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30. Vorstellung im Dicnstag-Abonnemcnt. Gewöhn­liche Preise. Die Bühnenmusik komponierte Waller Moehl. Ende 24 Uhr. Morgen, Mittwoch, 11. Mai, jüdwestdeutsche Erstaufführung des an anderen Büh­nen bereits mit größten! Erfolg herausgebrachten nachgelassenen Werkes von Hermann Sudermann: Die Entscheidung der Lissa Hart". Spielleitung Peter F a s s o t t. In der Titelrolle Edith Berger. Beginn 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr.

Die Oberhessische Gesellschaft für Natur - und Heilkunde (Naturwissen­schaftliche Abteilung) veranstaltet am Donnerstag, 12. Mai, 20.15 Uljr, im Hörsaal des Botanischen Instituts am Drandplah eine Sitzung, in deren Nahmen Prof. Dr. Küster über das Thema Neue Forschungen über die Sexualität der Pflanzen" sprechen wird. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

*

Der Gießener Besuch des Chefs derHeeresleitung, G:n?rals der Infanterie Frhr. v. Hammer st ein-Equord, ist von uns in sechs Bildern veranschaulicht worden, die in dem Bild-Aushängekastcn an unserem Geschäftslokal jedermann zur Besichtigung zu­gänglich sind.

Dienstjubiläen Bei der Reichs­bahn. Dieser Tage konnten Zugführer Wilhelm Jünger beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Gießen, auf eine 40jährige, Zugführer Ludwig Euler, Christian G ö r n e r t, Heinrich May und Oberzugschaffner August Weigel beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Klein-Linden, auf eine 35jäh- rige, Werkführer für Kraftwesen Ernst Mainzer beim Bahnbetriebswerk Gießen, wohnhaft in Gießen, Zugschaffner Wilhelm Weller dein: Bahnhof Gie­ßen, wohnhaft in Wieseck, Betricbsassistent Hermann Hammel beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Wie­seck, und Rangierer Friedrich Lotz beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Wieseck, auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde Zugführer Jünger von dem Dienststellcnlciter, Amtmann Dörr, ein Glück­wunschschreiben des Reichspräsidenten und der Reichsbahnhauptverwaltung, ollen übrigen Jubilaren von den Dienststellenleitcrn Amtmann Dörr und von der Heydt Glückwunschschreiben der Reichs- bahnverwaltung überreicht. Seitens der Mitarbeiter wurden den Jubilaren vielfache Ehrungen zuteil.

** Di e Pfin oft -Rüafohrkarten der Reichsbahn. Bei der gestrigen Mitteilung über die Gültigkeitsdauer der Pfingst-Rückfahr- karten der Reichsbahn ist unserer Informations­quelle leider ein Irrtum unterlaufen. Zur Be­richtigung ist folgendes festzustellen: Die Fest- tags-Rücksahrkarten gelten für die Hinfahrt nur vom 11. bis 17. Mai einschließlich, die Hin­fahrt muß am 17. Mai um24ülhrbeendet sein: für die Rückfahrt gelten die Karten nur vom 13. Mai 12 Uhr bis zum 23. Mai ein­schließlich 24 Uhr.

** Maienblasen. Bei dem am morgigen Mittwoch 19 Uhr vom Turm der Johanneskirche aus stattfindenden Maienblasen werden folgende Stücke zu Gehör gebracht: 1. Allein Gott in der Höh fei Chr: 2. Anrufung Gottes von Ruh: 3. Goldne Abendsonne wie bist du so schön.

** Die Annahme von Postpaketen du r ch d i e P a k e tzu st e lle r. Vom Postamt wird mitgeteilt: Gewöhnliche Postpakete können durch die Paketzusteller gegen eine Gebühr von 20 Pf. angenommen werden. Die Abholung aus der Wohnung kann durch gebührenfreies Schreiben an das Postamt oder am Fernsprecher (Anschluß 2708, Packkammer) verlangt werden.

