•Äöw* I
em9eflenrlteif- ' °Der hi» Ubet Qu r «NÄ? M «Äfe ;ä
d°d »Ich «?”'*»
:■.&* ‘ äL-tzKL; ‘ ue- E dein bn,. r0c tourten” S •
^rauf' doch
'^unehmen.§i»ä
'M Laufe von U esandtschaft unt^ I
Mulden.
?.Meuter meldet deneme hiesig, ’}•. Gä läuft dos
Frei.
* Dieaus » Ä* die
M'ch lgsten Stellen bet '^lkM beseht hoben ^zahlreiche Der. i >hgen Personen vorge.
5irahen von Pari,.
den Slrahcn von Paris ■ in namens Maucuer n zwei verbreche« , teiligt war, die seinerzeit , $s handelt sich dabei um ml und um den Anschlag ; lle-Paris, Maucuer ist | verraten worden.
)phe in Lothringen.
Dorse Jean de Dassel e in einer bet letzten Feuer, dem sieben zum Opfer fielen, kaum das nadle Beben Mte rechtzeitig in Si« toäfjrcnö viel Feder«
■annt ifl. Seiner sind 1 tum Seif schon ein* novirtschaftliche '!Ro> lammen ftew^en. zrfähr 1 Million ist nut zum Teil durch
kam und Klauhmann. ettiam und Klaub- mte lang im australischen n mit dem Ampfer nach ie nicht genügend Mittel -lugzeug zu unternehmen, imartfs an Sor) ffcfjlanö".
•auei«9*- . Metrie, «4HSÄft b°!
«»**W ®1
WsH
'stiSS
1 . Schwül^
uÄ’ftSFS
ÄU6 Der provlnzmlhauptstaSt
SJ.-lpor/
Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
9. August 1932
2. Ziehungstag
88997 91236 91446 92228 94061
75947 76212 76400 89769 97976
85163 90906 95707 97370 99219
2 Prämien zu
er»
im
Hit7^inf^fau^rsdTlaffer^er^<örnei^esonde^beiinReisenund\VandenLEinekräftigeMundspüiung mit dem herrlich erfrischenden Chlorodont- Mundwasser undSAe7ne gründliche Sdnigung mit Chlorodont-Zahnpaste wirken wohltuend, verschaffen das Gefühl der Sauberkeit und
Für Reise und Wanderungen: Chlorodon
exj—nrnnn im ...... — -e
immer schöne weiße und gesunde Zahne
143074 194416 247686 276598 330776 360389
den mit
74289 110594
144931
160928 185962 228218 254262
285910 316457
357966 380777
396345
104839 136852
167993
226610
347917
123937 145887
164406 190462 237404 262220 288997
318132 358063
385647 397038
107817 138141
185062 245701
849399
389358
112127 154021
199771 236757
269700 297290
324863 338130
361235 375782
151731
203321
254092
306268
334331
367258
116362
140062
201069
252388
354815
393417
113799 170088 204924 243334 271022 298222 328709 339482 361545 379960
164892
211733
267630
311942
342632
382103
128428 153111
168039 205396
248890
276140 294052
335572 370216 386715
118014 153861
202462 287031
367792
394839
138439 171693 213322 244839 276642
299357 331515 345738 366039 388790
103309 174371
213593 273030
316410 355925 383884
129283 154609
174248 213262 252243 281150
308622 352181
374404 389224
124142 164109
203425 287077 376998
398278
138714
173908
220762
268346
282258
306022
332140
353211
366216
390550
174493 220411
274076 328907 358090 389266
134451
156896
183715
225629
252664
283337
313733
355564
374608
395493
131612 165812 212876 322920 379321
26369
140421 190102 222161 265293 292456 30c - 54 337024 356776
366672
124614 152096
164411
199357
247612
263753
292801
328974
366344
386110
398132
(Stehen, den 11. August 1932.
Hohe Zeit der Ernte!
104728 152960
196781 231440 269150 296485 321884 337086
357371 369443
Arbeiter-Turn- und Sportbund.
