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Bootsweihe der ATV. Irheinfranken. | Während der ersten Halbzeit vermochten sich die , J Gäste noch einigermaßen zu halten und das Halb-
im
tim die Deutsche Fußballmeisterschaft
der nach den Vorlguscrgebnissen nicht mehr erwarten war. Besonders hervorzuheben sind
-u die
Jin Nahmen ihres 29. Stiftungsfestes feierte die akademische Turnverbindung „Rheinfranken" am
zeitergebnis von 2:1 lautete durchaus noch nicht hoffnungslos, wenn auch die Watzenborn-Steinberger allzudeutlich fühlten, daß dieses Halbzcit- ergebnis eigentlich nur der Unentschlossenheit des Gießener Sturmes zu verdanken war und nicht etwa den eigenen Leistungen. So stand die zweite Halbzeit völlig im Zeichen der Platzbesitzer und in regelmäßigen Abständen fiel ein Tor nach dem anderen. Lchrmund gefiel durch einige Prachtschüsse. Die VfDer brauchten sich nicht mehr allzuviel Mühe geben, sie arbeiteten auch nicht so sorgfältig, wie cs sonst der Fall ist, so daß das Spiel hauptsächlich gegen Schluß jeden Reiz verlor. Das Treffen litt unter einer mangelhaften Schiedsrichterleistung.
Gchwimm-Länderkampf Deutschland —Frankreich 2:0.
Ueberlegener Sieg in her Staffel. — 3.2-Lrfolg Wasserball.
Im Wasserballspiel kamen die Deutschen 3U einem 3:2(1:1)-Sieg, der ihrem überlegenen opiel nicht ganz entsprach. Der deutsche «türm spielte zu zerfahren, sonst hätte er mehr Tore schießen müssen. Auch der sonst wenig beschäftigte Erich Rademacher im Tor hatte keinen guten Tag, die beiden Gegentreffer der Franzosen waren haltbar.
In den Rahmenkümpfen kam es leider nicht zu dem erwarteten Zusammentreffen von Deiters mit dem französischen Weltrekordmann Taris. Beide blieben den weiteren Kämpfen fern. Dafür schuf Derichs im 100 Meter Crawlschwimmen mit 1:01,3 Minuten eine recht gute Leistung. Die Magdeburger Rekordschwimmerin Luise R o ck e gewann das 200 Meter Brustschwimmen der Frauen in 3:19,5 Minuten und das 100 Meter Crawlschwimmen in 1:21,4 Minuten. Großen Beifall erzielte im Turm-Schauspringeil der Altmeister Lp- b er-Berlin für seine sehr schönen Leistungen. 1900’6 Leichtathleten in Kassel.
Auf der schwach besuchten Hessen-Kampfbahn wurden am vergangenen Sonntag die Bezirksmeisterschaften ausgetragen. Die Ergebnisse können als sehr gut bezeichnet werden, trotzdem gerade die Laufleistungen durch die Hitze und die viel zu harte Laufbahn ungünstig beeinflußt wurden. Alle Spitzenkönner von Hessen-Hannover waren mit wenigen Ausnahmen vertreten, jedoch fehlte auffallendcrweise Kurhcssen-Kassel ganz. Der Gau Gießcn-Wetzlar war durch die Spiel- Bcreinigungsleute und Kilo vom VfL. Wetzlar sehr gut vertreten. Konnten doch die 1900er im Gesamtergebnis den zweiten Platz belegen, der unter Berücksichtigung der kleinen Teilnehmerzahl als ganz hervorragend bezeichnet werden muß. Besonders eindrucksvoll war der Start der 4 100-Meter-Stafsel, die trotz eines vollkommen verunglückten Wechsels die gute Zeit von 44,6 Sekunden erzielte und die Kasseler Hessen-Preu- steu nur zu einem sehr knappen Sieg kommen ließen.
