Ausgabe 
17.8.1932 Erstes Blatt
 
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Mittwoch, 17. August 1952

182. Jahrgang

192 Erstes Blatt

Zeugenvernehmung im Ohlauer Prozeß

16.

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hergabe von 200 oder 300 Millionen R2TL zu Arbeilsbeschaffungszwecken, zu der er gründ- fähllch bereit ist, die Bedingung gestellt, daß der Betrag innerhalb eines Zeitraums von längstens 15 Monaten zur Reichsbank zurückflieht.

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n und 900 bis M0 1 Igebe'^tn \n be>.iachi!n jiunft m xunb 600 bis ba bie gegenroarligi Lr- 1 beträgt.

bbörje weites lest.

Zusammenstöße in Berlin.

Berlin, 16. Aug. (XU.) 3n den Abendstun. den des Dienstag kam es an elf verschiedenen Stellen der Stadt zu Zus amm enr0 t tunge n von Kommuni st en, die gegen die Reichs- regierung und die Rotverordnungen demonstrie­ren wollten. Die Polizei zerstreute die Ansamm» hingen und nahm etwa 25 Personen fest.

Zu einem ernsteren Zwischenfall kam es im Norden Berlins in der Weihenburger- strahc wo ein Polizeibeamter von mehreren Männern überfallen wurde. Der Beamte schlug die Angreifer in die Flucht, wurde aber bei der

Slaatsautontät in Gefahr!

Die S t a a t s a u t 0 r i t ä t ist unabhängig von itn Parteien, sie steht über der Regierung. Sie klimmt den Grad, in welchem sich der Burger in<s Staates für diesen einzusehen und auszu- pfern hat- Gin Staat ohne Staatsbewußtsein nB Staatsautorität verliert die Grundlage seines

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Berfolgung von einer anderen Gruppe aus be­schossen. Cs fielen etwa 20 Schüsse. Der Beamte erwiderte das Feuer. Bei der Schießerei wurde ein Mann, dessen Personalien noch nicht feststehen, durch einen Oberschenkelschuß verletzt und muhte ins Krankenhaus geschafft werden.

3m Reiche.

Zwischen Angehörigen der KPD. und der RSDAP. kam es in Duisburg.Hamborn gegen 2 Uhr früh gestern zu einem Zusammen- stoß, bei dem es mehrere Verletzte gab. Als zwei Polizeibeamte einschreiten wollten, wur­den sie bedroht, so daß einer von ihnen ge­zwungen war. zweimal zu feuern. Sechs Per­sonen. die an der Schlägerei beteiligt waren, wurden festgenommen und ins Polizeigefängnis eingeliefert. Sie werden sich vor dem Sonder­gericht zu verantworten haben.

In Essen wurdern gestern zwei Kriminal­beamte bei der Durchsuchung einer Wohnung nach illegalen kommunistischen Schriften von den Wohnungsinhabem mit vorgehaltener Pistole überfallen. Die Waffen versagten jedoch, und es gelang den Beamten, die Angreifer zu über­wältigen und einen von ihnen festzunehmen. Dem zweiten Angreifer gelang es zu entkommen.

Aus Lauenburg wird gemeldet- Ein Ge­richtsvollzieher. der gestern früh unter dem Schuh mehrerer Polizeibeamten die Wohnung eines Kommunisten zwangsweise räumen wollte, wurde mitsamt den Polizisten von einer kommunistischen Menge angegriffen. Aus dem Hause wurde kochendes Wasser auf die Beamten gegossen. Die Beamten wurden mit Steinen und Knüppeln mißhandelt. Die Räumung tonnte durchgeführt werden.

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Arbeitsdienstpflicht geplant.

