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Hrj2 Erster Blatt
182. Jahrgang
Zreitag,15. Januar 1952
krscheint täglich, außer Lonnlags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte kretzener FamUiendlätter hestnat im Bild ■ Die Scholle Monats Bezugspreis:
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General-Anzeiger für Oberhessen
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Chefredakteur
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantworllich für ‘Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen.
Englands Kurs für Lausanne.
Keine provisorische Regelung durch ein langfristiges Moratorium. — Versuch einer Verständigung mit Krankreich, um eine Endlösung zu erreichen. — Keine Erörterung der Kriegsschuldenfrage ohne Amerika.
London. 14. Dan. (WIB.) Heuler meldet: Ob- lotjl es unler den gegenwärtigen Verhältnissen nicht je aussieht, als ob eine endgültige Kegelt lg der Rcparallonsfrage erfolgen könnte, würde dch. wie man zu wissen glaubt, öie englische Regierung mH einer Zwischenlösung rleln nicht zufrieden fein, die nur daraus hinMsläuft. daß man auf der Stelje mar- fciierl. Die zuständigen amtlichen britischen fireife «ilerftützen einigermaßen die Ansicht, daß e i n kttg friffiges Moratorium nicht gern je. Es wäre besser, wenn man jetzt keine end- f-ltigen Regelungen edangen könne, einen verreich zu schließen, der die Lndlöfung h f d) I c u n i g I, anstatt sie zu vertagen. Dieser lhiW dürste es zuzuschreiben sein, wenn die eng- ßJx Regierung das Reparationsproblem studiert »h ihre Bemühungen daraus richtet, den Weg f-c eine günstigere Stimmung frei- Machen, um dadurch e 1 ne endgültige Reglung in den Bereich des Möglichen zi rücken. Ls gilt noch eine vorläufige (Einigung ■ it der französischen Regierung zu Puden, und wenn es gelingt, mit Frankreich zu du t Verständigung zu kommen — die britische Ircjierung hegt noch die Hoffnung, daß dies möglich la wird — so wäre ein allgemeines 2t b - Immen zwischen den Gläubigermächten in tcufanne ungeheuer erleichtert. Man glaubt Zi wissen, daß die englische Regierung es vorziehen Riröe. wenn die firiegsschuidenfrage in to„sänne nicht erörtert würde und sich Bi. Konferenz einzig und allein auf das Repara- Irsproblcin beschränken würde. Die firiegsschul- bnftage kann besrledigend ohne Amerikas 7 Iro Irtu n g nicht diskutiert werden, Id dieser Staat wird nicht einmal durch einen k otachler in Lausanne vertreten fein. Dm übrigen If1 das Datum des 25. Danuar feststehend. Man l'nibt nicht, daß die Konferenz länger als eine Lebe dc-uern wird.
Frankreich wünscht vorherige Verständigung.
Nochmals Vorverhandlungen in PartS
London. 15. San. (ERD. Funkspruch.) Der dolomatische Korrespondent des Daily Tele- B cpb glaubt zu wissen, daß der französische QRi- ri crpräsident Laval gewissen ausländischen Dot- k «intern in Paris zu verstehen gegeben habe, firmlttid) werde an der Lausanner Konferenz in i teilnehmen, wenn es eine vorhe - t ic Verständigung mit Großbri - hnnien und Deutschland erreicht habe. Her englische Reparationssachverständige Sir £ t|) Roß, der kürzlich in Paris mit sranzösi- soe» Sachverständigen über die Rcparations- frjy verhandelte, wird sich voraussichtlich noch, io l d nach Paris begeben. Der Sachvcr- liitbige hatte in den letzten Da gen zahlreiche Lln- dtrr(bungen mit den Mitgliedern der englischen Üjcrung. Bei den neuen cnglisch-französischcn Drhandlungen soll nochmals versucht werden, axf» vor der Lausanner Konferenz zu einem Ein- w-cnehmen mit Frankreich zu kommen.
die Konferenz von Lausanne am vorgesche- ■;"i Datum, dem 25. Januar, beginnt, beabsich- Üje n die britischen Vertreter, Sir 3ohn S i - Bo n , Revilie Chamberlain und R u n e i - bu n, London am 23. zu verlassen. Sie Hof- fr, am 2. Februa r zum Zusammentritt des SfctfamcntS inßonbon zurück z u fein, bzw. ir Genf zur Eröffnung der Abrüstungskonferenz ÄHeinen zu können.
