Laub auf Wunsch des Rundfunkkommissars Scholz zurückgekehrt war, von seinem Po ft en enthoben worden. Mit der kommissarischen Wahrnehmung der Geschäfte des Intendanten wurde der bisherige Programmleiter der Reichsrund- funkgesellschaft D u s k e beauftragt.
SA.-Führer bei Schleicher un-Meißner
Berlin, 13. 2lug. ($11.) Die nationalsozialistischen Vertreter, der Stabschef der SA. Röhm und der SA.-Führer für Derlin-Dran- denburg, Graf H e l l d o r f, hatten gestern außer mit Reichskanzler von Papen auch mit Reichswehrminister von Schleicher und dem Staatssekretär des Reichspräsidenten, Dr. Meißner, Vorbesprechungen.
Volksabstimmung über Mieierschuhgesetz in Thüringen.
Weimar, 13. 2lug. (WTV. Funkspruch.) Die thüringische Landesregierung hat das vom Landtag beschlossene Gesetz über Mieterschutz, das die letzten Reste der Wohnungszwangswirtschaft aufhebt, dem Volksen t-
scheid unterbreitet. Die Abstimmung erfolgt am 25. September.
Oer neue Präsident der Preußen-Kaffe.
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Oberregierungsrat Dr. Helfferich, bisher Leiter der Siedlungsabteilung des Reichsernährungsministeriums, wurde zum Präsidenten der Preußen-Kaffe berufen.
Roch keine Ruhe in Spanien.
Aufständische, die versucht hatten, das Verkehrsministerium zu besetzen, werden zum Militärgefängnis gebracht.
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Madrid, 12. August. (WTB.) An der spa- nisch-portugiesischen und der spanisch-französischen Grenze sind erneut Monarchisten verhaf- t e t worden, unter ihnen der Sohn des früheren Diktators Primo de Rivera, der nach Frankreich flüchten wollte.
General Sanjurjo ist noch gestern abend unter Bedeckung, in M a d r id eingetroffen. Er wurde sofort in der Direktion der allgemeinen Sicherheitspolizei einem eingehenden Verhör unterzogen.
Die Provinzgouverneure haben insgesamt 3 0 Blätter, angeblich wegen ihrer reaktionären Tendenz, verboten.
In Granada wurden gestern mehrfach Kundgebungen gegen den Putschversuch veranstaltet, bei denen zwei Personen getötet und 12 verletzt wurden.
In Cordoba soll General Gomez Sanchez, Inspektor der Zioilaarde, verhaftet worden sein. In Sevilla treffen aus der Provinz Berichte über Unruhen ein.
Zahlreiche extremistische Gruppen sind in der Nacht durch die Straßen gezogen. Das K l o- ft e r der Tbomasianer und die St. Nikolaus- k i r ch e sollen in Flammen stehen. Sämtliche Geschäfte sind geschlossen.
Grillenzirpen in Rehwinkel.
Von Georg Mühlen-Schulte.
In dem Bureau des Hotelbesitzers in dem kleinen, wenig bekannten Kurort der Mark Brandenburg saß ein Mann von jener allzu frischen Eleganz, die sich nicht nur dem Auge, sondern auch der st^ase einprägt: seine aufregend gestreiften Beinkleider mit der messerscharfen Bügelfalte rochen, ebenso wie die marengofarbene Sakko, nach Tuchlager. Die makellosen Lackschuhe verbreiteten das Aroma eines Stiefelmagazins.
„Lucian Böhm, Generalvertreter der ,Nagema- G. m. b. $)!, Berlin W", sagte dieser Mann mit einer unmerklichen Verbeugung.
„Der .Nagerna'?" fragte etwas beklommen der kleine, rundliche Hotelier.
„Ja, der ,Naturgeräuschmaschinenge- sellschaft mit beschränkter Haftung'. Sie können sich denken, daß diese Ortschaft hier ... wie heißt sie doch gleich?"
„Rebwinkel."
„Rehwinkel, ganz recht! — Daß Rehwinkel nur eine Zufallsetappe auf meiner Tournee darstellt. Mein Wagen hat einen Motordefekt. Das zwingt mich, für ein paar Stunden Station in Krähwinkel zu machen."
„Rehwinkel, bitte!"
„Rehwinkel, ganz recht! ... Nettes Oertchen übrigens. Ließe sich was draus machen."
„Wir geben uns die größte Mühe, Herr Böhm. Und ich glaube, wir haben auch schon allerhand erreicht. Sie müssen bedenken, daß wir mit den Schwierigkeiten des an und für sich sehr ungün- stigen Bodens zu kämpfen haben ..."
