Ausgabe 
13.6.1932
 
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Wohlfahrtserwerbslose auf 1000 Einwohner ermit­telt. Abgesehen davon, das; auf die 1925 gezählten erwerbstätigen Arbeitnehmer bezogen die Zahl der Wohlfahrtscrwerbslosen in Hessen ungünstiger ist als im Reich, wirken bei dem Vergleich zwischen Hessen und dem Reich die Unterschiede in der (9c- mcindegrößenklasson - Gliederung sehr vcrglcichs- störcnd. Hessen ist das Land der Mittel- und Klein­städte. Arbeiterwohngemeinden, deren Einwohner in den nahen Bcschäftigungszentrcn Franksurt- Offenbach, Mainz-Wiesbaden und Mailnheim-Lud- wigshafen tätig find, geben der Größenklassen­gliederung der hessischen Gemeinden ihr besonderes Gepräge. Schaltet man durch entsprechende Um­rechnung die voneinander abweichende Gemeinde- größenklassen-Glicderuna aus der Berechnung aus, dann hätte Hessen bei Anwendung des Grades- der Wohlfahrtscrwerbslosigkcit des Reichs statt 43 318 Wohlfahrtserwerbslose nur 39 6iy am 31. März 1932 haben dürfen, das heißt also, Hessens Ge­meinden sind durch die Aufwendungen für Wohl­fahrtserwerbslose wesentlich schwerer betroffen, als die Gemeinden gleicher Einwohnergräßenklassen im Reich im allgemeinen.

Die Arbeitslosigkeit zugleich mit der st a r k e n Zunahme der Kurzarbeit und vor ollem auch die Auswirkung des Lohn- und Gehaltsabbaues hat die Einkünfte der Arbeitnehmer und damit das Aufkommen an Lohn ft euer bei den Finanz­kassen des Landesfinanzamtsbezirkes Darmstadt sehr beeinträchtigt. Das Bruttoaufkommen an Lohnsteuer pro Kopf der Einwohner betrug insgesamt im:

Landesfinanz- Deutschen

amtsbezirk Reich

Darmstadt

1930 Januar bis März 4,12 RM. 5,83 RM.

1931 Januar bis März 3,81 RM. 5,18 RM.

1932 Januar bis März . 2,48 RM. 3,41 RM.

Der R ü ck g a n g beträgt sowohl in Hessen, wie im Reich etwa 4 0 Prozent gegenüber dem

Vorjahr. Daß im Reich pro Kopf des Einwoh­ners höhere Beträge an Lohnsteuer aufkommen, hängt mit der andersartigen sozialen Schichtung der hessischen Bevölkerung (relativ mehr Selbständige, aber weniger Arbeitnehmer als im Reich) zusam­men, vor allem aber auch damit, daß die Lohnsteuer im Beschäftigungsart entrichtet wird und daher die den in Frankfurt, Mannheim ujw. beschäftigten Pendelwanderern einbehaltene Lohnsteuer nicht in die Finanzkassen des Landesfinanzamtsbezirk Darm­stadt fließt.

Auch das Aufkommen an Umsatz st eucrn läßt sich als Konjunktursymptom verwerten. An Umsatzsteuer pro Kopf des Einwohners kamen ins­gesamt auf im:

