Ausgabe 
14.7.1932 Frühausgabe
 
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9Jlxfport

Um den ^Großen Automobil-Preis von Deutschland^.

Großer Tag am Nürburg-Ring.

Am kommenden Sonntag, 17. Juli, gelangt auf dem Nürburg-Ring, der großartigen deutschen Rennstrecke, zum sechstenmal derGroße Automobil­preis" von Deutschland zur Austragung. Ganz Europa schickt seine Rennfahrer, 44 an der Zahl, und unter diesen 44 die Namen all derer, die Welt­ruf haben: mit ihnen die Wagen, die die schnellsten der Erde sind.

Man fragt nach dem Siegeri Nichts ist schwerer als eine Antwort darauf. Viermal wurde das Ren­nen von Mercedes-Benz gewonnen, einmal von Bu­gatti die deutsche Firma baut keine Rennwagen mehr, Deutschland ist arm. Der alte Mercedes ist aber für den Nürburg-Ring nicht mehr schnell genug, und darum könnte der Sieg des deutschen Wagens nur eine Ueberraschung sein, mit der nicht zu rechnen ist. Um so weniger, als die neueste Konstruktion im Rennwagenbau, der Alfa Romeo-Monoplace 2650 ccm, der schnellste Rennwagen der Welt (von Ueber-Rennwagen abgesehen) in dreifacher Aus- sertigung am Start erscheinen wird. Man geht in der Ansicht wohl nicht fehl, daß dieser Wagen das Rennen gewinnen müßte. Bugatti und Maserati stehen aber diesem Fahrzeug neben Mercedes-Benz als starke Konkurrenz entgegen. Innerhalb dieses Alfa Romeo-Teams: Rudolf Caracciola, der Sieger des ersten Großen Preises, des dritten und des fünften, der beste Kenner des Nürburg-Rings, ihm ist der Sieg in allererster Linie zuzutrauen. Sein stärksten Konkurrenten: N u v o l a r i und Bor- z a c ch i n i, ebenfalls auf Alfa Romeo, Stuck auf Mercedes-Benz, Chiron und Varzi auf Bugatti.

So ein Sieg hängt ja von tausend Kleinigkeiten, von zehntausend Zufällen ab es wird aber Kampf­momente geben, wie wohl selten bei einem Auto- Rennen. Die Augen aller Welt sind auf den Nür- burg-Ring gerichtet.

Oylmpia-Mannschaft auf guter Zahri.

Sn glänzender Stimmung befinden sich unsere Olympia-Fahrer an Bord der .Europa"! Es wird aber auch von den Passagieren und der Dedie- nnng alles getan, um den Sportlern das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Bei Bord- spielen und bei leichtem Training vergeht die Zeit sehr schnell. Die Schwimmer haben heute zum ersten Male im kleinen Schwimmbassin trainiert, die Leichtathleten machen unter Leitung von W a i tz e r und Hotz Gymnastik- und Laufübun­gen, die Ringer und Boxer arbeiten leicht in der Turnhalle und die Fechter üben sich im Zwi­schendeck. Auf dem ganzen Schiff ist die Olym­pia-Mannschaft der Mittelpunkt, und Common- dore Johnson erklärt, daß er noch nie eine so vergnügte äleberfahrt gehabt habe, wie jetzt mit den deutschen Sportlern.

Ruhetag in der -Tour^.

Nach der sechsten durch die Pyrenäen führenden Etappe verbrachten die Teilnehmer an derTour" am Mittwoch einen Ruhetag in Louchon. In der Länderwertung wurde Deutschland vom drit­ten auf den vierten Platz verdrängt: 1. Frankreich 133:36,14 Std.', 2. Belgien 133:42,27; 3. Italien 133:49,59; 4. Deutschland 133:55,21; 5. Schweiz 134:46,34 Stunden. In der Gesamtwertung der einzelnen Fahrer liegen die Deutschen S t ö p e l an 2., G e y e r an 11., Thierbach an 22., Bulla an 33., H. Dl ü l l e r an 41., Kutzschbach an 44., Ol b ö t e r an 50., Sieronski an 54., Risch an 65., Altenburger an 68. und Umbenhauer an 71. Stelle.

