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Das Reichskabineti berät über den Butterzoll.

Neue Maßnahmen zur Sicherung der Ernte.

Berlin, 14. Jan. (TU. Funspruch.) Wie wir er­fahren, ist die nächste Sitzung des Reichskabinetts auf Freitag 16 Uhr nngesetzt. Neben den laufenden politischen Fragen, zu denen in erster Linie die Reichspräsidentenwahl und die internationalen Kon­ferenzen gehören dürften, stehen vor allem landwirt­schaftliche Fragen auf der Tagesordnung. Der Hauptpunkt ist, wie dieLandwirtschaftliche Wochen­schau" mitteilt, eine Vorlage des Reichsernährungs­ministers auf Erhöhung des Butter Zolles. Bei Einführung des Zolles von 25 Mark je Zent­ner wurde seinerzeit ein Butterpreis von über 140 Mark als angemessen im Verhältnis zu den Er­zeugungskosten angesehen, während der heutige Butterpreis von 97 Mark ohne Zollerhöhung noch weiter sinkende Tendenz hat, weil sich die Währungsentwicklungen und die verstärkten lieber schußzufuhren aus lieberfee noch nicht voll ausge­wirkt haben und zudem im Frühjahr die saisonmäßig üblicheMilchschwemme" bevorsteht. Ein Aus­gleich gegenüber dieser Entwicklung wäre etwa bei einem Zoll von 75 Mark je Zentner zu erwarten. Auch dabei wäre dafür Vorsorge zu tref­fen, daß bei weiterer Währungsentwertung im Aus­land neue Dumpingeinfuhren selbst- tätig abgewendet werden können. Im vollen Umfange wird sich die Butterzollerhöhung wegen des an Finnland zugestandenen und im Wege der Meist­begünstigung auch anderen Einfuhrländern zugute- kommenden Kontingents von 5000 Tonnen ohnehin nicht auswirken können.

Ob auch in der gleichen Kabinettssitzung die 91 eu­re g e ( u ng des Düngemittelbezuges für bie Landwirtschaft erledigt werden kann, steht nach der gleichen Quelle noch nicht fest. Es handelt sich um Düngemittel im Werte von 300 Millionen Mark, widrigenfalls mit einem Ernterückgang bis zu einem Drittel zu rechnen wäre. Das gleiche gilt für die Saatgut v.ersorgung der Landwirtschaft, wenn es sich hier auch um erheblich geringere Be­träge handelt. Zur Erwägung stehen bisher unter Gegenseitiger Ergänzung zwei Wege: Die Bereit­stellung einer A u s f a l l b ü r g s ch a f t für einen Teil der unter öffentlicher Kontrolle jetzt noch zu liefernden und in den Boden zu bringenden Dünge­mittel und die Vorberechtigung der neu entstehenden D ü n g e r k r e d i t e im gleichen Verhältnis wie die der Steuerschulden. ss

Das Landvolk und Brüning.

Berlin, 14. Ian. (END.) Aus einer Der- Tamnrlung der Landvolkpartei in Peine sprach ter Reichsparteiführer des Deutschen Landvolkes (Chr.-Rat. Bauern- und Landvolkpartei) von Hauenschild-Tscheidt und nahm dabei Stellung zu den politischen Tagesfragen. Er er. klarte u. a.: Eine Einigung der Parteien auf Hindenburg wäre im Augenblick des Beginns ter Tributkonferenz eine starke Stützung der deutschen Außenpolitik auf der Konferenz in Lausanne gewesen. 3m augenblicklichen Zeitpunkt den Reichstag e i n z u b e r u f e n, nachdem es nicht gelungen war die Parteien auf eine einheitliche Linie in bezug sowohl auf die Reichspräsidentenwahl toK in bezug auf die außenpolitischen Verhand­lungen zu bringen, mußte das deutsche Landvolk aus nationalem Verantwortungsgefühl ableh. nen. Der Reichskanzler hat sein Rein ge- genuber jeder weiteren Tributzahlung unmih. verständlich ausgesprochen. Seit zwei Jahren hat ter Kanzler die schweren Kampfe um die Tribut la st en geführt und dürfte sich der Tragweite dieser ausgefpro. chenen Willensäußerung zweiseNos voll bewußt sein.

