ixtMGs
)-6),öA
!>is40, Hoi
wir
Lchnho
- Tage
>J/6i8 lc
Mihit,
fr, öukassa
Aus der Provinzialhauptstadt
zeln in -er Seele.
Goethe.
ZichMhük itm 80 bi tuf: Zauber i 14, inlän ihelffl 10 b Ib810, wt Wei b'S 10
Dcihkrai
Zweierlei Blick.
Von Reinhold Braun.
Tausend Menschen ist die Welt ein Rari° rätenkasten, die Bilder gaukeln und schwinden vorüber: die Eindrücke bleiben flach und ein«
Ministerium als Erschütterung des Gefühls der Schüler für staatliche Au- t o r i t a t und als schwere Verletzung der dienst, lichen und erzieherischen Pflichten.
Oie politische Aufgabe der Krau
Gegen Zwietracht und Haß--für ein einigendes Nationaigefühl!
Don Agnes von ZahnHarnatt, Vorsitzende des Bundes Deutscher Frauenvereine.
v Mieben chllung zu
**Nf und. , am Diengi f^Mbonn
ung. - S°f",'
- Iiqe8 tiMlintt 1) ufsischm Sit Heffr-'IR! Irffitf -.'N l b. v„ 2J.3
Paris, 9. Dez. (I1L) Der Jinanjaus- slbuh der Kammer hat sich im Anschluß an eine Erklärung des Ministerpräsidenten mit 25 Stimmen bei 9 Stimmenthaltungen gegen die am 15. Dezember fällige Schuldenzahlung ausgesprochen und den weg eines Schiedsgerichts abgelehnt. Der Auswärtige Ausschuß hat hingegen mit 21 gegen 3 Stimmen sür die Zahlung gestimmt, die aber an Bedingungen geknüpft find, die von der Regierung der vereinigten Staaten im voraus anzunehmen wären, aber nach Auffassung französischer politischer Kreise kaum Aussicht auf Erfüllung haben. Je fünf Mitglieder beider Ausschüsse wurden betraut, einen gemeinsamen Entschließungs-Entwurf auszuarbeiten.
Vor den Ausschüssen des Senats hat herrlot u. a. mitgeteilt, daß sowohl die französische als auch die englische Regierung eine dritte Rote an die vereinigten Staaten gerichtet hätten, in der sie ihre Zahlungsbereitschaft erklärt hätten, vorausgeseht, daß die am 15. Dezember getätigte Zahlung nicht als fällige Rate, sondern als An- Zahlung auf eine auf einer Schuldenkonferenz ju vereinbarende endgültige Regelung der Schuldenfrage anerkannt würde. Die Antwort auf die dritte Rote werde am Montag erwartet. Der Ministerpräsident hat ferner die Mitglieder der Senatsausschüsse auf die n a ch 1 e 1 l l g e n F o l g e n der Zahlungsablehnung aufmerksam gemacht.
Amerika lehnt die Stundung erneut ab.
^•r 1 (TU-) Die nur zwei Schreib'
mchchinenseiten lange Antwort der a m e r i • laniidjen Regierung auf die französische Schuldennote ist am Freitag abend veröffentlicht worden. Die amerikanische Regierung erkennt darin die Tatsache an, daß die Schuldenlast infolge Der A'.sMastskrise erheblich zugenommen hat'. Der Präsident erklärt sich auch bereit, zusammen mit der
01 «)i ber.j» ng pä
trtilrrW- ä [onfctrn Lf bringen «rltw b uw la
i funj« ' rd, benn es tiui ü »Tieben, ta-r. Dchn" Sonbbultc 5*30, W y 8, Mau rf.- M" 8
8, ®rün’ [<f SO bis H
I ®°rner, s &’« ;ä.I jur Aul 1? »« LLs
Wird Frankreich zahlen?
Oie Nammerausschüffe sind geteilter Meinung. - Zahlung unter Vorbehalt?
(Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Es sind in Deutschland heute vielerlei nationale Kräfte am Werke. Was wir sedoch brauchen, ist viel zu wenig sichtbar: ein einigendes deutsch esNationalgesühl! Wir deutschen grauen, die wir bei der beginnenden Rüstung zum Wiederaufbau mit allen Kräften mithelfen wollen, empfinden das Unglück der mangelnden nationalen Einigkeit besonders schmerzlich. Und wir fühlen grade jetzt die Verpflichtung, die Forderung der nationa» len Einigung als Voraussetzung jedes Wiederaufbaus zu erheben. Die deutsche Frau fühlt eine doppe.te Verantwortung: der Familie und dem Staatsganzen gegenüber! Aus dieser doppelten Verantwortung entsteht das heiße Bemühen, am Wiederaufbau der Familie und der Nation mitzuwirken.
„QEatin" stellt fest, daß die parlamentarische Lage immer noch nicht einwandfrei geklärt sei. Das Blatt zweifelt nicht daran, daß die Zahlung überhaupt nur unter Vorbehalten erfolgen wird. Aber Herriot habe seine Karten noch nicht aufgedeckt. Auf jeden Fall werde in der Kammer die Vertrauensfrage gestellt werden. Dann seien die einzelnen Fraktionen gezwungen, zum Schuldenpro« blem Stellung zu nehmen und von diesen Entscheidungen werde der Ausgang einesParlamer.ts- kampfes abhängen, der — nach Ansicht des Vlattes — überaus hitzig und langanhaltend zu werden scheine.
Wir wollen aber auch bei der praktischen Aufbauarbeit mithslfen! In dem Kampf um die Seel« unseres Volkes steht das Arbeitslosenproblem an erster Stelle. Wir Frauen müssen uns an der A r- b e i t s b e s ch a f f u n g in größtem Umfange beteiligen. Es ist erfreulich, zu sehen, wie diese lieber« Zeugung bei Den Frauen wächst. Im Laufe der letz- ten Jahre haben sehr viele Frauenoereine und -gruppen in allen Teilen Deutschlands hier eint starke Initiative entfaltet. Und grade um dieser Emstellung willen ist es auch nötig, daß die Kräfte der Frau i n den Freiwilligen Arbeits- d r e n st sinngemäß eingeschaltet werden. Es genügt nicht, daß bei Verordnungen und Plänen am Schluß ein Satz angehängt wird, daß für Die grauen „entsprechend zu verfahren" sei. Aktiver will die Frau m.tarbeiten, im Arbeitsdienst, in der Siedlung, auf allen Gebieten Der Erwerbslosenhilfe!
empfindenden Frauen in -Der ersten Reihe sehen müssen! Dieser Kampf, der schon in vollem Gang« ist. ist auf das Verhängnisvollste in den Ungeist, — in rohe Gewalt und bruta-e Machtentfaltung abgeglitten. Die erste Aufgabe der Frauen muß e; daher sein, hier ausgleichend und versöhnend zu wirken: Wenn wirnichtdieBrückenschläge n fischen unseren Volksgenossen, — wer soll es tun? Wir müssen nur klar und tapfer in die Klein- arbeit hineinsteigen, wir Dürfen uns nicht scheuen, unsere Meinung zu sagen. Es genügt nicht, daß wir guten Willens sind: unsere Umgebung soll auch wissen, wo und wie wir stehen, und daß man sich auf jedem Standpunkt Die Achtung vor Dem Gegner bewahren kann!
französischen Regierung Die Maßnahmen zu prüfen, die die Stabilisierung des Geldes, die Gesun» düng Der Wirtschaft unD Die Aufwärtsbewegung Der Preise fördern könnten. Eine solche Prüfung schließe jedoch nicht Die Streichung der Schulden ein. Außerdem müßten auch andere Formen der Gegenleistung geprüft werden, die der amerikanischen Landwirtschaft und Industrie weitere Absatzgebiete erschließen könnten. Die Schuldenfrage fei ferner eng mit der Abrüstung und den finanziellen Belastungen durch das Wettrüsten verbunden. Nach Ansicht der amerikanischen Regierungskreise werde Die Zahlung Der rbezemberrate weder Frankreichs wirtschaftliche Erholung, noch die französische Währung irgendwie ungünstig beein- fiussen. Frankreich habe sehr reichliche G o l d- Dorräte, unb es sei für die Frage des Transfers gleichgültig, ob sie in öffentlichem oder priva- tem (Eigentum beständen. Der Transfer mache jedenfalls keine Schwierigkeiten. Die Note schließt mit der ernsten Mahnung, die Zahlung am 15. Dezember fei wichtig, wenn man einer späteren Diskussion des Schuldenprobiems den Weg ebnen wolle.