Radsportfest

des Radfahrer-Vereins 1885 Gießen.

2lm Samstag hielt der Gießener Radfahrer- Verein von 1885 in den Räumen der .Karls­ruhe" sein diesjähriges Sommernachtsfest ab. Gleichzeitig war damit die Austragung einer Reihe radsportlicher Konkurrenzen verbunden. Es starteten an diesem Abend eine große Anzahl bester Fahrer des Bundes Deutscher Radfahrer. Die zahlreich erschienenen Zuschauer wurden nicht enttäuscht.

2m 2er-Radball der Klasse A siegte im Endspiel die Mannschaft des RE. Germania Gießen über die Mannschaft des GRD. v. 1885 Gießen. Dis zur Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften einen ausgeglichenen Kampf, den dann dieGermanen" dank ihrer größeren Spiel­erfahrung überlegen gewinnen konnten.

2m 2er-Radball der Klasse B. befan­den sich die beiden Mannschaften des RD.Wan­derlust" Frankfurt a. M.-West im Endspiel, den die 2. Mannschaft nach spannendem Kampfe für

sich entscheiden konnte. Sieger im Oer-Schul­reigen wurde die 2. Mannschaft des RD. Wanderer" Frankfurt a. M.-Oberrad. Ganz vor­zügliche Leistungen bot das 2er-Kun st fahren. Schon die Fahrer von RD. 1887 Wetzlar (Sri. Roack Herr Schmidt) zeigten sehr schöne Hebungen und fanden reichen Beifall. Sodann folgten noch Hahn Finger vom RD. Krif­tel und Pauli Stenger vom RD. 1901 Frankfurt a. M.-Ried, welche ihr großes Können unter Beweis stellten und damit den sportlichen Teil der Deranstaltung eindrucksvoll beschlossen. Der Gießener Radfahrer-Verein von 1885 kann mit Stolz auf den wohlgelungenen Verlaus des diesjährigen Sommernachtsfestes zurückblicken.

1900 - Universität 6:1 (3:0).

Im Spiel der Liga der Spielvereinigung gegen die Mannschaft der Universität wurde nicht »viel anderes und vor allem nichts besseres gezeigt, als im Spiel der Universitätsmannschaft gegen die Liga des VfB. Die Blauweißen traten nahezu in komplet­ter Aufstellung an, die Universität war etwas schwä­cher vertreten als am Samstag und trat außerdem zu diesem Spiel nur unvollständig an. Erst allmählich vervollständigte sich die Mannschaft, ohne indessen sonderlich dadurch zu gewinnen. Die Blauweißen zeigten diesmal nicht viel von der Kombinations­arbeit, die man sonst zu sehen gewohnt ist, die Elf fand sich nicht recht, der Sturm war unentschlossen und nahezu die ganze erste Halbzeit verging, bis das erste Tor für 1900 fiel. Arnold brachte einen schönen Schuß an. Bald darauf spielte Lippert an oem herausgelaufenen Schlarb in das Tor. Kurz vor der Pause buchten die 1900er einen weiteren Treffer, während die Bemühungen der Studenten erfolglos blieben. Der Sturm der Studenten war sehr schwach und vermochte keine der verschiedentlich C'enen Torgelegenheiten auszunützen. Nach der e änderte sich in der Situation nichts. Kurz nach dem Anpfiff erhöhten die 1900er auf 4:0, aller­dings fiel das Tor aus glatter Abseitsstellung und durfte nicht anerkannt werden. Im weiteren Ver­lauf ließen die beiden Mannschaften mehr und mehr nach, lediglich einige ansprechende Einzelleistungen erregten hin und wieder die Aufmerksamkeit der Zuschauer, die sich verhältnismäßig zahlreich ein­gefunden hatten. Sensationen blieben dem Publikum aber erspart. Das Spiel, das von zwei verschiedenen Schiedsrichtern (zu Hebungszwecken) geleitet wurde, war weniger ein Repräsentatiokampf, als ein Spiel zu dem Zwecke, den Spielern Gelegenheit zu geben, ihre Beine wieder etwas in Schwung zu bringen. Unerfindlich blieb dabei allerdings, warum es während dieses Spieles zu verschiedenen Fällen von Unfairneß durchaus nicht harmloser Natur kommen mußte.

