Ausgabe 
8.12.1932 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

9Jl.-$port

England Oesterreich 4:3 (2:0).

DerFußballkampf des Jahres" zwischen der besten kontinentalen Ntannschaft, der österreichischen Länderelf, und Englands Nationalvertretung begei­sterte am Mittwochnachmittag auf dem Chelsea-Platz in London 60 000 Zuschauer. Inmitten der zahlreich anwesenden Diplomatie und anderer Ehrengäste sah man als Vertreter der englischen Königsfamilie auch den Prinzen Georg.

Englands Team.

Der Kampf erfüllte alle Erwartungen. Die Eng­länder stellten elf Internationale, die alle über eine nollendete Balltechnik verfügten. Die Spielweise der Briten war auf Erfolg eingestellt. Mit weiten Vor­lagen wurde der Ball auf die Flügel getrieben und energisch setzten die Innenstürmer den Flanken der Außenstürmer entgegen. Verblüffend waren noch die Schnelligkeit und das ausgezeichnete Kopfspiel der Briten. Die besten Leute der Engländer waren der Tormann Hibbs, der Verteidiger Blenkinsop, der hervorragende Mittelläufer Harts und die beiden Stürmer Jack und Hampson.

Die österreichische Mannschaft.

Die Oesterreicher haben ihren guten Ruf gerecht­fertigt und den kontinentalen Fußball mit schönstem Erfolg vertreten. Anfänglich kamen sie allerdings schwer in Schwung. Die ungewohnten Verhältnisse und das eigenartige Spiel des Gegners verwirrten die Wiener sichtlich. Sie ließen sich häufig von ihrem üblichen Spiel, dem präzisen schottischen Paßspiel

abbringen. Als sie aber etwas mehr zur Ruhe ge­kommen waren, zeigten sie Leistungen, die ihnen oft den stürmischen Beifall des Publikums eintrugen. Die besten Leute im Angriff waren Schall, Sinde­lar und Gschweidl. Tadelsfrei arbeitete die Läufer­reihe, auch die Verteidigung verdiente sich uneinge­schränktes Lob. Hiden war an den Treffern des Gegners schuldlos, er zeigte zahllose herrliche Pa­raden.

Das Spiel verlief, abgesehen von den ersten zehn Minuten, größtenteils ausgeglichen. Ansänglich waren die Bri­ten allerdings klar im Vorteil und es gelang ihnen auch schon in der 5. Minute durch Walker der erste Treffer. Die Oesterreicher tauten dann mehr aus, jedoch konnten die Engländer in der 27. Minute durch Scharfschuß von Hampson überraschend einen zweiten Treffer anbringen. Nach der Pause griffen die Oesterreicher energisch an, sie konnten auch unter dem Beifall des objektiven Publikums in der sechsten Minute durch Zischet das erste Gegentor schießen. England kam durch Freistoß von Harts in der 32. Minute zum 3:1, die Oesterreicher schossen aber drei Minuten später durch Sindelar den zweiten Gegen­treffer. Der Rechtsaußen Crooks stellte in der 37. Minute das Ergebnis auf 4:2, aber auch die Oester- reicher waren in einem sehr schönen Endspurt in der 41. Minute durch Schall noch einmal erfolgreich.

Lange nus (Belgien) war ein korrekter Spiel­leiter.

Vier 1900 er erhalten die 30-Besten- Aadel der OSB.

Wie alljährlich, so ist auch für die Saison 1932 von der Deutschen Sportbehörde für Leichtath­letik für die einzelnen leichtathletischen Diszi- vlinen eine 30°Besten-Liste zusammengestellt und dieser Tage veröffentlicht worden. Bei dem aus­gezeichneten deutschen Leichtathletikdurchschnitt ge­hört schon ein beachtliches Können dazu, um in den Besitz der 30-Besten-RaDel Zu kommen. Es ist daher ein erfreuliches Zeichen, daß die Spiel- Vereinigung 1900 viermal vertreten ist, und zwar zweimal im Laus irnd je einmal im Sprung und Wurf. Zunächst ist Paul Gerhardt zu neu­nen, Der mit seiner in Wien erzielten Leistung von 2:53,40 Std. im Marathonlauf die achte Stelle einnimmt. Heber 10 000 Meter hat sich 1900s erfolgreicher Langstreckler Karl H. S ch a a f eine recht gute Position gesichert. Mit 33:14 Min. hat rc d-n 16. Platz inne. An jeweils 25. Stelle rangieren Otto Gugel und Heini Jung. Jener im Diskuswerfen (40,55 Meter), dieser im Stab­hochsprung (3,40 Meter!.

