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Samstag, 10. vezember 1932
182. Zahrgang
Nr. 201 Erstes Blatt
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Vries vnd Derloa: vrLHI'sche Untversitäts-Vuch- vnd Stetnöruderei rr. Lanae in Stehen, schnstlettung und Geschäftsstelle: Schulllrahe 7.
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Erregte Mnderheiten-ebatte in Gens.
Reurath kärnpst für das Recht der deutschen Grundbesitzer in Polen.
Gens, 9. Dez. (T. 11.)
Im Bölkerbundsrat wurden erneut die Petitionen der deutschen Minderheit über die Anwendung der polnischen Agrarreform 3U ungunften der deutschen Minderhett in P 0 f e n und P 0 m m e r e 11 e n erörtert. Ein Bericht, den der Rattberichterstatter für die Minderheitenfragen Sawada (Japan), mit dem englischen Kron- juri'ften Malkin und dem italienischen Kron* iuriten Pi 1 0 tti ausgearbeitet hat, erklärt, das Komitee habe festgestel.t, daß das Mißverhältnis .u ungunften der deutschen Minderheit, das im Jahre 1931 in der Provinz Posen 15,6 0. H. und m ter Provinz PommereUen 11,6 d. S). betragen habe, leist auf 11,1 d. S) in Posen und 8,1 v. $). in Pom- merellen gesunken sei. Durch die Namenlisten seien seit 1926 von dem Gutsbesitz der deutschen Minderheit in Posen 5 500 Hektar und von dem in Pom- merellen 3 900 Hektar zuviel in Anspruch genom» men worden. Ä n S) ö 6 e dieser Ziffern sollen die polnischen Behörden die weitere Aussuh- Tung der alten Namens.isten suspendieren rind zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo aufgrund der zukünftigen neuen Namenslchen die frühere Nicht- proportion ausgeglichen fein wird.
Aeichsaußenmmister von Neurath legte die Mängel dar, die dem Mmderheitsfchutz- rerfahren als solchem anhaften. Das bestehende Ber- fahren führe leicht zu Scheinlösungen ohne effektive Hilfe. Agrarreform und Borkaufsrecht oer- itügen aber bei ihrer weittragenden praktischen Bedeutung für die deutsche Minderheit eine solche Scheinlösung nicht. Weite Kreife der Minderheiten sollten von ihrem Grund und Boden verdrängt werden oder es sollte ihnen durch Schaffung wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Weiterexistenz auf ihrer Scholle unmöglich gemacht werden. Nach dem im Fahre 1929 zwischen Deutschland und Polen abgeschlossenen Ltqurdationsabkommen sei es den Solnischen Behörden tatsächlich gelungen, aus der grarreform eine Waffe gegen d i e deutfche Minderheit zu machen. Das Ratskomitee habe die Diskriminierung der Minderheit bei der Anwendung der Agrarreform ausdrücklich festge- stellt; es habe die Flächen, die der Minderheit in Posen und Pommerellen zuviel weggenom- men worden seien, auf insgesamt 9500 Hektar beziffert, während nach deutscher Berechnung diese Ziffer sich auf 12 5 0 0 Hektar erhöht. Das Komitee habe daraus die Schlußfolgerung gezogen, daß dieses Mißverhältnis erst beseitigt werden müsse, ehe die polnische Regierung an die weitere Durchführung agrarpolitischer 'Maßnahmen gegenüber der Minderheit gehen könne.
3n feinem Bericht schlage das Komitee aber lediglich einen generellen, zahlenmäßigen Ausgleich hinsichtlich der Minderheit als Gesamtheit vor, und zwar in der Form einer zeitweiligen Suspendierung der Zwangsmaßnahmen. Das g c - nüge aber nicht, um das geschehene Un- recht zu beseitigen. Vielmehr müsse verlangt werden, daß auch das dem e i n 3 e In e n Zfiin- derheitsangehärigen gegenüber begangene Unrecht wieder ausgeglichen werde, der oft in einer so scharfen Form—bis zu 90 Prozent der nutzbaren Fläche — zur Agrarreform heran- gezogen worden sei, daß seine wirtschaftliche
Existenz gefährdet oder zerstört sei.
