9JL-$pont
Fortsetzung der Derbandsspiele.
1900 empfänct Wetzlar.
Rtan kann nicht behaupten, daß die Verbands- spiele der diesjährigen Saison — auch wenn sie sich auf der Ebene der 1. Bezirksklasse bewegen — nicht des Interesses genug hatten. Die bisherigen Begegnungen gestalteten sich vielmehr sehr spannend. Die zukünftigen Spiele werden vorau^ichtlich auch nicht langweilig sein. Dor ollem wird das morgige Spiel auf dem Plage der Spieloereinigung viele Anhänger des Fußballsportes auf die Beine bringen. Die 1. Mannschaft des Sportvereins Wetzlar ist auf dem Trieb zu Kost. Dor einiger Zeit sah man schon ein Gesellschaftsspiel gegen diese Mannschaft. Die 1900er zogen sich seinerzeit mit einem Unentschieden von 2:2 aus der Maire. Nun steigt das Derbandsspiel, das sich vielleicht in etwas anderen Formen abspielen wird. Aber man wird nicht zu befürchten brauchen, daß das Spiel unfair aus- getragen wird, denn die 1900er spielten bisher immer noch sehr zahm und krümmten ihrem Gegner bisher mit Absicht fcrum noch ein Haar, die Wetzlarer aber haben sich in ihrer Spielwerse etwas geändert und zum Besseren bekehrt. Wenn es auch den DfBern vor kurzem gelang, die Wetzlarer auf eigenem Platze knapp zu schlagen, so sind die Gegner des morgigen Verbandsspiels immer noch die härtesten der Derbandsspiele überhaupt. Die weiteren Ergebnisse, die die Spieloereinigung erzielte, geben Hoffnung, daß die Blauweihen sich zum mindesten ein Unentschieden erkämpfen, wenn nicht etwa gar ein knapper Sieg fällig werden sollte.
Die Ligareseroe trifft in Laubach aus die 1. Mannschaft der dortigen Teutonen, die auf eigenem Platz einen gefährlichen Gegner darstellen. Wenn Aussicht auf Erfolg bestehen soll, dann wird die Mannschaft in stärkster Aufstellung antreten müssen. Ein knapper Sieg sollte nicht unmöglich sein, wenn der Sturm -das Schießen nicht vergißt. Die 3. Mannschaft der Blauweißen empfängt auf eigenem Platze die 1. von Steinbach. Das Spiel sollte der 3. Elf den zweiten Sieg der Derbandsspiele (Eifer und Siegeswillen vorausgesetzt) bringen. Die Einstellung eines neuen Mittelstürmers hat der Mannschaft einigen Rückhalt verschafft. Die 4. Mannschaft ist spielfrei. Die 5. empfängt zum Gesellschaftsspiel die 1. von Klein-Linden. Ausgang des Kampfes: ungewiß.
Und BfB. fährt nach Wallar»
... ebenfalls zum Verbandsspiel. Das wird kein leichter Kampf fein. Wenn auch die Mannschaft von Wallaii, der Sieger der vorjährigen Runde, in dieser Spielsaison einige Punkte verlieren mußte, so will das nicht unbedingt gegen die Spielstärke der Els sprechen. Auf eigenem Grund und Boden ist die Mannschaft scywcr zu schlagen. Das mußte auch schon die Spieloereinigung erfahren, die nur ein mageres 1:1 zu erzielen vermochte. Im entscheidenden Moment versteifen sich die Wallauer, wenn es fein muß, auf die Verteidigung und machen so weitere Erfolge unmöglich oder halten ein für sie noch einigermaßen günstiges Ergebnis. Eine Technik, die zwar nicht das Odium der Neuheit für sich hat, dafür aber die zuverlässige Wirkung. Erfreulich ist, daß auch die Mannschaften des Hinterlandes fair zu spielen gelernt haben, wodurch die Reisen — von Ausnahmen abgesehen — nicht ständig von allerlei Gefahren umwittert sind. Wer nun am Sonntag im Spiel VfB. gegen Wallau den Sieger stellen wird, ist kaum zu sagen. Das Treffen ist völlig offen. Die Kräfte sind ziemlich gleich verteilt und lediglich den DfBern ist ein kleines Plus an Technik zuzufchrei- ben, das durch Körperkraft allein nicht auszugleichen fein wird. Die Möglichkeit eines knappen Sieges liegt nahe, wenn die grünweiße Elf eine tüchtige Portion Kampfgeist und eine möglichst vollständige Mannschaft mit auf die Reise nimmt.
