Wirtschaft
geschlechts. China kann fick nur selbst erklären; es ist nie offenherziger gewesen als in diesen beiden Romanen. Mit der Ausgabe von Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums" in einem Bande (1120 Seiten) wird ein Werk wieder lebendig, das seit Generationen unserem Volk die versunkene Wett der griechischen Götter und Heroen näher gebracht hat. Zum 28. Male erscheint der Insel-Alma- nach. Die Insel-Bücherei wird um sieben neue Bände bereichert.
rungen erfuhren. Don deutschen Anleihen lagen Neubesitz 0,25, Altbesitz 0,5 v. H. höher.
Starke Schwankungen hatten später Reichsschuldbuchforderungen zu verzeichnen, die mit 62,25 v. H. unverändert cinsetztcn, dann bis aus 61,40 v. Sy nachgaben, um schließlich auf 61,75 v. Sy zu steigen. Don fremden Werten lagen Türken und Rumänen etwas höher. Im Verlaufe blieb die Tendenz fest. Der Umsatz war aber nach wie vor gering. Die Kurse erfuhren neue Besserungen von 0,5 bis 1 v. H. Gegen Schluß der Börse trat noch ein Rückschlag ein, da ein erneuter Rückgang für die AEG.-Aktie Verstimmung auslöste, und zu Abgaben der Spekulation führe. AEG. verloren 3 o. H., die übrigen Werte meist 1 bis 1,5 v. H. Tagesgeld war zu 4,5 o. H. zwar unver- ändert, aber noch knapp.
Herbstprogramm de» Verlage» Lngelhorn.
Bei I. Engelhorns Nachf., Verlag, Stuttgart, erscheinen im gerbst d. I. folgende Werke: Felix.Wil- Helm Beielstein: Rauch an der Ruhr. — Ach- ton Friis: Wilde weite Arktis. — Romain Rolland — Malwida von Meysenburg. Ein Briefwechsel 1890 bis 1891. — Carl Ha en- sel: Das war Münchhausen. Totsachenroman. — Jean PrLvost: Geschichte Frankreichs seit dem Weltkrieg.
* Der Motorrodabsatz 1932. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden nur noch 39 570 Motorräder zugelassen gegenüber 69 046 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Davon entfallen auf steuerpflichtige Krafträder 10 949 (i. 23. 22 956) und auf steuerfreie Räder 28 621 (i. 23. 46 090). Don diesen waren 5887 Fahrräder mit eingebautem Hilfs- motor.
Berlin beruhigt und erholt.
Berlin, 16.Sept. (WTB. Funkspruch.) Sckon an der gestrigen Abendbörse hatte eine stärkere Be- ruhigung Platz gegriffen, und es konnte sih soft allgemein eine Erholung durchsetzen. Diese Erholung machte im heutigen Dormittagsverkehr und bann auch an der Börse weitere Fortschritte. Dor ollem verschaffte die Wiederbefestigung an der gestrigen Neuyorker Börse und die stärkere Zunahme der dortigen Börsenkredite eine Anregung. Die Meldungen aus der Industrie lauteten oleichfalls freundlicher, so sind verschiedentlich neue Arbeitereinstellungen erfolgt auch an den internationalen Metallmärtten hat sich die Nachfrage beleben können. Dor allem beruhigte es aber, daß die gestern kursierenden Gerüchte über die bevorstehende Zinsaktion den Tat- fachen vorauseilen, zumal noch keine Beschlüsse von offizieller Seite gefaßt worden sind. Man wartet daher mit Spannung die morgige Kabinettssitzung ab, auf deren Tagesordnung Fragen der Kontingentie- rung und das Zinsproblem stehen. Die außerordentlich knappe Verfassung des Geldmarktes blieb einflußlos, da sie im Zusammenhang steht mit der kommenden Retchsbankdiskonlermäßigung, die man für nächsten Dienstag erwartet. Man glaubt wohl, daß sich auf der Montag stattfindenden Derwaltungsrats- sitzung der BIZ. kein Widerstand hiergegen erheben wird.