Zu den aararpolitischen Fragen äußerte sich der Parteiführer insbesondere bezüglich der Fra- gen der Veredelung swi rtschast. Er betonte, daß der Schutz der bäuerlichen Verede- lungswirtschäft mit großer Beschleuni. gung und in ausreichendem Maße vorwartsgetrieben werden müßte. Er be- grüßte es, daß die Grüne Front und ter Deutsche Landwirtschaftsrat die seit langem gestellten For. derungen des deutschen Landvolkes mit Energie erneut aufgegriffen haben.

Der Abbau der pädagogischen Akademien in Preußen.

\ ® nrLr1!' 14. San. (TU.) In einer Erklärung des Amtlichen Preußischen Pressedienstes zu der Stillegung von neun evangelischen °..u u g o g i s ch e n Akademien wird u. a. aus- geführt daß eine zahlenmäßige Benachteiligung des evangelischen Volksteiles nicht vorliege. Von den ziraöemien, die erhalten bleiben, seien drei evange- sio- katholisch, die sechste simultan,d. h. in Wirklichkeit zum mindestens 75 v. H. evangelisch" Die Simultanakademie werde von der evange- V chen Bevölkerung im simultanen Lande Heßen-Nassau voll anerkannt, während die k a t h o l i s ch e K i r ch e sie grundsätzlich a b l e h n e. Ferner wird unter Hinweis auf die geographische tage die Notwendigkeit, die beiden katholischen Aka­demien in Bonn und Beuthen zu erhalten, hervorgehoben. *

Hierzu wird aus maßgebenden evangelischen Streb &fTt9e!n ?< a,a$'enöe Erbitterung des evan- gel.schen Volksteiles richte sich nicht gegen das Fortbestehen der beiden katholischen ^kadem.en, als vielmehr gegen das Miß- r-t-rr ° tn 5' ^2 darin bestehe, daß infolge der Stillegung von neun evangelischen Akademien nur noch die Hälfte aller Lehr erb il- fnnMfin?S 11 ont evangelisch sind, was der SS?" Zusammensetzung der Bevölkerung in keiner Weise entspreche. Der Versuch, die Simul-

0 r° dem, e in Frankfurt dem evange- gutzuschreiben, müsse an dem klaren ?°?estand scheitern: Von den in Frankfurt im ^QOre 1931 neu aufgenommenen Studierenden sei aft ein Drittel (32,5 v. H.) nicht evange- l i s ch gewesen. Die 173 Studierenden des sechsten Sommersemesters sttzten sich zusammen aus 122 k26 Facholiken, 19 Juden und sechs ^r katholischen Bewerber gegenüber dem Jahre 1930 von 35 auf 81 "höht- Die Anerkennung" der Frankfurter Aka­demie durch die evangelische Bevölkerung in Nassau habe chren Grund ganz wesentlich in'der geo­graphischen Lage. Eine irgendwie aleick- wertige Bildungsstätte für Lehrer an eoange- liftjen Schulen fei die Frankfurter Akademie nicht und der Vorwurf eines imparitätifchen Verfahrens muffe m vollem Umfange aufrecherhalten bleiben

Oie Nationalsozialisten sehen den Kamps gegen Brüning fort.

Eine neue Rede Fricks.

Wo bleibt die Rücksicht auf Deutschlands außenpolitische Znie»essen?

Lindau, 14.3an. (Täl.) 3n einer national- sozialistischen Massenversammlung in Lindau am Bodensee sprach gestern abend der frühere thü­ringische Innenminister Dr. Frick. Er verglich die Erklärung Brünings zur Tri- b u t f r a g e und deren vorauszusehendes Ergeb- nis in Lausanne mit dem Schicksal der deutsch-österreichischen Zollunion unter Curtius und folgerte, daß Brüning aus Lausanne nur eine Riederlage mit nachHause bringenwerde. Wenn die Re­gierung bann noch nicht zurücktrete, sei die Reichspräsidentenwahl der äußerste Zeitpunkt für den Sturz Brünings, denn die Rationalsozialisten seien nicht geneigt, die Zentrumsdiktatur Brünings auch nur einen Tag länger zu ertragen als es unbedingt notwen­dig sei. Als stärkste Partei Deutschlands hätten sie den A n s p r u ch daraus, daß d e r R e i ch s - Präsident aus i h r e n R e i h e n g e w ä h l t werde. Alles das gelte aber nur unter der Voraussetzung, daß Brüning' noch weiter am Ruder bleiben wolle. Etwas anderes sei es, wenn sich diese Sachlage ändere, denn dann könnten die Rationalsozialisten ruhig abwarten. Wenn durch die Aktion Brünings die Würde und das Ansehen des Reichspräsidenten geschädigt worden seien, so hätten nicht die na­tionale Opposition, sondern die Gegenspieler die Schuld daran.