Tie polnische Regierung Hape sich durch nachträgliche Abänderung einer Bestimmung des Agrar- reformgesehes die Möglichkeit verschafft, auch die mittleren und kleinen deutschen Güter zu erfassen und den polnischen Großgrundbesitz zum Teil unangetastet zu lassen. Rach seiner Meinung sei eine Lösung des dem Rate unterbreiteten Problems nur möglich, wenn man den Dingen im einzelnen nachgehe, so umständlich das auch sein möge. Was insbesondere die QLgrarreform anbelange, so sei eine R a ch - Prüfung sämtlicher Ramenlisten seit 1929 unerläßlich. Hierbei müsse nicht nur das allgemeine Mißverhältnis beseitigt, sondern auch die konkreten Verhältnisse in den einzelnen Kategorien von Gütern und den einzelnen örtlichen Distrikten geprüft werden, um jede Diskriminierung zu beseitigen und auch das im Vinzelfall begangene Unrecht auszugleichen. Der deutsche Vertreter könne nicht einem Bericht z u st i m m e n, der nicht eine wirkliche G a r a n t i e für die Beseitigung des anerkanntermaßen der Minderheit angetanen Unrechts schaffe. Scharfe Auseinandersetzung mit Polen.
Rach der Rede des Reichsaußenministers kam es zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen den Vertretern Deutschlands und Polens. Der polnische Vertreter Gras Raczhn - s k i erklärte, es handele sich nur um eine wenig bedeutungsvolle Angelegenheit. Die polnische Regierung lehne es ab, auf die Einzelheiten der Rede Reuraths einzugehen, die keinerlei neue Gesichtspunkte enthalte. Lste gesamte Agrarfrage sei durch den Beschluß eines Dreier.Ausschusses abgeschlossen. Graf Raczynski bedauerte, daß die 7)eutsche Regierung eine endgültige Regelung dieser bedeutungslosen Angelegenheit verhindert habe und den Dolkerbundsrat jetzt in eine ausweglose Lage bringe.
Außenminister v. Reurath erklärte hierauf, er müsse aufs schärfste den polnischen Standpunkt ablehnen, daß es sich um eine bedeutungslose Angelegenheit handele. Die verschiedenen Dreierausschüsse des Völkerbundsrates hätten bereits d i e unterschiedliche Behandlung der beut- schen Minderheit durch die polnische Regierung in der Agrarreform festgelegt. Falls es nicht möglich sei, diese Verfehlungen rückgängig zu machen, müsse einmal die grundsätzliche Fehlerhaftigkeit des gesamten Minderheitenschutzverfahrens des Völkerbundes festgestellt werden.
Der Berichterstatter sah sich auf Grund dieser Auseinandersetzung veranlaßt, die Ablehnung des Berichtes mangels Einstimmig- feit des Rats festzu st eilen und verlangte eine neue Prüfung durch den Dreierausschuß. Die
Agrarbeschwerde wurde sodann auf eine weitere Sitzung des Dölkerbundsrates vertagt.
Abschluß her Mandschureidebatte.
Genf, 9. Dez. (WTB.) Die Volkerbundsver- sammlung Hat zu dem chinesisch-japanischen Konflikt eine Entschließung angenommen, in der der N e u n - zehnerausschuß beauftragt wird, erstens den Bericht der Studienkommission, die Bemerkung der Parteien sowie , die in der Versammlung zum Ausdruck gebrachten Meinungen und Anregungen zu prüfen, zweitens Vorschläge zur Regelung des Streitfalles auszuarbeiten und drittens diese Vorschläge der Versammlung in kürzester Frist vorzulegen. Die Annahme der Entschließung erfolgte ohne Aussprache.
Sie MsinWekonsmiu sucht eine SchlMomel.
Ein deutscher Vorschlag für ein gemeinsames Kommunique zur Frage der Gleichberechtigung.
