tote Großbritannien. Insgesamt werden etwa 25 neue Unterseeboote innerhalb eines Iahres zu dieser Llnterseebootflotte hinzukommen. Seit einigen Iahren steht Italien, so heißt es in dem Artikel des „DailyTelegraph" weiter, im Wettbau von Unterseebooten an zweiter Stelle.
Kein Konflikt zwischen Papen und Luther
Berlin, 18.August. (CNB. Funkspruch.) Zu den Gerüchten über Zwistigkeiten zwischen dem Reichskanzler und dem R e i ch s b a n k - Präsidenten in der Frage der Finanzierung der Arbeitsbeschaffung erfahren wir, daß in den Besprechungen zwischen den beiden Herren von gestern sich die gegenseitigen Standpunkte genähert haben. Bon einem Konflikt kann nicht die Rede sein.
Besprechungen mit Graf Hettdorf.
Berlin, 18. Aug. (LU.) Zu der Fühlungnahme zwischen Zentrum und National- s o z i a l i st e n verlautet nach der „DAZ." in politischen Kreisen, daß vor einigen Tagen eine Aussprache zwischen dem preußischen Zentrumsabgeordneten Dr. Graß und dem SA.-Führer Graf H e l l d o r f stattgefunden habe.
Polizeiwaffen
für Linksorganisationen.
Ausgabe mit Genehmigung des früheren berliner Polizeipräsidenten.
München, 18. Aug. (1BIB. Funkspruch.) Die dem „völkischen Leobacher" gemeldet wird, soll der z. Zt. in Urlaub befindliche Regierungsdirektor Goehrke aus dem Berliner Polizeipräsidium im März dieses Jahres folgende Waffen ausgegeben haben:
An den Deutschen Metallarbeiteroerband Berlin 70 Pistolen und 3 500 Schuh Munition, an die Konsumgenossenschaft Bet- l i n und Umgebung 90 Pistolen und 5000 Schuh Munition, an die Verlagsgesellschaft des A D G B. Berlin 40 Pistolen und 1000 Schuh Munition, schließlich an das Reichsbanner Berlin 40 Pistolen und 2000 Schuh Munition. Die Aus- folgung der Waffen soll mit Genehmigung des damaligen Polizeipräsidenten Grzesinski erfolgt sein. Auherdem hätte, so behauptet das Blatt, Regierungsdirektor Goehrke den Nachtdienst habenden Beamten befohlen, daß Angehörige der NSDAP, in jedem Fall in das Polizeipräsidium einzuliefern feien, wenn sie verhaftet würden, dah ihre Entlassung nicht zu schnell zu erfolgen habe, während er sich über die eingelieferten Reichsbannerleule die Entscheidung selb st vorbehalten habe.
Der Polizeipräsident in Berlin teilt hierzu folgendes mit: „W affenerwerb- scheine und waffenlagergenehmigun- gen, die von der früheren Leitung des Polizeipräsidiums — übrigens ohne Beteiligung des Regie- rungsdireklors Goehrke — an die genannten verbände erteilt worden sind, sind bereits vor einiger Zeit wieder zurückgenommen worden. Die Waffen find eingezogen worden."
Oer Verfaffungsstreii Preußen—Reich.