Sowohl der Inhalt als auch der Ton, -in dem Die Note gehalten ist, spiegelt Die scharfe Derstim - m u n g roiDer, Die Die Haltung Frankreichs in Der Schulden- und Abrüstungsfrage sowohl im Kongreß als auch in Der amerikanischen Presse hervorgerusen hat.
Was roerben Die Frauen in diesem Winter tun? Sie werden sich mit ganzer Kraft in Dem Kampf ILf - . um die Seele unseres Volkes einsetzen f ü r U e b e r» Misioeg , Windung der Gegensätze, für Abkehr von der rohen Gewalt. Ihr Mütter und Väter, die ihr ~ Sage Kinder zu erziehen habt, draußen, wo noch nicht Wthrater, die Wogen sinnlosen Hasses alles überschwemmen. Wwr — ihr tragtdie Verantwortung dafür. M ■- daß aus Der Not dieser Zeit ein nationales p Mitul, einigendes Deutschland wächst! Dieses Mhn Deutschland lebt im Herzen, nicht im Verstand, unb teilt will dort auch geweckt werden. ' M, ßufosfa
Erkennen wir dies, so ist die nationale Einheit fWM bald hergcstellt. Diese Erkenntnis jedoch ist nur ob 1. in erbittertem Kampfe gegen Mißtrauen unb Haß kDoria-Lic Durchzusetzen! W
- Aus b
Was willst du: Daß dein Leben ein Flickenteppich werde, oder daß es mitten in aller Sinnlosigkeit des derzeitigen Menschengebarens dennoch zu einem sinnvollen Gewebe sich füge?
Ohne 'Das Goethesche Sehen unD verinnerlichte Schauen, ohne das Grund-Erfassen aller Dinge unD Erscheinungen durch das Auge wird dein Leben nie ein sinnvolles Ganzes werden. Im Auge gab uns Gott einen der wunderreichsten Lebenshelfer, der uns auch zu der höchsten Weisheit hinleiten will: „Alles ist nur ein Gleichnis" und: „Hinter allem Sichtbaren waltet ein Unsichtbares" und: „Im Kleinsten offenbart sich das Größte."
Wohl dem Menschen, dem Das Auge hilft, aus der großen Liebe Die große Erkenntnis zu gewinnen!
platzkonzertderGießenerMilitcirkapell«
Vom Vorstand des Verkehrs- und Verschöne- rungsoerein wird uns mitgeteilt:
Zur Förderung Der Gießener Derkehrswerbung und zur Unterstützung Der Gießener Winternothilfe veranstaltet unsere Gießener Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krautze am kommenden Dienstag zwei öffentliche Platzkonzerte. Bei dieser Ge- legenheit soll auch eine öffentliche Geldsammlung für die Gießener Winternothilfe Durchgeführt roerDen.
Um 17 Uhr beginnt das Platzkonzert auf Dem Lindenplatz. Hierfür ist folgendes Programm vorgesehen: 1. Choral: Macht Hom Die Tür. 2. Deutsches Gebet von .Hackenberger. 3. Fackeltanz von Meyerbeer. 4. Hurra, Die Musik kommt! Marsch- potpourri von Zimmer.
Anschließend von 17-L Uhr ab folgt Das Platzkonzert an Der Ecke Plockstraße/Johannes- straße. Hier wird folgendes Programm bärge* boten: 1. Choral: Dom Himmel hoch da komm ich her. 2. Festmarsch über Themen aus Beethovens Ls-Dur-Konzert von Wieprecht. 3. König Heinrichs Aufruf unD Gebet aus Der Oper „Lohengrin" poB
Zwei Menschen mit verschiedenen Blick-Arten erlebte ich an einem läge. Der erste Der beiDen hatte einen ausgesprochenen Oberflächenblick, lieber alle Singe hastete er hin. Es war wie eine Gier in ihm, möglichst Diel zu erhasck)en. Mir schien es, als ob Die Summe als solche fein heimlicher Dämon märe. Selbst wenn er mit einem Menschen sprach, war sein Blick auf eilender Wanderschaft. Er war einer oon denen, Die durch ihr bloßes Dasein beunruhigen. Seine Augen-Hast setzte sich in seiner Wort-Hast fort. Seine Rede war wie ein Gleiten und Schnellen von blitzenden Kugeln auf einer Asphalt-Bahn. (Ein glänzendes Spiel zuweilen. Aber eben ein Spiel und weiter nichts. Sein ganzes Wesen war eine chillernde Flüchtigkeit. Die beglückende Plastik des nchön-Menschlichen fehlte gänzlich.