(Sieben I — Heuchelheim l 4:2.
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
Gewinnauszug
5. Klaffe 39. Preudifch-Eiibdeutfche (265. Preuh.) Staats-Lotterie.
Die Amerikanerin Eleanor Holm stellte bei Vorläufen zum 100-Meter-Rückenschwimmen 1:18,3 einen neuen Weltrekord auf.
Deutsche Zugendkrast.
Wilhelm INierbach erzielt im Diskuswurf Reichsbeftleistung.
147947
J’03274 *52415 $84654 332040 360519
371878 374100 378612 379095 383818
92 Ottoinn« 80 1000 M. 13564 15293 29193 36813 36928 40905 68442 68811 70957 72827 75526
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
8 Ottoinne »u 10000 TL 100699 120693 187301 ,95120%etDfnnr m 5000 TL 39769 170897 225137 258102 294101
18 Vttoinne zu 3000 TL 241 28156 130708 142967 166914 232914 364088 376180 377880
44 •ttoinn» ?u 2000 M. 19053 19567 20974 24658 41216 43015 50991 86966 124399 134553 141979 167669 200952 233933 295041 336314 364380
In der heutigen Vormittoasziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
8 e«totnn« 5000 TL 29859 35445 283736
386734
6 etudnne m 3000 TL 64345 146571 299401
54 »ttDinne iu 2000 TI. 152 22522 33558 54463 56491 99278 106184 117045 122254 129704 137271 142301 181488 190658 233313 262212 274051 323931 330287 337326 342824 344219 351065
nannten Mannschaften gegenüber. Die Gäste waren vorerst etwas im Vorteil, liehen jedoch viele Gelegenheiten aus und erzielten lediglich das Führungstor. Fast mit dem Halbzeitpfiff stellte Giehen den Ausgleich her. Aach dem Seitenwechsel wurde Giehen merklich besser, während Heuchelheim jeden Zusammenhang vermissen lieh. Giehen lag dadurch ständig im Angriff und konnte in kurzen Abständen auf 4:1 erhöhen. Dann stellte Heuchelheim um und konnte auch ein Tor aufholen. Das Spiel gestaltete sich in der Folge sehr hart, Erfolge blieben jedoch aus.
Dorheim! — Naunheim! 3:0.
Allgemein hatte man mit einem Siege des Kreismeisters gerechnet. Die Naunheimer enttäuschten jedoch und spielten unter Form. Wohl war Naunheim in der ersten Halbzeit überlegen, jedoch zeigte Dorheim hier auch nur wenig ansprechendes. Nach dem Seitenwechsel versucht der Kreismeister mit durchdachtem Spiel Dorheim niLderzucingen, doch konnte Dorheim durch übergroßen Eifer alle Angriffe zunichte machen. Sn der Mitte der zweiten Halbzeit kam Dorheim überraschend zum Führungstor. Nun kam die Mannschaft zu großer Form auf. Wenige Minuten später erzielte Dorheim das zweite Tor. Naunheim ging noch einmal mächtig aus sich heraus, der Erfolg blieb aber versagt. Kurz vor Schluß kam dann Dorheim zum dritten Tor. Bezirkskinderfest des 3.Bezirks inLeun.
Am Sonntag fand in Leun das diesjährige Dezirks-Kinderturnen statt. Am frühen Vormittag brachte ein Sonderzug Lollar—Vraunfels über 400 Kinder zum Festort, während andere Vereine Lastwagen und Omnibusse als Transportmittel gewählt hatten. Pünktlich begannen die Wettkämpfe, an denen etwa 700 Kinder teilnahmen. Die einzelnen Kämpfe (Mannschaftskämpfe) waren bei guter Organisation bis zur Mittagspause beendet. Nach dem Mittagsmahl sah man einen stattlichen Festzug durch die Orts- strahen zum Festplatz ziehen. Auf dem Festplah angekommen, marschierten die Kinder zu den gemeinsamen Freiübungen auf. die gut ausgeführt wurden und ein schönes Bild boten. Nach einer Ansprache wurden die Stafetten ausgetragen. Den weiteren Nachmittag füllten noch Spiele aller Art aus, so lange, bis die vorgeschrittene Zeit zum Aufbruch mahnte.