Landesfinanz- Deutschen amtsbezirk Reich Darmstadt

1930 Januar bis März 3,36 RM. 4,22 RM.

1931 Januar bis März 3,09 RM. 4,03 RM.

1932 Januar bis März 2,63 RM. 3,89 RM.

Hier ist der Rückgang in Hessen mit 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr weit stärker, als im Reich, wo er 8 Prozent beträgt. Dabei wurde jedoch von 1930 bis 1931 die Umsatzsteuer von 0,75 auf 0,85 Prozent und dann bis 1932 auf 2 Prozent erhöht. Diese Aenderung in den Steuer­sätzen macht es für die Uebergangsmonate auch un­möglich, aus dem Umsatzsteueraufkommen die geld­mäßigen Umsätze selbst annähernd zu errechnen. Soviel steht- jedoch unbedingt fest, daß die volks­wirtschaftlichen Umsätze (Absatz der Erzeuger und des Handels zufammengenommen) weit stärker noch gesunken sind, als dies allein die Preissenkung hätte zur Folge haben müssen. Daß die Zahlen an sich in Hessen die ganze Zeit über wesentlich unter der Höhe des Reiches liegen, hängt damit zusammen, daß der Handel mit seinen sehr ins Gewicht fallen­den Umsätzen in Hessen verhältnismäßig schwach .vertreten ist und daß auch die steuerpflichtigen Um­sätze der hessischen Landwirtschaft infolge ihrer star­ken betrieblichen Zersplitterung gegenüber den Be­zirken mit großbetrieblicher Struktur nur gering sind.

Eine Reihe weiterer Symptome beleuchten die Schrumpfung der gesamten wirtschaft­lichen Tätigkeit in Hessen. Der Bieraus- stoß der hessischen Brauereien war nach den Ergeb­nissen der Biersteuerstatistik im 1. Vierteljahr des Kalenderjahres 1932 um fast 44 Prozent geringer, als um die gleiche Zeit des Vorjahres, während im Reich der Rückgang sich nur auf 26 Prozent belief. Das Kalenderjahr 1931 brachte im Reichsbahnver­kehr gegenüber den Vorjahren einen starken Rück­gang. Der Personenverkehr in Hessen an der Zahl der beförderten Personen veränderte sich im:

ganzen Reichsbahndirek- Reich tionsbezirk Mainz von 1929 auf 1930 8 v.H. 12v.H.

von 1930 auf 1931 14v.H.17 vH.

Im Güterverkehr war der Rückgang noch stärker. Besonders betroffen war der Wagenladungsverkehr mit Baumaterial. Für die neun wichtigsten Stein- versandstationen Hessens, die vor allem auch Schot­termaterial für Straßenbauzwecke versandten, betrug der gesamte Wagcnladungsverkchr

1929: 634 500 Tonnen

1930: 524 000 Tonnen

1931: 337 600 Tonnen

Gerade die Eigentümlichkeiten in der hessischen Wirtschaft, die ihr in guten Zeiten mit zu besonderer Blüte verhalfen, bewirken unter den augenblicklichen Verhältnissen, daß Hessen stärker unter der Arbeits­losigkeit und der Wirtschaftskrise leidet, als viele

andere Reichstelle. Die hessische Industrie ist starker auf Export angewiesen, als die Industrie im Reich im allgemeinen. Die Ergebnisse der Umsatz­steuerveranlagung 1930 ermöglichen es, die Ex­portquote, d. h. den Teil ihres Absatzes, den die Industrie unmittelbar ins 'Ausland liefert, an­nähernd im Rahmen des gesamten industriellen Absatzes zu ermitteln. Darnach ist die Exportquote für die hessische Industrie einschließlich des Hand­werks, das sich leider nicht aussondern läßt, um wenigstens ein Zehntel höher als für diejenige im Reich insgesamt. Die ständig zunehmenden Hem­mungen, die sich dem internationalen Güteraus­tausch in den Weg legen, treffen somit die hessische Industrie stärker, als diejenige im Reich. Gerade die beiden Bezirke Offenbach und Worms, in denen die Arbeitslosigkeit ohnedies am höchsten ist, haben seither in besonderem Ausmaß für den Export ge­arbeitet. Bei der Bedrohung ihrer Exportaussichten müssen leider gerade diese beiden Bezirke für die Zukunft noch eine weitere Zunahme ihrer Arbeits­losigkeit durch den Verlust ausländischer Absatz­gebiete befürchten.

