Die Arbeitslosigkeit Ende Oktober.
Günstige Beurteilung in politischen
B e r l i n, 8. Nov. (MTB.) Wie es im Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 16. bis einschlietz- lich 31. Oktober heißt, ergeben die Meldungen der Arbeitsämter für Ende Oktober eine Gesamtzahl von rund 5 10 9 0 0 0 Arbeitslosen. Lamit ist die Steigerung der Arbeitslosigkeit, die der Bericht über die erste Hälfte dieses Monats aufwies, fast völlig ausgeglichen.
Gegenüber Ende September mit einer Ar- beitslofenzahl von 5 103 000 ergibt sich nur eine ganz geringfügige Zunahme.
2m B o r j a h r war die Zahl der Arbeitslosen zwischen den Leiden Stichtagen vom Ende September und Ende Oktober im ganzen um rund 269 00 0 gestiegen.
Die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Zahlen wird durch die Gegenüberstellung der Entwicklung in den Saisonaußenberufen und derjenigen in den übrigen Berussgruppen etwas ausgehellt. Während nämlich in den Saison-Auhen- berufen die Zahl der Arbeitslosen in der zweiten Hälfte des Oktober weiter, und zwar um rund 25 000, zugenommen hat, ist sie in den überwiegend von der Konjunktur abhängigen Berussgruppen um rund 66 000 gefallen. In der Vergleichszeit des Vorjahres dagegen stieg die Arbeitslosigkeit in allen Berussgruppen, da sich mit einer wesentlich stärkeren saisonmähigen Verschlechterung noch ein konjunkturelles Absinken verband.
und wirtschaftlichen Kreisen.
3m Freiwilligen Arbeitsdienst waren Ende Oktober etwa 250 000 junge Menschen beschäftigt.
also noch um etwa 40 000 mehr als Ende September. Ihre Zahl ist in der angegebenen Gesamtzahl der Arbeitslosen enthalten.
In der Arbeitslosenversicherung wurden am 31. Oktober rund 582 000, in der Krisenfürsorge rund 1 139 000 Arbeitslose betreut. Die Zahl Der krisenunterstühten Personen ist um rund 36 000 zurückgegangen. In der öffentlichen Für- iorge wurden rund 2141 000 Wohlfahrtserwerbslose unterstützt, die von den Arbeitsämtern als solche bis zum Stichtage anerkannt waren, d. h. rund 94 000 mehr als bei der letzten, Ende September durchgeführten Zählung.
In politischen und wirtschaftlichen Kreisen finden die Zahlen über den Stand des Arbeitsmarktes sehr starke Beachtung, weil die Beschäftigung, die sich daraus ergibt, ungefähr ebenso stark ist, wie Ende September, im Oktober insgesamt also keine wesentliche
Verschlechterung eingetreten ist.
Derücksicht'gt man ferner, daß die Durchschnittszahl des Jahres 1931 = 4 623 000 betrug und hält man dagegen die ernsten Befürchtungen, die Ausgang des Sommers für den Herbst und Winter laut wurden, so ergibt sich, daß die Entwicklung während dieses ersten Teiles des Winters ein erfreulich günstiges Bild bietet.
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7,80
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Alle chen.
Einstimmige Annahme findet auch ein nationalsozialistischer Antrag, die Regierung möge die gewerbliche Arbeit in den Strafanstalten möglichst einschränken, damit nach Möglichkeit jede Schädigung des freien Gewerbes vermieden werde.
Der Ausschuß erledigte dann noch zahlreiche Eingaben.
Kinanzausschuß des Hessischen Landtags.
Darmstadt, 8. Rov. (WHP.) Der Finanz- ausschuh des H ss.schen Landtages bejahte sch zunächst mit der Rachweisung Über die Staats- ausgaben und -einnahmen für das Rechnungsjahr 1 9 27, die gegen die Stimmen der Kommun.sten angenommen wurde.
Der Antrag der Deutschnationalen und des Zentrums, den Kirchen wieder wie in früheren Jahren Darlehen bis zum Betrage von 600000 Mark zu gewähren, wurde mit den Stimmen der Rationalsozialisten und des Zentrums gegen die Sozialdemokraten und die Kommunisten angenommen.
