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11.8.1932 Erstes Blatt
 
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9. August 1932

2. Ziehungstag

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274076 328907 358090 389266

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366672

124614 152096

164411

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247612

263753

292801

328974

366344

386110

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(Stehen, den 11. August 1932.

Hohe Zeit der Ernte!

104728 152960

196781 231440 269150 296485 321884 337086

357371 369443

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

(Sieben I Heuchelheim l 4:2.

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

Gewinnauszug

5. Klaffe 39. Preudifch-Eiibdeutfche (265. Preuh.) Staats-Lotterie.

Die Amerikanerin Eleanor Holm stellte bei Vorläufen zum 100-Meter-Rückenschwimmen 1:18,3 einen neuen Weltrekord auf.

Deutsche Zugendkrast.

Wilhelm INierbach erzielt im Diskuswurf Reichsbeftleistung.

147947

J03274 *52415 $84654 332040 360519

371878 374100 378612 379095 383818

92 Ottoinn« 80 1000 M. 13564 15293 29193 36813 36928 40905 68442 68811 70957 72827 75526

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

8 Ottoinne »u 10000 TL 100699 120693 187301 ,95120%etDfnnr m 5000 TL 39769 170897 225137 258102 294101

18 Vttoinne zu 3000 TL 241 28156 130708 142967 166914 232914 364088 376180 377880

44ttoinn» ?u 2000 M. 19053 19567 20974 24658 41216 43015 50991 86966 124399 134553 141979 167669 200952 233933 295041 336314 364380

In der heutigen Vormittoasziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

8 e«totnn« 5000 TL 29859 35445 283736

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6 etudnne m 3000 TL 64345 146571 299401

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nannten Mannschaften gegenüber. Die Gäste waren vorerst etwas im Vorteil, liehen jedoch viele Gelegenheiten aus und erzielten lediglich das Führungstor. Fast mit dem Halbzeitpfiff stellte Giehen den Ausgleich her. Aach dem Seitenwechsel wurde Giehen merklich besser, während Heuchelheim jeden Zusammenhang ver­missen lieh. Giehen lag dadurch ständig im An­griff und konnte in kurzen Abständen auf 4:1 er­höhen. Dann stellte Heuchelheim um und konnte auch ein Tor aufholen. Das Spiel gestaltete sich in der Folge sehr hart, Erfolge blieben jedoch aus.

Dorheim! Naunheim! 3:0.

Allgemein hatte man mit einem Siege des Kreismeisters gerechnet. Die Naunheimer ent­täuschten jedoch und spielten unter Form. Wohl war Naunheim in der ersten Halbzeit überlegen, jedoch zeigte Dorheim hier auch nur wenig an­sprechendes. Nach dem Seitenwechsel versucht der Kreismeister mit durchdachtem Spiel Dorheim niLderzucingen, doch konnte Dorheim durch über­großen Eifer alle Angriffe zunichte machen. Sn der Mitte der zweiten Halbzeit kam Dorheim überraschend zum Führungstor. Nun kam die Mannschaft zu großer Form auf. Wenige Mi­nuten später erzielte Dorheim das zweite Tor. Naunheim ging noch einmal mächtig aus sich heraus, der Erfolg blieb aber versagt. Kurz vor Schluß kam dann Dorheim zum dritten Tor. Bezirkskinderfest des 3.Bezirks inLeun.

Am Sonntag fand in Leun das diesjährige Dezirks-Kinderturnen statt. Am frühen Vor­mittag brachte ein Sonderzug LollarVraunfels über 400 Kinder zum Festort, während andere Vereine Lastwagen und Omnibusse als Transport­mittel gewählt hatten. Pünktlich begannen die Wettkämpfe, an denen etwa 700 Kinder teil­nahmen. Die einzelnen Kämpfe (Mannschafts­kämpfe) waren bei guter Organisation bis zur Mittagspause beendet. Nach dem Mittagsmahl sah man einen stattlichen Festzug durch die Orts- strahen zum Festplatz ziehen. Auf dem Festplah angekommen, marschierten die Kinder zu den ge­meinsamen Freiübungen auf. die gut ausgeführt wurden und ein schönes Bild boten. Nach einer Ansprache wurden die Stafetten ausgetragen. Den weiteren Nachmittag füllten noch Spiele aller Art aus, so lange, bis die vorgeschrittene Zeit zum Aufbruch mahnte.

