ö.J.-fporf
Skilauf als Ergänzungssport.
Zeder Ruderer ein LkilLufer.
Man ist in allen Lagern der Leibesübungen zu der Erkenntnis gekommen, daß sich ein Sport, dauernd und allein betrieben, in seiner Wirkung aus den Menschen körperlich und seelisch leer läuft. Es wurde der Begriff des Grgänzungssports geprägt. Schon die klimatischen Bedingungen zwingen ja zu einem gewissen Wechsel in der Prak- tischen Ausübung gerade der Ruderei. Wenn Eis die Seen und Fllisse deckt, wird das Rudern aus freiem Wasser umnöglich. Dann tritt das Kastenrudern als Rotbehelf ein. Gymnastik und Waldlauf werden betrieben. Die Mannschaften bleiben so in Form, und kameradschaftliche Bindungen werden erhalten.
Aber diesen Dingen fehlt immer noch etwas, das wir besonders stark vermissen: die Verbundenheit mit der Vatur, das Abwerfen des Alltagsmenschen, der seelische Ausgleich. Hier kann für den Ruderer ein Sport eintreten, der das gleiche Element, nur in anderer, fester Form zur Grundlage hat, — der Skilauf. Haben wir doch, — in Durchschnittswerten betrachtet — auch bei den Skiläufern grobe Menschen mit sehr gut entwickelten Brustorganen vor uns, einen Typ. der in seiner Entwicklung dem des Ruderers sich an» gleicht.
Im Gegensatz zum Minuten dauernden höchsten Krasteinsatz beim Rudern, verlangt der Skilauf dagegen, daß man mit den Kräften über Stunden haushalt. 3n beiden Fällen sind es also Dauerkraftleistrcngen, nur mit verschiedenen, gerade in diesem Wechsel sich günstig für die Organe auswirkenden Krästebeanspruchungen.
Die Ruderarbeit, mit ihrem rein frontalen Schwingen in einer Ebene, vernachlässigt Körperteile, die beim guten Skilauf ganz wesentlich beansprucht und damit gefördert werden. Reuel im Skilauf und Dr. Weinert als Arzt sind unabhängig voneinander zu der heute viel bemerkten Ver- wringungsmcthode beim Ablauf vieler sportlicher Bewegungsvorgänge gekommen. Diese Drehung um die Körperachse bewirkt ein Geschmeidigwerden der Wirbelsäule, das einen fast notwendigen Ausgleich gegenüber der nur in einer Ebene wirkenden Rudcrarbeit geben kann und dieser auf der andern Seite wieder zugute kommt.
Abfahrtsläufe erhöhen die Geschicklichkeit bei vollem Krasteeinsah. 3m Sprung erreicht man allerdings nur durch älebung von 3ugend auf gute Leistungen. Bei alledem beherrscht Freude den Sport auf den Brettern. Der Skiläufer erlebt Kampf gegen Raturgewalten, Kamps im Rennen, Kampf gegen die eigene Schwäche. Selige Stunden am Gipfel, die Reize stäubender Talfahrt hasten unauslöschlich in der Erinnerung. Daher ist es kein Wunder, daß der winterliche Schneeschuhsport unter den Sommersport treibenden Ruderern in den letzten 3ahren eine gewaltige, sich immer noch steigernde Anhängerschaft gefunden hat.
Kleiner Fußbattsporibeirieb in Gießen.
Das Fußballprogramm der Gießener Mannschaften für den morgigen Sonntag ist reichlich klein ausgefallen. Die Spielvereinigung 1900 hat ihre sämtlichen Mannschaften für diesen Tag dispensiert, da am Vorabend die Weihnachtsfeier stattfindet. Der Verein für Bewegungsspiele hat nur zwei Mannschaften auf dem Plan, deren eine noch auswärts fährt. Die erste Mannschaft empfängt die 1. Elf des VsR. Butzbach, eine Mannschaft, die nicht zu unrecht gefürchtet ist und den Gießenern schon manchen harten Kampf geliefert hat. Morgen treten die Butzbacher nun auf dem Waldsportplah an, stoßen dabei aber auf eine Mannschaft des VfB., die durch Ersmzeinstellung geschwächt sein wird. Wie unter diesen Umständen der Kampf aus- gchen wird, ist nicht vorauszusagen. Die dritte Mannschaft spielt auf dem Platz des VsR. Lich, tritt gegen die dortige 1. Elf an und sollte im« stände fein, den Gastgebern den Sieg streitig zu machen.