Der kommun.stische Protest gegen die Bürgersteuer wurde, da er gegen die Reichsgesehe verstößt, vom Ausschuß nicht zur Beratung zugelassen. r „r
E.ne längere Aussprache entspann sich über zahlreiche Eingaben von Staatsbaudarlehensempfängern und einen sozialdemokratischen und einen nationalsozialistischen Antrag, in denen Stundung für die Zinsen und die Tilgung von Staatsbaudarlehen gewünscht wird. Die Regierung teilte mit, Latz sie bereit sei, in wohlwollender Weise alle Darlehensverträge zu prüfen, eine generelle Stundung der Zinsen und des Kapitals könne sie jedoch nicht durchführen. Auch der Forderung, daß eingeleitete Zwangsvollstreckungen. auch für Beträge, die im Jahre 1931 fällig gewesen sind, eingestellt werden sollen, könne sie nicht zu st im men; wegen rückständiger staatlicher Baudarlehen allein seien in keinem Fall Zwangsvollstreckungen eingeleitet worden. Wenn dies jedoch von anderer Seite geschehe, so müsse sich der Staat zur Wahrung seiner Interessen anschliehen. Die Anträge und die zahlreichen Eingaben werden durch die Antwort der Regierung für erledigt erklärt.
Durch die zusagende Regierungsantwort, daß wie im vergangenen Jahre auch im neuen Rech- nungsjahre ein Rach laß bei Fischpachtverträgen im Einzelfall erfolgen werde, wird ein nationalsozialistischer Antrag für erledigt erklärt. Don der Regierung wurde noch mitgeteilt, daß nur in ganz wenigen Fällen von den Pächtern das Pachteinigungsamt angerufen worden sei. .
Gegen die kommunistischen Stimmen wird dann ein Zentrumsantrag angenommen, der die Reichsregierung ersucht, eine der Osthilfeaktion ähnliche Hilfe auch für den Westen des Reiches zu schaffen unter Erstreckung dieser Hilfe auch auf das Handwerk und das Gewerbe.
Ein nationalsozialistifches Verlangen, der Reichsernährungsmini st er möge Hessen besuchen und sich mit den landwirtschaftlichen Kreisen aussprechen, wird einstimmig gebilligt.
onen Kronen, da Dänemark an England über 300 Millionen Kronen Bacon und Schinken jährlich bisher ausgeführt hat.
Im Allensteiner Bombenlegerprozeh wurden die Angeklagten Dethke, Franz Weih, Qnassek und Klimmek zu je fünf Jahren Zuchthaus, Dembkowski zu einem Jahr Gefängnis, Wilhelm Weih zu einem Jahr Zuchthaus, Hellwig zu einem Jahr Zuchthaus, Pernack zu einem Jahr drei Monaten Zuchthaus und Iuschka zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.
übrigen Angeklagten wurden freigespro-
Aus oller Welt.
Ehrlich wahrt am längsten.
Der Warschauer Lln.ersuchungshäftling Szer- necki, der wegen Fälschung von Lottert e l o s e n der polnischen Klassenlotterie in einem zugigen Gefängnis sitzt, gewann jetzt mit einem echten Los, das er besah 15 000 Zloty. Sz. wurde, von Gefängniswärtern bewacht, in die Lotteriestelle gebracht, wo er seinen Gewinn abhob. den er dann bei der Gesängnisleitung deponierte.
Ein Sowjetdampfer in Seenot.
Der Sowjetdampfer „Tovoritsch Stalin", der sich auf der Fahrt von Tromsö nach den neurussischen Kohlenbergwerken auf Spitzbergen befand, ist am Eingang zu dem Eisfjord auf der Höhe der Westküste von Spitzbergen gestrandet. Der Bergungsdampfer „Jason" ist zur Hilfeleistung ausgelaufen, wird aber 84 Stunden brauchen, bis er das gefährdete Schiff erreicht.
Die Direktion der BVG. hatte in ihrem Aufruf das Fahr- und Werkstättenperfonal aufge- sordcrt, die Arbeit bis 14 Uhr wieder aufzunehmen, widrigenfalls sich die betreffenden Angestellten als entlassen zu betrachten haben. Praktisch kamen dadurch rund 12 000 Personen in Frage. Die BVG. aber hatte nur 1 00 0 Mann entlassen, und zwar diejenigen, die sich besonders durch Terrorakte und Bedrohung von Arbeitswilligen strafbar gemacht hatten. Jetzt hat die BVG. weiteren 1000 Fahrern und Schaffnern, sowie 500 Arbeitern aus Den Werkstätten ihre Entlasjungspapiere zugestellt.
