Ausgabe 
12.12.1932 Erstes Blatt
 
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nun bin td) nur gespannt auf das Interview mit dem vsterhäschen. $) o. M.

Oberhejfifche Gesellschaft für Natur- unö Heilkunde.

3n der Sitzung der Oberhrssifchen Gesellschaft für QZatui- und Heilkunde am Samstag sprach Dozent Dr.Gicklhorn aus Prag überBio- elektro st atik und Bitalfärbun g. Der Redner berichtete über neuartige Methoden der Untersuchung am lebenden Organismus, deren Ergebnisse und Deutung seit mehreren Jahren die Aufmerlsarnleit der biologischen Wissenschaft auf sich ziehen. Dabei handelt es sich zunächst um di« Erscheinung (die als solche bereits länger bekannt ist), dah in Farblösungen bestimmter Zusammensetzung bestimmte Bestandteile lebender Ticre oder Pflanzen Farbe annehmen, während der übrige Körper farblos bleibt selektive Vita lfärbu n g"). Die Prager wissenschaft­lich: Schule, deren Mitglied Gicklhorn ist, hat den hier vorliegenden Bereich von Fragen (als dn wissenschaftliches Grein geb et) in Form einer Arbeitsgemeinschaft in Angriff genom­men, an der neben den Biologen auch Physiker und Chemiker beteiligt s nd. Unter gegenseitiger Kontrolle der verschiebe. en Fachvertreker wurden die Beziehungen untersucht, die zwischen der vitalen Färbbarkeit und dereigenelektri­schen Struktur" der Organismen, d. h. der Verteilung elcktris.er Ladungen auf ihrem Kör­per, bestehen. Der Redner s^ildertr die subtilen Mekhoken mitrretektr.s er Älessu gen an leben­den Organen, Zellen und Zellbestandteilen und begründete an Beispielen (Atmungs- und Aus­scheidungsorganen verschiedener Tiere) die Hypo­these, dah die elektrostatische Charakteristik (die durch Potentialmessungen erhalten wird) und die vitale Färbbarkeit (die £>it prächtige und klare Bilder ergibt, wie zahlreiche Diapositive bewiesen), in ihrem jeweiligen Verhalten als ,Ccho einer bestimmten Funktion des lebenden Organismus" aufzufassen seien. Diese Deutung der Befunde führt zu stellenweise erstaunlich ver­tieften Einblicken in Geschehnisse am Lebewesen, allerdings gelegentlich auch zu Widersprüchen gegenüber bisher vorliegenden Auffassungen.

Die zahlreich erschienenen Zuhörer folgten mit Aufmerksamkeit der ungewöhnlich eindringlichen Darstellung, und eine rege Diskussion erwies das besondere Interesse von Biologen und Medi­zinern verschiedener Fachgebiete an dem ge­wiesenen Reuland. A.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Stadt­theater, 20 bis 22.30 Uhr.Die Toni aus Wien". Coethe'-Bund und Gesellschaft für Erd- und Völker­kunde, 20 Uhr, Neue Aula, Lichtbildervortrag über 2000 Kilometer auf dem Pangtsekiang". Frei- willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, 20 Uhr, Sonnenstraße 2, Beginn des Ausbildungskurses in der ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Frei­willige Gailsche Feuerwehr, 20.30 Uhr, bei Kamerad Arnold Monatsversammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Drei von der Kavallerie".

Der Silberne Sonntag brachte unse­rer Stadt gestern wieder sehr starken Besuch von auswärts. Die Eisenbahnzüge aus allen Richtungen waren vollbesetzt und wurden mit mehr Wagen gefahren, als sonst üblich. Der Zustrom der Be­sucher setzte schon mit den Mittagszügen ein und hie.t auch am frühen Nachmittag unvermindert an. Daneben tarnen weitere Besuchermassen aus den Orten der näheren Umgebung zu Fuß oder mit den Krastomnibusjen der Reichspost. Das trockene, schöne Winterwetter begünft.gte den Zustrom in hohem Maße. In den Straßen des Gefchäftsoiertels war wieder Hochbetrieb. Diesmal war der Käuferver­kehr in den Geschäften noch erheblich stärker, als am Kupfernen Sonntag. Mit den Abcndzügen sah man nach allen Richtungen hin viele Besucher un­serer Stadt reich beladen mit Paketen heimwärts fahren. Ziemlich beladen machten sich andere $u Fuß auf den Heimweg. Neben den Warengeschäf­ten hatten erfreulicherweise auch zahlreiche Gast­stätten guten Zuspruch. Als Gesamtheit gewertet darf man wohl sagen, dah der Silberne Sonntag für unsere Geschäftswelt befriedigend ausgefallen ist.

