Ausgabe 
15.8.1932 Frühausgabe
 
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Einweihung der neuapostolischen Kirche

Don

Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

mürben iiberivältigt.

12. August 1932

4. Ziehungstag

2 »etoinne ju 10000 M. 109971

19604

7672 10695 23361

121366 127675

137948

133294

302497

297790

296187

65429

181322

181265

Gewinnrabe verblieben:

181058

195753

233834

276421

304806

183661

209954

242883

289243

335299

ist. die haben.

66616

101499 148617

186066 224821

284179 331037

116047 136309

166044 187679 216509 246822 277402 294727 300095

334888 364146 379373

66283 I 128067 169169 189230

214764 250319

172542 188732

202642 235846

276876 286373

328542 313384 366514 386695

113880

161874

197038

234938

304836

332892

119463

137456

164970

197301

219122

248431

279920

295001

317706

338000

366683

381998

129030

169186

192548

223166

256235

177487

191354

221067

238427

277018

305866

328758

344728

368294

399793

122167 152050

198139 237353

306156

355110

119729 142517 169145 199767 220014 249777

286350 293020

319276 338602

373220 382188

129556

169889

194559

228860

263893

128350

153196

201062

243613

318540

368214

144868

177543

205748

221187

249788

289158

296463

321600

346705

373666

384405

322142 223416

271598 15382

349384

21260

374429

181038

207486

250398

320573

369398

144958 178339

209650

222823

267086

290957

297545

332994 356641

374941

390976

181782

202073

241053

283133 307741

196975

232862

259851

281484

321729

339130

353644

374719

183724

216228

259996

325733

393462

165709 187127 210301 228937 275602

293493 297604 334429 359942 378993

399218

180482

192710

223249

246506

277763

311712

332427

346310

371461

196752 232629 258363 281204 312154 338313 346318 372573

198363 2''?. '-7 268219 282028 322416 343719 356812

375934

Buntes Allerlei

Gutes Gedächtnis.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 ble 12.30 Uhr. 16 bl» 17 Uhr Samstag nachmittag geichlui'. n

WckrWen.

7528 21510 40393 47391

270029 274809 352754

2815 17911 37207 41866

167616 170363 171310

230420 238943 265574

343519 384942 391128

günftig.

Die Steigerung der Teilnehmerzahlen in den Großstädten war erheblich geringer; bei den Städten mit mehr als einer halben Million Einwohnern be­ruß sie im Durchschnitt nur 5 v. S). Die Entwicklung im vergangenen Jahr läßt somit erkennen, daß im oKgemcinen die Ausbreitung des Rundfunks in den Großstädten sich mit zunehmender Sättigung mehr tmb mehr verlangsamt, in den mittleren und kleine- rett Städten, besonders aber auf dem flachen Lande, nach ständig zunimmt. Es ist bemerkenswert, daß im Jahre 1931 demzufolge erstmalig in Deutschland die

stachen Lande stärker gewesen ist als in den Städten. Man darf, wie schon gesagt, annehmen, daß die Zunahme weiter fortschreiten wird. Hinsichtlich der biimbfunlbidjtc steht Deutschland erst an neunter

Stimmung. Märsche für Fansarentrompeten lösten cruch hier wieder lebhaften Beifall aus. Der Ka­pelle wurden für ihre Darbietungen viel Aner­kennung zuteil und sie mußte sich zu mancher Zu­gabe entschließen. 3m Laufe des Abends fand dann eine Auffahrt der Ruderboote statt, an der

ammengebrochen und mr ?n ins Kranfenhaus gefchef

Ingen in Eberswalde.

bersroatbe wurde ein Ülai sgebrorfjenen 6ha i und schwer verletzt. rächten Sträflingen mar i ouszubrechen. Der eine \ das Dienftjimmer des-M i und schlug mit einer fia|b : ein. Dieser packte den $ !S entwickelte sich ein Rüez chließtich konnte der ffiaqr: Weit setzen, |o daß ante? eilten. Der Wächter mar&

Gnauthstraße 16 (bei Luckhardt) eine Anzahl präch tig blühender Kakteen zu sehen.

