Hr. 165 Krühaussabe
182. Jahrgang
Samstag, 16. Juli 1952
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.
Sie österreichische Anleihe vom Völlerbundsral genehmigt.
gegeben hatte, in diesem Falle die Neuwahlen bereits für den 31. Juli auszuschreibcn und nachdem die gesetzlichen Möglichkeiten für eine verkürzte Wahlvorbereitung sichergestellt worden
aus politischen und wirtschastlichen Anschluß an Deutschland als Gegenleistung?
Neuer österreichischer Verzicht
Gens, 15- Juli. ($11.) Der Völkerbund s- r a t nahm heute abend das Protokoll über die Anleihe an Oe st erreich, das von dem Ausschuß finanzieller Regicrungssachverständiger während der Lausanner Konferenz ausgearbeitet worden ist, einstimmig mit Stimmenthaltung Deutschlands an. Das Protokoll, das jetzt zur Unterzeichnung der an der Anleihe beteiligten sieben Staaten England, Frankreich, Italien, Belgien, Holland, Schweiz und Tschechoslowakei ausgelegt wird, enthält eine Präambel, die auf dem während der deutsch- österreichischen Zollunionsverhandlungen so viel erörterten Protokoll von 1922 ausgebaut ist. Es übernimmt damit das in diesem Protokoll enthaltene
politische und finanzielle Anschlußverbol für Oesterreich.
In der Präambel heißt es, daß die österreichische Negierung sich mit einem Hilfegesuch an den Völkerbund gewandt habe, um das Werk der finanziellen und wirtschaftlichen Wiederherstellung Oesterreichs in Verfolg der Entschließung des Völkerbundsrates vom 4. Oktober 1922 und dreier Protokolle vom gleichen Datum durchführen zu können.
Der Vertreter Deutschlands, Gesandter G ö p - p e r t, wies in einer Erklärung darauf hin, daß das neue Anleiheprotokoll auf 1922 aufgebaut sei. Deutschland sei damals noch nicht Mitglied des Völkerbundes gewesen und habe daher an
den Verhandlungen von 1922 nicht teilgenommen.
Die deutsche Reichsregierung sei nicht in der Lage, dem gegenwärtigen Protokoll beizutreten.
Der Internationale Gerichtshof sei in den Beratungen des vorigen Jahres keineswegs zu einer einmütigen Stellungnahme über die wahre Bedeutung dieses Protokolls gelangt. Die deutsche Negierung könne nicht an der Hilfsaktion für einen Staat teilnehmen, wenn die Aktion an politische Bindungen irgendwelcher Art gebunden sei. Um jedoch die Anleihe nicht zu verhindern, enthalte sich Deutschland bei der Abstimmung der Stimme. Die deutsche Negierung hoffe ihrerseits durch eine unabhängige finanzielle Transaktion an der finanziellen Sanierung Oesterreichs teilzunehmen.
Das Protokoll für die neue Finanzhilfe für Oesterreich enthält folgende Bestimmungen: Die das Protokoll unterzeichnenden Staaten verpflichten sich, der österreichischen Regierung bei der Aufnahme einer
internationalen Anleihe bis zur höhe von 300 Millionen Schilling
zu helfen, indem sie diese Anleihe entweder garantieren, oder die notwendigen Beträge der österreichischen Negierung zur Verfügung stellen. Die Anleihe hat eine Lauffri st von 2 0 Jahren. Die Bedingungen der Anleihe werden von dem Ausschuß der Garantiestaaten festgesetzt.
hessischen Landtagsabgeordncten Rechtsanwalt Jung namens der nationalsozialistischen Fraktion d?s Hessischen Landtags geführte Klage beim Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich auf Durchführung eines Landtagsbeschlusses, der die Abberufung des Innenministers Leuschner forderte, ist in der Sitzung des Staatsgerichtshofes vom 24. Juni unter dem Vorsitz des Präsidenten Dr. Bumke abgcwiesen worden. Damit ist grundsätzlich entschieden, daß aus dem geschäftsführenden Kabinett in Hessen ein einzelner Minister vom Landtag nicht abberufen werden kann. Der Staatsgerichtshof hat sich im wesentlichen der^Beweis- führung der hessischen Regierung angeschlossen.