** D i e Militärkonzerte zur Förderung der Verkehrswerbung und zur Unterstützung des Gießener Winternothilfswerks, die von unserer Gießener Militärkapelle unter Leitung von Ober- musikmeister Krautze am morgigen Dienstag von 17 Uhr ab auf dem Lindenplatz und von 17.45 Uhr ab Ecke Plockstratze-Johannesstraße veranstaltet wer­den, seien noch einmal der allgemeinen Beachtung empfohlen. Die Kapelle und ihr Leiter stellen sich in dankenswerter Weise uneigennützig in den Dienst der gemeinnützigen Aufgaben.

** Verbilligte S t r a ße n b a h n fa h r t e n Wieseck Gießen und zurück. In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil wird von der Leitung der Straßenbahn darauf aufmerksam gemacht, daß die Fünferkarte bzw. das Fahrschein­heft zum Preise von 65 Pf. m t sofortiger Wirkung auch für die Strecke Gießen Marktplatz Wieseck und zurück Gültigkeit hat.

Im Winterzug nach Stubai - und Innsbruck-Tal. Die Reichsbahndirektion Mainz hat gemeinsam mit dem Spessartbund Aschaffenburg und der Darmstädter Deisever- «inigung in der Zeit vom 25. Dezember 1932 bis 2. Januar 1933 einen verbilligten Wintersport­zug vorbereitet. Durch die überaus günstigen Preise wird vielen Wintersportfreunden Ge­legenheit geboten, die Weihnachtstag« sorgenfrei bei mchedingter Schneesicherheit in der Landes­hauptstadt Innsbruck (Tirol) oder an der Ein­gangspforte des Stubai-Tals in Mutters zu verleben. Der Spessartbund Aschaffenburg und di« Darmstädter Reisevereinigung haben «ine ge­nügend« Anzahl guter Quartiere sichergesteLlt, so daß in dem gesamten Pauschalpreis auch die volle Verpflegung enthalten ist. Die Ski-Schule Innsbruck wird die Ski-Anfänger und Fort­geschritten« die weiß« Kunst lehren. Der Zug fährt am 25. Dezember abends gegen 20 Uhr in Wiesbaden ab, führt über Mainz, Darmstadt, Dieburg, Aschaffenburg, Gemünden und nimmt gegen 24 Ahr in Würzburg die leh^n Fahrt­teilnehmer auf. Außer einem Ski-Pac wage t wird noch ein Derpflegungswagen mitgefu.,... Sämt­liche Sportgeräte, wie Skier und Rodelschlitten, werden kostenlos transportiert. Besonders gün­stige Gelegenheit ist für die Jugendlichen gegeben, da eine ständige Auflicht während der Fahrt so- wie in Mutters durch die Ski-Schule Rammers- dorfer beigegeben ist. Näheres ist aus der heu­tigen Anzeige ersichtl'ch.