Ixt Beteiligten ist.

Daten für Montag 15 August.

1688: König Friedrich Wilhelm I. von Preußen im Berlin geboren; 1740: der Dichter Matthias (Tlaubius in Reinfeld geboren; 1769: Napoleon l. in Ajaccio geboren; 1771: der englische Dichter Sir Walter Scott in Edinburg geboren.

Gewinnauszug

5. Klaffe 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Slaats-Lotterie.

86669 215756

lut frei.

itif; J.B.: Ernst Bluinsch

In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

424 18246 48644 66061

162473 167338 177024

201938 212348 224396

278388 279887 295670

2 Prämien zu je 8000, 2 Ge-

Was gibt es Neues in der Medizin?

Unterernährung und Rachitis. - Individuelle Behandlung von Neurosen. Epidemische Augenkrankheit in China.

Don Or. p. Wölffel. '

Aus der provinzialhauptiladt. s

Gießen, den 15. August 1932.

Städte und Rundfunk.

2 Gewinn« «o 50000 W.

2 Wewlnne iu 25000 M.

4 Gewinne >n 10000 W.

14 ®«toinn« »u 5000 M.

255083 287724 303136

14 Gewinne xu 3000 M.

157334 163389 250382

48 Gewinne -u 2000 41 l. 72626 125378 159891 177544 179209 199506 234603 244593 247965

341634

46760 203278

94386 111402

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

12 Gewinn» x» 5000 M. 272805 288152 384157

22 Gewinne xu 3000 M. 51339 237530 265415 358311

46 Gewinn, xu 2000 M. 71587 120225 151183 172552 184709 228549 315559 329621 336130

nicht zurückgetehrt ist, wurde heute in der Gemarkung Astheim aus dem Main gelän- d e t. Es befiehl der dringende Verdacht, daß der Beamte von Zelddieben ermordet worden darauf seine Leiche in den Fluß geworfen

fe 500000, ICO Schlußprämien zu je 8000, 2 Ge­winne zu je 6,000, 2 zu je 3COOOO, 2 zu je 200000. 4 zu je 100000, 6 zu \e 75000, 10 zu je 5'000, 26 zu je 25000, 172 zu je 10 00, 412 zu je 5000, 868 zu je 3000, 2602 zu je 2COO, 5078 zu je 1000, 8540 zu je 500, 25548 zu je 400 M.

Von Zelddieben ermordet und in den Main geworfen?

WSN. Rüsselsheim, 13.Aug. Die Leiche des Feldschützen Burger aus Astheim der am ver­gangenen Freitagabend von einem Dienftgang

3gc<^9(3

112 Gewinn, xu 1000 M. 5914 7553 8908 17585 21473 25508 41934 49967 52852 54953 55355 66486 ----- 69618 72794 78526 79541 86913 98132 ----- ------ ------ 129601 144829

396009

198 Gewinn« xu 500 M. 3231 ---- ---- - -

30356 31745 33503 34930 37065 38775 40570 49383 62955 54848 58821 60797 66844 70558 71649 74630 80974 98045 101204 104061 105939 106320 109262 ---- ~ **** r>r'e *135050

sich 5 Boote des veranstaltenden Vereins Ru­dersport 1913, 3 Boote der Gießener Rudergefett- schäft und 5 Boote des Gießener Ruderclubs Hassia beteiligten. (Sin Lampionrergen, oraani- fiert vorn Ruderclub Hassia, von den Padblern der drei Vereine gefahren, zauberte viel Stim­mung über das Wasser und gef iel allgemein gut. Der Abend nahm einen harmonischen Verlauf.

