Ausgabe 
9.6.1932
 
Einzelbild herunterladen

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

00 Hlcin-ßinben, 8.Juni Die Schweine zwischenzählung in unserer Gemeinde hatte nachstehendes Eraebrns: Tiere bis zu h Wochen alt 7 Stück (am l.Üxärj 27 Stück), Tiere bis zu 6 Mo­nate alt 342 Stück (117), Tiere bis zu 12 Monate alt 13 Stück (18), Tiere über 12 Monate alt 0 Stuck (4), insgesamt demnach 362 Schweine gegen 166 am 1. Marz.

Bg. Großen-Buseck, 8. Juni. Nachdem die hiesige Pfarrstelle lj Jahre lang verwaist war, wird sie demnächst neu besetzt werden. Aus die flu». schreibung haben sich vier Geistliche gemeldet. Die Kirchengemeinde wird nun durch den Kirchenvor stand, zusammen mit demjenigen des Filialdorfes Oppenrod, chre Vorschläge machen. Zu diesem Zweck fand eine Ergänzungswahl zum hiesigen Kirchen- Vorstand statt. Diesem gehören nun außer den bisherigen Mitgliedern Rentier Größer, Maurer meister Rohrbach und Landwirt Schäfer noch Dr. Adler, Bürgermeister Gans und Weiß- bindermeister M o o tz an. Der Posaunen, ch o r hat auf dem nahegelegenen f)ol)en Berg eine Anzahl Bänke, bfe er auf einer angebrachten Tafel bem Schutze her Allgemeinheit empfiehlt, ausstellen lassen unb damit eine allseitig begrüßte Tat voll- bracht. Damit ist ein früherer Zustand auf der sog. Platte, von der aus der Besucher einen hübschen Fernblick genießt, wiederhergcstcllt.

8 Beuern, 8. Juni. Nachdem Geh. Rat Prof. Dr. Sommer, der Leiter der Psychialrilchcn Klinik in Gießen, vor längerer Zeit im hiesigen Bolksbildun« verein einen Vortrag ge­halten, hatte er für vorigen Sonntag die Mitglieder des Volksbildungsvereins zur Besichtigung seiner Klinik nach Gießen eingeladen. Im ein­leitenden Vortrag schilderte er den Besuchern die Entstehung der Gießener Anstalt und gab Einblicke in deren Arbeit. Eine Führung durch die Klinik schloß sich an und ließ die Besucher erkennen, mit welcher Liebe und Fürsorge die Scelenärzte ihren schweren Dienst verrichten

) Lich, 8.Juni. Durch die Marktkommission war für nächsten Montag die Abhaltung eines zusätz­lichen Schweine- unb Krämermarkles in unserer Stabt geplant. Da inzwischen in der be­nachbarten Gemeinde Steinbach die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, kann der Markt nicht abgehaltcn werden.

ftrctä Büdingen.

Geiß-Nidda, 7. Juni. Dieser Tage sprach hier vor einer Kolonne deS Freiwilligen Arbeits­dienste- und anderen interessierten Erwerbslosen Lehrer K r a u s ch tGießen) vom Jungdeutschen Orden über den Ginn deS freiwilligen Arbeitsdienstes, der besonders nach den Forderungen des OrdenS in Verbindung mit einer ausgedehnten GiedlungSbewegung ausge- ftaltet werden mühte. Die hiesige Kolonne arbeitet an der Herrichtung eines Sportplatzes und eines WegeS. Die Arbeit, die in Zusammenarbeit zwi­schen dem Vorsitzenden deS Sportvereins, Herrn K n i ft, dem Gemeinderat (Bürgermeister Lind) und dem Jungdeutschen Orden vorbereitet wurde, ist für 20 Mann auf 20 Wochen genehmigt. Der Vortragende konnte am Schlüsse seiner Ausfüh­rungen mitteilen, daft durch die tatkräftige Ar­beit deS Arbeitsamtes Gießen bis Ende Mai im Gebiet des Arbeitsamtes Gießen gegen 200 Ko­lonnen mit ungefähr 4500 Freiwilligen im frei­willigen Arbeitsdienst stehen. Er sprach die Hoff­nung aus, daß der Wert dieser Rotmaßnahme voll gewürdigt werde und daß jeder Arbeitsfrei­willige an seinem Teil dazu beitrage, daß der Gedanke des freiwilligen Arbeitsdienste- sich in der Oefsentlichkeit bewähre und nicht, wie es von mancher Seite gern gesehen wurde, in Derrus käme.