„Eben — eben!"
„Unsere Gegend ist sandig. Als ich vor fünfzehn Jahren herkam, da gab es hier außer einem frischgestrichenen Zaun vor der Meierei nichts Grünes."
„Schrecklich."
„Na, und nun sehen Sie sich heute um: Da finden Gr die elf Kiefern hinter dem Schützenhaus und die Weiden am Schafgraben entlang und die große Linde auf dem Maximiliansblick ..."
„Maximiliansblick? Wo ist das?"
„Der Hügel zehn Minuten vor dem Ort. Da ift mal ein gewisser Maximilian Peschke, pensionierter Kassenrat aus Erfurt, raufgestiegen, um zu sehen, wie weit es noch bis Rehwinkel ist."
„Ach so! Daher der Name .Maximiliansblick'."
„Ganz recht. Na und dann haben wir doch jetzt vor allen Dingen unfern Kurpark."
„Meinen Sie den Blumentopp am Fenster des Bürgermeisters?"
„Nein, nein. Die Wiese hier hinter dem Hotel. Das Gras ist ja noch ein bißchen dünn; dafür steht aber der Buchsbaum sehr üppig, und die Ecke mit dem Jasmin machen sie uns nicht mal in Nizza
nach. Das hat mir ein Cafetier aus Frankfurt gesagt, der in seinem Lokal regelmäßig italienische Nächte veranstaltet."
„Na ja, nun hören Sie mal einen Moment zu, verehrter Herr! Das ist ja alles sehr schön mit der Linde und mit dem Buchsbaum und mit der Radieschenhecke ..
„Iasminecke."
„... ober Jasminecke. Ganz egal! Alles sehr gut gedacht, aber nicht ausreichend. Was meinen Sie wohl, wie verwöhnt die Leute sind. Mit dem Arm voll Brennholz da hinter dem Schützenhaus und der Schüssel voll Salat hier in Ihrem Kurpark locken Sie keinen Rohköstler von seiner Mohrrübe weg. Heutzutage wollen die Leute was Richtiges haben für ihr Geld. Dabei sage ich nicht mal, daß es nun darauf ankommt, Gebern von Libanon ranzuschleppen, Aukkastämme aus Texas, Magnolien aus Floriba, Ginkgos aus Japan, Affenbrotbäume aus Afrika, — bas alles ist nicht nötig. Im Gegenteil! In bezug auf Vegetation soll Krähwinkel so bleiben, wie es ist ..."
„Rehwinkel, bitte!"
.. ober Rehwinkel. Ist ja ganz wurscht! Was bie Garnierung mit Grünkram betrifft, ba haben Sie hier absolut bas Richtige getroffen. Rehwinkel ist eine Schippe voll Kehricht, nichts weiter; ba kann wohl ein bißchen Schnittlauch aufgehn, auch wohl mal eine Nieswurz ober ein Huflattich, — aber Palmen unb Zitronenbäume finb ausgeschlossen. Verlangt auch keiner. Etwas ganz anberes wird gefordert: Fauna!"
„Was, bitte?"
„Fauna. Sehp Sie, da sind wir beim springenden Punkt. Da haben wir das, was die wenigsten Kurdirektionen wissen. Der Großstädter, der heute an den Busen der Natur flüchtet, der sagt sich: Die Natur ist da am echtesten, wo sie mit den Stimmen ihrer Tierwelt zu uns spricht. Dorthin geht er. Und deshalb wiederhole ich: Krähwinkel braucht eine Fauna!"
„Verzeihung, Herr Böhm, — es heißt Rehwinkel! Aber das nur nebenbei. Mir leuchtet ja ein, was Sie mir da von der Fauna erzählen. Aber sagen Sie mir bloß eins: Wir können uns doch hier keinen Zoologischen Garten anlegen."
„Natürlich nicht. Wäre erstens mal zu teuer, nicht wahr, und zweitens. Sie entfernen sich ja damit auch wieder von der Natur. Aber nun paffen Sie auf, jetzt kommt ein dolles Ding: Sie brauchen gar keine richtigen Tiere, Sie brauchen bloß die Stimmen der Tiere."
„Und wo kriegen wir die her?"
„Don der ,Nagerna'. Von der Naturgeräufch- Maschinen G. m. b. H. Was gucken Sie so? Ich er« kläre Ihnen, die ,Nagerna' ist der rettende Engel für tausend notleidende Kurorte. Die ,Nagema' baut Tierstimmenwiederaabe-Apparate, das letzte vom letzten auf dem Gebiete der Herstellung mechanischer Musikinstrumente, kleine, überall in Flur und Hain
Aus aller Welt.
