Ausgabe 
16.1.1932
 
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Buntes Allerlei

S.A.-'Spoii

fein muß, wovon der Täter etwa 2000 Mark geraubt haben dürfte. Trotz eifriger Be­mühungen der Kriminalpolizei ist es bis jetzt noch nicht gelungen, eine Spur von dem Täter zu finden.

künde und feierliche Bestallung des jungen Häupt­lingssohnes Athlone Mankweng Sello Mama- bolo als Häuptling des Mamabolo-Stammes. Dann erfolgte der Hauptakt, die feierliche Lieber­gabe der Häuptlingschaft an den jungen Wild­schwein-Fürsten. Der Stellvertreter führte den »König" auf die Bühne, die Kapelle spielte einen Marsch dazu, und feierlich überreichte der Onkel dem Neffen die Königs-Standarte, das Zepter, welches der begleitende Würdenträger für den neuen Herrscher in Empfang nahm.Athlone Mankweng Sello Mamabolo", sprach der Onkel scharf und deutlich,hier hast du das Zepter der Wildschweine I Fortan bist du der König I Hier ist dein Volk - Volk der Wildschweine: Hier hast du deinen König! Llnd nun höre, du Kö­nig des Stammes der Wildschweine von Mama­bolo, deine Rechte und deine Pflichten! Das Volk ist dein, du regierst! Aber sei gerecht! Ein König ist nur der Diener seines Bolkes. Er soll sich als den Geringsten betrachten, klein sein, immer be­reit, in Demut seinem Volke zu dienen. Das Wohl des Volkes, nicht das eigene Wohl, muß für ihn die Hauptsache sein! - Du Volk, gehorche ihm, gehorche deinem König! Vertraue ihm, diene ihm, damit er dich recht führe! Llnd du König, wisse, wenn du deines Volkes Stimme verachtest werden wir dich ermahnen! Wirst du im Trotz' wider das Wohl des Ganzen sündigen, werden

Oer Raubmord in Offenbach.

WER. Offenbach, 15.3an. Die Sektion der ermordeten Postbeamtin Kreutzer hat ergeben, daß der Täter ihr ein Handtuch in den Mund gesteckt hatte, wodurch das falsche Gebiß des Oberkiefers bis in die Kehle geriet. Die Kreutzer ist hierdurch erstickt. Runmehr ist einwandfrei festgestellt worden, daß die Tat bereits am 7. Januar, vormittags 9 LIHr, ge­schehen ist. Weiter ist festgestellt worden, daß die Ermordete im Besitz von 3000 Mk. gewesen

wir dich zur Rechenschaft ziehen. Daher sei gut, treu, der erste Diener deines Volkes!" Runmehr folgten Llmzüge der Pofaunenchöre, des Sänger­chors und allerlei Volksbelustigungen, bei denen die alten Dasuto-Tänze mit Pauken- und Flö­tenbegleitung die Hauptrolle spielten, während die Wildschwein-Danner fröhlich im Winde flat­terten. ..

Ein merkwürdiges Dokument aus dem Weltkrieg.

