Ausgabe 
13.7.1932 Erstes Blatt
 
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Oie Hochwafferkatastrophe bei Augsburg

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Niigzmaabffm des tschechischen Schchkömgs Bala

Die mährische Stadt Zlin, die ihr enormes Wachstum den Schuhwerken Batas verdankt. Noch heute werden dort trotz der Weltkrise 30 000 Arbeiter beschäftigt. Rechts: Thomas Bata.

Aus aller Welt

und stürzte in das siedende Wasser. Sie konnte sich nicht mehr rechtzeitig befreien, so daß sie völlig verbrühte. Die Bedauerns­werte wurde tot aufgefunden.

Schwerer Raubüberfall.

Der Portier eines Dresdener Lichtspielhauses, der mit dem Transport der Tageskasse beauftragt war, wurde von zwei Unbekannten überfallen, niedergeschossen und einer Kassette mit etwa 300 Mark Inhalt beraubt. Nach der Tat spran­gen die Räuber in ein fahrbereit gehaltenes Auto und rasten davon. Der schwerverletzte Por­tier wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht.

Großer Dachstuhlbrand in Berlin.

Sieben Feuerwehrleute verunglückt.

In einem Hause im Norden Berlins brach auf noch nicht ermittelte Weise ein Dachstuhlbrand £USmZ><i--,?Iammen griffen infolge der Trockenheit des Gebälks rasch um sich. Die Feuerwehr rückte mit 2-af» y0cn an- Es gelang ihr, nach Inständiger Tätigkeit den Brand einzukreisen. Dabei wurden drei Feuerwehrleute durch Stichflammen so schwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus übergeführt wer­den mußten. Ein Feuerwehrmann trug eine er­hebliche Rauchvergiftung davon. Drei andere mür­ben leichter verletzt.

Die Bluttat einer Hausiererin. Neun Monate Gefängnis.

Die entsetzliche Bluttat der 27jährigen Hausiere­rin Witwe Heimann, die in einem Manusak- turenwarengeschäft ihren Kollegen, den Hausie­rer Betz, durch einen Messerstich in den HalS tötete, fand vor dem Schwurgericht ihre Sühne. Die Angeklagte wurde -u neunMonatenGe- fängnis unter Zubilligung mildernder Um* stände verurteilt. Zu der Verhandlung waren viele Zeugen und Sachverständige geladen, durch deren Aussagen die Tat rekonstruiert werden konnte. Da­nach hatte die H. nach einem erregten Wortwechsel mit bem Betz, und nachdem sie von diesem einen Schlag ms Gesicht erhalten hatte, aus ihrer Mw* stertasche ein Messer genommen und es dem D. so unglücklich in den Hals gestoßen, daß die Schlag­ader zerschnitten wurde und der Tod bald eintrat Die Verhandlung wurde unter Ausschluß der Oes- fentlichkeit geführt.

15 Gebäude elngeäscherl.

Durch Kinder, die mit Streichhölzern p letten, wurden in dem Dorfe Birchenzin (Kreis Stolp) vier Gehöfte mit 15 Gebäu* den eingeäschert. Neben Emtevorräten und Maschinen verbrannten mehrere Schweine und Ge­flügel. Das Großvieh konnte gerettet werden.

Zwei Schüler bei einer Bootsfahrt ertrunken.

Drei Oberprimaner unternahmen von Tilsit eine Ruderfahrt nach Roffitten. Bei der Ueberque* r u n g d e s K u r i s ch e n Haffs schlug das Boot m einer Boe um. Während einer der Primaner nach vier Stunden gerettet werden konnte, fehlt von den beiden anderen jede Spur, so daß man an* nimmt, daß sie ertrunken sind.

Vauernaufruhr in der Nähe Warschaus. Drei Tote, fünf Schwerverletzte.

3n der Ortschaft Jadow bei Warschau kam «S -wischen Bauern und Polizei zu einem blu­tigen Zusammenstoß, wobei es bisher drei Tote, fünf Schwer- und einige Leicht­verletzte gab. Unter den Leichtverletzten befindet sich auch ein höherer Polizeibeamter. Der Grund zu dem Zusammenstoß war die vom Magistrat den Bauern auferlegte Marktsteuer, die durch die Poli-ei oft in rigoroser Weise ein­gefordert wurde. Ein Streit zwischen Polizei­beamten und einigen Bauern führte zu Hellem Aufruhr unter den auf dem Markt versammel­ten Dauern. Sie fielen Wer die gerade auf dem Markt anwesenden Polizisten mit Knüppeln her und bewarfen sie mit Steinen. Die Polizei mußte sich mit der Schußwaffe zur Wehr setzen. Erst durch Abfeuern einiger Salven wurde die arg bedrängte Polizei wieder Herr der Lage. Als die Ruhe wiederhertzestellt war, wurden mehrere Bauern verhaftet.

