Ausgabe 
9.11.1932 Frühausgabe
 
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sji.-'fpott

Siegesfeier und Stiftungsfest beim OSC. Gießen.

Am Samstagabend hielt der Olympische Sport- Club im Schüyenhaus seine Siegesfeier, verbunden mit deni einjährigen Stiftungsfest ab. Zahlreiche Gäste und fast alle Mitglieder hatten sich zu dem Abend e ngefunden, der in seiner Programmzu­sammensetzung eine angenehme LIeberraschung für alle Te lnehmer bildete. Aach einleitenden Musik­stücken hielt der I. Vorsitzende, Herr Vinn, die Begrüßungsansprache. Er schilderte den Verlauf des verflogenen Sahres und ermahnte besonders die Aktiven zu treuem Zusammenhalten. Danach erfolgte die Decteilung der Diplome an die S eger der ersten Clubmeisterschaften. Mitglied Karl giftlet verschönte den Abend durch einige Lieder und Arien. Er erntete reichen (Beifall. Der MandolinenvereinReapolita" ©ieften er­freute mit einigen Darbietungen. Mitglied W. Schmidt fung erte (wie bem Rundfunk) als Ansager^ Herr Steines wartete mit verschie­denen heiteren Vorträgen auf.

Handball im Gau Hessen (O. T.)

Tv. Wehlar I 2Mv. Gießen I 9:5 (7:1).

Am Sonntag trug die erste Mannschaft des Mtv. in Wetzlar ihr Verbandsrückspiel aus. Wenn man im allgemeinen mit einem knappen Resultat ge­rechnet hatte, so sah man sich getäuscht. Während die Wetzlarer Mannschaft verstärkt antrat, mußte die Mtv.-Mannschaft noch kurz vor Spielbeginn E 'all einstellen. Auch dieser Umstand hat viel dazu beigetragen, daß die Gießener Turner schlechte ,Leistungen zeigten. Sowohl beim Sturm als auch bei der Hintermannschaft fehlte es am genauen Zu­spiel, am Eifer und an der nötigen Deckungsarbeit.

Die zahlreichen gut gemeinten Schüsse des Mtv.-, Sturmes endeten meistens an den Torpfosten oder gingen knapp daneben. Durch drei einwandfreie Ab^itstore kamen die Wetzlarer auch zu billigen Erfolgen. Zn der zweiten Halbzeit wurde die Ab­wehrarbeit der Männerturner durch Umstellungen in der Hintermannschaft wesentlich besser. Die An­griffe des erstklassigen Wetzlarer Sturmes kamen faum noch bis zum Strafraum, und auch der Gie­ßener Sturm zeigte sich mehrmals erfolgreich. Die Mtver verschärften nun das Tempo und konnten in der letzten Viertelstunde der zweiten Halbzeit ihre Gastgeber vollständig in ihre Hälfte zurück- drängen. Die dort arbeitende zahlreiche Wetzlarer Verteidigung verhinderte jedoch, daß die Männer­turner noch zum Unentschieden aufholten. Durch diese Niederlage steht nun die Mtv.-Mannschaft hinter To. Niedergirmes und Tv. Wetzlar an drit­ter Stelle im Lahnbezirk der Kreis-Sonderklasse.

1. Jugend Mtv. Gießen wird Gaugruppenmeister.

Nachdem die 1. Jugendmannschaft des Tv. Münch­holzhausen den Männerturnern im letzten Ver­bandsspiel die Punkte kampflos überließ, ist auch die Nachrunde der diesjährigen Verbandsspiele vor­erst beendet. Ohne Punktverlust konnte die 1. Jugend des Gießener Männerturvereins die Meisterschaft in ihrer Gruppe mit einem Torverhältnis von 41:9 erringen. Der vorjährige Gaumeister, To. Wetzlar, der sich in der diesjährigen Verbandsrunde sowohl im Vor- als auch Rückspiel geschlagen bekennen mußte, landete an zweiter Stelle; es folgen Turn­verein Münchholzhausen und Turnverein Großen- Linden. Die Männerturner werden (als Gruppen­meister) deshalb demnächst gegen den Meister der anderen Gaugruppe, den Turnverein Friedberg, in einem Vor- und Rückspiel um die Gaumeisterschaft anzutreten haben.