Eine Million Kilometer geflogen.
Flugtapitän Hans Wende wird nach der Zurück- leaung seines millionsten Flugkilometers von der Leitung der Deutschen Lufthansa beglückwünscht
Auf dem Trieb standen sich am Sonntag ersten Serienspiel der Kreisklasse die beiden ge-
Erfüllung des Eides müsse sich decken mit der Auffassung der Pflicht. Alles was der Soldat tue, müfse im Zeichen der Pflichterfüllung getan werden. Alles müfse für Deutschland geschehen. Mit einem dreifachen „Hoch" auf das Vaterland, in das die Soldaten kräftig einstimmten, schloß die Ansprache. Sodann spielte die Kapelle das Deutschlandlied. Mit einem Parademarsch in Zügen, der in Anbetracht der begeisternden Disziplin, von der die Truppe in jeder Bewegung beherrscht war, einen außerordentlich eindrucksvollen Verlauf nahm, fand die Feier ihren Abschluß.
Gießener töoc<ieum.tLtrprci)t,.
• Gießen, 11. Aug. Es kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt: Kochbutter 100, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120-130 Matte 25-30 Pf. das Pfund, Käse 5—10, Eier 8 Pf. das Stück, Wirsing 6—8, Weißkraut 6—7, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 8—10, Spinat 15—20, Römischkohl 8, Dohnen grün und gelb 12—15, Unter- Kohlrabi 5—6, Erbsen 18—20, Tomaten 20—25, Zwiebeln 10, Pilze 20—25, Kartoffeln 3,5 Pf. das Pfund, Kartoffeln per Zentner 3 Mk., Frühäpfel 15—25, Dirnen 15—30, Dörrobst 30—35, Stachelbeeren 15—20, Johannisbeeren 12—15, Pflaumen 15—20, Zwetschen 25, Mirabellen 35, Reineclauden 25, Pfirsiche 35—60, Himbeeren 15—20, Honig 40 bis 50, Sunge Hähne 80—90, Suppenhühner 60 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 50—70, Dlumen- kohl 30—60, Salat 8—10, Salatgurken 10—30, Einmachgurken 2—4, Endivien 10—15, Ober-Kohlrabi 8—10, Rettich 10—12 Pf. das Stück, Radieschen 8—10 Pf. das Dund.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 20 Uhr Verfasfungsfeier. — DHV.: 20.30 Uhr. im Heim, Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Mutter der Kompanie".
384272 ----- ------ ------ ------
172 iu 500 Tt. 1166 11377 22411 -----
31667 40051 47137 48165 53430 58474 64247 67329 67645 71959 72228 74896 77287 77547 79519 79726 -- ----- --------------- 101689 103647
Im Gewinnrade verblieben: ,
fe 500000, 100 Schlußprämien zu je 3000, 2 Gewinne zu je 5 ' 000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 12 zu je 60000, 28 zu je 25000, 188 zu je 10^00, 458 zu je 5000, 938 zu je 3000, 2796 zu je 2000, 65c8 zu je 1000, 9?92 zu je 500. 27792 zu je 400 M.
pao/inq
164 <*etDiun« »u 500 91t. 8bu2 33396 36027 38660 45447 51940 64213 54674 59330 69983 68291 70233 ----- ----- ----- ----- ----- 103914
357844 371117 373541 380238
112 ®ttoinn« >n 1000 TL 18238 18490 28500 43946 56868 57558 67661 68890 68931 71159 85023 85037 ----- -------------------- ------ 105916
Tinen guten Start in der neuen Saison hatte am Sonntag 1900s 1. Handballmannschaft. Mit zwei Ersatzleuten spielend, holte sie auf dem tückischen Gar- benteicher Platz einen einwandfreien Sieg heraus. In der ersten Halbzeit konnte sie sich allerdings nur einen 4:3-Vorsprung sichern, nach Seitenwechsel hatte der Gastgeber jedoch kaum noch etwas zu bestellen. 1900s Hintermannschaft arbeitete jederzeit zuverlässig, auch im Innensturm, der fast alle Tore - zielte klappte es meist recht gut.