Berlin, 17. August. (TU.) Ueber den Inhalt der Erwiderung der preußischen Staats- minimer auf die Klagebeantwortung der Reichsregierung in dem Rechtsstreit über die Einsetzuna eines Reichskommissars in Preußen erfahren wir folgendes: Die Erwiderung schildere zunächst eingehend die Vorgänge am 20. Juli und an den folgenden Tagen. Es würden im einzelnen die Vorwürfe der Pflichtverletzung widerlegt, welche die Reichsregierung gegen Preußen erhoben habe. Darüber hinaus werde festgestellt, daß sämtliche Vorwürfe erst nach Erlaß der Verordnung des Reichspräsidenten den Ministern mitgeteilt und daß einige sogar erst am 5. August nachträglich zur Begründung der Verordnung herangezogen worden seien. Der Vorwurf der Reichsregierung, daß das preußische Ministerium de- Innern nicht mit der genügenden Energie gegen die Kommunisten vorgegangen sei, werde an der Hand eingehenden Tatsachenmaterials widerlegt. Außerdem, so werde erklärt, sei das Vorgehen des Reiches schon formal zu beanstan- den, denn Voraussetzung einer jeden Exekution auf Grund des Artikels 48, Absatz 1, sei — wie das auch 1923 gegenüber dem Lande Sachsen der Fall gewesen sei — eine vorhergehende Mitteilung an die Landesregterung, in welchen Vorkommnissen eine Pflichtverletzung gefunden werde. Erst wenn die Landesregierung trotzdem keine Abhilfe schaffe, sei die Reichsexekulion zulässig. Die Reichsregierung habe jedoch der preußi- schen Staatsregierung vor der Absetzung des Mi- nisterpräsidenten Braun und des Staatsministers Severing keinerlei Mitteilung über Pflichtverletzungen des Landes Preußen zukommen lassen, oder sie um Abhilfe ersucht. Der Erklärung liege ein umfangreiches Anlageheft bei. Aus einer Niederschrift über das Gespräch des Staatssekretärs Dr. Abegg mit zwei kommunistischen Abgeordneten ergebe sich, daß Dr. Abegg von diesen mit Nachdruck die Einstellung aller Terroraktionen der Kommunisten gefordert habe, daß er also keineswegs, wie der Herr Reichskanzler in seiner Rundfunkrede vom 20. Juli behauptet habe, „seine Hhpd dazu geboten hat, Führern der Kommunistischen Partei die Verschleierung illegaler Terrorabsichten zu ermöglichen .
Zugleich mit den früheren preußischen Staats- Ministern hatten auch die sozialdemokratische Fraktion und die Z e n t r u m s f r a k t i o n des preußischen Landtags wegen der Einsetzung des Reichskommissars beim Staatsgerichtshof Klage gegen das Reich erhoben. Die Reichsregierung hätte in ihrer Erwiderungsschrift bargetan, daß diese Fraktionen nicht legitimiert seien, sich der Klage der bisherigen Staatsminister anzuschließen. Auf die Streitschrift des Reiches haben jetzt die Fraktionen ihre Antwort dem Staatsgerichtshof überreicht. Die Antwort schließt sich zunächst den Ausführungen des preußischen Staatsministeriums an. Zur Frage der A k t i d • ß e g i t i m a t i o n der Fraktionen bemerken die Fraktionen u. a., daß in dem vorliegenden Streit zwischen dem Reich und einem Lande im Sinne des Artikels 19 der Reichsverfaf- fung neben der Staatsregierung auch der Land- t a g als zuständiges Organ zur Vertretung des Landes legitimiert sei. Gehe man davon aus, daß der Landtag und damit die Fraktionen als Teil
I piccards Stratosphärenflug.
Oer Ballon über Graubünden.
Zürich, 18. August. (WTB. Funkspruch.) Nach einer Meldung eines der den Ballon verfolgenden Kraftwagen befand sich Piccards Ballon um 8.30 Uhr über Sargans (Kanton Graubünden) in einer Höhe von etwa 14—16000 m. Er bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 km in südlicher Richtung.
Zunksprüche vom Ballon piccard.
Bern, 18. Aug. (WTB. Funkspruch.) Aus der Gondel Piccards wurde um 9.40 Uhr folgende Funkmeldung abgesandt: „Fliegen gegen Meran, sind auf halber D i st a n z".
Ein weiterer Funkspruch aus der Gondel lautet: „Hier alles gut. Messungen gut. Höhe 14000 bis
15000 Meter." Um 9.08 Uhr wurde der Ballon von St. Anton am Arlberg über dem Hohen Riffler gesichtet.
16 500 Meier. — Sehr kalt.