Beduinenüberfall auf Petroleumleilung in Mesopotamien.

Wettervoraussage.

2^nbLud) Luchterer Luft führte in den gestri­gen Nachmittagsstunden in unserem Bezirk zu Ge- wltterstorungen und Gewitterregen mit sehr ver- chiedenen Niederschlagsmengen. So wurden allein nnerhalb der >vtadt Gießen Unterschiede von 7 bis 13 Millimeter gemessen. Immer noch liegt die Druck- storung fest und entfaltet ihren Einfluß auf die Wetterlage, so daß vorerst durch sie sich Bewöl­kung und etwas Niederschlag einstellen wird.

Aussichten für Donnerstag: Neblig- wolkig mit nur vorübergehender Aufheiterung, Tem­peraturen wenig verändert, zeitweise noch etwas Negen.

Aussichten für Freitag: Aufheiternd, aber aud, wolkig, wieder etwas wärmer.

Lufttemperaturen. Am 12. Juli: mittags 29,1 Grad, abends 19,0 Grad, am 13. Juli: morgens 18,9 Grad: Maximum 29,3 Grad, Minimum 16,2 Grad Cel*

'^erfrfHäge 13,4 mm; Sonnenscheindauer ir Kunden. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe, am 12. Juli: abends 27,9 Grad; am 13. Juli: mor­gens 21,0 Grad Celsius.

2)ic Umgebung von Augsburg ist von schweren Hochwasserschäden betroffen worden. Besonders wurde der Dorort Göggingen heimgesucht. In seiner Nähe durchbrach der sonst so ruhige Wertach den Damm , und die reißenden Wasser setzten den ganzen Ort unser Wasser.

Unser Bild zeigt, wie der Schutzdamm für die Fahrstraße bei Göggingen notdürftig geflickt wird.

Oie Mißwirtschaft des letzten Meniel-OirektoriurnS.

Memel, 12.3uü. (ERB.) 3m Mernelländi- schen Landtag kam in der Aussprache über ein Gesetz zur Bekämpfung der Arbeits­losigkeit zum Ausdruck, daß die Arbeits­losigkeit im Memelgebiet nur deshalb so groß sei, weil dauernd Leute aus Litauen ins Memelgebiet einreisten. Don der Regierung wurde darauf hingewiesen, daß keine Mittel für produktive Arbei­ten mehr vorhanden seien. Das Direkto­rium Simaitis habe sämtliche für diese Zwecke bestimmten Gelder ausgegeben, so daß bei Uebernahme der Geschäfte durch das jetzige Di­rektorium nur noch 35 Lit vorhanden gewesen seien. Damit solle das jetzige Direk­torium Zahlungen für produktive Arbeiten leisten und Erwerbslosenunterstützungen bis Ende dieses 3ahres zahlen.

dotier lleberfall polnischer Schützen auf eine deutsche Schule.

Könitz, 12. Juli. (CNB.) Bei einem geselligen Beisammensein im Anschlußanein Kinder- fest der deutsch en Schule in dem überwie- aend von Deutschen bewohnten Grenzdorf Blum- seid (Kreis Könitz), das in den Schulräumen statt- fand, drangen in den späten Abendstunden plötzlich Angehörige des Polnischen Schützen- °c rb andes in die Klassenzimmer ein und griffen öie Anwesenden an. Mehrere Personen wurden da­bei verletzt, eine davon schwer. Die Teilnehmer des festes verließen fluchtartig die Schule. Die ge­samte Einrichtung der Schule und die Fensterschei­ben wurden von den Friedensstörern zertrümmert.

Neuer Grönlandstreit.

Norwegen dringt weiter vor.