Olympiade 4836 in Berlin.

Wie sie sich der Deutsche Olympische Ausschuß denkt.

Der Deutsche Olympische Ausschuß hat in um­sichtiger Vorarbeit alle Fragen für die Vor- beteiiungcn der 1936 in Berlin stattfindenden XI. Olympischen Spiele in einer Denkschrift niedergelegt. Gestützt auf die in Los Angeles ge­sammelten reichen Erfahrungen, wo eine vorbild­liche Organisation ein kaum noch zu überbieten­des Musterbeispiel der Weltspiele schuf, hat der DOA. in seiner Denkschrift nachstehende wich­tige Pläne und Ziele entwickelt:

Was erwarten wir?

Um den Spielen vollen Erfolg zu sichern, dür­fen sie nicht eine Angelegenheit der deutschen Turn- und Sportbewegung oder der Stadt Ber­lin bleiben, sondern sie müssen eine Sache des ganzen deutschen Volkes werden. Wenn uns dies gelingt, dann können die Spiele des Sah.-es 1936 die größten in der Geschichte der Olympischen Spiele werden.

Der unmittelbare Wirkungsradius eines sol­chen Festes von Berlin aus erstreckt sich nicht nur auf die 4,5 Millionen Einwohner der Reichs­hauptstadt einschließlich Potsdam, sondern auch auf die Menschen, die in so naher Eisenbahn­verbindung wohnen, daß sie zu den einzelnen Veranstaltungstagen hin und her fahren können. Darüber hinaus wird das Fest noch auf einen starken Zuspruch aus dem übrigen Deutschland rechnen dürfen. Schließlich rechnen wir mit einem unübersehbaren Auslandbesuch. 3m ganzen wer­den etwa 3530 aktive Teilnehmer gegen 2000 in Los Angeles bei uns zu erwarten fein. Ge­rade in Los Angeles habe man staunend ver­nommen, wieviele Sportfreunde der Welt den Anlaß doppelt freudig ergreifen, bei einem Olym­pische Fest Deutschland kennenzulernen.

Da die Olympischen Spiele mehr sind als ein Fest des Sports, kann der Deutsche Olympische Ausschuft nicht allein Leiter der Sache fein. Es soll ein ..Organisationsausschuft für die Olym­pischen Spiele 1936 e. D." gegründet werden, der dann Träger der Spiele ist. Sn ihm sollen Ver­treter des DRA. und der Stadt Berlin zusam­mengefaßt werden. Die Reichs- und Landesregie­rungen sollen gebeten werden, dem Chrenaus- schuft beizutreten. Den Herrn Reichspräsidenten, der anläßlich des Empfanges der Olympiasieger seine Unterstützung für die Spiele 1936 zugesagt hat, wollen wir bitten, den Ehrenvorsih zu über­nehmen.

Organisation ist alles!

Aber auch die Reichsregierung soll gebeten wer­den, sich an der Veranstaltung zu beteiligen. Der

geschäftsführende Vorstand wird vom Deutschen Olympischen Ausschuß und von Vertretern der Stadt gestellt. Er bestellt die Ausschüsse für Finanzwesen, Sportorganisation, Werbung, Un­terbringung, Verkehr, Wissenschaft, Kongresse, Festlichkeiten, Kunst.

Olympisches Dorf.

Die Frage einesOlympischen Dorfes" zur Hin­terbringung der Teilnehmer muß sorgfältig ge­prüft werden. Sn erster Linie haben die deut­schen Turn- und Sportverbände zu entscheiden, ob sie ihre Mannschaften gegebenenfalls in einem Dorf wohnen lassen, da dann erst die Einladun­gen an die anderen Rationen erfolgen können. Rachdem das Olympische Dorf in Los Angeles von überwältigender Großzügigkeit war und dort die nahezu 2000 Teilnehmer drei Wochen lang völlig reibungslos zusammenlebten, kann der Ge­danke eines Olympischen Dorfes in Berlin nicht ohne weiteres beiseite gelassen werden. Gelände wäre dazu vorhanden.

