brauch auf der einen Seite, dessen Ausnutzung zum Nachteile des Vertragsgegners von der andern Seite, begründen die Nichtigkeit des so herbeige- sührten Vertragsabschlusses nach § 138 Abs. 1 BGB.
Da es ferner nach der Lebenserfahrung die Regel, der typische Geschehensablauf ist, daß heimliche Zuwendungen an Angestellte der Gegenseite, namentlich deren Willensoertreter, die Vertragsbedingungen zu Ungunsten des Geschäftsherrn beeinflussen, so wird es durch die Anwendung der Grundsätze vom Beweise des ersten Anscheins berechtfer- tigt, daß regelmäßig nicht der getäuschte Geschäftsherr seine Benachteiligung zu beweisen hat, daß vielmehr dem Vertragsgegner der Nachweis obliegt, seine Schmiergelder oder sonstigen Zuwendungen an Angestellte oder Vertreter der Gegenseite seien ohne dem Geschäftsherrn nachteilige Einwirkung auf den Inhalt des abgeschlossenen Vertrages geblieben. Dabei wird regelmäßig ein allgemeiner Beweis der Ueblichkeit des Vertragsinhalts, namentlich der Angemessenheit vereinbarter Preise, nicht genügen, sondern der Nachweis zu erfordern fein, daß nach den besonderen Umständen des Fairs auch ohne das „Schmieren" der Vertragsabschluß überhauvt und unter denselben Bedingungen, wie gescheyen, zustande gekommen sein würde.
Auch dafür, daß das „Schmieren" ohne sein Wissen und gegen seinen Willen erfolgte, wird aus
demselben Grunde nicht vom Geschäftsherrn besonderer Beweis zu erfordern, vielmehr wird vom Gegner die Ausnahme zu erweisen sein, wofür jedoch nicht der Nachweis bestimmter Kenntnis des Geschäftsherren von solchen Zuwendungen im Einzelfalle zu erfordern ist, vielmehr nach den Umständen des Falles schon die Feststellung genügen wird, daß er mit einem Schmieren seiner Angestellten oder Vertreter rechnete und zu- treffendenfalles damit einverstanden war.
G.A.-Gport.
Handball der Sp.-Dg. 1900.
VfL. wehlar I — 1900 I 4:1.
Das Spiel nahm den Verlauf, wie es bereits in der Vorschau angedeutet wurde: die 1900er im Feldspiel ebenbürtig, zeitweise sogar überlegen. unterliegen infolge schwachen Stürmer- spiels. Der gegen den OST. schon enttäuschende Mittelstürmer schien in Wetzlar von allen guten Geistern verlassen zu sein. Das Fehlen des rechten Verbindungsstürmers kann nicht als alleiniger Entschuldigungsgrund gelten. Zur Halbzeit führten die recht entschlossen, wenn auch nicht überragend spielenden DfL.-Leute 1:0. Die Gießener hätten zu dieser Zeit einen Vorsprung von min-
öestens zwei Toren herausholen müssen, wenn die gebotenen Chancen nur einigermaßen ausgenützt worden wären. Vach der Pause stellten die Wetzlarer im Anschluß an verschiedene geschickt vorgetragene Angriffe den Sieg sicher.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Heuchelheim I — 1900 III 2:0 (0:0).
Die Gießener Vorstädter haben sich in letzter Zeit sehr zu ihrem Vorteil verbessert. Auch dieses- mal blieben sie erwartungsgemäß sichere Sieger. Dis zur Pause wehrten sich die Gießener Dlau- weißen noch einigermaßen und hielten ihr Tor rein. Als aber Drambachs Drille zerbrach, konnte dieser den ersten Treffer nicht mehr verhindern und muhte später noch einen zweiten folgen lassen. Wohl hatte 1900 auch Chancen, der Sturm verwertete sie aber nicht. Mit dem Spielleiter war man nicht immer zufrieden.
1900 IV — Lollar III 2:0 (2:0).
Dieses Treffen fand vormittags auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe statt und sah die Einheimischen als verdiente Sieger. Das Vorspiel verlor bekanntlich 1900 in Lollar nach Verlust des Torhüters mit 7:0 sehr hoch. Allerdings hatte Lollar damals die Mannschaft durch Spieler der oberen Klassen wesentlich verstärkt. 1900 wählte diesmal eine stärkere Vertretung und
konnte auch dementsprechend dieses Spiel ständig überlegen gestalten.
Wettervoraussage
Kaltluft hat sich weiter über dem Festland behauptet, so daß in der letzten Nacht vielerorts Tem- peraturrückgang bis unter den Gefrierpunkt stattgefunden hat. Da sich allerdings wärmere Luft darüberschichtet, hat sich nach kurzem Aufklaren wieder eine dichte Nebelschicht gebildet. Das Wetterkartenbild zeigt im ganzen keine wesentlichen Verschiebungen, es wird also der gegenwärtige Witterungscharakter zunächst fortdauern. Bei meist bedecktem Himmel bleibt es, abgesehen von leichterem Nebelregen, trocken, und die Temperaturen kommen nachts noch unter den Gefrierpunkt zu liegen.
Aussichten für Donnerstag: Neblig und bewölkt, nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt und auch darunter, meist trocken.
Aussichten für Freitag: Keine wesentliche Aenderufig.
Lufttemperaturen am 8. November: mittags 5,4 Grad Celsius, abends 1,3 Grad: am 9. November, morgens 0,7 Grad. Maximum 6,5 Grad, Minimum — 0,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. November: abends 5,5 Grad: am 9. November: morgens 2,9 Grad Celsius.
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