Tischtennis der Gp.-Dg. 1900.
1900 II — DIS. Gießen 11:4.
19008 zweite Mannschaft zeigte sich wieder von der besten Seite und gewann die Turniers gegen die Vertretung der Deutschen 3ugendkraft sicher. Die Gäste spielten durchaus nicht schlecht und leisteten ene-:g'scheu Widerstand. Rachstehend die Ergebni-se (D3K. jeweils zuerst genannt):
Einzel: Pflicht -Petsch 18:21, 21:23, 22:20, 14:21; Blanck - Reichel 7:21, 8:21; 11.21; Schick — Gros 11:21, 11:21, 14:21; Rodriguez—Rosenbach 21:15, 15:21, 21:17, 16:21, 15:21; Schmittdiel —
Kurt Schmidt 21:14, 215. 19:21, 21:14; Frey — Götz 11.-21, 17:21, 16:21; Krauskopf — Frau Hauser 1051, 551. 19:21; Schäfer — Gustav Koch 1351, 13:21, 18:21; Pflicht - Frz. Koch 21:8, 21:11, 21:10; Seibert — Enders 21:9, 21:12, 21:12.
Doppel: Pslicht/Blanck— Pe -ch Reichel 20:22, 1751, 21:17, 9:21; SeiberySchmittdiel — Gros Ro'enbach 1151, 21:12, 14:21, 22:20, 12:21; Schick. Rodrigue; — Frau Hauser Gust. Koch 14:21, 8:21, 1451; Krauskopf Frey — Götz Kurt Schmidt 12:21, 1551, 21:15, 16:21; Schäfer Rodriguez — Enders Frz. Koch 1451, 21:17, 21:6, 21:16.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
Tv. Pohlgöns I — To. GroHen-Linden I.
Nach mehrwöchiger Pause tritt die 1. Mannschaft des Tv. Grohen-Linden wieder einmal auf den Plan, und zwar trägt sie ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Elf des To. Pohlgöns auf dem Platze des Gegners aus. Beide Mannschaften lieferten sich stets spannende Spiele, welche die Elf von Pohlgöns immer knapp gewinnen konnte. Auch am Sonntag werden die Großen-Lindener um eine Niederlage nicht herumkommen, zumal sie noch mit Ersatz antreten müssen.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Die 1. Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim erwartet am Sonntag die Reserve des VfR. Butzbach zum fälligen Derbandsfpiel. Die Gaste, die einen achtbaren Gegner barstellen, werden sich den Sieg nicht ohne weiteres nehmen lassen. 3edoch sollte man annehmen, daß es den Ein- heimi'chen, durch den Vorteil des eigenen Platzes gelingen mühte, den Sieger zu stellen, sofern bessere Leistungen wie am vergangenen Sonntag auf dem Waldsportplah gezeigt werden. Vorher spielen die Schüler gegen die Kleinsten von Klein-Linden.
Llrbeiter'Turn- und Svortbunö.
Auf dem Trieb stehen sich am Sonntag Gießen I und Altenstadt I im fälligen Kreis klaffens piel gegenüber. Sollte Gießen aus dem Spiele vom Dorsonn- tage nicht die Lehre ,pehen und mehr Siegeswillen aufbringen, so wird schwerlich gegen die flinken Gäste auf einen Sieg zu hoffen fein. Vorher: Alten- Duseck Jugend — Wieseck Jugend im Entscheidungsspiel um die Gruppenmeisterschaft der 1. Gruppe.
Am Sonntagvormittag kämpfen Gießen II und Wieseck II auf dem Trieb im Freundschaftsspiel. Ausgang des Äpiels ist nicht vorher,zusagen.
In der Kreisklasse der 1. Gruppe spielen Dorheim I — Erbstadt I. Die Platzbesitzer sollten Sieger werden; Nieder-Wöllstadt I und Nieder-Florstadt I stehen sich tn strieder-Wöllstadt gegenüber. In diesem Spiele dürsten die Gäste den Sieger stellen.