** E i n Autozusammenstoß ereignete sich heute gegen 7 Uhr an der Ecke Bahnhofstraße- Westanlage vor dem Hotel Schütz. Dort kam ein kleines Postauto, das dem Verkehr zwischen den Postämtern dient, die Bahnhofstraße herabgefahren und wollte in die Westanlage nach Oswaldsgarten zu einbiegen. 9m gleichen Augenblick kam von der Westanlage aus der Richtung Selterstor ein mit 17 Kühen beladenes Viehtransportauto herangefah­ren. 9m Handumdrehen kam es zwischen den beiden Fahrzeugen zur Karambolage, wobei dos Vieh­transportauto nach rechts auf den Bürgersteig fuhr und in die Tür des Geschäftslokals der Barmer Erfatzkasie hineinsauste, während das Postauto von seinem Führer nach links herumgerissen wurde. Durch den Anprall des Diehtransportautos an das Gebäude wurde das Mauerwerk beschädigt und der Wagen selbst in seinem Vorderbau zertrümmert, zum Glück blieben aber der Lenker und das Vieh unversehrt. Das Postauto erlitt ebenfalls einigen Schoden und wurde im Verlaufe des Vormittags zwecks Reparatur aus dem Dienst gezogen. Auch der Führer des Postautos blieb glückiicherweise un­verletzt. lieber die Ursache des Unglücksfalles kann erst durch die polizeiliche Untersuchung Klarheit geschaffen werden.

** Deutscher Abend des Stahlhelm. Die Ortsgruppe Gießen des Stahlhelm veranstaltete am Samstag im Ofe Leib einen gutbesuchten Deutschen Abend. Der Führer der Ortsgruppe, Ka­

merad Appel, begrüßte nach einigen einleitenden Musikstücken die Teilnehmer, insbesondere den Lan­desverbandsführer Kapitän a. D. Weiße (Frank­furt). Rach einem inhaltrcichen und eindrucksvoll von Herrn W e i n a n d y wiedergegebenem Vor- jpruch hielt der Landesoerbandsführer Kapitän a. D. Weiße eine kurze Ansprache in der er u. a. auch an die Führertagung in Magdeburg erinnerte, von der eine Anzahl Stahlhelmkameraden am gleichen Abend zurückkehrte. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, im Kreise der Gießener Kameraden weilen zu können und ging dann in seiner Rede auf die Röte der Gegenwart und auf die nationalen Nöte unseres Vaterlandes ein. Nach dieser Ansprache wurde ein dreiaktiges Schauspiel (Deutscher Osten in Ketten") von Mitgliedern des Stahlhelm geschickt aufgeführt. 9n diesem Schauspiel wurde die Not der deutschen Bauern im Osten in ergreifender Weise geschildert. Insbesondere waren die Methoden der Polen, deutsches Land den Deutschen zu enf- reißen, die deutschen Bauernkinder des Deutschtums zu entwöhnen, und die vielerlei Schikanen, denen die Bevölkerung des Ostens, im Korridor besonders,

ausgesetzt ist, in dramatischer Handlung vor Augen geführt. Die Darsteller gaben sich um die Ausfüh­rung sehr viel Mühe und ernteten mit Recht dank­baren Beifall. Das Theaterstück war eine ernste Mahnung, die deutschen Volksgenossen im Osten nicht ^u vergessen, gleichzeitig aber auch ein Spiegel des Treuebekenntnisses des' Ostbauern zu Deutsch­land. Während einer Pause unterhielt der Leiter der Stohlhelmkapelle, Musikmeister Scheu fele, mit einem Violinsolo, das mit stürmischem Beifall ausgenommen wurde. Der Rest des Abends war der Militärmusik gewidmet. Die Kapelle wartete mit schneidigen Märschen auf, die den Abend in harmo­nischer Weise abschlossen.

** Gefundene Sachen. Das Polizeiamt teilt mit: Das Verzeichnis über die im Monat April ge­fundenen bzw. abgelicfcrten Gegenstände kann an dec Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangs­berechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen.

Wirtschaft.

Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit im Keich.

