Ausgabe 
16.1.1932
 
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Wirtschaft

Nord-

Banknoten.

Lombardzinsfuh S o. k>.

inttx

auf 121,65 und in Paris auf 608,50. Die deoifen waren ebenfalls fester.

sich zweckmäßigerweise an die öffentlichen Wetterdienststellen, die gerne mit der An- cinschlägiger Literatur usw. die-

gäbe von . , nen werden. D- Red.

Oie Wetterkarte.

Wie sie entsteht und was sie berichtet.

gen die Reichsmark auf 14,7150. Die Reichs» m a r t konnte sich nach vorübergehender Abschwa» chung wieder etwas bessern und schloß in SImftcr* dam mit 69,0750, in Zürich mit 121,65, wahrend sie sich in Neuyork auf 23,74 stellte. Die Norddeoisen blieben ziemlich fest. Der Pen konnte sich stärker befestigen, Mailand tendierte schwächer.

Der Dollar lag auch am Nachmittag recht schwach. Die beabsichtigte Krediteirpansion in den Vereinigten Staaten hat eine gewisse Beunruhigung hervorgerufen, und es wurden Dollarabgabcn vorgenommen. In Amsterdam schwächte sich der Dol­lar bis auf 249,1550 nach 249,45 heute früh ab. Das Pfund war auf Gewinnmitnahmen wieder etwas leichter und ging auf 3,4825 gegen den Dollar zu­rück, gegen den Gulden stellte es sich auf 8,69, gegen Paris auf 88,90, gegen Zürich auf 17,9150 und ge-

il werten, M "<**, £>riie hinweg in I9r n ! eib! Es barf auch 1

No! nicht vergessen WJ

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gtrlln, 15.Januar ümeritantidie Sloten.......

öelfllfdjf Noten.........

Taniicke Noten....... .

tenglifdie Noten.........

irtanjöüjdie Noten........

Holländische Noten........

Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch-Lcllerrcich, 100 EchMing Numänische Noten......

Schwedische Noten........

Schweizer Noten. ........ Spanische Noten. ........

Ungarische Noten .......

Reichsbankdiskont 7 v. k).

alfo jeden entbehrlichen Pkennig fparm, damit Du im Älter einen Kot- grokchen haü; aber fo Haren, daß Deine Familie fofort verlorst: ata &teMiH»dutuw4i4.4 Audi für DICH gibt es eine vorteilhafte Lebensversicherung. Frage den Versidierungs-Fadimannl

b Schule.

Serf^eofldnct f.

re**Q9 der bekannte M, Dr. Georg Kerschen, hr verstorben.

-Aul, 1854 in Münch,, iVolksschullehrer, sludirrle hysik und wirkte als lgym. l. Schweinfurt und Mön. ' als Ttadtrat in die Lei- Men; in dieser Sltlluni noliche Reform des Volks, enr ein, die bald auch doi " bildlich nachgeahmt wurde. Bolksschule zur Borschu!, machen: aus der gorttil- eine Berufsschule, die bn 'blichen Lebens angepatzt trägen trat Kerfchenstcio,r herbem verfaßte er <iri eichstag, bem er oon IW irte, hatte er

vertreten. Seit 1919 k irprofessvr für Pädoge;t stät tätig.

Mädchenschule.

es Deutschen Phils- s hat folgende EnWii- sorgfältiger statistischer 6r- ib festgkstellt, daß die Aus- dnungen und die aluiti r Länder und Gemeind,; it des Mädchenbil- sängnisvoll beein- g von einzelnen Mädches- i, Zusammenlegung schule mit einer von nich- len des Ortes, Abdou Mädchenanstalten, Aus- eherischen Einslu eite Kreise der weiblich' iete Tatsachen. Sie deut'-

Befestigung des englischen Pfundes.

