9Jl.-$port
England — Oesterreich 4:3 (2:0).
Der „Fußballkampf des Jahres" zwischen der besten kontinentalen Ntannschaft, der österreichischen Länderelf, und Englands Nationalvertretung begeisterte am Mittwochnachmittag auf dem Chelsea-Platz in London 60 000 Zuschauer. Inmitten der zahlreich anwesenden Diplomatie und anderer Ehrengäste sah man als Vertreter der englischen Königsfamilie auch den Prinzen Georg.
Englands Team.
Der Kampf erfüllte alle Erwartungen. Die Engländer stellten elf Internationale, die alle über eine nollendete Balltechnik verfügten. Die Spielweise der Briten war auf Erfolg eingestellt. Mit weiten Vorlagen wurde der Ball auf die Flügel getrieben und energisch setzten die Innenstürmer den Flanken der Außenstürmer entgegen. Verblüffend waren noch die Schnelligkeit und das ausgezeichnete Kopfspiel der Briten. Die besten Leute der Engländer waren der Tormann Hibbs, der Verteidiger Blenkinsop, der hervorragende Mittelläufer Harts und die beiden Stürmer Jack und Hampson.
Die österreichische Mannschaft.
Die Oesterreicher haben ihren guten Ruf gerechtfertigt und den kontinentalen Fußball mit schönstem Erfolg vertreten. Anfänglich kamen sie allerdings schwer in Schwung. Die ungewohnten Verhältnisse und das eigenartige Spiel des Gegners verwirrten die Wiener sichtlich. Sie ließen sich häufig von ihrem üblichen Spiel, dem präzisen schottischen Paßspiel
abbringen. Als sie aber etwas mehr zur Ruhe gekommen waren, zeigten sie Leistungen, die ihnen oft den stürmischen Beifall des Publikums eintrugen. Die besten Leute im Angriff waren Schall, Sindelar und Gschweidl. Tadelsfrei arbeitete die Läuferreihe, auch die Verteidigung verdiente sich uneingeschränktes Lob. Hiden war an den Treffern des Gegners schuldlos, er zeigte zahllose herrliche Paraden.
Das Spiel verlief, abgesehen von den ersten zehn Minuten, größtenteils ausgeglichen. Ansänglich waren die Briten allerdings klar im Vorteil und es gelang ihnen auch schon in der 5. Minute durch Walker der erste Treffer. Die Oesterreicher tauten dann mehr aus, jedoch konnten die Engländer in der 27. Minute durch Scharfschuß von Hampson überraschend einen zweiten Treffer anbringen. Nach der Pause griffen die Oesterreicher energisch an, sie konnten auch unter dem Beifall des objektiven Publikums in der sechsten Minute durch Zischet das erste Gegentor schießen. England kam durch Freistoß von Harts in der 32. Minute zum 3:1, die Oesterreicher schossen aber drei Minuten später durch Sindelar den zweiten Gegentreffer. Der Rechtsaußen Crooks stellte in der 37. Minute das Ergebnis auf 4:2, aber auch die Oester- reicher waren in einem sehr schönen Endspurt in der 41. Minute durch Schall noch einmal erfolgreich.
Lange nus (Belgien) war ein korrekter Spielleiter.
Vier 1900 er erhalten die 30-Besten- Aadel der OSB.
Wie alljährlich, so ist auch für die Saison 1932 von der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik für die einzelnen leichtathletischen Diszi- vlinen eine 30°Besten-Liste zusammengestellt und dieser Tage veröffentlicht worden. Bei dem ausgezeichneten deutschen Leichtathletikdurchschnitt gehört schon ein beachtliches Können dazu, um in den Besitz der 30-Besten-RaDel Zu kommen. Es ist daher ein erfreuliches Zeichen, daß die Spiel- Vereinigung 1900 viermal vertreten ist, und zwar zweimal im Laus irnd je einmal im Sprung und Wurf. Zunächst ist Paul Gerhardt zu neunen, Der mit seiner in Wien erzielten Leistung von 2:53,40 Std. im Marathonlauf die achte Stelle einnimmt. Heber 10 000 Meter hat sich 1900s erfolgreicher Langstreckler Karl H. S ch a a f eine recht gute Position gesichert. Mit 33:14 Min. hat rc d-n 16. Platz inne. An jeweils 25. Stelle rangieren Otto Gugel und Heini Jung. Jener im Diskuswerfen (40,55 Meter), dieser im Stabhochsprung (3,40 Meter!.