* Ober-Mock st adt, 8, Juni. Durch Beschluß unseres Gemeinderats wurde Adolf ch l t l e r znm Ehrenbürger von Ober-Mockstadt ernannt.

|:| Gelnhaar, 8.Juni. Am 4., 5. unb 6. Juni feierte der hiesige Männergesangverein Konkordia" sein 50 jähriges Bestehen. Eingeleitet wurde bas Fest burch einen Kommers am Samstagabend. Die Ortsvereine versammelten sich auf dem Feftplatzc und ein stattlicher Fackelzug bewegte sich nach dem Gefallenendenkmal. Nach einer kurzen Ansprache und Kranzniedcrleguna sang der Jubelverein, anschließend spielte die Musik das LiedIch halt' einen Kameraden". Danach ging es wieder zum Jestplatz, und alle Vereine trugen dort zur Verschönerung des Abends bei. Sonntag vor­mittag fand Feftgoltesdienst statt, an dem sich viele Ortscinwohncr beteiligten. Nach der Predigt wurde vom Verein der 23. Psalm gesungen. Nachmittags bewegte sich ein großer Festzug durch die Straßen unseres Dörfchens Auf dem Festplatz sang der Ver ein den Bcgrühungschor unter der Leitung von Karl G r e u l, der schon 26 Jahre den Verein leitet. Das Dereinsmitglied Georg Vogel hielt eine zün­dende Ansprache, in der er all derer gedachte, die im Vereine gewirkt haben und die im Weltkriege gefallen sind. Seine Ansprache schloß mit dem Deutschlandlied. Frl. Anna Henrich trug einen sinnreichen Prolog vor, der starken Beifall sand. Danach hieß Bürgermeister Bur le in die Fest- Versammlung im Namen der Gemeinde willkommen und beglückwünschte den Verein. Sodann sprach Gauchormeister, Rektor R i e d e l - Gedern, der die Glückwünsche des Gaues überbrachte. Don den Mit­begründern sind uod) drei am Leben, die dem Ver­ein eine schöne Fahnenschleife überreichten. Nach dem Sängergruß und dem MassenchorDeutsches Dolksgebet" fang jeder der Gastoereine ein Lied. Der Nachmittag brachte Volksbelustigung. Am Man- tag wurde mit der Feier das Jugendfest ver­bunden, wofür der Verein einen großen Betrag gestiftet hatte.

Mrtfö Alsfeld.

-er. Homberg, 8. Juni. Um für den frei­willigen Arbeitsbien st Arbeitsgelegenheit zu beschaffen, haben unsere Stadtväter die Her­stellung der Garten st raße beschloßen. Be­reits im vergangenen Jahre wurde die Straßensohle

Vundessest des Lumdalal-Sängerbundes.

I Geilshausen, 7. Juni. Der fiumbalal- naerbund, (Mitglied deS .Hessischen" und de- .Deutschen Sängerbünde-") hielt am Sonntag in unserem Orte sein die») ädriges Bundes - fest ab.

Die Vereine deS VundeS versammelten sich am Vormittag im Saalbau der Gastwirtschaft von Hofmann zu einem