Es war doch schließlich kein Verbandsspiel...

Gchwimm-Wettkämpfe

im Gau Hessen DT.

Zum 10. Gautvettschwtmmen treffen sich am nächsten Sonntag zu Laubach unter Leitung des Gauschwimmwortes Franz Sauer (Gießen) über 150 Turner und Turnerinnen von den Schwimm- Abteilungen der Turnvereine Alsfeld, Bad- Rau- heim 1860, Butzbach, Dutenhofen, Friedberg, Grünberg, Gießen 1 8 4 6 (mit der Höchstzahl von 38 Teilnehmern), Hungen, Klein-Linden, Lauterbach, Marburg T.- u. Sp.-D. und Wetz­lar (folgt mit 28 Teilnehmern). Gegen das Vorjahr (zu Lauterbach) ist die Anzahl der abge­gebenen Meldungen erfreulicherweise stärker und es sind auch diesmal alle zehn Staffeln belegt, darunter die Hessenstaffel (500 Meter) mit je 5 Läufern und Schwimmern, die 3X50- Meter-Bruststafsel für Altersturner und die 4x50-Meter-Druststaffel je für Turner und Tur­nerinnen aus Vereinen ohne Winterbad.

Die rührige Turngemeinde Laubach, insbeson­dere ihr Schwimmwart Theo Schweisgut, hat mit ihrem von Wiese und Wald umsäumten, 1930 erbauten und technisch zureichenden Städti­schen Schwimmbad ihr erstes Gauwettschwimmen sorgfältig zugerüstet, das in acht Stufen mit 39 Dummern an Mehr- und Cinzelkämpfen der Turner und Turnerinnen (auch solcher ohne Winterbad) in verschiedenen Schwimmarten, Sprüngen, Tauchen, Mannschaftskämpfen in der Form von Staffeln und Wasserballspiel geglie­dert ist.

Kurze Sporinoiizen.

N u r m i hat sich eine leichte Verletzung am linken Knöchel zugezogen, die seinen Start beim Marathon­lauf in Los Angeles vielleicht in Frage stellen kann. Nurmi selbst glaubt allerdings, daß er bis zum Beginn der Spiele wieder vollständig hergestellt ist.

Trier im Zeichen der OT.

Das Kreisiurnfest des Mittelrheinkreises.

Letzte Vorbereitungen des Kreisturnausschusses...

In dielen Tagen weilt der Vorstand des Kreis- Turnausschusses in Trier, um gemeinsam mit den örtlichen Ausschüssen die letzten Vorbereitungen für das vom 5. b i s 8. A u g u st stattfindende Streisturn- fest zu erledigen. Neben der theoretischen Arbeit findet auch praktische Arbeit statt, in dem am Sams­tagabend in der Stadthalle die allgemeinen Vorfüh­rungen aller am Krtzjsturnfest teilnehmenden Turner und Turnerinnen von den Trierer Turnern und Tur­nerinnen gemeinsam mit der Festkapelle geübt wer­den. Es handelt sich um die Freiübungen der Turner, die Keulenübungen der Turnerinnen und die Frei­übungen der Turnerinnen nach eigens dafür ge­schriebener Musik. Es sind neuzeitliche Hebungen, die in Trier noch nie gezeigt wurden, und die neben ihrer Zweckmäßigkeit für den menschlichen Körper durch ihre feine Zusammensetzung vorzüglich auf den Zuschauer wirken. Desgleichen findet eine Haupt­probe des FestspielsBaut die Brücke", das die Trierer Turnerjugend am Begrüßungsabend auf­führen wird, statt.