Berlin, 15.3an. (DTB.) An den internatio­nalen Devisenmärkten hat sich gestern vor­mittag das englische Pfund, das bereit» gestern abenb aus 3,4640 gegen den Dollar ange­zogen hatte, weiter kräftig bessern können und erreichte wieder einen Kurs von über 3,50, den es seit dem 30. November nicht mehr hatte. Es stellte sich heute morgen auf 3,4675, befestigte sich dann auf 3,5025, gab aber gegen mittag auf 3,4925 wie­der nach. In internationalen Devisenkreisen führt man die Pfundbefcstigung in der Hauptsache auf eine etwas ungünstigere Beurteilung des Dollars zurück, der heute auch schwächer liegt. Die Gerüchte über Aufgabe des Goldstandards i n Amerika sind wieder aufgetaucdt, und man glaubt, daß englische Guthaben aus Amerika zurück­gezogen werden. Gegen den. Gulden stellte sich das Pfund auf 8,7150, gegen Paris auf 89,12, gegen Zürich auf 17,9350 und gegen die Reichsmark auf 14,73. Die Reichsmark war gut behauptet, in Amsterdam stellte sie sich auf 59,0750, in Zurich

Berlin ausgesprochen fest.

Berlin, 16. 2an. (WTB. Funkspruch.) Auch zum Wochenschluh blieb die Stimmung an den Effektenmärkten ausgesprochen fest. Es gab zwar politisch nichts Reues und auch aus der Wirtschaft lagen nur spärliche Anregungen vor, das Publikumsinileresse hielt aber an, und vor allem scheint man auf Grund der Rachrichten über den Verlauf der Stillhalteverhandmngen, bei denen sich jetzt doch langsam eine Basis heraus­kristallisiert, weitere Meinungskäufe zu tätigen. Bekanntlich erwartet man, daß ein großer Teil der Beträge, die in Reichsmark rückzahlbar sind, Anlage suchen und angelegt werden dürften. Eine weitere Anregung ging von der freundlichen Stimmung der Auslandbörsen aus, so daß das Geschäft besonders in Spezialwerten wieder etwas größeren Umfang annahm.

3m Vordergrund des Interesses standen auch heute Montanpapiere. Für Harpener, Gelsen­kirchen, Mannesmann. Rheinstahl. Hoesch und St a^vereins-Werte zeigte das Rheinland an­haltend Kaufnergung. so daß diese Werte erneut bis zu 2 Prozent selbst gegen die festen gestrigen Abendkurse anziehen konnten. Aber auch auf den übrigen Märkten waren Besserungen in die­sem Ausmaße keine Seltenheit. Relativ vernach­lässigt lagen Bank- und Schiffahrtsaktien, da­gegen hatten Kali- und Elektropapiere, bei letz­teren hauptsächlich wieder di« Rebenwerte, ziem­lich lebhafte Umsatztätigkeit. Kunstseidepapiere la­gen nur behauptet. Otavi waren etwa 1 Mark höher gefragt, Ehade-Aktien gingen etwa 2 Mark niedriger als gestern abend um, dagegen setzte das andere Spezialpapier Julius Berger seine Au^wärtsbewegung abermals um 3 Proz. fort.

Der M r.t d.r f e st v e r z i r S l i ch e n W e r t e war auch heute vernachlässigt, nur Reichsschuld­buchforderungen lagen weiter fest, und auch Farbenbonds zogen erneut um 1 Prozent an. Reichöbahi-vorzugsaktien lagen vernachlässigt, stärkeres Interesse bestand dagegen wieder für Industrieobligationen.

Arbeiterentlasfungen bei den Burger Eisenwerken. Die Burger Eisen­werke G. mb. H werden in Anbetracht der be­endigten Saison in der Oscnbranche Ende Ianuar und Mitte Februar Entlassungen vornehmen, die 5 Prozent der Belegschaft überschreiten Eine Stillegung der Betriebe kommt jedoch nicht in Frage.

Sranffurf gut behauptet.