Bern, 18. August. (WTB. Funkspruch.) Um 11.31 Uhr sandte Professor Piccard folgenden Funkspruch: „Haben Engadin und Samaden überflogen, Höhe 16 500 Meter. Hier alles in Ordnung, aber sehr k a 11."
Weiter meldet Professor Piccard: Werden bald niedergehen, um Adriatisches Meer zu vermeiden, Gardasee in Sicht."
Wie aus S u l d e n berichtet wird, ist seit 11.15 Uhr der Ballon vom Drtler aus zu sehen. Er steht in sehr großer Höhe ziemlich unbeweg- l i ch.
Die Bergung -er „Niobe".
Die Hebeschiffe über der Liegestelle des „Niobe"-Wracks in der Kieler Förde.
Wie von der Marineleitung mitfleteilt wird, sind die Bergungsarbeiten an der „Niobe" soweit ae- diehen, daß der Bug und ein Teil des Vorderschiffes an der Wasseroberfläche erschienen.
Anregungen zu Sammlungen für einen Ersah der „Niobe".
Aus allen Teilen des Reichs erfolgen Anregungen zur Einleitung von Sammlungen für den
Ersatz des gesunkenen Segelschulschiffes „N i o b e\ Der Flottenbund deutscher Frauen und der Deutsche Flottenoerein bitten uns, hierzu mitzuteilen, daß sie sich mit einem entsprechenden Aufruf an die deutsche Oeffentlichkeit wenden werden, sobald die dazu notwendige behördliche Erlaubnis vorliegt und sobald nach Hebung des Schiffes die Frage klargestellt ist, daß eine Ersatzbeschaffung notwendig wird.
des Landtags zur Mitwirkung an der staatlichen Willensbildung berufen feien, so werde man die Sach-Legitimation der Fraktionen auch im vorliegenden Falle anerkennen müssen. Da die Reichsregierung durch die Ernennung von Kommissaren versuchte, in Preußen die Staatsgewalt durch Reichsorgane auszuüben, bestehe Streit darüber, wer in einem Lande befugt fei, die Staatsgewalt auszuüben. Das fei ein innerstaatlicher Verfassungsstreit, in dem die Fraktionen nach der Reichsoersassung Klage erheben könnten. Durch das Vorgehen des Reiches fei auch das Recht der preußischen Volksvertretung beeinträchtigt worden, im Wege der parlamentarisch-demokratischen Regie- rungssorm an der Regierungsbildung beteiligt zu werden.
Oer Ohlauer Prozeß.
Brieg, 17. Aug. (CNB. Eigene Meldung.) In der heutigen Verhandlung des Ohlauer Prozesses erklärte einer der Hauptzeugen, der Apotheker W e 11 f e, er habe den Eindruck gehabt, daß manche der Ueberfallenen bis zur Unkenntlichkeit zugerichtet worden seien. Von einem anderen Augenzeugen will er gehört haben, dah der Führer des angreifenden Trupps, der Ortsgruppenführer des Ohlauer Reichsbanners, der Angeklagte Blech gewesen sei.
Dann folgte die Vernehmung der ersten E n t • lastungszeugen, ausschließlich einige Verwandte der Angeklagten, die über den Aufenthalt der Angeklagten am Sonntagabend Bekundungen machen sollen. Dabei wurde lediglich der Angeklagte L i s s e durch einen Zeugen entlastet. Dieser sagte aus, daß der von mehreren Personen gesehene Lisse ein Verwandter des Angeklagten sei und diesem sehr ähnlich sehe. Kurz vor der Mittagspause wurden noch einige Reichsbannerleute als Zeugen vernommen, deren Aussagen ebenfalls zur Entlastung der Angeklagten dienen sollen. Da das Gericht aber Bedenken gegen ihre Aussagen hat und sie ferner im Verdacht der Mittäterschaft stehen, werden sie unvereidigt gelassen.