vergangenen Sonntag im Universitäts-Bootshaus die Taufe eines Ruderboots im Beisein einer stattlichen Zahl von Damen und Altherren. Der schmucke R i e m e n - G i g v i e r e r lag mit Grün iinb Blumen geschmückt in der Halle. Der Vorsitzende des .Altherrenbundes, Regierungsbaurat Weife, übergab das Geschenk im Rainen der einzelnen stiftenden Altherren der Aktivitas. Er brachte zum Ausdruck, daß das Rudern im akademischen Turnbund bereits von einer großen Zahl don Korporationen (teilweise schon seit einigen Jahrzehnten) gepflegt wird als Zweig der Leibesübungen, als Turnen im Jahn'fchen Sinne und im Sinn der ATB, im Streben nach dem Erziehungsziel „mens sana in corpore sano“ zum Dienst an Bolk und Vaterland. Er beglückwünschte die Rheinfranken, daß sie, nun als erste Gießener Korporation im Besitz eines eigenen Bootes, jetzt auch diesen wertvollen Sport ausüben können. Die Altherrenschaft hege die Ueberzeugung, daß die Rheinfranken auch hier, wie sie das schon in anderen Zweigen der Leibesübungen immer unter Beweis gestellt haben, durch Erfolge ihr Streben nach eigener Leistung zeigen werden und dadurch auch noch weiter unter der Gießener Studentenschaft die Pflege der Leibesübungen anzuregen uni) zu verbreitern imstande seien. . -
Run vollzog die Tochter Seiner Magnifizenz, Fräulein B a n s e l o w , den Taufakt auf den Ro- men „Rheinfranken". Darauf brachte der Sprecher der Aktivitas, sind. jur. Lahme, den herzlichen Dank und die Freude der Aktiven zum Ausdruck und übernahm das Geschenk mit der Versicherung, daß man sich dessen würdig erweisen wolle. Unter dem Gesang des Bundeslieds brachte eine Mannschaft das Boot zu Wasser und trieb es mit flotten «chlägen, unter der Freude der "Anwesenden über die schnittige Form und den (eid)tcn Lauf lohn- aufwärts. So wurde ein neuer Abschnitt in der Tradition der Korporation eingeleitet.
_ Im Düsseldorfer ^stheinstadion erschienen am Sonntag mehr als 5000 Zuschauer zum 6. Schwimm- Länderkampf Deutschland—Frankreich. Die Zuschauer hatten die Freude, den dritten deutschen Sieg zu erleben, nachdem in den vorausgegangenen Begegnungen neben zwei deutschen Erfolgen drei Unentschieden zu verzeichnen gewesen waren. «d)on in der 4 mol 200-Meter-Crawl-Staffel kannte die deutsche Staffel Schwartz-Derichs-Balk- Deiters mit 9:44,8 Minuten und mit 20 Meter Vorsprung vor den Franzosen A. Vandeplancke, Ra- varre, F. Vandeplanke, Taris (10:02,1 Minuten) den ersten Punkt buchen. Die beste Einzelzeit der Stas- felschwimmer erzielte der Franzose Taris mit 2:16,1 Minuten, während der Deutsche Deiters als Schluß- , mann ohne Kampf die Zeit von 2:21,3 Minuten erreichte. I
VfB. Gießen.
Es läßt sich nicht leugnen, daß das Spiel der Liga des VfB. Gießen gegen die 1. Mannschaft von „Teutonia" Watzenborn - Steinberg" eine große Enttäuschung war. Indirekt schuld daran waren die Gäste, die nichts, oder nur wenig von dem zeigten, was man eigentlich erwartet hatte. Das Borspielergebnis, den Sieg der Teutonen über die VfBer, darf man, nach dem was man am Samstag sah, sehr Wohl als irregulär bezeichnen. Mit 9:2 Toren wurden die Gäste von den Ligistendes VfB. geradezu überfahren. Die Teutonen konnten sich zu keiner Einheit finden, spielten von Anfang bis zum Ende ohne shstemvollen Aufbau, sie waren in der Ballbehandlung niemals sicher genug, um das Leder in klarer Kombination nach vorne zu bringen, der Ball wurde ihnen (es fiel den Gastgebern nicht schwer) immer wieder abgejagt und so spielte sich der Kampf immer mehr in der Hälfte der Gäste ob, als vor dem Tore der Gießener ab. Balser hatte wenig Arbeit. Die zwei Tore konnte er kaum verhindern. Für die Teutonen konnte die Aiederlage sehr leicht noch höher lauten, wenn nicht der Tormann Happel, der der beste Monn auf dem Platze war, durch sein hervorragendes Spiel manchen Angriff zunichte gemacht hätte.
Lieber den Spielverlauf ist nicht viel zu sagen.
Lmks: Haring er, der Bayern-Verteidiger, bei der Abwehr. — Rechts: Torwart Schmitt (Eintracht) wehrt ab.
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Wurfleistungen von Kilo- Wetzlar, der 5000- Mctcr-Lauf von Schaaf (1900) und die 400 Bieter Hürden von H. Jung (1900), sowie der 400-Mcter- Lauf von K a t t m a n n (Kassel).
Ergebnisse:
Gesamtergebnis: 1. Hessen-Preußen Kassel 40 P.; 2. Spiel-Bereinigung 1900 Gießen 30: 3. Hessen 09 Kassel 15 P.: 4. BfB. Marburg 12; 5. Sport-Berein Fritzlar 7 P.
