Ausgabe 
15.9.1932 Erstes Blatt
 
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kula, Gesfürel, Schuckert und Siemens bis zu 1,75 Prozent ein, nur Lahmeyer setzten ihre Auf­wärtsbewegung um weitere 1,5 Proz. fort. Schwach lagen am Kunstseidemarkt Aku, die 3 Proz. ver­loren. Am Montan markt war das Geschäft etwas größer, da trotz niedriger Kurse einiges Interesse vorhanden gewesen sein soll. Buderus, Mannesmann, Rheinstahl und Stahlverein gaben bis zu 0,75 Proz. nach. Reichsbankanteile setzten 1,25 Proz. niedriger ein, ebenso lagen Schiffahrts- Werte bis zu 0,75 Proz. schwacher. Bon Einzel- werten bröckelten Gebr. Iunghans 1 Proz. ab. Bauunternehmungswerte und Dt. Linoleum blie­ben behauptet. Rach den ersten Rotierungen ging die Mehrzahl der Kurse weiter zurück, Rheinstahl lagen mit minus 2 Proz. stärker gedrückt.

Der Rentenmarkt lag weiterhin sehr ruhig. Die für die nächste Zeit zu erwartende Klärung in der Diskontfrage konnte keine Anregung bieten, da demgegenüber Verpflichtungen über Zinskonver­sionsmaßnahmen der Reichsregierung geäußert wurden. Bon Deutschen Anleihen eröffneten Reu- besih mit 7 Proz. gut behauptet, während Rltbesth 0,13 Proz. nachgaben. In Reichsschuldbuch­forderungen für späte Fälligkeiten fanden et­was größere Umsätze statt.

Don fremden Werten lagen Rumänen et­was freundlicher. Der festverzinsliche M a r k t lag fast vollkommen geschäftslos und nur wenig verändert. Don Stadtanleihen kamen sieben- prozentige Stadt Heidelberg von 1926 nach län­gerer Pause mit 45 Prozent (zuletzt 51 Prozent) wieder zur Rotiz. Im Derlaufe war das Kurs­

niveau auf Käufe seitens der Berliner Arbitrage etwas erholt. Die Besserungen betrugen meist von 1 bis 15 Prozent, das Geschäft war aber klein. Tagesgeld war zu 4,5 Prozent gesucht.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 15. Sept. Auftrieb: 104 Rinder, 1030 Kälber, 332 Schafe, 884 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 39 bis 41 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 38, geringe Kälber 26 bis 34. Schaf e: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 23 bis 26, mittlere Mast­lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 20 bis 22, fleischiges Schafvieh 15 bis 19. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 44 bis 45, von etwa 200 bis 240 Pfund 42 bis 45, von etwa 160 bis 200 Pfund 39 bis 45 Mk. Markt­verkauf: Kälber und Schafe schleppend, ge­räumt; Schweine schleppend, äleberstand.

Kunst und Wissenschaft.

Hauptversammlung des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine.

In Stuttgart wurde, nachdem dort dieser Tage bereits der 23. Deutsche Archivtag oorausgegangen war, die Hauptversammlung des Ge­samtoereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine abgehalten. Der erste Vorsitzende, Universitätsprofessor Geheimrat

Dr. Wolfram, Frankfurt a. M., begrüßte die Vertreter des Reiches, der Länderregierungen, der Stadt Stuttgart, der Archivoerwaltungen und der deutschen Publikationsinstitute, ferner die Kollegen aus Oesterreich und Böhmen; er teilte mit, daß der Verwaltungsausschuß beschlossen habe, diejenigen Akten des Reichskammergerichts, die von der Reichs­regierung den elsaß-lothringischen Archiven über» geben wurden und die damit der deutschen wissen- Ichaftlichen Benutzung verloren sind, in Regesten­form herauszubringen. Die Gruße des Reichs­innenministers überbrachte der Präsident des Reichs­archivs, Dr. o. H a e f t e n, Potsdam, die der württembergischen Regierung Ministerialdirektor Dr. Meyding. Die Tagung dauert zwei Tage und ist mit zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen aus- gefüllt.

Mommsens Römische Geschichte.

Dieses mit dem Nobelpreis gekrönte Standard­werk erscheint zum erstenmal in einer reich illustrier­ten Ausgabe, trotz prächtiger Ausstattung bei einem Umfang von 1000 Seiten und 132 Kupfertiefdruck­bildern in echt Buckramleinen gebunden zum Preise von 4,80 Mark im Phaidon-Verlag, Wien.

Neuerscheinungen im Verlag Ullstein.