Kurz vor Schluß der heutigen Verhandlung brach eine der angeklagten Frauen infolge Ueberanftrem gung zusammen. Die Beweisaufnahme am Nachmittag bemühte sich, die Rolle des angeklagten sozialdemokratischen Stadtrates Ma n ch e zu klären. In der Voruntersuchung war festgestellt worden, daß Stadtrat Manche sich in einem Haufen von etwa 20 anderen Personen befunden hatte. Die vor Gericht gehörten Zeugen sagten Im Gegensatz hierzu aus, daß Manche allein an der Stelle angekommen wäre, und dort auf SA.-Leute geschossen hätte. Das Gericht vertagte sich dann auf Donnerstag früh.
Sondergerichis-Llrteile.
Breslau, 17. Aug. (WTB.) Dor dem Breslauer Sonder gericht hatten sich ach tKommunisten wegen schweren Landfriedensbruches, Versuch er Ge angenm'e rei- ung, schweren Aufruhrs und Körperverletzung zu verantworten. Biese Straftaten haben sich am 22. Oktober v. I. ereignet; damals wurde ein Trupp Nationalsozialisten von Kommunisten Überfällen, ein Nationalsozialist und zwei Polizeibeamte wurden verletzt. Zwei Kommunisten wurden zu je eineinviertel Iahren Gefängnis verurteilt, einer zu neun, drei zu je sechs Monaten Gefängnis.
Ratibor, 17. Aug. (WTB.) Das hiesige Sondergericht verurteilte in seiner ersten Sitzung den parteilosen Schneidergesellen P z y z y l la aus
Natibor zu einem Iahr Gefängnis, da er von einer Landjägerstreife im Besitz einer Mauserpistole mit sechs Schuh angetroffen wurde.
Aus aller Welt.
Oas Große Los gezogen.
Berlin, 18. Aug. (WTB. Funkspruch.) In der heutigen Vormittagsziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie wurde das große Los im Betrage von 500 000 Mark auf die Nummer 2 4 0518 gezogen. Der Gewinn ist in beiden Abteilungen nach Niel e r f ch l e s i e n gefallen.
Neubau einer deutschen Schule in Finnland.
In Anwesenheit des deutschen Gesandten Dr. B ü- sing sowie von Vertretern der finnländischen Schulbehörden wurde in Helsingfors die Grundsteinlegung für den Neubau der deutschen Schule vorgenommen. An der Feierlichkeit nahmen auch zahlreiche Mitglieder der in Finnland ansässigen deutschen Kolonie teil.
Line köpenickiade vor Gericht.
Vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte fand die Verhandlung gegen den Gerichtsvollzieher Brehm, den Hausverwalter Sternberg und den ehemaligen Justizwachtmeister S a g e r t statt, die sich im Jahre 1928 ein tolles Stück geleistet haben. Der Hauswirt des Hauses, in dem Sternberg und Brehm wohnten, ein Architekt Schm oll er, hatte den sehnlichen Wunsch, gerichtlicher Sachverständiger zu werden und hatte sich an Sternberg gewandt mit der Bitte, ihm durcy seine Beziehungen bei der Erreichung dieses Zieles behilflich zu sein. Sternberg setzt sich mit dem Gerichtsvollzieher Brehm in Verbindung. Brehm veranlaßte den ihm bekannten ehemaligen Justizwachtmeister Sagert gegen Zahlung von 100 Mark ihm die notwendigen Urkunden zur Bestallung gerichtlicher Sachverständigen zu beschaffen, was Sagert auch prompt erledigte. Schmoller bekam eine schöne Bestallungsurkunde zusammen mit einem Begleitschreiben des Kammergerichts, das die Unterschrift des Kammergerichtspräsidenten T i g g e s trug. Dies genügte Schmoller jedoch nicht; er wollte persönlich vor Gericht vereidigt werden. Auch dieser Wunsch wurde ihm erfüllt. Er erhielt eine gefälschte Vorladung zur Vornahme des Eides, und als er im Kammergericht erschien, war in einem leer- stehenden Sitzungssaal bereits alles bestens vorbereitet. Brehm nahm, mit einem falschen Bart ausgestattet, als „Richter" die Vereidigung Schmollers zum gerichtlichen Sachverständigen vor. Nach einiger Zeit fiel Schmoller jedoch ein, daß die Bestallungsurkunde keine Angabe darüber enthielt, wofür er eigentlich Sachverständiger war, und dadurch kam die Sache heraus. Das Gericht verurteilte den Gerichtsvollzieher Brehm zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis und den Angeklagten Sagert zu acht Monaten Gefängnis, während Sternberg wegen Mangels an Beweisen freigesprochen wurde.