Aufgebaut auf die 30-Desten-Liste, ist auch eine Vereinsrangliste 1932 erschienen. Hier ist die Placierung der Spielvereinigung 1900 eben­falls als recht günstig zu bezeichnen. 3m Reich ist es die 46., in Westdeutschland die 12. Stelle. Letzteres ist auch insofern bemerkenswert, als die elf Dorplacierten bis auf einen Großstadt­vereine sind!

Oie südwestdeutschen Eislaufmeister- schasten in Gießen.

Für den Winter 1932/33 wurde die Durchführung der Meisterschaften des Südwestdeutschen Eislauf­verbandes dem Gießener Eisverein übertragen. Die Gießener Eisbahn bietet als eine der größten Schwimmei^bahnen Deutschlands beste Gewähr für eine glatte und einwandfreie Abwicklung dieser großen eissportlichen Veranstaltung. Zum Austrag gelangen die Meistcrschaflen im Kunstlauf, Schnell­lauf, Eishockey und Eisschießen. Als Termin ist der 7. und 8. Januar vorgesehen. Für das heimische Sportpublikum sowie das der engeren und weiteren Umgebung verspricht diese Veranstaltung zu einem einzigartigen Ereignis von hohem sportlichen Reiz zu werden.

$(£. »Teutonia" Watzenborn Steinberg

FE. Teutonia I Leihgestern I 2:4 (1:3).

Dos fällige Derbandsspiel beider Mannschaften enbete mit einer sensationell wirkenden 2:4- Diederlage des ungeschlagenen Tabellenersten auf eigenem Platze. Die Gäste entpuppten sich als eine äußerst spielstarke Mannschaft. Die Platz- besitzer liehen sich durch viel Pech in der ersten Halbzeit aus der Fassung bringen. Leihgestern führte wohl in der Pause 3:1. Aber von diesen vier Treffern wurden von den äußerst nervös spielenden Teutonen allein drei unhaltbar ver­

wandelt. (Zwei Selbsttore.) Dieser Nervenprobe hielten die Einheimischen nicht stand. Wohl war­fen sie alle Mann nach vorne, auch half der eine Verteidiger im Sturm, aber die Gäste waren in erstklassiger Verfassung, und wehrten geschickt ob. Es gelang zwar durch restlosen Einsatz das Resultat auf 2:3 zu verbessern, jedoch spielten die Teutonen ohne Zusammenhang, jeder auf seine eigene Weise, ohne jegliches System wei­ter, und verscherzten so Sieg und Punkte. Die Gäste nutzten alle Schwächen des Gegners ge­schickt aus und verließen als verdienter Sieger den Platz. Kurz vor Schluß gelang es ihnen sogar noch, durch zu weites Aufrücken Der einheimischen Verteidigung begünstigt, das Resultat auf 2:4 zu stellen.

IV.Teutonia" Laubach.

Laubach I Lollar I 6:2 (3:0).

Das Derbandsspiel begann sofort mit lebhaften Angriffen der beiden Mannschaften. Es erwies sich bald eine äleberlegenheit Der Gäste, bei Denen die beiden Flügelstürmer überragten. Erfolge blie­ben aber zunächst aus. Laubachs Mittelstürmer verschoß einen Elfmeter. Erst in Der letzten Viertel­stunde der ersten Halbzeit erzielte Lollar drei Tore. Rach Dem Seitenwechsel kamen Die Teu­tonen mehr auf und konnten bald zwei Erfolge für sich verbuchen. Einen dritten Treffer für Lau­bach übersah Der Schiedsrichter. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Gäste wieder in Vor­teil und errangen bis zum Schlußpfiff noch drei weitere Tore. Lollar stellte die bessere Mannschaft, die verdient gewann.

Handball im Lahn Oünsberg - Gau.

Alleadorf Londorf 5:1 (2:1).

