ü? X^r^x9 Deilein einer Gerichtskommiffion Gräber der Sd^Iagenen geöffnet. 5he Zerjte stellten an den Skeletten fest, daß den -P/ern b 1 • adel zertrümmert und die Rrppen gebrochen worden sind. BiS jetzt wurden s? so ne n verhaftet, davon wurden allerdings 57 wieder auf freien Fuß gesetzt.
Ein Mörder wünscht seine Hinrichtung.
Der wegen Morde» an den Zigarettenha ndler xrieoel vom Dresdener Schwurgerrcht zum Tode verurteilte Arbeiter Pogaemk hat seinem Verteidiger mtigeteih, daß er ein Gnadengesuch ab* lehne und Vollstreckung de» Todesurteils wünsche Ein ähnlicher Fall, daß ein Mörder seine Hinrichtung wünschte, ereignete sich vor vielen Jahren bei einem Dersicherungsmöroer Zimmermann, der zum Tode verurteilt worden war und der den gleichen Wunsch äußerte. Da» Gesamt* Ministerium hat damals den Marder gegen sei* neu Willen begnadigt. Auch bei Pogaenik Durfte nach sächsischem Brauch ebenso versah* r e n werden.
Drei Arbeiter ertrunken.
2ln Zwickau sind drei Arbeiter vom städtischen Fluhbauamt. die oberhalb der Stadt aus der Mulde DermessungSarbeiten vornahmen. in da- Wasser gestürzt und ertrunken. Die Arbeiter versuchten sich durch Schwimmen Au retten, die starke Strömung trieb sie aber ab. 2hrc Leichen konnten noch nicht geborgen werden.
JJeffor (Blanacli», Aegnvtens Zigarrttenkönig f.
Nestor GianacliS. beifen Name durch die von seiner Firma hergestellten ägyptischen Zigaretten m der ganzen Welt bekannt ist. ist im Alter v,n 94 Jahren gestorben.
5ech» Personen bei einem Brande erstickt.
Bei dem Brande eine» Hauses kamen in Bagdad heute eine Mutter und ihre fünf Töchter im Alter von drei bis zwölf Jahren durch Ersticken ums Leben. Sie hatten sich in den Keller des Hauses geflüchtet. Dem erblindeten Vater gelang es, sich zu retten.
Aus der Provinzialhauptfladt.
Diehen, den 9. Juni 1932.
Gefährliche Sparsamkeit.
3n einer Privatgesellschaft ereignete sich neulich folgender Donal!: Beim Anzünden einer Zigarre sprang einem der Döste die Kuppe deS flammenden Streichholzes inS Auge und brannte eine Delle in den unteren Teil der Hornhaut. Aun ist kaum ein Teil deS AugeS so empfindlich wie gerade die Hornhaut, und daS gescheiteste wäre gewesen, der Verletzte hätte sofort einen Augenarzt ausgesucht. Gr wollte wohl aber die Gesellschaft nicht verlassen, um die Stimmung nicht zu stören, zudem erklärte ihm die liebenswürdige Hausfrau, daß sie eine wunderschöne Hausapotheke habe und ihm sofort helfen könne. Der hilflose Patient war auch damit einverstanden. llnb richtig fand sich zwischen Düchschen, Schachteln und Fläschchen eine ar obere Flasche, auf deren Etikett stand: Zum Kühlen der Augen, Dor Jahren hatte der Hausherr mal eine Entzündung der Lider gehabt, und daS Augenwasser hatte ihm ausgezeichnet und rasch geholfen.
Ein bißchen kurpfuschen alle Frauen gern, daS entspringt dem Urtrieb ihrer Mütterlichkeit und Hilfsbereitschaft. In den meisten Fällen möchte man allerdings wünschen, sie gingen beim Verarzten etwas vorsichtiger zu Werke.