Der Ungar Pelle errang mit großartigen Leistungen sowohl bei den Freiübungen wie am Reck zwei Goldene Medaillen für sein Land.
Deutsche Hudererniederlagen in Los Angeles.
Die am Mittwoch ausgetragenen Ruderervorläufe im Doppelzweier, Vierer ohne Steuermann und Achter brachten den drei teilnehmenden deutschen Booten keinen Erfolg. Allerdings besteht im Doppelzweier und im Achter nach die Möglichkeit, durch Siege im Hoffnungslauf für die Teilnahme an den Endläufen qualifiziert zu werden. Auch im Kun st springen der Damen kam Deutschland zu keiner Olyrnpiornedaille.
VeulMKanu-Langstreüenmeistkrschastea.
Am 14. August in Passau.
Rach den deutschen Rudermeisterschaften wird die Kachletstufe bei Passau am nächsten Sonntag der Schauplatz für die Langstrecken-Meisterschaften der Kanufahrer sein. Das Gefarntrneldeergebnis hat sich als glänzend erwiesen, in 16 Rennen werden 155 Kanufahrer aus 48 Vereinen starten. Für die Einer- Meisterschaft haben 18 Bewerber ihre Unterschrift gegeben, während für den Zweier nur 14 Boote gemeldet sind.
** Schweres Unglück a u f dem Cietze- nerBahnhof. Heute gegen 13% Uhr ereignete sich bei der Einfahrt des Berlin-Frankfurter Schnellzugs am südlichen Ende des Bahnsteigs ein schwerer Unglücksfall. Die 25 Jahre alte Agnes Schuhmacher aus Siedlingen, Kreis. Brilon, sprang, wie Zeugenaussagen berichten, vor den einfahrenden Zug, geriet unter die Räder der Lokomotive und wurde schwer verletzt. Die Unglückliche erlitt einen schweren Schädelbruch, ein Bein wurde abgefahren, das andere schwer verletzt. Sie wurde sofort in die Chirurgische Klinik eingeliefert.
" Kraftpostfahrt Gieße n—L aafphe I —D i e d e n k o p f—M arbur g—G i e h e n. Die Durgensahrt, die die Reichspost am vergangenen Sonntag veranstaltete, hat viel Anklang gefunden. Nun findet am kommenden Sonntag wiederum eine solche Ausflugsfahrt statt, welche die Teilnehmer in das landschaftlich außerordentlich reizvolle hessische Hinterland führt. Aufenthalte sind vorgesehen in Laasphe, in Diedenkopf und in Marburg. Den Fahrtteilnehmern dürften auch für diese Reise einige genußreiche Stunden sicher sein. Näheres über diese Fahrt ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
*• Eine billige Ferienreise in die Schweizer Alpen. Am 21. August findet eine billige fünftägige Sonderfahrt nach der Schweiz statt. Die Reise führt zunächst über Karlsruhe—Dasel—Dem nach Snterlaken. Don hier aus werden Ausflüge unternommen an den Thunersee und zu den berühmten Deatushöhlen. Außerdem ein ganztägiger Ausflug über Lauter- brunnen (Trümmclbachsälle) nach Kl. Scheidegg, am Fuße der Alpenriesen „Eiger", Mönch" und „Sungfrau", mit Besuch des Eigergletschers und nach Grindelwald. Die Rückreise erfolgt über Brienz (Brienzersee)—Brünigpah nach ßu&ern am Vierwaldstättersee, wo Gelegenheit für eine Dampferrundfahrt geboten wird. Die Teilnehmer können den Aufenthalt in der Schweiz nach Belieben verlängern. Die Reise wird gemeinsam von den beiden amtlichen Reisebüros der „Hapag" und des „Lloyd" ausgeführt. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
Noch vor kurzem schwangen die Halme wie grüne Wogen auf und nieder, und nun stehen wir mitten in der Ernte. Es ist eine Unruhe in den Dörfern wie in einem Bienenstock. Die arbeitsreichste, aber auch die schönste Zeit für: alle Landwirte ist gekommen. Die dörfliche Ruhe ist für Wochen dahin. Es summt und brummt den ganzen Tag. Und noch am späten Abend stehen hier und da einige Bauern beim Nachbar, um von dem Wetter, der HaiHtsache in der Erntezeit und vom Ertraa der Aecker zu sprechen. Fast in jedem Hofe hört man das Dengeln der Sensen, am lautesten beim Schmied, der nut seinen Gesellen und Lehrbuben erst spät Feierabend machen kann.