WTB. Berlin. 9. Mai. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 16. bis 30. April ist die Zahl der Arbeitslosen um rund 1 97 0 0 0 auf 5 7 3 7 0 0 0 zurück- g egangen. In der ersten Aprilhälfte war ein Rückgang um etwa 100 000 zu verzeichnen. Die Zahl der Hauptunterstützungscmpfänger in der Arbeitslosenversicherung beträgt nunmehr 1 232 000 (15. April 1932: 1 347 000), in der Krisenfürsorge 1 675 000 (1 721 000) und in der Wohlfahrtsfürsorge schätzungsweise 2 Millionen.

Nur geringe Entlastung in Hcsfcn und Hciien-Nassau

WSN. Frankfurt a. M, 9. Mai. Die Ent­lastung des Arbeitsmarktes in Hessen und Hessen-Nassau hat sich auch in der letzten April­hälfte nur in Verhältnis mäßig gerin­gem Umfange fortgesetzt. Die Gesamtzahl der Arbeitsuchenden ist von 335 967 auf 328 901. also um 7066 oder 2.1 Prozent zurückge- gangen. Bon den 7066 Abgängen entfällt der größte Teil (4923) auf die Saison-Auhenberufe und nur etwa mehr als ein Drittel (2240) auf die übrigen Berufe. Bon den Saison-Außen- berusen hat die Zahl der Arbeitsuchenden im Baugewerbe um 2431, in der Industrie der Steine und Erden um 1221, in der Landwirt­schaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei um 634 und in der Gruppe Lohnarbeit wechselnder Art um 520 abgenommen. Bon den übrigen Berufen hat die Metallindustrie mit 981. das Beklei­dungsgewerbe mit 335 und das Berkehrsgewerbe mit 307 Abgängen die größte Entlastung er­fahren. während die Lederindustrie eine Zu­nahme um 377 Arbeitsuchende (3.4 Prozent) ver- ze'chnete Bon den 328 901 Arbeitsuchenden waren am 30. April Hauptunterstützungsempfänger in der Arbe tSlosenversicherung 62 912 oder 19'1 Pro- ften1, Haupt interstühuna^e npfänger in der Krisen- fürforge 91 888 oder 27,9 Prozent, 115 691 Per­sonen oder 35.2 Prozent erhielten Wohlfahrts- unterstühung. und 58 410 oder 17,8 Prozent der Arbeitsuchenden bezogen keinerlei Unterstützung. Gegenüber dem leiten Stichtag vom 15. April hat die Zahl der HauptunterstühungsempfäBher in der Arbeitslosenversicherung um 9035 und in der Krisenfürsorge um 3186 abgenommen.

Oer Reichsbankftaiuö Anfang Mai.

Berlin. 10. Mai. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Mai hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 187,2 Millionen auf 3628.3 Millionen Mark ver­ringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 0,1 Millionen auf 3145,7 Mill. Mk. zugenommen, die Bestände an Rcicksschatzwechfeln um 16,3 Millionen auf 10,0 Millionen Mark und die Lombardbestände um 171 Millionen Mark auf 111,0 Mill. Mk. abgenommen.

2In Reichsbanknoten und Renten» bankscheinen zusammen sind 146,3 Mill.Mk. in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 137,2 Millionen auf 3993,9 Mill. Mk., derjenige an Dentenbankscheinen um 9,1 Millionen auf 406,4 Millionen Mark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten­bankscheinen auf 20,8 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 362,8 Mill. Mk. eine Abnahme um 41,9 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold unddeckungs- fähigenDevisen haben sich um 5,1 Millionen auf 984,4 Mill. Mk. vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 7,7 Mill, auf 851,1 Millionen Mark abgenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 2,6 Mill, auf 133,3 Millionen Mark zugenommen.

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 24,7 Proz., gegen 24 Prozent in der Borwoche.

' Mainkrastwerke-A. -G., Frank­furt a. M. - Höch st. Die GB. der Gesellschaft genehmigte einstimmig den Abschluß für das Ge­schäftsjahr 1931 und beschloß, aus dem erzielten Reingewinn von 908 321 Mark eine Dividende von 4 (6) Prozent zu verteilen.

' Henschel & Sohn, A G., Kassel. Die vor einigen Wochen angekündigte Wiederauf­nahme der Arbei't in den Werkstätten der Hen­schel <L Sohn°AG.. Kassel, ist gestern erfolgt. Wie WTB.-Handelsdienst hört, haben zunächst etwa 700 Arbeiter ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. In den nächsten Tagen erfolgen weitere Einstel­lungen.