Beide Mannschaften, in stärkster Aufstellung, lie­ferten sich einen typischen Punktekampf, den der Meister durch bessere Zusammenarbeit für sich ent­schied. Allendorf war während der ersten Halbzeit stets leicht überlegen. Halbzeitergebnis 2:1! Nach der Pause gestaltete sich das Spiel sehr hart. Es gab viele Strafstöße. Die Platzmannschaft beherrschte aber trotzdem meist Das Feld. Die Gäste verlegten sich auf Durchbrüche, Die aber nichts einbrachten. Allendorf erzielte bis zum Schluß noch drei weitere Tore.

Staufenberg Ahbach 1:6 (1:3).

Das Spiel, sehr fair durchgeführt, brachte Den Gästen einen verdienten Sieg. Atzbach erzielte in kurzen Abständen drei Tore, die Platzbesitzer warfen kurz vor dem Halbzeitpfiff ihr einzigstes Tor. Nach der Pause war Atzbach noch dreimal erfolgreich. Staufenberg hatte lediglich im Mittelstürmer, im Halblinken, Mittelläufer und Tormann gute Leute.

Wieseck Dorlar 2:4 (2:1).

Beide Mannschaften traten mit 10 Mann an. Wieseck vervollständigte sich später. Die Platzbesitzer fanden sich schnell, gingen in Führung und erhöhten bald auf 2:0. Vor Der Pause holten die Gäste ein Tor auf. Nach Dem Wechsel waren die Gäste ton­

angebend und dreimal erfolgreich, während die Wie- secker leer ausgingen. Das Ergebnis ist gerecht. W.e- seck hatte viel Pech. Die beiden Torhüter waren sehr gut.

Launsbach Wißmar 6:3 (3:2).

Eines Der schönsten Spiele der Runde im ersten Bezirk! Auf beiden Seiten sehr fair gekämpft. Launsbach ging in Führung, Wißmar glich aus. Der gleiche Vorgang wiederholte sich. Launsbach übernahm bis zur Halbzeit wieder Die Führung. Nach Der Pause war Launsbach überlegen, schoß drei weitere Tore, Denen Wißmar nur eines ent­gegensetzen konnte. Launsbach und Wißmar nehmen nun wieder gemeinsam Den zweiten Platz in der Tabelle ein.

Beuern I Lollar 2:5 (2:2).

Beide Mannschaften traten zu diesem Gesell­schaftsspiel mit nur 10 Spielern an. Bis zur Pause kam jede Partei zu zwei Toren. Nach dem Wechsel gingen Die Gäste mehr aus sich heraus, erzielten drei weitere Tore und damit Den Sieg.

Ruttershausen Mainzlar 0:0.

Die Platzbesitzer spielten überlegen. Die Gäste rourDen fast ständig in die Verteidigung gedrängt. Trotzdem fiel kein Tor. Die Ruttershausener warfen unplaciert. Die Gäste wehrten dagegen sehr gut ab. Nach Der Pause verlor der Platzbesitzer zwei Mann. Nun rourDe Das Spiel ausgeglichener. Trotz vieler Gelegenheiten fiel aber auch jetzt fein Tor. Dem Spielverlauf nach mußte Der Gastgeber mit einigen Toren Unterschieb gewinnen.

Burkhardsfelden Haufen 3:0 (2:0).

Die Gäste traten mit Ersatz an. Die Gastgeber gingen bald in Führung. Die Hausen er spielten sehr engmaschig und kamen fetten zum Schuß. Burk­hardsfelden setzte Die Außenstürmer ein. Halbzeit 2:0. Nach Der Pause waren die Gastgeber weiter in Front. Hausen verteidigte aber sehr geschickt und erst kurz vor Schluß fiel Das Dritte Tor. Der Sieg war verdient.

Steinbach I ©rüningen I (DI.) 4:3 (3:1).

Ein Gesellschaftsspiel! Steinbach war in Der ersten Spielhälfte tonangebend. Nach dem Wechsel holten Die Gäste auf (mit 10 Mann) und schufen Den Aus­gleich. Beide Mannschaften kämpften nun energisch um Den Sieg. Ein Tor für Steinbach, nicht unum­stritten, entschied Den Kampf. Die Gegner waren sich gleichwertig. Der Sieg Des Platzbesitzers ist glücklich zu nennen.