Wcrlungtfingtn, bei dem OberreaHehrer CB l a ft (Gießen) alS Kri­tiker tätig war. Jeder Verein lang einen auf­gegebenen und einen selbstgewählten Ehor. Als Pflichtchor wurde der vom Hessischen Sängerbund für seine Kundgebung beim 11. Deutschen Sänger- bundeSfest in Frankfurt a. M. bestimmte Chor .Deutsche- Vvlksgebet" von Janoske gesungen', alS Dahlchor brachten die meisten Vereine Volks­lieder und volkstümliche Lieder.' nur zwei Ver­eine fangen Kunstchöre. An dem WertungSstnaen beteiligten sich außer Wännerchören auch der .Gemischte Ehor" von Staufenberg. Aach dem Gingen fand vor den Dirigenten und Dereinsvorstänben eine kritische Bespre­chung de r Leistungen durch Herrn Bla ft statt. Allgemein stellte er fest, daß diese durchweg gut waren. Besonder- der an die Gänger hohe Anforderungen stellende Pflichtchor sei au-ch von den kleinsten Vereinen gut bewältigt worden und verdiene hohe- Lob. Dann gab der Kritiker eine eingeljenbe Beurteilung der Leistung jede- Ver­ein-. Diese wird den Bundesvereinen auch schrift­lich zugestellt. Am Aachmittag veranstaltete der Bund eine

öffentliche Kundgebung für bas deutsche Lieb, an der sich auch ein Gaftverein (Aüddingshausen) beteiligte. Unter Dorantritt der Kapelle Som­me r La b (Beuern) pogen die Gänger zu dem Platze unter der Dorflinde. Hier fang der Bund nach dem .Deutschen Sängergruft" al- Massen­chor da- .Deutsche DolkSgebet" von JanoSke. Dann ergriff der Bundesvorsitzende, DerufSschullehrer Eberle (Lollar) da- Wort zu einer Ansprache. Er begrüßte u. a. den Vertreter deS Hess. Sänger­bundes, den Vorsitzendenbc8 Gaues Gießen, Stadt und Land, Emil Koch (Gießen), die Ehren­mitglieder und Veteranen de- Bundes, sowie den Gastrerein Aüddingshausen. Er führte weiter auS: Der Bund kann in diesem Jahre auf fein 25jähriges Be stehen zurückblicken, man hat aber von einer größeren Feier mit Rücksicht auf

den Ernst der Zeit abgesehen. Einem kurzen Rück­blick auf d,e Gelchichte deo Bundes war zu ent- nehmen, daft dieser im 3obre 1907 auf Anregung des jetzigen Shrenschriftführers Weber (Oben- bauten) gegründet worden ist. Der Redner ge­dachte ehrend der Gründer, von denen manche noch unter uns weilen. Mit den Bundesfesten, die ur­sprünglich nur alS Waldfeste gedacht waren, wurde schon im zweiten Jahre deS Bestehens ein Wer- tungMingen verbunden. Der Brauch hat sich bis heute erhalten. Diele Dertungssingcn haben seit­dem nicht unwesentlich zur Hebung der SangeS- kunst in unferm Tale bcigetragen. Der Weltkrieg unterband »ede DereinStütigkeit und damit auch das Leben im Bunde. Aach der Rückkehr des da­maligen 1.Vorsitzenden, Lehrers Ziegler (Kel- felbach) aus der Gefangenschaft lebte der Bund wieder auf und trat später dem .Hess Sänger­bund" bei dessen Gründung bet Der Redner er» mahnte tic Sänger, auch sernech n treu zusammen- zustehen, trotz Arbeitslosigkeit eine- großen Teiles ocr Sänger. Er hob weiter die Bedeutung der Gesangvereine al- der Pfleger wahrer Volksgemeinschaft hervor und machte besonders die Jugend, die fast nur noch den Sport kenne, auf den Wert der Pflege des deutschen LiedeS aufmerksam. Roch abfettä stehende Vereine forderte er »um Anschluß an den Hessi­schen Sängerbund auf. Mit einem begeistert an­genommenen .Hoch" aus das deutsche Lied und das Vaterland schloß er.

Der Vorsitzende des Gaue- Dießen-Gtadt und Land im Hessischen Sängerbund. Koch (Gießen), überbrachte hieraus die Grüße deS Bundes. Auch er ermahnte die Sänger zur Bundes treue und be­tonte, den Jdeali-mu-, der die deutschen Sänger au-zeichne, nicht zu verlieren. Sodann überreichte er dem Sänger Vogel von Staufenberg für 40jährige aktive Mitgliedschaft die silberne Ehren­nadel deS Hessischen Sängerbünde-. Der Gesang de- MassenchorsO du mein Deutschland" von Mangold beschloß die eindrucksvolle Kundgebung.