Dorcrussehuvgen.

Die Durchführung der Spiele setzt freudige Mitarbeit und Unterstützung der Behörden vor­aus, z. B. in der umfangreichen Veriehrsrege- lung. Unterstützung der Behörden in der Siche­rung gegen Preiswucher, verbilligte Abmachun­gen zwischen Siadt und dem Hotel- und Gast­wirtsgewerbe, St.aßenvcrbesserung. Flaggen- und L'cht sch muck aller Reichs- und städtischen Ge­bäude während der Feier, Aeberlassung eines zentral gelegenen leerstehenden Gebäudes für Dureauzwecke im letzten Halbjahr, Entgegenkom­men der Reichseisenbahn für die Teilnehmer sowie Geräbebeförderung usw.

Schauplatz der Winterspiele.

Als Kampfort kommt nur Garmisch-Par­tenkirchen in Frage, das durch den Eibsee und die Zugspitzbahn den nötigen Rückhalt bietet, wenn die Schnee- und Eislage im Tal nicht ge­nügen sollte. Es liegt außerdem nahe zu Mün­chen, um den Besuchern Einblick in die deutsche Kultur und Kunst zu gewähren. Voraussetzung ist allerdings eine mit aller Sicherheit gewährte Garantie dafür, daß am Kampfort und in den Rachbarorten kein Preisaufschlag für Wohnen und Verpflegung erfolgt, daß vielmehr die gel­tenden Tarife aufgestellt und als gültig ver­einbart werden. Als Termin kommt die Zeit vom

Donnerstag, 6. Februar, bis Sonntag, 16. Fe­bruar in Frage.

Finanzierung groß geschrieben ...

Die Olympiaden von Amsterdam und Los An­geles haben günstige finanzielle Ergebnisse ge­habt.

Für die Spiele in Berlin kann man auch eine günstige Voraussage steilen. Daß ihre Einnahmen die unmittelbaren Organisationskosten decken, ist selbstverständlich. Aufterdem wird der­jenige Ausbau der Sportgelegenheiten, der nur für die Spiele in Frage kommt, gedeckt sein. Offen bleibt nur, ob die Einnahmen der Spiele auch den ganzen Ausbau des Stadions und der übri- igen Kampfstätten decken, der ja nicht nur für die Spiele geschaffen wird. Wir berechnen die Lln- kosten der Spiele mit allen diesen Ausbauten auf fünfeinhalb Millionen Mark. Die Ko­sten der eigenen Teilnehmer sollen mit Ausnahme der einheitlichen Bekleidung von den Verbänden getragen werden. Es gilt, einen Olympiafonds

zu schaffen, der eineinhalb Millionen Schenkung und weitere vier Millionen Garantiesumme ent­hält.

Der DRA. hat fuft bereits unterm 28. April mit einem Rundschreiben an alle angeschlossenen Verbände mit dex Aufforderung gewandt, zum Olympiafonds des DRA. als Vorleistung einen Zuschuß zu zahlen. Cs wurde geraten, den Be­trag, wenn nicht anders, dann durch Erhebung eines Olympiagroschens bei Turn- und Sportver­anstaltungen und Vereins-Festlichleiten aufzu­bringen.

Die Olympischen Spiele sind ein Fest von Welt­bedeutung. Für uns Deutsche doppelt wichtig, weil der Besuch des Auslandes große Mittel nach Deutschland bringt, die alle für die Organisation ausgewendeten Kosten weit übersteigen. Der ge­sunde kaufmännische Sinn unserer Wirtschaft und Verwaltungen wird ebenso wie der Idea­lismus in der Sportbewegung und in unserem Volke die maleciellen Voraussetzungen für das Ge­lingen des Festes schaffen.

Wirtschaft.