hohe Zuchthausstrafen für Straßenraub.
Das Schwurgericht Essen verurteilte den 25jähri- gen Schäfer zu a ch t Jahren einem M o - nat Zuchthau s und den Händler B e l w i d zu sieben Jahren Zuchthaus. Der Kaufmann Nupieter wurde zu vier Jahren einem Monat Gefängnis, der 17jährige Bruder des Belwid zu zwei Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt. Die vier Verbrecher hatten vor kurzem einen Kassenboten der Commerz- und Privatbank am Hellen Tage auf der belebtesten Straße Bottrops
Indien erhält eine neue Verfassung.
Lord W. illingdon, der englische Vizekönia von Indien. Nachdem die zweite Round-Table-Konferenz ergebnislos geblieben war, hat die englische Regierung jetzt Indien eine Verfassung gegeben. Danach erhalten die verschiedenen Religionsbekenntnisse entsprechend ihrer Stärke Sitze in den Prooinzialparla- menten zugewiesen. 37 Sitze sind für weibliche Abgeordnete reserviert.
überfallen, scharf beschossen und ihm eine Geldtasche mit 9700 Mark geraubt.
Tödlicher Unfall in einer SA.-Schule.
In der SA.-Schule in Kreiensen (Braunschweig) ereignete sich ein Unglücksfall, der dem 21- jährigen SA.-Mann Fritz Lampe aus Hannover das Leben kostete. Die Landjägerei berichtet, daß Lampe, der im Pförtnerhaus der SA.-Schule tätig war, mit einer Pistole hantiert habe, die ihm von dem 40jährigen Küchenchef Kasel abgenommen wurde, weil dieser mit der Waffe Versuche machen wollte. Plötzlich sei ein Schuß losgegangen und habe Lampe in die linke Seite getroffen. Der Verletzte wurde in die Göttinger Klinik eingeliefert, wo er trotz einer sofort oorgenommenen Operation oerftarb. Kasel wurde dem Amtsgericht vorge- führt, nach seiner Vernehmung aber wieder auf freien Fuß gesetzt.
Zwei Bergleute tödlich verunglückt.
Auf der Essener Schachtanlage „Emil" geriet ein Arbeiter beim Bedienen der Förderung zwischen Schacht und Förderkorb. Bei dem Versuch, dem Verunglückten Hilfe zu leisten, stürzte ein Maschinen- fteiger in den Schacht. Beide Verunglückte sind ihren Verletzungen erlegen.
Verhaftung eines Schwindlers.
In Berlin wurde auf Veranlassung einiger Kriegsinvaliden der frühere Landmesser Max Dreyer fe st genommen. Dreher hatte sich in den letzten Iahren als „Arzt" betätigt und sich mit dem Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter in Frankfurt a. M. in Verbindung gesetzt. Er erreichte es, daß man ihn dort als Syndikus anstellte. Ohne ärztliche Kenntnisse hat er bei Kriegsinvaliden Untersuchungen vor- genommen, Rezepte und Gutachten ausgestellt und ist auch mehrfach beim Gericht als Zeuge ausgetreten. Verschiedentlich hat er Invaliden Geldbeträge für die Untersuchungen abgenommen, obwohl sie unentgeltlich hätten erfolgen müssen. Auf eine Anfrage von Invaliden an den Zentralverband kam der Schwindel heraus.