Gens, 10. Dez. (WTB. Funkspruch.) Die Besprechungen der Fünf-Mächte sind heute vormittag in der Form fortgesetzt worden, daß M a c- Donald die technischen Experten der Vertreter Englands, Amerikas, Italiens, Frankreichs und Deutschlands um 10 Tlhr um sich versammelt hat. Macdonald will in ihrer Anwesenheit eine Formel in der Gleichberochtigungs» frage aufstellen, die heute um 14.30 Ähr der Vollsitzung der Fünf-Mächte-Der- t re ter vorgelegt werden soll.
Diese Formel kann nach Lage der Dinge eigentlich nur noch zu einer Stipulierung der gegenwärtigen Standpunkte führen, nachdem in der gestrigen Abendsihung der Vertreter Frankreichs, Paul-Boncour, zu den zwei bekannten Fragen, die Herr von Reurath gestellt hat, erklärt hat, daß Herriot über seine bekannte Formel hinaus zur Zeit weitere Zugeständnisse nicht mach en könne. Der deutsche Außenminister beharrt auf dem deutschen Standpunkt in der Gleichberechtigungsfrage, wie er in dem Memorandum der deutschen Regierung an die französische Regierung vom 29. August dargelegt worden ist. Dieser Standpunkt ist kurz der, daß Deutschland auf der moralischen, juristischen und qualitativen Gleichberechtigung besteht, daß unsere Vertreter aber bereit seien, über die Anerkennung dieser Grundsätze in quantitativer Beziehung zu verhandeln.
Herr von Neurath hat gestern nachmittag Macdonald eine Aufzeichnung übergeben; er hat für den Abschluß der Fünf-Mächte-Konferenz ein offizielles Kommunique vorgeschlagen. Darin wird als -maßgebend für die zukünftige Haltung der Mächte auf der Abrüstungskonferenz sowohl die bekannte Herriot-Formel, wie auch die Auslegung, die ihr von deutscher Seite gegeben
wird, vorgeschlagen. Der deutsche Entwurf dieser Erklärung hat folgenden Wortlaut:
Die Vertreter Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und der vereinigten Staaten haben vom 6. Dezember in Gens inoffizielle Besprechungen abgehalten. Der französische Ministerpräsident hat folgende Erklärung abgegeben: Frankreich erkennt au, daß es eine der Ziele der Abrüstungskonferenz ist, Deutschland und den anderen abgerüsteten Mächten Gleichberechtigung zu gewähren, in einem System, das allen Staaten Sicherheit verschafft.
Der deutfche Außenminister hat von dieser Erklärung Kenntnis genommen und seinerseits erklärt, daß die Rückkehr Deutschlands zur Abrüstungskonferenz nur in Aussicht genommen werden könne, wenn die bei den gegenwärtigen Besprechungen vertretenen Regierungen sich während der künftigen Konferenzarbeiten von folgenden Gesichtspunkten leiten liehen:
1 .Die Gleichheit der Rechtslage soll in der künftigen Konvention in jeder Hinsicht praktische Wirkung erhalten und soll dementsprechend für die künftige Arbeit der Konferenz, soweit die abgerüsteten Staaten in Betracht kommen, die Grundlage bilden.
2 . Der Begriff „System, das allen Staaten Sicherheit verschafft", umfaßt das Element der Sicherheit, das, wie von der Versammlung anerkannt worden ist, in der allgemeinen 21 b - r ü ff u n g liegt.
Die an diefen Besprechungen teilnehmenden Mächtevertreter find darüber einig, daß diese Punkte künftig für die Haltung ihrer Regierung auf der Konferenz maßgebend sein werden.