* Blühende Kakteen. Heute und morgen ist Kakteenliebhabern Gelegenheit gegeben, tm Hause

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer In den beiden

Ableitungen I und II

rose-Forschung in Verbindung mit den letz­ten Erkenntnissen der Psychopathie. Cs hat sich gezeigt, daß bei kaum einem anderen Leiden die Behandlung so streng individuell sein muß wie gerade hier. Keine andere Krankheit hat so viele voneinander verschiedene Typen geschaffen wie die Nervosität. Selbst konstitutionell tritt beim Heer der Nervösen eine so beträchtliche Männigfaltig- keit In Erscheinung, daß sich schwerlich von ein­heitlichen. festumrissenen Konstitutionsgruppen sprechen läßt. Die Nervosität hat also einen rein persönlichen Charakter, und man darf den Grund­satz aus stellen, daß wohl jeder Nervöse anders behandelt werden muh als der andere. Dio wissenschaftliche Forschung über die Zusammen­hänge von Konstitution und Nervosität befinden sich überhaupt noch immer im Anfangsstadium, und die Wechselwirkungen zwischen Körperbau und seelischen Reaktionen sind bei weitem noch nicht zur Genüge geklärt. Bei der noch ziemlich engen Grenze unserer Erkenntnisse läßt sich nicht einmal die Frage nach der Konstitution als Dererbungs- folge generell beantworten. In zahlreichen Fäl­len ist zwar der Einfluß der Vererbung ohne Schwierigkeiten festzustellcn so z. B. läht sich beim schwächlichen, körperlich stiefmütterlich be­handelten Nervösen nicht selten eine Trunksucht des Vaters nachweisen, es bleibt aber immer noch ein Rest, der der Ausklärung harrt. Dar­über hinaus muh man sich auch darüber im klaren sein, daß allein schon die außergewöhnliche Man­nigfaltigkeit der nervösen Erscheinungen gegen den Versuch spricht, bestimmte Formen des Leidens aus ein und derselben Konstitutionsart abzuleiten. Bestimmte Nervösengruppen können, konstitutio­nell gesehen, ganz wesentliche Abweichungen von­einander aufweisen, genau so wie sich bei einer ganz bestimmten Konstitution sehr wohl starke Veränderungen der nervösen Form ergeben kön­nen. Das alles zeigt, wie sehr die Behandlung des Nervösen individuell eingestellt sein muh.

Das Trachom wütet...

Der deutsche Arzt Dr. Maximilian Pfister, zur Zeit in Hongkong, der kürzlich eine mehr­monatliche Reise unter die westlichen chinesischen Provinzen unternommen hat, gibt in einem Briese an eine süddeutsche ärztliche Wochenschrift einen erschütternden Bericht über die erschreckende Aus­breitung des Trachoms unter der chinesischen Be­völkerung. Das Trachom, auch Körnerkrankheit ge­nannt, ist eine der schwersten Augenkrank­heiten, die bei Vernachlässigung zur Erblin­dung führen kann. Es kommt an der Oberfläche der Dindehaut, namentlich des Oberlids, zu Schwellungen, die das Aussehen von Sagokörnern haben. Aus Dem anfangs vorhandenen Binde­hautkatarrh entwickeln sich Entzündungen und Vereiterungen, und auch die Hornhaut wird nicht verschont. Dr. Pflister hält das Trachom-Pro­blem für eines der bedenklichsten, das in China augenblicklich der Lösung harrt. Vom Trachom seien dort mindestens achtzig Millionen Menschen betroffen. Auf absehbare Zeit hinaus jedoch fehlt jede Aussicht, diese sürchterliche Heimsuchung zu bezwingen, denn es mangelt nicht nur an Aerz- ten, zu allem Unglück wird auch durch die Un­wissenheit und Schwerfälligkeit der Bevölkerung der Trachom-Epidemie in schlimmster Weise Vor­schub geleistet. Schon jetzt dürfte die Zahl der einseitig Erblindeten mit etwa vier Millionen und die der gänzlich Erblindeten mit einer Million anzunehmen sein. Das Heer der Aermsten. die heute bereits die Symptome einer baldigen Er­blindung tragen, ist schier unübersehbar. Kein Al­ter ist verschont. Insgesamt dürfte es, nach den Angaben von Dr. Pfister, heute in China nicht weniger als 20 Millionen Menschen geben, deren Sehfähigkeit durch das Trachom bereits so gelit­ten hat, daß sie kaum noch in der Lage sind, sich halbwegs zu ernähren.