Keynes fordert Vertagung von Lausanne.
3ic Lage nvh nicht reif für eine vernünftige Endlvfung.
London, 15. Ian. (WTB. Funkspruch.) 3n eikn Artikel tritt heute der bekannte Wirtschafts- cf-terftänbige Keynes dafür ein, dah die bri- drie 'Jwgieruna sich offen für völlige Strei« ^iig der Reparationen und Kriegs« Dulden und für die Vertagung der Äcifanner Konferenz um sechs M o« Nike erklärt. Keynes schreibt: An den Staatsmän« yrn der Welt ist es jetzt, die Fragen zu behandeln, >ie sie Sachverständnis haben sollten. Ich bin iWi,_ daß das britische Volk einmütig wünscht, )ie Regierung entschlossen für die aanze Strei« In c der Reparationen und der Kriegsschulden ein« •Jt, und daß der Premierminister sich an die '^!ile Italiens stellt und den Ausruf 2- Brünings unterstützt. Dies sollte um „erklärte" Politik sein. Diese Politik braucht «etr nicht unvereinbar zu fein mit der -mcksjchtnahme auf die diplomatischen *5<f) d i c r i g f e i t e n und den verschiedenen ®ra= Set der Entwicklung, die die öffentliche Meinung ä«a verschiedenen Länder erreicht hat. Deshalb wäre
es, so meint Keynes, für Deutschland der Mühe wert, sein Einverständnis zu erklären, .bescheidene und vernünftige" Summen z u zahlen, wenn dadurch eine Regelung möglich würde. Eine solche endgültige Regelung müßte im Laufe des Jahres erfolgen, doch glaubt Keynes, daß die Lage noch nicht reif ist, um eine solche Regelung bereits jetzt in Lausanne zu erzielen. Es gibt mehrere Gründe, aus denen sie bestimmt unmöglich ist. Europa und Amerika werden von politischer Erregung beherrscht. Besonders können wir angesichts der bevorstehenden Wahlen in Frankreich und in Preußen sicher sein, daß die Staatsmänner weder des einen noch des anderen Landes heute die Zugeständnisse machen können, die sie vielleicht innerlich als weise erkennen, und die sie in einigen Monaten zu machen imstande fein dürften. — Die Beschlüsse, die in Lausanne zu fassen sind, könnten die folgende Jorm annehmen:
1. Ein Versprechen der Alliierten, Deutschland noch in diesem Jahre eigen bindenden Vorschlag für öie endgültige Fest- setzung seiner Verpflichtungen zu machen.
2. Eine Vereinbarung, die Entwicklung der Wirtschaftskrise während weiterer sechs Monate zu beobachten, bevor dieses Angebot gemacht wird.