4 > 100°Mctcr°Staffel:l. Hessen-Preußen 1. Mannschaft 44,5 Sek.; 2. 1900 Gießen 44,6 Sek.; 3. Hessen-Preußen 2. Mannschaft 45,4 Sek., Felsing verliert an Boden. Schickctanz und Koch laufen und wechseln ganz ausgezeichnet und brin- die Staffel bis aus 4 Meter heran. Müller als Schlußmann holte auf und nur Brustbreite trennt ihn im Ziel vom 1. Sieger.
4 1 500 -Meter-Staffel: 1. Hessen- Preußen 1. Mannschaft 18,15,8 Min.; 2. 1900 Gießen 18,58,0 Min.; 3. Hessen-Preußen 2. Mannschaft 19,13,1 Min. Die 1900er Gerhardt, Reih, Peters S ch a a f-, beschränken sich darauf verhalten den 2. Äeg zu erlaufen.
Die 4x400Meter°Staff^l gewann Hessen-Preußen 1. Mannschaft in 3,38,7 Min.
100 Mcter: 1 Krück, VfB. Marburg, 11,2; 2. Rusitska Hess.°Pr.; 3. Müller, Gießen 1900; 4. Koch, Fr., Gießen 1900. Mit Krück gewinnt — durch Frühstart begünstigt — ein junges Talent. Müller offensichtlich deprimiert, kann sich nicht entfalten und muß sich zum Schluß noch gegen Koch wehren.
2 00 Meter: 1. Krück, BfB. Marburg, 23,1; 2. Rusitska Hess.-Pr. 23,3.; 3. Koch. Fr., Gießen 1900, 23,6. Hier ist es der Kasseler, der mit Frühstart obgeht. Koch zeigt sich von seiner besten Seite, er erzielte im Vorlauf 23,4 Sek.
400 Meter: 1. Kattmann 51,9; Hessen-Preußen.
8 00 Meter: 1. P c t c r s, Gießen 1900, 2,05,6;' 2. Meister Hessen 09 2,06,2; Peters zeigt wieder seinen kraftvollen Stil und gewinnt überlegen.
1 5 0 0 M e t e r: Christoph. Göttingen 05, 4,16,7; 2. Reitz, Gießen 1900, 4,27,0; Reih hält ober den 2. Platz sicher.
5000 Meter: 1. Schaaf, Gießen 1900, 16,14,1; 2. Gerhardt, Gießen 1900, 16,17,0; 3. Ionas, Göttingen 05. 17,21,5; Schaaf gewinnt wie er will. Gerhardt lief feine beste Zeit.
400 Meter Hü rden: 1. Jung, Gießen 1900, 60,8; 2. Löwenbaum, Hess.-Pr., 60,9. Jung zeigt einmal mehr seine Vielseitigkeit und eine feine Sprungkroft, die ihm zum Sieg verhilft.
Hochsprung: 1. Kroatz, Hess.-Pr., 1,78.
Weitsprung: Felsing, 1900 Gießen, mußte sich mit dem 4. Platz begnügen.
Stobhoch: 1. Jung, Gießen 1900, 3,10 Meter; 2. Schröer, ASC. Göttingen. 3 Meter; Jung sprang nicht weiter, um sich für die späteren Konkurrenzen zu schonen.
Dreisprung: 1. Waldeck-Hessen 09 13,01; 2. 3u n g, Gießen 1900, 12,27; Jung machte nur zwei Sprünge und begnügte sich mit dem 2, Sieg.
Speerwerfen: 1. Kraft. Fritzlar. 47,90Met.
Diskuswerfen: 1. Kilo.. VfL. Wetzlar, 43.32 Meter; 2. Gugel. Gießen 1900, 39,90 Meter; Unteroffizier Gugel ist durch einen vor- aufgegangenen dienstlichen Eilgepäckmarsch stark gehandicapt.
Kugelstoßen: 1. Kilo, Wetzlar, 13,61 Meter; 2. Gugel, Gießen 1900, 12,52 Meter. Hier ist Kilo klar überlegen.
Schleuderball: 1. Gary, VfB. Marburg, 46,55 Meter.
Hammerwerfen: 1. Gary, VfB. Warburg, 36,48 Meter; 2. Gugel. Gießen 1900, 27,98 Met.
Fünfkampf: 1. Dorst, Hess.-Pr., 2957,32 P.; 2. Waldeck Hess.-Pr. 09 2967,12 P.
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