Berlin lebhafter und fester.

Berlin, 10. Mai. (WTB. Zunkspruch.) Die Börse eröffnete heute in freundlicher Hal­tung, da das Publikum wieder einige, im Hin­blick auf die bevorstehenden Feiertage und die Verhandlungen im Reichstage allerdings sehr kleine Kaufaufträge gegeben hatte. Die Kurs­entwicklung war allerdings nicht ganz ein­heitlich. Das Ausland weist keine ganz ein­heitliche Tendenz auf, am hiesigen Platze besteht bei der Spekulation noch immer etwas Deckungs- bedürfnis. Der Rückgang der Arbeitslosenziffern, der ruhige Verlauf der gestrigen Reichstags­sitzung und die erfreuliche Entlastung der Reichs­bank in der ersten Maiwoche befriedigten. Durch besonders feste Haltung fielen Stolberger Zink, die auf eine Destensorder von 12 Millionen um 5,5 Prozent auf 26 Prozent anzogen, auf. Rhein. Braunkohlen zeigten weiter steigende Veran­lagung. Anderseits waren Stöhr 2,75 Prozent ab geschwächt. Bei Iulius Berger ist ein Divi­dendenabschlag von 10,8 Prozent im Kurse zu berücksichtigen. Die Vertagung der ursprünglich auf den 11. Mai angesetzten Aüfsichtsratssihung wirkte sich bei Schultheis in einer Abschwächung um 1,5 Prozent aus. 3m Verlaufe wurde es, ausgehend von Farben, bei denen man auf die heutige G.-V. verwies, und Siemens allgemein etwas lebhafter und fester. Angeblich sollen besonders in diesen beiden Papieren noch Deckungen notwendig geworden fein. Für Mon­tane bestand Interesse des Rheinlandes. Rhein. Braunkohlen und Spezialpapiere, wie Schles. Gas und Westeregeln, Kali, zogen erneut bis zu 1,5 Prozent an. Später wurde es wieder ru­higer. und die höchsten Notierungen vermochten sich nicht immer voll zu behaupten.

Starkes Interesse beanspruchte der Renten- m a r k t, an dem insbesondere Altbesitzanleihe auf anhaltende Hoffnungen auf einen älmtausch in neue Prämienanleihe um insgesamt 2 Prozent stiegen. Neubesitzanleihe lagen dagegen auf die Entscheidung des Kammergerichts, in welcher die Aufwertung abgelehnt wird, vernachlässigt. Reichsschuldbuchforderungen litten etwas unter Dewinnmi tnahmen, Reii^bahnvorzugsaktien wa­ren lebhafter und fester, im übrigen war die Ten­denz der festverzinslichen Werte nicht ganz ein­heitlich. Von Ausländern waren Bosnier weiter

freundlich, auch Ungarn zogen an, während Ana­tolier nur knapp behauptet lagen.

Am Geldmarkt setzte sich eine Erleich­terung durch. Tagesgeld ging in der unteren Grenze auf 5,5 Prozent zurück, während Monats­geld mit 6 bis 8 Prozent nominell unverändert blieb.

Frankfurt weiterhin freundlich.