Eine Million Kilometer geflogen.

Flugtapitän Hans Wende wird nach der Zurück- leaung seines millionsten Flugkilometers von der Leitung der Deutschen Lufthansa beglückwünscht

Auf dem Trieb standen sich am Sonntag ersten Serienspiel der Kreisklasse die beiden ge-

Erfüllung des Eides müsse sich decken mit der Auffassung der Pflicht. Alles was der Soldat tue, müfse im Zeichen der Pflichterfüllung getan werden. Alles müfse für Deutschland geschehen. Mit einem dreifachenHoch" auf das Vaterland, in das die Soldaten kräftig einstimmten, schloß die Ansprache. Sodann spielte die Kapelle das Deutschlandlied. Mit einem Parademarsch in Zü­gen, der in Anbetracht der begeisternden Disziplin, von der die Truppe in jeder Bewegung beherrscht war, einen außerordentlich eindrucksvollen Ver­lauf nahm, fand die Feier ihren Abschluß.

Gießener töoc<ieum.tLtrprci)t,.

Gießen, 11. Aug. Es kosteten auf dem heu­tigen Wvchenmarkt: Kochbutter 100, Süßrahmbut­ter 130, Landbutter 120-130 Matte 25-30 Pf. das Pfund, Käse 510, Eier 8 Pf. das Stück, Wirsing 68, Weißkraut 67, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 810, Spinat 1520, Rö­mischkohl 8, Dohnen grün und gelb 1215, Unter- Kohlrabi 56, Erbsen 1820, Tomaten 2025, Zwiebeln 10, Pilze 2025, Kartoffeln 3,5 Pf. das Pfund, Kartoffeln per Zentner 3 Mk., Frühäpfel 1525, Dirnen 1530, Dörrobst 3035, Stachel­beeren 1520, Johannisbeeren 1215, Pflaumen 1520, Zwetschen 25, Mirabellen 35, Reineclauden 25, Pfirsiche 3560, Himbeeren 1520, Honig 40 bis 50, Sunge Hähne 8090, Suppenhühner 60 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 5070, Dlumen- kohl 3060, Salat 810, Salatgurken 1030, Ein­machgurken 24, Endivien 1015, Ober-Kohlrabi 810, Rettich 1012 Pf. das Stück, Radieschen 810 Pf. das Dund.

Bornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 20 Uhr Verfasfungsfeier. DHV.: 20.30 Uhr. im Heim, Monatsversammlung. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Die Mutter der Kom­panie".

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172 iu 500 Tt. 1166 11377 22411 -----

31667 40051 47137 48165 53430 58474 64247 67329 67645 71959 72228 74896 77287 77547 79519 79726 -- ----- --------------- 101689 103647

Im Gewinnrade verblieben: ,

fe 500000, 100 Schlußprämien zu je 3000, 2 Ge­winne zu je 5 ' 000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 12 zu je 60000, 28 zu je 25000, 188 zu je 10^00, 458 zu je 5000, 938 zu je 3000, 2796 zu je 2000, 65c8 zu je 1000, 9?92 zu je 500. 27792 zu je 400 M.

pao/inq

164 <*etDiun« »u 500 91t. 8bu2 33396 36027 38660 45447 51940 64213 54674 59330 69983 68291 70233 ----- ----- ----- ----- ----- 103914

357844 371117 373541 380238

112 ®ttoinn« >n 1000 TL 18238 18490 28500 43946 56868 57558 67661 68890 68931 71159 85023 85037 ----- -------------------- ------ 105916

Tinen guten Start in der neuen Saison hatte am Sonntag 1900s 1. Handballmannschaft. Mit zwei Er­satzleuten spielend, holte sie auf dem tückischen Gar- benteicher Platz einen einwandfreien Sieg heraus. In der ersten Halbzeit konnte sie sich allerdings nur einen 4:3-Vorsprung sichern, nach Seitenwechsel hatte der Gastgeber jedoch kaum noch etwas zu bestellen. 1900s Hintermannschaft arbeitete jederzeit zuver­lässig, auch im Innensturm, der fast alle Tore - zielte klappte es meist recht gut.