Gefallenenehrung bei den Falklandsinseln.
Der deutsche Kreuzer „Karlsruhe" hat am Schauplatz der Seeschlacht bei den Falklandsinseln eine Gedenkfeier abgehalten, bei der zu Ehren der Gefallenen vom Kreuzergeschwader des Admirals o. S p e e ein großes eisernes Kreuz versenkt wurde. Das Schicksal der deutschen Himalaja-Expedition.
lieber das Schicksal der deutschen Himalaja-Expedition erhält die „Reue Augsburger Zeitung" vom Leiter der Expedition, dem Augsburger Ingenieur Merk! aus Astor Kaschmir folgende Kabelmeldung: Nachdem wir in 6200 Meier Höhe das fünfte Lager errichtet hatten, waren alle unsere Bestrebungen auf Erreichung des Derbindungsgrates zwischen Rakiot Peak und dem Gipfel des Ranga Parbat gerichtet. In 6600 Meter Höhe konnten wir am 25. Juli in einem Dergschrund das sechste Lager errichten. Der Wog dorthin war außerordentlich steil und gefährlich. Durch verschiedene Erkrankungen ist zwar die Reihe der Angreifer auf den „Berg des Schreckens" stark zelichtet, trotzdem gelang es Berchthold, D e r k l und Wiesner am 28. Juli, den hrißumkämpften Grat in 7 000 Meter Höhe zu gewinnen und das Lager zu errichten. Von hie: aus führt ein direkter Weg zum Panga Parbri-Gipfel. Wir hatten einen unvergleichlichen Ausblick auf die Südseite des Panga Parbat. Hier stürzt vom Gipfel eine 5000 Meter hohe Wand senkrecht in die Tiefe, wohl die gewaltigste Steilwand der ganzen Erde. Die Kulis verscgen leider sämtlich. Oberhalb des Lagers 6 sind ft» infolge Bergkrankheit überhaupt nicht mchr zu gebrauchen. Es wurde deshalb der Vortrup, vom Proviant abgeschnitten. Die dadurch enstandene gefährliche Situation verhinderte bisher den letzten Angriff. Alle noch in Fran kommenden Teilnehmer sind zur Zeit im 3ager 4 versammelt und bereiten sich zum Gipfelnarsch vor.
Strahlungsmessungen in 28 00v Meter höhe.
Nachdem sich seit Jahren Gelehve von Weltruf mit der Erforschung der aus ‘lem Weltall zu uns dringenden kosmischen Höhenstrahlung befaßt haben, ist es außerordentlich erfreulich, daß es einem deutschen Forsber, Professor Re gen er, Stuttgart, als erlern gelungen ist. genaue Messungen i Hö - hen bis 28000 Metern durchzuführer Professor Regener erbrachte den exakten Deveis, daß die Zunahme der Intensität der Hchen-
strahlung entgegen allen seitherigen Annahmen über 12 000 Meter Höhe merklich nachlätzt. Die zu den Messungen verwendeten, von Professor Regener konstruierten, automatisch arbeitenden Meßgeräte wurden von Gummiballonen b i S 28000 Meter hoch getragen. Die vorläufige Auswertung der photographischen Mehplatten ergab bei 12 Kilometer Höhe noch einen starken Anstieg der Höhenstrahlen. Don dort bis 25 Kilometer Höhe konnte der Verlauf der Zunahme der Strahlung durch 14 Meßwerte belegt werden, während Professor P i c c a r d bei seinem letzten Ausstieg nur eine Messung in 16 Kilometer Höhe machen konnte. Wesentlich ist aber vor allem, daß Professor Regener durch die geistreiche Konstruktion der selbsttätig aufzeichnenden Meßgeräte in der Lage ist, ohne Aufwendung großer Mittel die Messung der Ultrastrahlung in den höchsten Schichten der Atmoshäre durchzuführen, die mit bemannten Ballons niemals erreichbar sein werden.
Gronau in Winnipeg gelandet.
Der deutsche Flieger Wolfgang von Gronau ist, von Milwaukee kommend, in Winnipeg (Manitoba) gelandet. Gronau erklärte, daß er seinen Flug um d r e Welt durchführen wolle. Zunächst wird er an der Küste Alaskas entlang und über die Aleuten nach Tokio weiterfliegen. Doch sind seine Pläne noch nicht endgültig.
Degen Spionage zugunsten Polens verurteilt.
Der Erste Ferienstrafsenat des Kammergerichts verurteilte den Arbeiter Johann Schirk au- Deutsch-Briesen zu vier Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht wegen vollendeter Spionage zugunsten Polens. Schirk hatte lange Zeit mit einem polnischen Spionageagenten in Verbindung gestanden und ihm geheimzuhaltende Nachrichten über die Grenzver- hältnisfe gebracht. Er hat auch versucht, einen Postbeamten als Agentun für Polen zu werben.