Auch die hessische Landwirtschaft verspürt bei der Besonderheit ihrer Produktionsrichtung die Wirtschaftskrise und die damit verbundene Schrump­fung, der Kaufkraft der heimischen Verbraucher stär­ker als die Landwirtschaft mancher anderer Bezirke, denn die bäuerliche Veredelungswirt­schaft, die ja für die Landwirtschaft Hessens be­sonders charakteristisch ist, mußte für ihre Erzeug­nisse weit stärkere Preisstürze ertragen, als etwa die Brotgetreideproduk.tion. Der für Rheinhessen und beträchtliche Teile. Starkenburgs so bedeutsame Wein-, Obst- und Gemüsebau leidet sehr unter den tiefgedrückten Preisen seiner Erzeugnisse. Aehnliches gilt für die Viehwirtschaft, insbesoiiderc auch die ober hessische Milchwirtschaft. Fünfzehn an der monatlichen Molkereistatistit beteiligte Mol­kereien Hessens setzen von Januar bis April 1932 fast 12 Prozent weniger Frischmilch ab, als in der gleichen Zeit des Vorjahres, nachdem auch dieses schon gegenüber 1930 einen Rückgang von fast 9 Prozent gezeigt hatte. Da die Mllchanlieserung seitens der Erzeuger im wesentlichen gleichblieb, mußte ein wesentlich 'größerer Teil der Milch als früher zu Butter verarbeitet werden.

G.JL-'fport

Bayern München DeuischerMeister

Eintracht Frankfurt im Endspiel mit 2:0 geschlagen.

Die Entscheidung ist gefallen. DieBayern" haben es nach verschiedenen Anläufen fertig- gebracht, die erste deutsche Fußballmeisterschaft nach München zu holen. Und man kann sagen, sie haben sie auch verdient gewonnen, denn in diesem Spiel zeigten sie bestimmt die geschlossenere Leistung. IhreTagesform" war bessär als die der spielerisch an sich völlig gleichwertigen Ein­tracht-Mannschaft, die sich lange Zeit gar nicht finden konnte und deren Sturm eine seltene Zer­fahrenheit zeigte. Der Kampf war sehr hart. Tech­nische Feinheiten bekam man nicht allzuviele zu sehen.

Schon lange vor dem Spielbeginn

war das Nürnberger Stadion überfüllt. Bund 60 000 Zuschauer waren es, die in der drückenden Sommerhitze dem Kampfe folgten. Nürnberg stand ganz im Zeichen des Endspiels. Die Frankfurter Schlachtenbummler mit ihren rotweihen und die Münchener Fußballanhänger mit ihren weiß­blauen Fähnchen bevölkerten das Stadtbild der alten Noris. Mit Sonderzügen, auf Nädern, in allen möglichen Kraftfahrzeugen und viele auch zu Fuß, so waren sie in Nürnberg eingezogen, um das Endspiel zu sehen.

Punkt 16 Uhr

pfiff der energisch und gerecht amtierende Schieds­richter D i r l e m (Berlin) das Spiel an. Folgende Spieler hatten Aufstellung genommen:

Eintracht: Schmitt: Schütz, Stubb: Gräm­lich, Leis, Mantel: Schalter, Trumpler, Etzmer, Dietrich, Möbs.

Bayern: Lechler: Heidkamp, Haringer: Nagl- fchmitz, Goldbrunner, Breindl: Welker, Schmid, Nohr, Krumm, Bergmeier.

An Ehrengästen waren vertreten die Oberbür­germeister von München und Nürnberg, Vertre­ter des bayerischen Staatsministeriums, der Neichswehr und der Sportbehörden. Am Mikro­phon amtierten Dr. Ernst (Köln) und Dr. Schmieger (Wien).

Das Spiel.. .

begann mit dem Anstoß von Eintracht, nachdem sich der Bayernkapitän Heidkamp bei der Platzwahl für das Spielen mit der Sonne entschieden hatte. Die Bayern kommen schneller ins Spiel, Schmitt im Eintrachttor mußte einigemale rettend eingreifen. Ein gefährlicher Angriff der Frankfurter endete mit einem Kopfhall von Möbs, der aber imAus" landet. Schütz und Stubb machen dann verschiedene Bayernangriffe, die meist von der rechten Seite Bergmeier-Krumm eingeleitet werden, zunichte, ein­mal macht Schütz dabei unnötigerweiseHand", den Strafstoß am 16-Meter-Raum schießt aber Haringer knapp über das Tctr. Frankfurt spielt nun einige Minuten überlegen, der Sturm hat hierbei durch die Hintermannschaft gute Unterstützung. Die Situatio­nen wechseln blitzschnell, auf beiden Seiten stechen die Verteidigungen durch solide Arbeit hervor. End­lich in der 35. Minute fällt das erste Tor. Berg­meier schießt die erste Bayernecke, Schütz schlägt den Ball Krumm vor die Füße und besten Schuß kann Stubb auf der Torlinie stehend nur mehr durch Handspiel abwehren. Den fälligen Elfmeter ver­wandelt Rohr unhaltbar zum 1:0 f ür Bayern. Das Publikum und natürlich besonders die Münchener klatschen begeistert Beifall. Die rest­lichen Minuten bis zur Halbzeit bringen das Aus­scheiden von Dietrich, der am Kopfe eine Verletzung erlitten hat. Bei München muß Haringer verletzt ausscheiden.