Am. lich wird hierzu erklärt:

Dr. Frick hat in einer Rede in Lindau erklärt, der Reichskanzler werde in der Tributfrage in Lausanne voraussichlich das gleiche Schicksal erleiden, das Reichsaußenminister Lurtius seinerzeit in der Zollunions- frage erlitten habe. An zuständiger Reichsstelle

Der Stahlhelm und Hindenburg.

Berlin, 15. San. (ERB.)Der Stahlhelm", das Organ des Bundes der Frontsoldaten, schreibt über die Wahl Hindenburgs:

Selbstverständliche Voraussetzung wäre nach unserer Ansicht, außer der Zustimmung des Gene­ralfeldmarschalls, die Ausschaltung jeg­licher Parteipolitik, gleichgültig wel­cher Richtung, und die Durchführung des Wahl­aktes in einer Form, die ter menschlichen und historischen Würde Hindenburgs entspricht. Dazu wäre nötig:

1. Die sehr rasche Vornahme der Wahl, da ja keinerlei Agitation voranzugehen braucht.

2. Die Zurückstellung jeder anderen Kandidatur, so daß der Charakter der übri­gen Wahlkämpfe vermieden wird und die Volks­abstimmung den Stempel einer K ü r u n g erhält.

3. Ob eine Schilderhebung des Generalfeldmar- schaUs praktisch möglich ist, und wie sie im ein­zelnen durchzuführen wäre, darüber ist i m Augenblick Schweigen besser alsRe- den. Es ist in der letzten Zeit mehr gere­det worden, als dem deutschen Volke dienlich ist.

Der Stahlhelm wird sich in seinen Entschlie­ßungen auch künftig leiten lassen von dem Be­streben, ter historischen Würde des großen Sol­daten Hindenburg gerecht zu werden, und von seinem Hochziel: Dem Wohle der Ration!"

Ein Aufruf der Deutschen Gtaatspartei.

Berlin, 14. 3an. (TU.) Die Deutsche Staats­partei erläßt einen Aufruf, in dem es heißt: Auf einen Winter größter Rot werden Wah­len folgen mit n i e dagewesener Ent­fesselung der politischen Leiden­schaften. Unser Volk weih nicht mehr zu unterscheiden zwischen hohler Phrase und ehr­lichem Wollen, zwischen Gaukelei und wirklichem Können, zwischen Auspeitschung der Leidenschaften und wahrer Begeisterung ub Treue. Eine Partei, die jahrelang Zwietracht genährt hat, darf sich als_ Träger jugendlichen Idealismus bezeichnen. Während ihr Führer seinen Anhängern Ab- schüttelung der Schuldverpflichtungen verspricht, versichert er den ausländischen Geldgebern, daß es gar nicht so gemeint sei. Aber der eigenen Re­gierung, die zur Rettung der Ration ihr Aeuher- stes tut, wird jede denkbare Schwierigkeit be­reitet. Das alles geschieht vor dem Bürgertum, dessen noch nicht radikalisierte Rechte in zwölf politische Gruvpen gespalten sind und Gefahr laufen, ausgeschaltet zu werten. Dagegen rufen wir in letzter Stunde zu wahrer Einmütigkeit auf dem Boden echter Volksgemeinschaft auf.

Es gibt feinSystem", das abgewirtschaftet hat, keinSystem", das Ausstieg bringen kann, sondern auf die Menschen kommt es an, die immer wieder versagen werden, solange sie in politischen Leidenschaften ihr Heil suchen. Es gibt kein Zaubermittel, das schlagartig unsere Lage verbessern kann. Es gibt nur Aushar - ren und unermüdliches Mitarbeiten. Schon ist ein großer Teil ter Welt bereit, unsere Forderungen nach Beendigung ter Re­parationen nach gleichen Rechten in Fragen der Sicherheit zu erfüllen. Wir rufen dieses, unser großes deutsches Volk auf, nicht im letzten Augenblick d i e Rerven zu verlieren und hineinzustürmen in den sicheren Untergang, sondern sich zusammenzufinden in einer breiten Bürgerfront gegen die Verzweiflung des Ra- dikalismus im Kampf für wahres Deutschtum.

Wachsende Last

ber Wohlfahriserwerbslosen.