3. Äm Hinblick auf diese Ziele eine Verlängerung des Moratoriums Deutschlands b i s
Berlin, 14. Dan. (IDIB.) Der Deutsche D n ö u ft r I e - und Handelstag trat am 13. und 14. Danuar zu einer Sitzung seines hauplaus- fchuffes unter dem Vorsitz seines Präsidenten Dr. Grund zusammen. Der Präsident führte in seiner Rebe aus: keine deutsche Regierung wird jemals in der Lage sein, mit innenpolitischen Maßnahmen das Problem zu meistern, wenn es nicht gelingt, die hauplursache unserer wirtschaftlichen und finanziellen Röte zu beseitigen. Die politischen Zahlungen sind es. die Deutschland die Erfüllung feiner privatrechtlichen Verpflichtungen unmöglich machen. Ohne endgültige Aufhebung der politischen Verschuldung Deutschlands gibt es keine Wiederherstellung feiner Kreditfähigkeit und keinen wiederausttieg seiner
Rom, 14. Jan. (Sil.) Der Mailänder »Po- Polo b ’ 3 t a l i a“ veröffentlicht heute einen Artikel unter der ileberschrift: »Vor der vollendeten Tatsache der deutschen Zahlungöunfähigkeit — eine Ansprache an Amerika". Der Artikel dürfte aus der Feder Mussolinis flammen; er geht davon aus, daß Amerika der einzig c Staat sei. der niemandem etwas schulde, dafür aber Gläubiger aller sei. Diese Tatsache vereinfache das Problem. Alle seien sich dessen bewußt, dah es früher oder später zur Streichung der deutschen Reparationen kommen müsse. Tie deutsche Regierung habe amtlich durch ihre Dot- schaster m i t g e t ei 11 . dah Deutschland nicht mehr zahlen könne, weder heu te, noch morgen noch je. Das sei die vollendete Tatsache und als solche unwiderruflich . weil man nicht annehmen könne, daß Deutschland nicht alle Folgen seines Schrittes vorausbedacht habe. England teile nun mit, daß eskeineradikalenLösungen wünsche. Frankreich finde in der noch unbestimmten Haltung der Vereinigten Staaten einen Grund zur ilnnächst i e b i g k e i t. Der Schlüssel liege aber allein in den Händen der Vereinigten Staaten. Mas sei zu tun? Solle man Ge- waltmaßnahmen ergreifen, um Deutschland zur Zahlung zu zwingen? Mit welchem Ergebnis? Die Zeit der Ruhrbesehung sei vorüber. Eine derartige Maßnahme, an der sich in irgendeiner Form zu beteiligen, Italien ab- lehnen werde, sei undenkbar. Mas würde aus Locarno werden und was das Schicksal des Völkerbundes sein?
Der einzige Ausweg sei, daß man zwischen den europäischen Staaten mit der
zum 15. Dezember und eine Vertagung der Konferenz um fechs Monate.
Londoner Preffestimmen.
London, 15. 3an. (MTV. Funkspruch.) .,Rcws Ehronicle" sagt: Vie beiden letzten Aeußerungen zum Reparationsproblem, die von Mussolini und Keynes, haben den großen Vorzug, dah sie sowohl klar als auch praktisch durchführbar sind. Aber trotz der vielleicht vorhandenen Fähigkeit Deutschlands, etwas zu bezahlen, würde es ungeheuer vorteilhaft fein, wenn mit dem Schwamm über d i e ganze Schiefertafel gefahren werden könnte, wie Sir Malter Layton dies am Mittwoch sagte. — „Morning Post" führt zur Rede Laytons aus: Menn Deutschland wieder zahlungsfähig ist. dann ist es nur recht und angemessen, dah es einen fairen Anteil an den allgemeinen Lasten übernimmt. Die Hauptaufgabe der Staatsmänner ist, die Mittel ausfindig zu machen, die eine solche Wiederaufnahme deutscher Zahlungen mit der Rotwendigkeit in Einklang bringen, Deutschland vor dem Zusammenbruch zu retten. — ..Daily Mail" erklärt: Eine völlige Beseitigung der Reparationen würde Deutschland einen ungeheuren Vorteil geben. Die britische Industrie könnte dann niemals hoffen, die Konkurrenz mit Deutschland auszuhalten.