Aufgebaut auf die 30-Desten-Liste, ist auch eine Vereinsrangliste 1932 erschienen. Hier ist die Placierung der Spielvereinigung 1900 ebenfalls als recht günstig zu bezeichnen. 3m Reich ist es die 46., in Westdeutschland die 12. Stelle. Letzteres ist auch insofern bemerkenswert, als die elf Dorplacierten bis auf einen Großstadtvereine sind!
Oie südwestdeutschen Eislaufmeister- schasten in Gießen.
Für den Winter 1932/33 wurde die Durchführung der Meisterschaften des Südwestdeutschen Eislaufverbandes dem Gießener Eisverein übertragen. Die Gießener Eisbahn bietet als eine der größten Schwimmei^bahnen Deutschlands beste Gewähr für eine glatte und einwandfreie Abwicklung dieser großen eissportlichen Veranstaltung. Zum Austrag gelangen die Meistcrschaflen im Kunstlauf, Schnelllauf, Eishockey und Eisschießen. Als Termin ist der 7. und 8. Januar vorgesehen. Für das heimische Sportpublikum sowie das der engeren und weiteren Umgebung verspricht diese Veranstaltung zu einem einzigartigen Ereignis von hohem sportlichen Reiz zu werden.
$(£. »Teutonia" Watzenborn Steinberg
FE. Teutonia I — Leihgestern I 2:4 (1:3).
Dos fällige Derbandsspiel beider Mannschaften enbete mit einer sensationell wirkenden 2:4- Diederlage des ungeschlagenen Tabellenersten auf eigenem Platze. Die Gäste entpuppten sich als eine äußerst spielstarke Mannschaft. Die Platz- besitzer liehen sich durch viel Pech in der ersten Halbzeit aus der Fassung bringen. Leihgestern führte wohl in der Pause 3:1. Aber von diesen vier Treffern wurden von den äußerst nervös spielenden Teutonen allein drei unhaltbar ver
wandelt. (Zwei Selbsttore.) Dieser Nervenprobe hielten die Einheimischen nicht stand. Wohl warfen sie alle Mann nach vorne, auch half der eine Verteidiger im Sturm, aber die Gäste waren in erstklassiger Verfassung, und wehrten geschickt ob. Es gelang zwar durch restlosen Einsatz das Resultat auf 2:3 zu verbessern, jedoch spielten die Teutonen ohne Zusammenhang, jeder auf seine eigene Weise, ohne jegliches System weiter, und verscherzten so Sieg und Punkte. Die Gäste nutzten alle Schwächen des Gegners geschickt aus und verließen als verdienter Sieger den Platz. Kurz vor Schluß gelang es ihnen sogar noch, durch zu weites Aufrücken Der einheimischen Verteidigung begünstigt, das Resultat auf 2:4 zu stellen.
IV. „Teutonia" Laubach.
Laubach I — Lollar I 6:2 (3:0).
Das Derbandsspiel begann sofort mit lebhaften Angriffen der beiden Mannschaften. Es erwies sich bald eine äleberlegenheit Der Gäste, bei Denen die beiden Flügelstürmer überragten. Erfolge blieben aber zunächst aus. Laubachs Mittelstürmer verschoß einen Elfmeter. Erst in Der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit erzielte Lollar drei Tore. Rach Dem Seitenwechsel kamen Die Teutonen mehr auf und konnten bald zwei Erfolge für sich verbuchen. Einen dritten Treffer für Laubach übersah Der Schiedsrichter. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Gäste wieder in Vorteil und errangen bis zum Schlußpfiff noch drei weitere Tore. Lollar stellte die bessere Mannschaft, die verdient gewann.
Handball im Lahn Oünsberg - Gau.
Alleadorf — Londorf 5:1 (2:1).