Büchertisch.

Micbel, Wilhelm,W irheißeneuch hoffenBetrachtungen zur neuen Weldstunde. 2,60 Mk., in Ganzleinen 3,80 Mk. Darmstädter Buch- und Kunstverlag Gotthard Peschko, Darm­stadt, Landskronstraße 79. (318) Jeder Deutsche spürt. Daß heute eine politische Wende und eine Geisteswende sich vollzieht, die beide von größter Bedeutung sind. Nach langem Verzagen kommt ein neuer Mut. Wir sehen mit einem gestärk­ten Vertrauen in die Zukunft. Aber wenn auch diese hoffnungsvollere Stimmung von vielen heute emp­funden wird, so wissen doch nur wenige zu sagen, worauf sie sicy gründet und wo hinaus sie weist. Diese beiden Fragen sind es, die Wi.helm Michel in seinem Buche beantwortet. Michel weist nach, wie die wirtschaftlichen, geistigen und sittlichen Le­bensstörungen in unserer bisherigen Welt auf die Sklavenausstände des .bedingungslosen Rechnens" des entfesseltenPrositdenkens", des aus den Le- bensbindungen herausgefallenenGeistes" zurück­gehen. Er zeigt, wie diese Lebensstörungen unserem Kulturkreis zu einer großen Belehrung über die wahre Natur des Menschen gediehen sind. Er sieht diese Belehrung wirksam werden in Der neuen Er­nüchterung und Wirklichkeits-Tendenz, die heute überall in unserem Denken zu beobachten sind. Als Sinn des ganzen Geschehens von heute stellt Michel heraus die neue Verwirklichung des Menschen und eine neue nationale Lebensmächtigkeit Des deutschen Volkes.

Alfred Wien: Das Antlitz hinter Der Maske. 319 Seiten. Geb. 4,40 Mk. 2krlng C. Bertelsmann in Gütersloh. (349.) Zwischen Der ersten himmelstürm^nden Sinfonie des jungen Andreas, die Die ganze Trostlosigkeit menschlicher Sehnsucht enthüllt, und Der letzten Chorsinfonie Des geläuterten Künstlers liegt ein Passionsweg von Seelenqual und Tränen, Den Wien hier zu schil- Dern unternimmt; sein literarisches Können brachte schon seinem ersten BucheDie Stadt in Den Wol­ken" einen schönen Erfolg.

- Reinhold "Braun: Christnacht- geschich t e n_ 100 S. Oranien-Verlag, Herborn (Dillkreis). Kart. 1,80 Mk.: Seinen 2,40 Mk. (428.) Cs sind Weihnachtsgeschichten von einer vertieften und doch spannenden Art. Geschichten für solche, die Dem Lichtgedanken in aller Be­schwernis des Lebens treu bleiben wollen, mag cs kommen wie es wolle. 3n der hübschen Ausstat­tung ist das Büchlein ein passendes Weihnachts­geschenk.

Wirtschaft.

* Der Großhandelsindex im Mo­natsdurchschnitt Rovember. Die vom Statistischen Reichsamt für den Monatsdurch­schnitt Rovember berechnete Grohhandelsindex- ziffer ist mit 93,9 gegenüber dem Vormonat (94,3) um 0,4 v. H. gesunken. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten; Agrarstoffe 87,8 (0,2 v. H.), Kolonialwaren 81,4 ( 0,4 v. H.), in­dustrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,8 ( 0,5 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 114,2 ( 0,4 v. H.), Produktionsmittel 116,4 ( 0,4 v. H.) und Konsumgüter 112,5 ( 0,4 v. H.).

* Wiesbaden nimmt Stadtanleihe in Zahlung. Die Magistratspressestelle Wies­baden teilt mit, daß der Magistrat die städtischen Kassen ermächtigt habe, Stücke der Stadtanleihe von 1928 Serie I zu 90 Prozent ihres Renn- werKs in Zahlung zu nehmen. Diese Ermäch­tigung ist jedoch beschränkt auf die alten For­derungen der städtischen Vermögensrechnung. Zur städtischen Vermögensrechnung gehören nicht: Darlehensforderuirgen aus Hauszinssteuerbau­mitteln und Stiftungsmitteln. 3n Frage kom­men demnach Hypotheken aus städtischen Mitteln, Restkaufforderungen, Anliegerbeiträge für fer­tige Straßen, sonstig«, ungesicherte Darlehens- fcrbcrimgen, wie Darlehen an Vereine usw. Aus­geschlossen von dieser Regelung, Die bis 31. 3. 33 befristet ist, bleiben alle Zahlungen für Die lau­sende Verwaltung, insbesondere Steuern und Gebühren.