DieBeurtaubungGregorSiraßers
Berlin, 9. Dez. (TU.) Die Beurlaubung Gregor Straßers wird in den Berliner Blättern eingehend besprochen. Da jedoch amtliche Mitteilungen sowohl von feiten der NSDAP, wie von feiten Straßers fehlen, verbreiten die Blätter meist Kombinationen, deren Stichhaltigkeit sich im einzelnen nicht nachprüfen läßt. Die „D A Z." erfährt, daß Gregor Straßer nicht die Absicht habe, Kampfmaßnahmen gegen die Führung der NSDAP, zu ergreifen. Die jetzigen Schritte sollen lediglich dazu dienen, eine Klärung herbeizuführen, die Straßer offenbar nach den Verhandlungen der letzten Tage besonders im Hinblick auf die Lage in Preußen für unumgänglich halte. Die in Bezug auf Sonderpläne Dr. Fricks geäußerten Vermutungen erfchienen unglaubhaft. Es feien Besprechungen zwischen den nationalsozialistischen Führern vorgesehen, bei denen die Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen werden sollen. Die „V 0 s s i s ch e Zeitung weist auf die Bedeutung des Schrittes Feders hin und betont, daß ein Zusammenhang zwischen Straßer und Feder kaum bestehen dürfe. Er verliere deswegen doch nichts an Gewicht. Er sei ein Nationalsozialist der ersten Stunde. Es müßte auf Millionen von Nationalsozialisten Eindruck machen, wenn wirklich Hit-ers erster Mitarbeiter, dem die Partei einen entscheidenden Teil ihres Gedankengutes verdankt, in offene Opposition zu ihm gerate.
Von nationalsozialistischer Seite wollen die „Deutschen Führerbriefe" folgende Darstellung über die Beurlaubung Straßers erhalten haben:
„Der beste Mann Hitlers, jedenfalls aber der staatsmännische Kopf der NSDAP., hat seinen Posten verlassen, auf dem weiterauszuhalten ihm sein Gewißen als deutscher Mann und seine Gewissenhaftigkeit als Leiter der Parteiorganisation verbot In der praktischen Politik vertrat er seit geraumer Zeit die Forderung, daß die NSDAP, in die Staatsgeschäfte eingeschaltet werden müsse. Er kannte die Kräfte, bic einzusetzen waren und die Gefahren, die aus einer weiteren
Gregor Straßer, Reichsorganisationsleiter der NSDAP.
Fernhaltung entspringen mußten. Er fühlte, daß die Stunde der NSDAP, nunmehr gekommen war — „auf daß sie sich bewähre oder beim Versagen zugrundegehe". wie er in imponierender Konsequenz in seinem letzten großen Artikel „Das Gebot der Stunde" ausführte. Aus dieser Haltung ergeben sich die wirklichen Gründe seines Ausscheidens, die
er nach den Informationen der „Führerbriefe" in feinem Brief an Hitler dahin bezeichnete, daß er nicht mehr in der Lage fei, als deutscher Mann die Katastrophenpolitik der letzten Zeit mitzumachen. Er wußte, daß der in diesen Tagen zum Ausdruck gekommenen scheinbaren Tolerierung der Regierung Schleicher nicht der Wille zur positiven Mitarbeit an den deutschen Problemen zugrundelag. sondern nur eine völlig irrige und gefährliche Beurteilung der Gesamtlage. Als er immermehr merken mußte, daß der Führer dem Einfluß von Göbbels und seinem Kreis unterlag, zog er die Konsequenzen, zu denen er innerlich um so mehr berechtigt war, als nicht etwa der Nationalsozialismus ihn zu etwas gemacht hatte, sondern umgekehrt der Nationalsozialismus ihm einen großen Teil seines Aufstiegs und seiner Stärke zu verdanken hatte."
Treubekenntniffe für Hitler.
Kundgebung der Reichstagssraktion der NSDAP.
'Berlin, 9. Dez. (ERB.) Lieber eine am Freitagabend im Hause des Reichstagspräsidenten Göring abgehaltene Sitzung der nationalsozialistischen Reichstagssrak- t i 0 n wird von der Reichspressestelle der RSDAP. ein Bericht ausgegeben, in dem es heißt:
„Die Sitzung, an der Adolf Hitler teilnahm, gestaltete sich zu einer überaus eindrucksvol- Icn Treuekundgebung der gesamten Fraktion für den Führer. Rachdem der Fraktionsvorsihende Dr. Frick die Behauptungen einer gewissen Presse, wonach er und andere Mitglieder der Fraktion dem Führer die Gefolgschaft versagt hätten, als gemeine Lügen gc- brandmarkt hatte, wiederholte er namens der gesamten Fraktion dasGelöbnis unwandelbarer Treue zum Führer und Schöpfer der Bewegung Adolf Hitler.