*
Die Ligareserve hat auf eigenem Platz gegen die 1. Mannschaft von Lollar zum Verbandsspiel anzutreten. Das Spiel wird für die Grünweißen einen schweren Kampf bedeuten, dessen Ausgang kaum 'vorher,zusagen ist. Wenn auch die Hiesigen den Vorteil des eigenen Platzes haben, so sollte diese Tatsache noch lange nicht ausschlaggebend für einen eventuell zu erringenden Sieg fein. Die 3. Mannschaft tritt in Heuchelheim gegen diedortige 1. Mannschaft an und wird wohl kaum zu Lorbeeren kommen können. Die Jugend- und die Schülermannschaft sind spielfrei.
Sandball der Sp.-Vg. 1900.
Am kommenden Sonntag tritt die 1. Handballmannschaft der Spielvereinigung gegen die eigene 2. Elf an, die in der Hauptsache aus jungen Leuten besteht, die der 1. Mannschaft kaum ernst
haften Widerstand entgegensehen können. Es wird sicherlich für die 2. Mannschaft ein aufschlußreiches Trainingspiel geben, aus dem die 2. Elf lernen kann. Das Spiel wird wohl als Pflichtspiel ausgetragen. nach Punkten aber nicht gewertet.
Handball im Lahn - Oünsberg - Sau
Das Spielprogramm des Sonntags ist wieder sehr reichhaltig. Wichtige Spiele werden ausgetragen. 3n einzelnen Bezirken rechnet man bereits mit entscheidenden Ergebnissen. Der Gau- meister Allendorf muß nach Atzbach fahren und hat dort einen sehr gefährlichen Gegner vor sich Ob Allendorf die Punkte für sich buchen kann, erscheint sehr fraglich. In Dorlar empfängt der Plahverein die körperlich sehr leistungsfähige Mannschaft von Lollar, die sich so leicht nicht schlagen lassen wird. Ein harter Kampf steht bevor, den vielleicht nur die glücklichere Mannschaft zu entscheiden vermag.
In der Bezirksklasse fällt voraussichtlich die Entscheidung um die Führung zwischen den beiden punktgleichen Mannschaften Launsbach und Garbenteich Man erwartet in Garbenteich einen scharfen Kampf, dessen Ausgang nicht vorherzu- sagen ist. Waldgirmes und Rodheim treffen sich in Waldgirmes. Gleichwertige Mannschaften stehen sich gegenüber. Der Ausgang des Spieles ist ungewiß. Erda sollte auf eigenem Platze einige Chancen gegen Wißmar haben, obwohl die Gäste bestimmt nicht schlechter sein werden. Im 2- Bezirk kämpft Ruttershausen auf eigenem Platz gegen die Mannschaft von Kesselbach mit einigen Chancen, während Rordeck gegen Allendorf II trotz des Planvorteils nur schwerlich gewinnen wird. Im 3. Bezirk spielen lediglich Albach und Steinbach gegeneinander. Albach sollte das Spiel glatt gewinnen.,
Verbondsturntag im Südwesldeutschen Turnoerband.
In dem Haupt-Industriestädtchen der Wetterau, dem schön gelegenen Wölfersheim, tagt
Rach dem Bericht der Reichsanstalt für Ar- beitslo'enversicherung und Arbeitslosenvermittlung für die Zeit vom 16. bis 30. September waren Ende September bdi den Arbeitsämtern
rund 5,1 Millionen Arbeitslose
gemeldet. Gegenüber dem letzten Stichtag, Mitte des Monats, ist ein Rückgang um rund 1 6 3 0 0 0 eingetreten. Während des ganzen Monats September hat damit die Arbeitslos e n z a h l nach einer vorübergehenden Erhöhung um rund 123 000 abgenommen. Saisonmäßige Einflüsse, die Maßnahmen der Reisregierung und in beschränktem Umfange noch die bekannten Aenderungen des Thzterstühungs- rechtes haben zu dieser Entwickelung des Zahlenbildes beigetragen.