Ein gemütliche, Bcifammenfein,

bei dem der Gast-Gesangverein Rüdding-hausen (Dir. F l a t h), sowie einige Dun de-vereine Liedtzr vortrugen, vereinte noch lange bei Musik und Tanz die Sänger. Das Fest nahm in allen Teilen einen schönen, äußerst harmonischen Verlaus. Wan konnte auch hier wieder die Wahrnehmung machen, daß der Sängersache besser gedient ist, wenn die Bünde nicht zu groß sind.

entsprechend eingeebnet und auch schon Steine herbei- geschafft. Die endgültige Ausführung des Baues hat nunmehr begonnen. Der Gemeinderat beschloß die Anschaffung einer Motorspritze für Homberg und sieben Ortschaften der näheren Um­gebung. Durch günstige Bedingungen der liefernden Firma, durch Zuschüsse seitens der Brandoersicherung sowie durch Beiträge der Nachbargemeinden gestaltet sich die Anschaffung aufterarbentlicb günstig. Die Ge­meindekasse wird mit 30 bis 40 Mark in Monats­raten belastet. Die großen Regenmengen in den letzten Tagen haben hier und in den Gemarkungen der Umgegend denRoggenvielfachzumLa- gern gebracht. Die Lagerfrucht bedeutet einen schweren Schaden für die Landwirtschaft, denn da der Roggen noch nicht geblüht hat, werden die Aehren taub.

nch - Leusel, 8. Juni. Der hiesige G e meinberat ernannte einstimmig Adolf Hitler zum Ehrenbürger unserer Gemeinde.

Preufeen.

Oie Marburger Festspiele 1932.

Die Marburger Festspiele haben es im Lause der Jahre dahin gebracht, daß künstlerische Persönlich- teilen ersten Ranges ihnen ihre Mitarbeit gewidmet haben. Für dieses Jahr, in dem derTill Eulen- spiegel in Marburg",Der Sommernachtstraum" undFaust" l.Teil zur Ausführung kommen, wur­den verpflichtet Dr. Ludwig fffiüllner (der den Faust spielen wird), Leopold Biberti und Erich Strömer (beide früher Frankfurt), Robert Bürk- n e r für denTill Eulenspiegel", Renee Sto- b r a w a für die Rolle des Gretchens. Die Tänze stu­diert Günther Heß vom Ehemnitzer Stadttheater ein und führt fiq mit feiner Tanzgruppe aus. Die Spiel­leitung liegt in den Händen des Begründers der Festspiele Dr. Fritz Budde. (Siehe Ankündigung im heutigen Anzeigenteil.)

Kreis Wetzlar.

Q Wetzlar. 7. Juni. Der Kreisoerband Wetzlar der Evangelischen Frauen­hilfe hielt am Sonntag hier feine Jahres- tagung ab. Aus allen Teilen des Kreises waren viele Frauen erschienen. Im Festgottesdienst im Dom hielt Pfarrer Becker (Trier) Die Festpredigt. Der Kirchenchor verschönte den Gottesdienst mit einigen Gesangsvorträgen. Die Nachoersammlung sand in dem Zelt der Zeltmission statt, das die große Anzahl der Besucherinnen kaum zu fasten vermochte. Der Posaunenchor leitete die Nachoersammlung ein. 'Nach einem Begrüßungsgedicht (Frau Gärtner, Wetzlar) überbrachte Pfarrer ® ü 11 g e 5 (Wetzlar) die Grüße der Kirchengemeinde. Die Vorsitzende des Kreisverbandes, Frau Pfarrer Müller (Duten­hofen), gab einen Bericht über die Entwicklung der Frauenhilfe im Kreise Wetzlar und teilte jnit, daß im letzten Jahre allein etwa 1000 Mitglieder neu gewonnen werden konnten. Der Festprediger, Pfar­rer Becker (Trier), sprach über das ThemaDie evangelische Frau und die deutsche Not". Pfarrer Schneider (Werdorf) wies in einer Ansprache auf die besonderen Ausgaben der Frauenhilfe hin. Pfarrer S ch m i d t ( Wetzlar) hielt die Schluß- ansprache. Gemeinsamer Gesang beschloß die Tagung.