Der Verlag Ullstein gibt sein Herbstprogramm bekannt. Es enthält unter anderem die folgenden wichtigen Neuerscheinungen. Friedrich von Hol­stein:Lebensbeichte", in seinen Briefen an Ida von Stülpnagel. Eingeleitet und herausgegeben von Helmuth Rogge. Gustav Stresemann :Ver­mächtnis", dritter (Schluß-) Band. Er umfaßt die

Zeit von 1926 bis zll Strefemanns Tod im Jahre 1929. Bruno H. Bürgel:Weltanschauung des modernen Menschen". Hendrik van L o o n : Geschichte unserer Erde". Dr. Richard Baer- w a l d :Gedankenlesen und Hellsehen". Das Lexikon der Hausfrau mit etwa 4000 Stich­wörtern. Das Lexikon des Kaufmanns mit etwa 2500 Stichwörtern. Paul W i e g I e r : Geschichte der Weltliteratur". Neue bis auf die letzte Zeit ergänzte Auflage (21. bis' 23. Tausend), in größerem Format mit viel neuem Text und neuen Bildern. Volksausgabe für 2,85 Mark, Vicki Baum:Stud. ehern. Helene Willfüer".

Kreis Biedenkopf.

* Rodheim, (. Sieber, 13. Sept. In Rod­heim erfolgt gegenwärtig der fünfte Einsatz im freiwilligen Arbeitsdienst unter jungdeutscher Führung. 63 Mann werden 20 Wochen lang (7500 Tagewerke) beschäftigt sein. Ausgeführt werden Arbeiten des Straßen­baues für die Gemeinde Rodheim. Trä­ger der Arbeit ist die Gemeinde, Träger des Dienstes die Bruderschaft Biebertal des Jungdeutschen Ordens. Von der Bruderschaft Biebertal wurden bisher vier Maßnahmen des freiwilligen Arbeitsdienstes durch­geführt, die zum Teil schon beendet werden konnten.

Sonne kutt körperliche Betätigung und: Kaffee Hag!

Die Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus.

Sie wissen kein sicheres Mittel gegen diese Plage­geister? Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern meistens nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht immer das liebel an der Wurzel.

Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet; aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie die folgenden Briefe:

Ich kann nicht umhin, Ihnen meinen herzlichsten Dank für die ausgezeichnete Wirkuna der Gichtosint- Tabletten bei Rheurnaleiden auszusprechen. Es ist doch ein Radikalmittel zur Beseitigung jeglicher Schmerzen. Ich bin alle Schmerzen los, ja selbst die Schwellungen im Hüft- und Kniegelenk find ver­schwunden und kann bei meinem Alter von 64 Jahren jetzt bei jedem Wetter täglich Fußmärsche von 34 Stunden ohne Unterbrechung unternehmen und ohne hernach Schmerzen oder Anstrengungen zu verspüren. F. L. in G.

Vor einem Jahre bekam ich Jschiasleiden und war so weit, daß ich ohne Stock kaum noch gehen konnte. Da las ich etwas von Gichtofint. Als ich eine Woche diese Kur durchgemacht hatte, konnte ich schon den

Stock in die Ecke stellen. Nach vier Wochen war ich vollständig geheilt und konnte die schwerste Arbeit in der Landwirtschaft mitmachen. Auch bei Wetter- umschlag spürte ich nichts mehr. Ich gehe in land­wirtschaftliche Stellung, welches mir früher meine Gesundheit nicht erlaubte. Ich danke Ihnen für die wunderbare Kur usw. A. Z. in B.

Gichtofint hat mir sehr gute Dienste getan. Der letzte Rheumaanfall im Januar d. I. war nach kurzem Gebrauch der Trinkkur behoben. Ich habe nach lOjährigem Leiden einen angenehmen Winter verleben dürfen, wofür ich Ihnen von Herzen dankbar bin. O. I. in F.

Solche Briefe besitze ich über 11 000 (notariell be­glaubigt), und nun hören Sie weiter:

Gicht und Rheumatismus können nur von innen heraus wirklich kuriert werden, durch Entgiftung des Blutes. Dieses ist verunreinigt durch zurückgebliebene harnsaure Salze, und diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben und Warmhalten nichts.

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Betreffend: Konkurs über das Vermögen des Paul Scholz, Reformhaus in Gießen.

Beschluß.

Das Konkursverfahren über das Ver­mögen des Obengenannten wird nach er­folgter Abhaltung des Schlußtermins hier­durch aufgehoben. 64621)

Gießen, den 27. August 1932.

Hessisches Amtsgericht.

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Die Summe der nicht bevorrechtigten Forderungen erhöht sich voraussichtlich um eine noch nicht festgestellte Forderung von

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Für die vielen Glückwünsche undÄlumen- spenden zu unserer silbernenHochzeitsagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank.

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