In den Bezirksmeisterschaftsfpielen der 1. Klasse, die zwischen den Gruppenmeister Naunheim II und Alsfeld I und Lollar I im Rundensystem ausgetragen werden, treffen sich im ersten Spiele Alsfeld I — Lollar I <tn Alsfeld. Zwei gleichstarke Mannschaften messen die Kräfte. Alsfeld als Platzbesitzer hat die meisten Siegesaussichten.
llm die Meisterschaft der 2. Klasse fielen sich die Gruppen meister Waldgirmes I — Heuchelheim II in Waldgirmes, und Grünberg I — Grü- ningen I im Grünberg gegenüber. In beiden Spielen haben die Platzbesitzer ein Plus.
2m rückständigen Serienspiel ist am Sonntag Londorf I in Marburg zu Gast. Db es für die Gäste auch hier zu einem Siege reicht, ist fraglich. — In Lich stehen sich die dortige 1. und 2. Mannschaft gegenüber. Im Freundschaftsspiel empfängt Daubrin- gen I die 1. Elf von Großen-Linden. Die Platz- besitzer sollten die Besseren fein. Lollar II ist in Wieseck zu Gast und wird gegen die dortige dritte Mannschaft einen schweren Stand haben, ßauns« bad) I empfängt Wißmar I und wird den Gästen den Sieg überlassen müssen. Krofdorf hat Detzberg mit zwei Mannschaften zu Gast und wird in beiden Spielen alles hergeben müssen.
Kurze Sportnotizen.
Tödlich gestürzt ist der italienische Rennfahrer RuMferi mit feinem Maserati-Rennwagen beim Training auf der Rennbahn von Sinas« Montlhery.
ZwilchenHolland und Westdeutsch- l a n d lind die Verhandlungen wegen eines Rugby-Repräsentativspiels abgeschlossen worden und der Kampf wird am 18. Dezember in Eindhoven stattfinden.
Kanadas Eishockeyspieler, die Edmonton Superiors, kamen in England nach ihren verschiedenen Siegen jetzt zu einem besonders eindrucksvollen Erfolge. Die Kanadier schlugen in Birmingham eine englische Mannschaft mit nicht weniger als 9:0.
Vücheriisch.
— Dr. Mar Deri: Die Stilarten der bildenden Kunst im Wandel von zwei Jahrtausenden. 243 Seiten. Mit 48 Mb Übungen, Ganzleinen 4,80 Mk., drosch. 3,80 Mk. Deutsches Derlaashaus Bong & Co., Berlin W. 57. — (37^) — In diesem lebensvollen Buche, das die Höhepunkts der Stilentwicklung europäischer Kunst vom klassischen Altertum bis zur Schwelle unserer Zeit in Wort und Bild darstellt, lehrt Deri den Leser die verschiedenen Stilarten nickst nur erkennen und unterscheiden, sondern auch, ihrem tiefsten Gehalt nach, empfinden. Mit seiner Einfühlung und in leichtverständlicher Weise wird das Wesen von An- tike, Altchristentum, Romantik, Gotik, Renaissance, Barock, Rokoko, Klassizismus usw. an besonders geeigneten Meisterwerken dargestellt. Ebenso wird die Entstehung der Stüe aus den Derhältnissen jener Zeiten ausgewiesen. Deri erblickt seine eigentliche Ausgabe darin, die nachschaffenden Kräfte in dem Leser zu erwecken. Dabei fordert Deri von dem Leser keine kunstgeschichtlichen Vorkenntnisse, wie auch der letzte Zweck seines Buches nicht nur in der Erweiterung des Wissens beruht. Darüber hin
aus bietet es dem Leser die freistee Bereicherung seines Innenlebens um das künstlerische Erleben vergangener Zeiten.
— Bruno Wellenkamp: Sehnsucht mit Erfolg (Verlag Ullstein, Berlin, Preis 5 Mk.) — (405.) — Der erste Roman eines jungen niederdeutschen Autors, der als Dramatiker auf der Bühne und im Rundfunk bereits hervorgetreten ist. schildert drei junge Menschen, die der 3ufaU aus verschiedenen Geiellschaftsschicksten zusammengesührt hat und die gemeinsam versuchen, sich in dieser Zeit der Arbeitslosigkeit durchzuschlagen, — dieser optimistische, in der niederdeutschen Landschaft verankerte Roman hält glücklich die Waage zwischen einer sozialen Gegenwartsschilderung und einer humorvollen, sehr eigenwilligen Menschendarstellung. Die Wege, die diese draufgängerische freche Theres und ihre beiden Kumpane beschreiten, sind keineswegs üblich. Ihre Lebensenergie, ihr Witz und ihre große Sehnsucht, herauszukommen aus der allgemeinen Misere, der besonders hintergründige Humor der Niederdeutschen, die ihre Umgebung bilden, — attes zusammen formt einen kleinen, aber bebeut- iamen Ausschnitt aus dem Leben der heutigen Jugend.