**Da s Erwachen der Seele." Am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag fanden im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, Kullur- fUmoorstellungen besonderer Art statt. Es wurde

em psychologischer Großsilm gezeigt, der erste ferner Art, dessen Gegenstand sich grundsätzlich von dcrn unterschied, was man im allgemeinen in einem Kulturfilm zu sehen gewohnt ist. Es handelte sich um die Entwicklung des Kindes. Der Bildstreifen fordert« vom Zuschauer viel Aufmerksamkeit und ebensoviel Beobachtungsoermögen. Der Film machte es sich dabei gar n cht zur Ausgabe, lehren zu wollen, er wollte vielmehr nur zeigen, wie sich eine Entwicklung oollz.eht, die sonst selten so genau beobachtet wird. Daß besonders Müttern Anregun­gen gegeben wurden, Rücksichten zu nehmen auf eine natürliche Entwicklung, war der tiefere Sinn des Filmes. Biele Bilder waren zusammen getragen, in sorgfältigster wissenschaftlicher Arbeit, gezeigt aus dem natürl.chen Milieu des Kindes tm Elternhaus, zusammen getragen aus Mütterheimen, Frauen- klmiken, Säuglingsheimen, geordnet und vor Augen geführt in einer klar zusammenhängenden Folge, 3 daß das Werden eines Kindes vom hilflosen, sich einer selbst unbewußten Säugling bis zum sclb- tänbig denkenden Menschen, zum bewußt handeln- )en Menschenkind erkenntlich wurde. Man sah das Kind im Alter von wenigen Tagen unbewußt und ohne äußere Veranlassung lächeln, ein Lächeln, das aus Weltenferne und aus Generationen zu kommen chien; erste 21 eufeerungen der Bewegung auf Sin­nesreize, eines Instinktes der Selbsterhaltung (Saug- Instinkt), elfte Andeutungen eines Willens; Spuren, Reflexbewegungen, und erste Andeutungen einer Verbindung zw.schen Sinnesreizen und beginnender geistiger Tätigkeit. So beobachtete man die Ent­wicklung des Kindes in den ersten Wochen, Mo­naten und im elften Jahre feines Lebens, eine Ent­wicklung, die sich mit Riesenschritten vollzieht und in den weiteren Lebensjahren n.cht wieder das gleiche Ausmaß erreicht. In zwei weiteren Akten folgte man dcrn Kind im Bemühen um einen zweckdien- lichen Gebrauch feiner Glieder (Kriechen, Stehen, Gehen), sah es beim Essen, im Verhältnis zur Mut­ter. bei erstem Spiel, um es in allem in eine Le­bensgemeinschaft hineinwachsen zu sehen, in der es ich später bewegen soll. Mit einem entzückenden moralischen Konflikt (auch dem ersten) schließt die Bildfolge ab und bautet eine Etappe, von der ab das Kind zum mittätigen Glied in der Familie wird. Der Film soll, wie man hört, fortgeführt werden und die Entwicklung des Menschen bis zum acht­zehnten Lebensjahr erfassen. Man kann nur Mün­chen, daß auch die folgenden Teile hier zu sehen ein werden. Bedauerlich bleibt nur, daß diesem Werke nicht di« Beachtung zuteil wurde, die ihm auf Grund seiner hohen wissenschaftlichen und allge­mein-menschlichen Bedeutung zukommt.

* Vereinigung ehemaliger 116er- Landwehrleute. Die Bereinigung der ehe­maligen 116er Landwehr beging bei Kamerad K e i l im Cafe Krämer ihr diesjähriges Winter­fest. Entgegen der seitherigen Gepflogenheit hatte man lediglich eine schlichte Zusammenkunft ver­anstaltet. Der Vorsitzende, Kamerad Wilhelm D o p s (Gießen) begrüßte die Teilnehmer und gedachte der Gefallenen des Regiments im Welt­krieg. Er gab einen Rückblick über die Teilnahme des Regiments am großen Vöikerringen, streifte die Marneschlacht, die Kämpfe in der Champagne, die Stellungslämpfe in den Argonnen und feierte die Kameradschaft. Beim Gesang alter Soldaten­lieder und dem Austausch gemeinsamer Erinne­rungen nahm die Feier einen schönen Verlauf.