* 3.-G. -Farbenindustrie 21®. Werk Leverkusen. Wie WTB.-Handelsdienst er­fährt, hat die in der chemischen Industrie zu ver­zeichnende Geschäftsbelebung auch auf dem Werk Leverkusen der 3.-G.-Farbenindustrie AG. zu Reuein^ellungen geführt? so daß der Belegschafts­bestand am 15. September von 6800 Mann sich auf zur Zeit 7030 Mann erhöht hat, trotz Der in Den Herbstmonaten ersahrungsgemäß einsehen­den Abschwächung des Geschäfts.

* Süd deutsche Zucker AG, Mannheim. Der Aufsichtsrat hat in seiner gestrigen Sitzung be­schlossen, Der GV. am 4. Januar 1933 für" Das am 31. August 1932 beendete Geschäftsjahr vorzu­schlagen, aus Dem Reingewinn von. 4 493 162

(4 294 095) Millionen Mark eine Dividende von wieder 8 Prozent auf Die Stammaktien und 7 Pro­zent auf Die Vorzugsaktien zu verteilen und Den um 199 067 auf 2 097 162 (1 898 095) Mark erhöhten Gewinnrest auf neue Rechnung oorzutragen.

* Elektrische Licht- und Kraft­anlagen. Die Generalversammlung der Elek­trische Licht- und Kraftanlagen AG. Berlin ge­nehmigte dcbattelos den Abschluß für das Ge­schäftsjahr 1931,32, wonach eine Dividende von wieder 6 v. H. auf 22,5 Mill. Mk. gewinnberech­tigtes Stammkapital verteilt und 0,46 (0,44) Mill. Mark auf neue Rechnung vorgetragen werden. Rach Mitteilung der Berwaltung ist die im Geschäftsbericht gekennzeichnete absinkende Ten­denz der Stromabgabe in letzter Zeit zweifellos zum Stillstand gekommen. Rach Den Zahlen Der letzten Monate Dürfe man eine gewisse Steige­rung annehmen, so daß Die abgegebenen Mengen sich Den Ziffern Des Vorjahres nähern. Unter Dem üblichen Vorbehalt glaube Die Verwaltung daher, auch für das laufende 3ahr mit einem befriedigenden Ergebnis rechnen zu können.

Srofiffurfer Abendbörse behauptet.

Frankfurt a. M., 7. Dez. Der Zwischenfall in der heutigen Reichstagssitzung blieb auf Die Tendenz Der AbenDbörse ohne Einfluß. Auf Grund festerer Kursmeldungen von Den AuslanDbörsen war Die Stimmung weiter freundlich und gegen Den Berliner Schluß blieben Die Kurse meist gut behauptet. Einige Rachfrage er­hielt sich für Montan- unD Schiffahrtswerte, Doch war Das Geschäft infolge Der Richtbeteiligung des Publikums außerorDentlich gering. Recht fest ka­men Kali Westeregeln (plus 2,5 Proz.) und Bem- berg (plus 1,5 Proz.) zur Rotiz.

Am Rentenmarkt herrschte ebenfalls Ge - s ch ä f t s st i l l e bei unveränderten Kursen. Von fremden Werten bröckelten Ungar. Goldrente leicht ab. Reubesihanleihe 6,45, Altbesihanleihe 57,65, Ungar. Goldrente 5,80, Schuhgebietsanl. 5,35, Gelsenkirchen 46,25, Kali Westeregeln 115, Mannesmann 60,40, Stahlverein 30,40, Bem- berg 63,75, IG.-Farben 97,50, Hapag 18,65, RorD- deutscher Lloyd 19,50.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Divid.nde an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß b o. H.

Frankfurt a. JJI.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börf

Echluß-

>ur<l

Schluß!. Shflag, bdrfe

nun

6.12.1

7-12.