Inhaber der unter 1, 2 und 4 bezeichneten Fahr- scheine sind berechtigt, je ein Kind unter sechs Jahren unentgeltlich mitzunehmen.
Für die Beförderung von Hunden und Gepäckstücken gelten die Fahrscheine 1, 2 und 4.
Der Ko st en zuschuß der Gemeinde Wie- s e ck zu dem Strahenbahnbau beträgt 25 000 Mk. Dieser Betrag ist unter günstigen Bedingungen für die Gemeinde Wieseck aufzubringen. Wenn auch die Gemeinde Wieseck, wie viele Industriegemeinden, zur Zeit sehr stark unter der Wirtschaftsnot zu leiden hat, so darf doch nicht verkannt werden, daß die Vorteile eines guten Der- kehrsmittels die Kosten der Anlage vollkommen aufwiegen. Durch Entgegenkommen der Gießener Stadtverwaltung wurde es ermöglicht, daß noch freiwerdende Arbeitskräfte der Postautolinie in den Dienst der Straßenbahn übernommen werden. Ferner dürfte die nun getroffene Abmachung die beiden Gemeinden einander noch enger verbunden haben. Ist doch nun W i e f e ck mit Wasser, Gas, Licht und Straßenbahn an Gießen angeschlossen.
Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche.
Gegenwärtig ist der Volksstaat Hessen frei von Maul- und Klauenseuchen, nicht zum mindesten dank der Tätigkeit der beamteten Tierärzte. Es müssen nunmehr alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergriffen werden, da- mit die Seuche inöglichst lange dem Lande fern gehalten wird oder doch auf ihre Anfänge beschränkt bleibt. Hierzu gehört neben den veterinärpolizeilichen Vorschriften, wie sie im Reichsviehseuchengesetz und in den erlassenen Ausführungsbestimmungen enthalten sind, auch die Durchführung von Schutzimpfungen. Es ist behördlicherseits daher angeordnet worden, daß bis auf weiteres alsbald nach Feststellung eines jeden Seuchen-Reuausbruchs um den Seuchenherd herum möglichst ausgedehnte Ringimpfungen mit Riemserserum vorgenommen werden;
Oer Berliner Derkehrssireik beendet.
Auch die Nationalsozialisten brechen den Streik ab.
Berlin, 8.Rov. (TU.) Auch die Ratio- nalsozialisten haben nunmehr den Berliner Verkehrs streik abgebroch en. Die RSDO. erläßt dazu einen im „Angriff" veröffentlichten Aufruf, in dem es u. a. heißt: „In den ersten vier Tagen wurde der Streik so exait durchgeführt, daß alle Gegenmaßnahmen ohne jeden Erfolg bl'.eben. Am vierten Streiktage gelang es den Führern der frei* gewerkschaftlichen Richtung, einen Teil ihrer Anhänger zur Arbeitsaufnahme zu bewegen. Ihnen folgten im Laufe des Sonntags und des Montags die ihnen hörigen frei- gewerkschaftlich Organisierten. Am fünften Streiktage führten auch die Kommunisten unter allerlei Vorwände ihre Anhänger in die Betriebe. Am Montagabend er- klärten die Kommunisten unter allerlei Ausreden den Streik für beendet. Der Abschluß der Reichstagswahl bedeutete für die Marxisten den Aus- tr.tt aus der Arbe.terkampsfront. Die Rational- sozialsten hielten das Danner des Kampfes bis zum Dienstagmittag hoch und nur unter der Feststellung der Tatsache, daß die Führung der RGO. und der Freien Gewerkschaften die Ar- be.terfront verraten hatten, den ehrlich gemeinten Wir.schastskampf der Arbeiterschaft sabotierten, veranlaßten die Nationalsozialisten auch ihrerseits, den nunmehr aussichtslos gewordenen Kampf abzubrechen. Wenn die Rationalso^ia- listen am heut gen Tage d i e Arbeit wieder aufnehmen, dann nehmen sie auch außerdienstlich den scharfen Kampf gegen die nunmehr am Pranger stehenden m a r x i st i - scheu Verräter auf.
Kleine politische Nachrichten.