* Weihnachtsfeier des Sturmes 12/116 der 6 QL Der Saal int Cafe Leib war gestern abend bis auf den letzten Platz besetzt, als die Kapelle Äiebergall mit schneidiger Musik di« Weihnachtsfeier des Sturmes 12 der Standart« 116 der Gießener SA. einleitet«. Einem Prolog (gesprochen von Scharführer Kirchner) folgt« d«r Einmarsch des SA.-Sturmes 12. Eine kurze Begrüßungsansprache des Sturmführers Höbe! hieß di« zahlreichen Teilnehmer will­kommen. Ein« längere Ansprache hielt der Kreis- adjutant H a n ß. Der Redner sprach von der Be­deutung des Weihnachtsfestes, von Weih­nachten als einem Fest der Erinnerung an die Kindheit, und einem Feste der Freude. Das Weih­nachtsfest knüpf« an altg«rmanische Sitte an, er­innere an den Tag der Wintersonnenwende, der für di« Germanen in ihren unwirtlichen Ge­bieten als ein Tag der Freude und der Wieder­kehr des höheren Sonnenstandes galt und ent­sprechend gefeiert wurde. Wintersonnenwende sei der Tag des siegreichen Kampfes des Lichls gegen di« Finsternis gewesen. Der Weihnachtsbaum sei ein Symbol des aufgehenden Lichts. So wie der Tag den Vorfahren ein Tag der Hoffnung ge­wesen sei, so sei er es auch heut« den Gegen­wärtigen, di« hoffen, dah die Macht der Finster­nis bald gebrochen werd«. Das hoffe man im unbedingten Derttauen auf den Führer, dessen man gedenke mit dem Gelöbnis unwandelbarer Treu«. Mit einem dreifachenHeil" auf Adolf Hitler beschloß der Redner sein« beifällig auf­genommene Ansprache. Fräulein Rau sang, be­gleitet von Frau Elfriede Fischer, einige schöne deutsche Lieder und fand dankbare Zuhörer. Der Abend brachte in seinem weiteren Verlauf ein unterhaltsames Programm. Durch Mitglieder des veranstaltenden Sturmes wurden verschiedene Lebende Bilder" (Kriegers Abschied",Am Lagerfeuer/',Verwundet",Heimkehr") gezeigt, die ebenfalls lebhaften Beifall fanden. Ein lu­stiges Theaterstück führte in die Militärzeit vor drm Kriege zurück und gab Gelegenheit zu herz­lichem Lachen. Einige Gesangsvorttäge unter­hielten ebenfalls ausgezeichnet. Zum Schluß des offiziellen Programms marschierte der Sturm 12 zur Bescherung auf, und d^r Rikolaus händigte unter humorvollen Worten, aber auch unter häu­figer Anwendung seines Stockes jedem einzelnen ein Geschenkpaketchen aus. Die Veranstaltung nahm einen wohlgelungenen Verlauf.

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Das kräftige Hochdruckgebiet, das sich von Skan­dinavien südöstlich bis nach den Balkanländern er­streckt, führt uns weiterhin kontinentale Lust zu, unter deren Einwirkung der stark« Frost zunächst anhält. D.e Temperaturen kommen in der nächsten Nacht noch 6 bis 8 Grad unter Null zu liegen. Da sich aber im Westen die Störungstätigkeit weiter ausbildet und mildere Luft dadurch vorgeschoben wird, das täglich über Darmstadt auftteigende Wetterflugzeug registrierte in 1300 Meter Höhe be­reits 7 Grad über Null ist dann, mit aufkommen­der Bewölkung und einem Rückgang des Frostes zu rechnen. Es besteht die Möglichkeit, daß bis Wochenmitte sich auch Niederschläge einstellen, die in Form von Schnee auftreten.

Aussichten für Dienstag: Roch star­ker Frost und vielfach aufklarend, vorübergehend auch leicht bewölkt, troefen.

Lufttemperaturen. Am 11. Dezember: mittags minus 1,7 Grad, abends minus 6,3 Grad. Am 12. Dezember: morgens 7,7 Grad; Maximum minus 1,6 Grad; nächtliches Minimum 8,0 Grad Celsius; Sonnenscheindauer 6% Stunden.

Oberhessen.

Dekan Waldmann-Fockenberg f.