Bei dem oben geschilderten Vorfall war daS Aug.nw sser di r ) \ hr lang:s Stehrn im Sch a k in Zersetzung übcrgcguiigen, und die Folge war, daß die verletzte Hornhaut deS Betroffenen sich milchweiß um die Delle trübte. Statt rascher Hilfe mußte der Patient nun viele Wochen lang xuxn Arzt gehen, ehe er seine Sehfähigkeit wiedererlangte.
Die kleine Geschichte lehrt uns, daß eine gut- eingerichtete Hausapotheke eine äußerst praktische Angelegenheit sein kann. Heftpflaster, Watte, Mull und einige Binden, essigsaure Tonerde, eine Jodlösung und die in jedem HauShalt bekannten Medikamente sollen stetS vorrätig gehalten werden. Auch bei auf Vorrat gehaltenem Tee, bei Salben, wie Vaseline und Borsalbe, besteht wegen ihrer Ungiftigkeit keinerlei Gefahr, daß sie Schaden anrichten könnten. Anders aber ist eS bei vom Arzt verschriebenen Medizinen, die ihren Dienst erfüllt Haven und nun gleichfalls in die Hausapotheke wandern, well man sich aus Sparsamkeitsgründen nicht von ihnen trennen kann. Sie find meist gegen ganz spezifische Krankheiten verordnet, die zu erkennen eben nur Aufgabe deS ArzteS war.
Wieviel Schaden ist schon durch solche alten Medizinen angerichtet worden. Ganz gefährlich ist es aber. Gifte auf^lheben (so finden sich in den Hausapotheken oft Tropffläschchen mit Atropin und ähnlichen Substanzen, deren Bedeutung die Hausfrau nicht k.ennt oder vergessen hat, wenn sich auf dem Etikett die Aufschrift deS Apothekers verwischt hat). Darum fort mit allen Resten gebrauchter MedizinenI Die Unkosten einer ärztlichen Konsultation und die eineS neu angefertigten Rezeptes wiegen die höheren Unkosten nach unfad?g:mäb:r Behandlung um e n Vielfaches auf.
Feuerwehr und Cxmifdter »erben.
-Die Gießener Feuerwehren und die Freiwillige sanitätskolonne vom Raten Kreuz führten gestern abend unter Mimahme ihrer Gerate einen Derbe- marsch durch Zahlreiche Straßen aus, der allenthalben die starke Aufmerksamkeit der Bevölkerung sand. An der Spitze de» eindrucksvollen Zuges fuhren die beiden großen Feuerläschfahrzeuge der Berus»* feuer wehr. Anschließend folgte die Gaiksche Feuerwehr in Stärke von 45 Mann, der sich die freiwillige Eanitätskolonne vom Roten Kreuz mit ihren vielseitig ausgerüsteten Fahrzeugen und .50 Mann anschloß. Den Abschluß de» Zuge» bildete die GießenerFreiwillige Feuerwedr mit rund 120 Mann und zahlreichen Geräten, an der Spitze den Spielmannszug und die erst seit kurzer Zeit bestehende Feuerwehr.Musik- kapelle. 3m Anschluß an den Derbcmarsch fand, nachdem die Geräte wieder an Ort und Stelle verbracht worden waren, im Cafä Leib ein gemütliche» kameradschaftliches Beisammensein statt, in dessen Verlauf Stadtbranddirektor Braubach, Kommandant Wenzel von der Gießener Freiwilligen Feuerwehr und Kolonnenführer Kratz von der Freiwilligen Sanitatskolonnc vom Roten Kreuz kurze Ansprachen hielten, in denen sie das gute ta* meradschaslliche Zusammenwirken zwischen Feuerwehr und «anitätem mit Genugtuung betonten und zu weiterer reger Arbeit auf den bewährten Bahnen aufforderten.