Arn Abend desselben Tages erlebte ich Dann einen jungen Maler. Etwas Ungelenkes, Scheues war in seinem Wesen. (Es sind in meinem Leben mir sehr viele unD auch befonDere Menschen begegnet. Aber die Art, roie Dieser junge Künstler auf mich zutrat und mich bei Dem gegenseitigen Vorgestelltwerden anichaute, war eine ganz andere, als es sonst bei ersten Begegnungen der Fall ist, Daß ich sie nicht vergessen kann. Das war, als ob er sich erst selber aus sich heraufholte, zögernd, wie durch Hemmnisse hindurch, als wenn einer in sich eine Tür nach der indem aufmachen muß. Ein Grundhaftes wuchs in einem Blicke herauf, und dieses Grundhafte senkte er langsam in mich hinein. Er suchte förmlich in metner Wesenheit weiterzutasten. Ich fühlte die chuifende Schwere feines Blickes. Da erkannte ich, k i(^<^nretn begegnet war, dem es, weil er selber ,u Den Wesenhaften zählte, auch bei andern um das Wesen zu tun war. Auch hier geschah es, daß die Art zu ehen sich fortsetzte in der Art zu sprechen, Die lang am, zaudernd war, aber zugleich empfand ü1an,i’afj vom Herzen her Sinn, Inhalt und Klang der Worte heraufgeschickt wurden.
Unwillkürlich mußte ich an den Filmblickmenschen vom Vormittag desselben Tages denken ...
vilmblick oder Menschenblick: Das ist ein entscheidendes Merkmal bei der Beurteilung und Behänd- I lung von Mensä)en und Zeit. Eins ist ohne Zweifel: I Un,ere Zeit leidet an Der Ueberhandnahme des I Filmblickes.
Das liegt in der Hast unb dem Oberflächentum unferer Tage begründet, in Der Stoffgier, die Der Materialismus heraufführte, in Der seelischen Leere vieler, in Der Herrschaft Des Verstandes.
Aller Arbeitsbeschaffung werden — Das sehen wir Deutlich — im kommenden Winter noch Grenzen gezogen sein: Wohlfahrtsarbeit, vor allem Die Altivierung und Organisierung Des Geberollens und Der Opferbereitschaft wird die Aufgabe der !. .7g Frau im beginnenden Winter fein! Auch Diese 2Ir- * *
beit Darf nicht im Bürokratischen, Aktenmäßigen steckenbleiben, sondern muß oon den Kräften der Seele aus bewältigt werden. Auch heute noch tft in Hunderttausenden oon Fällen warme Menschlichkeit ebenso notwendig wie eine materielle Gabe. Das hilft Die Volksgemeinschaft mitbauen! Auch heute gibt es noch eine Erfindungskraft Der Liebe, die stärker ist als Die Not! (Erinnern wir uns Der Kriegszeit: wir rissen uns um Die Adressen von Feldgrauen, wir waren eifersüchtig aufeinander, penn einer mehr tat als Der andere und hielten jeden Tag für verloren, an Dem mir nicht wenigstens einen Gruß hinausgesandt hatten. Gewiß sind wir heute ein armes Volk, — aber mit -solcher Opferhereitschaft können grade auch heute Wunder erreicht, mit solchen Liebeskräften große nationale Aufgaben verwirklicht werden!
Oie Ruhepause.
Die Neichstagsvertagung ein Erfolg Schleichers.