Frankfurt a.M., 15. Ian. Rach den letzt- tägigen Befestigungen machte sich im heutigen telephonischen Effektensreiverkehr seitens der Spekulation stärkere Zurückhaltung bemerkbar, da Anregungen besonderer Art nicht vorlagen. Die freundliche Grund st im- m u n g blieb indessen erhalten, und auf einigen Märkten zeigte sich immer noch kleines Kauf- inte reffe. Die Umfatztätigkeit hat aber eine merk- ltche Einengung erfahren, nur in Spezialpapieren entwickelte sich etwas regeres Geschäft. 3m groben und ganzen blieben die gestrigen Kurse gut behauptet, nachdem gestern nachmittag leichte Rückgänge eingetreten waren. Am Markte der Elektrizitätsaktien sollen, wenn auch nur Heine, Käufe des Auslandes vorgelegen haben, die für Schlickert, Siemens, Licht und Kraft und AEG. zu etwa 1- bis l,5prozentigen Kurs­avancen führten. Größeres Geschäft hatten 3®.- Farben, jedoch bei nur wenig verändertem Kurs. Auch in Montanaktien hielt die bessere Rachfrage an, wovon besonders Rheinstahl. Mannesmann und Gelsenkirchen profitierten. Don Bankaktien nannte man Reichsbank etwas höher. An den übrigen Marktgebieten herrschte fast Geschäfts­stille.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

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4,22 58,47 80 86 14,71 16,51

169.29 21,29 79,56

2,50 81,06 82,06 35,67

4,20 58,23 80,54

14,65 16,45

168,61 21.21

79,24

2,48

80,74 81,74

35,53

Hm auch die im Lesen der Wetterkarte weniger geübten Leser in daS Verständnis der Wetterkunde einzuführen, bringen wir in nachstehendem einige kurze Erläuterun­gen. Wer sich eingehender in das Studium der Wetterkunde einarbeiten will, wendet

Die Hauptgrundlage der Wettervorherfage bilden die gleichzeitigen' Beobachtungen zahl­reicher meteorologischer Stationen, die über die ganze Erde verbreitet liegen. Für Europa ge­nügen natürlich die Beobachtungen von der nörd­lich 'n Halbkugel. Das den Wetterdienststellen täglich zur Verfügung stehende Material umfaßt die Gebiete zwischen Spitzbergen und Rordafrika und von den Vereinigten Staaten über den Atlantischen Ozean und den eurasiatischen Konti­nent hinweg bis zu der sibirischen Ostküste. Die Beobachtungen der Landstationen werden dabei durch zahlreiche Schiffsmeldungen in wünschens­werter Weise ergänzt. Die Beobachtungen wer­den an allen diesen Stationen täglich wiederholt zu immer gleichen Zeiten angestellt, in Zahlen verschlüsselt, zu einer Sammelstelle telegraphiert und von dieser zu bestimmten Zeiten und aus bestimmter Welle gesenkt, so daß alle Wetter­dienststellen in der Lage sind, alle Rachrichten aufzufangen. Die Beobachtungszeiten find nach mitteleuropäischer Zeit 2. 8, 14 und 19 Hhr. Die Meldungen enthalten Angaben über die Höhe und Aenderung des Luftdrucks, über Wind­richtung und Stärke, Wetter (bestehendes und vergangenes), Temperaturen, Eicht, Feuchtigkeit, Bewölkung, Riederschlag u. a.

