Ausgabe 
9.11.1932 Frühausgabe
 
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Mittwoch, Donnerst. Hreii. Pa.Lchellfischk, .Ad 3->/ZZPi. nftobcljau, t P'd.21) 32 Vs. Ueelarhc.toolbs ibm'ch.Bratfisch V'jtüue öctince, |6tilbutt.Frlsehe I Fiith-FUelB |W.ßU.50$f. I Bkh. Bruewald I BlihiÄin. 27, I Tel. 3631. oe«i

Friste Mte!

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Stadttheater

Gießen.

Wttwock, 9. Nov., 2022.30 Übr

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Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und *ür den An­zeigenteil i.V.TH.Kümmel sämtlich in Biegen.

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nr. 254 -Svüh»usgabS 182. Jahrgang - Mittwoch,9. November 1952

GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen

Sem.e Herren in Lausanne haben sich die treu bleiben werden. Und an Sie als die Vertreter Staatsmänner, die den Vertrag über das Ende der der öffentlichen Meinung Ihrer Völker, richte ,ch Reparationen ab^lossen, verpflichtet, auch die die Bitte, an dem großen Werk der Versal) .m rT» ;3fT ^en SmIter!1 fchwebenden Fragen nung der Völker auf den Grundlagen Der i m Ine lte n i p i » c; p r t r a n ß I <xm.t /73 _r . i. _ v . /7i f < » -

DerReichskanzler über das Wahlergebnis

Roosevelt zum pmsidenlen von WA. gewählt

im Geiste dieses Vertrags zu behandeln. Deutschland erwartet, daß sie diesem Vorsatz

Berlin, 8. Nov. In einem Interview mit dema Chefredakteur der Transozean - Nachrichtendienste gab der Reichskanzler v. P a p e n seinei unver­minderten Zuversicht hinsichtlich der durch den Wahlausfall geschaffenen Lage Ausdruck, indem er erklärte:Abgesehen von gewi|sen partei­politischen Kräfteoerschiebungen, die mehr oder we­niger den Erwartungen entsprechen, ist die Lage nur wenig verändert

3d) betrachte die Verschiebungen nicht als aus- reichenden Grund, den Kurs zu ändern, den die Regierung unbeirrbar gesteuert hat, seit ich das Amt übernahm.' Das Kabinett wird, gestützt auf das vertrauen des Reichspräsidenten, vor allem am Grundsatz der Acberparteilichkeit fest- halten und sich weiter vorwiegend der Aufrecht­erhaltung der Ordnung, der Wiederherstellung des wirtschaftlichen Wohlstandes und der Achtung vor dem Gesetz widmen. Auf dem Ge­biet der Außenpolitik wird es seine Aufgabe in der Verwirklichung der wohtbegründeten Ansprüche Deutschlands auf fair play, sowie in der Forderung des Friedens und der Ab­rüstung sehen.

Ich kann nur die Hoffnung ausdrücken, daß sich im neuen Reichstag eine genügende An­zahl von Männern finden möge, die von dem

Berlin, 8. Rov. (MTB.) 3n seiner Rede vor den Vertretern der ausländischen Presse (über deren ersten Teil wir gestern nachmittag bereits berichteten. D. Red.) führte Reichskanz­ler von Pa Pen hinsichtlich des Vertra­ges von Versailles weiter aus: Es muh das Z:el nicht allein der deutschen, sondern der europäischen Politik sein, die V e st i m m u n g e n. d:e durch Zwang auferlegt wurden, durch Lö­sungen zu ersehen, die dem freien Ermes- s e n a l l e r Beteiligten entspringen und darüber hinaus uns helfen und unseren Bestre­bungen Verständnis entgegenbringen, denn we­der durch Listen noch durch Drohun- g e n werden wir uns für alle Zukunft an Lö­sungen binden lassen, die uns mit Gewalt aufgezwungen werden.

Dnser weg wird der weg friedlicher Verständi­gung sein, wir haben diesen weg in Locarno beschritten und in Lausanne fortgesetzt, und wir werden ihn weitergehen, um jenen großen Grundsätzen, aus die vertrauend wir 1918 die Waffen niederlegten, die Herrschaft über Europa zu verschaffen.