Eine einzigartige Erinnerung an die Zeppelin- Angriffe auf England während des Weltkrieges ist jetzt ans Licht gekommen, nachdem sie über 15 Jahre geheim gehalten worden war. Dieses düstere Andenken, das nach einem Bericht der Daily Mail" zum Verkauf angeboten wird, ist das Ballast-Buch des deutschen Luftschiffes L 32, das am 24. September 1916 zu Billericay in Essex in Flammen geschossen- herunterstürzte. L 32 wurde zusammen mit L 33 bei einem großen An­griff heruntergeschossen, den ein Luftschiffgeschwa­der auf Großbritannien unternahm. Rur der Kommandant des L 32, Petersen, sprang aus dem brennenden Schiff, als es abstürzte, und entging so dem Tode. Man wußte bisher nicht, daß irgendein Dokument von dem Luftschiff gerettet worden sei, und Sachverständige, die jetzt Einblick in das Buch genommen haben, erklären, daß es von ungeheurem Wert für die englischen Militär­behörden gewesen wäre, wenn es ihnen sogleich zugänglich gemacht worden wäre. Der ursprüng­liche Finder, dessen Rame geheim gehalten wird, befand sich gerade in der Rähe des Ortes, auf dem der Zeppelin abstürzte. Als er das Schiff wie eine brennende Riesenfackel fallen sah, lief er eiligst hinzu und war einer der ersten, die das brennende Wrack erreichten. Rach seinen Angaben sah er einen Mann, dessen Kleider in Flammen standen und dessen Gesicht von Rauch geschwärzt war, aus dem Gestänge herausstürzen. Er schien sich nur noch mit Aufbietung der letzten Kräfte fortzuschleppen und umklammerte mit seinen Armen ein dickes Buch. Plötzlich brach er zusammen. Das Buch fiel auf die Erde, und der Mann schrie dreimal mit lauter gellender Stimme:Dreizehn! Dreizehn! Dreizehn!" Die Bedeutung dieses rätselhaften Aufschreis ist jetzt klar geworden, da sich aus dem Buch ergibt daß es die 13. Fahrt dieses Luftschiffes war. Jede Seite des Buches zeigt einen genauen Plan des Luftschiffes mit der Angabe der Verteilung der Lasten. Die mitgenommenen Mengen an Brennstoff, Bomben, Ballast usw. sind mit Blei­stift eingetragen, und jede Eintragung ist von dem Kommandanten unterzeichnet mit Ausnahme der 13. Seite, die nur zum Teil ousgefüllt ist und die der Kommandant nicht mehr lebend unter­zeichnen konnte. Man hofft, dieses einzigartige Kriegsdokument für das britische Kriegs-Museum erwerben zu können.

scheu Volke stecken. Der einfachste Polizeischreiber, der arme Schneider, sie besteyen vor den prüfenden Augen dieses großen Dichters mehr als der Bankier und Kriegsgewinnler, und so manche andere Größe dieser Erde, weil sie ganze, weil sie moralisch bessere Menschen sind.

Es geht ein gesunder Geist durch unsere Jugend, die wieder das Echte sieht und den Schein verabscheut. Möge sie sich nicht durch Konvention und bloße Fachbildung, durch Neid, Eifersucht und Ressentiment den Weg verbauen lassen zu den wah­ren Gütern des Lebens. Dann wird sie auch in dem engen Raum, der ihr zum Wirken in den nächsten Jahren gegeben ist, sich die Lebensfreude erhalten können.

VfB-Gießen.

vfV. (Liga) VfB. Kurhessen Marburg (Liga).

Die VfDer empfangen am Sonntag wiederum auf eigenem Platze einen Gegner zum Vcrbands- spiel das sich zu einer spannenden Begegnung gestalten kann, wenn die Hiesigen mit einer etwas besseren Leistung aufwarten, als sie am vergan­genen Sonntag im Spiel gegenGermania" Fulda gezeigt worden ist. Die Kurhessen haben in den letzten Spielen beachtliche Ergebnisse erzielt. Hcs- sen09 wurde mit 3:2 Toren geschlagen, Borussia, Fulda, drängte die Kurhessen allerdings erwar­tungsgemäß mit 1:4 in den Hintergrund, die Gäste des morgigen Sonntags vermochten aber anderer­seits in den Spielen zum Ende des vorigen Jahres gegen die Kurhessen Kassel mit 2:0 Sieger zu blei­ben und gaben auch dem Bezirksmeister SC. 03 U5 das Rachsehen. Die Mannschaft der Gaste durste dazu geeignet fein, die VfBer SU einer guten Leistung herauszufordern, die nuS $cr Mannschaft neuen Impuls ver- fchaffen konnte, sondern auch den Zuschauer zum aufmerNamen Verfolgen des Kampfes zwingen sollte. Ein Sieg wird den Hiesigen wohl kaum be- schert sein. Auf ein ehrenvolles Ergebnis sollte man aber mit allen Kräften hinarbeiten. Es wäre an der Zeit, sich besonders im Sturm aufzuraffen und die von den Läufern nach vorne getragenen Balle mit lenem letzten Einsatz (den man bisher Hu oft vermißte) zu Erfolgen auszuwerten. Die Läuferreihe und die Hintermannschaft der Elf sind doch gut in Haupt hat man einen talentvollen Spieler im Sturm, die übrigen sind im Grunde doch auch nicht unbegabt, - es sollte endlich in den Ergebnissen nicht immer heißenzu 0 und »SU/ wie es mit geringen Ausnahmen bisher war. (Das Publikum will Tore sehen!) Mit gutem Feldspiel allein ist es nicht getan. Die Mannschaft spielt in folgender Auf- SeutWer, Henrichs: Köhler, länger, Haupt,