Durch die Geschlossenheit diese» imposanten Werbe- morsche» werden zahlreiche Mitbürger erst einen rechten Eindruck von dem Umfang und der Bedeutung dieser im Dienste des Gemeinwohls stehenden Organisationen bekommen haben, und es dürste vielen Bürgern wohl auch in überzeugender Weise klar geworden sein, daß die Geldauswendungen für die Feuerwehren und die Sanitätskolonne eine sehr gute Anlage zum Schutze de» eigenen Besitzes darstellen. Zugleich konnte aus dem Aufmarsch aber auch ent* nommen werden, wie stark bei den Mitgliedern der Feuerwehren und der Sanitätskolonne die Bereitschaft zum eifrigen Dienst für die Bürgergclamtheit ausgeprägt ist und welches hohe Maß von Achtung und dankbarer Anerkennung dieser selbstlosen Hingabe der Feuerwehrleute und Sanitätsmannschaften an ihre gemeinnützige Aufgabe gebührt. Und schließlich konnte jedermann aus dem Aufmarsch die Ueber* zeugung gewinnen, daß unsere Feuerwehren und Sanitätskolonne vom Roten Kreuz unter verantwortungsbewußter und straffer Führung eine Lei- stungsstärke und Gdflagtraft besitzen, die dem Bürger die beruhigende Gewißheit geben, daß er im Falle der Gefahr auf wirksamen Schutz und tatkräftige Hilfe rechnen kann. Möchten diese Ein- drücke des Werbemarsches sich überall in der Bürgerschaft in den Entschluß umsctzen, den Feuer- wehren und der Sanitätskolonne die weitere Arbeit an ihren hohen Ausgaben im Dienste der Allgemeinheit dadurch zu erleichtern, daß sie durch Tiit- gliedschaft ober durch freiwillige Beisteuer von Geldmitteln die finanzielle Kraft der Organisationen stärken helfen!
Oie Einstellung in das Reichsheer und die Reichsmarine.
lieber die Einstellung zum zwölfjährigen Dienst in der Wehrmacht herrschen vielfach unzutreffende Ansichten, die zu unnötigem Schriftverkehr und zu Enttäuschungen führen.
Sowohl das Reichsheer, wie die Reichsmarine stellen alljährlich Anfang April und Anfang Oktober den Ersatz für die nn Laufe deS Halbjahres ausgeschiedenen Soldaten ein. Meldungen von Bewerbern haben zweckmäßig mehrere Monate vor diesen EinstellungSzeiten zu erfolgen:
für daS Heer: bei den Bataillonen und Abteilungen oder bei den Kompanien, Eskadronen und Batterien der einzelnen Waffengattungen:
für die Reichsmarine: nur bei der Schiffsstammdivision der Ostsee oder der SchifsSstammdivision der Rordsee.
Meldungen bei höheren Dienststellen sind zwecklos. da die Truppenteile in der Annahme von Freiwilligen selbständig sind und allein übersehen können, ob Stellen frei sind.
Den Meldungen ist zweckmäßig ein ausführlicher LebenSlauf mitLich tbild beizufügen. Die sonst noch erforderlichen Ausweispapiere werden von den Truppenteilen bei den Bewerbern angefordert.
Zur Einstellung gelangen in erster Linie Achtzehn- bis Zwanzigiöhrige.
'Die Einstellung geschieht nach ärztlicher Untersuchung und eingehender Prüfung der Bewerber. Bei dem außerordentlichen Angebot, daS den Bedarf um das 50- biS lOOfache übersteigt, ist es leider unvermeidbar, daß zahlreiche Bewerber ohne vorherige Prüfung abgewielen und auch solche Bewerbe abgelehnt werden muffen, die an sich voll diensttauglich sind.