Selbstauslösung
des Thüringer Landtages.
Neuwahlen am 31 Juli.
Weimar, 15. Juli. (TU.) Der Thüringer Landtag nahm heute nachmittag einen Antrag auf b e f r i stete Auflösung zum 3 0. Juli 1 9 3 2 mit den Stimmen sämtlicher Parteien bei Enthaltung der Deutschen Volkspartei an, nachdem die Regierung die Erklärung ab
waren.
Ein Strafantrag Brünings.
Berlin, 15. Juli. (CNB.) Reichskanzler a. D. Dr. Brüning hat, der „Germania" zufolge, fei» nen Rechtsbeistand beauftragt, gegen den Führer der NSDAP, in Jena, Postinspektor S ch in i d t, Strafantrag zu stellen. Schmidt hatte behauptet, daß Dr. Brüning beabsichtigt habe, Ost p reu ß e n für zwei Milliarden Mark an Polen und das Saargebiet für 99 Jahre an Frankreich zu verpachten.
Lord Cecil fordert wirksame Abrüstung.
London, 16. Juli. (WTB. Funkspruch.) Lord Cecil sagte gestern abend in einer Rede im Bristol, der Lausanner Vertrag diene der Wiederversöhnung der Welt. Aber weitere Schritte seien nötig. Nichts werde, so betonte Lord Cecil, zum Frieden der Welt mehr beitragen, als ein wirkungsvoller Ab - rüstungsvertrag. Er sei tief enttäuscht über das britische Programm in Gens. Wenn England nicht eine energischere Politik betreibe als in diesem Programm zum Ausdruck komme, dann fürchte er, daß der Erfolg der A b - rüstungstonferenz in großer Gefahr sei.
Seine Wiederherstellung des Aoung-Mechanismus
Auseinandersetzung im österreichischen Finanzausschuß. Gegen die politische Bevormundung. -Sozialistische Angriffe gegen die deutsche Regierung.
W i e n, 15. Juli. (TU.) In der Freitagssitzung des Finanz- und Haushaltsausschusses des österreichischen Nationalrates kam der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Bauer auf die Bemerkung Herriots in einer Sitzung des Außenausschusses der französischen Kammer zu sprechen, wonach Oesterreich in Lausanne und durch die Lausanner Abmachungen für20Jahre freiwillig auf den Anschluß verzichtet habe. Das deutsch-österreichische Volk habe ein Recht darauf, endlich zu erfahren, was in Lausanne nicht nur über die Anleihe, sondern über seine ganze Zukunft entschieden worden sei. Auf die Bestimmung, daß die Anleihe möglicherweise auch früher zurückgezahlt werden könne, sei kein Gewicht zu legen, da nicht anzunehmen sei, daß Oesterreich in der Lage sein werde, seine Anleihe vorzeitig zurückzuzahlen.
Ls entstehe die sehr ernste Besorgnis, daß Oesterreich Verpflichtungen auf sich genommen habe, die nicht nur dem politischen Anschluß an Deutschland, sondern auch jeder anderen wirtschaftlichen Verbindung mit Deutschland für lange Jahre unüberwindbare Hindernisse ent- gegenstelle.