Zu Beginn der Börse war das Geschäft noch nicht umfangreich und wurde erst im Verlaufe lebhafter. An einigen Märkten, so am Montanmarkt, am Elektro- und Kunstseidenmarkt wollte man wieder etwas Publikumsinteresse feststellen, und die Spekulation, die in den letzten Tagen Realisationen und verschie- deutlich auch Blankoabgaben vorgenommen hatte, schritt heute zu Rückkäufen. Da die Märkte ziemlich leer sind, ergaben sich natürlich Besserungen im Aus- maße von 1 bis 1,5 v. H., und nur ganz vereinzelt waren kleine Rückgänge, so bei Schubert & Salzer, Tietz- und Hoesch-Obligationen, festzustellen. Stärker befestigt waren Kunstseidenwerte, die bis 2,75 v.H. anzogen, sowie Chade, Laurahütte, AG. für Verkehrswesen, Goldschmidt, Felten Feldmühle und BMW. Bremer Wolle waren auf eine Zufallsorder 4,5 o. H. schwächer, während Lahmeyer ihre Auf- roärtsberoegung um 5,25 v. H. fortsetzten.
In deutschen Anleihen war das Geschäft lebhafter, und die Kurse zogen ebenso wie bei Reichs
schuldbuchforderungen etwas an, während die len- den; am P f a n d b r i e f m a r k t sehr abwartend blieb.
Am Geldmarkt hat sich auch nach dem Medio keine Entspannung durchsetzen können, im Gegenteil, Tagesgeld blieb weiter steif und stellt sich 5,75 v. H. und darüber. Die Banken halten nach wie vor Wech- feimaterial zurück in Erwartung der Diskontsenkung, und infolgedessen ist das Geschäft in Prioatdiskonten sehr gering. Auch für Reichswcchsel und Reichsschatzanweisungen bestand kaum Nachfrage. Im Verlaufe zogen die Kurse bei leb- haftcren Umsätzen fast durchweg um 0,5 bis 1,5 o. H. an, Siemens befestigten sich um 2, Polyphon um 3 v. H.
Kunst und Wissenschaft.
Da» Herbstprogramm de» Insel-Verlage».
Wiederum kündigt der Insel-Derlag in Leipzig eine Reihe interessanter und wichtiger Neuigkeiten an. Den Anfang macht Stefan Zweig mit seinem Buch über Marie Antoinette, worin eine der umstrittensten Gestalten der neueren Geschichte zu neuem Leben erweckt wird, lieber Marie Antoinette hinaus wächst dieses Bildnis unter dem Blick Stefan Zweigs, in dem der Dichter mit dem Historiker um den Rang streitet, zum Abbild eines der folgenschwersten und aufregendsten Abschnitte der Weltgeschichte überhaupt. Zwei neue Romandichter von hohem Rang führt der Insel-Derlag in die deutsche Literatur ein. Der erste ist Marcus L a u e se n mitjeinem Roman „Und nun warten wir auf das Schiff", einem Buche, das seinen Dichter über Nacht in seiner Heimat Däne- mark berühmt gemacht hat. Es ist die Geschichte von der Blüte und dem Verfall eines großen Geschlechts von Reedern und Kapitänen einer nordschleswigschen Hafenstadt. Ein Jahrhundert Familiengeschichte ist vor uns aufgeschlagen. Der andere Autor, F. E. S lila n p ä ä , ist ein finnischer Dichter, der die Geschichte eines jungen Mädchens geschrieben hat, das nach dem Tode der Eltern ins Leben hinausgestoßen wird, um bei fremden Menschen Magddienste zu tun."Die fürchterliche Verlassenheit eines guten und reinen Menschen inmitten einer von dumpfen Leidenschaften erfüllten und durch die Revolution aufgewühlten Welt könnte nicht zwingender gestaltet werden als es in diesem Roman geschehen ist. Das neue Buch von