Mehreinstellungen in der metallverarbeitenden Industrie, im Baugewerbe und in der Industrie der Steine und Erden dürften überwiegend auf das Arbeitsbeschaffungsprogramm und auf die Berordnungen zur Belebung der Wirtschaft zurückzuführen sein. Ein jahreszeitlicher Auftrieb, der durch die Maßnahmen der Reichsregierung unterstützt wird, war besonders in der Landwirtschaft, im Bekleidungsgewerbe und in mehreren Zweigen des Rah- rungs- und Genußmittelgewerbes festzustellen.
Anzeichen einer konjunkturellen Entspannung bleiben bis jetzt auf einzelne Zweige der Spinnstoffindustrie und der Holzverarbeitung beschränkt.
Die Zahl der Hauptunter st ützungs- empfänger belief sich Ende September in der Arbeitslosenversicherung auf rund 626 000 (gegen 660 000 am 15. September), in der Krisenfürsorge auf rund 1 224 000 (1 280 000). Bon den Arbeitsämtern anerkannte Wohlfahrtserwerbslose wurden Ende September rund 2 035 000 gezählt, d. h. rund 5000 mehr als Ende August. Daß die Gesamtzahl der Empfänger von öffentlichen Fürsorgeleistungen über diese Zahl hinausgeht, ist in den Berichten der Reichsanstalt wiederholt hervorgehoben worden. Die Zahl der Rotstandsarbeiter, die sich Ende August auf rund 67 000 belief, konnte im Laufe des September, begünstigt durch die Witterung, noch um etwa 5000 gesteigert werden.
am kommenden Samstag und Sonntag der Der» bandsturntag des Südwestdeutschen Turnverbandes. Aus der Tagesordnung stehen Leh^änge, Berbandsveranstaltungen 1933. Unfallversicherung und Borstandswahlen. Des weiteren wird man sich auch mit verschiedenen Anträgen, die in der Hauptsache der Gau Wetterau gestellt hat. befassen.
Sein Handball-Kampf mit Oesterreich.
Die Deutsche Sportbehörde hat jetzt denHand- ball-Länderkampf Deutschland—Oesterreich, der am 16. Oktober in Wien zum Austrog gelangen sollte, wegen Terminschwierigkeiten mit den Meisterschaftsspielen abgesagt.
Adolf Heuser begnadigt.
Der Bonner Europameister im Halbschwergewicht, Adolf Heuser, der von der Deutschen Boxsportbehörde und der IBäl. disqualifiziert worden war, ist jetzt unter der Bedingung, daß er die Schadenersatzansprüche der deutschen Der» anstalter erfüllt, begnadigt worden. Heuler steht bekanntlich vor seinem Kampf um die Weltmeisterschaft mit Maxie Rosenbloom
Kurze Sportnotizen.
Josef Befselmonn, der Kölner Weltergewichtsboxer, besiegte im Pariser Wagramsaal den Franzosen Ferron schon in der ersten Runde durch Niederschlag.
Fred I. Perry, der englische Tennisspitzenspieler, schlug in der Schlußrunde der Tennismeister- schaften der Pactfic-Küfte in San Franzisko seinen Landsmann Bunny Austin mit 3:6, 6:4, 8:6, 6:1.
*
Dem Berliner Schlittschuh-Club a n- a e s ch l o s s e n hat sich der Schwede Gillis G r afft r ö m , der vielfache Weltmeister und Olympiasieger im Eiskunstläufen.
Der junge Berliner Nachwuchsspie- l e r Schwenker sorgte beim Tennisturnier in Meran für eine Ueberraschung, er schlug den österreichischen Spitzenspieler Artens mit 7:5, 9:7.
Der Freiwillige Arbeitsdienst hat in der Be- richtszeit einen weiteren starken Aufschwung genommen.