Man darf damit rechnen, daß der Hessische Landtag Ende Rovember zu einer Tagung zu- sammentreten wird.
Der „Völkische Beobachter" ist laut Beschluß der Polizeidirektion München mit sofortiger Wirkung bis zum 14. Rovember d. I. verboten worden. Die Rationalsozialistische Parteikorrespondenz schreibt, das Verbot sei erfolgt wegen eines Artikels in der Ausgabe vom 6. bis 7. November, dessen Lieberschrift lautete: „Herr von Popen hält eine von Verunglimpfungen gegen Adolf Hitler strotzende Rundfunkrede."
Die Fahrpreise stellen sich wie folgt:
1. Einzelfahrt zwischen Wieseck und Marktplatz Gießen
2. Einzelfahrt zwischen Wieseck und Bahnhof oder Volkshalle
3. Kinder - Fahrscheine (Einzelfahrt) für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren von Wieseck bis Bahnhof oder Volkshalle Gießen
4. Heftchen mit 5 Fahrkarten von Wieseck bis Bahnhof oder Volkshalle
5. Schüler-Wochenkarte, gültig für je zwei Fahrten an den sechs Werktagen einer Woche
6. Arbeiter-Wochenkarten, gültig für zwölf Fahrten an den sieben Tagen einer Woche
a) bis Marktplatz Gießen
b) bis Bahnhof oder Volkshalle Gießen
7. Monatskarten, gültig für täglich zwei Fahrten im Kalendermonat, von Wieseck bis Bahnhof oder Dolkshalle Gießen
Aus Der provinzialbauptstoDi.
Gießen, den 9. November 1932.
Oie Straßenbahn Gießen-Wieseck.
Am vergangenen Freitag wurde von den Vertretern der Stadt Gießen und der Gemeinde Wieseck der Vertrag zur Errichtung der Straßenbahn von Gießen nacy Wieseck unterzeichnet. Die Linienführung geht durch die Gießener Straße, Grabenstraße, Korn- blumenstraße nach dem Lindenplatz in Wieseck. Durch diesen Vertrag ist für beide Gemeinden ein Verkehrsoerhältnis gescyaffen, das seit 21 Jahren von vielen Bürgern beider Orte gewünscht wurde. Darüber hinaus trug man besonders den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung, indem die Fahrpreise so günstig wie möglich angesetzt wurden.
Von der NSDAP, wurde dieser Tage im Saargebiet ein Flugblatt mit scharfen Angriffen auf die Regierungskommission verteilt. Die Regierungskommission hat auf die seit langem bestehende Verordnung, wonach im Saargebiet militärische und militärähnliche Organisationen verboten sind, zurück- gegriffen und am Dienstag die S A. und SS. der NSDAP, verboten. Eine Haussuchung bei der Geschäftsstelle der NSDAP, hat nach einer Mitteilung der Polizei keine besonderen Ergebnisse gehabt.
Wie Der „Nationalsozialistische Zeitungsdienst" mitteilt, ist -der Präsident der Landwirtschaftskammer Ostpreußen, Freiherr von Buttlar, von seinem Amt im agrarpolitischen Apparat der NSDAP, und von seinem Amt als Kammerpräsident zurückgetreten. Der Rücktritt sei notwendig geworden wegen tiefergreifender Differenzen mit der nationalsozialistischen Kammerfraktion der Ost- preußischen Landwirtschaftskammer. Die Reichsleitung der NSDAP, habe ebenfalls den Rücktritt für notwendig gehalten und billige den Standpunkt der Kammerfraktion.
*
eine Heilimpfung der verseuchten Bestände ist Dom neben kein unbedingtes Erfordernis.
Bornottzen.
— Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater, 20 bis 22,30 Uhr, „Die Toni aus Wien". — Oberhofs. Kunstoerein, Turmhaus am Drandplatz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Münchener Künstlerbund „3far", „Einhorn", 11 bis 19 Uhr, große Kunstausstellung. — Anthropos. Gesellschaft, Zweig Gießen, 20.15 Uhr, Hörsaal 33 Der Universität, Vortrag über „Wirtschaft und Währung in der Sozialwissenschaft Rr. Steiners". — R.-C. Germania, 20.30 Uhr, „Dayr. Hof", Haupt- Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Schuß im Morgengrauen".