Sellin. 17. 2Iug. (£MJ Sie Tkiterarfreit ter Reichsregrerung an vordringlichen Aufgaben ter Arbeitsbeschaffung liegt gegenwärtig m Em-

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geht, wie derLokalanzeiger erfahrt, in der Richtung des Hebergangs zur Arbeits - d i e n st p f l i ch t. Das werde voraussichtlich m ter Weise geschehen, daß man bei einigen Jahr­gängen der Jugendlichen den Dezug ter Unter-

sristigkeit ist eine der Haupteigenschaften, die ein Handelswechsel nun einmal haben muh. Würde man die Laufzeit auf mehr als 15 Monate aus- dehnen (ein regulärer Handelswechsel ist eigent­lich ein Dreimonatswechsel), so würde die Reichs­bank Gefahr laufen, dah ein Teil des Kapitals, mit dem sie arbeiten muh. immobilisiert wird, weil die ausgegebenen Kredite eingefroren sind. Das Schicksal der deutschen Großbanken im 3uli 1931 würde ihr dann drohen, eine Möglichkeit die kein verantwortlicher Leiter der Reichsbank auch nur einen Augenblick außer Betracht lassen darf. Ganz sicher würde z. B. Dr. Schacht in diesem Punkte nicht weniger wachsam und zu­rückhaltend sein als Dr. Luther. Wenn man also die Reichsbank zum Träger der F 1 n a n- jierung des vorliegenden Arbeitsbeschaffungs- Programms machen will, so wird man der Forde­rung Dr. Luthers, daß eine Mobilisierung der investierten Mittel gesichert sein soll, Rechnung

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OieFinanzierungdesArbeitsbeschaffungsprogramms

Warum die Reichsbank Widerstand leistet.

Hitlers Forderungen.

Eine halbamtliche Erklärung.

Berlin, 17. Aug. (ERB. Funkfpruch.) Gegen­über den von der Rationalfozialisti- fchen Partei über die Unterhaltungen vorn Samstag gegebenen Darstellungen wird von unterrichteter Seite an den bishe­rigen Angaben entschieden festgehal ten. Es wird daraus hingewiesen, daß die Reichsregie­rung bereits eine Reihe von Einzelheiten be­kanntgegeben habe und dah auch die Auslassun­gen maßgebender Führer der RSDAP., wie Dr. Goebbels und Graf He11dorf, die Beweis­führung der Reichsregierung zu stützen geeignet seien. Im übrigen wird nochmals von unterricht teter Seite festgestellt, dah nicht, wie in einem nationalsozialistischen Artikel behauptet wird, von der Reichskanzlei eine Meldung ausgegeben wor­den sei. wonach die Entscheidung des Reichspräsidenten bereits gea len sei. ehe die Besprechung mit Hitler stattgefunden habe.

Röhm bei Schleicher

Berlin, 17. Aug. (ERB.) Reichswehr­minister v. Schleicher hat, wie der DAZ." aus politischen Kreisen berichtet wird. . na­tionalsozialistischen Stabschef Röhrn am Atan- tag empfangen.

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gekommen seien. Die Landjäger seien daraufhin mit dem Gummiknüppel in der rechten und der Pistole in der linken Hand gegen die Menge vorgegangen. In demselben Augenblick seien aus der Menge heraus 10 bis 15 Schüsse gegen die Polizei gefallen. Gemeinsam mit der Breslauer Schutzpolizei seien die Landjäger am Steindamm eingesetzt worden, wo aus mehreren Häusern her­aus auf die Nationalsozialisten geschossen wor­den sei.

Polizeihauptwachtmeister P h i l i p 0 w s k i be­kundete. der Hauptangeklagte D u r n i rf habe bei einer der Schlägereien seinen Leuten zu- gerufen: ..Reichsbannerleute. Iaht euch nicht pro­vozieren!" Schließlich habe Durnick sich auf Ver­anlassung des Zeugen bemüht, feine Leute zu­rückzuhalten. Die SS.-Leute habe er, Philipowski, einhalten wollen, sei aber nicht dazu gekommen, da diese bereits von Reichsbannerleuten mit Steinwürfen und Stöcken überfallen und nieder­geschlagen worden seien.