Berlin, 9. Dez. (CNB.) Die Reichstagstagung fyat mit Dem Beschluß, den Präsidenten den Zeitpunkt für den W.ederzusammentritt zu überlassen, den Verlauf genommen, den Die Reichsrcgierung gewünscht hat. Bis Mitte Januar hat Die Reichs- reglerung zunächst Zeit, in aller Ruhe zu arbeiten, lieber diese Arbeit wird sich der Reichskanzler von Schleicher wahrscheinlich schon Ende nächster Woche in einer Rundfunkrede verbreiten, in Der er die nächsten Ziele und Absichten der Regierung auseinandersetzt. Im wesentlichen laufen sie darauf hinaus, die Linie der politischen Beruhigung fortzuführen. Diesem Zweck soll vor allem eine starke Auflockerung der S o n- dergesetzgebung Dienen. Die Maßnahmen erstrecken sich besonders auf Die Sonderger chte, die Terror- und Die Prcsseverordnung. Praktisch kommen die Absichten Der Regierung auf diesem Gebiete einer Aufhebung Der scharf einschneidenden Bestimmungen ziemlich nahe. Die Reichsregierung hält Diesen Weg schon deshalb für gangbar, weil Die Verhältnisse sich Doch bereits erheblich in Der Richtung einer innerpolitischen Beruhigung entwickelt haben und Sonderbest.mmungen ihren ganzen Charakter nach niemals für Die Dauer fein können. Diese Politik Der inneren Beruhigung roirD namentlich in Wirtschaftskreisen lebhaft begrüßt, weil dadurch die Ansätze einer Wirtschafts- b e H e r u n g nicht gestört werden, über die in Den letzten Tagen besonders aus Dem Ruhrgebiet und aus Sachsen berichtet wird. Auf wirtschaftlichem Gebiete sind besondere Maßnahmen der Reichsregierung nicht beabsichtigt. Sie geht vielmehr einfach von dem Standpunkt aus, daß man Der Wirtschaft o o r allen Dingen Ruhe geben muß, Damit sich der Gesundungsprozeß in ihr entwickeln kann.
h?nmm,.?hlC^ra3, on Kriegsschuldnern irgendeinen Nachlaß zu gewähren, stellt das Lau- ae tro fferf& DeuHAfanh^nh?Ce °^°rmachte Deutschlands hatten seinerzeit ein geheimes Abkommen ?hr« SA'uSen Schuldenfrage entgegenzukommen, wenn ihnen selbst ein Teil
0 cr to$ulöcn von Amerika erlassen wurde. - Amerika: „Ich verstehe gar nicht, worum mich olle los fein wollen, wo wir doch beinahe schon am Ziele sind." '
Wir wissen, daß nicht Die eine oder Die andere, sondern die eine und die andere deutsche Partei große nat'onal-e Forderungen auf ihre Fahnen geschrieben haben! Und doch ist — grade um diese nationalen Forderungen — des Haderns kein Ende. Noch ist die Erkenntnis nicht durchgedrungen, daß Deutschland, bevor es an Die Lösung Der großen nationalen Fragen herangeht, Das einigende Nationalgefühl als Grundlage seines Wiederaufbaus schaffen muß. Wir deutschen Frauen wollen aber nickt nur Forderungen stellen, die andere erfüllen sollen. Wir wollen s e l b st m i t h e l f e n am großen Werke des Wiederaufbaus und für Das einigende deutsche Nationaiacfühl mitkämpfen. Gerade die Frau hat meiner Ansicht mach aus ihrer besonderen Sphäre heraus eine einzigartige Möglichkeit und Pflicht, hier mitzuwirken.
Erst jetzt, erst in den letzten Jahren, beginnt Die Welt zu erkennen, daß sie sich in einer furchtbaren Wirrnis befindet: Wirtschaft und Politik, Erziehung und Gesittung des öffentlichen Lebens, Volksgemeinschaft und Weltgesinnung — alles scheint zu Bruch zu gehen. Was hier scheitert, was feit 1918 von einer Katastrophe in Die andere rollt, das ist — dürfen es ohne Vorbehalt sagen — die nur von Männern und nur für Männer geformte Welt. Die Frauen haben an ihr nur einen passiven Anteil gehabt: sie haben diese Welt erlitten, sie inD ungefragt in diese Katastrophe mit hinein- jeriffen worden — ja, in Den meisten Fällen wären ie auch zu unerfahren und zu sehr von allen Ein- ichtsmög.ichkeiten abgeschnitten gewesen, um Den Gang Des Verhängnisses zu hemmen. Aber nun wächst langsam Die Erkenntnis: Die Welt, Die nur von einem Geschlecht aufgebaut ist, muß unD wird immer eine Mißbildung fein. Das Nur-Männliche roie das Nur-Weibliche ist unfruchtbar, roie im biologischen, so auch im geistigen Leben. Durchdringung aller menschlichen Gebilde und Beziehungen mit Dem (Element Des Männlichen und Weiblichen, — das allein kann eine bessere, willenskräftigere und sittliche Weltordnung schaffen.