6.12.

7.12.

6% Deutsche Reichsanlethe d. 1921

6% efjem.7% Dt.Reichsanl. v. 1929

75,75

76

75,25

90,25

90,275

90,25

90

5!3% Voung-Slnleil-e von 1930 ..

75

75,5

75

75,4

Ternsche Anl.-Ablos.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten .............

57,65

57,65

57.25

57,5

Tesgl. ohne Äuslos.-Rechte......

6,4

6,45

6,4

6,35

6% ebem. 8% Hess. BollSstaat 1929 irückzahlb. 102%)............

68,4

68,75

68,5

68,5

Lbcrhejscn Provinz-Anleihe Anslos. »Rechten ............

_

58,5

_

Deutsche Komm. Sammclab I.An leihe Serlel mit AuSIos.-Rechten

54,13

53,5

53,75

53,75

6% ehem. 8% Franks. Hpp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

79,65

79,65

6% ehem. 7% Franks. Hvp.-Banl Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 5/s% ebem. 4 '/2 % Franks. Hyp.

Bank-Liau.-Psan dbrie se .....

79,13

79,65

_

_

83,65

83,75

_

5/2% ehem. 4>4% Rheinische Hnv.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....

83,9

83,75

_

6% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanftalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespfand

briefanftalt, Pfandbriefe R. 10

78,5

78

77,75

77,75

78,5

78,5

4% Oesterreichische Glototentc....

8

8,25

8,3

4,20% Qesterreichische Silberrente

1

1,05

1,05

4% Ungarische Goldrente.......

5,9

5,85

5,85

5,8

4% Ungarische Staatsrenle v. 1910

6,05

6

4'desgl. von 1913..........

5,75

5% abgelt. Goldmexikaner von 99

6,65

6,65

6,75

4% Türkische Zollanle.he von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.....................

3,55

3,75

J,65

3,/5

4

4

4,1

4% desgl. Serie 11.............

4

4

4,1

5% Rnmän. vereinh. Mente v. inoß

5,75

5,75

4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913

9,6

9,55

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4,65

4,8

4.6

4,65

3i"o Anatolier...............

21,3

21,5

21.25

21,5

jramiun u.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- bdrfe

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag« börse

Datum

6.12.

7.12.

6-12.

7-12.

Hamvurg-Amerika-Pake; .....

t

18,5

18,65

18,5

18,75

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

Hansa Dampfschiff...........

0

26,9

Norddeutscher Lloyd .........

0

19,4

19,5

19,65

19,5

21.05. für Verkehrswesen Akt. ..

0

45

45

45

46,25

Berliner Handelsgesellschaft....

4

89,5

89

89,13

89.13

Commerz, und Privol-Bank...

v

53,5

53,5

53,5

53,5

Deutsche Bank und Tisronto-

Gesellschaft. ........

0

75

75

75

75

Dresdner Bank.............

0

61,75

61,75

61.75

61,75

Reichsbank .................

1

129,25

129,5

129

130,5

A.E.G......................

0

33

33,75

33

33.9

Llektr. Lieferungsgesellschaft...

5

73,5

73,75

74

Licht und Kraft .............

6

98.25

99,25

98,75

99,75

Felten & Guilleaume ........

O

52

54,5

52,25

54

Gesellschaft für Elektrische Unter.

nchmungen...............

4

73

74

73,25

74

Rheinische Elektrizität ........

5

79,5

79

79,5

80

Schuckert L Eo..............

O

75,5

76,75

76

77

Siemens & Halske...........

o

121

123

120,75

123,25

Lahme her & Co..............

10

113,25

114,25

114,9

Buderus ...................

0

44,5

43,25

45

Deutsche Erdöl .............

4

805

81,25

80

80 25

Gelsenkirchener..............

0

46,25

46,25

45,5

46.75

Harvener...................

0

82,5

83,75

82,25

83.4

Hoesck EisenKoln-Reuessen..

0

46,13

47,25

.Ilse Bergbau ...............

7

128,4

Ilse Bergbau Genüsse........

7

99

100

98,75

100

Klocknerwerke ...............

O

44,75

44.5

44

44,65

ManneSmann-Röbren........

0

59,4

60,4

59,25

60,5

Mansseloer Bergbau.........