Wirtschast.
Wochenbericht oom frankfurter (Schlachtviehmarkt. Die rückläufige Preisbewegung an den Schlacht- hiebmärften hielt an. Auch am Frankfurter Schlachtviehmarkt ergaben sich in der abgelaufenen Woche meist neue Verluste, und nur ganz vereinzelt waren etwas bessere Preise zu erzielen. Der Auftrieb war bei allen Viehgattungen, mit Ausnahme von Schafen, wieder höher, so daß das Geschäft meist unbefriedigend war. Der andauernde Rückgang der Preise hat dazu geführt, baß zur Zeit der Durchschnittspreis der Rinder noch nicht einmal 50 Prozent des Durchschnitts- stückpreises vom 3ahre 1913 beträgt Es muß bei Kälbern sogar nur auf ein Drittel des Durchschnittsstückpreises von 1913 geschätzt werden. Als erschwerendes Moment für den hiesigen Absatz kam die seit dem 1. Dezember in Hessen eingeführte Schlacht steuer hinzu.
Am Rindermarkt betrug der Austrieb 1507 (gegen 1463) Stück. Rach schleppendem Handel verblieb bei von 1 bis 2 Mark nachgebenden Preisen Heber ft anb. Ochsen Al 27 bis 30, A2 23 bis 26. Bl 20 bis 22; Bullen A 24 bis 27, B 2-3 bis 23; Kühe A 23 bis 25, B 20 bi« 22, C 17 bis 19, D 12 bis 16; Färsen A 28 big 30, B 24 bis 27, C 20 bis 23 Mark.
Der Kälbermarkt lag bei einem Zutrieb von 1516 (1457) Stück zunächst weiter matt, später war die Rachsrage besser, so daß der Markt geräumt und leichte Preiserholungen erzielt wurden. Kälber B 33 bis 35, C 29 big 32, D 24 bis 28.
Die verringerte Schaszufuhr 393 (gegen510)
Stück bewirkte ein Anziehen der Preise um 2 Mk. Das Geschäft war zunächst schleppend, später mittelmäßig. Schafe A 22 big 25, B 18 bis 21. C 15 bis 17.
21m Schweinemarkt sind die Verhältnisse die denkbar ungünstigsten. 3nfolge erhöhter Beschickung (5663 gegen 4951) muhten die Preise weiter nachgeben, wobei der Handel die ganze Woche hindurch schleppend war. Schweine B 36 bis 40, C 35 big 40, D 35 bis 39, E 32 bis 35.
Frankfurter Abendbörse sehr still.
Frankfurt a. M., 9. Dez. Die heutige Abend- vörse bot ein Dlld fast vollkommener Geschäft s st i ll e. Von der Kundschaft waren keine Orders eingetroffen, und auch die Kulisse übte, insbesondere im Hinblick auf das bevorstehende Reichstagsvertagungserbebnis, Zurückhaltung. Im Vergleich mit den Berliner Schlußkursen lagen die Abendbörsennotierungen bei freundlicher Grund- stimmung etwa behauptet. Etwas Interesse zeigte sich für Mansfelder Bergbau, die 1,25 v. H. an- Zogen. Jrn Verlaufe traten keine Veränderungen ein.
Der Rentenmarkt lag auch zwar sehr ruhig, immerhin fanden einige Abschlüsse in Reichsaltbesitzanleihe und späten Reichsschuldbuch- forderungen bei. gut behaupteten Kursen statt. Et. was Nachfrage zeigte sich auch für die Neubesitz, und Schutzgebietsanleihe. Neubesitzanleihe 6,55, Schutzgebietsanleihe 5,60, Mbssitzanleihe 58,40, Reichsoank 130, Buderus 45, Mannesmann 60,75, Mansfelder Bergbau 24,50, Rhoinstahl 74,25, ^Be- kula 110,13, IG. Farben 97,50, Gesfürel 71,75, Schlickert 75, Reichsbahn-AG. 91,40.