Wohl schlug der Regen die Halme nieder, und die Maschinen können nur auf günstigen Aeckern in Tätigkeit treten. Aber der Körneransah ist sehr gut, und willig greift der Landmann zur Sense. Kaum ist die kurze Nacht vergangen, so rasseln schon die Wagen hinaus, Mädchen und Frauen, Männer und Kinder, mit Scherzworten auf den Lippen, schreiten zu schwerer Arbeit. Am Morgen ist es köstlich auf dem Feld. Es ist noch kühl. Die Aehren und Gräser tropfen von Tau. Die Heuschrecken Hüpfen in den Wiesen und schwirren mit klirrenden Flügeln über die Blumen. Aus dem goldnen Weizenfeld erschallt der Ruf der Wachtel: Bück den Rück! Bück den Rück! Schon sind die Oberkleider abgelegt, und die Arbeit beginnt. Die Sensen sausen, und das scharfe Eisen schwirrt durch die Halme. Sensen und Sicheln singen ihr Lied, das Totenlied für das Getreide. Frauen folgen und nehmen die hingemähte Frucht ab. Die Wetzsteine klingen, und über dem Bild der Arbeit steht die glühende, sengende Sonne.
Sn brauner Faust die Sense saust durchs goldne Aehrenfeld. Die Sense klingt, die Sense singt: Mein ist die ganze Welt!
(Paul Remer.)
Wahrhaftig: Der Bauer muh in diesen Tagen gar oft den Rücken beugen, muß schwer und ausdauernd arbeiten. Da gilt es, jede Minute des Hellen, sonnigen Tages cmszunühen. Das geht vom frühen Morgen bis spät in die Nacht hinein. Das Essen nehmen die Schnitter mit oder lassen es sich von Kindern ins Feld hinaustragen. Alle im Haus, bis zum ältesten Großvater, müssen an die Arbeit. Auch die Kinder können hinter Vater und Mutter hergehen und die Aehren lesen.
Es ist ein gar liebliches Bild, das sich nun in allen deutschen Gauen dem Auge bietet. Sn den fruchtbaren Ebenen, an Abhängen, auf Der- geshöhen, überall wogen goldne Fruchtfelder, und dazwischen wimmeln fleißige Schnitter und Schnitterinnen, rattern hier und da Maschinen und mähen das Getreide.
Sn der weiten Ebene, wo kein Daum, kein Strauch kühlenden Schatten spenden, da werden die Garben zusammengestellt. Sn ihrem Schutz wird das Mittagsmahl eingenommen. Es ist einfach, aber kräftig. Kalte Milch oder kalter Kaffee löschen den brennenden Durst. Lange dauert die Mittagsrast nicht. Schon geht es wieder frisch gestärkt an die Arbeit. Knechte und Mägde dehnen die braun gebrannten Glieder, aber der erste Sensenschnitt bringt wieder Leben und neue Gelenkigkeit in den müden Körper. Ununterbrochen sausen die Sensen. Der Gaumen wird trocken, die flimmernde Luft schmerzt die Augen. Doch weit ausholend tut die Sense ihre Arbeit. Mit gebeugtem Rücken, mit schwieligen Händen, fest mit der Erde verwurzelt, so stehen die Schnitter. Die Halme fallen, die Garben mehren sich. Und dann kommen die großen Leiterwagen....