Wenn auch diese Rachrichten an den Wetter­dienststellen vollständig verarbeitet werden, dazu kommen auch noch Beobachtungen aus der Höhe (Bergstationen, Drachen, Ballon-, Flugzeugauf­stiege), so ist es doch nicht möglich, alles in einer Karte zu veröffentlichen: man beschränkt sich dabei auf das Rotwendigste. So enthalten die veröffentlichten Karten nur Angaben über Bewölkung, Riederschlag. Windrichtung und Windstärke, Temperatur, sowie die für die Pro­gnose so wichtigen 3sobaren, d. h. Linien, welche die Orte mit gleichem auf dem Meeresspiegel umgerechneten Barometerstand verbinden- Durch diese Linien werden Gebiete mit hohem, bzw. tieferem Luftdruck hervorgehoben, deren Kern man kurz mitH o ch" oderT i e f bzw. auf der Karte mitH oberT bezeichnet. Diese Luftdruckgebilde ziehen in den weitaus meisten Fällen (mit der Erdumdrehung) nach Osten und weisen immer bestimmte Wettereigentümlich- leiten auf, wodurch eben die Möglichkeit der Vorhersage gegeben wird. Die Tiefdruck­gebiete find gewöhnlich die Trager trüber, zu Riederschlägen neigender Witterung, die Hoch­druckgebiete abgesehen von Rebelbildung meist die Träger heiterer und trockener Witte­rung. Für gewöhnlich werden wir jedoch nicht durch die Hauptgcbiete, sondern nur durch deren Ausläufer beeinflußt, was sich hauptsächlich auf Tiefdruckgebiete bezieht, die für gewöhnlich nördlich von uns vvrüberziehen Die horizon­tale Luftbewegung (Wind) ist naturgemäß immer vom höheren zum niederen Luftdruck gerichtet und um fo lebhafter, je stärker die Luftdruck- unterfchiede sind. Der Wind weht jedoch nicht auf kürzestem Wege vom hohen zum niederen Druck, sondern wird durch die Erdumdrehung auf der nördlichen Halbkugel nach rechts ab- gelenkt. Der Wind weht stets in einer gegen den Hhrzeiger gc.ichteten Bewegung fpiralenförmig

Spiclplan der Kranksurtcr rheatcr.

Opernhaus. Sonntag, 17. 3anuar. 15 30 bi« nach 17.30 Hhr: . Peterchens Mondfahrt". 19 00 bis 22.30 ..Tannhäuser". -- Montag, 18., 20 00 bis 23 00:3m weihen Röhl". Dienstag, 19., 19 30 bis gegen 22 30:Die Zauberflöte". Mittwoch. 20 . 19.30 bis nach 22.30: ..Die Macht des Schicksals". Donnerstag, 21., 20.00 bi« nach 22.00: »Don Pasquale" Freitag, 22., 20.00 bis gegen 22.30 .Falstaff". Samstag, 23.. 19.30 bis 22.30: ..Macbeth" - Sonntag. 24., 15.00 bis 18.00 und 20.00 bi« 23 00:Im weihen Röhl".

Schauspielhaus. Sonntag, 17. Ianuar, 15 00 bis nach 18 00 Hhr:Der Hauptmann von Köpenick". 20.00 bis 22 30:Dienst am Kunden". Montag, 18.. 20.00 bis nach 23.00:Der Hauptmann von Köpenick" Dienstag, 19.. 20.00 bis gegen 2300:Iim und Iill". - Mittwoch, 20., 20.00 bis 22 30:Fuhrmann Henschel". Donnerstag. 21.. 20.00 bis 22.30 ..Literatur"! hieraufLiebelei". Freitag, 22, 20.00 bi« gegen 23 00:Der Kaufmann von Venedig". Samstag, 23-, 19-30 bis nach 22.15:Iim und Iill". 22.30.Die Spottvögel".

* Stärkerer Automobilabfatz der tpelwerke. Wie die Verwaltung der Adam tpel AG-, Rüsselsheim, mitteilt, konnte die ®c- Mfchaft im Iahrc 1931 einen größeren Auto- vobilabsah als im vorhergegangencn Iahre cr- fclcn, was hauptsächlich auf die Steigerung des »lhorteS zurückzuführen ist. Die Opelwerke ar- Riten gegenwärtig mit einer Belegschaft von ttna 6000 Arbeitern und Angestellten

SSre SsS S-S langen, belaß*}

! e>"e"2n, fandeln ,ins.