* Rockenberg, 12. Dez. Am Freitag ver­starb hier der katholische Pfarrer, Geistliche Rat und Dekan Georg Waldmann im Aller von 79 Jahren. Der Verstorbene, aus Seligenstadt a. M. gebürtig, wurde als Mainzer Diakon im Dom zu Speyer zum Priester geweiht. Er wirkte später in Niederraden, in den bayerischen Orten Alzenau, Bir­kenfeld und Hsinrichstal und lange Zeit auch in der Diözese Würzburg. Ferner war er als Kaplan in Gonsenheim, Viernheim und Gaubickelheim tätig. Er amtierte noch in Osthofen bei Worms und in Groß-Steinheim. Ser.t dem Jahre 1900 wirkte er als nimmermüder Seelsorger in Rockenberg und hat sich in dieser langen Zeit als Erzieher der Ju­gend, als geistlicher Führer der katholischen Ein­wohnerschaft, wie auch als ©efängnlsfeelforger sehr verdient gemacht. Im Jahre 1923 ernannte ihn der Bischof zum Geistlichen Rat. Im Jahre 1927 konnte er fein goldenes Priefterjubiläum feiern.

Deutsch Britische Gesellschaft in Bad-Nauheim.

WSR. D a d - R a u h e i m, 11. Dez. In Wies­baden wurde vor kurzem, wie damals berichtet, die Deutsch-Brit.sche Gesellschaft (Anglo-German- Club) gegründet, eine freie Vereinigung von Korporationen, Einzelpersonen und amtlichen Stellen, die den Zweck verfolgt, durch Verkehr und Gedankenaustausch das Verhältnis zwischen Deutschland und England enger zu gestalten. In einer Besprechung, die dieser Tage unter dem Vorsitz von Professor G r o e d e l her stattsand, kam man zu der Lieberzeugung, daß die Grün­dung einer Ortsgruppe dieser Gesellschaft auch im Interesse unseres Kurortes liege, und man vollzog die Gründung einer Ortsgruppe. Die Führung der Geschäfte bis zur endgältigen Kon­stituierung der Ortsgruppe übernahm Bürger­meister Dr. Ahl.

Landkreis Gießen.

Wieseck, 12. Dez. Am Samstagabend fand bei Gastwirt Rich. Weller di« Generalversamm­lung des Landwirtschaftlichen Kon­sumvereins«. G. m. b. H. statt. Geschäfts­führer Hildebrandt erstattete den Geschäfts­bericht, aus dem zu entnehmen war, daß auch beim Konsumverein die Wirtschaftskrise nicht spur­los vorübergegangen ist. Die älmsatzzahlen olei- ben hinter denen im gleichen Zeitraum von 1931 zurück. Der allgemeine Preisrückgang von zirka 15 Prozent und die Arbeitslosigkeit der Mitglie- derr wirkten sich hier aus. Die steuerlichen Lasten sind stärker geworden und betragen vom 1. Januar bis 1. Oktober zirka 5030 Mk. Das ausscheidend« Vorstandsmitglied Heinrich Benner wurde wiedergewählt. In den Aufsichtsrat wurden ge­wählt: Wilhelm Erb, Heinrich Hofmann, Wilhelm H o s, Karl Balser auf 3 Jahre und Otto Jung auf 2 Jahre.

Alten-Duseck, 12. Dez. Am gestrigen Sonntagabend hielt unser Frauenchor im Röhlschen Saal seinen Familienabend ab. Zwei Theaterstücke tourten von Mädchen gut ge­spielt und einige Zwiegespräche vorgetragen. Eine ganze Reihe von Liedern kam unter Leitung des Dirigenten, Chormeister R i c o I a i von Großen- Duseck, zu Gehör und legte Zeugnis ab von den schönen Leistungen des Vereins. Was dargeboten wurde, war sehr gut, und der den Sängern und Spielern gespendete Beifall war ein Zeichen für die freundliche Aufnahme, die das gesungene und gesprochene Wort bei den Zuhörern gefunden hat.

:/: Beuern, 11. Dez. Di« Reihe der Vor­tragsabend« des Volksbildungsver­ein s in diesem Winterhalbjahr wurde am Sams­tag mit einem Vortrag des Dolksschriftstellers Heinrich R a u m a n n eröffnet. Der Redner sprach überRatur und Technik im Lichte der Ewig­keit" und stellt« den zahlreich erschienenen Zu­hörern die dem Menschen gezogenen Grenzen in Ratur und Technck deutlich vor Augen.