(5 Krofdorf-Gleiberg, 8. Juni. Die Bau­tätigkeit in unserer Gemeinde ist, den Verhält­nissen entsprechend, erfreulicherweise rege. Zur Zeit stehen drei Häuser fertig im Rohbau, zu einem eier­ten sind bereits die Ausschachtungsarbeiten erledigt.

und mit einem weiteren soll in Kürze begonnen wer­den. Außerdem wurden bzw. werden noch eine Reihe Um- und Anbauten an landwirtschaftlichen Dieben- aebäuben vorgenommen, so daß immerhin mancherlei Arbeitsmöglichkeit sowohl für das Baugewerbe selbst, wie auch für die entsprechenden Nebengewerbe be­schafft wurde. Unsere Kornfelder bieten einen betrüblichen Anblick, da sich das mastig gewachsene Korn durch die starken Regengusse.der letzten Zeit m e i ft g e l c g t hat. Da­gegen hat die feuchte Witterung das Setzen der Dick­wurzpflanzen se1)r begünstigt. Die Sommer- frucht steht gut. Bei Eintritt besseren Wetters dürfte der Heuschnitt, der reichlich zu werden ver­spricht, beginnen.

O Hochelheim, 7. Juni. In der jüngsten G e - meinderatssitzung wurde öeschlossen, die Dienstaufwandsentschädigung des Ge- meindevorstehersum 1 0 v. H. zu senken. Die Vorlage des Regierungspräsidenten, die Dienst- aufwandsentschädigung um 33,33 0. H zu ermäßigen, wurde abgelehnt.

OO Hochelheim, 8. Juni. In unserer Ge­meinde ist ein Krankenpflegeverein ge- gründet worden, der sicb die Pflege der Kranken und sonstigen Hilfsbedürftigen durch eine Schwester auf Kosten des Vereins zur Aufgabe macht. Der Verein führt den NamenKrankenvflegeoerein Hochelheim e. V.". Die Ausgaben der Pflegestation werden durch Beiträge der Mitglieder aufgebracht. Jedes in der Gemeinde wohnende Dereinsmitglied hat das Recht, die Schwester kostenlos für Hilfe­leistungen in Anspruch zu nehmen. Ebenso kann die Benutzung der dem Verein gehörigen Kranken­pflegeartikel unentgeltlich geschehen. Nichtmitglieder können die Hilfeleistung der Schwester gegen eine besondere Vergütung in Anspruch nehmen Dem Vorstand gehören folgende Personen an: 1. Vor­sitzender: Anton Hartmannsheim, 2. Dor- sitzender: Gemeindevorsteher Jung, Kassierer: Jo­hannes K a u s , Beisitzer: Friedrich Reitz, Lehrer Zeuge, Friedrich B i r k e n ft 0 ck, Friedrich Mack V., Frag Wilhelm Weber und Frau Heb­amme Möglich.

* Lützellinden, 8. Juni. In der jüngsten Gemeinderatssihung beschäftigte man sich mit der Aeusestschung der Dienstaufwands, entschädigungfür denGemeindevor- fleh e r Die von dem Regierung-Präsidenten gefor­derte 33'/,Prozentige Senkung der Aufwand-ent- schädigung wurde abgelehnt. Ss soll bei dem bis­herigen Satze verbleiben.

Kirche und Schule.

Jugendtreffen für das südliche Oberheffen.