Die Zahl der tatsächlich beschäftigten Arbeitsdienstwilligen ist von rund 144 000 Ende August auf rund200000 Ende September gestiegen. Daß die Abnahme der Arbeitslosenzahl nicht ohne weiteres mit einer entsprechenden Steigerung des Beschäftigungsgrades gleichgeseht werden kann, ist bekannt. Man darf allerdings die Bewegung der Beschäftigtenzahl keineswegs als Spiegelbild der Bewegung der Arbeitslosenzahl betrachten, wie es in letzter Zeit geschehen ist, weil die ständigen Umschichtungen innerhalb der erwerbstätigen Bevölkerung, besonders während einer so langwierigen und tiefgreifenden Krise, zahlenmäßig nicht erfaßbar sind.
Wiederbelebung in der Wirtschaft.
Wie die Reichsbahndirektion Kassel mitteilt, werden im Direktionsbezirk Kassel vom 10. Oktober ab etwa 1000 Arbeiter wieder eingestellt.
Die Firma Borsig in Berlin-Tegel hat in den letzten Tagen größere Aufträge erhalten, die es ihr gestatten, das Stahlwerk wieder in Gang zu fetzen. Die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme des Siemens-Martin-Ofens und der Stahlformgießerei sind bereits im Gange.
Wie dem WTB.-Handelsdienft von der Verwaltung der Jvsephinenhütte in Petersdorf im Riefengebirge mitgeteilt wird, ist der Hüttenofen in dem Werk Schreiderhau wieder in Betrieb gefetzt, da der gegenwärtige Auftragseingang einen erhöhten Rohglasbedarf verursache. Auch in anderen Abteilungen des Unternehmens feien in den letzten Wochen Neueinstellungen oorgenommen worden, die bisher rund 200 Arbeiter betragen.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Das Geschäft an der Getreidebörse hielt sich während des ganzen Wochenverlaufs in sehr engen Grenzen. Es zeigte sich sowohl bei den Händlern als auch bei den Mühlen allgemeine Zurückhaltung, da die bekannten wirtschaftlichen und außer
Besserung der Arbeiismarkttage.
Ende September rund 5,1 Millionen Arbeitslose. — Rückgang der Arbeiter« losenzahl. — Starker Aufschwung des Freiwilligen Arbeitsdienstes.
wirtschaftlichen Zaktoccn Die Geschäftstätigkeit lähmten. Dazu kommen noch die in letzter Zett eingetretcnen Rückgänge auf den in- und ausländischen Getreidemärkten. Das Angebot war angesichts der Herbftfeldbeftellungsarbeiten der Landwirtschaft klein, so daß Preisnachlässe vermieden wurden.
Für Weizen zeigte sich anfangs der Woche Im Zusammenhang mit dem besseren Mehlabsatz einiges Interesse für prompte Ware, später stagnierte das Geschäft aber fast vollkommen. Für spätere Lieferung tarnen Hmfätjc kaum zustande. Der Weizenpreis blieb zu 216 Mark etwa behauptet.
Der Roggcnmarkt lag während der ganzen Woche matt. Die amtliche Rotiz vom Montag mit 167,50 Mk. war gegen die Dorwoche leicht ermäßigt, für den Rest der Woche fanden llmfähc so gut wie nicht statt, so daß die Rotierung unter- bliefc. Im freien Markt nannte man einen Preis von zirka 165 Mk. per Tonne.
Braugerste in feinen Qualitäten war gut gefragt, während sich der Absatz von abfallenden Qualitäten sehr schwierig gestaltete. Die Marktlage für Industriegerste war etwas freundlicher. da vom Riederrhein einige Käufe erfolgten. Das Geschäft für Hafer war sehr klein, das reichliche Angebot ist nur schwer unterzubringen.
Am Futtermittelmarkt sanden einige Tlmsätze für spätere Termine statt, während prompte Ware vernachlässigt war. Der Futter- mittelmartt leidet stark unter der Derfütterung der Eigenprodukte, wie z. B. Hafer, Kartoffeln und Rüben. Die Preise schwächten sich meist leicht ab.
Das Mehlgeschäft verlies sehr still, da die meisten Käufer sich vor kurzem für die nächsten Wochen reichlich eingedeckt haben. Die Preise für Weizenmehl gaben 0,50 bis 0,75 Mk.. für Roggenmehl 0,75—1 Mk. nach.