Die vereine sind gerüstet.

Alle Gaue und Bezirke des Mittelrheinkreises haben ihre Gau- und Bezirksfeste bereits abgehalten und treffen nunmehr die letzten Vorbereitungen und Rüstungen für das Kreisturnfest. Ueberall wurden schöne Leistungen nicht nur im Geräteturnen, son­dern auch in den volkstümlichen Hebungen wie auch in allen übrigen Darbietungen erzielt. Die Beteili­gung war ebenfalls vorzüglich, so daß auf Grund dieser großen Proben mit Bestimmtheit anzunehmen ist, daß das Kreisturnfest in Trier in keinerlei Weise

hinter den bisherigen Kreisturnfesten des Mittel­rheinkreises zurückstehen wird.

Grenzlandfahrl der Turner

Vor dem Kreisturnfest ist eine vierzehntägige Fahrt durch das Saargebiet und Luxemburg mit dem Endziel Trier geplant. Die Ausreise erfolgt etwa am 23. Juli von Mainz aus. Vorgesehen ist eine Durchführung in zwei Gruppen: Radfahrer und Eisenbahnfahrer.

vaddelfahrt von Trier bis Koblenz.

Im Anschluß an das Kreisturnfest findet eine Kreis-Wanderfahrt TrierKoblenz aller Paddler und Paddlerinnen des Mittelrheinkreises statt.

Selbstverständlich große Fahrkoergünstigungen.

Es ist gelungen, für die Besucher des Kreisturn- sestes bedeutsame Vergünstigungen zu erzielen. Die Reichsbahn hat zunächst eine Reihe von Sonderzügen vorgesehen:

1. Sonderzüge Aschaffenburg, Worms, Mainz, Trier.

2. Hanau, Frankfurt, Wiesbaden, Trier.

3. Marburg, Koblenz, Trier.

4. Bad Kreuznach, Trier.

Zu den Sonderzügen werden besondere Rückfahr­karten 3. Klasse zum halben Personenzug­preis ausgegeben. Obwohl die Züge mit Schnell- zugsgeschwindigkeit fahren, werden Zuschläge nicht erhoben. Die Stadt Trier gibt Straßenbahnfestkarten aus zum Preise von 0,75 RM., die zu beliebigen Fahrten mit der Trierer Straßenbahn an den vier Haupttagen 5. bis 8. August berechtigen. Auch die Moseltalbahn gewährt Preisermäßigungen.

Wirtschaft.

* Dyckerhofs & Widmann AG., Wies­baden-Biebrich. Der Geschäftsbericht für 1931 weist einen Verlust von 1,24 Millionen Mark auf (i. V. Gewinn 0,76 Mill. Mark, woraus 8 Prozent Dividende), der vorgetragen werden soll. Durch die aus dem Vorjahre übernommenen und zum Teil noch 1932 weiterlaufenden Aufträge wäre ein einiger­maßen befriedigendes Ergebnis zu erzielen gewesen, wenn die wirtschaftliche Entwicklung nicht zu über­normalen Abschreibungen gezwungen hätte.

frankfurter Abendbörse geschästslos.

Frankfurt a. M., 13. 2uli. Die Abendbörse war nahezu gefchäftslos, weil die Spe­kulation weitere Zurückhaltung bekundete, zumal vom Publikum keine Orders Vorlagen. Auch die Tatsache, daß infolge Kabelstörungen von den

Auslandbörfen keine Rachrichten Vorlagen, blieb nicht ohne Einfluß auf den Geschäftsumfang. Die Stimmung war nicht unfreundlich, die erholten Berliner Schlußkurse blieben aber nur knapp be­hauptet. 2m Verlaufe trat keine Veränderung der Lage ein.