* Junkers Vergleichsverfahren. In dem Vergleichsverfahren des Komplexes Professor Junkers, zu dem bekanntlich die an Bösch verkaufte Jco, das Kalonfer-Werk, die Forschungsanstalt und Junkers Hauptbüro gehören, wird, wie WTB.- Handelsdienst hört, die Quote für die Gläubiger von 40 v. H. auf 60 v. H. erhöht. Außerdem ist mit einem moralischen Besserungsfchein zu rechnen.

Sranffiirter ASendbörse fest.

Frankfurt a. M., 8. Rov. Die op­timistischere Auffassung, die die Börse nach der Wahl angenommen hatte, drückte sich auch im Abendbörsenverkehr in weiteren Kurser - Höhungen aus, nachdem schon im Mittags­schlußverkehr plötzlich starke Steigerungen ein­getreten waren. Bon Anregung waren auch die festen Meldungen von den europäischen Börsen. Bei etwas größeren Llrnsätzen ergaben sich am Aktienmarkt gegen den Berliner Schluß Be­festigungen von 0,501 Prozent. Deutsche

Linoleum gewannen 2 Prozent, Mannesmann 1,75 Prozent, und Schuckert 1,50 Proz. Lebhafte Um» sähe entwickelten sich innerhalb der Platzarbitrage in Stahlvereins-Aktien. Sm Verlaufe wurde es etwas stiller und die Kurse blieben nicht immer auf dem höchsten Stand behauptet.

Der Rentenmarkt lag überraschend ruhig, die Grundstimmung war jedoch durch­aus weiter fest. Kommunal-Obligationen zogen meist um weitere 1 Prozent, und Gold­pfandbriefe um etwa 0,500,75 Prozent an. Die Altbefitzan.'eihe konnte sich im Terlause um 0,25 Prozent befestigen, späte Reichsschuldbuchsorde­rungen blieben mit 71,65 Prozent unverändert. Altbesitzanleihe 55,1355,25, R4ubcsitz 6,95, Schutzgebietsanleihe 6,80, Reichsbank 130, Bude­rus 41.25, Harpener 78.25, Mannesmann 57 bis 56,50, Rheinstahl 69,75, Stahlverein 25.2525, Aku 59,5059, AEG. 35,755075, Conti Gummi 106, Deutsche Linoleum 46,2546,75, Licht & Kraft 93,50, SG.-Farben 98,89, Schuckert 75,50.

Die Arbeitsmarktlage in Hessen.

Gegenüber Oktober geringere Zunahme der Arbeits^osenzahl.

WSR. Frankfurt a. M., 8. Rov. Lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Rassau berichtet das Landesarbeitsamt Hes­sen: Die Zahl der bei den Arbeitsämtern ge­meldeten Arbeitsuchenden hat in der zweiten Ok­toberhälfte weiterhin, und zwar um 1300, zu­genommen. Die Zunahme war also geringer als in der ersten Oktoberhälfte, in der sie rund 3503 betrug. Die Gesamtzahl der Arbeit­suchenden hat damit im Bezirk des Landes­arbeitsamts Hessen einen Stand von rund 31 3 000 erreicht. Die erneute Belastung des Ar­beitsmarktes ist zunächst rein saisonmäßig bedingt: sie wäre stärker gewesen, wenn nicht auf der anderen Seite durch eine Entlastung, be­sonders" durch Ausnahme der Derbrauchsgüter- Sndustrien, ein gewisser Ausgleich stattgefunden hätte. Sn der 'Berufsgruppe Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei war eine Zunahme der Arbeitsuchenden um 389, in der Berufsgruppe Baugewerbe um 1237, und in der Gruppe Lohn­arbeit wechselnder Art um rund' 800 zu verzeich­nen. Sm Gastwirtsgewerbe und ebenso imi Holz­gewerbe hat die bereits in den letzten Berichts­zeiten eingesetzte rückläufige Bewegung, jedoch in abgeschwächtem Tempo, angehalten. Die Auf­nahmefähigkeit der Lederindustrie ist saisonmäßig bedingt. Aufnahmefähig waren besonders auch noch das Spinnstoffgewerbe, sowie zum Teil die Tabakindustrie.