D" Ligareserve ist spielfrei. Die 3. Mannschaft -^E^bandsspiel auf eigenem Platze gegen Heuchelheim an. Zwei gleichwertige Gegner stehen sich gegenüber, die sich einen interessanten Kampf statt " öurftcn ®a3 findet vor dem Ligaspiel

Spieivereimgung 1900 Gießen.

Dillenburg (Liga) Spielvereinigung 1900 (Liga). S^e 1900er haben morgen in Dillenburg zum Verbandsruckspiel anzut.eten. Das Vorspiel ent* IJieöen fte auf eigenem Platze mit 2.0 für sich. Bisher haben sich beide Mannschaften immer span­nende und harte Kämpfe geliefert. Einen rassigen Kampf sah man vor einiger Zeit in dem Pokal- Wiel gegen Dillenburg, dos mit dem Ergebnis ?°rn 5:0 endete und die 1900er stark überlegen Jap, obwohl auch die Dillenburger keine schlechte wachten Die Dlauweißen müssen nun aller­dings ersatzgeschwächt nach Dillenburg, da Heil- SSiM Vtor Spwlsonn^ge gesperrt ist und auch tß,Begegnung darf von - leicht genommen werden, da in Dillenburg an die Mannschaft höhere und vor allem andere Anforderungen in der ae- tamten Spielanlage stellt, als die Verhältnisse des faRrr* Flohes. Zudem sind die Gastgeber ge- h tlx- technisch durchaus auf der Hohe, !°. daß also die Punkte nicht leicht zu erringen ^werden. Die Mannschaft fährt in folgender o ^Illung. Wißmar: Seiler, Jäckel: Henrich 'nuSlS?0? Schulder, Arnold, Lippe?' ^'ch^lmi, K. Schmidt. Mit einem Siege der Gießener Mannschaft sollte man rechnen dürfen.

wenn auch die zuletzt gezeigten Spiele und die erzielten Ergebnisse keine allzugrohen und auch keine allzu sicheren Hoffnungen zulassen.

Die Ligareserve hat gegen die 1. Mannschaft von «-iVingshausen zu einem Wiederholungsspiel an- (jutreten. Das Vorspiel endete auf dem Platz in Gießen mit einem sicheren Siege von 4:1 für die Blauweißen. Man sollte auch am morgigen Sonn­tag damit rechnen können, daß die Mannschaft einen Sieg nach Hause bringt. Allerdings zeigte sich die Elf reichlich unbeständig und so ist eine Lleberraschung nicht ausgeschlossen.

Die 3. Mannschaft bestreitet ein Spiel gegen i ie*cc£> ^9$ Spiel ist von entscheidender Bedeu­tung. Gewinnt 1900 den Kampf und verliert Du­tenhofen (der gefährlichste Gegner und Tabellen- zweiter der zweiten Gauklasse) in Lich, dann Dürfte der dritten Mannschaft die Meisterschaft kaum mehr zu nehmen fein. Das Vorspiel 1900 gegen Wieseck endete 1:1. Die vierte Mannschaft tritt zum Gesellschaftsspiel gegen die zweite Mann­schaft von Leihgestern an. Die fünfte Mannschaft hat die 1-Mannschaft des VfB. Krofdorf vor der klinge. Die Krofdorfer mußten in der vorher­gehenden Begegnung eine Riederlage von 10:1 -Soren hinnehmen. Ein Sieg der Gießener steht auch außer Frage.

D. f. K Lich.

Auf hiesigem Platze findet am Sonntag ein für ^belle sehr wichtiges Ver- bandsspiel statt. Die Erste empfängt nämlich den augenblicklich spielstärksten Gegner der Gruppe die erste Elf von D u t e n h o f e n. Im Hinblick au ycn letzten Spielen gezeigten Leistun­gen der Rasenspieler (sie konnten ihre bisherigen Spiele der Rachrunde alle siegreich gestalten) durste em spannender Kampf zu erwarten sein. '

Handball im VfB.