Am Rentenmarkt herrschte ebenfalls Ge- schäftsftille. Altbesitz zogen zunächst 0,25 Prozent an, gingen aber später wieder etwas zurück. Auf den übrigen Rentengebieten war es sehr still. Altbesitz 42,25, Reubefitz 45/s bis 4,65 bis 4,60, Reichsbank 124, Gelsenkirchen 34, Salzdetfurth 155, Stahlverein 13,75 bis 137/8, AEG. 24, 2.-G.- Farben 86,75 bis 867/8, Holzmann 32, Metall­gesellschaft L47/s, Siemens 119,25, Südd. Zucker 105,25, Reichsbahn-VA. 74,75, Hapag 12V8.

DieM-FarbenindMie im 2. Quartal 1932.

Berlin, 13. 2uli. Rach dem Bericht der2G.- Farbenindustrie°AG. machten sich während des zweiten Quartals 1932 die widrigen Verhältnisse, die seit langem die Weltwirtschaft belasten, im Absatz der Produkte der 2G.°Farben in verstärk­tem Maße bemerkbar. Schon in dem Geschästs- bericht für das 2ahr 1931 und in dem Bericht für das erste Quartal 1932 wurde den Sorgen über die von allen Seiten erfolgende

Einengung der wirtschaftlichen Möglichkeiten Ausdruck gegeben. Heute muh festgestellt werden, daß die damaligen Befürchtungen in weitem Um­fang Wirklichkeit geworden find. Wenn auch die neuerdings wieder eingetrene Gefchäftsschrump- fung zum Teil saisonbedingt sein mag, so hat sie doch vor allem ihren Grund in den zunehmenden zoll- und devisenpolitischen Absperrungsmahnah- men der einzelnen Staaten, sowie in dem Wäh­rungsverfall verschiedener Länder.

Das 2nlandgeschäft litt unter der wirtschaft­lichen Unsicherheit, die weite Käuferschichten noch immer zur Zurückhaltung veranlaßte. Zum Teil wirkten sich die Exportbesihwernisse auch auf den 2nlandabsah aus da bestimmte Verbrauchergrup­pen erheblich auf die Ausfuhr eingestellt sind.

Die Schwierigkeiten machen sich allerdings nicht in allen Sparten gleichmäßig bemerkbar.

Der Absatz in Farben und Färberei­hilfsprodukten zeigte im Europa- wie im Tieberseegeschäft eine weitere Schrump­fung, die jedoch zum Teil durch Saisonverhält­nisse bedingt ist, so daß im ganzen gesehen der Weltabsatz auch im zweiten Quartal noch be­

friedigt. Der Absatz in Chemikalien konnte auf der Höhe des ersten Quartals gehalten wer­den. Die Zurückhaltung in der Auftragsertei­lung und das Streben nach einer geringen Lager­haltung machten sich auf diesem Gebiet wiederum besonders bemerkbar.

2n der Sparte P h ar m az e u ti ka und Pflanzenschutz sind in etlichen europäischen Ländern die Verkäufe infolge der verschärften Devisensperrbestimmungen erheblich zurückgegan­gen. Obgleich sich auf dem Gebiete der Photo- g r a p h i k a eine saisonbedingte Bele­bung bemerkbar machte: haben auch hier die Absperrungsmaßnahmen des Auslandes das Ge­schäft weiterhin beeinträchtigt.

Der Absatz im Kunstseide geschäft zeigt aus denselben Gründen einen weiteren Rückgang, der sich jedoch im Rahmen der allgemeinen Kon­junkturbewegung hält.

Rlil dem Fortschreiten der Düngesaison konnten die Düngemittelbestände weiter verringert und die Produktion etwas erhöht werden.