Kartoffeln liegen weiter ruhig. Industrie hiesiger Gegend notierten mit 1,80—1,85 Mk. per 50 Kilogramm bei Waggonbezug ab Frankfurt um etwa 10 Pf. höher.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt. Trotz überwiegend leicht erhöhter Zufuhren war das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt in der abgelaufenen Woche befriedigend. Zwar war der Handel nur auf einigen Märkten lebhafter, doch verblieb auf keinem Marktgebiet Lieberstand. Die Preise lagen teils etwas höher, teils blieben sie gegen die Dorwoche u"verändert.
Am Rindermarkt betrug der Austrieb 159Ö Stück und war mit 63 Tieren mehr beschickt. Rach ruhigem Handel wurde • der Markt ausverkauft. Dullen zogen 1—2, Kühe und Färsen je 1 Mk. an, Ochsen blieben unverändert. Ochsen al) 30—33. a2) 26—29, bl) 20-25. Dullen a) 28-30, b) 24 bis 27. Kühe a) 25-27, b) 20-24. c) 15-19. Färsen a) 31-34, b) 27—30, c) 23—26.
Die saisonmähige Delebung des Geschästsgan- ges und Besserung des Preisniveaus machte am Kälbermarkt auch in dieser Woche Fortschritte. Der Handel verlief zunächst mittelmäßig, später rege. Der Auftrieb von 1519 (plus 133 Stück) wurde glatt geräumt. Die Preise lagen erneut um 1—2 Mk. höher. Kälber a) —, b) 41-44, c) 36—40, d) 30-35.
Am Schafmarkt war die Zufuhr mit 484 um 44 Stück größer. Rach regem Geschäft und anziehenden Preisen wurde ausverkauft. Schafe al) 24—27. b) 19—23, c) 15—18.
Trotz etwas erhöhter Beschickung (5380 gegen 5306 Stück) war das Geschäft am Schweinemarkt befriedigend. Eine Erhöhung der Preise trat allerdings nicht ün, nur fette Schweine waren gesucht und wurden über Rotiz bezahlt. Schweine a) —, b) 43—46, c) 42—46, d) 40—45, e) 38 bis 43, f) und g) —.
Frankfurter Abendbörse geschästslos.
Frankfurt <l M., 7. Olt. An der Abend- börfe herrschte Geschäftslosigkeit. es machen sich bereits Anzeichen des hohen israelitischen Feiertages bemerkbar. Da Anregungen fehlten, zeigte die Spekulation keine Reigung zu Reuengagements. Gegen den niedrigen Berliner Schluß blieben die Kurse meist unverändert. Etwas höher lagen I.-G.-Farben, Stahlverein. Siemens und Dekula, die etwa 0,50—0,75 Prozent anzogen.
Am Rentenmarkt blieben späte Reichsschuldbuchforderungen und Schuhgebietsanleihe auf dem erhöhten Mittagsniveau gut behauptet, die Reubesitzanleihe notierte etwas niedriger. Reichsaltbesitz nannte maff im freien Markt mit unverändert 48,50 Prozent exkl. Ziehung. Goldpfandbriese waren z. T. etwas angeboten und 0,25 Prozent schwächer. Reubesihanleihe 6,35, Schutzgebietsanleihe 5,55, Reichsbank 123, Buderus 38,50, Gelsenkirchen 36,50, Mannesmann 50,39, Stahlverein 21. AEG. 31,75, Bekula 112,13, Bemberg 52, Scheideanstalt 137, I.-G.-Farben 93,50—93,89, Lahmeyer 117, Siemens 115,50.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Schlußkur«
Schlußk. Abend« börfe
Schluß. Iure
Schluß!. Mittag' börie
"Datum
6.10.
7-10.
6-10.
7.10.
6"<> ScutidH’ tltctdieanleihe v. 19k.
71,9
71,9
71.5
71,75
i.% eficm. 7%Ttflctdi«anl.0.1929
83,75
83,75
84
85
t>Vi% $i>uii(i'lMnlcif)c von 1930
Xcutidic Slnl.-Ablvf..Schuld mit
65,65
65,65
66
66
Auslol.»Rechten......