Die Handballmannschaft des VfB. hat die sehr spielstarke, eifrige und besah sie Mannschaft des Turnvereins Lang-Göns zu Gast. Es wird der Auf. bietung aller Kräfte bedürfen, wenn die Grün- weißen sich gegen diese Mannschaft ehrenvoll be­haupten wollen. Die Turner sind außerdem was die Spielerfahrung anbetrifft, den Hiesigen weit voraus und werden sich den Sieg nicht streitig machen lassen rrDie b!lI)e£r,9e Mts Haltung, die die junge Handballmannschaft des VfB. eingenommen hat, läßt allerdings hoffen, daß der Gegner auch nicht im Handgalopp Sieger wird.

Handball im Gau Hessen (O. T.)

Rach langer Pause tritt am morgigen Sonntag dum ersten Male wieder die erste Mannschaft des TurnvereinsGut Heil" Großen-Buseck zu einem Freundschaftsspiele an. Gegner ist die erste Mann­haft des Turnvereins Allendvrf (Lahn). Die Gaste sind sehr spielstark und konnten in den letzten Verbandsspielen mit dem seitherigen Mei- ster des Gaues Lahn-Dünsberg (ADT.) die erste Stelle einnehmen. Der Ausgang des Kampfes ist offen.

_ Heuchelheim erwarten am Sonntag Heuchelheims 1. und 1. Jugendmannschaft die 1 und 2. Mannschaft des Tv. Münchholzhausen. Die Spiele waren ursprünglich auf den 2. Weihnachts- tag angeseht, mußten aber damals wegen der schlechten Witterung ausfallen. Die Gäste stellen spielstarke Mannschaften ins Feld, so daß mit spannenden Kämpfen zu rechnen ist.

Sporiabieilung des Turnvereins Lollar

Am morgigen Sonntag spielt die l.Hand- gegen die gleiche des Turn­vereins Londorf in Londorf. Die Platzbesitzer spie­

Gictzener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 16. Jan. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter, das P und von 80 Pfennig an, Butter 100 bis 110, Matte 25 bis 30, Käse (10 Stück) 50 bis 120, Wirsing 8 bis 12, Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Sinter-Kohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 8 bis 10, Rosenkohl 20, Feldsalat 60 bis 80, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln 4, Aepfel und Birnen je 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, Nüsse 35 bis 40, junge Hähne -und Suppenhühner je 80 bis 90, Enten und Gänse je 90 bis 100; Tauben (Stück) 50 bis 60, Eier 11 bis 12, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln, der Zentner 3,00 bis 3,50 Mark, Weiß­kraut 4,00 bis 5,00, Wirsing 7,00 bis 8,00, Rot­kraut 7,00 bis 8,00 Mark.

Goethe bleibt stecken.

Auch das ist Goethe geschehen, allerdings in jüngeren Jahren, bei der Eröffnung eines neuen Dergstollens in Ilmenau, 1784. Goethe lieh die bei dem Unternehmen beteiligten Honoratioren zu­sammenbitten, er wollte ihnen eine feierliche Er­öffnungsansprache halten. Er hatte die Rede vor­her ausgeschrieben und auswendig gelernt und trug sie vor, aber mitten in einem Satz versagte sein Gedächtnis, er blieb stecken. Das Manuskript hatte er in der Tasche, aber er wollte den Faden selbst finden, und so sah er die Zuhörer mit un­verwandten Augen an, ohne sich so erzählt ein Augenzeuge auf ein Verlegenheitsgestammel einzulassen. Sein würdig-ernstes Wesen hielt sie in Dann, es herrschte lautloses Schweigen, dann fand er sich wieder zurecht und beendete die Rede, als ob nicht das Geringste vorgefallen sei.

Dorn Einglas.