Frankfurt a. M., 10. Mai. (WTB. Draht­meldung.) Auf Grund der schwachen Neuyvrker Börse und der Ausführungen des Reichsfinanz- ministers über den Etat im gestrigen Reichstag eröffnete die heutige Börse in großer Zu­rückhaltung. Die Grundstimmung war aber weitar freundlich, zumal vom Publikum kleine Kauforders Vorgelegen haben. Die Kurs- gestaltung war nicht ganz einheitlich, jedoch über­wiegend nach oben gerichtet. Bei kleiner Llmsatz- tätigkeit eröffneten IG.-Farben 0,5 Prozent nie­driger, da die Kulisse im Zusammenhang mit dec heute stattfindenden Generalversammlung der IG.-Farben sich abwartend verhielt. Später konnten sich IG.-Farben .um etwa 1 Prozent befestigen, wobei die Rede von Geheimrat Bosch über die Tributfrage anläßlich der Generalver­sammlung etwas beitrug. Etwas mehr Inter­esse wandte sich dem Elektromarkt zu, an dem durchweg Kurserhöhungen von 1 Prozent zu verzeichnen waren. Bis zu 1 Prozent fester er­öffneten noch Aku, Deutsche Erdöl. Rütgerswerke, Scheideanstalt und Reichsbankanteile, während nach den letzttägigen Steigerungen Deutsche Lino­leum 1.25 Prozent einbüßten. Montanaktien hatten uneinheitliche Kursgestaltung. Die neuen Russenaufträge für den Stahlwerkverband blie­ben anscheinend ohne*Einfluß. Die Veränderun­gen nach beiden Seiten betrugen etwa 0,5 Pro­zent. Von Draunkohlenwerten lagen Rheinische Braunkohlen mit plus 2,5 Prozent fester. Die Nebenmärkte lagen heute fast geschäftslos.

Stärkeres Interesse zeigte sich erneut für QI 11 - besiyanleihe, die gegen den schon erhöhten Abendbörsenkurs nochmals 1 Prozent gewannen. Neubesitzanleihe lagen dagegen auf den ab­lehnenden älrteilsspruch im Aufwertungsprozeß 0,25 Prozent schwächer, ebenso blieben Reichs- schuldbuchfordecungen mit etwa 56 Prozent nur knapp gehalten. Gold- und Liquidationspfand­briefe lagen kaum verändert.

Im Verlaufe war die Lage sehr unsicher. IG.-Farben gingen wieder auf das Anfangs­niveau zurück, während anderseits Kunstseiden­werte bis zu 2 Prozent hoher lagen. Im allge­meinen zeigten die Kurse keine großen Verände­rungen. Tagesgeld war zu-4,25 Proz. sehr leicht.

Üindermorff in Gießen.

Oluf dem heutigen Rinder-(Nutzvieh)Markt tn Gießen standen 680 Stück Großvieh, 77 Fresser und 195 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milch­kühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 320 bis 440 Mark, 2. Qualität 200 bis 320, 3. Qualität 100 bis 200; Schlachtkühe 80 bis 250: Rinder. 1/2- bis Viiährig, 80 bis 160, ' t- bis 2jährig 100 bis 200, tragend 180 bis 360 Mark. Kälber 30 bis 35 Pfennig das Pfund Lebendgewicht. Markt­verlauf: Nachfrage nach Fahrkühen. Kleiner Lleberstand. Geschäft rege.

Daten für Donnerstag, 12. Mai.

Sonnenaufgang 4.40 Ülhr, Sonnenuntergang 20.03 Uhr. Mondaufgang 9.44 Ülhr, Mond- untergang 1.30 Uhr.

1670: Kurfürst August der Starke von Sachsen, König von Polen, in Dresden geboren; 1884: der Komponist Friedrich Smetana in Prag ge­storben; 1803: der Chemiker Justus Freiherr von Liebig in Darmstadt geboren.

Letzte Nachrichten.

Das amerikanische Riesenlustschiff Akron" in schwerem Sturm.

Fort worth (Texas), 10.2Tlai. (WTB. Funk- sprach.) Das RiesenluftschiffAkron" geriet b e i der Stadt San Angelo in einen schweren Sturm. Sämtliche Einwohner der Stadt wurden alarmiert, um bei einem Landungsversuch des Luftschiffes Hilfe zu leisten. Alle versuche, das Luft- schiff auf die Erde zu bringen, schlugen jedoch wegen des heftigen Sturmes fehl. Die Akron" fliegt steuerlos in der Richtung auf Ehriftobal. lieber ihr Schicksal herrscht größte Unruhe.

Sprechstunven der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

5ür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v.H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. DL |

Schluß, hird

1-Ufrr- 1 ffure |

Schluß, lurt

Mnfang» kkurS

Datum

10-5.

9.5.

10.5.

6% Deuyche Reichoanleihe ö. 192',

57,5

57,75

7% Deuyche ReichSanleihe v. 1929

67,9

_

67,65

_

6Yt% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

53,5

54

AuSlos.-Rechten.......