Gictzcncr 2Lochcnmarktprcrsc.
e Gießen. 9 Juni. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter 120. Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Wirsing 15, Spinat 12 bis 15. Römischkohl 15. Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 10 bis 12,
Tomate« 60. Zwiebeln 15. Spargel 40 biS 60. Kartoffeln (alte) 4.5 (pro Zentner 3.80 bis 4 Mk 1. Kartoffeln (neue) 15 bis 20. Rhabarber 8 bis 10. Aepfel (ausländ.) 50 bis 60. Dörrobst 30 bis 35. Kirschen 60 bi» 70. Stachelbeeren (unreife) 30. Erdbeeren 160 bis 220 Suppenhühner 70 dis 80. tonig 40 bis 45. jg Höhne 80 bi» 90 Ps. proPfd: auben 50 bis 70 Sier 7 (10 Stück 65). ttüfe 5 bis 10. Oberkohlrabi 15. Salat 8 bis 10, Salatgurken 35 bis 45. Blumenkohl 40 bi« 70. Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bi« 15. Sellerie 25 bi« 35 Pfennig pro Stück: gelbe Rüben 15. Radieschen 8 bi« 12 Pf pro Bund: Bohnen 50 Pf pro Pfd.
Bornottjcn.
* TageSkalender für Donnerstag: DHD 20.30 Uhr. im Heim. Vortrag von Müller über .Einheitspreis-Geschäfte". — 20 Uhr. Gase Leib. Vortrag für Sprachgehemmte ron Frank Reu sch — Oswaldsgarten, 20.15 ilbr, Alhambra-Varietö-Revue. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, .Der Frechdachs".
— Vortrag im DHL. Heute, Donnerstag, abend fpricht Tr. Müller von der Handelskammer Gießen im DHL -Heim über das Thema „Einheit»- preisgefchäfte". (Siehe gestrige Anzeige.)
•• Der Dank des Stadltheater-En» fern bl es. Don dem Ensemble des Etadttheaters wird uns geschrieben- Die Mitglieder des Stadt- theaters verabschiedeten sich für die Winterspielzeit 1931/32 in ihrer Bcnesizvorstellung „Der Dattcrich" von den Gießener Theaterfreunden. Die allseitige Beteiligung im Zeichen des ausoerkausten Hauses, der vielen Blumen und sonstigen Geschenke wurde dankend begrüßt und gilt als hofsnungsfrohes Zeichen baldigen Wiedersehens in der Spielzeit 1932,33.
•* ©in berufsmäßiger Betrüger. Der heutige Polizeibericht meldet Die Persönlichkeit des angeblichen Zremdenlegionär« Rupert Lechner, über den am 4 Juni bereits berichtet wurde, ist in der Zwischenzeit einwandfrei fest- gestellt worden. Es handelt sich um den Schlosser Bernhard Mehring, geboren am 31. Mai 1903 in Werne, zuletzt wohnhaft in Lünen (Lippe). Gegen Mehring liegt eine «ganze Reihe von Suchverrnerlen cuswörtiger Amtsanwaltschaften und Gerichte vor. Er hat in den letzten Jahren nur noch von Betrügereien gelebt. Ob er tatsächlich in der Fremdenlegion gewesen ist. konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Den Pah auf den Ramen Lechner will er von Lechner selbst, der in die Fremdenlegion gegangen fei, bekommen haben. Mehring hat sich hier wegen Paßvergehens und Führung eines falfchen Ramens strafbar gemacht. Kurz nachdem er aus der Augenklinik gekommen und in das Landgerichtsgefängnis eingeliefert worden war. hat er eines feiner Augen auf die gleiche Art wie vorher wieder durch Tintenstift beschädigt, so daß er erneut in die Klinik übergeführt werden muhte. Anscheinend leitet ihn bei diesen Manipulationen die Hoffnung, daß er in der Klinik leicht Gelegenheit zum Ausreihen haben könnte.