Wirtschaft. Dir wissen dem Herrn Reichskanzler Dank dafür, daß er dies mit aller Klarheit und Eindeutigkeit ausgesprochen hat und vertrauen darauf, dah er in diesem Sinne handeln wird. Dch glaube, der Herr Reichskanzler kann die Ueber- jeugung mit nach Lausanne nehmen, dah das gesamte deutsche Volk — in dieser Frage einmal einig — jedes weitere Kompromiß, für das es keine reale Möglichkeit mehr gibt, a b - lehnt. Das Vertrauen der von uns vertretenen deutschen wirtschaft steht jedenfalls geschlossen hinter ihm. — Die Versammlung machte sich diese Erklärung des Präsidenten einstimmig zu eigen.
Schulden st reichung beginne unb Amerika eine gemeinsame Front der europäischen Schuldner zeige. Glaubt Ihr, daß die Vereinigten Staaten den Mut hätten, die weiteren Zahlungen ihrer Kredite von den europäischen Staaten zu fordern, die Deutschland eine solche Konzession gemacht hätten? Glaubt Ihr, daß die Vereinigten Staaten Europa zwingen würden, den verderblichen Kreislauf, den die Lausanner Konferenz jetzt endgültig brechen soll, wieder neu erstehen zu lassen? Gegenüber einem Willensakt ganz Europas, das durch den gegenseitigen Erlaß der Schulden beweisen würde, dah es die Unterscheidung zwischen Siegern und Besiegten überwunden habe, würden die Vereinigten Staaten nicht den Mut haben, darauf zu bestehen.
Diese Auffassung wird in dem Artikel des ..Popolo ö'3talia" sodann in moralischer, politischer und w.rtschastlicher Hinsicht begründet. In diesem Zusammenhang wird auch der günstigen Wirkungen gedacht, die das Hoovermora- torium anfangs gehabt habe, bis die Zeichen der Genesung auslöschten „unter den großen Wasserstrahlen der Prozedur, die die französischen Juristen, die die Finanzberater des Staates nun einmal find, vornahmen". Wenn also schon das einjährige Hoovermoratorium die Welt habe wiederbeleben können, so könne man an einer Genesung nicht zweifeln, wenn erst das große Hindernis fortgeräumt sei das alle Völker augenblicklich in seinem Dann halte. Aber der erste Schritt müsse in Europa geschehen. Man könne nicht verlangen, dah die Vereinigten Staaten die Initiative ergriffen. Europa müsse die Vereinigten Staaten vor eine vollendete Tatsache stellen, ebenso, wie die europäischen Gläubiger Deutschlands die vollendete
Tatsache seiner Zahlungsunfähigkeit annehmen mühten. Die große Glocke der Wirklichkeit. so schließt der Artikel, klinge mit ihren hämmernden Schlägen zwischen beiden Ufern de- Atlantik.
Briand wird aus den Völkerbund abgeschoben.
Laval crsuchtdcnehemaligcnAutzcnministcr um seine Mitarbeit.
Paris, 14. Ian. (WTB^) Ministerpräsident Laval stattete heute abend B r i a n ö einen Besuch ab. lieber die ilnterreöung veröffentlicht die Ministerpräsidentschaft folgende Mitteilung: Laval und Driand besprachen zunächst d i e a u h e n- politifchen Fragen, die gegenwärtig vor Frankreich und vor der Welt auf gerollt find. Sie beschäftigten sich besonders mit der Rolle Frankreichs innerhalb des Völkerbundes. Laval betonte Driand gegenüber nochmals, wie sehr ihm an der wertvollen Mitarbeit Driands für Frankreich und für die Sache des Friedens liege. Driand erklärte seinerseits, er fei für die Vorstellungen Lavals durchaus empfänglich und lasse gegenwärtig durch seine juristischen und diplomatischen Mitarbeiter die Form prüfen, unter der feine Mitarbeit eventuell i n s Auge gefaßt werden könnte. Wie Havas zu wissen glaubt, dürste die Mitarbeit Driands wohl in der Form zu suchen sein, daß Driand den Po st en eines ständigen französischen Delegierten beim Völkerbund übernehmen soll, wie ihn schon seinerzeit Lson DourgeoiS innehatte.