Spanische kampsstiere ausgebrochen. — Zwei Tote, fünf Schwerverletzte.
Ein schweres Gewitter, begleitet von Hagel- jchlag, entlud sich nach einer Meldung aus Madrid in den letzten Tagen über verschiedene spanische Provinzen. Bei Villa Rosa wurde die Umzäunung eines Weideplatzes, auf dem sich sechs für den nächsten Stierkampf bestimmte Stiere befanden, vom Sturm umgerissen, so daß die Tiere entweichen konnten. Die wütenden Stiere rasten in die Stadt und töteten auf ihrem Wege zwei Einwohner, während fünf andere, die sich ebenfalls nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, schwere Verletzungen erlitten.
Absturz eines französischen Marineflugzeugs. — vier lote.
Bei einem Nachtflug stürzte ein französisches Marineflugzeug mit vier Mann Besatzung unweit von Bicerta ab. Der Apparat ging in Flammen auf. Die Besatzung ist umgekommen.
Verkehrsunglück in Frankreich. — 15 verletzte.
Ein zwischen Lyon und Noanne verkehrender Autobus fuhr infolge Reifenbruches in voller Geschwindigkeit gegen einen Baum. Ter Wagen wurde regelrecht gespalten. Don den 20 Insassen sind 15 mehr oder weniger schwer verletzt worden.
verheerendes Unwetter in Französisch-Destafrlka
Die Gegend von Bamako in Französisch-Westafrika wurde in den letzten Tagen von schweren Wolkenbrüchen heimgesucht, die großen Schaden anrichteten. Eine Eisenbahnstrecke wurde ausgerissen, was die Entgleisung eines Zuges zur Folge hatte. Die Zahl der Opfer soll beträchtlich sein. Sechs Eingeborene wurden von einem Wirbelsturm erfaßt und kamen ums Leben. Hunderte von Cin- geborenenhäusern sind vernichtet worden; die Wege sind teilweise unbefahrbar.
Grohfeuer in einer ungarischen Gemeinde.
In der ungarischen Gemeinde Ducsus-Szent- Lahlo entstand ein Großfeuer dns binnen wenigen Minuten sechs Wohnhäuser und 2 0 Wirtschastsgebäude einäscherte. Eine 52jähr. Frau konnte sich aus einem in Flammen stehenden Hause nicht mehr retten. Sie wurde später in einer Mehlkiste, wohin sie sich geflüchtet hatte, ausgefunden, starb aber kurz daraus. Bei den Löscharbeiten, an denen sich die Wehren von zwölf Dörfern und auch der Stadt Zala-Eger- ßeg beteiligten, wurden zwei Männer schwer verletzt. Der Sachschaden ist bedeutend.
Spinale Kinderlähmung in Ungarn.
3n Szegedin sind 22 Kinder unter spinalen Lähmungserscheinungen schwer erkrankt. Die furchtbare Seuche hat bereits drei Todesopfer gefordert. Die Aerzte versuchen jetzt eine neue Jmpfmethode, indem sie das Blut des Vaters oder der Mutter des erkrankten Kindes dem Patienten einimpfen.
Die deutschen Tanzlehrer tagen.
Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband hatte seine Mitglieder zur Tagung nach Bad Kissingen geladen. Den Austakt bildete ein Kunsttanzabend mit Szenen aus dew
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Bleibt so der Du meisten Raturbeoba Mauersegler, diesem Rahe des Menschen die emsigen Turms- jedes äinü den M Flugspiele, es fehlen Bogel bei der Insel die ganze Geschäftig des modernen Mensä W lange dauert
Relfr nach dem Sn spätesten Anlvtnmlit krähe, die Henle lei ist in deutschen fi Drossel, und der ® grasmücke, deren wohl kaum sestgest Seine Würgerarter Ende geht, und di- sammeln, wenn di, halten, hat uns Sommergäste verl Vielleicht ist es «ufbruch im allger
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