Oberlandjägermeister R a h m e l erklärte, er sei in eine Menge von 100 Reichsbannerleuten geraten, die ihn mit dem Ruse empfangen hätten:Straße frei für die Eiserne Front!" Diese Demonstranten seien sämtlich mit Gummiknüppel ausgerüstet ge­wesen. Als er später mit seinen Beamten den Ring gesäubert habe, seien sie mit dem RufIhr Mör­der!" empfangen worden. Rach der Meldung eines anderen Beamten hätten sich die beiden Hauptange- klagten, die Gewerkschaftssekretäre Durnick und Stulik, mit erhobenen Schlagwerkzeugen gegen die vorgehenden Landjäger gestellt. In ähnlichem Sinne sagen die anderen Landjäger aus, die an verschiedenen Stellen der Stadt eingesetzt wurden.

3m weiteren Verlauf des Prozesses wurden 40 Zeugen, unter diesen verschiedene bei dem Ausruhr

stühung von ter Bereitwilligkeit Mit Heber- nähme von Arbeitsdienst abhängig macht.

Kaufmanns Abschied.

Berlin, 17. Aug. (ERB. Funkspruch.) 3n ter täglich stattfindenden Direktoren-Kon- ferenz des Auswärtigen Amtes rich- tete heute Staatssekretär von Bülow freund­liche Worte an ten bisherigen Leiter ter Presse- abteilung ter Reichsregierung, Ministerialdirek­tor Dr. von Kaufmann, ter zum letzten Male an diesen Besprechungen teilnahm. Staatssekretär von Bülow dankte Herrn von Kaufmann für die wertvolle Hnterstützung und politische Beratung, die das Auswärtige Amt in den langen Iahten seiner Tättgkeit in ter Presse­abteilung von ihm erfahren habe. Dr. von Bülow gab auhertem seiner Freute Ausdruck, daß Herr von Kaufmann wieder in den diplo­matischen Dienst zurückkehren und an verant­wortungsvoller Stelle im Auslände Verwendung finden werde.

Annahme von »nzeiaen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re­klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 2O°,a mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämttich in Gießen.

rcschetnt täglich, außer Sonntags und Feiertags, kflogen: Die Illustrierte bußener Familienblätter ^etmal im Bild Die Scholle

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Tld 4 Beilagen RM. 1.95 )tyte Illustrierte , 1.80 s^tellgebühr.. , -.25 juch bei Nichterscheinen ioi einzelnen Nummern Tifolge höherer Gewalt.

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5Schrift für Drahtnach- ckten: Anzeiger Sieben.

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Brieg, 16. Aug. (WTB.) Im V h l a u e r A u s > ruhrprozeß vor dem Brieger Sondergericht begann heute die Zeugenvernehmung mit der Der- nehmung des Ohlauer Bürgermeisters chaun- s ch i l d. Dieser sagte aus, er habe am Sonntag- vormittag die SA. durch Ohlau nach Brieg fahren sehen und nicht bemerkt, daß es dabei irgendwie zu Provokationen gekommen wäre. Für den Sonntag- nachmittag war nach Ohlau ein Kommunisten- treffen einberufen. Don diesem habe er befürchtet, daß es abends zu Zusammenstößen kommen konnte. Don dem Reichsbannertreffen in Lasko- witz habe er nichts gewußt. Die ersten Zusammen­stöße seien ihm völlig überraschend gekommen. Mit dem Ohlauer Ortsgrüppenführer des Reichsbanners, dem Angeklagten Blech, habe er sich sofort in Verbindung gesetzt und von ihm gefordert, daß er seine Leute zurücknehmen sollte. Blech habe ent­gegnet, der Bürgermeister möchte erst dafür sorgen, daß die SA. Ohlau verlasse. Gemeinsam mit dem Vertreter des Landrates habe er die Landjägereibe­amten aus dem Kreise Ohlau alarmiert u. sich gleich­zeitig mit der Polizei in Brieg in Verbindung gesetzt, daß diese alle SA.-Transporte, soweit sie die Stadt noch nicht verlassen hätten, zurückhalten möch- ten. Das sei aber nicht mehr möglich gewesen, da die Nationalsozialisten bereits unterwegs waren.