Die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau. Jlur geringfügiges Anwachsen der Arbeitslosenzahl.
WSR. Frankfurt a. M, 9. Dez. Die Gesamtzahl der verfügbaren Arbeitsuchenden ist im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen in der zweiten Rovemberhälfte im Gegensatz zur ersten
nur leicht, um 1450 auf 319 320 gestiegen, und zwar haben nur die männlichen Arbeitsuchenden zugenommen (um 2258), während die Zahl der arbeitsuchenden Frauen um 808 auf 48 232 zurückgegangen ist.
Der Arbeitsmarkt bietet aber auch bezirklich und in den Berussgruppen kein einheitliches Bild. 5 Aemter melden eine Abnahme zwischen 0,2 und 3,0 v. H., das Arbeitsamt Frankfurt hat einen unveränderten Bestand. Bei den andern zwölf Aemtern bewegt sich die absolute und verhältnismäßige Zunahme zwischen 0,1 bis 3,5 v. H. Die Bewegung innerhalb der Berussgruppen läßt sich nur mit dem Stande vom Ende des Monats Oktober vergleichen, da Mitte Rovember eine Zählung nach Berufsgruppen nicht erfolgt ist. Bon Anfang bis Ende des vergangenen Monats ist die Arbeitsuchenderrzahl um 6361 gestiegen. Don dieser Zunahme entfallen auf die Saisonaußenberufe (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gärtnerei, Industrie der Steine und Erden, Baugewerbe, Lohnarbeit wechselirder Art) rund 4570 ober 70 v. H. Ferner hat die Arbeitsuchendenzahl u. a. noch zu- genommen in der Metallindustrie (-{- 658), im
Hvlzgewerbe (4- 440), im Bekleidungsgewerbe (+ 383), im Gastwirtsgewerbe (+ 417), in der Berufsgruppe Häusliche Dienste (+ 466) und in der Gruppe Maschinisten und Heizer (4- 114). Bemerkenswerte Abgänge verzeichnen nur die De- rufsgruppen Chemische Industrie (— 187 = 6,7 v. H.), Papierindustrie (— 148 = 6,5 v. H.) und Vervielfältigungsgewerbe (— 154 = 4 ö. H.), sowie die Angeftelltenberufe mit rund 300 Arbeitsuchenden.
Das Tempo, in dem die Arbeitslosigkeit bisher zugenommen hat, ist erfreulicherweise erheblich langsamer als im Vorjahre.
3m Rovember 1931 stieg die Arbeitsuchendenziffer um r und 17 400 (vom 1. bis 15. um rund 10 900, vorn 16. big 30. um rund 6500) auf 301 921. Von den 319 320 Arbeitsuchenden bezogen 32 726 — 10,2 v. H. Arbeitglosenunterstützung (am 15. Rovember 30 724), in der Krisenfürsorge befanden sich 55 622 — 17,4 v. H. (am 15. Rovember 57183) und 130 067 = 40,7 v. H. (am 31. Ot- tober 127 514) waren nach der vorläufigen Feststellung von den Arbeitsämtern anerkannte Wohl- fahrlserwerbslose. Die Zahl der im freiwilligen Arbeitsdienst beschäftigten Personen, die gleichfalls als Arbeitsuchende gezählt wurden, wird von den Arbeitsämtern für Ende Rovember auf rund 32 000 geschätzt (endgültige Zahl vom 31. Oktober rund 27 400).
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlossenen Divid nde an. — Retchsbankdtskont 4 o. H Lombardzinsfuß 5 v. H.
Framiuri a. 2)1.
Berlin
Schluß« kur«
Schluß!. Abend« b6rf
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Echlußk. Mittag» bö ft
JJIU n
8.12. >
9-12.
8.12.
9.12-
6% Teunche Sieizheanietbc v. i#2i
—
76,65
76,25
76,9
6% rijem.7% Di. Reichdonl. v. 1929
90,5
90,5
90,5
90,25
6Vi% Young-Anlelhe non 1930 ..
—
75
/75,1
74,75
Deutsche Ant.-Ablös.-Schuld rni
Nuslos.-Rechten ............
57,5
58,4
57,4
58
Desgl. ohne Äuslos.-Rechte.....