____guten Gedächtnisleistungen zählt eine eng­lische Zeitschrift einige Beispiele auf: der Schrift- ft eil er Horace Vachell verlor einmal das Manu­skript einer Erzählung, die er verfaßt hatte. Da er auch keinerlei Kopie besaß, blieb nichts anderes übrig, als sich hinzusehen und die ganze Geschichte nochmals aus dem Gedächtnis nieder­zuschreiben. Und er konnte sich an den ganzen Inhalt, und zwar Wort für Wort, erinnern. Manche Maler wieder sind imstande, sich eines Gemäldes in allen seinen Einzelheiten zu er­innern. Turner besah dieses Gedächtnis in ho­hem Grade. Er schaute sich etwa ein Schiss an, ging dann nach Hause und malte es ganz genau, mit jedem einzelnen Tau und Sparren exakt an feinem Platze, und.dies, obwohl er von Schissen absolut nichts verstand. Ein anderer Maler. Caldecon, ward einmal in Spanien von einem Räuber ausgeplündert. Er hatte nur einen kurzen Blick auf den Räuber werfen können, zeichnete aber ein so genaues Porträt von ihm. daß die Polizei ihn da ach feststellen konnte. Sir Thomas Veccham kann ein großes musikalisches Werk diri­gieren. ohne einen Blick in die Partitur zu wersen. Ivor Novello halte einmal die Partitur seiner üngsten Komposition im Auto liegen lassen. Qlber. wie sich Horace Vachell Wort für Wort an seine Novelle erinnerte, hatte Ivor Novello eine Partitur Note für Note im Gedächtnis und schrieb sie in einer fabelhaft kurzen Zeit

noch einmal nieder.

Oie Brieftaube.

Der bekannte Münchner Komiker Karl Valen­tin erzählt:Neulich hab l mir was ganz Prak- tischs kaafl. A Brieftaubn. Erstens sparst das viele Porto, und dann kann's die Antwort immer gleich zruckb'ringa. Am Sonntagvormiltag hab i sie aus- probiert. Um zehne denk i mir, schreibst an Brief an ahn bekannten Herrn in Starnberg, wo er wohnt hat, hat's ja g'wußl. Na, bann is bis zum Nittagessen mit der Antwort wieder da. Um zwölse hab i Mittag gessen, dann denk i mir, schaust a bißl zum Fenster naus vielleicht kannst 'as ver­warten. Wie i so zum Fenster nausschau, is viere wor'n, denk i mir, gehst a bißl spaziern, gehst ihr entgegen. I geh so die Forstenrieder Landstraßen naus, wie i a Vierlelstund geh, was moanft? . . Mein Brieftaubn. Da is des Luder z' Fuß ganga.

3216272 1000 m. 1617 3217 18202 19214

20597 21124 22711 24191 28272 43976 36u67 42243 ----- 62920 80991 81720 108489 112123 124042 ------ ' « inoxiu | 00000

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Störung 6on Ja? SM'

Wirtschaftskrise und Gesundheit.