Beide Mannschaften, in stärkster Aufstellung, lieferten sich einen typischen Punktekampf, den der Meister durch bessere Zusammenarbeit für sich entschied. Allendorf war während der ersten Halbzeit stets leicht überlegen. Halbzeitergebnis 2:1! Nach der Pause gestaltete sich das Spiel sehr hart. Es gab viele Strafstöße. Die Platzmannschaft beherrschte aber trotzdem meist Das Feld. Die Gäste verlegten sich auf Durchbrüche, Die aber nichts einbrachten. Allendorf erzielte bis zum Schluß noch drei weitere Tore.
Staufenberg — Ahbach 1:6 (1:3).
Das Spiel, sehr fair durchgeführt, brachte Den Gästen einen verdienten Sieg. Atzbach erzielte in kurzen Abständen drei Tore, die Platzbesitzer warfen kurz vor dem Halbzeitpfiff ihr einzigstes Tor. Nach der Pause war Atzbach noch dreimal erfolgreich. Staufenberg hatte lediglich im Mittelstürmer, im Halblinken, Mittelläufer und Tormann gute Leute.
Wieseck — Dorlar 2:4 (2:1).
Beide Mannschaften traten mit 10 Mann an. Wieseck vervollständigte sich später. Die Platzbesitzer fanden sich schnell, gingen in Führung und erhöhten bald auf 2:0. Vor Der Pause holten die Gäste ein Tor auf. Nach Dem Wechsel waren die Gäste ton
angebend und dreimal erfolgreich, während die Wie- secker leer ausgingen. Das Ergebnis ist gerecht. W.e- seck hatte viel Pech. Die beiden Torhüter waren sehr gut.
Launsbach — Wißmar 6:3 (3:2).
Eines Der schönsten Spiele der Runde im ersten Bezirk! Auf beiden Seiten sehr fair gekämpft. Launsbach ging in Führung, Wißmar glich aus. Der gleiche Vorgang wiederholte sich. Launsbach übernahm bis zur Halbzeit wieder Die Führung. Nach Der Pause war Launsbach überlegen, schoß drei weitere Tore, Denen Wißmar nur eines entgegensetzen konnte. Launsbach und Wißmar nehmen nun wieder gemeinsam Den zweiten Platz in der Tabelle ein.
Beuern I — Lollar 2:5 (2:2).
Beide Mannschaften traten zu diesem Gesellschaftsspiel mit nur 10 Spielern an. Bis zur Pause kam jede Partei zu zwei Toren. Nach dem Wechsel gingen Die Gäste mehr aus sich heraus, erzielten drei weitere Tore und damit Den Sieg.
Ruttershausen — Mainzlar 0:0.
Die Platzbesitzer spielten überlegen. Die Gäste rourDen fast ständig in die Verteidigung gedrängt. Trotzdem fiel kein Tor. Die Ruttershausener warfen unplaciert. Die Gäste wehrten dagegen sehr gut ab. Nach Der Pause verlor der Platzbesitzer zwei Mann. Nun rourDe Das Spiel ausgeglichener. Trotz vieler Gelegenheiten fiel aber auch jetzt fein Tor. Dem Spielverlauf nach mußte Der Gastgeber mit einigen Toren Unterschieb gewinnen.
Burkhardsfelden — Haufen 3:0 (2:0).
Die Gäste traten mit Ersatz an. Die Gastgeber gingen bald in Führung. Die Hausen er spielten sehr engmaschig und kamen fetten zum Schuß. Burkhardsfelden setzte Die Außenstürmer ein. Halbzeit 2:0. Nach Der Pause waren die Gastgeber weiter in Front. Hausen verteidigte aber sehr geschickt und erst kurz vor Schluß fiel Das Dritte Tor. Der Sieg war verdient.
Steinbach I — ©rüningen I (DI.) 4:3 (3:1).
Ein Gesellschaftsspiel! Steinbach war in Der ersten Spielhälfte tonangebend. Nach dem Wechsel holten Die Gäste auf (mit 10 Mann) und schufen Den Ausgleich. Beide Mannschaften kämpften nun energisch um Den Sieg. Ein Tor für Steinbach, nicht unumstritten, entschied Den Kampf. Die Gegner waren sich gleichwertig. Der Sieg Des Platzbesitzers ist glücklich zu nennen.