Erklärung der Staatsanwaltschaft
zur Reoisionsbegründung im Lalmette-Prozetz.
Zu der bereits gemeldeten Revifions - Begründung Dr. Hoffmanns im Cal- mette-Prozeß teilt die Iustizpressestelle in Lübeck u. a. mit: Die an dem Strafprozeß gegen Professor Dehcke beteiligten beamteten Juristen haben keinerlei Anzeichen einer geistigen Erkrankung des Amtsgerichtsrats 25 i bei bemerkt. Nach ärztlichem Urteil ift
Schiencnaulobuffe nun «ich ans Gebirgsbahnen.
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Der neue Schnellbetriebswagen der Austro-Daimler-Werke, der fir den Schienenautobusverkehr auf der Strecke Wien—Semmering eingefetztwurde.
unauffällig installierbare Maschinen, die durch dünne, unter der Erde laufende Kabel an die elektrische Leitung angeschlossen werden. Eine ganz einfache Sache. Sie kriegen hier auf Ihren Schreibtisch ein Kästchen mit einer Deffnung für Geldstücke hergestellt. Ein Groschen hinein, und Sie haben fünf Minuten lang in Ihrem Kurpark absolut natur» getreues Grillenzirpen."
„Ja, mein Gott, gibt es denn jemand, der sowas gern hört?"
„Grillenzirpen? Lieber Mann, Sie kennen die Menschen nicht! Sie toben keine Ahnung, was in der Seele des Großstädters vorgeht, auf den Sie ja doch hier reflektieren. Der Großstädter ist verrückt nach Grillenzirpen. Grillenzirpen ist das für ihn, was für den Säugling das Wiegenlied der Mutter ist. Und nun sehen Sie sich um im Land: Wo haben Sie noch gutes, harmonisch abgestimmtes Bollakkord-Grillenzirpen? Nirgends! Die Grillen streiken; sie haben die Nase voll davon, sich die Lunge aus dem Hals zu zirpen und zum Schluß vielleicht, als Dank für ihre Bemühungen, eins mit dem Stiefelabsatz auf den Kopf zu kriegen. Es gibt das lebenslustige, zirpfrohe Grillenvölkchen von einst nicht mehr, erkläre ich Ihnen; es gibt nur noch ein armseliges Häufchen verbitterter Zikaden, die sich in ihren Erdhöhlen verkriechen, an einem Grashalm lutschen und auf diese Weise ein mißtönendes Geräusch hervorbringen. Und nun vergleichen Sie damit die orchestrale Symphonie unterer Original-Prachtgrillengezirp- Platte ,Nagema 117'! Diese Zirpen in einer lauen Sommernacht hören ist gleichbedeutend mit dem Verstummen der traurigen Melodie von den sozialen Nöten der Zeit, gleichbedeutend mit dem jubelnden Aufklingen des Hymnus von der alleinseligmachenden Naturverbundenheit tief in unserer Brust ..."
Hier zog Lucian Böhm sein parfümiertes Tuch aus Iackettasche. Gleichzeitig brachte er zwanglos einen Prospekt der .Nagerna' zum Vorschein. Er hüstelte diskret in das Tuch; danach fuhr er fort:
„Uebrigens, Sie brauchen nicht .Grillenzirpen' nehmen. Sie können auch .Nachtigallenschlag' kriegen oder den ungemein stimmungsvollen .Käuzchen- ruf. Die .Nagema' liefert jedes Tiergeräusch in- klusive Montage gegen eine mäßige Standmiete und Automatenertrag. Ich bitte Sie, was wären die großen Hotels in Oberbayern, in Tirol, in der Schweiz ohne unser .Kuhglockengeläut' Nr. 58a oder, wenn noch Gejodel und Büchsenschuß mit neun- fachem Echo dazu verlangt wird, 58b. Denken Sie, die Gaststätten in Rominten, im schottischen Hochland, in Bjelostock würden jemals einen Menschen zu sehen kriegen, wenn wir sie nicht mit unjerm .Röhrenden Hirsch' und unferm .Balzenden Auerhahn' belieferten? Dreimal kaputtgegangen wären die Luxus-Bungalows am Tanganjika, am Kongo, in Neapel ohne unser.Löwengebrüll', unsere ,Hung- rigen Aasgeier', unsere .Trompetende Elefanten
Herde. — Ich fag Ihnen, Sie brauchen nicht Grillenzirpen zu nehmen; es träfe sich bloß deshalb so gut, weil id) gerne noch einen Apparat mit .Grillenzirpen' bei mirlühre. Sie müssen wissen, ich bin auf der Reise nch Kairo. Menahouse-Hotel bei Gizeh, einer unfeer ältesten Abnehmer, hat bei mir em ,Schakalge>eul in der Wüste', extrastark, bestellt. Ich will dieAufstellungsarbeiten leiten und habe alles bei mir. Benn ich nun mein Gepäck von dem Grillenzirken e.Haften könnte, wäre mir bas sehr angenehm. Also, wie ist es damit? Der besonderen Umstände halbe: lasse ich Ihnen die Appara- tur für drei Monate nit einem Rabatt von fünf- undzwanzig Prozent of die reguläre Standmiete. Schlagen Sie ein, unb Sie werben ber Begründer einer Aera strahlenbste. Erfolge für Krahwinkel sein! Krahwinkel wirb bn ersten Rang unter ben Kurorten ber Mark einnehmen. Krähwinkel wirb ..."