Oslo, 12. Juli. (TU.) Wie durch Extrablätter mitgeteilt wird, ist die norwegische Regie­rung im Begriff, weitere Gebiets- streifen an der Ostgrönlandküste zu besetzen. Eine amtliche Mitteilung liegt noch nicht vor.Aftenposten" will erfahren haben, daß der ganze Küstenstreifen im Südosten vom 60,30. bis 63,40. Grad in einer Länge von 300 bis 400 Kilo­meter und in einer Breite von 50 Kilometer besetzt werde. Es wird hinzugefügt, daß dieses Gebiet seit 1900 nicht mehr von Eskimos bewohnt werde.

In Kopenhagen haben die Osloer Nachrichten ungeheures Aufsehen erregt. Es w-rd fest' gestellt, daß der'dänische Forscher Knut Rasmus­sen noch im vorigen Jahr das Gebiet im Auf­trage d e r dänischen Regierung besucht habe. Es handelt sich um ein Gebiet, das an seinem Sudzug mit dem grönländischen ßafenpwtz Fre­de r i k s d a l zusammenstößt und mit dem im vori- gen Jahre durch Norwegen besetzten Ostgrönland, streifen zusammenfällt. Der dänische Ministerpräsi­dent etauntng, der augenblicklich auch die Ge­schäfte des Außenministers wahrnimmt, ertlärt, daß eine amtliche Nachricht aus Oslo noch nichi ein- getroffen fei. Sollte aber die Meldung zutreffen so sei das ein n o cf) größerer Eingriff als ore Besetzung im vorigen Jahr. Das Ge­biet um das es sich jetzt handele, unierstche un­mittelbar der Grönlandkolonialdirektion. Em solcher norwegischer Uebergriff würde einen offenkundigen Bruch des Abkommens von 1924 darstellen.

Oie Revolution in Süd-Brasilien.

R i o d e 3 a n e i r o, 12.3ull. (TU.) Präsident Vargas hat im Hinblick auf die zugespihte Lage in den Südstaaten die äußersten Abwehr- maßnahmen ergriffen und die gesamte Ar­mee und Marine gegen die Auf­ständischen in Sao Paulo mobili­siert. Der Hafen von Santos wurde für die internationale Schiffahrt geschlossen. 800 See- ^en sind dorthin unterwegs. Die fremden Misse müssen direkten Kurs von Rio nach Montevideo und Buenos Aires nehmen. Präsi- ^klärte, er werde nie vor den Ru, ständischen kapitulieren, ihnen aber Gelegen- ye't geben, den unsinnigen Streit friedlich auf­zugeben.

Vier Häuser wurden bis zum ersten Stockwerk vollkommen überschwemmt; ein 13jähriges Mäd­chen konnte nur mit knapper Rot von Rachbars­leuten vom Ertrinken gerettet werden. 3n den Weinbergen wurde erheblicher Schaden angerich­tet. Auch nach dem Rhein zu stürzten große Wassermassen zu Tal, die viel Schutt- und Schlammassen mit sich führten, so daß schließlich die Rheinuferstrahe vollkommen verschlammt war. Schlimm erging es einer Schulklasse, die die ersten Ferientage benutzt hatte, um dem Rieder­walddenkmal einen Besuch abzustatten. Die Kin­der befanden sich auf dem Abstieg nach- mannshausen, als das furchtbare Unwetter los­brach. Vollkommen durchnäßt und frierend kamen die Kinder in Aßmannshausen an. Der Schaden läßt sich bisher noch nicht übersehen.

Zwei Personen vom Blitz getötet.

In Göllheim bei Kirchheimbolanden (Pfalz) wur- den der 32 Jahre alte Philipp Wendel und der 27 Jahre alte Peter Dilg, als sie während eines Gewitters im Walde unter einem Baurn Schutz suchten, vorn Blitz getötet. Sie befanden sich auf dem Heimweg vom Baden.

Von einem Flugzeug getötet.

«An der Grenze des Flugplatzes Schleißheim bei München wurde der 35jährige landwirtschaftliche Arbeiter Busi, als er mit einer Mähmaschine Gras mähte von einem niedergehenden Flugzeug von seinem Fahrzeug gerissen und tödlich verlöt. Der Pilot erlitt leichte Verletzungen, das Flugzmg wurde erheblich beschädigt

verheerender Wolkenbruch am Starnberger See.