Oie Arbeit des preiskommiffars.
Berlin, 14. Ian. (TU.) Amtlich. Der Reichskommissar für Preisüberwachung teilt mit: Die Verhandlungen mit der Margarineindustrie haben zu einer Aufhebung der Preisbindung für öie billigsten Margarine f o r t e n geführt. Für diese Sorten bestand bisher eine Kartellbindung, wonach die Preise nicht unter 33 Pf. gesenkt werden dürften. Da inzwischen aber schon Margarine für 28 und 29 Pf. verkauft werden konnte, ist die Preisbindung aufgehoben worden. Die übrigen Margarinepreife sind um lOProzent gesenkt worden. Die Preisbindungen hierfür bleiben bestehen. Der Reichslommissar betont, baß die Butterpreise auf die Gestaltung der Margarinepreise keinen Einfluß haben.
Lieber weitere Gastarifsenkungen liegen aus den Städten Aachen, Flensburg, Halle, Nürnberg und Stettin Berichte vor. In Aachen ist der Preis für Haushaltsgas von 21 aus 19 Ps. gesenkt worden. In Flensburg ist eine allgemeine Preissenkung um 10 Prozent eingetreten.
Weiter ist gesenkt worden der W a s s e r t a r i s in Siegen von 25 auf 23 Ps. je Kubikmeter.
Lieber Straßenbahntarifsenkungen liegen Berichte aus Lübeck, Düren und von der Münchener Lokalbahngesellschaft, ferner aus Eberswalde und Kar s^uhe vor. 3n Lübeck wurde der Preis für den Einzelfahrschein von 20 auf 15 Pf, in Karlsruhe der Kurzstreckenpreis von 20 auf 15 Pf. und der Preis für Fahrscheinhefte um 10 bis 15 Prozent gesenkt.
Wegen der Arzneitaxen hat der Reichs- lommilfar in den letzten Tagen mit den zuständigen Ministerien verhandelt. Das Ergebnis der Verhandlungen wird in Kürze mitgeteilt werden.
3n der Schokoladenindustrie hat sich nach Aufhebung der Preisbindung in letzter Zeit ein lebhafter Wettbewerb entwickelt, dessen Entwicklung der Reichskommissar abwartet.
Maßnahmen gegen Lleberfüllung der Hochschulen.
Berlin, 14. Jan. (TU.) Bei den bisherigen Versuchen zur Berufsberatung für Schüler der Oberstufe der höherenLehran st alte n hat sich gezeigt, daß die bloße Warnung vor dem Hochschulstudium keinen Erfolg hat. Vorbedingung ist vielmehr die O e f f - nun ga oberer Berufslaufbahnen. Der Deutsche Philologenverband hat daher Schritte getan, um durch Fühlungnahme mit Wirtschaftskrisen wenigstens die Unterbringung der Abiturienten d e s Jahrgangs 1932 in praktische Berufe zu erreichen. Wie verlautet, beabsichtigt nunmehr auch das Reichsministerium' des Innern die gleiche Ausgabe in Angriff zu nehmen. Am 23. Januar soll im Reichsministerium des Innern eine Besprechung mit den Spitzenoerbänden non Handel, Technik und Industrie und anderen interessierten Stellen stattfinden, um Wege zu suchen, durch Schaffung von Beschäft'igungsmög- lichkeiten die starken Abiturientenjahrgänge der näch. sten Jahre dem akademischen Arbeitsmarkt fernzuhalten.
Ohne Aushebung der Reparationen kein Wiederausstieg der deuischen Wirischast. Oer Deutsche Industrie- und Handelstag bekundet einstimmig dem Reichskanzler sein Vertrauen.
Italien fordert die Einheitsfront der europäischen Schuldner.
Amerika soll vor die vollendete Tatsache gestellt werden. - Europa muß den ersten Schritt zur Schuldenstreichung tun.