Die Berichte vom Wiener Kongreß erzählen von einem Holländer van der Driele, der in der Ver­sammlung der vornehmsten Gesellschaftskreise, die sich dort zusammengefunden hatten, großes Auf­sehen erregte, weil er ein Monokel trug. Das Einglas, das nunmehr rasch zum Zeichen des eleganten Herrn wurde, war aber bereits früher bekannt, und jener Holländer ist nicht etwa fein erster Träger gewesen. Wie in einem Aufsatz der Frankfurter WochenschriftDie Umschau" hervor­gehoben wird. findet sich bereits au einem Kip e.- stich von Jan Collaert nach einem um 1575 entstan­denen Gemälde von Stradanus, das eine Straße mit Drillenhändlern darstellt, im Vordergründe ein Mann, der ein gestieltes Einglas vor das rechte Auge hält. Aber während dies mehr ein Lorgnon gewesen zu sein scheint, ist der erste, von dem wir hören, daß er ein richtiges Monokel trug, der berühmte Daron von Stosch, der ums Jahr 1730 als großer Kunstsammler, Kunsthändler, Archäologe und Abenteurer in Rom lebte. I. G Kehtzler, der Verfasser einer viel zitierten Reise- beschreibung, der ihn dort 1740 kennenlernte, be­richtet von ihm: »Wegen seiner blöden Augen be- iHent er sich eines Fernglases, so mit einem dünnen Zettchen am Dock befestigt ist. Die Haut um sein Auge /st also gewöhnt, daß sie sich fest um dieses Elas schließt und er nicht nötig hat, solches mit den Händen daran zu halten. DiesesFernglas" wurde aber im 18. Jahrhundert von Kurzsichtigen noch verhältnismäßig selten getragen und erhält erst gegen Ende des Jahrhunderts die Dezeichnung der Anzeige eines Londoner Opti­kers W. Jones von 1813 werden Eingläser mit sil­berner oder goldener Fassung zum Preise von 6 bis 54 Mark angeboten, und 1819 berichtet der Hallenser Theologe Riemeher aus London, die 1 ungen Elegants wären hier mitGlasaugen" be° tpaffnet bi<> fie sichanklemmten" und mit denen n? ft"? Vorübergehenden beaugenscheinigten. Ger- stacker berichtet später in seiner NovelleDie Frei­kugel noch als etwas Llngewöhn'iches von einem Jemen Forsteleven, dermanchmal eine kleine Lorgnette zwischen Auge und Rase klemmte".

Die Krönung des Wildschwein-Königs.

Im Nordosten von Transvaal lebt der Basuto- Stamm derWildschweine", die sich so nach ihrem Totem-Tier nennen. Diese heidnische Tiervereh- rung ist mit dem Ahnenkult eng verschmolzen, da Der Stamm glaubt, von dem betreffenden Tier abzustammen. Dei diesen Basutos wurde kürz- lich ein neuer Oberhäuptling, den sie Wildschwein- Romg nennen, feierlich eingesetzt. Der Missio­nar Hoffmann schildert diese eigenartige Ärö- nung in denBerliner Missionsberichten". Der frühere Oberhauptling Senthumula war 1925 ge- ftort^n, und sein Stellvertreter Sam Mamabolo wollte nun feinen Sohn als König ernteten. Ein A?°ues Programm wurde aufgestellt, wobei sich besonders die Dolksschul-Lehrer beteiligten, die in den vielen Schulen von Mamabolo-Land die Her­anwachsende Jugend unterrichten. Sim 10 Llhr des d°r Millionär in dem Hauptstadt-Dorf.Von hoher Felswand auf dem Jerge hinter dem Dorf grüßte das mit weißer ^^^Ä.^^^^^^?ein"-Wappen mit der Mamobolo-Wildschwein aus $ ' und überall sah man das gleiche Bild

hS und an den Häusern. In der Mitte oA^utzes stand eine Bretterbude mit Blumen und Girlanden verziert. Und bann tarnen die Seftgafte: schwarze Menschen, aber nicht mehr im Lendenriemen, der früher einmal die einzige Da- Ä^Ebldung war, sondern alle in anständigen orC bis 5000 kamen zusammen. Die