Der Rückgang des 2nlandabsahes konnte zuyi Teil durch Steigerung des Auslands­absatzes ausgeglichen werden. Durch Sonder-, Verständigung innerhalb der 2nternationalen Oe-j sellschaft der Stickstoffindustrie wird ein Zu^ sammengehen auf den Exportmärkten gewähr^ leistet. Der Absatz von technischem Stickstoff hält sich auf der gleichen Höhe wie im ersten Quartal. Auf dem Denzinrnarkt ist keine Veränderung in den bisherigen ungünstigen Verhält­nissen eingetreten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Sranliuri a. Ul.

Äerlm

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurS

Schluß!. Abenv- bSrse

Schluß« kurö

Schluß!. Mittag- börsc

Schluß« fur4

Schluß!. Abend- börse

Schluß« kurö

Schluß!.

Miiiog«

Datum

12.7.

13.7.

12.7.

13.7

Datum

127.

13.7.

12.7.

13.7.

6% Deutsche Relchranleihe 6.192:

7% Deutsche Reichsanleihe v.1929

68,5

67,5

68,8

63

65,75

Hamburg-Amerila Pater . .

Hamburg-Südam. Dampsschtfs

6

0

12,75

12,13

12,5

11,9

B',4% Doung-Anlethe von 1930 .

Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mH

Auslos.-Rechten.......

TeSgl. ohne Auslos.-Rechte . . .

8% Hess. Bolksstaat von 1929

(rückzahlb. 102%)......

66,75

43,4

5,1

51,75

62,75

42,5

4,6

43.5

5,13

52,5

62,75

41,5

4,65

50,25

Hansa Dampfschiss ....

Norddeutscher Lloyd .... A.G. für Verkehrswesen Ml. Berliner HandelSgescllschast. Commerz- und Prtvat-Bank . Darmstädter und Nationalbank

Deutsche Bank und

0

8

7

13,25

89

13

89,5

17,75

13.5

27

90

16

18

12,75

90

16

Oberhellen Provinz-Anleihe mH

18,25

18,25

18,5

18,5

Auslos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

6% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

36

40,75

40

40,25

I K

Disconto-Gesellschast. . .

Dresdner Bank......

Reichsbank........

6

6

12

30.5

18 25

125,5

30,4

18,25

124

30,5

18,5

126,75

30,25

17,5

123,13

1b unkündbar bis 1935 . . . . 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

69,5

A.C.G...........

7

25

24 |

24,9

24,25

unkündbar bis 1936 Serie 16 .

*¥i% Franks. Hyp.-Bank Ligru.

Psandbriese.........

<y.% Rheinische Hyp^Bank-Ltqu.

69,5

79,65

79,25

1 1

1 1

Elektr. LieferungSgesellschaft.

Licht und Krast......

Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

10

10

71,5

59

70,25

61,5

71,75

39,75

59

70,25

37

Goldpse...........

8% Pr. Landespfandbriesanstalt,

79

78,75

Unternehmungen ....

Rheinische Elektrizität . . .

9

56,25

54,5

56,25

62,25

54,4

Pfandbriefe R. 19......

68,5

68,5

Schuckert & Go.......

60,5

119,5

7% Pr. LandeSpsandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 10.....

Siemens & Halske .....

Lahmeoer L Co..... .

14

12

118

119,25

75,5

119

<% Oesterretchtfche Goldrente . .

4,20% Oesterreichstche Silberrente

__

10,5

10

Buderus..........

26,25

65,5 33,65 50,25 26,75

1,1

1,1

Deutsche Erdöl.......

65

4% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarische StaatSrente v. 1910 *¥*% der gl. von 1913.....

6% abgest. Goldmexikaner von 99

6

6,5

4,75

6,75

4,75

6,05

5,6

5,75

6,9

5,4

Gelsenkirchener.......

Harvener..........

Hoesch Eisen.......

Ulfe Bergbau.......

8

0

6

10

34,25

50

34

49

34,65

49,75

24,75

125

89,25

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische B agdadbahn-Anleihe

3,4

3,4

3,4

3,25

Ilse Bergbau Genüsse . . . .

Klöcknerwerke........