52,13
—
52,3
•—
ohne Anslel.-Rechte . .
6% ehern 8% £»efl. Bolk»Naat 1929
6,45
6,35
6,35
6,45
mid.tahtu. 102%)......
63
66,4
64
67
Cberbeiien Provinz-Anleibe mit Aiistos.-Rechten......
Deutsche Komm. GammelabL
52
51
-
Anleihe Serie 1......
6% ehern. 8% Franks. Hnv.-Banl
49,65
49.5
49,5
49,25
Oiolvyie. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Rrantf. Hnp.-Bank
75,5
74,75
—
—
iflnlople 16 unkündbar bis 1930 6ys% ehern. 4'4% 'Zrankf.Hbp.- Bant Liau $|anN>rie|e . . .
75
74,25
—
—
79,25
79,25
6ya°ö ehem. <H% Rheinische Huv -Bant-Liou ^Soldpse. .
6% ehern 8% Br. Landeüpland»
79,5
79,75
—
briclanfloi Pfandbriefe R. 19 8% ehxm. 7% Pr. L an verpfänd-
72,5
72,75
73
-
brie,anstatt Pfandbriefe 8L io
—
72.5
-
-
4% Oesterrelcht,che Wolotente .
10
10
4,20% Oesterrelchische SUbeirentr
1,25
1,25
1,2
4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarifche Staatt'rente v. 1910 4ty% desgi. von 1918 ....
7
7
7
7
6,75
6,75
7
7
7
B% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbabn-Anleil»
7
3,6
6,9
3,6
3,75
6,9
3,7
Serie 1..........
4% desgl. Serie II.......
5% Rumän. oercinb Rente v. 1903
4,05
3.8
4,1
3,85
4.2
3,75
4,1
3,85
4H%»um4n.t>ereüib.«enle 0.1919
9,5
9,75
10
9.75
4,9
18.3
4% Rumänische vereitch. Rente fll6% > Anatolier......
4,9
18.5
5
18.5
5 18,4
Jrar.ffurt a.M.
Serlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abend« börse
Schluß» hird
Schlußk. OTlitaa» börle
Datum
6.10.
7.10.
6.10.
7-10.
yamburg-Amerua Pw.
(
16,75
16,75
16,9
16,65
Hamburg-Südam. Tampfschis,
. 0
32
Hansa Dampftchisi . .
. (
_
—
26,5
27,5
Norddeutscher Lloyd ....
. (
17,75
17,75
17,9
17,65
Sl.(N fm Verkehrswesen Alt.
. 0
39,75
40
40.13
Berliner Handelsgesellfchast .
4
90,5
91
90,75
91
Commerz, und Privat-Bank .
0
53,5
53,5
53 - 5
Darmstädter und Nationalban
0
53,5
Deutsche Bank und
DiSconlo-Gesellschaft. . .
75
75
75
75
Dresdner Bank......
0
61,75
61,75
61,75
61,75
Reichebank........
11
123,75
123
124
123
A.S.iS...........
. 0
31,4
31,75
32,13
31,9
Bergmann........
Dein. LieferungSgesellschast.
. c
—
20,75
20,75
6
66,5
64.5
65,25
65
Licht und Kraft......
6
85.5
85,75
85,75
85,5
Felten & ffluilleaumc....
c
54
54
54
54
Gesellschaft für Clektrische
Unternehmungen ....
Rheinische Elektrizität . . .
4
69,5
69.5
69,5
,69,25
VB
76,75
78
77
78
Schucken & Co. ......
0
71,5
71
70,65
70,13
Siemen« & Halske.....
9
114,5
115,5
114,5
114,75
Lahmeyer L Co.......
10
118
117
117,75
116,75
Buderus.........
Deutsche Erdöl......
. 4
38
36,5
38,13
38,4
. 5
71.5
71,5
71,75
71,65
Gelsenkirchener......
. 8
36
36.5
35,75
35.9
Harpener.........
Hoesch Eisen........
. 0 . 6
73
71,75
72,25
36,5
71,25
35,5
JWe Bergbau.......
10
—
—
126
124
Ilse Bergbau Genüsse . . .
• .