_ Berlin, 15.Jan. (WTB. Funkspruch.) Wie der Deutsche Städtetag mitteilt, wurden Ende Dezember in der öffentlichen (Bernet nbefürorge insgesamt runb 1650000 Erwerbslose betreut. Im vergangnen Jahre haben sich die Wohl­fahrtserwerbslosen nahezu ve r d o p p e (t. Unter Zugrundelegung bes gegenwärtigen Standes beträgt bie finanzielle Belastung der gemeindlichen Fürsorge

wirb hierzu unter Hinweis auf bas bekannte Inter­view bes Reichskanzlers erklärt, baß biefe Aeuhe- rung Fricks auf bas allerschärf sie zurück- gewiesen werben müsse. Es gehe nicht an, daß ein Führer einer großen Partei auf diese weise dem Auslände bas Stichwortgebe.essei mit einem Umfall ber Reichsregierung zu rechnen.

Bedenkliche Taktik.

Rosenberg bezweifelt des Kanzlers '-öerhandluns sfährgkelt.

München, 14. Ian. (TU.) ImVölkischen Beobachter" schreibt der nationalsozialistische Außenpolitiker Rosenberg in einem Artikel unter der UeberschriftBrüning unmöglich" u. a.: Man stelle sich vor, daß Dr. Brüning noch vor wenigen Wochen ganz offiziell den Führer der deutschen Freiheitsbewegung in seiner Rundfunk­rede in heftigster Weise angegriffen hatte. Und nun wurde plötzlich der Führer dieserWelt­gefahr" gebeten, unter Vorschiebung Hindenburgs die politische Lebensdauer desselben Herrn Brü­ning zu verlängern. Wir gehen nicht fehl in der Annahme, daß in den Tagen, die zwischen dem letzten Angriff und dem Telegramm liegen, der immer noch amtierende Reichskanzler von sehr autoritativer ausländischer Seite darauf aufmerlfam gemacht werden war, daß er nicht mehr recht verhanölungs- fähig fei ohne Adolf Hitlers Unter­stützung, da ja kein Volk mehr hinter der Regierung stände. Mir wurde schon im Dezember 1931 in London von der dortigen Botschaft eines Großstaatcs bekanntgegeben, daß mit der jetzigen Reichsregierung keine dauernden Abmachungen ge­troffen werden könnten. Rosenberg teilt im übrigen mit, daß die Denkschrist Hit­lers an den Reichspräsidenten mit ergänzenden Ausführungenzu gegebener Zeit" veröffent­licht werden wird.

aufs Jahr gerechnet rundlMilliarbeReichs- mark, wenn ein Aufwand von nur 625 RM. pro Partei und Jahr angenommetf wirb.

Aus aller Welt.

Der Brand bei Sarrafani.

Hans Stosch-Sarrasani, der Besitzer des Zir­kus Sarrafani, der in Antwerpen von einem schweren Brandunglück heimgesucht wurde, hat sich anscheinend aus begreiflichen geschäftlichen Gründen zu einem ausführlichen Dementi be­wogen gefühlt. Er sprach sich gegenüber ter Belgischen Telegraphenagentur dahin aus, daß seiner Meinung nach das Feuer im Zirkus nicht auf Brandstiftung zurückzuführen sei. Sar- rafani unterstrich weiter die freundlicheAn- teilnahme, mit ter ihn d i e Antwerpe­ner Bevölkerung empfangen habe. Er habe in Antwerpen nur Unterstützung und Beistand bei Behörden, Presse und Bevölke­rung gefunden. Sarrafani sprach dem Militär seinen D an k für d i e Hilfe aus, die ihm bei dem Unglück geleistet wurde. Wenn die Feuer­wehr mit solcher Verspätung eingetroffen sei, so sei dies nur auf das Abkommen zwischen Stadt und Vororten über Hilfeleistung bei Dränten zu­rückzuführen. Falls es in Lüttich zu einigen Zwischenfällen gekommen sei, so seien diese bald beigelegt worden. Don den beim Brand des Zirkus verletzten' G l e f a n t e n ist nun einer infolge seiner schweren Brandwunden gestorben. Man nimmt an, daß noch ein zweiter verletzter Elefant verenden wird. Die Untersuchung der Ursachen des Schadenfeuers hat bisher zu keinerlei Ergebnissen ge­führt. Wie sich herausgestellt hat, war ter tote Elefant von einem Wachtposten der Befestigungs­werke schwer verwundet worden. Die Vor­führungen im Zirkus Sarrafani sind bis auf wei­teres unterbrochen worden.