Felix Zimmermanns, „Franziskus", .ist die Frucht' der Arbeit mehrerer Jahre und wird den schönsten Büchern des Dichters zugezählt werden. Wieder ist er zu uns gekommen, der heilige Franz von Assisi, der Bräutigam der Armut, der Innigste und Liebendste von allen", um uns mit dem Glanz seines Innern zu erfüllen. Von Aldous Huxley, dem großen Ironiker, bringt der Insel-Derlag unter dem Titel „Welt — wohin?" einen Zukunftsroman, eine Utopie die uns aber kein unerreichbares Wunschbild vorzaubert, sondern mit unerbittlicher Folgerichtigkeit den „Fortschritt" zu Ende denkt Em im epischen Schrifttum noch nie bekundetes Fachwissen ist in einen Roman voll verblüffender Episoden und unvergleichlicher Wichtigkeit verwoben. Die „Apokalypse" ist das kostbare Vermächtnis des großen englischen Dichters D. H. Lawrence, eie ist während (einer Krankheit im Angesicht des Todes geschrieben. Der Dichter hat den kühnen Versuch gemacht, die Lehre Christi und die Offenbarung Jo- Hannes scharf voneinander zu trennen. Von allen Freunden Rainer Maria Rilkes und seiner Kunst willkommen geheißen wird das Buch „Rens Rilke" von Carl Sieber; es eröffnet den Blick in die bisher nahezu völlig im Dunkel liegenden Anfänge des Dichters, dessen Phänomen erst wahrhaft deut- lick' wird, wenn man seine Frühzeit kennt. Der Spielteufel ist der magische Herr der Welt; ihm ist das Buch von Egon Cäsar Tonte Corti, „Der sauberer von Homburg und Monte Carlo", gewidmet. Nach bisher völlig unbekannten Quellen schildert der Verfasser die Geschichte der Gründung dieser beiden Spielbanken und hat damit ein kulturhistorisches Gemälde geschaffen, aus dem uns eine der ältesten unausrottbaren menschlichen Leidenschaften grell entgegenleuchtet. „Der Traum der roten Kam- mer" ist neben dem „Kin Ping Meh" eine der beiden großen Romanschöpfungen Chinas und der Gipfel des chinesischen Schrifttums überhaupt. Er schildert Glanz und Niedergang eines Fürsten
$ranffurf fest.
Frankfurt a. M., 16. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Au Grund der wieder festen TendenzWall- ftreets und des langsamen Anziehens der Warenpreise erö knete die heutige Börse in freundlicher Tendenz. Die Stimmung wurde nach den ersten Kursen ausgesprochen fest, doch wirkte sich diese auf einigen Spezialgebieten aus. Das Geschäft beschränkte sich auf Rückdeckungen der Spekulation, daneben wollte man auch Käufe von interessierter Seite beobachtet haben. Das Publikum hielt sich vom Börsen- geschäft nach wie vor vollkommen fern. Gegen die Abendbörse traten durchschnittlich Besserungen von 0,5 bis 1 v. H. ein. Schon anfangs stärker erhöht waren wieder Lahmeyer, die zunächst 4,25 v H. gewannen und dann weitere 1 v. H. anzogen. Ferner lagen am Kunstseidenmarkt Aku 2,5 v. H. und am Elektromarkt Felten 2,75 v.H. höher. Im Mittel- punkt des Interesses standen vor alt>m Montan- a!tien, von denen Klöcknerwerke 2,5. Mannesmann 1,25 d. Sy, sowie Rheinstahl und Bulkvus 1,5 v H. gewannen. Die übrigen Werte dieses Marktes waren bis zu 0,75 d. Sy gebessert. A.n Elektromarkt setzten Licht & Kraft 1,13 v. H., Schuckert 1 r. Sy, 'AEG. und Rheinische Elektro Mannheim bis zu 0,65 v. H freundlicher ein.