97
97,25
97
97,25
Mloducrroerte.......
. fi
32,5
31.5
32.5
30.25
ManneSmann-Röhreu . . .
. 6
51,25
sn.4
51
51
ManSselder Bergbau .... Cbetfdtlef. ÄpWroedc . . . Bhönhr Bergbau......
Rbetnstche Stannlohtai. . . Ryeinstahl........
. 0 . 8 4y, 10
. 6
20,5
26
169
64.75
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: $
20,75
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26
169
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26 168.5 64.25
Jrantfun a. JJI.
Berlin
Schlußkur«
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‘Datum
6-10.
7-10.
6-10.
7.10.
tHlebed Montan......
—
Bereinigte Stahlwerke . . .
. 0
21
21
20,65
20,9
Olavi Minen.......
0
—
16,13
15,9
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
99
98
99
99.75
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
105
106
105
106
Kaliwerke Salzdetfurth . - -
9
166
166
164.5
164,5
I. G. Yarben-Industrie . . .
7
94
93,9
93,25
93,4
Scheideanstatt.......
IC
136
137
—
—
Goldschmidt. ........
. 0
27,5
26,75
27
26
Rütgerswerke.......
. 0
40
39,5
40,25
39.5
Metallgeselllchaft......
. 0
34
34,5
34
35
Philipp Hohmann.....
. 0
56,25
56,5
56,5
56,25
Zementwerk' Heidelberg. . .
. 4
50.5
51
—
Zementwerk itarlstadt. . . .
. c
50
53,5
—
83at>6 & ffreylag ...
. 0
—
5,3
—
—
Schultheis Patzerchofer . . .
0
—
51,75
52,5
Mu (-allgemeine Kunstseide)
0
54
54.25
54,13
54,5
Bemberg.........
0
52
52
51,25
51
Zellstoff Waldhos.....
0
u
43.5
43.9
44
ßellstoff Aschaffenburg . . .
0
29
28.5
28.25
28.65
Dessauer Gas.......
. 7
—
87.75
89,4
Daimler Motoren.....
. 0
19.5
19,5
19.4
19,5
Deutsche Linoleum ....
. 0
44.5
45.5
45
45.5
Orenstein & Koppel ....
. 0
——
33.25
33,25
Leonhard Lte-......
. 6
45.5
46
45,5
45,25
Lvenrka.........
- 0
Tbade..........
12
167
169
167,9
169,5
frankfurter Maschinen . . .
_
_
Gritzner......
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28,25
26,5
28.9
27
Mainkrattwerke Höchst a. M..
53,5
Süddeutscher Zucker . . . .
- 8
126
126
125
—
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
6. Oktober
7.Oktaler
Amtliche Notierung »elf | Srle-
Amtliche Notierung «elb | Erie
Heliingfor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . Lelo .... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Atte» Neugork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schwei, . . Spante« . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ja».. Jugoslawien. Lissabon . .
6,264 51,95
12,465
3,057 169,33
73,18 75,32
74,58 14,525
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13,22
6.274
52,05
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73,32
75,48
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58 51
21,62
16,53
81,31
34,45
81,98
1,001
0,296
6,006
13,24
Banknoten
6.264 51.95
12,465
3.057 169.38
73,18 75,32
74.58
14,525 0,890 4,209
58,41
21,57 16,495
81,17 34.39
81.82 0.999 0,294 5.994
13,22
6,276 52,05
>2,485
3,063 169,72
73,32 75.48 74,72
14,565 0,894 4,217 58,53 21.61
16,535 81,33 34,45 81,98
1,001 0.296 6,006
13,24
Senin, 7-Oktober
Seid
Zrlel '
Amerikanische Roten.......
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........
(Lnglische Noten.........
Iranzösischc Noten........
Holländische Noten........
Italienische Noten.......
Norwegische Noten........
Deutsch. Lesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schwerer Note». ........ Spanische Noten. ........ Ungarische Note» ........
4,20 58,25 74,95
14,485 16,455
169,01 21,52 73,00
2.46 74.40 80.99
34.25
4,22 58,49 75,25
14,545 16,515 169,69
21,60
73,30
241
74,70
LÄ