Zum lobe ber äönigin-Rlutfer von Griechenlanb.

Die in Frankfurta. M. verstorbene Köni- gin-MutterSophie von Griechenland, eine Schwester des ehemaligen deutschen Kaisers, hat an einem Magenleiden gelitten und war s-üt Mitte Rovember in Behandlung von Professor Dr. Grote in der C. von Roorden-Klinik. Es muß.e eine Ope­ration vorgenommen werden, die aber eine Hei­lung des Leidens nicht brachte, weil es bereits zu weit vorgeschritten war. Die kranke Königin war nicht mehr transportfähig und mußte deshalb in Frankfurt bleiben. Seit Mon­tag war die Königin nahezu völlig bewußtlos. Am Sterbebett weilte die griechische Königsfamilie, so König Georg II.. seine Schwester, die Prinzes­sin Helene von Rumänien (bie geschiedene Frau von König Carol), ferner Prinz Paul und die Prinzessinnen Irene und Katharina von Griechenland. Wie wir hören, soll die Königin in Florenz an ter Seite ihres Gatten König Konstantin beigeseht werden, der merkwürdiger­weise vor neun Jahren an demselben Tage in Palermo einem Schlaganfall erlegen ist. D.r Kai­ser wird sich bei der Srauerfcier durch den Prin­zen Eitel-Friedrich vertreten lassen. Die Trauer­feier findet auf Schloß Friedrichshof bei Cronberg statt. 3m Anschluß an die Trauerfeier wird die Leiche ter Königin nach Florenz überführt werden.

Der älteste Kriegsfreiwillige bes Weltkriegs f.

3n Wevelinghoven (Bezirk Düsseldorf) starb der 88 Jahre alte Gustav Kott mann. Der Verstorbene war der älteste Kriegsfreiwillige des Weltkrieges. Er trat bei Beginn des Weltkrieges als 71 jäfjriger Kriegsfreiwilliger wieder in den Heeresdienst, nachdem er b e r e i t s die F e l d g e von 1 8 6 6 und 1 8 7 0 / 7 1 mit» gemacht hatte. Mit eil er Kompanie des Land­wehrinfanterie-Regiments Rr. 39, die sein S o h n a 1 s L e u t n a n t f ü h r t e, zog er in den Weltkrieg. Er stanh lange Zeit seinem Wunsche gemäß tn vorderster Front. Rach der Einnahme von Antwerpen wurde demalten Korporal" von Generalfeldmarschall v. d. Goltz das Eiserne Kreuz überreicht. Etwa nach zweijähriger Front- dienstzeit wurde Kottmann, an dem die Stra­pazen des Krieges nicht spurlos vorübergegangen waren, aus dem Heeresdienst entlassen. Die sth- ten Jahre verbrachte Deutschlands ältester Kriegs- freiwilliger und Altveteran auf feinem Ruhesitz tn Wevelinghoven.

(Eine seltsame Versteigerung.

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In Bubapest finb 24 Kisten und Koffer, die bie wegen Ermordung Erzbergers jmd) Ungarn ge­flüchteten Förster-Schultze und li He ff en einem Lagerhaus in Verwahrung gegeben hatten, versteigert worden, da die Lager ren nicht bezahlt worben waren. _____ ...

Kisten war vollgestopft mit Milliarden­banknoten aus der Inflationszeit; zwei weitere waren mit Zigaretten und Tabak ge­fügt, andere Kisten enthielten Lebensrnittel und Hausrat. Irgendwelche aufschlußreiche Papiere wur­den nicht gefunden. Der Inhalt der Kisten wurde von einem Transportunternehmen um 400 Pengö erworben. Er wird zum Teil eingestampft, zum Teil auf dem Trödelmarkt verkauft werden.

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Schweres Autounglück.

Ein schweres Autounglück ereignete sich auf ber Landstraße von Puchheim nach Fürstenfelb- druck am Hoflacher Berg. Ein schwer belabener Nürnberger Lastwagen, ber einem am Berg stehen- ben Fahrzeug ausweichen wollte, geriet in« Schleudern und stieß mit einem Bauern- fuhrwerk zusammen, das in ben Straßengraben geschleudert wurde. Der Anhänger des Lastwagen» stürzte und fiel auf das Fuhrwerk. Der Lenker de» Fuhrwerks wurde auf der Stelle getötet Von ben zwei Mitfahrerst liegt einer in Hoffnung-« losem Zustanbe im Krankenhaus Bruck, ber zweite, der Sohn des 70jährigen Getöteten, ist ebenfalls sehr schwer verletzt.