Autos der Weißen rollten heran von nah und fern, über 50 weihe Menschen. Der Eingebore- nen-Kommissar, Dr. Jenner aus Pietersburg, erhöhten blumengeschmüK ten Buhne Platz, neben ihm Bischof Fuller Oberst Wolfs und ich. Eine Musik-Kapelle marschierte auf und brachte unter den Klängen eines Mar- ^es den lungenKönig", gut gekleidet, im neuen Zilinderhut vor die Bühne. Reben Km fchritt ein hoher Würdenträger, voran sein Onkel, der bisherige stellvertretende Oberhäuvt- lwg. er trug die Königs-Standarte, einen Dusch schwarzer Straußenfedern auf langem Stabe Da­nach begann der Eröffnungs-Gottesdienst; unsere schonen lutherischen Choräle klangen über den Festplatz.... Es folgte die Verlesung der Slr-

len in der Gauklasse des Lahn-Dünsberg-Gaue- und sind Tabellenführer, während Lollar in der Bezirksklasse im 2. Bezirk die Tabelle anführt. Lollar tritt am Sonntag in starker Aufstellung an und wird den Londorfern den Sieg nicht leicht machen. Londorf hat allerdings den Vorteil des eigenen Platzes und wird wohl alles daranseyen. das Spiel für sich zu entscheiden. Die 2. Handball­elf trägt ein rückständiges Verbandsspiel gegen Aliendorfs 2. Mannschaft in Lollar aus. Das Vorspiel sah Lollar mit 4:3 in Front, während der Ausgang des bevorstehenden Treffens offen ist.

Dei den Fußballern herrscht Ruhe, nur die Dritte fährt nach Gießen zu 1900, um dort einer kombinierten Mannschaft gegenüberzutreten. Ein Sieg der Lollarer würde ein Achtungserfolg be­deuten, da die Mannschaft erst das zweite Spiel austrägt.

Tisch-TemiiS im VfB.

Arn morgigen Sonntag trifft die Tisch-Tennis- rncmnschaft des VfD. im Saale des Cafe Ebel im Klubkampf auf den Tisch-Tennis-KlubGrün- Weih", Dad-Rauheim. Rauheim hat eine spiel­starke Mannschaft. Es wird den Hiesigen nur mit Mühe gelingen, ein Unentschieden zu er­reichen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Dortmunder Sechstagerennen beendet.

Das Dortmunder Sechstagerennen wurde am Donnerstag beendet. Das starke holländische Paar van Kempen/Pijnenburg lieh sich den in der letzten Nacht gesicherten Vorsprung nicht mehr entreißen und verteidigte die Spitze hartnäckig gegen alle Versuche des starken Feldes. Gegen 7 Slhr gab es noch eine Sensation, da die Mannschaft Schon/Gv* bei hie Waffen streckte. In der letzten Stunde gab es noch 20 Spurts, vo» denen van Kempen allein neun gewann. Gefahren wurden in den 145 Stun­den 3599,400 Kilometer.

Der Schluß stand des Rennens war folgen­der: 1. Piet van Kempen/Pijnenburg 458 Punkte; 1 Runde zurück: 2. Rausch/Hürtgen 278 Punkte; 3. Charlier/Deneef 164 P.; 2 Runden zurück: 4. Kroll/Maidorn 226 P.; 5. Dülberg/Tietz 158 D.t 6. Wambst/Droccardo 58 P.; 5 Runden zurück: 7. Rieger/Schenk 134 Punkte.

Kirche und Schule.

Professor Georg ßerschensteiner f.

3n München ist am Freitag der bekannte Päda­goge Geheimrat Professor Dr. Georg Kersch en. st e i n e r im 78. Lebensjahr verstorben.

Kerschensteiner am 29. Juli 1854 in München aeborem mar ursprünglich Volksschullehrer, studierte spater Mathematik und Physik und wirkte als Gym. nasiallehrer in Nürnberg, Schweinfurt und Mün- chen. Hier wurde er 1895 als Stadtrat in die Lei- tung des Schulwesens berufen; in dieser Stellung setzte er sich für eine gründliche Reform des Volks- und Fortbildungsschulwesens ein, die bald auch von anderen Städten als vorbildlich nachgeahmt wurde. Sein Bestreben war, die Volksschule zur Vorschule der praktischen Arbeit zu machen: aus der Fortbil- dungsschule gestaltete er eine Berufsschule, die den Bedürfnissen des gewerblichen Lebens angepaßt war. In zahlreichen Vorträgen trat Kerschensteiner jur seine Ideen ein, außerdem verfaßte er eine Fülle von Schriften, im Reichstag, dem er von 1912 bts zu dessen Ende angehörte, hatte er Gelegenheit, feine Ideen unmittelbar zu vertreten. Seit 1919 war Kerschensteiner als Honorarprofessor für Pädagogik an der Münchener Universität tätig.