Es sei selbstverständlich, daß das im ganzen Bolke die allergrößte Beunruhigung Hervorrufen müsse. In Kreisen der Regierung scheine die Meinung zu bestehen, aus der Uebernahme solcher Verpflichtungen könne man ihr keine Vorwürfe machen, weil die Reichsregierung dabei mittelbar mitgewirkt hätte. Das sei durchaus nicht die Meinung des Redners. Die Haltung der Reichsregierung in dieser Sache scheine aber sehr zweideutig zu sein. Sie habe sich zwar, wie man höre, in der Sitzung des Gemischten Ausschusses geweigert, das Protokoll zu unterschreiben, durch das Oesterreich diese Verpflichtungen auf sich nehme. Das bestätige nur den Verdacht gegen die Unhaltbarkeit dieses Protokolls. Auf der anderen Seite scheine die Reichsregierung aber selbst mitzuhelfen, daß diesem Protokoll keine Hindernisse entständen. Aus diesem Grunde habe sie ihren Vertreter im Völkerbundsrat, der ja nur einstimmig entscheiden könne, angewiesen, sich bei der Beschlußfassung der Stimme zu enthalten. Das wundere den Redner gar nicht. Die Herren, die in Deutschland jetzt regierten, seien Vertreter derselben Klassen, die sich seit 1848 für Oesterreich nie interessiert hätten und einen Anschluß Deutsch-Oesterreichs an Deutschland immer nur sozusagen für eine Verlängerung ihrer bayerischen Front gehalten hätten, die ihnen jetzt Schwierigkeiten bereite. Die Sozialdemokratie könne den Genfer Abmachungen in keiner Weise zustimmen.
Bundeskanzler Dollfuß
erklärte darauf, daß geheime Abmachungennichtvorliegen. Er ging dann auf die Ausführungen des Abgeordneten B a u e r ein und erklärte, er könne aus Grund der inzwischen angelangten Nachrichten folgendes mitteilen: »Die angebliche Aeußerung Herriots kann sich nur auf jene Antworten beziehen, die H e r r i o t in der vorgestrigen vertraulichen Sitzung des Ausschusses auf Anfrage gegeben hat. Das französische Außenamt erklärt, daß die in ihm diesbezüglich erschienenen Publikationen erstens ganz und gar inoffiziell, also nicht offi
ziell, zweitens sicher in deformierter Form erschienen sind. In der Sitzung wurde, wie immer in vertraulichen Ausschußsitzungen, kein Protokoll geführt. Er sei daher aifdj niemals imstande, den Wortlaut einer solchen Antwort zu kennen bzw. wiederzugeben. Es handelt sich daher ohne Zweifel um eine von unberufener Seite mißverstandene Interpretation einer im Wortlaut nicht bekannten Aeußerung des Ministerpräsidenten.
Abg. Bauer bemerkte, in dieser Frage könnten vertrauliche Mitteilungen nicht genügen, sondern die Angelegenheit müsse sobald als möglich öffentlich geklärt werden. Bundeskanzler Dr. Dollfuß erwiderte, er werde in der nächsten Sitzung des Ausschusses antworten.
Oesterreichs
Transfer-Moratorium.
Wien, 15. Juli. (TU.) Die österreichische Nationalbank hat bekanntlich unter Hinweis auf die Lausanner Verhandlungen seit dem 23. Juni die Zuteilung von ausländischen Zahlungsmitteln für die Verzinsung und Tilgung von Finanzschulden vorübergehend eingestellt, die in fremder Währung gegenüber ausländischen Gläubigern eingegangen wurden. Der Hauptausschuß des österreichischen Nationalrates hat nun auf Grund des zweiten währungspolitischen Ermächtigungsgesetzes einer Regierungsverordnung zugestimmt, die die Ucber- gangsbcstimmungen für die Zeit dieser Devisensperre für ausländische Schulden trifft. Es wird angeordnet, daß
der Gegenwert der jeweils valutarischen Fälligkeiten zum Umrechnungskurs der Rationalbank in Schillingen in einem Fonds zu hinterlegen Ist, der bei der Oesterreichischen Rationatbank gebildet und von ihr unter Mitwirkung ihres Beraters verwaltet wird.