0

21.25

20.25

21

Lberschles, Kokswerie.........

0

41,13

42,5

Pbönir Bergbau.............

0

32,25

33,25

32

33,25

Rdeinische Braunkohlen ......

Lb

177

177

176

176,5

RhcmstaP..................

0

70

71,25

79,5

71,5

Frankfurt a.201.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börs

Schuß- für#

Schlug!. Mittag« bör e

Oatutn

6.12.

7.12.

6-12.

7.12.

Bereinigte Stahlwerke......

. 0

29,25

30,4

29,13

30,25

Ltavi Minen .............

. 0

15,25

16

15,65

16

Kaliwerke Aschersleben......

. 6

106,5

108

106

108

Kaliwerke Westeregeln......

. 6

113

115

113

112,5

Kaliwerke Salzdetfurth.....

. 0

169,5

169,5

170,5

I G. Farben Industrie.....

. 7

96,9

97,5

96,4

97,4

Scheideanstalt.............

.10

145

145

Goldschmidt ..............

. 0

28,5

28,5

28,25

28,9

Rütgerswerke.............

. 0

40,4

42

38,13

42,25

Metällgesellschaft...........

. 0

34,25

34,5

35

35

Philivv Holzmann.........

. 0

56,75

57,75

56,5

57,65

Zementwerk Heidelberg ....

Cementweri Karlstadt.......

. 4 . 0

46,5

60

47

59

iSayb & Frehtag ..........

. 0

4,6

4,5

Schultheis Patzenhofer......

. 0

-

100,65

Aku (Allgemeine Kunstseide) .

. 0

53,4

54,75

52,9

55

Bemberg................

60

63,75

59,5

62,25

Zellstosk Waldhos ..........

. 0

45

45,5

44.75

45,5

Zellstosf Aschaffenburg .....

. 0

28,5

23

28

28,5

Dessauer Ga4..........

. 7

97

97,5

Daimler Motoren.........

. 0

19

19,25

19

19,4

Deutsche Linoleum ........

. 0

45,65

46

45

45,9

Orenstein L Koppel........

. 0

36,5

37,25

Leonhard Tietz............

. 6

44

44

44,5

44,25

Thade ....................

-12

147,5

153

153

30

30

30

30,5

Mainkrastwerie Höchst a.M. .

. 4

54

54

Süddeutscher Zucker .......

. 8

140,5

142

-

-

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt aM

Banknoten.

6. Dezember

7-Oczcmber

Amtliche »ei"

Notierung yrie

Amtliche Geld

totierung

Lrie>

Helsingsors.

5,914

5,926

5.944

5,956

Wien.......

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag......

Budapest ...

12,465

12,485

12,465

12,485

Sofia.....

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland ....

169,33

169,67

169,28

169.62

Lslo.......

69,13

69,27

69,43

69.57

Kopenhagen.

69,93

70,07

70,33

70,47

Stockholm...

73,83

73,97

73,98

74,12

London .....

13,44

13.48

13,51

13,55

Buenos Aires

0,858

0,862

0,858

0,862

Neunork....

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel.....

58,27

58,39

58.29

58,41

Italien.....

Paris.....

21,35

21,39

21,38

21,42

16,445

16,495

16,44

16,48

Schweiz ...

80,92

81,08

80,92

81,08

Spanien ...

34,57

34,63

34,38

34,44

Danzig ....

81,77

81.93

81,72

81,88

Japan.....

0,849

0,851

0,291

0,859

0,861

Rio de Jan.

0,289

0,284

0.286

Jugoslawien Lissabon...

5,634

5,646

5,634

5,646

12,76

12.78

12,76

12,78

Berlin, 7-Oezember

Geld

Brie!

Amerikanische Noten..............

4,20

4,22

Belgische Noten..................

58,13

58,37

Dänische Noten .................

69,96

70,24

Englische Noten .................

13,47

13,53

Französische Note»...............

16.40

16,46

Holländische Noten...............

168,91

169,59

Italienische Noten................

21.32

21,40

Norwegische Noten ..............

69,26

69,54

Deutsch Oesterreich, Ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,47

2.49

Schwedische Noten . ............

73.80

74,10

Schwerzer Noten................

80,74

81,06

Ungarische Noten................