Die Weltwirtschaftskrise hat den kata­strophalen Charakter nur annehmen können, weil die internationale Verschuldung und Hemmnisse des Warenverkehrs sich gegenseitig in ihren krisenhaf- teii Wirkungen steigerten. Die Sonferenj von Lau­sanne hat ohne Zweifel einen Ausschnitt aus die­sem Problemkreis auf festen Boden gestellt und da­durch beruhigend und reinigend gewirkt. Es kann k.-inem Zweifel unterliegen, daß der heute noch zu losende Nest der internationalen Probleme viel- | eicht noch größer ist als der Anteil, der in Lau­ch "ne eine Bereinigung erfahren hat. Unter diesem Gesichtspunkt kann die Aufgabe und Bedeu­tung der Weltwirtschaftskonferenz nicht hoch und entscheidend genug für eine weitere Erholung der Wirtschaftslage der'Welt eingeschätzt werden. Dieser Verantwortung müssen och die führenden Staatsmänner bewußt'sein

Ich zweifle nicht, daß hierdurch der Wirtschaft ein neuer Antrieb gegeben werden würde aber die kPnu®rJ.in?eJür d'e W rtschaft, für ihr Auf und Ab ihr Gedeihen oder Schrumpfen liegen schließ- licb nicht im Wirtschaftlichen, sondern im Politischen.

Niemals wird die europäische Wirtschaft zur Ruhe kommen, niemals wird sie die für ihr Gedeihen sicheren Grundlagen erhalten, wenn nicht jene Konzeption einer einigen und fried­lichen Völkergemeinschaft Wirklichkeit wird, die ich als das Endziel der deutschen Politik be­zeichnet habe, und niemals wird dieses Endziel erreicht werden, wenn nicht die großen Grund­sätze der Gleichberechtigung und des Selbst­bestimmungsrechts der Völker auf allen (ge­bieten anerkannt und durchgeführt werden. Unser Anspruch auf die allgemeine Abrüstung gibt uns die unerschütterliche Grundlage für unser handeln, von dieser Grundlage aus werden wir alle Pläne beurteilen, die uns oor- gelegt werden.

Meine Herren, Sie würden enttäuscht sein, wenn ich mich heute nicht zu dem neuen fran­zösischen Plan für Sicherheit und Ab-

Da das Wahlgesetz solche Personen von der Wahl ausschließt, die aus öffentlichen Mitteln unterhalten werden, sind bei der jetzigen Wahl viele Personen ihres Stimmrechts verloren ge­gangen.

Es ist bei der Wahl besonders zu beachten, daß der Präsident nicht, wie in Deutschland, un­mittelbar vom Volke gewählt wird, sondern daß vielmehr 5 3 1 Wahl männer für d i e Prä­sidentschaftswahl gekürt werden, die sogenannten Elcktoren, die in zwei Monaten zu­sammentreten, um die Abstimmung über die Prä- ^iEch.?'Mandidaten vorzunehmen. Da die Wah.männer von den Parteien gewählt werden, und es sich praktisch um die Entschei­dung lediglich zwischen Republikanern und Demokraten handelt, so bedeutet die Mehr­heit, die eine dieser beiden Parteien unter den Wahtmannern erhält, auch schon die Wahl ihres Kandidaten.

Ein Anschlag auf Hoover?

San Franzisko, 8. Rov. (WTD.) Der Svnderzug, der Präsident Hoover nach Palo Alto brachte, muhte infolge eines geheimnisvollen Zwischenfalls bei Winnemucca (Revada) an­halten. da ein Brückenwächter die Signale auf Halt gestellt hatte. Als man ihn fragte, aus wel­chem Grund er dies getan habe, entblößte er sei­nen Oberkörper, der m e h r e r e M e s s e r st i ch e aufwies. Als man die .Hingebung absuchte fand man ein Dynamitpaket dicht bei der Drücke und ein zweites Paket in einem Dusch. Rach zwan­zig Minuten Aufenthalt fuhr der Zug weiter. Da die Drücke selbst keinerlei Beschädi­gungen aufwies, tappt man noch völlig im Dunkeln.

Reichskanzler von Papen (links) und Außenminister von Neurath im Gespräch mit den Vertretern amerikanischer Zeitungskonzerne

Weitwirtschastskonferenz erst im März?

® 8 2er Sachverständigenausschuß

für die Vorbereitung der W e l t w i r t s ch a f t s - konferenz hat den ersten Abschnitt seiner Ar­beiten beendet. Er wird wahrscheinlich nicht wie ursprünglich vorgesehen, schon im Dezember wieder zulammentreten, um das Programm für die Welt- wirtschaftskonferenz endgültig zu formulieren, son­dern voraussichtlich erst im Januar. Während man bis letzt annahm, daß die Weltwirtschaftskonferenz im Februar zusammentreten werde, ist man neuerdings der Meinung, daß ihre Einberufung nicht vor März erfolgen werde. Durch die Be­ratungen ist der Eindruck verstärkt worden, daß für eine positive Gestaltung ber Weltwirtschaftskonfe- renj die Bereinigung des Problems der inter* alliierten Schulden eine weitere Voraus- legung ist. Es besteht ferner für niemand hier ein Zweifel, daß die Weltwirtschaftskonferenz unter den bentbar ungünstigsten Auspizien zu- lammentreten würde, wenn bis dahin nicht durch eine mirffame positive A b r ü st u n g das Vertrauen in der Welt wiedergewonnen wird.