Rechtsanwalt Dr. Braun hält dem Zeugen vor, daß in den Kreisen der Angeklagten gegen ihn, den Bürgermeister Mißtrauen insofern bestehe, als man annehme, der Bürgermeister habe die pohAei- lichen Maßnahmen absichtlick hinausgezögert. Der Zeuge Dbcrlanbjäger Schön sagte aus. er sei abends nach Ohlau gerufen worden. An der Postbrücke seien die Polizeibeamten auf etwa 150 Reichsbannerleute gestoßen, die der Auf- forterung, die Straße zu räumen, nicht nach-

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Don unserer Berliner Redaktion.

Wer ein Geschäft anfangen will, muh zunächst einmal Kapital anlegen, und eine Regierung, die die Wirtschaft ankurbeln will, muß gleichfalls ein bestimmtes Kapital aufs Spiel sehen. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Arbeitsbeschaffung so zu gestalten, dah das aus- gewandte Kapital nicht nur sicher angelegt ist, sondern auch in nicht allzu langer Zeit wieder

GietzeimAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vrvtk und Verlag: vrühl'lche llmverstlüls-vuch. und rieindruckerel K Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7.

grundsätzlich zugesagt. Da aber die Kredite nur im Wege einer Rediskontierung aufge- bracht werden können, muß dafür gesorgt wer­ten, dah die Gelder innerhalb eines Zeitraums von 15 Monaten wieder disponibel sind. Der Widerstand der Reichsbank richtet sich ausschließlich gegen längere Prolonga­tionen. Es wird bei ten Verhandlungen, die zwischen Reichsbank und Reichsregierung gepflo­gen werten, ein Weg gefunden werten müssen, auf dem die Bedingungen ter Reichsbank er­füllt werten können.

In Aussicht genommen sind neben dem ur­sprünglichen Arbeitsbeschaffungsprogramm, das bekanntlich landwirtschaftliche Melio- r a t i o n e n , Wege- und Straßenbauten, sowie Fluhregulierungen und Kanalbauten umfaht, in ter Hauptsache Reichsbahnaufträge an die Industrie zur Erneuerung des Eifen­bahnoberbaus, Arbeiten zur Förderung der Kleinsiedlung, die Ermöglichung umfang­reicher Hausinstandsehungsarbeiten usw. Da es sich hier vorwiegend rm Leistungen hantelt,

deren Ruhen in nicht allzu langer Zeit reali­sierbar ist und durch die auch privatwirtschast- liche Mehrerträge erzielt werden,

so wird es nicht unmöglich sein, sie zunächst durch kurzfristige Gelder zu finanzieren, an deren Stelle dann später langfristig fundierte Kredite ter Privatwirtschaft oder öffentlicher Stellen treten können.

Führende Sozialdemokraten haben in den letz­te Wochen den Gedanken erörtert, durch einen Volksentscheid Hindenburg zum , w»- -

Rücktritt zu zwingen, falls dieser national» zelbesprechungen der dafur L^e^na

sozialistische Minister in das Reichskabinett te- den Ressorts. Die M>sicht dcr Deichsregierung riefe- ^Ind nationalsozialistische Zeitungen sind seit beim Ausbau d^ ter Entscheidung vom 13. August am Werk, die' c erfaBrL m bcr

Mythische Gestalt Hindenburgs zu verkleinern und ihn alsmüden, alten Mann", ter die Realität ter Zeit nicht mehr überschaue, zu schildern. Der .Angriff" von Dr. Goebbels geht darüber

Handes und wird zur Beute herrschsüchtiger liquen oder feindlicher Rachbarn. Die Staats- utorität ist kein meßbarer Wert, aber sie ge­bet zu jenen imponderabilen Kräften, die, wie ; Bismarck erkannt und ausgesprochen hat, -in Staatsmann und keine Partei mihachten acf, soll nicht der Staat selbst vor die Hunde . . -

t?ten Inbegriff der Staatsautorität ist niemals flüssig gemacht werden kann um dann von neuem e Regierung noch weniger ist es das Paria» für Arbeitsbeschaffungszwecke zur Verfügung ge- wvt. f entern allein das Staatsober, stellt werden zu können. Denn ein einmaliges n u h f Unternehmen zur Beschäftigung von Arbeits-