Zu keiner Zeit des Sahres empfindet der Landbewohner den Segen der Arbeit mehr als in den Tagen der Ernte. Dankbar und unverdrossen tun die Dauern ihre Pflicht. Sie sorgen für unser deutsches Volk, sie schaffen das tägliche Drot. Trotz der Not der Zeit, trotz aller Sorgen, die auch auf ihnen lasten, stehen sie Tag für Tag in der glühenden Sonnenhitze. Sie danken Gott, daß sie nach wie vor ihrer Arbeit nachgehen können.
Muß unS die Erntearbeit draußen auf den deutschen Feldern nicht wie ein Heller Wegweiser, wie ein leuchtender Mahner sein, der uns sagen will, daß wir ausharren sollen und nicht müde werden? Wie der Canbmann, den Samen Jahr für Sahr der Mutter Erde übergibt und dann vertrauensvoll zur Ernte schreitet, so sollen auch wir trotz aller Not hoffen und aushalten. Auch aus dem tiefsten Tal führt einmal ein Weg zur Höhe! 01.
Oie militärische BersaffmigSfeier.
Heute vormittag 10 Llhr traten die drei Kompanien und die Maschinengewehrkompanie des hiesigen Dataillons zu einer Feier des Der - fassungstages im Hofe der Neuen Kaserne an. Die Mannschaften formierten sich im offenen Viereck. Der Dataillonskommandeur Oberstleutnant K l e p t e hielt eine kurze Ansprache, in dev er auf die Dedeutung der Verfassung für Volk und Vaterland hinwies. Heute jähre sich, so führte er u. a. aus, der Tag, an dem dem deutschen Volke die gegenwärtige Verfassung gegeben worden sei. Ein Volk ohne Verfassung verfalle in den Kampf aller gegen alle. Eine Verfassung nur könne die Ruhe und die Ordnung aufrechterhalten helfen. Für den Soldaten sei die Verfassung von besonderer Dedeutung. Er habe den Eid auf die Verfassung geschworen, der des deutschen Mannes Ehrenwort bedeute. Für ihn gelte die Verfassung als ein Festes, Destim- mendcs. Dessen müsse der Soldat stets eingedenk sein. Der Soldat kämpfe nicht für oder gegLn die Verfassung, sondern für das Reich, für das Vaterland, für das er den Eid abgelegt habe. Die
Während des 8. Iugendkraft-Tages in Griesheim konnten sich die Teilnehmer der Gießener DJK. mit einigen Erfolgen gut behaupten. W. Mierbach konnte den von Hergel (Ludwigshafen) bei den Reichsmeisterschaften aufgestellten Rekord im Diskuswerfen mit 38,66 Meter um 15 Zentimeter unterbieten. Im Kugelstoßen errang er mit 11,15 Meter hinter O. Stein (Hanau) den 2. Sieg. Otto R o - d r i g u e z errang im 100-Meter-Lauf der Klasse A einen ehrenvollen 2. Sieg in 11,5 Sekunden hinter Rack (Hanau) mit 11,4 Sekunden. Den 200-Meter- La: ' bestritt Hans Adam und konnte nur Dritter werden (Zeit: 23,8 Sekunden). In der Klasse B (Junioren) mußten sich Adam und Heller im 100- Meter-Lauf mit dem 3 und 4. Platz begnügen. Hans Heller errang noch mit 5,99 Meter im Weitsprung einen 3. Sieg. W. Mierbach, der sich hier in dieser Klasse im 400-Meter-Lauf bis in den Endlauf durchgerungen hatte trat zum Endlauf selbst nicht an, da er sich für die Staffel schonen wollte. In der Aufstellung Heller. Mierbach, Adam und Rodriguez konnten die Gießener in der 4X100-Meter- Stoffe' nur einen zweiten Platz belegen.
Sandball der Sp.-Vg. 1900.
To. Garbenteich I — 1900 I 4:11.
■