Um die höhere Mädchenschule.

Der engere Vorstand des Deutschen P h i l o. lo g in n enver b andes hat folgende Entschlie­ßung gefaßt: Auf Grund sorgfältiger statistischer Er- Hebungen hat der Vorstand festgestellt, daß die Aus­wirkungen der Notverordnungen und die akuten Finanzschwierigkeiten der Länder und Gemeinden die Selbständigkeit des Mädchenbil- dungswesens verhängnisvoll beein­trächtigen. Schließung von einzelnen Mädchen­schulen in kleinen Städten, Zusammenlegung einziger höherer Mädchenschule mit einer von meh­rerer höherer Knabenschulen des Ortes Abbau von Oberstufen der Mädchenanstalten, Aus- schaltung des erzieherischen Einflus­ses der Frau für weite Kreise der weiblichen Schuljugend sind vollendete Tatsachen. Sie deuten auf eine bedrohliche R ü ck e n t w i ck l u n g der höheren Mädchenschule. Dieser Abbau steht in krassem Gegensatz zu der erst jüngst gewonnenen Er­kenntnis von Stadtbehörden und Elternschaft wie notwendig ein hochwertiger und selbständiger' Bil- dungsaufbau für die weibliche Jugend im Rahmen der Gesamtkultur Deutschlands ist. Nur wenn alle einsichtigen und beteiligten Kreise den Gefahren ent- gegenroirfen, kann erreicht werden, daß die höhere Mädchenschule über die Krise hinweg in ihrer Substanz erhalten bleibt. Es darf auch in schwerster wirtschaftlicher Not nicht vergessen wer-

daß gründliche Bildung einen Eigenwert für die Entwicklung der Persönlichkeit bedeutet und sich auch im materiellen Existenzkampf erfolgbringenS auswerten läßt.

hundert Jahre Gustav-Adolfvereln.

&er 'n Leipzig 1832 gegrün­dete Gustav-Adolf-Verein hundert Jahre seine Lie­besarbeit an den evangelischen Glaubensbrüdern im 3m. und Auslande geleistet. Viele Millionen Taler und Mark sind von Leipzig und von den Hauptver- einen des Vereins in diesem Zeitraum in die Diaspora hinausgegangen, um Kirchen und Schulen zu bauen, Pfarrer und Lehrer zu besolden, Arme, Kranke und Elende zu betreuen und überall mit warmherziger Bruderliebe das drückende Gefühl der Vereinsamung und des Verlassenseins zu über- wmden Helsen. Nicht mit einem lauten Jubelfest soll Der (Srinnerunastag begangen werden, sondern mit einer trotz allem zuversichtlichen Gedenkfeier im Nahmen einer Hauptversammlung des ae« '?oernrr@ufta%2I?0lfz?rerein51 ^er das ganze Jahr 1932 soll vom Gustav-Adolf-Verein als ein beionders arbeitsreiches und pflichterfülltes begangen werden. 2Us em ernster festlicher Auftakt ist die Feierstunde am 16. Januar inderSt. Motthäikirchein mC *9 anzusehen. Hier wird der langjährige Vorsitzende des Zentraloorpandes des evangelischen Vereins der Gustao-Adolf-Stiftung, Geh. Rat Prof, v. Or. FR endtorff, die Versammlung be­grüßen und zu einer im Hinblick auf die wachsende Not gesteigerten Arbeit am Werk auffordern. So- n.ann,<roi^ die Choralkantate von Professor D. Dr. Arnold M e n d e lssohn (Darmstadt)Verzage klein" durch Max Fest und den Matthai-Kirchenchor zur Uraufführung gebracht wer- den. Schließlich wird Generalsuperintendent D. P. r? U E^n),. Mitglied des Zentraloorstandes der Gustao-Adolf-Stiftung, der Führer der evangelisch- uniierten Kirche in Polen, über die evangelische Not im abgetrennten Osten berichten.

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