DeSgl. ohne AuSIos.-Rechte . . . 8% Hess. BollSslaal von 1929

42.25

43

41,65

43

3,9

3,7

3,8

3,75

(rüdjatilb. 102%)......

Lberbesjen Provinz-Anleihe tnil

49,75

50

Audlos.-Rechten.......

Deutsche komm. Sammelabl.

34

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldvse

38,25

38

15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldvse

74

unkündbar bis 1936 Serie 16 .

41»% Franks. Hyp.-Bank Liqu.- Psandbriese.........

4K% Rhe'mische HyP.-Bank.Liyu

73,5

78,9

Goldpse...........

8% Pr. Landespsandbriesanllall,

77,25

Psandbriese R. 19......

1% Dr. Landespsandbriesanstalt,

73

73,5

Psandbriese R. 10 .

4% Oesterretchtsche Goldrenie . .

_

4.20% Oesterreichische Silberrenir

0,9

_

1

4% Ungarische Goldrente ....

5,5

5

5

5,15

4% Ungarische StaalSrente v. 1910

5

5,05

4'/,% desgl. von 1913.....

_

4.75

5% abgest. Goldniextkaner von 99

_

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

2,13

2,2

Serie! ...

__

2.45

2,25

4% deegl. Serie II.......

v; (Human, verelnh. Rente d. 1903

_

4,6

4>^%Rumün.vereinh.Rentev.i913

4% Rumänische vereinh. Rente .

3,9

g'g

3,8

13,6

ey*% 1. Olnalclicr......

13,65

13,7

Ataniiun u. M.

Berlin

Schluß, lurd

1-Uhr- Kurs

Schluß. iun<

Ansang. Kur«

Dalum

9.5.

10.5

9.5

10.5.

Hamvurg-Amerila Palei . .

. u

12,25

12,4

Hamburg-Sudam. Tampsschis

-

Hansa Dampsjchiss ...

. (

20

Norddeutscher tiloyb ....

A.Ä. suc Verkehrswesen Akt.

. 6

-__

13,25

13,4

-

33,25

33,5

Berliner HandclSgesellschast .

2

83

83.5

Gemmen« und Privat-Bank .

7

19

Darmstädter und Nationalbank $

20,5

_

20,5

__

Deutsche Bank und

DiSconto.Aescllschast. . .

6

37,5

37,5

_

Dresdner Bank......

6

20.5

20,5

_

Reichsbank........

12

115,25

116

116

116,25

A.C.G...........

. 7

25,5

26

25,75

26

Bergmann........

. 5

16,5

(Sicht. LieserungSgelellschast.

Licht und Straft......

10

10

71,5

72.5

55,5

71

56.5

72

Felten & Guilleaume....

K'/r

39,25

39,25

Grsellschast sur Llekirische

Unternehmungen . .

Rheinische Slekkaziiäl . . .

9

. 9

56

57

56,25

70.25

55,75

70

Schuckeri & (So.......

11

53

53,5

54

Siemens L Halske.....

14

107,75

108

108,5

108,25

Lohmener L Lo.......

12

83.5

84

85

Buderu».........

. 4

25

25.25

Deutsche CrtBöl......

. 6

59,75

59,5

59,65

Gelsenkirchener......

. 8

36

36

36,25

Harpcner.........

. 0

40,4

40

39,65

Hoesch Eisen........

Ilse Bergbau.......

. 6

10

27,9

122,5

27,75

123

Klocknerwerke.......

. 6

24,9

25

Köln-Neucssen.......

ey,

__

_

ManneSmann-Rvhren . . .

. 6

37,75

37,4

37,65

15

Mansselder Bergbau ....

. 0

14

15

cberschles. KokSroerke . . .

. 8

35

35

P-bönir Bergbau......

41/,

18,5

18 7.6

Rheinische Braunkohlen. . .

10

153,5

155,5

Rhetnstahl........

. 6

-

40,5

40,25

40,4

;?ranffurt a. 2)1.

Berlin

Schluß-,

1-Uhr-

Schluß» l Ansana-

kurS 1

Ä"Hi

lurS |

Kurs

Datum

9.5.

10.5.

9.5.

10.5.