Die zweite Halbzeit.

Dietrich-Eintracht ist wieder eingetreten und spielt nun auf Linksaußen, Möbs auf Halblinks. Auch Naglschmitz ist wieder mit von der Partie. Die Bayern spielen jetzt überlegen, doch bildet die Eintrachtverteidigung ein starkes Bollwerk. In der sechsten Minute muß Möbs vorüber­

gehend verletzt ausscheiden. Trumpler begeht an Haringer ein Foul und wird verwarnt. 3n der 20. Minute stellen die Frankfurter erneut um, der Sturm spielt nun in seiner ursprünglichen Aufstellung. Etwas überraschend kommt dann in der 30. Minute das zweite Tor der Bayern, Krumm hatte sich durchgespielt, sein plötzlicher Drehschuß läßt Schmitt keine Chance zum Eingreifen. Von der Innenkante springt der Ball ins Netz. Es steht 2:0 fürDayern. Eintracht greift nun stürmisch an, aber Bayern verteidigt zahlreich. Ein scharfer Strafstoß von Stubb geht an die Latte und in der letzten Minute haben die Münchener noch eine gute Gelegenheit, doch Krumm verschießt aus aussichtsreicher Stel­lung.

Zn der Kritik

kommen die Bayern bedeutend besser weg als die Frankfurter. Hauptsächlich der Sturm spielte flüssiger und ideenreicher. Dergmeier und Welker, die beiden Außen, waren die treibenden Kräfte. Das Jnnentrio spielte ausgezeichnet und vergaß auch das Schießen nicht. Der beste Mann der Läuferreihe war Naglschmitz, auch Goldbrunner machte einen guten Eindruck, Breindl fiel etwas ab. Heidkamp und Haringer erwiesen sich ihren großen Gegenübern vollkommen ebenbürtig und Lechler im Tor arbeitete bei nicht allzugroher Beschäftigung ruhig und sicher.

Der beste Teil der Eintrachtelf war die Verteidigung, Schütz und Stubb in großer Form. Das Spiel verlor der Sturm, bei dem alle fünf anscheinend sehr unter einer schlechtenTages­form" zu leiden hatten. Ehmer konnte noch eini­germaßen imponieren, wurde aber stark bewacht. Die Läuferreihe spielte zufriedenstellend, Mantel hatte hervorragende Momente. Tormann Schmitt war an den beiden Toren schuldlos.

Das Publikum

verhielt sich objektiv und applaudierte anfänglich die güten Leistungen auf beiden Seiten. Schließlich wandte sich aber die Gunst ganz der Bahernels zu, wozu einige Derbheiten der Frankfurter nickt wenig beitrugen.

Fußball der Gießener Mannschaften.

Spieloereinigung 1 9 0 0: Die Liga weilte am Samstag beim Sportverein Wetzlar, lieferte ein ausgezeichnetes Spiel, das jedoch durch ein Selbst­tor Zellers mit 1:0 verloren wurde. Der Gegner des Sonntags, BSC. Frankfurt-Oberrad, ließ allzu lange aüf sich warten, so daß das Spiel abgesetzt werden mußte. Die Ligareferve gewann auf eige­nem Platze gegen die i. Mannschaft von Grünberg mit 4:0. Die 1. Jugend war spielfrei, die 2. Jugend kam kampflos zur Meisterschaft, denn Wetzlar-Büb- lingshaufen trat nicht an, die 3. Jugend gewann gegen Klein-Linden 1. Jugend mit 2:0, die 1 Schüler gewannen gegen Garbenteich 1. Schüler ebenfalls. Ergebnis 1:0.