Eine volkstümliche Rheinfahrt veranstaltet das Hapag-Reisebureau Giehen am 17. Juli. Trotz der Schwere der Zeit hat sich das Hapag-Reisebureau zu dieser Veranstaltung entschlossen, um all den Personen, die in diesem 2lahre auf eine Erholungsreise verzichten müj|cn, wenigstens für einen Sonntag unter Aufwand möglichst geringer Geldmittel die Gelegenheit zur Ausspannung am schönen deutschen Rhein zu bieten. Cs ist besonders zu beachten, dah — wie man uns mitteilt — bis jetzt nur diese eine Fahrt vorgesehen wird, da eine weitere derartige Veranstaltung angesichts der Zeitumstände wohl nicht in Betracht kommen dürfte. Cs dürfte ratsam fein, sich beizeiten mit der Teilnehmerkarte zu versehen, da bei der Einmaligkeit dieser Veranstaltung die Rachsrage nach Karten Wohl groß fein wird und diese Ryeinfahrten sich bisher stets als beliebt erwiesen haben- lieber die kommende Fahrt wird uns folgendes mitgeteilt: Mit Sonderzug geht es gegen 630 Uhr von Giehen ab. Die Anschluhzüge aus der Richtung Marburg. Köln, Koblenz werden abgewartet. Unterwegs wird fast an allen Stationen bis Friedberg gehalten. In Mainz-Kastel wird ein für die Fahrtteilnehmer gemieteter Salon- darnpser der Köln-Düsseldorfer Rheindampffchiff- fahrts-Gesellschast bestiegen, um schon ab Mainz den Genuß der Dampferfahrt zu haben. Sowohl in Rüdesheim als auch in Aßmannshausen ist ein Aufenthalt von je zweieinhalb Stunden vorgesehen. so daß die Teilnehmer zu Fuß oder mit der Zahnradbahn das Riederwald-Denkmal erreichen können. Der Besucher des Riederwald- Denkmals kann den herrlichen Waldweg nach Ahmannshausen wählen, oder mit der Zahnradbahn wieder nach Rüdesheim zurückkehren. An beiden Orten legt der Dampfer an Rach Besichtigung des Riederwald-Denkmals ist immer noch genügend Zeit vorhanden, um den Winzerstuben in Aßmannshausen einen Besuch abzustatten. Auch für Koblenz ist genügend Zeit zur Beftchti- gung vorgesehen Der Sonderzug von Koblenz trifft kurz nach 22 Uhr in Giehen wieder ein. Auswärtige Teilnehmer erreichen hierdurch rechtzeitig und bequem ihre Anschluhzüge Räheres tm heutigen Anzeigenteil.
** -Der Frechdachs." Ein Film nach rinn Komödie von Loui« V e r n e u i L Die Hauptrolle in diesem Bildstreifen scheint Willv Fritsch auf den Leib zuAelchrieben zu fein, ©einer lieben«-- würdigen, schelmischen Frechheit, die immer wieder an ihm gefällt, seiner sprühenden Laune, kann er hier alle Zügel schießen lassen. 5Vr Film führt nach Pari», mitten hinein in da« lodere Gefüae der Halbwelt, in der da» Geld nur den Zweck zu haben scheint, au«gegeben zu werden, und die Liebe, sowie alle«, wo» damit zusammen- bängt. groß geschrieben wird. Den Kern der Handlung bildet die stürmische Werbung eines jungen Manne« (hier Willv Fritsch) um eint Frau, die zwar verheiratet ist. die sich aber scheiden lassen könnte, da sie ihr Mann sichtlich vernachlässigt und obendrein betrügt. Der junge Mann inszeniert eine Reihe der auSaesallensten Dinge, bleibt ständig in der Rähe der Angebeteten, und der Film erreicht unter Zuhilfenahme reichlich komplizierter Verwechslungen und Verwicklungen sein Ziel: die beiden kriegen sich. Einige geschickte Schlagerkompositionen (die dem Film schon längst vorausgeeilt sind) tragen den nötigen musikalischen Schwung in die Handlung, für Den übrigen Schwung sorgt Willy Fritsch. Er macht sich dabei wieder sehr sympathisch, ist wirklich frech wie Oskar, und wird seinem Titel in jeder Weise gerecht. Seine Partnerin ist diesmal Eamilla Horn, die (besonder« in ihrem Aeußeren) stark an Lilian Harvch erinnert, durch ihr resolutes Auftreten aber lehr gut zu gefallen weiß. Ralf Artur Roberts al« genaSsührter Ehemann bat von Anfang bi« Ende durch sein« spezielle Komik die Lacher auf seiner Seite. Elf« Elster als Loulou Gazelle (laut Telephonbuch »Künstlerin") benimmt sich sehr geschickt und sieht flut aus. Die übrigen Rollen sind gut beseht. Di« Photographie ist einwandfrei. Interessant sind einige geschickt aufgenommene Straßenbilder au« Paris. Die Tonwiedergabe läßt jede- Wort sehr gut verstehen. SS braucht nicht besonder« betont zu werden, dah man sich ausgezeichnet unterhält. Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus.