Im Dorkriegsstaat. der auch seine schweren kräften gibt immer nur für eine bestimmte Zeit iarteienkämpse zu durchleben hatte, stand der Arbeitsgelegenheit. Ist das Geld dann nicht legriff der Staatsautorität unbedingt fest. Als wieder flüssig so muh, wenn man die Arte ter oc 18 Iahren das damalige Sinnbild dieser nicht abermals auf die Strohe setzen und unter- Kirtorität ter Kaiser, zu den Waffen rief, folgte stützen will, neues Kapital zur Verfügung ge- ;,n das gesamte Volk einschließlich der Sozial- stellt werden. Das wäre dann eine Schraube ohne

omofratie, die zwar dem Programm nach die Ente. . . .. . .

Monarchie verneinte, in der Rotstunde des Volkes Die Reichsbank, die ia heutefastdie -mzige i-doch die Staatsautorität über das ^artei. ®elöquel(c für alle: größeren

iroaramm stellte. Was auch gegen die späteren plane ist, wehrt sich gegen jeted Projekt, bei dem Reoicrung^fünfte der Sozialdemokraten gesagt das angelegte Kapital nicht innerhalb einer he­berten muß - und es läßt sich sehr viel da- stimmten Zeit wieder zu ihr zuruckkehrt.

(egen sagen, das Beispiel vom August 1914 | Reichsbankpräsitent Dr. Luther t)af Jur ole acf gerade in diesen Tagen als ein Vorbild fic alle diejenigen hingestellt werden, die sich ton marxistischen Gedankengängen fern glauben. Jenn es hat ein Angriff auf die Staats- cutorität als solche eingesetzt, der m seinen ttrhängnisvollen Folgen noch gar nicht erkannt . »

it und der zu Ehaos und Anarchie führen muß, Hierin, nicht etwa in ter H o h e des Betrages, Venn ihm nicht rechtzeitig Einhalt getan wird, besteht die Meinungsverschiedenheit, Die Regierung wird im Parlament eine über- die den Reichsbankpräsidenten Dr. Luther zu balligente Mehrheit gegen sich haben. Riemais einem Hindernis für die Arbeitsbeschaffungspläne !urfte es eine amtierende Regierung gegeben der Reichsregieiung zu machen scheint. Aber wird laben die von mindestens fünf Sechsteln des ein anderer Re ichsbankp rasident, der virla'ments abgelehnt wird. Da es einer rein an Stelle Dr. Luthers die Verantwortung für wtionaUozialistischen Regierung jedoch ebenso die deutsche Währung übernehmen muhte m moiöglich wäre, eine Mehrheit zu finden, wie diesem Kardinalpunkt nachgiebiger sein? thter Regierung der Brüning-Koalition, und da Das ist nicht wahrscheinlich, denn tee Aufbrin- bec Zwang zur Regierung und^rung heute gung der 200 oder 300 Millionen Mark mußte in Deutschland größer und zwingender ist als über Akzepte erfolgen, bie *m Portefeuille der ctrald zuvor, tritt die Frage einer Regierungs- Reichsbank liegen und als vollgültige Ha n Oe l s° d.lliaung durch das Parlament zurück hinter das wechsel behandelt werden Jollen. Sie Murj- Lrsordernis, die S t a a t s a u t o r i t ä t als > h- -"n