EPH. Büdingen, 7. Juni. Am Sonntag fand auf der Ronneburg bei Büdingen ein all­gemeine- Jugendtreffen für das süd­liche Oberheffen statt, da- vom Evang.- Kirchl. Lande-jugendamt für Hessen veranstaltet und der erste derartige Versuch in diesem Bezirk war. Au- dem Hessen-Darm städtischen, wie au 8 dem Hessen-Kasseler Gebiet waren ungefähr 4000 Teilnehmer zusammengeströmt. In großer Zahl hatten sich die verschiedensten kirchlichen und außerkirchlichen Jugenbbünde einaefunden. Al- Vertreter her Hessen-Darmstädtischen Kirchen­regierung war Prälat D. Dr. Dr. Diehl persön­

lich erschienen Da« hessische Kultusministerium wurde durch Oberschulrat Haslinger ver­treten. _

Die Tagung begann mit einem Gottesdienst, Del dem der Pvfaunenchor Langen-Verg beim, der Kirchenchor Eckartshaulen und der Rlädchenchor Büdingen nüttpirftt. Landesjugendpsarrer 21c. Db.2lu hielt die Predigt In eindrucksvollen Worten tinei er daraus hin. daß ein Volk und seine Jugend sich in- Unglück ftünt. üxnn ei sich von Golt abwendet, und daft es sich neue- Glück nur durch feste Bindung an Gott schaffen könne. In einer Ansprache am Schlaft des GoNe-dienste- stellte Prälat D. Dr. Dr. D i e h l da» gläubige und trotz aller äuftcren und inneren Schwierig­keiten siege-gewisse Wirken Zinsendorf» auf der Ronneburg als ein Vorbild für die unbedingt nötige Ausbauarbeit unserer Zeit hin.

Rach einer Begrüßungsansprache de» Orts- geistlichen, Psarrer Schlamp ^Eckarlshausen), so­wie kurzen Ansprachen de- Dakanes Hoch (Sel­ters! und des preußischen Kreisjugendpfarrer- Falk «Gelnhausen) folgten Darbietungen der Jugend. Volkstänze, Ehöre und Kanonsingen. Aas besonderer Höhe, sowohl nach dem inneren Geholt als auch der spielerischen Wiedergabe, stand die Aufführung de- .Tellspiel» der schwel» zer Bauern" durch einige Schüler der Volkshoch­schule Hohensolms unter Leitung von Dr Kam - mer (Vlllingen). Gs war schade, daß infolge des ungebeuren Andrangs nicht alle Teilnehmer da­von der äußeren und inneren Aot des Tellschen Freiheitskampfe- durchbebte Spiel miterleben konnten. Um den Jüngeren, die für da» ernste Spiel noch nicht da- rechte Verständnis haben konnten, eine Entschädigung zu bieten, sammelte sie Psarrer Aerrf u r tb (Rodenbach) $v allerlei Scherz und Kurzweil, der bei alt und jung graften Anklang fand.

Dr Kammer schloß die Tagung mit dem Wunsche, daß die neu erwachte Liebe zu deutschem Volk-tum und der starke Wille, es zu schützen; sich finden möchten mit tiefster Gläubigkeit, weil nur auf diesem Wege ein Bleibende- geschaffen wer­den könne.

SS ist begrüftenSwert. daß in unserer gären­den und nach Rettung au-schauenden Zeit die Kirche nicht schweigt, sondern ihren Ruf zur sittlich religiösen Wiedergeburt vernehmlich hören läßt. Es ist erfreulich, zu sehen, daft eS weite Kreise unserer Jugend gibt, die für derartige Dinge Interesse bekunden, und wie die Ronne­burger Tagung wieder bewiesen hat, auch Opfer an Zeit und Geld nicht scheuen, um derartige Tagungen besuchen zu können.

Tagung hessischer Hausbesitzer

Am Sonntag tagten in Vilbel die im Schutz- verbandhesfischerHauS-undGrund- beslhervereine, Sitz Offenbach a. M., zu- fammengesoffenen hessischen Hausbesitzervereine.

Die sehr gut betuchte Tagung begann Vormit­tags mit einer GitzungdesDerbanb-vor- standes, in der von den einzelnen Sachbear­beitern vertrauliche Mitteilungen über die Wirt­schaft-- und Finanzlage gegeben wurden, und die Fragen des hessischen Hausbesitze- unter Berück­sichtigung der erhaltenen Mitteilungen eingehende Erörterung fanden.