St. ^"Vher

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Wochenbenchl

vom Frankfurter Produttenmarkt.

Obwohl in der abgelaufenen Woche der Hm- jng des Geschäftes gegenüber der Vorwoche itwas zurückgegangen ist, zeigte sich weiter eine bemerkenswerte Festigkeit auf den meisten Markt- (dielen. In erster Linie sind die Dreiserhöhun- (ir auf die knappe Dersorgungslage zurückzu- »ähren.

Am Brotgetreidemarkt war besonders -loggen knapp angeboten, so daß eine Preis- letgerung von 5 Mk. Per Tonne eintrat. Am LLeizenmar kt war insbesondere hochwertiger lZeizen knapp offeriert; dies führte zunächst zu -oer Erhöhung um 2,50 Mk., doch trat später ftuber eine Abschwächung um 1 Mk- ein, da bie t «chfrage im Hinblick auf bas toieber ruhiger I.Dorbcne Weizenmehlgeschäft nachgelassen hatte. !tr Rotierungen stellten sich wie folgt: Weizen 4-Kilogramm-Hektoliter-Gewicht 233,50, Roggen r-Kilogramm-Hektoliter-Gewicht 220 bis 222,50 Wart

Am Gerstenmarkt war bas Geschäft burch ne geringen Käufe ber Brauereien klein, doch rat eine Besserung um rund 10 Mk- per Tonne in, fo daß sich die Rotiz auf 185 Mk. per Tonne teilte. Der Hasera bfah gestaltete sich nach V< vor schwierig, da der Konsum nur für beste . Qualitäten Interesse bekundete. Die Dotierung Hieb mit 147,50 bis 155 Mk. gegen die Vorwoche mteränbert.

Am Mehlmarkt trat in dieser Woche Rach- (riae besonders nach Roggenmehl hervor, wäh- das Geschäft in Weizenmehl etwas ruhiger «eworden ist. Der Roggenmehlpreis zog um 1,75 Mk- an und wurde mit 30,75 bis 31,75 Mk. cartlich notiert. Weizenmehl lag unwesentlich söher und stellte sich wie folgt: Weizenmehl. LUb., Spezial 0. mit Austauschweizen 35,10 bis 6 Mk-, Weizenmehl, Sondermahlung, 33,35 bis 4,25, Weizenmehl, Niederrhein-, Spezial 0, mit dustauschweizen 35,10 bis 35,75, Weizenmehl, nederrhein., Spezial 0. Sondermahlung, 33,35 bis 34,00 Mk.. alles per Doppelzentner.

Der Futtermittelmarkt zeigte ebenfalls (rtc Befestigung, besonders für Kleie, da der Anfall der Mühlen sehr knapp und die Rach- Irage etwas besser geworden ist. Kraftfutter- niltel lagen ruhig und in den Preisen kaum ver- entert. Weizenlleie zog um 0,75 Mk. auf 8.65 Mk. -ut Roggenkleie um 0,50 Mk. auf 9,25 Mk. bet Doppelzentner an.

Am Kartoffelmarkt blieb die- Stimmung nDeränbert ruhig Industriekartoffeln, hiesiger 0egcnb, kosteten weiterhin 2,70 Mk. per Zentner, Zcachtparität Frankfurt bei Waggonbezug.

Wochenbericht

»om Frankfurter Schlachtviebmarkt.

Der Frankfurter Schlachtviehmarkt hatte in bet laufenden Woche wieder eine meist schwächere Tendenz zu verzeichnen, die nach wie vor auf Me starken Zutriebe zurückzuführen ist. Ander- Vltt wird aber die Bauernschaft durch bie Rot Xizu gezwungen, Dieh zu verkaufen, bamit sie tie laufenben Steuern begleichen kann. Daß auch in der laufenben Kampagne mit weiterhin hohen Austrieben zu rechnen sein wirb, zeigt die neueste Aeichsviehzählung vorn 1. Dezember 1931 des Sta- I itischen Reichsamts, wonach der Viehbestand für iir Hauptgattungen nach wie vor recht groß ist.