Diese Besserung der Arbeitsmarkttage in den vorgenannten Berufsgruppen wird auf die Auswirkungen der letzten Notverordnung und die Maßnahmen der Reichsregierung zurückzu­führen sein.

Rach den Berichten des Schlichters für den Be­zirk Südwestdeutschland sind im Bezirk des Lan­desarbeitsamts Hessen bis Ende Oktober rund 4 7 00 Arbeiter und Angestellte auf Grund der Rotverordnung vom 4. Sep­tember 1932 eingestellt worden, darunter rund 700 von der Metallindustrie, fast 1000 vom Spinnstoffgewerbe, über 1500 vom Verkehrs­gewerbe und über 430 von der Lederindustrie. Drei Arbeitsämter schätzen die auf Grund der vorgenannten Verordnung und durch das Arbeits- beschasfungsprogramm bis Ende Oktober in Ar­beit gekommenen Personen auf rund 5500.

Sn der Arbeitslosenversicherung wurden am 31. Oktooer 30 551, in der Krisenfürsorge 58 985 Hauptunterstützungsernpsänger gezählt, was ge­genüber dem kehlen Stichtag eine Abnahme von insgesamt 2192 Hauptunterstützungsemp,ängern in beiden Tlnlerstützungseinrichtungen zusammen be­deutet. Die Zahl der anerkannten Wöhlsahrts- erwerbslosen betrug nach der vorläufigen Mel­dung der Arbeitsämter rund 123 000, die Zu­nahme gegenüber dem vorhergehenden Stichtag (30. September rund 121 000) a so rund 4203. Von den 313 000 Arbeitsuchenden a n 31. Oktober 1932 erhielten 9,8 Prozent Arbe'cks ofen-, 18 8 Prezent Krisen- und 39,9 Prozent Wohpahrtsunlrr- stützung.

27000 ArbeiiSdienstwilkige m He en.

WSR. Frankfurt a.Hl., 8. Rov. Sm Ok- toLir waren im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen noch rund 21. 003 Arbeitsdienstwillige be­schäftigt. Damit steht der Bezirk Hessen, wenn man diese Zahl mit den Einwohnerzahlen oder mit den Zahlen der Erwerbstätigen vergleicht, an der Spitze aller Landesarbeits­ämter. Cs ist dies darauf zurückzuführen, daß Hessen immer ein Tleberschußgebiet an Arbeits- fräjten war und gegenwärtig eine Beschäftigung in den früheren Arbeitsgebieten ausgeschlossen ist. Der weitaus größte Teil aller Arbeiten, die als Rotstandsarbeiten oder im Freiwilligen Ar­beitsdienst ausgeführt werden, kommt den Land­gemeinden, und dort wieder vorwiegend der Landwirtschaft zugute; es geschieht also auf die­sem Wege auch sehr viel für die ländliche Be­völkerung.

von den bisher genehmigten 1760 Maßnahmen entfiel die Mehrzahl, 586, auf Wegebauten, 510 auf Bodenkullurarbeiten, 342 auf Sport- und Spielplätze, 207 auf Forstarbeiten usw.

Bei wissenschaftlichen Forschungsarbeiten sind 110 Akademiker tätig. Unter den Trägern der Ar­beiten überwiegen 1435 öffentlichrechtliche Kör­perschaften alle anderen bei weitem. Sm Volks­staat Hessen hat sich das Heimatwerk große Verdienste um die Durchführung der Betreuung erworben.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dioid nde an. Reichsbankdiskont 4 o. Hi. Lombardzinsfuß 5 o. H.

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7.November

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Amtliche Notierung

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RIebeck Mvnian......

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87,5

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vamburg-Slivam. Dampfschiff

. 0

-

27

31

Bereinigte Stahlwerke . . .

. O

23,65

25

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Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

5&% yuünn-'linieibe von 1930

71,25

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Han,a Dampsichtsi . .