In mehreren ärztlichen Wochenschriften stehl augenblicklich der bisherige Einfluß der Wirtschaftskrise auf die Lebens­haltung und den Gesundheitszu­stand der deutschen Bevölkerung tm Vorder, gründe der Besprechungen. Besonders gründliche Untersuchungen hat Professor Dr. v. Tyhka (Hamburg) angestellt. Er kommt zu dem Schluß, daß die Arbeitslosigkei t uni) auch die Kurzarbeit zu einer wesentlichen Ernährungsver- fchlechterung geführt haben, und zwar zeigten sich die Folgen in einer Verminderung der Ciweihzu- fuhr und der Kalorienzahl wie auch in einer Ver­schlechterung der Lebensmittelqualitäten. Schon in Erwerbslosenhaushalten, die bisher noch verhält­nismäßig gute Unterstützungssätze bezogen, lägen die gesundheitlichen Schädigungen klar zu Tage, geradezu katastrophal jedoch seien die Auswirkun­gen bei Familien, denen nur die gekürzte Krisen- und Wohlsahrtsunterstühung zusteht. Mit solchen Unterstützungsbeträgen der Betrachtung liegt ein monatlicher Unterstützungssatz für ein groß­städtisches Ehepaar im Betrage von 86 Mark und für ein mittelstädtisches Ehepaar tm Betrage von 65 Mark zu Grunde sei kaum das nötige Leben zu fristen. Dr. Hellmuth Lehmann, der sich mit dem gleichen Thema befaßt, bezeichnet die augenblicklichen Verhältnisse als .verschleierte Hungersnot". Als besonders unglückliche Opfer der Wirtschaftskrise seien die großstädtischen Er- werbslosenfamilien anzusehen, denen nicht einmal ein Stückchen Garten zur Verfügung stehe. Der Oberarzt einer Berliner Klinik, Dr. F. Hei­mann, hat aus den Wirtschaftsbüchern seiner Patienten die erschütternde Feststellung gewonnen, daß diesen verschiedentlich nur etwa 4400 bis 1500 Kalorien pro Tag zur Verfügung stehen, d. h. 1100 (!) Kalorien weniger als ein gesunder, nicht durch körperliche Arbeit beanspruchter Mensch als Mindestmenge benötigt. Ganz besonders schlimm daran sind Personen, die wegen Magenerkrankun. gen oder anderer Leiden eine bestimmte Diät ein­halten sollen. Solche Patienten haben oft über­haupt nicht das nötige Geld, um der Diät zu ent­sprechen, so daß sie durch die wirtschaftliche Krise weiteren Verschlimmerungen ihres Leidens aus­geliefert werden. Häufig fällt ein erschreckender Rückgang der Eiweihzufuhr auf. Durch eine Reihe von Fällen hat sich beweisen lassen, daß die täg­liche Zufuhr bisweilen nur noch 12,5 (!) Gramm betrug, während vor dem Eintritt der Erwerbslo­sigkeit die tägliche Eiweihzufuhr sich pro Kopf auf durchschnittlich 73,1 Gramm, also etwa des Sechs­fache. belief. Professor Umber, der Direktor eines Berliner Krankenhauses, hat in neuerer Zeit wiederholt die Symptome allgemeiner Unterernäh­rung feststellen müssen. Im industriellen Deutsch­land macht sich, wie Professor Dr. Pfeiffer in Essen mitteilt, eine deutliche Zunahme der R a . chiiis unter den Kindern infolge der Di- taminknappheit bemerkbar. Wenn auch dieser Er. frantung durch eine gute Ernährung verhältnis­mäßig wirksam zu begegnen ist, so muß auf der anderen Seite aber leider mit der Tatsache ge­rechnet werden, daß viele Familien ihren Kin- dern diese Ernährung gar nicht zukommen lassen können, da sie erwerbslos sind. Fälle von aus- gesprochenen Hungcrkrankhei ten bei in die Kran­kenhäuser eingelieferten Patienten sind dagegen bisher so gut wie gar nicht vorgekommen, leider jebixf) braucht man nach dem Urteil von meh­reren ärztlichen Autoritäten kaum noch im Zwei­fel zu sein daß die unbemittelten Kreise der deut­schen Bevölkerung vielfach ganz nahe an die Hungergrenze herangekommen sind.

Die ganz persönliche Nervosität.