Trendelenburg fährt nach Berlin.

e ' 8 (ERB.) Untergeneralsekretär des Völkerbundes Dr. Trendelenburg wird in öen nächsten Tagen vorübergehend nach Berlin reiien wo er vor seiner endgültigen Uebersiedlung nach Genf Besprechungen mitder Reichs- regierun g haben dürfte.

Äerständigungsbereitschast bei voller Gleichberechtigung

Oer Appell des Reichskanzlers an die ausländischen preffeverireker.

gleichen Wunsch beseelt und bereit sind, an die­sen Aufgaben wirksam rind einmütig rnitzu- arbeite n."

..Das wichtigste Ergebnis der Wahl besteht darin, daß die Mehrheit von Nationalsoziali­sten und Zentrum unmöglich ist ohne Hilfe der Deutschnationalen Volkspartei. Ziffern­mäßig ist natürlich eine Mehrheit von Kommu­nisten und Nationalsozialisten vorhan­den Aber eine o a (i t i'b n zwischen diesen bei­den extremen Gruppen erscheint doch undenk­bar. Es kann vielleicht gelegentlich bei bestimmten Fragen zu einem Bündnis zwischen den beiden Fraktionen kommen, das jedoch stets nur negativer, nie positiver Natur sein dürfte

vielleicht dürfte es aber doch möglich fein, eine Grundlage zu finden, aus der diejenigen Par­teien, die für Gesetz, Ordnung und christliche Weltanschauung eintreten, sich zu gemeinsamer

Arbeit vereinen können.

Diese Hoffnung stützt sich auf die Tatsache, daß die bürgerlichen Mittelparteien bei der Wahl gut ob- geschnitten haben. Ich kann in dieser Beziehung nur wiederholen, was ich in meiner letzten Rundfunk­rede sagte, nämlich, daß die Regierung gerne bereit ist, ihre Hand jedem Einzelnen und jeder Parteigruppe zu reichen, die guten Willens ist, loyal mit uns an der Lösung der nationalen Fra­gen mitzuarbeiten "

Neuyvrk, 9. Nov. (WTB. Funkspruch.) Ser demokratische Präsidentschaftskandidat Roosevelt ist mit überwältigender Mehrheit zu m vräsi- Öen ten bet vereinigten SlaaTn ge­wählt worden, von den insgesamt 531 Wahl­männerstimmen erhielt Roosevelt 454, Hoo­ver 55, 22 Wahlmännerstimmen stehen noch aus, die jedoch an dem Endergebnis nichts mehr ändern können.

Im Staate Reuyork wurde der demokratische Kandidat Lehman gewählt. Auch bei den B är­ger m e i st e r w a h I e n in der Stadt Reuyork siegte der demokratische Kandidat OB r i e n.

Wahlbeteiligung etwa 40 Prozent.

Aeuyork, 8. Rov. (TH. Funkspruch./ Die amerikanischen Wahlen sind bisher, bis auf klei­nere Schlägereien in Reuyork und Chikago ruhig verlaufen. Die Wahlbeteili­gung war für amerikanische Verhältnisse außerordentlich hoch, schätzungsweise etwa 40 v. H. Der übliche Wahltamtam fehlte diesmal vollständig. In den Großstädten sind bei den Wahlkommissaren bereits zahlreiche P r o t e st e wegen verschiedener Hnrcgelmäßigkeiten, insbe­sondere wegen Wahlbeeinflussung, Vernichtung von Wahllisten und Wahlmaschinensabotage ein» gelaufen. Im Geburtsort des Prohibitions­gedankens, Westerville (Ohio) werden öf­

fentliche Gebete für einen Sieg der Prohibition abgehalten.

Ein Lteberbllck vor der Wahl.

Reuyork, 8. Rov. (TH.) Das Wahlwetter ist kühl und bewölkt, aus verschiedenen Ost- staaten werden Regenfälle gemeldet. In der Stadt Reuyork überwachen 7575 Polizisten öi« 3497 Wahllokale. Insgesamt 19 220 Poli­zisten sind in der Stadt alarmbereit. Die Wa­shingtoner Geheimpolizei traf Vorbereitungen, um verfassungsgemäh den staatlichen Schatz auf Roosevelt auszudehnen, falls er gewählt wird. Die Polizeistunde ist für die Tanzdielen 0.15 Hhr Mitternacht verlängert worden.