Büchertisch.
— Micbel, Wilhelm, „W irheißeneuch hoffenBetrachtungen zur neuen Weldstunde. 2,60 Mk., in Ganzleinen 3,80 Mk. Darmstädter Buch- und Kunstverlag Gotthard Peschko, Darmstadt, Landskronstraße 79. — (318) — Jeder Deutsche spürt. Daß heute eine politische Wende und eine Geisteswende sich vollzieht, die beide von größter Bedeutung sind. Nach langem Verzagen kommt ein neuer Mut. Wir sehen mit einem gestärkten Vertrauen in die Zukunft. Aber wenn auch diese hoffnungsvollere Stimmung von vielen heute empfunden wird, so wissen doch nur wenige zu sagen, worauf sie sicy gründet und wo hinaus sie weist. Diese beiden Fragen sind es, die Wi.helm Michel in seinem Buche beantwortet. Michel weist nach, wie die wirtschaftlichen, geistigen und sittlichen Lebensstörungen in unserer bisherigen Welt auf die Sklavenausstände des .bedingungslosen Rechnens" des entfesselten „Prositdenkens", des aus den Le- bensbindungen herausgefallenen „Geistes" zurückgehen. Er zeigt, wie diese Lebensstörungen unserem Kulturkreis zu einer großen Belehrung über die wahre Natur des Menschen gediehen sind. Er sieht diese Belehrung wirksam werden in Der neuen Ernüchterung und Wirklichkeits-Tendenz, die heute überall in unserem Denken zu beobachten sind. Als Sinn des ganzen Geschehens von heute stellt Michel heraus die neue Verwirklichung des Menschen und eine neue nationale Lebensmächtigkeit Des deutschen Volkes.
— Alfred Wien: Das Antlitz hinter Der Maske. 319 Seiten. Geb. 4,40 Mk. 2krlng C. Bertelsmann in Gütersloh. — (349.) — Zwischen Der ersten himmelstürm^nden Sinfonie des jungen Andreas, die Die ganze Trostlosigkeit menschlicher Sehnsucht enthüllt, und Der letzten Chorsinfonie Des geläuterten Künstlers liegt ein Passionsweg von Seelenqual und Tränen, Den Wien hier zu schil- Dern unternimmt; sein literarisches Können brachte schon seinem ersten Buche „Die Stadt in Den Wolken" einen schönen Erfolg.
—- Reinhold "Braun: Christnacht- geschich t e n_ 100 S. Oranien-Verlag, Herborn (Dillkreis). Kart. 1,80 Mk.: Seinen 2,40 Mk. — (428.) — Cs sind Weihnachtsgeschichten von einer vertieften und doch spannenden Art. Geschichten für solche, die Dem Lichtgedanken in aller Beschwernis des Lebens treu bleiben wollen, mag cs kommen wie es wolle. 3n der hübschen Ausstattung ist das Büchlein ein passendes Weihnachtsgeschenk.
Wirtschaft.
* Der Großhandelsindex im Monatsdurchschnitt Rovember. Die vom Statistischen Reichsamt für den Monatsdurchschnitt Rovember berechnete Grohhandelsindex- ziffer ist mit 93,9 gegenüber dem Vormonat (94,3) um 0,4 v. H. gesunken. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten; Agrarstoffe 87,8 (—0,2 v. H.), Kolonialwaren 81,4 (— 0,4 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,8 (— 0,5 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 114,2 (— 0,4 v. H.), Produktionsmittel 116,4 (— 0,4 v. H.) und Konsumgüter 112,5 (— 0,4 v. H.).
* Wiesbaden nimmt Stadtanleihe in Zahlung. Die Magistratspressestelle Wiesbaden teilt mit, daß der Magistrat die städtischen Kassen ermächtigt habe, Stücke der Stadtanleihe von 1928 Serie I zu 90 Prozent ihres Renn- werKs in Zahlung zu nehmen. Diese Ermächtigung ist jedoch beschränkt auf die alten Forderungen der städtischen Vermögensrechnung. Zur städtischen Vermögensrechnung gehören nicht: Darlehensforderuirgen aus Hauszinssteuerbaumitteln und Stiftungsmitteln. 3n Frage kommen demnach Hypotheken aus städtischen Mitteln, Restkaufforderungen, Anliegerbeiträge für fertige Straßen, sonstig«, ungesicherte Darlehens- fcrbcrimgen, wie Darlehen an Vereine usw. Ausgeschlossen von dieser Regelung, Die bis 31. 3. 33 befristet ist, bleiben alle Zahlungen für Die lausende Verwaltung, insbesondere Steuern und Gebühren.