— Die ComedianHarmonists in Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Diese 5 Sänger mit ihrem Pianisten geben ein einmaliges Gastspiel im Stadttheater Gießen am Samstag, 12. November, 20 Llhr. Die „Comedian Harmonists" fingen nicht nur ihre Lieder, sie füllen auch den kabarettischen Teil ihres Schlagerprogramms aus. Die Theaterkasse macht darauf aufmerksam, daß die von einheimischen Theaterbesuchern vorbestellten Karten bis spätestens Freitag abgeholt sein müssen, da sonst ab Samstagvormittag infolge Der zahlreichen Kartennachfrage and^weitig über die Karten verfügt werden muh. Dorbestellte Karten auswärtiger Theaterbesucher werden, wie üblich, bis ^Stunde vor Beginn der Vorstellung aufgehoben.
— Kun st abend beimKünstlerbund „I s a r“. Die Ausstellungsleitung des Künstlerbundes „Isar" hat sich entschlossen, die Gemäldeausstellung im „Einhorn" am morgigen Donnerstag auch um 20 Llhr geöffnet zu halten, so daß jedermann, der tagsüber keine Gelegenheit hat, die Ausstellung zu besuchen, die Schau am Abend sehen kann, ilm 20.30 Llhr wird durch Direktor Dischoff-Korthaus eine etwa '/-.stündige Führung durch die Ausstellung stattfinden. Ferner wird im Verlaufe des Abends eine Steindruckzeichnung von Prof. Liebermann an die Teilnehmer des Kunstabends verlost. Auf vielseitigen Wunsch wird die Ausstellung ab heute, Mittwoch, von 10 bis 19 Ähr ununterbrochen geöffnet sein. Die Räume sind geheizt. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
— Grenzland-Abend im DHV. Der Deutschnationale Handlungsgehilsen-Verband veranstaltet am morgigen Donnerstag, 20.30 Uhr, in seinem Heim in der Lonvstraße einen Grenzland- Abend. Studienrat Dr. König wird über das deutsche Südtirol sprechen. — Am Samstag, 12. November, 20.30 Uhr, und am Sonntag, 13. November, 11 Uhr sowie um 16.30 Uhr, gelangt der Kriegsfilm „Verdun" (ebenfalls im Vereinsheim) zur Aufführung. Näheres ist aus der heutigen Anzeige er- sichtlich.
•
** Osterferien in den Jahren 1933 bis 1 9 3 7. Der hessische Minister für Kultus und Dildungswesen gibt in einer Bekanntmachung an die ihm unterstellten Behörden die Daten des Beginns der Osterferien während der Jahre 1933 bis 1937 bekannt. An den hessischen Schulen beginnen demnach die Osterferien im Jahre 1933 am Sonntag, 2. April; 1934 am Sonntag, 25. März; 1935 am Sonntag, 7. April, 1936 am Sonntag. 29. März; und im Jahre 1937 am Sonntag, 21. März.
Vezirlsschöffengencht Gießen.
• Gießen, 2. Nov. Im März 1931 hatte ein Holzhändler einen Zimmermeister — den Angeklagten — beauftragt, für ihn Bestellungen auf Brennholz aufzunehmen. Der Angeklagte hatte auch den Auftrag ausgeführt und das Geld zu einem großen Teile eingenommen, jedoch in einem gewissen Teilbetrag nicht an den Holzhändler abgeführt. Außerdem hatte er, um einen höheren Verdienst zu erlangen, Aenderungen an den von dem Holzhandler ausgestellten Rechnung vorgenommen. Er war deshalb wegen Betrugs, Unterschlagung und schwerer Urkundenfälschung angeklagt. Die heutige Beweisaufnahme ergab keine Klarheit darüber, welche Vereinbarung tatsächlich zwischen Holzhändler und Zimmermeister abgeschlossen worden war. Der Angeklagte behauptete, daß er zur Einziehung des Geldes und Aenderung der Rechnung berechtigt gewesen sei. Er gab lediglich zu, einen kleinen Teil des eingenommenen Geldes an den Holzhändler nicht abgeliefert zu haben. Auf Grund der Beweisaufnahme erachtete daher das Gericht den Angeklagten nur in letzterer Hinsicht der Unter» schlagung für überführt und verurteilte ihn mit Rücksicht auf den geringen Betrag zu einer
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