Den Verbaud-tag eröffnete nachmittag- Derbandsvorsihende, Gtadtrat Keifer (Offen­bach), mit Worten der Begrüßung, denen er eine kurze Schilderung der Lage des hessischen Haus- besihe- folgen ließ. Den Geschäftberlcht er­stattete der Derband-gefchäftsführer Schäfer (Offenbach a. M.). Er gab zunächst einen Lieber­blick über die wirtschaftlichen und politischen Er­eignisse des Geschäftsjahres und erörterte die im Zusammenhang mit dem Geschehen erwachsenen Derbandsaufgaben und deren Srlediaung, beson­ders betonend, daß die tatkräftige Arbeit für die Belange deS hessischen Hausbesitzes, die von dem Verband im Lause deS Geschäftsjahres geleistet wurde, nur möglich war auf Grund des zwischen den einzelnen Vereinen und dem Verband-vor» stand bestehenden herzlichen Verhältnisses. Den Tatsachenbericht des Geschäftsführers ergänzten die Vorstandsmitglieder Schulrat i. R. Müller (Bingen) und Malermeister Launfpach (Gießen).

Die Regularien fanden glatte Erledigung. Die notwendigen Wahlen wurden einstimmig voll­zogen. Einige Reuaufnahmen gaben Beweis für das Erstarken der Bewegung in Hessen und ge­leistete Werbearbeit.

Die fachlichen Verhandlungen standen unter dem Zeichen der noch immer unerhörten Belastung un­ter der der HauSbesih in Hessen, wie überall im Reich, au kämpfen hat. Mit Befriedigung nahm die Versammlung Kenntnis von verschiedenen An­trägen, die dec rührige Gieftener Hau-- besiherverein durch feinen Führer raun« spach bereits im Februar d. I. übet die Ge- fchäftSstelle den zuständigen Stellen zugeleitet hatte, und die sich mit den Mißständen bei bet Gutschrift der Sondersteuer für erwerbslose Mie­ter, mit den noch nicht genügend gesenkten Schorn- steinfegergebühren und den Übermäßig hohen DrandversicherungSbei trägen befaßten. Der Kampf um eine gerechte Lösung dieser Probleme soll mit allen Mitteln weitergeführt werden. Ra- mentlich das Gebiet der Sonoergebäudestcuer fand im Zusammen Hang mit einem Antrag des Sprend- linger Vereins eingehende Erörterung. Beachtliche Ausführungen, die neue Wege zur Belebung des Bau Handwerkes zeigten, machte auf diesem Gebiete Rechtsanwalt Dr. jur. Leonhardt (Offenbach). Einstimmig war die Meinung der Versammlung, daß eine sofortige Senkung der Gondergebäude- fteuer zum Zwecke der Ermöglichung von Haus» instandsetzunasarbeiten unbedingte Rotwe7tdigk.it sei. Entfprecheiche Entschließungen wurden ange­nommen.

Der nächste Verbandstag soll im Jahre 1933 in Gieften stattfinden. Er soll sich wiederum zu einer kraftvollen Willensäußerung des hessischen Hausbesitzes gestalten.

Eine interessante Aufgabe stellt Ihnen Schwarzkopf in seinem neuen ProspektKopf zerbrochen I

Packung und Extra - Blond mit Schaumbrille 27 Pfg.

Lassen Sie sich diesen Prospekt kostenlos im Fach­geschäft aushändigen: Preise winken für 5 Minuten k Kopfzerbrechen I Und gleichzeitig hören Sie \ Genaueres überHaarglanz, die wissenschaftliche Vervollkommnung der Haarpflege:Haarglanz*

gesund. Das Haar läßt sich leichter und haltbarer frisieren und erfreut Sie und andere durch seinen wundervollen Glanz!

H aarglanz liegt jedem Beutel Schwarzkopf- Schaumpon bei. Weiße Packung 20 Pfg., grüne Extra-

neutralisiert das Haar, erhält es straff, elastisch und Packung und Lxtra - blond mit Schaumbrille

SCHWARZKOPF- HAARPFLEGE

vollkommen durch ,Hoorglanz*

4383 V