Und Damit ist die Ausgabe Der Frauen bestimmt. Wer Dieses Grundgesetz erkennt unb anerkennt — und wir wissen uns Darin mit Den besten Männern unD Frauen einig — Der sieht auch seinen Weg vor sich: die friedliche Durchdringung des Volks- organismus mit dem, was Der Frau Heisig und wertvoll ist. Schutz des Lebens, Wertung Des Organischen, — nicht Der Organisation, oder, roie es endgültig unb unübertrefflich vor zweitausend Jahren gesagt wurde: „Was hülfe es Dem Menschen, so er Die .ganze' Welt gewönne und nähme doch Schaden an feiner Seele?^ Der Kampf um und für die Seele unseres Volkes, Der heute entbrannt ist, wird Die Mütter unD alle mütterlich
mit von der NSDAP, zurückziehen würden. Diese Meldung ist frei erfunden.
Stabschef Röhm an bie SA.
Berlin, 9. Dez. (CNB.) Wie Die National- sozialistische Korrespondenz mdteilt, hat der Ches des Stabes, Röhm, an Die S 21.« und SS.- Leute folgende Erklärung gerichtet:
Der Führer wird, veranlaßt durch die Beurlaubung Gregor Straßers, eine Reihe organisatorischer und Personalände- rung en in der politischen Gliederung durchführen. SA. und SS. werden durch diese Maßnahme nicht berührt. Als die Kerntruppe der Bewegung stehen sie, ihrer Verpflichtung und Verantwortung bewußt, inTreueundGeschloffenheitoorihrem Führer.
Oie preußenfrakiion der ASOAp.
Berlin, 9. Dez. (CNB.) Der Preußische Presse- Dienst Der NSDAP, teilt mit: Der 23 o r ft a n D Der nationalsozialistischenLandtagsfrak- t i o n in Preußen gibt bekannt, daß er nach wie vorunverbrüchlichtreuzuHitler und zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei steht. Dasselbe gilt für alle 162 Abgeordnete der NSDAP, im Preußischen Landtag. Gerade angesichts der Zersetzungsbestrebungen des Judentums und der Reaktion ist diese Stellungnahme der preußischen Landtagsfraktion eine unbedingte Selbstverständlichkeit, (gez.) Wilhelm Kube, Hinrich Lohse, Heinz Ha a k e.
Dienststrafverfahren gegen einen thüringischen Studienrat.
Weimar, 9. Tez. (WTB.) Die thüringische Staatsregierung hat beschlossen, den Studienrat Dr. Fiedler am Reformgymnasium in Altenburg vorläufig feines Amtes zu entheben und gegen ihn ein Dienststrasversahren einzuleiten, da er sich trotz eindringlicher Mahnungen beharrlich geweigert habe, den Wechselfpruch gegen den Versailler Kriegsschuldartikel, wie von der Regierung vorgeschrieben, am Schluß der letzten Wochenstunde sprechen zu lassen. Diesen offenen Widerstand gegen eine vberbehördliche Anordnung betrachtet das Staats-
hli B
SH11
Wpnpttch Ceitun rJyWMUir oon
Gewiß, Der Kampf Des Lebens erforDert oft fchnel- 1- les Sehen, umsichtiges (Ergreifen durch das Auge.
Aber es fragt sich immer, aus welcher Lage heraus ich sehe, welches Der GegenstanD meines Blickens ist. 9
Es gibt ein Zweck-Sehen und ein Sinn-Schauen. ~ 2 Beides wußte beispielsweise Goethe wundervoll zu ” "'k vereinigen. Er besaß ein „blitzendes Auge", aber niemals ein unstetes. Die tiefe Weisheit feines Her- u Zens war im Grunde ein (Ergebnis seines langsamen 23 Sehens, seines beseelten Schauens. Durch beide war rWuna er unermüdlich auf Dem Wege zu „der alles bele- rch benden Liebe, Die mit Der Wahrheit wohnt". ? «Minod), ;
Filmblick oder Menschenbsick: Das entscheidet auch bi über das Glück und den Wert deines und meines * o,.n l!n,8 Lebens. u vU!’ ,