26,5

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Ltavi Minen.......

0

16

17,5

16

17,9

Budapest . .

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mtl

54,4

55,25

54,1

55,13

Norddeutscher lilotjb ....

. (

18

19

17,9

18,4

KaliwerkeAschersleben . . .

6

101

104

100,5

103,5

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

AuSloi.-Rechten ...

A.G. für Verkehrswesen Ml.

. 0

38,5

43,25

40

42

Kaliwerke Westeregeln . . .

6

108

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Holland .

169,48

169,82

169,33

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DeSgl. ohne Auslei ^Rechte . .

6,75

6,95

6,65

7,175

Berliner Handelsgesellschaft .

4

90,5

90,5

90,5

91,5

Kaliwerke Salrdetfurth . - -

9

161

165,25

160

166

Colo . . .

70,68

70,82

70,78

70,92

6% efiem 8% veli Volksstaat 1929

Commerz, unv Prlvat-Bank .

0

53,5

53,5

53,5

53,5

Kopenhagen

72,33

72,47

72,43

72,57

<rucl',ahio iÖ2%)......

66,5

69

69

Darmstädter unb Nationalban

O

Stockholm

73,28

73,42

73,53

73,67

13,95

Oberhejien Prodtnz-Anleihe mb Auslol. Rechten . .

Deutsche Bant unb

g. ®. Farben-Jnbustrie . . .

7

96,65

98,9

96

98,4

London. . -

13,89

13,93

13,91

55

55

Dlsronio-Gesellschasl.

0

75

75

75

75

Ccheibeanstalt.......

1>

141

141

Buenoi, Atre

0,918

0,922

0,918

0.929

Deutsche Komm Gatnmclabl

50,4

49,75

Dresbner Banl......

0

61,75

61,75

61,75

61,75

Golbschmibt........

. 0

27,5

30

27,4

28,25

Nenoork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Anleid - Serie i

51,5

52,25

Reichsbanl........

1

127,75

130

128

130

RütgerSwerke.......

. 0

40,25

42,4

40,13

41,75

Brüssel. . .

58,54

58,66

58,52

58,64

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bant

79,25

79,75

32,5

35,75

Metallgesellschaft......

. 0

35

36

35,25

Italien. . .

21,56

21,60

21,56

21,60

® oicrn . i > unkündbar bis 1935

A.C.G.........

. c

32,65

35

Pa is . . .

16,53

16.57

16,52

16.56

6% ehem 7% Franks. Hyp.-Ban!

Bergmann........

. 0

-

20,75

Schweiz . .

81,13

81.2

81,07

81,23

OoIod 16 unkündbar biS 1936

(Sehr. Lieserungsgesellschast.

6

69

70

68

70

Philipp Holzmann.....

. 0

55

56,25

55

55,9

Spanien . .

34,47

34,53

34,45

34,51

6y2° ehem iy2% -rrantf.Hyp.- Boni t'tau 'Bidiiobriefe

83,25

84

Licht unb Kraft . . .

zelten & Gutlleaume....

6 0

88,25

54

93,5

56

88,75

53,75

93

56

flementroerf ßciDeCbctQ < Cementwerk Karlstadt. . . .

. 4

. 0

49

50

50

51,75

Danzig. . . Japan . . . Rio oe Jan..

82,04

0,839

82,20

0,891

81,97

0,869

82,13

0,871

6'/2% ehern. 4^,% Rheinische

84,25

Gefellfchast für Clektrifche

68,25

72,75

72,5

War>b & Freptag ....

. 0

4,7

5

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5

0,294

0,296

0,294

0,296

Hn» Ban eiou «Goldp.e. .

85

-

Unternehmungen . . .

4

68

Jugoslawien

5,634

5,646

5.634

5,646

6% ehem 8% 'Br. LandeSpsand«

Rheinische Elektrizität . .

b'B

72,5

75,5

Lissabon .