* 3.-G. -Farbenindustrie 21®. Werk Leverkusen. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, hat die in der chemischen Industrie zu verzeichnende Geschäftsbelebung auch auf dem Werk Leverkusen der 3.-G.-Farbenindustrie AG. zu Reuein^ellungen geführt? so daß der Belegschaftsbestand am 15. September von 6800 Mann sich auf zur Zeit 7030 Mann erhöht hat, trotz Der in Den Herbstmonaten ersahrungsgemäß einsehenden Abschwächung des Geschäfts.
* Süd deutsche Zucker AG, Mannheim. Der Aufsichtsrat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, Der GV. am 4. Januar 1933 für" Das am 31. August 1932 beendete Geschäftsjahr vorzuschlagen, aus Dem Reingewinn von. 4 493 162
(4 294 095) Millionen Mark eine Dividende von wieder 8 Prozent auf Die Stammaktien und 7 Prozent auf Die Vorzugsaktien zu verteilen und Den um 199 067 auf 2 097 162 (1 898 095) Mark erhöhten Gewinnrest auf neue Rechnung oorzutragen.
* Elektrische Licht- und Kraftanlagen. Die Generalversammlung der Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG. Berlin genehmigte dcbattelos den Abschluß für das Geschäftsjahr 1931,32, wonach eine Dividende von wieder 6 v. H. auf 22,5 Mill. Mk. gewinnberechtigtes Stammkapital verteilt und 0,46 (0,44) Mill. Mark auf neue Rechnung vorgetragen werden. Rach Mitteilung der Berwaltung ist die im Geschäftsbericht gekennzeichnete absinkende Tendenz der Stromabgabe in letzter Zeit zweifellos zum Stillstand gekommen. Rach Den Zahlen Der letzten Monate Dürfe man eine gewisse Steigerung annehmen, so daß Die abgegebenen Mengen sich Den Ziffern Des Vorjahres nähern. Unter Dem üblichen Vorbehalt glaube Die Verwaltung daher, auch für das laufende 3ahr mit einem befriedigenden Ergebnis rechnen zu können.
Srofiffurfer Abendbörse behauptet.
Frankfurt a. M., 7. Dez. Der Zwischenfall in der heutigen Reichstagssitzung blieb auf Die Tendenz Der AbenDbörse ohne Einfluß. Auf Grund festerer Kursmeldungen von Den AuslanDbörsen war Die Stimmung weiter freundlich und gegen Den Berliner Schluß blieben Die Kurse meist gut behauptet. Einige Rachfrage erhielt sich für Montan- unD Schiffahrtswerte, Doch war Das Geschäft infolge Der Richtbeteiligung des Publikums außerorDentlich gering. Recht fest kamen Kali Westeregeln (plus 2,5 Proz.) und Bem- berg (plus 1,5 Proz.) zur Rotiz.
Am Rentenmarkt herrschte ebenfalls Ge - s ch ä f t s st i l l e bei unveränderten Kursen. Von fremden Werten bröckelten Ungar. Goldrente leicht ab. Reubesihanleihe 6,45, Altbesihanleihe 57,65, Ungar. Goldrente 5,80, Schuhgebietsanl. 5,35, Gelsenkirchen 46,25, Kali Westeregeln 115, Mannesmann 60,40, Stahlverein 30,40, Bem- berg 63,75, IG.-Farben 97,50, Hapag 18,65, RorD- deutscher Lloyd 19,50.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Divid.nde an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß b o. H.
Frankfurt a. JJI.
Berlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abend- börf •
Echluß-
>ur<l
Schluß!. Shflag, bdrfe
■nun
6.12.1
7-12.
6.12.
7.12.