Der Großviehmarkt verzeichnete trotz cr- -hlen Auftriebs (1688 gegen 1605 Stück) eine leichte Besserung, und zwar bei Ochsen um 1 bis 2, bei Dullen um 2, Kühen um 1 und Färsen um I bis 2 Mk. Der Handel war jedoch ruhig. Am Schweinemarkt machte sich nach der er- Üblichen Preisminderung in der Vorwoche in ter laufenden keine Erholung bemerkbar, im ©cgenteil, die Preise lagen erneut um 3 bis 4 Mk. licorlger. Das Geschäft war schleppend, so daß ncrklicher Heberstanu verblieb. Die Beschickung dar mit 6521 Stück um etwa 300 Stück größer. Seit der Kälbermarkt verfolgt, an dem eine aber- - Don einer rnerlllchen Preisbai se wird in letzter tätige Preisminderung um 2 bis 3 Mk. eintrat, das vor allem auf den erhöhten Zutrieb zurück- l-'iihrt wurde, ber 1717 Stück gegen 1369 Stück cuivies. Der Marktverlauf war sehr schleppend, mb bie Metzger verhielten sich äußerst reserviert. - Der Schafmarkt wurde zu leicht anziehen- kn Preisen geräumt, da die Rachfrage etwas klfer war, als sonst und auch der Auftrieb mit 315 Stück eine Verringerung um etwa 110 Stück eufvies.

3m einzelnen notierten per Zentner Lebend- -twicht in Reichsmark: Ochsen: al) 30 bis 33, ti) 26 bis 29, bl) 22 bis 25; Bullen: a) 27 ks 31, b)22 bis 26; Kühe: a) 24 bis 27. I) 20 bis 23, c) 15 b.s 19; Fürs en: a) 30 bis 33. b 26 bis 29. c) 22 bis 25; K ä l b e r: b) 36 bis 40. ' 31 bis 35. d) 27 bis 30; Schafe al) 25 liÄ 28, b) 18 bis 24; Schweine: b) 38 bis 40, 0 38 bis 40, d) 37 bis 40, e) 34 bis 39.

in das Tief hinein und im Hhrzeigerfinn au« dem Hoch hinaus. 3m Hoch muß die abfliehende Luft durch aus der Höhe absinkende Luftmassen erseht werden, im Tief geht die unten von allen Seiten einströmende Lust nach oben. Hieraus er­klärt sich auch das Wetterverhalten der einzelnen Gebiete, denn absinkende Luft muß sich nach physikalischen Gesehen, da sie unter größeren Druck gerät, erwärmen und relativ trockener wer­den (Aufheiterung im Hoch), aufsteigende Lust muß sich abkühlen und relativ feuchter werden (Bewölkung und Riederschlag im Tics). Da an den einzelnen Seiten ber Druckaebilbe immer bie- felbe Windrichtung herrscht, z. B. an der Südseite eines Tiefdruckgebietes westlicher Wind, an der Westseite nördlicher Wind, an ber Ostseite löb­licher Wind usw.. fo kann auch hieraus auf bie

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Die Zeichen der Wetterkarte. I

bei uns zu erwartenden Temperaturen geschlossen werden. Westliche Winde bringen ozeanische Luft­massen heran, die bei uns im Sommer kühle, im Winter milde Witterung bedingen. 3m Hochdruck­gebiet tritt durch die im Sommer überwiegende Einstrahlung starke Erwärmung im Winter durch die überwiegende Ausstrahlung starke Abkühlung ein. Anderseits bringt ein westostwärts ziehender Tiefdruckwirbel, dem nicht fofort ein neuer folgt, von feiner Rückseite her, einen Kaltlustvorstoß aus Rorden.