Durch einen am Westufer des Starnberger Sees niedergehenden G e w i 11 e r r e g e n , der nach etwa zwei Stunden wolkenbruchartige Ausmaße annahm, wurden verriebene Orte am Westufec des Sees unter Wasser gesetzt. Der kleine Ort Strau- bing war zeitweise vollkommen vom Wasser ein­geschlossen. Verheerend wirkte sich der Wolkenbruch über Tutzing aus. Hier stand im Nu hie ganze Ortschaft am See unter Wasser. Die Bewohner wur­den in ihren Häusern e i n g e s ch l o s s e n. Das Wasser drang in viele Wohnungen ein und richtete großen Schaden an. In einem Hotel wurden die Speisezimmer stark in Mitleidenschaft gezogen. Der alte Friedhof wurde fürchterlich verwüstet In der unteren Ortschaft ist kein Haus, in dem nicht der Keller ober die unteren Stockwerke vom Wasser überflutet sind. Drei Stunden dauerte der Haupt­strom. Stellenweile flutete das Wasser in einem halben Meter Höhe durch den Ort. In der Nahe von Tutzing wurde der Bahnverkehr durch die Wassermassen gestört. Der durch das Wasser angerichtete Schaden ist nicht annähnnd abzusehen.

Schrecklicher Tod einer Wäscherin.

Einen qualvollen Tod erlitt die Wäscherin ^vmina Thome in dem kleinen Hunsrück- dörfchen Weihkirchen. Sie kam vor dem mit kochendem Wasser gefüllten Waschkessel zu Fall

Die Arbeiter der im Bau befindlichen Petro* leumleitung von Mesopotamien nach dem Mittel* meer wurden bei Kuriaten von einer großen Bande wilder Beduinen überfallen. 60 Arbeiter wurden gefangengenommen und entführt, 100 Arbeiter konnten entfliehen. Die Petroleum­leitung wurde schwer beschädigt. Große Strecken des bereits ausgehobenen Kanals wurden von den Beduinen wieder mit Erde zugeschüttet. Die trans* jordanische Regierung hatte vor einiger Zeit mit ber Aufstellung von 30 000 Beduinen zum Schutze der Leitung begonnen.

Die kommunistische Bluttat in Worin«

10 Jahre Zuchthaus für den hauplkäler.

Mainz, 13. 3uli. (Lpd.) Das Schwurgericht der Provinz Rheinhessen fällte am Dienstag­abend das Urteil aegen die angeklagten Kommu- msten, dre den Rattonalsozialisten Hobels b^r- a e r aus Biblis überfallen und so s ch w e r miß­handelt hatten, daß er nach einigen Tagen st a rb. Es wurden verurteilt: Der Arbeiter Lud­wig Rebholz zu 10 3ahren Zuchthaus, der Arbeiter Karl Diegi zu drei3ahren Zuchthaus, der Arbeiter 3akob Kaiser zu zwei 3ahren Zuchthaus und der Arbei­ter Albert Ludwig Dehosf zu einem 3ahr Gefängnis. Den zu Zuchthaus Verurteilten wurden die Ehrenrechte auf fünf 3ahre aberkannt. 3nt Verlaufe des Prozesses wurden drei Kommu­nisten unter dem Verdacht des M e i n e i d e s ver­haftet.

Arbeitsdienstpflicht-Entwurf vor dem Reichskabinett.

Noch keine Beschlüsse,

In der Sitzung des Reichskabinetts ist man über eine grundsätzliche Aussprache nicht hinausgekorn- men. Das ergibt sich von selbst aus der Bedeutung und der Kompliziertheit des Arbeitsdienstes. Den Beratungen liegt ein Referentenentwurf des Reichs- arbeitsmimfteriums zugrunde, der unter dem Arbeits Minister die Einsetzung eines Reichskommissars und unter diesem wieder ine von Bezirkskommissaren vorsieht. Den Kommissaren sollen dann Beiräte an irie Seite gestellt werden. Die in der Presse bereits an­gedeutete Begrenzung nach oben auf das 2 5. Lebensjahr ist ebenfalls in dem Entwurf enthalten. Es wird als selbstverständlich angesehen, daß für d?n Arbeitsdienst vor allem zwei Grund­sätze gelten sollen, nämlich, daß er nur für ge- meinnützige Zwecke in Frage kommt, und zweitens, daß durch ihn die Wirtschaft nicht noch mehr beeinträchtigt wird. Die Mit­tel, die für den Arbeitsdienst zur Verfügung stehen, laßen sich noch nicht genau beziffern, weil du dem Etatsansatz noch der vorläufig noch nicht ganz genau abschätzbare Ersparnisbe­trag der Reichsanstalt für Arbeitslosen­versicherung tritt. Rund rechnet man wohl mit aut 60 Millionen, was übrigens auch den Angaben entspricht, die Dr. Goerdeler in seinem Dortrag gemacht hat.