V f B. Gießen: Das mit Spannung erwartete Spiel gegenTeutonia" Watzenborn - Steinberg endete mit einer glatten Niederlage der Gäste, die in der Höhe von 9:2 Toren noch nicht einmal un- verdient war. Die 2. Mannschaft verlor in Stein­bach gegen die dortige 1., mit 6:2 Toren, die Alten Herren gewannen gegen Äeinbachs 2. mit 5:1. Die 1. Jugend schlug die 1. Jugend von VfR. Butzbach auf dem Waldsportplatz mit 5:0, Wiesecks 2. Schüler mußten sich vom VfB. 2. Schülern miM:0 geschlagen bekennen.

Internationales (Sportfest in Frankfurt a. M.

HirschseldS großer Gegner Douda enttäuscht. Sievert verletzt.

Anläßlich der Weihe seiner neuen Plahanlage führte der IG.-Sportverein -Frankfurt am Sonn­tag ein internationales Athletikfest durch. Bei schönstem Sommerwetter kamen 3000 Zuschauer, die aber manche Enttäuschung erlebten. Zunächst waren wieder einmal einige der ge­meldeten Größen nicht am Start. Diesmal hatten aber weder der Veranstalter noch die Aktiven ein Verschulden. Mehner- Frankfurt und der Ita­liener F a c e l l i waren verletzt und der Oester- reicher N i n n e r mußte zu Hause bleiben, weil er zur Zeit disqualifiziert ist. Ein weiterer nam­hafter Athlet schied während der Veranstaltung durch einen bedauerlichen Zwischenfall aus. Bei einem verunglückten Kugelstoß von Vogl-Wüns- dors wurde unser Zehnkampfmeister Sievert mit der Kugel auf das Schulterblatt ge­troffen und kampfunfähig gemacht. Die Folgen dieser Verletzung sind zur Zeit noch gar nicht zu übersehen. De5 Zwischenfall löste bei den Kugelstoßern eine erhebliche Depression aus. die sich auch in den Leistungen spiegelte. Der Sieg fiel mit der immerhin recht guten Leistung von 15,62 Meter an den deutschen Weltrekordmann Hirschfeld, während sein tschechischer Nivale Douda stark enttäuschte. Er kam nur auf 15,19 Meter und wäre sicher auch noch von Sievert ge­schlagen worden.

Neben diesen Enttäuschungen gab es auch eine Reihe von sehr schönen und spannenden Kämpfen. Bemerkenswert ist vor allem di^ Tatsache, daß sich Dr. P e l h e r wieder in guter Form zeigte. Er gewann durch seinen unwiderstehlichen End­spurt die 800 Meter in 1:55.7 Sek. sicher vor Lesebre und Müller. Eine LIeberraschung gab es im 100-Meter-Lauf, wo die Westdeutschen H e n- d r i x bzw. Buthepieper über die Frank­furter (Sterling bzw. Mährlein siegten. Eine Klasse für sich stellte Frl. Dollinger- Nürnberg im 100-Meter-Lauf der Frauen dar. Den 110-Meter-Hürdenlauf gewann nach span­nendem Rennen Wegener -Schöneberg vor Welscher- Frankfurt. Ein Glanzpunkt der Ver­anstaltung war der 1500-Meter-Lauf, bei dem der Italiener B e c c a l i durch einen in der glänzenden Zeit von 3:54.1 Min. errungenen leichten Sieg seine große Klasse zeigte.

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Stockhausen, den 12. Juni 1932.

Bürgermeisterei Stockhausen. _____________Jochim._____________.

Bekanntmachung.

Die Voranschläge der Gemeinde und Mark Birklar für Rj. 1932 liegen vom 14. bis einschließlich 20. 3uni 1. J.'auf unseren Bureaus zur Einsicht der Interessenten und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist bei dem Gemeindevoranschlag die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Birklar, den 12. Juni 1932. 4495D

Der Bürgermeister: Müller.

Der Markmeistcr: Seibert.

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Gießen, den 13. Juni 1932.

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