Der Witterungsablauf beim Dorüber­ziehen eines Tiefdruckwirbels im Rorden ist bei uns bei normalen Verhältnissen folgender: Zu­nächst haben wir im Bereiche hohen Luftdruckes es soll sich dabei um bie Winterzeit hanbeln heitere Witterung mit Rebel unb Frösten bei öst­lichen Winben. Da beginnt bas Barometer zu satten, gleichzeitig überzieht sich ber Himmel von Westen her mit zunächst hohen Wolken, bie immer bichter unb niebrtger werben unb aus benen schließlich Regen zu fallen beginnt. Gleichzeitig hat ber Wind nach Sübwest gedreht, mehr und mehr ausgefrifcht und ansteigende Erwärmung ge­bracht. Der Darometerfall bremst jetzt mehr und mehr ab und kehrt sich schließlich in Anstieg um. Da beginnt die Bewölkung zeitweise aufzureihen, und die zunächst länger anhaltenden Riederschläge gehen in Schauer über, bie baburch hervorgerufen werben, baß die jetzt von ber Rückseite des Tief­druckgebietes mit nördlichen Winden vorbrängen- den kätteren Luftmassen sich .schubweise" unter bie vorgelagerte wärmere Luft brängen unb biefe burch Emporwersen zur Abkühlung, Konbensation unb schließlich auch Rieberschlägen bringen. Da­zwischen tritt immer toieber Absinken Der Luft­massen und hierdurch Aufheiterung ein. Am aus­gesprochensten tritt dieses Wetter im April ein, woher auch die Bezeichnung .Aprilwetter" stammt. Selbstverständlich ist die Llbwicklung der Witte­rungsvorgänge nicht immer so einfach.

An Hand der Wetterkarten unb seiner eigenen Beobachtungen kann auch ber Laie beurteilen, ob bie Witterung sich im 6inne ber burch bie Wetter- bienststetten gegebenen Vorhersagen entwickelt, ober nicht. 3n letzterem Falle kann auf Grund der Wetterkarte und der feit der Herausgabe der Wetterkarte und bis zum Eintreffen der Karte beim Leser gemachten Wetterbeobachtungen bie Vorhersage neu ausgestellt werben. Auf alle Fälle kann bie Vorhersage ber Wetterbienststelle zeitlich erweitert unb auf bie örtlichen Verhältnisse An­geschnitten werben.

15.Januar

16. Ianuar

Amtliche Jlofltning

vmlltche Notierung

meld

»rie«

Geld

Zrlef

Heülngsor» .

6,054

6,066

6,074

6.086

Wien . .

49.95

50.05

49,90

50,05

Prag . . .

12.465

12.485

12.475

12,485

Buvapev . .

59.94

60.06

59.94

60.06

Sofia . . .

3,057

3.063

3,057

3,063

Holland . .

168,98

169.32

169,18

169,52

O«Io . .

79,42

79,58

79,32

79,48

Rovcnhage».

80,72

80.88

80,72

80,78

Stockholm

80,92

81.08

81.02

81,18

London . .

14,69

14.73

14.63

14,67

Burns« Alle«

1.048

1.052

1.048

1,052

Neuvort

4.209

4.217

4,209

4.217

Brüliel. .

58,39

58.51

58.49

58,61

Italien. . .

21,28

21.32

21.18

21.22

Pari« . . .

16,49

16.53

16,53

16,57

Schweiz . .

81,92

82,08

82,12

82,28

Spanien

35,66

35,74

35,66

35,74

Danzig . .

81.87

82.03

81,87

82,03

Japan .

1,548

1,552

1.598

1,602

Rio de Ian..

0,254

0,256

0,254

0,256

Iuaollawien.

7,433

7,447

7.433

7,447

Lillahoo . .

13,34

13.36

13,34

13,36