste erst heute nacht vollständig abgedämmt sein.

verwegener Raubüberfall

auf eine amerikanische Bank.

3n Clinton (Staat 3owa) wurde auf die City-Rationalbank ein verwegener Raubüberfall verübt. Kurz vor Beginn der Dureauzeit erschie­nen in den Räumen der Bank fünf Personen, die ihre Köpfe in Weiße, mit Augenschlihen ver­sehene Ueberzüge gehüllt hatten. Sie über­wältigten den Pförtner und als die 25 Angestell­ten der Dank zur Arbeit erschienen, wurden sie gebunden und geknebelt. Zigaretten rau­chend, warteten die Eindringlinge alsdann b i s zur Ankunft der drei Kassierer, die gezwungen wurden, die Geldschränke und Schließ­fächer zu öffnen. Die Danditen trugen dann in aller Gemütsruhe Geld und Wertsachen, insgesamt 106 000 Dollar, zusammen, steckten ihre Deute in einen Behälter und flohen hierauf in einem vor der Dank stehenden Kraftwagen. 5>ic Kassierer schlugen sofort Lärm und mehrere Hilfspolizisten nahmen die Verfolgung auf. Als die Bankräuber merkten, daß man ihnen dicht aus den Fersen war, warfen sie den größten Teil ihrer Deute und. schließlich auch die Waffen fort. Es gelang, vier der Räuber zu fassen, während der fünfte noch flüchtig ist.

Lin kraf,wagen ins 2Heer gestürzt. Drei Personen ertrunken.

Sn Cannes an der französischen Riviera stürmte ein ehemaliger Bürgermeister mit Frau und Tvchter mit seinem Kraftwagen von einer am Meer vorbeiführenden Hauptstraße in die Tiefe Die drei Insassen ertranken.

Die Senkung der Aeubaumieten.

Wünsche des Reichstagsauös ussrs

B e r! i n 18. März. (VDZ.) Der W o h n u n g g. a u s s ch u ß d e s R e i ch s 1 a g s beschäftigte sich am Freitag zunächst nut einem sozialdemokratischen An­trag. der die durch die Vierte Notverordnung vor­genommenen Einschränkungen des Mie- terschutzes wieder rückgängig macken wollte. Die Mehrheit des Ausschusses l e^) n t e d e n 5 n.^ag jedoch ab, weil sie Aenderungen an SmÄÄ 3CU aUÖ P0,itifdjen Bünden

Verschiedene Parteien hatten Maßnahmen zur Senkung der R e u b a u m i e t e n u n d der Z.ns asten für E i g e n h e i m b e w o b-

T Unterausschuß hatte diese Anträge m einer Entschließung zusammengefaßt, die der Woh- nungsaussckuß heute einstimmig annahm. Die Ent- schließung schlagt der Regierung zur Senkung der Reubaumieten folgende Maßnahmen vor, <aen»

kung ober Erlaß der Tilgung und Verzinsung der Hauszinssteuerhypotheken unter Berücksich­tigung der besonderen Verhältnisse des Orts und des Einzelfalles, steuerliche Erleichterungen, möglichste Herabsetzung oder Aussetzung der Tilgung für erst stellige Hypotheken, Verlängerung der Bürgschaft der Gemeinden für sog. Ib°Hypotheken, soziale Fürsorge auch für er­werbslose Neubaumieter. *

Vereinfachung bei der Reichswehr.

Berlin, 19. März. (ERB.) Berliner Blätter veröffentlichen einen Befehl des Chefs dev Heeresleitung, General Fce'Herrn von H a m m e r st e i n, über die d rch cfufjrte Heeces- vereinfachung. Der Chef oee Heeresleitung ver­weist auf die beiden bedeutsamsten Punkte:

1- Die Personalab striche b e i Stäben, dienen mittel- und unmittelbar dem Heben der Frontstärken. Anträge auf Verstärken der (Stube usw. sind unnütz: Verstärken durch Konlmand.e- rungen über den von mir genehmigten Rahmen hinaus ist verboten.

2. Die Maßnahmen, die die Schreiberei im Heere verringern sollen, schließen den höheren Zweck in sich, die Verantwortung der einzelnen Personen zu schärfen und die Persönlich­keitswerte zu heben. Bei dem hohen Maß von selbstloser Hingabe an unsere Arbeit ist CB i r - trauen von oben nach unten und um­gekehrt sowie zwischen Truppe und Verwaltung voll berechtigt. Dieses Vertrauen betrachte ich alsdenEckpfeiler jeder Vereinfachung.

Oie Wetterlage.

Wort

1

iwitn

O

Oslo

IX

5TÜT

W

. , \, JJäQh----

i5

-8

>3 '©Bert. y? i r rankt

-----Tours T \

----------- -Roch.

.tin rteyeii

.....

Tynem. \

/ /-Orf-7 fc1

V- StydisQord / Kist-/ (

bW__/ z

h

Sdlly

O wolkenlos 0 neuer. »nalb Bedeckt» wolkig. Bedeckt Rege^ * Sehnet o Graupeln BMtDel "KGr^imr.® Windstille «O-.sehr leichter ost jj nassiger Südsüdwest q stürmische- -tordwesl die Piene fliegen mn oem windt Oie Beiden Stationen stehenden Zah­len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mlt.Qlclcbct* «uf Meeresniveau umoerechneten Luftdruck

Xi» Lite rvu ru iiö agc.

Weiterer Luftdruckanstieg von Westen her hat auch auf dem Festlande Platz gegriffen. Dabei hat sich ein Hochdruckkern über Süddeutschland ent­wickelt, der andere lagert über Westfrankreich und bem Kanal. Der hohe Druck bestimmt zunächst die Wetterlage, so daß Ein- und Ausstrahlung in Erscheinung treten, wodurch immer noch nächt­liche Fröste auftreten, aber tagsüber fortschrei­tender Temperaturanstieg einfetjt.

Aussichten für Sonntag: Nachtfrost, tagsüber zunehmende Erwärmung, nur leicht wolkig, sonst meist aufheiternd, trocken.

Aus sicht en für Montag: 3m ganzen wettere Milderung, tagsüber aber noch Tempe­raturen in Gefrierpunktnähe. Anfänglich dunstig mit Aufheiterung, dann zunehmende Bewölkung.

Lufttemperaturen am 18. März: mittags 5,2 Grad Celsius, abends2,1 Grad: am 19. Marz: morgens 2,4 Grad. Maximum 5,4 Grad, Minimum 6,4 Treck. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Tlay: abenbs 2,3 Grad: am 19. März: morgens 0,4 Grad Celsius. Sonnenjchetndauex 1K Stunde»