Preuöen.

Guter Zang der Marburger Polizei.

Marburg, 10. Dez. (WSN.) In der vergange­nen Nacht wurden von der hiesigen Polizei drei Einbrecher fe ft genommen, die einen an der GisseIberger Straße stehenden Personen­wagen erbrochen und daraus einen Damen« Lederkoffer mit Kleiderstoffen, eine schwarze Lack- lcdertasche, sowie einen größeren Posten Zigarren und Zigaretten gestohlen haben. Die sofort in der Wohnung des einen hier wohnhaften Einbrechers vorgenommene Haussuchung führte zur Besch.ag- nähme einer Anzahl Goldmünzen, Silbergeld, alter Münzen, Schmucksachen, eines Photoapparats, eines Automagneten, Jagdgewehren, sechs Pistolen mit Munition und einer Anzahl Sammlergegenftänbe. Man nimmt an, daß es sich hier um ein Diebeslager handelt.

Raubüberfall bei Biedenkopf.

* Biedenkopf, 11. Dez. Wie derHkßter- länder Anzeiger" meldet, wurde gestern vormittag der 22 Jahre alle Vorarbeiter im freiwilligen Ar­beitsdienst, B. Reif, von hier von seinem A r - beitskollegen Karl Ruppert von hier, der ebenfalls als Vorarbeiter beim freiwilligen Arbeits­dienst beschäftigt ist, auf dem gemeinsamen Wege nach der Arbeitsstelle in räuberischer Ab­sicht überfallen. Ruppert versuchte, Reif die Lohnsumme für die Mitglieder der Arbeitsdienstkolonne zu rauben und verletzte bei dem Kampf« den UeberfaUenen durch Messerstiche am Hals und Kops so schwer, daß Reif, der sich blutüberströmt noch bis zu seiner Kolonne schleppen konnte, nach Marburg in die Klinik gebracht werden mußte. Ruppert flüchtet« nach der Tat, kehrte aber später zu seiner Arbeits- kolonn« zurück, wo er ebenfalls mit Stich Ver­letzungen ankam. Ob er sich di« Wunden selbst beigebracht hat, steht nach nicht fest. Er mußte ebenfalls der Klinik in Marburg zugeführt werden.

Raubüberfall in ffranifuri.

Frankfurt a. M., 11. Dez. (WSN.) Heute kurz vor 22 Uhr wurde auf den Kaufmann Julius Bierbaum ein Raubüberfall verübt. Als er sich mit feiner Ehefrau im Vorgarten feiner im Hause Krögerstraße 1 gelegenen Wohnung befand, traten ihm plötzlich zwei maskierte Männer mit vorgehaltenen Pi st ölen entgegen, ent­rissen ihm, eh« er sich zur Wehr setzen konnte, seine Aktentasche, die die Tageseinnahme der von ihm verwalteten Kinos in Höhe von etwa 800 Mark enthielt und flüchteten eiligst. Die von der Polizei sofort eingeleiteten Ermittelungen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt.

Seköns weiße Zähne

erhallen Sie bei täglichem Gebrauch von Chlorodont, der Zahiwaste von höchster Qualität. Sparsam im Ver­brauch. Tube 80Ps. und 80Pf. Verlangen Sie nur Chlorodont und weisen Sie jeden Ersatz dafür zurück.

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dann wärs doch recht interessant für Sie, bei der Gelegenheit die <$äbrik> in der Sli ngans erstrasse 130 zu besuchen, aus der monatlich so an die 165 C/Hillionen O B ERST-Zigaretten in die Welt gehen.Wir glauben, Sie würden dort im Geburtshaus der OBERST den Eindruck gewinnen; OBERST ist nicht von schlechten Eltern.

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die 3/3 Pfg-Zigarette,

bei der nach teurerJlarl^en Jlrt sich Jiilde mit A ROMA paart.

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