Der Führer hielt sodann eine Ansprache an die Fraktion, die in die Feststellung ausklang, daß die Krast und Stärke i>cr RSDAP. in erster Linie in der Treue liege, im Zusammenhalt auf Leben und Tod, woran alle Angriffe zerschellen müssen.
Reichstagspräsident Goring erklärte unter stürmischer Zustimmung der Fraktion, daß sich in dieser ©tunte nich>. nur die Führer und Abgeordneten der RSDAP., sondern die gesamte Bewegung, auch seelisch, um ihren Führer schare. Die gesamte Fraktion umringte darau; spontan den Führer und brachte ihm außerordentlich stürmische Ovationen dar. Zedes einzelne Mitglied empfand das Bedürfnis, dem Führer auch noch persönlich das Gelöbnis der Treue in die Hand abzulegen. Darüber hinaus gab die Reichstagsfraktion auch noch formell die einmütige Erklärung ab, daß sie geschlossen hinter ihrem Führer Adolf Hitler stehe." Die Gauleiter und Landesinspekteure
für die Einheit der Partei.
B e r l i n , 9. Dez. (TU.) Wie die Reichspressestelle der NSDAP, reitteilt, haben sämtliche Gauleiter und Landesinspekteure der NSDAP, folgende Erklärung unterzeichnet, die der Oefsentlichkeit übergeben wird: „Die Beurlaubung des Reichsorgani- fationsleiters Gregor Straßer wird von allen Feinden Deutschlands dazu benutzt, die Hoffnung zu nähren, daß das deutsche Bollwerk, der Nationalsozialismus, das kein Angriff von außen her erschüttern konnte, durch Spaltung sich selbst vernichten konnte. Die Feinde Deutschlands hoffen ve rgebens! Die Landesinspek- teure und Gauleiter der NSDAP., die als die ältesten und treuesten Mitarbeiter des Führers die Organisation aufbauten und heute verantwortlich leiten, stehen in nicht zu erschütternde r Treue zum Führer der Bewegung. Die P. O. steht fester denn je in Liebe und Verehrung zu Adolf Hitler."
Eine Verfügung Adolf Hitlers
München, 10. Dez. (CNB. Funkspruch.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht heute folgende Verfügung Adolf Hillers vom 9. Dezember:
1. Ich übernehme bis auf weiteres vom heutigen Tage an d i e Leitung der politischen Organisation selbst.
2. Ich ernenne zu meinem S t a b 5 I e i t e r für die politische Organisation den bisherigen Reichs- inspekteur II Ley.
3. 21m Mittwoch, dem 14. Dezember 1932, gebe ich b i e neuen Ri ch 11 i n i e n und Anordnungen betreffend den Aufruf vom 6. November 1932 zurHerstellung oerSchlagkrastder Bewegung bekannt.
ErgebenheitSerklärungGottfnedFeherS
Berlin, 9. De,. (OB.) wie die Pressestelle der RSDAP. mitteilt, hat Gottfried Feder folgende Erklärung abgegeben:
„Gegenüber den in der Oesfentlichkeit verbreiteten Meldungen und unzutreffenden Auffassungen über mein Verhältnis zur RSDAP. und über meine Haltung gegenüber ihrem Führer Adolf Hitler gebe ich die Erklärung ab, daß ich auf Ehre und Gewißen in Treue und unerschütterlicher Ergebenheit hinter meinem Fuhrer Adolf Hitler stehe."
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Die nationalsozialistischen Abgeordneten Rosenberg, Hier! unb Frick geben folgende Erklärung ab: Das „Acht-Uhr-Abendblatt" in Berlin brachte die „Meldung", daß Dr. Frick, Oberst Hierl und Alfred Rosenberg sich von der Politik und da-