6% Deutsche Reichsanlethe d. 1921
6% efjem.7% Dt.Reichsanl. v. 1929
75,75
—
76
75,25
90,25
90,275
90,25
90
5!3% Voung-Slnleil-e von 1930 ..
75
75,5
75
75,4
Ternsche Anl.-Ablos.-Schuld mit
AuSlos.-Rechten .............
57,65
57,65
57.25
57,5
Tesgl. ohne Äuslos.-Rechte......
6,4
6,45
6,4
6,35
6% ebem. 8% Hess. BollSstaat 1929 irückzahlb. 102%)............
68,4
68,75
68,5
68,5
Lbcrhejscn Provinz-Anleihe mü Anslos. »Rechten ............
_
58,5
_
Deutsche Komm. Sammclab I.An leihe Serlel mit AuSIos.-Rechten
54,13
53,5
53,75
53,75
6% ehem. 8% Franks. Hpp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
79,65
79,65
6% ehem. 7% Franks. Hvp.-Banl Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 5’/s% ebem. 4 '/2 % Franks. Hyp.
Bank-Liau.-Psan dbrie se .....
79,13
79,65
_
_
83,65
83,75
_
5’/2% ehem. 4>4% Rheinische Hnv.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
83,9
83,75
_
6% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanftalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespfand
briefanftalt, Pfandbriefe R. 10
78,5
78
77,75
77,75
78,5
78,5
4% Oesterreichische Glototentc....
8
8,25
—
8,3
4,20% Qesterreichische Silberrente
—
1
1,05
1,05
4% Ungarische Goldrente.......
5,9
5,85
5,85
5,8
4% Ungarische Staatsrenle v. 1910
6,05
6
4'desgl. von 1913..........
—
■—
—
5,75
5% abgelt. Goldmexikaner von 99
6,65
6,65
—
6,75
4% Türkische Zollanle.he von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.....................
3,55
3,75
J,65
3,/5
4
4
4,1
4% desgl. Serie 11.............
4
4
4,1
5% Rnmän. vereinh. Mente v. inoß
5,75
5,75
—
4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913
9,6
9,55
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4,65
4,8
4.6
4,65
3’i"o Anatolier...............
21,3
21,5
21.25
21,5
jramiun u.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- bdrfe
Schlußkurs
Schluß!. Mittag« börse
•Datum
6.12.
7.12.
6-12.
7-12.
Hamvurg-Amerika-Pake; .....
t
18,5
18,65
18,5
18,75
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
—
Hansa Dampfschiff...........
0
—
—
26,9
—
Norddeutscher Lloyd .........
0
19,4
19,5
19,65
19,5
21.05. für Verkehrswesen Akt. ..
0
45
45
45
46,25
Berliner Handelsgesellschaft....
4
89,5
89
89,13
89.13
Commerz, und Privol-Bank...
v
53,5
53,5
53,5
53,5
Deutsche Bank und Tisronto-
Gesellschaft. ........
0
75
75
75
75
Dresdner Bank.............
0
61,75
61,75
61.75
61,75
Reichsbank .................
1
129,25
129,5
129
130,5
A.E.G......................
0
33
33,75
33
33.9
Llektr. Lieferungsgesellschaft...
5
——
73,5
73,75
74
Licht und Kraft .............
6
98.25
99,25
98,75
99,75
Felten & Guilleaume ........
O
52
54,5
52,25
54
Gesellschaft für Elektrische Unter.
nchmungen...............
4
73
74
73,25
74
Rheinische Elektrizität ........
5
79,5
79
79,5
80
Schuckert L Eo..............
O
75,5
76,75
76
77
Siemens & Halske...........
o
121
123
120,75
123,25
Lahme her & Co..............
10
113,25
114,25
114,9
—
Buderus ...................
0
44,5
43,25
45
Deutsche Erdöl .............
4
805
81,25
80
80 25
Gelsenkirchener..............
0
46,25
46,25
45,5
46.75
Harvener...................
0
82,5
83,75
82,25
83.4
Hoesck Eisen—Koln-Reuessen..
0
—
—
46,13
47,25
.Ilse Bergbau ...............
7
—
—
—
128,4
Ilse Bergbau Genüsse........
7
99
100
98,75
100
Klocknerwerke ...............