Riedeck Montan . . .

... l,t

Bereinigte Stahlwerke

. ... 4

15,9

15,75

15.9

15,9

Ltavi Minen ....

. . 16 ,

10,75

Kaliwerke Aschersleben

. . . 10

87

87

86

Kaliwerke Westeregeln

. , . 10

94

94.5

94,5

Kaliwerke Salzdetsurlb

. . . 15

149

148,75

148,75

I. ®. Farben-Fnbusme

. . . 12

97.75

97,25

97,25

97,25

Aercin. chem. Industrie

Frank-

surl a. 'i'f......

62

Scheideanstalt....

. . . 10

125.75

126,25

_

_

Goldschmidt.....

. . . . 0

18,75

19,13

RülgcrSwerke ....

. ... 6

30,5

31.5

30,65

30,65

Metallgelellschasl. . .

. . . . b

30,25

31,25

Philipp Holzmann . .

. ... b

39

39,5

39,75

Zementwerk Heidelberg

. ... 1

44

Lemcntwcrk Karlstad!.

. ... 1

41,25

Wahh & Freytag

. ... 0

4,4

4,5

Schultheis Pahenhoscr

. . . 15

-

_

60.4

58,75

Aku (Allgemeine Kunstsoide) 0

40

41

40.5

41,75

Lemberg......

. . . 0

41

40,5

42

Zellstoss Waldhos . .

. . . 12

31.5

31,25

32,5

Zellstoss Aschasscnburg

. . . 6

25

25

Dessauer GaS ....

. . . . 9

89

89,5

Daimler Motoren . .

. . . . 0

11,75

11 75

Deutsche Linoleum .

. . . . b

36.75

35,5

36.75

35.5

Orensiein & Koppel .

. . . . 0

24,4

24.13

Leonhard Tietz . . .

. . . . 8

55,9

54.7.6

SvenSka......

. . . 15

__

-

200,75

201,9

Franksurter Maschinen

. . . . 0

_

_

Gritzner......

- - . . 0

20

19,75

__

Mainkrastwerke Hdchsl a. M.. .6

48

_

Süddeutscher Zucker .

. . . 10

97,5

96,75

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2N.

9. Mai

10.OTal

«millche Meld

lotitrung Aries

Amtliche Geld

Notierung

1 Brief

Helsingsor» .

7,143

7,157

7,143

7,157

Wien....

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest . .

Sofia . . .

3,057

3.063

3,057

3,063

Holland . .

170,88

171,22

170,83

171,17

Cito ....

78,72

78.88

78,72

78,88

Kopenhagen.

84,67

84,83

84,67

84,83

Stockholm .

79,32

79,48

79,82

79.98

London. . .

15,47

15,51

15,47

15.51

Buenos Aires

1,018

1.022

1,018

1,022

Neuyork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

59,14

59,26

59,14

59,26

Italien. . .

21,71

21,75

21.69

21,73

Pari» . . .

16,61

16,65

16.605

16.645

Schweiz . .

82,27

82,43

82.27

82,43

Spanien . .

33,67

33,73

33,87

33,93

Danzig. . .

82.67

82,83

82.62

82,78

Japan . . .

1,359

1,361

1,359

1,361

Rro ve Ian..

0.304

fr) 306

0,304

0,306

Jugoslawien.

7,423

7.437

7.423

7.437

Lissabon . .

14,09

14,11

14,09

14,11

Banknoten.

Berlin, 9.Mai

Seid

Ärlrj

Amerikanische Raren . . .

4.20

4,22

Belgische Noten.....

58.98

59.22

Dänische Noten.....

84,48

84.82

Englische Noi.'n.....

- - .

15.43

15,49

Französische Noten ....

16,57

16,63

Holländische Noien . . . .

170,51

171.19

Italienische Noten ....

21,76

21,84

Norwegische Noten....

78,54

78,86

Deutsch-Leslerreich, ä 100 Schill km

Rumänische Noten ....

2,49

2,51

Schwedische 9loien ....

79,14

79.46

Schweizer Noten. . . . . .

82,09

82.41

Cvanisckie Noten......

33,53

33 fif

Ungarische Noten . . . . .

e e