Hm dem Massenandrang der Wähler begegnen zu können, sind in der Stadt Reuyork neue Wahlmaschinen eingeführt worden, die aber recht umständlich sind. In den übrigen Städten und auf dem Lande wird meistens mit Stimm« zetteln gewählt. Das Volk rechnet allgemein miit einem ausgesprochen großen Sieg Roo­sevelts, während die Republikaner im Hin­blick auf das Alkoholverbot die Hnterstühung ihres Kandidaten Hoover, vor allem auch durch die Frauen, erhoffen. Trotz des allgemein erwarteten demokratischen Sieges ist die Börse fest. Im Staate Reuyork findet neben den po­litischen Abstimmungen noch eine Abstimmung über die Auflage einer 30-Millionen-Dollar- Anleihe für die Erwerbslosen statt.

rüstung äußerte. Aber ich kann dazu heute nur wenig sagen, und cs kann sich hierbei nur um e r st e Eindrücke handeln, denn bisher ist über diesen Plan zu wenig bekannt. Der fran­zösische Plan setzt anscheinend voraus, daß alle europäischen Festlandstaaten gleichartige Heere erhalten. Das erscheint vom deutschen Standpunkt aus durchaus diskutabel. Wir haben zur Zeit eine Heeresverfassung, die uns durch Diktat aufgezwungen wurde, und führen Klage darüber, daß unsere Soldaten nicht mit ^enen anderer Länder gleichwertig sind, weil sie nicht die gleichwertige Bewaffnung wie diese führen dürfen. Die französische Regie­rung geht anscheinend davon aus, daß erst 9^Eichartige Wehrverfassung und 3 l eti3) a rtige Bewaffnung die Heere der verschiec^nen Länder wirklich vergleichbar macht. Diesen Standpunkt erachte ich als einen große n F o r t s ch r f t. Es ist unbestreitbar, daß, wenn es gelingt, cn.en Heeren den Charakter r e i n e r D e f e n s i v m i 11 e 1 zu geben, wir einen entscheidenden Schritt in der moralischen Abrüstung und Befriedung der Welt vorwärts gekommen sein werden.

Rur durch gleiches Wehrsystem mit gleicher Bewaffnung, deren potential der Länge und Verwundbarkeit der Grenzen, wie der Zahl der Rachbarn angepaßl fein muß, läßt sich auch gleiche Sicherheit für alle Völker erzielen. Die deutsche Regierung, die den Frieden wünscht, weil sie wie keine andere Ration der Welt der Segnungen des Friedens bedarf, hält ihre Politik unter dem Gesichtspunkt wirklicher, all­gemeiner Abrüstung. Sie wird jede Maßnahme begrüßen, welche die Defenfivkrast im Gegensatz zur Angriffskraft stärkt, und Deutschlands An­spruch auf gleiches Recht und gleiche Sicherheit verwirklicht. Aber wir werden nicht an einer Abrüsiungskolivention initacbeiten, solange wir nicht wissen, ob sie in ihrem ganzen Umfang für uns Geltung haben soll.

ewigen Gesetze der Gerechtigkeit zum Besten der Welt mitzuarbeiten!

Frankreich und Italien.

Englischer Kommentar zur Herriots Rede.

London, 8. Rov. (TH.) Hnter der Heber- fdjnfL »Italienisch-französische C n- tentc schreibt der diplomatische Mitarbeiter desDaily Telegraph", dah^die freund-

x nr .Verbeugungen Herr iots vor Italien in Loirdoner diplomatischen Kreisen größtes Interesse hervorgerufen hätten. . err wurden als ein bemerkenswertes Ereignis vielleicht sogar als ein möglicher Wende- Pu t in den europäischen Beziehungen bewer­tet. Herriot und seine Berater seien, so scheine es, zu dem Schlüsse gekommen, daß ein ständiger Widerstand gegen die italienischen Wünsche Deutschland und Italien in einem gegen tftanfreid) gerichteten Zusammenschluß zwingen müsse. Herrjot sei wahrscheinlich auch durch die Besprechungen mit Davis beeinflußt worden. Der Korrespondent hält eine italie­nisch-französische Versöhn un g in der 2cLr?fft rag<> für möglich. Menn ein Rachlafsen der gegenwärtigen Spannung zwischen Frankreich und Italien in England auch herz­lich begrüßt werde, so bedauere man die aus Paris kommenden Gerüchte, die erneut von einem Diermächte - Wittelmeerpakt mit England (als Bürgschaft für den Frie- wm im Mittelmeer). Frankreich, Italien und Spanien sprächen. England und Amerika hätten sich schon auf der Londoner Flottenkonferenz, als

Lec bl61ei} Gedanken zum erstenmal borge- braÄL?afe e'"deutig dagegen erklärt. Der englische Standpunkt gehe dahin, daß der Pakt vEommen unnötig sei, wenn sich die fran­zösisch-italienischen Beziehungen besserten.

Verstärkte französische Auslands­propaganda.

Paris 8.Rov. (WTB., DemIntransigeant" zufolge soll tm heutigen Ministerrat beschlossen worden sein, die dem Außenministerium zur Verfügung stehenden Kredite für Pro­paganda imAuslande zu erhöhen.