ManneSmann-Röhren . . . .

ManSselder Bergbau.....

Oborschles. KokSwerke . . . .

Phönix Bergbau......4

Rheinische Braunkohlen. . .

Rhetnslahl .........

6

6 0

8

37,9

16

170

23,5

3,4

3,4

7,75

3,8

16,13

3,3

3,3

7,7

3,8

3,4

4,5

7,9

3,8

4% deSgl. Serie II.......

6% Mumän. vereinh. Rente v. 1903 4H%1Rumän.oeictnl).8lente b .1913 4% Rumänische vereinh. Rente . «^'.Anatolier ......

4,4

7,5

3,7

16.5

39

11

31,25

16,5

172

37,5

12

30

16,25

169

16

16,2

ü

46,5

45,5

Zrankwri a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Schluß­kurs

Abend­börse

Schluß« kurs

Mittag- dürfe

12. Full

13. Füll

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Datum

12.7.

13.7.

12-7.

13.7.

Geld

Bries

Rtcbeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Otav« Minen......16'/.

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. G. Farben-Jndustrie ... 12

Verein, chem. Industrie Frank- furt a. M...........

91

88,25

132,4

19 31,25 24,5

32,5

34

11,5 32.5

p

13,9

87

155

86,9

131

18

31,5

24,5

32

34,5

29

11

105,5

14,5

10,5

102

159,75

88,75

17,65

31

32,25

54,65

34,5

30,25

30

23

85,5

11,4

24,25

54,5

174

18,5

106

14,13 10.5

87 95,5

155

87

17,65

31

32 Ji

55

34,5

29 29,25 21,5 84,5

11.13 30,13

54,5

169

18,65

105

Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . OSlo. . . . Kopenhagen. Slockl,olm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .

51,95 12,465

3,057 169,98

74,18

81,17

76,87

14,965 0,938

4,209

58,47

21,46 16,525

81,97

33,62 82,12

1,149 0,325

6,693

13,67

52,05 12,485

3,063

170,32

74,32

81,33

77,03

15,005

0,942

4,217

58,59

21,50

16,565

82,13 33,68

82,28 1,151 0,327

6,707

13,69

Banknoten

0 ' uo4 51,95

12,465

3,057 169,93

74,13 81,07 76,72

14,945 0,933 4.209 58,44 21 ,45 16,52 81,96 33,72 82,12 1,149 0,322 6.693

13,64

6,376 52,05

12,485

3,063 170,27

74,27 81,23 76.88

14,985 0,937 4,217 58,56 21,49 16,56 82,12 33,78 82,28 1,151

6,707 0.327

13,66

Scheideanstalt....... 10 Goldschmidt.........0

RütgerSwerke........6

Metallgesellschaft.......6

Philipp Holzmann . ..... 8

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerl Karlstadt.....7

Wayh & Frcytag ...... 0

Schultheis Patzenhofer ... 15

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

Bemberg......... 0

Zellstoff Waldhof.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 6

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......0

Deutlche Linoleum ..... 5

Orenstctn & Koppel.....0

Leonhard Tietz.......8

SvcnSka.........16

Chade ............

Frankfurter Maschinen . . . . v

Gritzner..........o

Mainkraftwcrke Höchst a. M.. . 6

Süddeutscher Zucker .... 10

Berlin, I3.3u(i

Geld

Brief

Amerikanische Belgische Note Dänische Note Englische Note Französische N Holländische 9i Italienische N Norwegische N Deutsch-Oester Rumänische N Schwedische N Schweizer Not Spanische Not Ungarische No

Noten.......

n.........

n.........

n.........

oten........

oten........

4,20

58,28

80,89

14,905

16,48

169,56

21,42

73,95

2,49

76,55 81,78

33,58

4,22 58,52 81,21 14,965 16,54 170,24

21 50 74,25

2,51 76,85 82,10 33,72

ten........

oten........

reich, i 100 Schilling oten........

oten........ en.........

en. ........ en........