Großer Waffen- und Sprengffoffunb in Hagen I. w.

Wie das Polizeipräsidium mitteilt, wurde von Be­amten des Polizeipräsidiums in der Sunderlohstraße ein verstecktes Sprengstoff- und Waffenlager aus- geh-ben. Gefunden wurden über 1 Zentner Spreng, ftoff, 770 Sprengkapseln, eine Menge Gewehre und Pistolen sowie Munition. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Verhafteten gehören sämtlich der KPD. an.

(Ein fetter Brocken.

Ein Berliner Blatt berichtet von einem sensatio­nellen Fund eines Kölner Notstands- arbeitete, der bei einer Brockensammlung be­schäftigt war. Der Arbeiter entdeckte nun in bem Geheimfach eines alten Sekretärs Wertpapiere von über 200000 Mark. Aus den beiliegenden Dokumenten ging hervor, daß es sich um eine Erbschaft handelt; daraus oer- suchte der Finder Kapital zu schlagen. Er wandte sich an die Erbin mit dem Vorschlag, ihr gegen eine Zahlung von 50000 Mark die Hinterlassenschaft auszufolaen. Der Versuch mißglückte; er wurde

0wolkenlos. O netter. 3 nait> Bedeckt. 9 womtg. ® oeaedti «Regt» * Schnee a Graupeln. - NeDei K <iewitter.(§)wina$iiiie.o, jet» «ichter Ost nissiger Südsüdwest, stürmischer -tordwej» i»e Pfene fliegen mit dem Winde Pie Beiden Stationen stehenden Ze> <en gehen die Temperatur an. Pie Limen VerDinden Orte mit gleichen auf Meeresmveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Der Luftdruck zeigt in seiner Verteilung wenig Aenderung. lieber Island lagert weiter bas Tief welches seine Ranbstörungen bis über Deutschland entfaltet, und von Südosten her dehnt sich gleich­zeitig der hohe Druck aus. Die herrschende Grenz- wetterlage hat infolgedessen keine Beständigkeit. Während in ben gestrigen Abendstunden Aufklaren und Bodennebel mit Temperaturrückgang auftrat, stellten sich in den heutigen Morgenstunden in unse­rem Gebiet wieder Bewölkung, Milderung sowie vereinzelt leichte Niederschläge ein. Im ^weiteren Grenzbereich zwischen hohem und tiefem Druck dauert ber gegenwärtige Witterungscharakter noch fort Wohl werden aber die Temperaturen im allgemeinen mehr zum Sinken neigen, und Niederschläge leich­terer Art treten nur ganz vereinzelt auf.

Aussichten für Samstag: Morgens stel­lenweise dunstig, sonst wolkig mit Aufheiterung, keine oder nur vereinzelt geringe Niederschläge, Temperaturen schwankend, nachts Temperaturrück- gang bis zum Gefrierpunkt und etwas darunter, tagsüber milder, jedoch allmählich etwas kühler als seither.

Aussichten für Sonntag: Meist trocken, dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, bei Aufklaren leichte Nachtfrostgefahr.

Lufttemperaturen am 14. Januar: mittags 8,6 Grad Eelsius^ abends 2,1 Grad; am 15. Januar, morgens 5 Grad. Maximum 8,9 Grad, Minimum 1,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Januar: abends 3,5 Grad; am 15. Januar: mor­gens 2,6 Grad Celsius. Niederschläge 0,3 mm. Sonnenscheinbauer 3% Stunben.

Amtliche wintersportnachrichten.

Hoherobskopf: Rebel, kein Schnee und keine Sportmöglichkeit. Wasferkuppe: Rebel, Rull Grad, 4 Zentimeter Schnee, vereist. Sportmöglichkeit keine.

Schwarzwald: Feldberg: Rull Grad, 40 Zentimeter Schnee, verharscht, Ski und Rodel gut.

Alpen: Garmisch-Partenkirchen: Klar, 1 Grad, 3 Zentimeter Schnee, verharscht, SportmögliOeit müßig. > j r . . . . , ,

deren Lage fämll eine sehr lebens! Ittien auf sehr toi dizu solche, die Ommunität von § rippen her verfl gerade während e ivgen Winters ab. (tden. Die Derhäl fugen, und dann rinden Krankheil l>18'19, der Taus rosste, die in ihr S-rippe durchgcmae her über leine ( K^uhsioffe verfügt

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