Professor Oswald Bumke veröffentlicht in einer ärztlichen Wochenschrift eine umfangreiche Arbeit über den neue st en Stand derReu-

meinde Gießen machte. Diesen Darlegungen war folgendes zu entnehmen: 3m Jahre 1906 wurde die Gemeinde Gießen ins Leben gerufen und das Lokal am 4. März in der alten Post. Walltor- strahe 24, bezogen. Vom Jahre 1908 bis 1911 war das Lokal in der Ludwigstrahe 14 im Hinterhaus. Die Gemeinde entwickelte sich damals langsam un­ter schweren Kämpfen. Nachdem sie im Jahre 1911 bis auf 40 bis 50 Seelen angewachsen war, wurde das Lokal in der Ederstraße gebaut und im Oktober bezogen; es faßte etwa 250 Sitzplätze. Der Weltkrieg riß in die Gemeinde viele emp­findsame Lücken. Viele Gemeindeglieder hauchten an der Front, ihr Leben aus. Die Entwicklung der Gemeinde setzte dann nach dem Jahre 1919 mit Macht ein, so daß das Lokal in der Ederstraße für die mehr als 600 Mitglieder nicht mehr aus­reichte. Um diesem Umstand gerecht zu werden, sah sich die Leitung veranlaßt, eine neue Der- sammlungsstätte in der Händelstraße 1 zu er­stellen. Don der Gemeinde Gießen aus wurden im Lause der letzten Jahre etwa 16 Gemeinden im oberhessischen Bezirk ins Leben gerufen. Die Mitgliederzahl im ganzen Bezirk beträgt gegen­wärtig etwa 6000 Seelen, die sich auf 64 Ge­meinen verteilen. Weiter sprach der Redner über die Grundlagen des Glaubenslebens der neuapo­stolischen Gemeinde, über den Segen eines echt christlichen Lebens nach den Geboten des allmäch­tigen Gottes, über die alles umfassende christ­liche Liebe unter den Menschenkindern und über ein rechtes Gemeinschaftsleben in der Liebe Gottes.

Mit dem wundervollen Gesangchor .Wie lieb­lich ist Zion", Schlußgebet des Vorstehers und Segen fand die erhebende Feier ihren Abschluß.

Die Ausbreitung des Rundfunks in Deutschland it trotz der allgemeinen starken Kaufkraftschrump- :ng erhebliche Fortschritte gemacht. Am 1. April ] >32 betrug die Zahl der Rundfunkteilnehmer im I rutschen Reiche rund 4,2 Millionen, eine Ziffer, lir inzwischen noch größer geworden fein dürfte. Z'won entfielen 83 v. S). auf Orte mit mehr als 2500 Einwohner. In diesen vorwiegend städtischen Umeinden kamen durchschnittlich 32 Teilnehmer nijf je 100 Haushaltungen. In den Städten mit mchr als einer halben Million Einwohnern wurden in Durchschnitt sogar 46 Teilnehmer auf je hundert tiushaltungen ermittelt (im Vorjahr 44 o. H). Die [uneren Orte bis zu 20 000 Einwohnern wiesen emgegenüber nur eine Dichte von 23 v. H. auf. In geringsten war die Beteiligung am Rundfunk rwt 10 vH. auf dem flachen Lande. Die Entwick- lang der Rundfunkteilnahme wahrend des letzten iihres war allerdings gerade' auf dem flachen :imbe in absoluten Ziffern am stärksten. Hier hat 7<h seit dem 1. April 1931 die Zahl der Rundfunk- leilnehmcr um 20 o. H. erhöht. Die durchschnittliche junafjme in den Orten mit mehr als 2500 Ein­wohnern betrug demgegenüber nur 10 v. H. Dabei mor die Entwicklung in Den Klein- und Mittelstädten mit einem Zuaang von 18 bzw. 21 v. H. ent- sprechend der hier noch verhältnismäßig niedrigen Nchte, ähnlich wie auf dem Lande, verhältnismäßig

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^Ldtett Nun ist'' " D i e n st j u b i 1 ä u m bei der V e ich S -

Xn »ine Winde und e< bahn. Am kommenden Mittwoch kann der Loko- U berauszuziehea- motivführer Heinrich Eckhardt, wohnhaft Weh- seine aröhten A- taTer Weg 51, auf eine 25jährige Dienstzeit bet