Diese Bestimmung führt aber zur Befreiung des Schuldners von seiner Zahlungspflicht nur dann, wenn der Gläubiger selbst zustimmt. Dieser kann sein so entstandenes Schillingguthabenim österreichischen Jnlande für Zahlungen, die er in Oesterreich zu leisten hat, nach Maßgabe der jeweiligen Verfügungen der österreichischen Nationalbank z. B. zur Bezahlung in Oesterreich gekaufter Waren, im Reise- und Fremdenverkehr usw. verwerten. Der An le i h e d i e n st der österreichischen Dölkerbundsanleihe 1923 wird von dieser Verordnung nicht berührt. Für die Fälligkeiten der internationalen Bundesanleihe vom Jahre 1930, vom 1. Juli 1932 und vom 1. Januar 1933 ist bereits prospektgemäh vorgesorgt. Die österreichischen Zahlungen an die caisse commune in Paris für den auf Oesterreich entfallenen Dienst der alten österreichischen Staatsschuld werden jedoch bis auf weiteres im Sinne dieser Verordnung in Zinsen hinterlegt werden.
Keine Abberufung Leuschners
Entscheidung des Ttaatsgerichtshofes.
Darmstadt, 15. Juli. (WSR.) Die amtliche Darmstädter Zeitung teilt mit: Die von dem
Deutschlands Stellung zum Gentlemen Agreement.
Berlin, 15. Juli. (OB.) Angesichts der widerspruchsvollen Auslegung, die das Gentlemen Agreement der Gläubigermächte und feine Tragweite für Deutschland noch immer in einem Teil der Presse findet, wird von zuständiger Stelle erneut mit allem Rachdruck daraus hingewiesen, daß für Deutschland lediglich die Abmachungen bindend sind, an denen es beteiligt ist. Die deutsche Delegation in Lausanne hat von Anfang an sich den Bemühungen, die insbesondere von den Franzosen ausgehen, widersetzt, eine Verquickung zwischen der Reparationssrage und der Frage der i n - teralliierten Schulden an Amerika sicher- zuslellcn, und alle versuche, den Lausanner Pakt von der Regelung der Schuldenzahlungen an Amerika abhängig zu machen, kategorisch abgelehnt. Maßgebend für diese Haltung war, wie nur immer wieder betont werden kann, daß Deutschland die Schuldenfrage nichts angeht und daß sich Deutschland nicht in eine Einheitsfront der Gläubigermächte gegen Amerika einspannen lassen wird.
Als dann am 8. Juli der deutschen Delegation die Erklärung der fünf Gläubigermächte mitgeteilt wurde, daß der zahlungslofe Zeitraum, der zu Beginn der Konferenz erklärt worden ist, solange bestehen bleiben soll, bis die Frage der Ratifizierung geregelt sein würde, und daß für den Fall der Richtratifizierung der alte Z u st a n d wieder hergestellt fein solle, hat Deutschland sofort gegen die Idee, dann wieder den Mechanismus des Poungplanes in Kraft zu sehen, Einspruch erhoben.
Zur Klärung dieser Frage erfolgte die deutsche Anfrage an den Präsidenten der Konferenz Macdonald, der daraus die Erklärung abgab, daß im Falle der Richtratifizierung eine neue Lage geschaffen sei und eine neue Konferenz stattsinden müsse.
Das bedeutet, wie in hiesigen unterrichteten Kreisen betont wird, keinesfalls eine Wiederherstellung des Poungmechanis- m u s. Durch diese Erklärung Macdonalds ist lediglich festgestellt, daß im Falle der Richtratifizierung die Situation vor Beginn des hooverjahres den Ausgangspunkt für neue Verhandlungen bilden wird, die der Beseitigung des entstandenen Vakuums zu dienen hätten.