Oie ReichötagSkandidaten des Zentrums in Hessen.

Mainz, 12.Juli. (WSN.) Für die Reichstags- wähl hat die hessische Zentrumspartei folgende Kan- didaten aufgestellt: 1. Reichskanzler a. D. Dr. Brü­ning, 2. Rechtsanwalt Dr. Bockius-Mainz, 3. Over- regierungsrat Knoll-Darmstadt, 4. Landtagsabgeord- neter Blank-Gaulsheim, 5. Stadtrat Diehl-Kastel, 6. Kaufmann Herd-Offenbach, 7. Hausfrau Elfe Hat- temer-Darmstadt, 8. Lehrer und Generalsekcerör Gahr-Kastel, 9. Landwirt Ludwig-Gonsenheim 10. Faktor Schmitt-Harheim, 11. Angestellter Krämer- Offenbach, 12. Lederarbeiter Becker-Worms, 13. Stubienrat Professor Sartorius-Mainz, 14. Professor Rupp-Heppenheim, 15. Gewerkschaftssekretär Wesp- Darmstadt.

Oer belgische Streik.

Die sozialistischen Gewerkschaften in Brüssel prachen sich über den Generalstreik aus, der inzwischen in Rivelles (Provinz Brabant) bereits ausgebrochen ist. 3n Charleroi gab es bei Zu- ' sammenstöhen zwischen Streikenden und Polizei zahlreiche Verletzte. Etwa 200 Verhaf­tungen wurden vorgenommen. 3n Gent entstand eine schwere Schlägerei zwischen Sozialisten und Kommunisten, wobei ebenfalls mehrere Per- onen verletzt wurden. DieNation Beige teilt mit, es sei erwiesen, daß die Kommunisten eine Umsturzbewegung vorbereiteten und zu die- em Zweck von einer bolschewistischen Zentrale in .Berlin Geldmittel erhalten.

Aus Solidarität mit den Bergarbeitern der Dorinage (Provinz Hennegau) sind die Bergar­beiter in fast allen Kohlenbergwerken des Lüt­ticher Reviers in den Streik getreten.

Spanischer Kreuzer gesunken.

Die Besahung gerettet.

Bei dem an der spanischen Rordwestküste süd- .ich von Cap Finistere abgehaltenen Manöver der panischen Flotte ereignete sich ein Unglück s- alL Der 4725 Tonnen große geschützte Kreu­zerBlas de Levo", der die Bucht von Corcubion verteidigen sollte, fuhr auf einen Unterwasserfelsen auf und sank nach kurzer Zeit. Die Besatzung wurde gerettet. Die Ber­gungsarbeiten sind sofort eingeleitet worden. Der spanische KreuzerMendez Rines" fuhr auf den gleichen Felsen auf und wurde beschädigt.

Do X nach Sroinemünbe gestartet.

Nach fast einwöcbigem Aufenthalt in Danzig etzte das Flug schiff Do X heute um 11 Uhr seinen Flug mit dem Ziel Sroinemünbe fort.

100 000 Mark gezogen.

3n der heutigen Ziehung der Preußisch-Süddeut­schen Klassenlotterie fiel der Hauptgewinn in Höhe von 100 000 Mark auf die Losnummer 224 514. Das Los wird in der ersten Abteilung in Viertellosen in Westfalen, in der zweiten Abteilung in Achtel­losen in Bayern gespielt.

Großer Sprengstoffdiebstahl.

Im Steinbruch Aus den hohen Hagen" bei Dransfeld find 17 Kisten mit insgesamt 73 entnern Spreng ft off und etwa 1000 Sprengkapseln gestohlen worden.

Unwetter am Rhein.

Ueber Aßmannshausen und dem zwischen Ah- mannshausen und Rüdesheim lagernden Höhen­kamm mit seinen zahlreichen Weinbergen entlud sich ein heftiges Gewitter, das von starkem H a g e l s ch l a g begleitet war. Große Wasser­massen stürzten sich von der Höhe des Berges in das Aßmannshauser Tal und richteten be­sonders in dem an den Berg angelernten Teil von Aßmannshausen beträchtlichen Schaden an.