C Ui)ip Eingeborenen stvk der Reichsbahn zurückblicken. . _

I- mmiaer Feind" Ein F ü n f u n d s ie b z i g 1 ä h r t ge r. a <. f.eiiCn die Schuhmachermeister Markus Kahn, Selters- jornviey n Sechen c- 34, vollendet am morgigen Dienstag sein n ÄJien m,'/'^r<. N. Lebensjahr. Der Jubilar erfreut sich noch Ä u n nehmen außerordentlicher körperlicher und geistiger Iteg- GinW«- * frmkeit. < u «

cliev. .^Vh;Gibt' Einbruch in der Zi ga r re nf ab rt k

gte leinen ^Msser r 2innkCloos. Wie die Kriminalpolizei mit- t. 2V Die Krod teilt, drangen Einbrecher in der Nacht zum Sonn- innn nicyi - tig in den Lagerraum der Zigarrenfabrik von

gefressen, 2innü-Cloosin Heuchelheim ein. Die Etn-

Die neuapostolische Gemeinde Gießen weihte gestern vormittag unter starker Beteiligung ihrer Glieder und in Gegenwart einer Anzahl Ehren­gäste ihre neuerrichtete Kirche in der Händelstraße ein. Das schöne Gotteshaus, über das wir am Freitag ausführlich berichteten, war bis auf den letzten Platz beseht.

Feierliches Orgelsp.el erfüllte den weiten Raum dieser Gattesdienststätie, bis die denkwürdige Feier mit dem Gemeindegesang des Dankliedes begann. Hieraus sprach der Bezirks- und Ge­meindevorsteher Buchner das Sröfsnungs- gebet, dem er nach Gruß an die Gemeinde die Textworte für diesen denkwürdigen Feiertag folgen lieh.

Im Anschluß an den ChorgesangHerr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses", in feiner Weise bargeboten von dem Gesangchor der Ge­meinde, übergab der Erbauer der Kirche und ihrer Nebengcbäude, Architekt Hamann, Gießen, den Schlüssel des Bauwerks an Vorsteher Duchn er mit herzlichem Dank für alle, die an dem Werk mitgeschaffen, und mit Dank an die Gemeinde für den in der Bauübertragung dar­gebrachten Beweis des Vertrauens, zugleich aber auch mit herzlichen Segenswünschen für die Weiterentw cklung der neuapostolischen Gemeinde und aller ihrer Glieder.

Sodann hielt Vorsteher Buchner die ein- brucksvolle Weiherede, m der er nach Dank an den allmächtigen Gott für die Gnade dieser neuen Stätte und nach Dankesworten an den Er­bauer, Architekt Hamann, und an alle Mit­helfer, nicht zuletzt aber auch an die Gemeinde­glieder u. a. interessante Angaben über die Ent­wickelungsgeschichte der neuapostolischen ©e-

krecher hatten eine Fensterscheibe angeschnitten Iwnb eingedrückt, wodurch sie Zugang zu dem La­xer sanden. Nach dem Ergebnis der gestrigen tfteftftelulngen sind etwa 25 Kistchen Zigarren ge* ffohlen worden, jedoch muß erst die heutige Be- s.andsaufnahme abgewartet werden, bis man einen mindian« " 1 ahnten genaueren Ueberblick über die mutmaßliche Beute Siin(itn an9t?r ier Täter erhält. Die polizeilichen Ermittlungen k-n gebürtig, j;nb im Gange.

Ä Wlul- Rosi^ '* Merbekonzert für den Ruder- '^mulcnseld on bel f jul- üpor t. Diele Freunde des Rudersports und viele 10 hl lWlM> B'' Oäste fanden sich am Samstag auf dem Boots- » Hrficn unb flßrir' tzlatz des Vereins für Rudersport ein, um dort O . Ulassung al9Q24 einige unterhaltsame Stunden bei Konzert und

leine 0 ..(nie, i-6 .ult ^-r*ict>cnen anderen Darbietungen zu verbrin- Die Kapelle des hiesigen Bataillons unter fer Leitung von Obermusikmeister Krautze war- fete mit guter Musik auf und hatte für den Abend em abwechslungsreiches Programm vorgesehen. Märsche, Ouvertüren, Solis für Trompeten, Stu­dentenlieder, Rheinlieder usw. Hangen in den Sommer abend und schufen bald eine angeregte