„Rehwinkel, bitte!"
»Ist ja ganz piepe! Alo wir sind einig, nicht- wahr? Mein Monteur wih bie Apparatur sofort aufstellen. In einer Stund muß ich weiter. Ich schreibe eine Quittung über fünfzig Mark aus...
Der kleine, rundliche Hoteiesitzer überwachte persönlich die Montage. Es havelte sich um ein System von Metallröhren, die »je kleine Orgelpfeifen aussahen. Sie wurden an aen möglichen Stellen des Gartens im Grase verstckt unb waren burch Drähte untereinanber unb mt bem Hotel verbunden. Nach Herstellung bes Kntakts unb Einwurf eines Zehnpfennigstuckes gab es so etwa wie ein vielstimmiges Räuspern in be- Orgelpfeifen
„Alles in Orbnung!" erklärte.'ucian Böhm „Warten eie den Abend ab, bann inb bie atmosphäri- 'chen Bebmgungen für eine pompte Arbeit bes Apparates gegeben. - Los. ScHlze. höchste Zeit!"
Er stieg in seinen Wagen un brummte ab — Gleich am Tage banach richtet, ber Hotelier ben folgenden Brief an die „NagemaG. m. b. H." Berlin w 50:
4«4'$c?r- $crr .Böhm hat einen A parat Nummer 117 bei mir installiert. Dasselbe i ein Skandal. Meine sämtlichen Gäste sind abgreift, weil sie gestern Abend im Kurpark Schak'lgeheul gehört haben. Ich verlange Schadenrsatz. Hochach- tungsvoll Franz Winkler, Hotelbesitzr.
P. S. Noch dazu hat dasselbe irrige Kontakt- feblers die halbe Nacht angehalten, weil starker Wind war und wir ohne Laternen s der Dunkel- heU die Röhren nicht finden konnten.
Auf dieses Schreiben ging bem Hoteler nach sechs Wochen nachstehenbe Antwort zu:
„Sehr geehrter Herr!
Der Schaben ist ganz auf unserer Site. Böhm, bas Kamel, hat irrtümlicherweise in 1- r Wüste hinter bem Menahouse bas : ü r S i e be stimmte .Grillenzirpen' m oi t i er 11
Hochachtungsvoll
Nagema-G. m.\ H.".
**<■£ N 3 worden,
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einen anf! ' auf.
Lieser W * Pontrehna ein D" net Touristen. M nahmen von der d stieg nach dem Mot Mute zu kennen, di fern abfteigen. S> passieren, der wege Die Dame wurde b( einem Stein am x und stürzte über tief ab. Ähre Bec Pontresina.
wieder ein Jal In Stuttgart wu heiratete Mechaniker bald von Oetisheir gen Herstellung falschen Iwei- festgenommen. Lagen in. seiner Wc Zwei« und Fünsmor! gestellt.
lodesslur;
Der belgische Cölilit Kortrhk in Degleitur mit einem Militärs! Höhe ausgestiegen, w slüge auszusühren nicht angebunden ha zeug und war sosoi
Die englische Jliegi
Rach einem §luc die englische Fliegeri eines Motors und Leitung ihren Dau hat damit die Welche wohl aber die eng dir 50 stunden 38 M
bchmnn M Aoch der währei England hrreingebi insgesamt 10 Mer fielen, setzten Plötz und Hagelstür anrichteten. Das über Aordwestirla Teile Englands h waren die Telepb Straßen über sc tonen sind vom Kirchen und Häufe, Bitten. In Lond ^trahenzuge im j M der Verkehr Verden mußte.