Der Ungar Pelle errang mit großartigen Lei­stungen sowohl bei den Freiübungen wie am Reck zwei Goldene Medaillen für sein Land.

Deutsche Hudererniederlagen in Los Angeles.

Die am Mittwoch ausgetragenen Ruderervor­läufe im Doppelzweier, Vierer ohne Steuermann und Achter brachten den drei teilnehmenden deutschen Booten keinen Erfolg. Aller­dings besteht im Doppelzweier und im Achter nach die Möglichkeit, durch Siege im Hoffnungslauf für die Teilnahme an den Endläufen qualifiziert zu werden. Auch im Kun st springen der Damen kam Deutschland zu keiner Olyrnpiornedaille.

VeulMKanu-Langstreüenmeistkrschastea.

Am 14. August in Passau.

Rach den deutschen Rudermeisterschaften wird die Kachletstufe bei Passau am nächsten Sonntag der Schauplatz für die Langstrecken-Meisterschaften der Kanufahrer sein. Das Gefarntrneldeergebnis hat sich als glänzend erwiesen, in 16 Rennen werden 155 Kanufahrer aus 48 Vereinen starten. Für die Einer- Meisterschaft haben 18 Bewerber ihre Unterschrift gegeben, während für den Zweier nur 14 Boote ge­meldet sind.

** Schweres Unglück a u f dem Cietze- nerBahnhof. Heute gegen 13% Uhr ereignete sich bei der Einfahrt des Berlin-Frankfurter Schnellzugs am südlichen Ende des Bahnsteigs ein schwerer Un­glücksfall. Die 25 Jahre alte Agnes Schuh­macher aus Siedlingen, Kreis. Brilon, sprang, wie Zeugenaussagen berichten, vor den einfahrenden Zug, geriet unter die Räder der Lokomotive und wurde schwer verletzt. Die Unglückliche erlitt einen schweren Schädelbruch, ein Bein wurde abgefahren, das andere schwer verletzt. Sie wurde sofort in die Chirurgische Klinik eingeliefert.

" Kraftpostfahrt Gieße nL aafphe I D i e d e n k o p fM arbur gG i e h e n. Die Durgensahrt, die die Reichspost am vergangenen Sonntag veranstaltete, hat viel Anklang gefunden. Nun findet am kommenden Sonntag wiederum eine solche Ausflugsfahrt statt, welche die Teil­nehmer in das landschaftlich außerordentlich reiz­volle hessische Hinterland führt. Aufenthalte sind vorgesehen in Laasphe, in Diedenkopf und in Marburg. Den Fahrtteilnehmern dürften auch für diese Reise einige genußreiche Stunden sicher sein. Näheres über diese Fahrt ist aus der heu­tigen Anzeige ersichtlich.

* Eine billige Ferienreise in die Schweizer Alpen. Am 21. August findet eine billige fünftägige Sonderfahrt nach der Schweiz statt. Die Reise führt zunächst über KarlsruheDaselDem nach Snterlaken. Don hier aus werden Ausflüge unternommen an den Thunersee und zu den berühmten Deatushöhlen. Außerdem ein ganztägiger Ausflug über Lauter- brunnen (Trümmclbachsälle) nach Kl. Scheidegg, am Fuße der AlpenriesenEiger", Mönch" und Sungfrau", mit Besuch des Eigergletschers und nach Grindelwald. Die Rückreise erfolgt über Brienz (Brienzersee)Brünigpah nach ßu&ern am Vierwaldstättersee, wo Gelegenheit für eine Dampferrundfahrt geboten wird. Die Teilnehmer können den Aufenthalt in der Schweiz nach Be­lieben verlängern. Die Reise wird gemeinsam von den beiden amtlichen Reisebüros derHapag" und desLloyd" ausgeführt. Näheres ist aus der heu­tigen Anzeige ersichtlich.