O
44,75
44.5
44
44,65
ManneSmann-Röbren........
0
59,4
60,4
59,25
60,5
Mansseloer Bergbau.........
0
21.25
20.25
21
Lberschles, Kokswerie.........
0
—
41,13
42,5
Pbönir Bergbau.............
0
32,25
33,25
32
33,25
Rdeinische Braunkohlen ......
Lb
177
177
176
176,5
RhcmstaP..................
0
70
71,25
79,5
71,5
Frankfurt a.201.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börs
Schuß- für#
Schlug!. Mittag« bör e
Oatutn
6.12.
7.12.
6-12.
7.12.
Bereinigte Stahlwerke......
. 0
29,25
30,4
29,13
30,25
Ltavi Minen .............
. 0
15,25
16
15,65
16
Kaliwerke Aschersleben......
. 6
106,5
108
106
108
Kaliwerke Westeregeln......
. 6
113
115
113
112,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
. 0
169,5
169,5
170,5
I G. Farben Industrie.....
. 7
96,9
97,5
96,4
97,4
Scheideanstalt.............
.10
145
145
Goldschmidt ..............
. 0
28,5
28,5
28,25
28,9
Rütgerswerke.............
. 0
40,4
42
38,13
42,25
Metällgesellschaft...........
. 0
34,25
34,5
35
35
Philivv Holzmann.........
. 0
56,75
57,75
56,5
57,65
Zementwerk Heidelberg ....
Cementweri Karlstadt.......
. 4 . 0
46,5
60
47
59
iSayb & Frehtag ..........
. 0
4,6
4,5
—
—
Schultheis Patzenhofer......
. 0
-
—
100,65
Aku (Allgemeine Kunstseide) .
. 0
53,4
54,75
52,9
55
Bemberg................
60
63,75
59,5
62,25
Zellstosk Waldhos ..........
. 0
45
45,5
44.75
45,5
Zellstosf Aschaffenburg .....
. 0
28,5
23
28
28,5
Dessauer Ga4..........
. 7
97
97,5
Daimler Motoren.........
. 0
19
19,25
19
19,4
Deutsche Linoleum ........
. 0
45,65
46
45
45,9
Orenstein L Koppel........
. 0
36,5
37,25
Leonhard Tietz............
. 6
44
44
44,5
44,25
Thade ....................
-12
147,5
153
153
30
30
30
30,5
Mainkrastwerie Höchst a.M. .
. 4
54
54
Süddeutscher Zucker .......
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140,5
142
-
-
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt aM
Banknoten.
6. Dezember
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51,95
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12,465
12,485
12,465
12,485
Sofia.....
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland ....
169,33
169,67
169,28
169.62
Lslo.......
69,13
69,27
69,43
69.57
Kopenhagen.
69,93
70,07
70,33
70,47
Stockholm...
73,83
73,97
73,98
74,12
London .....
13,44
13.48
13,51
13,55
Buenos Aires
0,858
0,862
0,858
0,862
Neunork....
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel.....
58,27
58,39
58.29
58,41
Italien.....
Paris.....
21,35
21,39
21,38
21,42
16,445
16,495
16,44
16,48
Schweiz ...
80,92
81,08
80,92
81,08
Spanien ...
34,57
34,63
34,38
34,44
Danzig ....
81,77
81.93
81,72
81,88
Japan.....
0,849
0,851
0,291
0,859
0,861
Rio de Jan.
0,289
0,284
0.286
Jugoslawien Lissabon...
5,634
5,646
5,634
5,646
12,76
12.78
12,76
12,78
Berlin, 7-Oezember
Geld
Brie!
Amerikanische Noten..............
4,20
4,22
Belgische Noten..................
58,13
58,37
Dänische Noten .................
69,96
70,24
Englische Noten .................
13,47
13,53
Französische Note»...............
16.40
16,46
Holländische Noten...............
168,91
169,59
Italienische Noten................
21.32
21,40
Norwegische Noten ..............
69,26
69,54
Deutsch Oesterreich, Ä 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
2,47
2.49
Schwedische Noten . ............
73.80
74,10
Schwerzer Noten................
80,74
81,06
Ungarische Noten................