6,4
6,55
6,4
6,4
6% ehern. 8% Heii. IBolteftaal IVA
'rück,ahlb. 102%).......
68,5
68,5
68.5
68,5
Lberhellev Provinz - Anleihe
SluSlos.-Rechlen ............
57
57
Deutsche komm. Sammelnd l.An
leihe Seriel mit Aurios.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl
53,5
53,65
53,5
53,9
tzoldpse. 15 unkundbar bb 1935
80
80,25
—
—
6% ehem. 7% Rranll. Hnv.-Banl
Wolbcfe. 16 unkündbar bis 1936
79,75
80
—
_
5,/1% ebern. 4>/t% svranks. Hyp.
Bank>Llau..Psandbriese .....
84
84,25
—
5’/,% ehem. 4>/,% Rhelnilche
Hnv.-Bank-Liau.-Goldpse. ... 6% ehem. 8% Pr. Landorpsand
-84
84,4
—
_
brlesonktalt, Psandbriese R. 19
78,5
77,75
78
78
6% ehem. 7% Pr. Lande4psand
briefaxflaJt, Psandbriese R. io
78,5
78,5
—
—
<% L österreichische «oldrente...
8,75
8,5
8,4
8,4
4,20% Lriterreichijche Silberrenle
1
1,05
1.05
4 ’n Unnarildje Goldrenie.......
5,8
5,85
5,85
5,9
4% Ungarische Stoatoreute v. 1910
5.75
5,6
5,6
4'/z% vesgl. von 1913..........
-
5,65
5,9
6% obgcfl. Äoldmerikaner von 99
6,65
6,65
6,5
4% Türkische Zoll anleihe von 1911
3,65
3,7
3,7
4% Tückische Bagdadbahn-Anleihe
Serie l.....................
4
4
4,15
4,15
«% desgl. Serie II .............
4
4
4.15
4,1
6% Ruman. veretnh. Rente v. 1903
5,65
4>/r%Ruman.veceinh.Renkev.l»13
9,5
9,5
9,5
4% Rumänische veretnh. Rente ..
1,65
4,65
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3%% Anatolier ..............
22
22,25
21,9
22,13
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'Datum
8-12.
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8-12.
9.12.
pamburg-Ämercka-Pakel .....
1
18.5
18.4
18,75
18,65
Ham bürg. Tüdam. Dampfschiff.
0
—
-
—
Hansa Tampfschiss...........
c
-
25,5
Norddeutscher Lloyd .........
A.G. für Verkehrswesen MU. ..
0
19,65
19.5
19,75
19,5
0
45
45
45
46,25
Berliner Handelsgesellschaft....
4
89
89
89,5
89.5
Commerz- und Privat-Baak...
0
53,5
53,5
53,5
53,5
Deutsche Bank und DtSconto»
Gesellschaft................
0
75
75
75
75
Dresdner Bank..............
0
61,75
61.75
61,75
61,75
SteichSbank .................
1
129
130
129,13
129,9
«e.G......................
0
33,25
33,75
33,13
33,9
Elektr. LieferungSgesellschast ...
5
74
73,75
74
73.75
Lickt und Kraft .............
6
99,4
93
99.5
93.5
sielten & Guilleaume ........
O
54,5
54.5
55
54.75
Gesellschaft für Elektrische ttititt.
72,13
nehmungen...............
4
—-
71,75
71,9
Rheinische Elektrizität ........
5
79,5
81
79,5
81
Schubert & Eo..............
O
76,75
75
75,5
74,65
Giemen« & QaUrte..........
v
122
121
121,5
122
Lahme her KL».............
10
113,25
112
114
113
Andern! ...................
0
44,75
45
44,65
45,25
Deutsche Erdöl .............
4
81
81
80,75
81,25
Gelsenkirchener..............
0
46,65
46,5
46,25
46,65
Harpener...................
0
83,25
83,5
82.75
83,75
Hoefch Eilen—Köln-Neuesten..
0
—
47
47,75
tzlse Bergbau ...............
7
—
—
127,25
127
Mse Bergbau Genüsse........
7
101
101
100
107.25
Klocknerwerke ...............
O
45
44,75
45
44,4
Mannesmann-Röhren........
0
59.5
60,75
59,4
60,5
Mo ns selber Bergbau.........