Noch vor kurzem schwangen die Halme wie grüne Wogen auf und nieder, und nun stehen wir mitten in der Ernte. Es ist eine Unruhe in den Dörfern wie in einem Bienenstock. Die ar­beitsreichste, aber auch die schönste Zeit für: alle Landwirte ist gekommen. Die dörfliche Ruhe ist für Wochen dahin. Es summt und brummt den ganzen Tag. Und noch am späten Abend stehen hier und da einige Bauern beim Nachbar, um von dem Wetter, der HaiHtsache in der Erntezeit und vom Ertraa der Aecker zu spre­chen. Fast in jedem Hofe hört man das Dengeln der Sensen, am lautesten beim Schmied, der nut seinen Gesellen und Lehrbuben erst spät Feier­abend machen kann.

Wohl schlug der Regen die Halme nieder, und die Maschinen können nur auf günstigen Aeckern in Tätigkeit treten. Aber der Körneransah ist sehr gut, und willig greift der Landmann zur Sense. Kaum ist die kurze Nacht vergangen, so rasseln schon die Wagen hinaus, Mädchen und Frauen, Männer und Kinder, mit Scherzworten auf den Lippen, schreiten zu schwerer Arbeit. Am Morgen ist es köstlich auf dem Feld. Es ist noch kühl. Die Aehren und Gräser tropfen von Tau. Die Heuschrecken Hüpfen in den Wiesen und schwirren mit klirrenden Flügeln über die Blumen. Aus dem goldnen Weizenfeld erschallt der Ruf der Wachtel: Bück den Rück! Bück den Rück! Schon sind die Oberkleider abgelegt, und die Arbeit beginnt. Die Sensen sausen, und das scharfe Eisen schwirrt durch die Halme. Sensen und Sicheln singen ihr Lied, das Totenlied für das Getreide. Frauen folgen und nehmen die hingemähte Frucht ab. Die Wetzsteine klingen, und über dem Bild der Arbeit steht die glühende, sengende Sonne.

Sn brauner Faust die Sense saust durchs goldne Aehrenfeld. Die Sense klingt, die Sense singt: Mein ist die ganze Welt!

(Paul Remer.)

Wahrhaftig: Der Bauer muh in diesen Tagen gar oft den Rücken beugen, muß schwer und ausdauernd arbeiten. Da gilt es, jede Minute des Hellen, sonnigen Tages cmszunühen. Das geht vom frühen Morgen bis spät in die Nacht hinein. Das Essen nehmen die Schnitter mit oder lassen es sich von Kindern ins Feld hinaus­tragen. Alle im Haus, bis zum ältesten Groß­vater, müssen an die Arbeit. Auch die Kinder können hinter Vater und Mutter hergehen und die Aehren lesen.

Es ist ein gar liebliches Bild, das sich nun in allen deutschen Gauen dem Auge bietet. Sn den fruchtbaren Ebenen, an Abhängen, auf Der- geshöhen, überall wogen goldne Fruchtfelder, und dazwischen wimmeln fleißige Schnitter und Schnitterinnen, rattern hier und da Maschinen und mähen das Getreide.

Sn der weiten Ebene, wo kein Daum, kein Strauch kühlenden Schatten spenden, da werden die Garben zusammengestellt. Sn ihrem Schutz wird das Mittagsmahl eingenommen. Es ist einfach, aber kräftig. Kalte Milch oder kalter Kaffee löschen den brennenden Durst. Lange dauert die Mittagsrast nicht. Schon geht es wieder frisch gestärkt an die Arbeit. Knechte und Mägde dehnen die braun gebrannten Glie­der, aber der erste Sensenschnitt bringt wieder Leben und neue Gelenkigkeit in den müden Kör­per. Ununterbrochen sausen die Sensen. Der Gaumen wird trocken, die flimmernde Luft schmerzt die Augen. Doch weit ausholend tut die Sense ihre Arbeit. Mit gebeugtem Rücken, mit schwieligen Händen, fest mit der Erde ver­wurzelt, so stehen die Schnitter. Die Halme fallen, die Garben mehren sich. Und dann kommen die großen Leiterwagen....