•• Der Sparerbund und Rentner« b u n d. Ortsgruppe Giehen, veranstalteten im Katholischen VereinShauS gemeinsam eine öffentliche Versammlung Als Redner des Abend« sprach Justizrat Brink, Berlin, über da« Thema ..Wie schützt sich heute der alte und neue Sparer". Der Redner behandelte zunächst die Ursachen de« mangelnden Vertrauens, die in der Inflation und in der AufwertungSgesetzgebung in erster Linie zu suchen sind. Besonder- die preuhisch« Sparkassenaufwertung bedürfe mancher Besserung. Das zuständige preuhische Innenministerium müsse baldigst von einem Minister anderer politischer Farbe verwaltet werden. Der AuSgleichS- stock zur Sparkassenaufwertung müsse verschwinden, jede Sparkasse weitgehendst auS eigener Kraft aufwerten, sowie die jährlichen Gewinne dem AuswertungSfondS gutgeschrieben werden. Die neuen Sparerichutzkassen erfreuten sich eine« sehr guten Zuspruchs. Selbst im Krisenjahr 1931 sei von einem Rückgang der Spareinlagen nicht« zu verspüren gewesen. Die Anlagen würden sämtlich in erststelligen mündelsicheren Feingold- Hypotheken angelegt, wodurch eine sichere Kapitalsanlage gewährleistet sei. Dank- und Börsengeschäfte würden von den Schuhkassen nicht getätigt. Der Redner fand auch diesmal, wie bei seinen früheren Vorträgen, den ungeteilten Beifall der gut besuchten Versammlung.
Weitere Lokalnachrichten Im 2. Blatt
Wettervoraussage.
Der Abbruch der kühlen Witterung steht bevor, denn über den britischen Inseln dringt unter gleichzeitigem Barometerfall Warmluft vor. Bei uns wird zunächst noch, begünstigt durch den hohen Druck über Frankreich, die Bewölkung abnehmen, so daß mehr ausheiterndcs Wetter einsetzt. Diesem steht mit dem Vorwärtsschreiten der neuen Störungsausläufer eine gewisse Beeinflussung bevor, die sich bei weiterer (Er-, wärmung durch einzelne 9licbcrfd)lage oder Gewitter* störungen bemerkbar machen dürfte.
AussichtenfürFreitag: Wärmer, bewölkt, jedoch mehr aufheiternd, zunächst trocken.
Aussichten für Samstag: Weitere Erwärmung, zunächst stärker bewölkt, vereinzelte Niederschläge oder Gewitterstörungen.
Lufttemperaturen am 8. Juni: mittag» 13,8 Grad Celsius, abends 11,4 Grad: am 9. Juni: morgen« 11,3 Grad. Maximum 15,1 Grad, Minimum 9,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8 Juni: abends 13,4 Grad: am 9. Juni: morgens 11 Grad Celsius. — Niederschläge 0,3 mm. — Sonnenscheindauer 2% Stunden.
1LJVIVEA-CREME
oder aber
NIVEA - ÖL
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