0
21.5
24,5
22
23,25
Lberschlef. 8ok«werkc.........
0
42
41,75
Pbönir Bergbau............
0
33
33.4
33,4
33,13
Rheinische Braunkohlen ......
Rhelusra».................
0
178,5
178
179
178
c
72,25
74,25
71,9
74
Frankfurt a.M.
Aerlin
Schlußkurs
Schluß^ Äbtnb» börs-
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Oatum
8.12-
9.12.
8.12.
9.12.
Aerenngte Siaülwerke.....
... 0
30,25
30,5
30.25
30,25
Ltavi Minen ............
... 0
16
16
16
16
Kaliwerke Aschersleben.....
... 6
109
107,5
109
107,25
Kaliwerke Westeregeln.....
Kaliwerke Salzdetfurth ....
... 6
114
112,5
113,5
113,5
... k
171
172
171,5
171
3 G- FarLen-Industrie ....
... 7
• 96
93
96
97,9
schetdeanstall............
. . .10
145.5
146,25
Goldschmidt .............
... 0
27,75
28,5
28,5
—
RütgerSwerke ............
Metällgesellschaft..........
... 0
41,5
42,13
41,5
42,4
... c
33,75
34,5
33,9
—
Philipp Holrmann........
Zementwerk Heidelberg ...
... 0
57
57
57
57
... 4
36,5
46
Lementwerk Karlstadt......
... 0
—
—
Eayß & Freytag.........
... 0
4,5
—
—
—
Schultheis Patzenhoker.....
... 0
99,4
98,65
Aku (Allgemeine Kunstseide)
... 0
54,25
54,5
54,25
55
vemberg................
... 0
62,5
62,75
62,25
62,5
Zellstosi Waldhof .........
... 0
45,25
45
45
44,25
Zellstoss Aschassenburg ....
... 0
28,13
28
?8,25
28
Dessauer Gas............
... 7
97
98
Daimler Motoren.........
... 0
19
18.75
19,5
19
Deutsche Linoleum ......
. .. 0
45,4
45,9
45,13
45
Lrenstetn L Koppel .......
... 0
36,5
37
Leonhard Tietz...........
... 6
42,5
41,5
43
41,5
Lhode...................
...12
147
149
147
149
Gritzner.................
... 0
29,51
30,65
30,25
Mainkrastwerke Höchst a.M-
... 4
54
55
Süddeutscher Zucker .....
... 8
142
143
-
146
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a M
Banknoten
8.Dezember
9-Dezember
Amillche Noiieruna
Amtliche
Näherung
<*f1*
»rie
Seid
Brie
Helsingfor».
5,984
5,996
5,964
5.976
Wien......
51.95
52,05
51,95
52,05
Prag......
12.465
12.485
12,465
12,485
Budapest ...
Sofia.....
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland ....
169.23
169,57
169,23
169,57
Oslo.......
70,18
70,32
70.97
69,93
70,43
70,07 70,57
Kopenhagen.
70,83
Stockholm...
74,53
74,67
74,03
74,17
Lonoon .....
13,67
13,71
13,56
13.60
Buenos Aires
0,858
0,862
0.858
0,862
Neu York ....
4.209
4,217
4,209
4.217
Brussel ....
58.29
58,41
58,29
58.41
Italien-----
21.48
21,52
21,52
21,56
Paris.....
16.43
16.47
16,43
16.47
Schweiz...
80 92
81,08
80,92
81,08
Spanien....
34,37
34,43
34,37
34,43
Danzig ....
81,69
81,75
81,67
81,83
Japan .....
0,859
0,861
0.869
0,871
Rio de Jan.
0,279
0.281
0,274
0,276
Jugoslawien Lifsabon ...
5,634
12,76
5,646
12,78
5,634
12,76
5,646
12,78
Äerlin, 9-Oezember
Seid
Ärsri
Amerikanische Noten..............
4,20
4,22
Belgische Noten..................
58,13
58,37
Dänische Roten .................
70,06
70,34
Englische Noten .................
13,52
13,58
französische Roten...............
16,39
16 45
Holländische Noten...............
168,86
169,54
Italienische Noten................
21,46
21,54
Norwegische Noten ..............
69,76
70,04
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
2,47
2,4$
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
8% 74
8L06
Spanische Noten.................
34,23
34,37
Ungarische Noten..... .......