Zu keiner Zeit des Sahres empfindet der Landbewohner den Segen der Arbeit mehr als in den Tagen der Ernte. Dankbar und unver­drossen tun die Dauern ihre Pflicht. Sie sorgen für unser deutsches Volk, sie schaffen das täg­liche Drot. Trotz der Not der Zeit, trotz aller Sorgen, die auch auf ihnen lasten, stehen sie Tag für Tag in der glühenden Sonnenhitze. Sie danken Gott, daß sie nach wie vor ihrer Arbeit nachgehen können.

Muß unS die Erntearbeit draußen auf den deutschen Feldern nicht wie ein Heller Weg­weiser, wie ein leuchtender Mahner sein, der uns sagen will, daß wir ausharren sollen und nicht müde werden? Wie der Canbmann, den Samen Jahr für Sahr der Mutter Erde über­gibt und dann vertrauensvoll zur Ernte schreitet, so sollen auch wir trotz aller Not hoffen und aushalten. Auch aus dem tiefsten Tal führt einmal ein Weg zur Höhe! 01.

Oie militärische BersaffmigSfeier.

Heute vormittag 10 Llhr traten die drei Kom­panien und die Maschinengewehrkompanie des hie­sigen Dataillons zu einer Feier des Der - fassungstages im Hofe der Neuen Kaserne an. Die Mannschaften formierten sich im offenen Viereck. Der Dataillonskommandeur Oberstleut­nant K l e p t e hielt eine kurze Ansprache, in dev er auf die Dedeutung der Verfassung für Volk und Vaterland hinwies. Heute jähre sich, so führte er u. a. aus, der Tag, an dem dem deutschen Volke die gegenwärtige Verfassung gegeben worden sei. Ein Volk ohne Verfassung ver­falle in den Kampf aller gegen alle. Eine Verfassung nur könne die Ruhe und die Ord­nung aufrechterhalten helfen. Für den Soldaten sei die Verfassung von besonderer Dedeutung. Er habe den Eid auf die Verfassung geschworen, der des deutschen Mannes Ehrenwort bedeute. Für ihn gelte die Verfassung als ein Festes, Destim- mendcs. Dessen müsse der Soldat stets eingedenk sein. Der Soldat kämpfe nicht für oder gegLn die Verfassung, sondern für das Reich, für das Va­terland, für das er den Eid abgelegt habe. Die

Während des 8. Iugendkraft-Tages in Griesheim konnten sich die Teilnehmer der Gießener DJK. mit einigen Erfolgen gut behaupten. W. Mierbach konnte den von Hergel (Ludwigshafen) bei den Reichsmeisterschaften aufgestellten Rekord im Dis­kuswerfen mit 38,66 Meter um 15 Zentimeter unter­bieten. Im Kugelstoßen errang er mit 11,15 Meter hinter O. Stein (Hanau) den 2. Sieg. Otto R o - d r i g u e z errang im 100-Meter-Lauf der Klasse A einen ehrenvollen 2. Sieg in 11,5 Sekunden hinter Rack (Hanau) mit 11,4 Sekunden. Den 200-Meter- La: ' bestritt Hans Adam und konnte nur Dritter werden (Zeit: 23,8 Sekunden). In der Klasse B (Ju­nioren) mußten sich Adam und Heller im 100- Meter-Lauf mit dem 3 und 4. Platz begnügen. Hans Heller errang noch mit 5,99 Meter im Weit­sprung einen 3. Sieg. W. Mierbach, der sich hier in dieser Klasse im 400-Meter-Lauf bis in den End­lauf durchgerungen hatte trat zum Endlauf selbst nicht an, da er sich für die Staffel schonen wollte. In der Aufstellung Heller. Mierbach, Adam und Ro­driguez konnten die Gießener in der 4X100-Meter- Stoffe' nur einen zweiten Platz belegen.

Sandball der Sp.-Vg. 1900.

To. Garbenteich I 1900 I 4:11.