Am Chemiemarkt eröffneten IG. zunächst 1 d. Sy höher und lagen bann ‘pä>er um weitere 1,5 v. H. höher. Goldschmidt sowi- Scheideanstalt verloren bis zu 1 d. Sy, letztere vermochten aber später um 2 v.H. wieder anzustehen. Schiffe lagen gut gehalten, Reichsbankanteile blieben behauptet. Am Bauunternehmungsmarkt ergaben sich Besserun- gen bis zu 1,25 d. Sy
Am Rentenmarkt löste es Beruhigung aus, daß die Zinssenkungspläne der Reichsregierung stärker in den Hintergrund zu treten scheinen. Man gab jedoch die bisher geübte Zurückhaltung noch nicht auf, so daß bei kleinem Geschäft die Kurse der fest- verzinslichen Werte keine nennenswerten Derände-
Bücheriisch.
— Leuchtende Tage. Roman von Liesbet Dill. (Verlag Paul Franke, ‘BerlinSW. 11). — 146 — Eine mit hinreißendem Temperament erzählte Geschichte einer großen Liebe. Lieber allem bunten, lebendig geschilderten Geschehen auf den wechselnden Schauplätzen dieses Romans schwebt die Kraft dieser Liebe wie süßer Geigentvn über einem vollstimmigen Orchester, ergreifend in ihrer trotz allem Irren innersten Llnbeirrbarkeit. Wan liest diesen Roman der beliebten Autorin mit starker Anteilnahme und außerordentlicher Spannung, die bis zur letzten Zeile andauert. Eine gehaltvolle Lektüre, die der besten Empfehlung wert ist.
Wettervoraussage
Das über Mitteleuropa lagernde Hochdruckgebiet beherrscht die Wetterlage. 3n seinem Bereich treten weiterhin verbreitete Rebel- und Dunstbildungen auf, doch wird es tagsüber bei absinkender Luft zu Aufheiterung kommen. Die Temperaturgegensähe werden sich zwischen Tag und Rächt zunächst noch etwas verschärfen.,
Aussichten für Samstag: Rach kühler Rächt und Frühnebel tagsüber aufheiternd, trocken und warm.
Lufttemperaturen. Am 15. September, mittags, 19,8 Grad Celsius, abends 15,4 Grad Celsius. Am 15. September, morgens, 13 Grad Celsius. Maximum 21,2 Grad, Minimum 11,5 Grad. Rieder- I schläge 0 Millimeter. — Erdtemveraturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 15. September, abends, 19,2 Grad Celsius. Am 16. September, morgens, 15,3 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer l1/* Stunde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Die Verwendung der hochwertigen Ruhrkohl» ist für die Heizung der Deweis, daß das Veste immer das Billigste ist. An Heizkraft von keiner anderen europäischen Kohle übertroffen, erlaubt ihre Verwendung, mit der geringsten Menge bei stets ausreichender Wärmelieferung auszukommen, so daß wesentlich an den Heizungskosten gespart werden kann. Ein weiterer Vorteil, den kein anderes Kohlenrevier aufweisen tonn, liegt in der Mannigfaltigkeit der im Ruhrrevier geförderten Kohlenarten, so daß für alle gebräuchlichen häuslichen Oefen eine besonders geeignete Ruhrkohle verfeuert werden farm. 3e nach den vorliegenden Verhältnissen wird die schnellbrennende Ruhr- Gasftammkohle, die überaus kräftig heizende Ruhr-Fettkohle, die saubere, völlig rauchlose Ruhr-Ehkohle oder Ruhr-Anthrazit verwendet. Daneben sind Ruhr-SteinkohlenbrikettS und für Zentral-Heizungen Ruhr-Brechkoks geschätzte Brennstoffe. 6480V
das bedeutet restlose Reinheit!
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Diese Cigaretten werden Tn den neu» betriebe! in Altona-Bahrenfeld berg.
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Der ungewöhnlich zarte und reine CharaKTer dieser Mischung beruht darauf, dafl iQrj-ip EL wird ausschließlich ohne
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