WSN. Es ist damit zu rechnen, daß der neue Frankfurter Rundfunksender in der zweiten Hälfte des August in Betrieb genommen wird. Der neue Sender wird auf Welle 259.3 Meter arbeiten, weil die Welle des allen Sen­ders fi r den Großrundfunksender Leipzig ver- vendet wird. Damit im Rundfunkempfang keine llnlerbr-. hung cintritt, empfiehlt es sich für jeden Rundfun Teilnehmer, beizeiten festzustellen, ob der t-otbanbei ' Empfangsapparat ben Anforberun- gen bes 1 etriebs mit der neuen Welle genügt. Vie größer n und teueren Geräte lassen sich auf die neue Welle ebne weitere- einstellen. Der einfacheren Avparaken kann aber der Fall ein­treten, datz Abänderungen notwendig werden, um den neuen Rundfunksender lautstark aufnehmen m können. M mche ältere Geräte sind für den empfang einer verhältnismäßig kurzen Rund- igsbampfer geflranbet sunkwelle überl; mpt nicht geeignet. Durch ®in- OlebeU M bttfw 'e^n kürzerer äpulen ober Heisrer Kon^n- r neWtanbtt Tr atoren wirb ab r in vre.en Fallen leicht Ab- -.(iu Vsi 314 Hilfe geschaffen ti. ?rben können. Falls eine 'Be- M'uaÄfabtt von i rctung nottoenbig ober erwünscht ist, wird emp- SwWn madite lit' kl 'vhlen, sich zunäch > an die örtlichen Funkhilfen » IÄl ! .,n wenden. Nach Möglichkeit werden auch die

yb*' ^ständigen Telegra.henbauämter und die Post- Schisssb^Aettu g 1T|(Qit(,n Auskünfte erteilen. Damit geprüft wer- Nahe bemdlulMD^ fQnn. wie weit die Apparate den Anforde- )e FayrgaN zu I - ningcn neuen Betriebes genügen, wird VON * M 5 \ I der Inbetriebnahme 1.8 neuen Senders möglichst Iord hatte, stranoek 0.- &Q[t) Qninigen CBoTm: .agen ein Versuchsbetrieb von Clacton. W e1ngrld>kt werden, der die 'öglichkeit einer Stelle. Ferr^r aeri« m Tleuabftimmung gewährt. Die x m werden noch beim Anlaufen oere^ ^ 6 Rundfunk bekanntgegeben werden. Es wird Äabraaite w» ^-der darauf hingewiesen, datz die Vornahme der Aenderungen an den Geräten selbst Lache

2 nipuro^'«,nii erb':l »cerschiedenen anderen Darbietun, u"bSener^nnf' 3; gen. Die Kapelle des hnesigen Q

an Ö'Sfi hje SrE 8 £cr Leitung von Obermusikmeister

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weßtond. Laz Lchtaßim^ abfolute Zunahme her Rundfunkteilnehmer auf dem r. auf dem Bett Ina « fkiAen Panhp stärker acwelen ist als in ben Städten. !t:Allez kommt a: erbem noch eine Sifjnur j "'m Fenster ins Freie tmt ______------_______ ,

vor 2 Uhr nachts au Stelle unter den Staaten der Welt. In den 23er- iellftch hat sich fUr> einigten Staaten entfallen auf je 1000 Einwohner

Lehrling geäußert, er h» lttlt Rundfunkteilnehmer, bei uns 64, also die Hälfte.

neue Sranffurfer Tiundfunksender,

gestanden.

33763Q 378484 378867 393231 396446 399427

190 ».tDinM?u 500 «. 13899 1 7462 30362 32897 aoRRi R53R7 68451 59624 63241 63442 6801 7 7^7» 78272 82618 87631 88274 89617 89666 89864 fl43?2 94332 103472 104739 105379 111355 114604 ?9OQ27 122011 125542 128703 130016 31195 ?3?39B 15232, 155080 167«0 170827