1c Id) e aus den Unmöglichkeiten des Parla- aie-ntes. in denen die beiden radikalen Flügel- MTteien über die absolute Mehrheit verfügen, rn retten. Inbegriff der heutigen Staatsautvrität ist ter vom Volk mit absoluter Mehrheit ge- irä&lte Reichspräsident von Hindenburg. §8 entspricht nicht den Gesehen einer Derno- fratie im deutschen Sinne, wenn das Volk seinen nit überwältigender Mehrheit gewählten Führer m den staatlichen Funktionen sofort wieder ein- mlchränken, oder zu fesseln versucht. Der letzte Reft einer Staatsgesinnung, die heute noch durch ile Parteien hindurchgeht, ist m ter Person toe Reichspräsidenten verkörpert. Wird auch die- !cc Rest noch in ten nächsten Wochen und Mo- ntten zerstört, bann, gute Rächt. Deutsches Reich. Ls muh leider festgestellt werten daß die Aw- It-iffe gegen die Maßnahmen der Regierung sich Mmer schärfer gegen die Regierung als Institution überhaupt richten, und daß tragen muffen.

diese Angriffe vorderPersondesReichs- Der weg einer Finanzierung über die Reichs- vberhauptes nicht Haltmachen. banr empfiehlt sich um so mehr, als über die

Auf zwei Hauptsäulen ruht die Zukunft der allgemeinen Grundsragn der Arbeitsbeschaffung

D-lker. Es ist einmal diejenige der Ehrfurcht eeveits volle Uebereinffimmung hergestellt ist.

W Di-ma-ck. i>cr in d-r «°ich---gi°rung

seinem letzten Iahrzehnt dem deutschen Volke ___"

über das Menschliche hinausgewachsen und zur nrythischen geschichtsbildenden Kraft geworden \ hinaus und Prägt begriffe di^: Jett.

to ar von einem jungen, vorschnell handelnden $cr allein ten Kommunisten Vorbehalten geblieben <taift in die Einsamkeit des Sachfenwaldes gc- waren. Wer national ist und sich nicht zum ^ia- 'Lickt worden war. erlitt das damals noch ttonalsozialismus tefennt ia. wer erklarter- MInarchische Autoritätsgefühl des deutschen Vol- maßen.die nationalistische Idee als eine solche ter

- te den ersten entscheidenden Stoß. Als kurze Staatshoheit uter die tes Sozialismus alpine 3icit darauf ter deutsche Reichstag sich weigerte, solche des Wirtschaftszweckes stellt., wird dort als Bismarck seine Glückwünsche zum 80. Geburtstag ein .größenwahnsinniger Reaktionär und egoisti- a-.szusprechen. begann der einfache Mann im scher Saboteur des uattonalen FreihettsWittes. Bolke. ter das Gefühl für echte Werte besah, der gefährlicher ist als selbst ^ Marxismus an seinerObrigkeit" zu zweifeln. Würde sich hingestellt und diffamiert So geht es beim testen iie jetzt bestehende Staatskrise, die hier Willen nicht weiter. Es wachst eine Iugeno auf keinen Fall verkleinert werten soll, zu einet heran, die ohne Ehrfurcht vor den g e- Bräsidentenkrife auswachfen. und würde schichtlichen Kräften des Volkes und ter Reichstag die Rolle des jugendlichen Wil- den Gesetzen ter Station Jt und Mjlienltd) nur

! telms II. zu spielen versuchen und durch eine Parteirekruten liefert. Roch steht die Gestalt des vorschnelle Abstimmung Hindenburg zum Reichsoterhauptes turmhoch uter diesen An- Rück tritt und zum Zurückziehen aus der Po- griffen. Fällt jedoch auch Hindenburg, so sinkt [üit zwingen, so wäre die Säule ter Ehrfurcht mit ihm die Staatsautoritat, Des mogmi alle be- erbgültig zerstört und alle Kräfte der wuht sein, die f^.^ben Loscharteiten eines Anarchie würden entfesselt. Aus den Parteien, Hauses weigern, weil rhnen nicht selbst die Fuh- d'.e Hindenburg gewählt haben, wie auch auf rung ter Spritze ausgeliefert wird, tenen die gegen ihn aufgetreten sind, liegt --

eine ungeheure Verantwortung. Und das Furcht«

b ite ist daß sich die großen deutschen Parteien I Mtvvl yu y g

b efer Verantwortung nicht bewußt zu fein schei-