Der Konsultativpakt (Vertrauensabkommen) ist in Lausanne nur zwischen den Engländern und Franzosen getroffen und von her - r i o f bekanntlich als die Wiedergeburt der entente cordiaJe bezeichnet worden. Inzwischen haben auf Einladung Italien und Belgien ihre Bereitwilligkeit erklärt, dem Abkommen beizutreten. Deutschland, dem der Beitritt ebenfalls nahegelegt worden ist, hat noch nicht endgültig Stellung genommen. Der englische Außenminister Simon hat im Unterhaus Zweck und Bedeutung dieses Abkommens wie folgt umrissen: „Die unterzeichneten Mächte verpflichten sich, keinerlei Maßnahmen in wesentlichen Fragen der europäischen Politik zu treffen, ohne sich vorher gegenseitig unterrichtet oder befragt zu haben." Das bezieht sich nach den Andeutungen Simons sowohl auf politische, als auch auf wirtschaftliche
Dinge. Darunter fallen also die A b r ü ft a n g s - frage ebensogut wie Fragen der Handelspolitik. Ob und inwieweit auch die Revision des Versailler Vertrages hiermit gemeint ist, geht aus den bisherigen Veröffentlichungen nicht eindeutig hervor.
Oie deutschen Schuldverschreibungen.
Ausschluß fremder Garantie«.
Berlin, 15. Juli. (WTB.) Um ausdrücklich sicherzu st eilen, daß die Unterbringung der Schuldverschreibungen des Lausanner Abkommens nicht durch Garantien fremder Länder oder auf ähnliche Weise ermöglicht oder erleichtert wird, ist am 8. Juli in Lausanne von den Sachverständigen der sechs einladenden Mächte protokollarisch fest gestellt worden, daß jede Ausgabe deut- scherRcgierungsschuldverschreibun- gen ausschließlich auf der Grundlage des deutschen Kredites erfolgen muß.
Erklärungen Herriots.
Paris, 15.Juli. (WTB.) Am Schluß der heutigen Kammersitzung sprach Ministerpräsident H e r - r i o t über die Lausanner Konferenz. Her- riot erklärte, daß am 6. Juni die Lage ernst gewesen sei. Frankreich habe zunächst nicht geplant, das Moratoriums - Problem herauszuschälen. Deutschland habe durch seine qualifizierten Vertreter erklärt, daß es niemals mehr bezahlen wolle. Frankreich habe dafür gesorgt, daß der Begriff desMoratoriumsoufdie Dauer der Konferenz beschränkt bleibe, und habe den Grundsatz der Verbindung zwischen dem Reparationsproblem und dem Problem der französischen Schulden bei Amerika durchsetzen wollen. Dies sei in Lausanne gleich zu Beginn der Konferenz geglückt Auch für andere Staaten offen... Erklärung des englischen Außenministers.
Genf, 15. Juli. (WTB.) Der Völker- bu ndsrat trat heute nachmittag zu einer öffentlichen Sitzung zusammen, um zu der Frage der Einberufung der Weltwirtschastskon- serenz und der finanziellen Hilfsaktion für Oesterreich Stellung zu nehmen. Dor dem Eintritt in die Tagesordnung gab der englische Außenminister Sir John Simon eine Erklärung über die englisch-französische Vereinbarung ab. Er gab seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß Italien und Belgien der Einladung zum Beitritt bereits gefolgt seien, und betonte, daß
die Einladung sich nicht etwa auf die Lausanner einladenden Mächte beschränke, sondern auch für andere Staaten gelte.
Sir John Simon erklärte, er sei überzeugt, daß die von Großbritannien inaugurierte Methode der Zusammenarbeit zu einer Stärkung dcs Völkerbundes führen werde und in diesem Rahmen insbesondere zu einer Vertiefung der Arbeiten der Europäischen Studienkommission, deren Begründer Briand sicherlich als einen neuen Schritt zu einer europäischen Zusammenarbeit begrüßt haben würde. Der Vertreter Frankreichs, M a s s i g l i, erklärte, daß er sich den Erklärungen des englischen Außenministers voll und ganz ansch ließ e.