12,75

19.77

12,76

12,78

brietaufin 'Bfanbbrkle R. 19

74,5

76,5

74,5

76,5

Schuckert L Co.......

0

70,5

75,5

70,75

74,4

Schulchetv Payenhofer . . . Aku kMlgemeine Kunstseide! Bemberg... ....

Zellstoff Waldhof.....

0

_

_

58,25

63,4

6% ehem. 7% Pr. Landespfand. brlefanflaii Pfandbriefe R. V

74,25

76

-

Siemens & HalSke.....

Lahmeyer 8 Co.......

9

10

117,5

107,5

109,75

116,75

107,25

122,75

109

0 o

56,5

56

59

56,25

58,5

58,5

62,75

Banknoten.

0

43

45

42

44,5

25cr(ln, 8-November

Selb

»rief

4% Oesterreichlsche (Solvrenie . 4,20% Oesterreichlsche Stlberrent,

11

10,75

-

Buoeru..........

. 4

41,25

39,65

41

Zellstoff Aschaffenburg . . .

0

29,75

28,5

Amertlannche

Noten . . .

4,20

4,22

1

1

1,05

Deutsche Erdöl......

. t

73,25

75,5

72,25

75,25

Dessauer Gas.......

. 7

89,75

20,75

92,75

Belgische Noten.....

58,36

58,60

4% Ungarische Goldrente ...

4% Ungarische SiaalSrente v. 1910

6,2

6,275

6,25

6,2

Gelsenkirchener......

. b

37.75

40

37,75

39,75

Daimler Motoren.....

. 0

20,9

21,5

21,4

Dänische Noten.....

72,06

72,34

6,15

6,15

6,05

Harpener.........

. 1

74,5

78,25

74,25

77,5

Deutsche Linoleum ....

. 0

44,5

46,75

43,75

44,75

Cnglische Noten.....

13,87

13,93

4Vr% 00001. von 1913

Hoesch Eisen. ......

. t

36

37,5

Orcnstein & Koppel ....

. 0

34,25

36

französische Noten....

Holländische Noten ....

16,48

16,54

5% abgest. Goldmexilaner von 99

1,13

6,13

6,13

3Ue Bergbau.......

Ilse Bergbau Genüsse . . .

1'

129

135

Leonhard Tiey......

. 6

44

45

44

45,5

168,96

169,64

4% Türkische gvilanlethe von 1911

3,5

3,55

3.45

3,5

96,75

97

97

98

Cvenska.........

0

Italienische Noten ....

21,50

21,58

4% Türkische Bagdadboyn-Anleih

Hlodnenuerle.......

. 6

33,25

34,75

34,5

Shabe..........

12

162

162

161

161

Norwegische Noten ....

70,61

70,89

Serie l

3,5

3,6

3,65

3,6

Mannesmann-Rühren . . .

. 6

53,25

56,5

52,65

55,25

Deutsch. Oesterreich, 1OO Schilling

4% vesgi. Serie li ...

5% Rumän. ver inh. Rente v. 1908

3,4

3,5

5,5

3,5

Mansselder Bergbau ....

. O

19

20

20,65

22

Rumänische Noten ....

2,47

2,49

5

5,25

5,9

Oderschies. Kokswerke . . .

. 8

40

42

Frankfurter Maichtnen . . .

Gritzner.........

. 0

_

-

-

Schwedische Noten....

73,35

73,65

4^%Rumctn.veretnb.Renlev.i91« 4% Rumänische vereinh. Rente

8

8,75

8

8,8

Phönix Bergbau......

4/,

27

28,5

26,65

27,75

. O

26

26,5

-

27

Schweizer Noten.....

80,89

81,21

4,3

4,5

4,35

4,5

Rheinische Braunkohlen. . .

Rhelnftahl........

10

162

168

161,75

170

Mainkrastwerke Höchst a. M..

. 4

53,25

55

-

Spanische Noten.....

34,31

35,45

Anatnlic

20

19,9

20

19,9

67

69,75

66,25

69,25

Süddeutscher Zucker

. 8

133

132,5

132

Ungarische Noten ....