Ausgabe 
7.10.1932 Frühausgabe
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

Gießener pferdemarkilotterie.

Tundesleitung ist Aachen.

anderen Branchen, so war es immerhin interessant

irts-aWrise

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SaS Msemhmdwerl in der

Ge­

hst.

Landwirtschastölehrerin:

scheiden.

Laten fürF eita . 7.Oktober

1849: der Dichter Edgar Allan Poe in Baltimore gestorben; 1862: der Schriftsteller Otto Ernst in Ottenjen geboren.

Gießen, den 7. Oktober 1932.

Deutsche Edelpelze.

Man hat in vielen Berufsgruppen der psycho- logischen Einstellung der Frau die größte Aufmerk­samkeit geschenkt, 'da die Frau als Käuferin um einen yKtntuti ja den Umsatz ausschlaggebend beeinflußt. Wenn sich an zuständiger Stelle erfahren, ist auch im Buchhandel die Hegemonie der Frau als 0 . ' . . ° I 1 _ f 1 - ».K AM I a A UnmnrPhnr tTliH HlO ft HHFu, tDlC IH

Unter dem Verdacht der Wilddieberei verhaftet.

Do X" in Frankfurt.

* D r t e n b e r g , 6. Oft. In der Nahe von R a n - st a d t wurde vor einigen Tagen der wegen W i l o - dieberei schon wiederholt verurteilte Arbeiter Kipper aus Oberseemen beim Ausweiden eines Rehes beobachtet. Bon den Zeugen wurde die Fe st - nähme des Mannes veranlaßt, der zur Täuschung eine Försteruniform trug. Der Verhaftete I wurde nach den ersten Feststellungen im hiesigen

Aber trotz aller wesentlichen Einengungen in den Existenzmöglichkeiten, ist bisher alle Mrbeit&MtLing des Friseurs unter dem Gesichtspunkt erfolgt, daß dem Publikum unter Berücksichtigung hygienisch absolut einwandfreier Bedienung für eine ange­messene Bezahlung beste Facharbeit geboten werden

Die außerordentlich große Verantwortung, welche federn Friseurberufsangehörigen dadurch ausertegl wird, daß er nicht nur durch sachgemäß ausgesuhrte Behandlung von Kopf und Haar die Gesundheit des Kunden zu schützen, sondern auch alle hygieni- schen Vorkehrungen zu treffen hat, welche weit­gehendste Garantie bieten für die Gesunderhaltung von Haut und Kopfhaar, zwingt aber jeden Be­triebsinhaber, ein Unkostenkonto aufrechtzuerhalten, das mit den Wünschen des Publikums bezüglich der Preisbildung nicht immer in Uebereinftimmung zu bringen ist.

Gan; wesentlich find die innerhalb der letzten Monate vorgenommenen Preisherabsetzungen für die verschiedenen Vedienungsarten und Ar­beitsleistungen im Friseugewerbe.

Gärtnerin:

Ich liebe Lyrik, ich lese Lyrik, ich kaufe Lyrik. Sie werden finden, ich bin eine Sehenswürdigkeit, gelt? Vielleicht bin ich über­haupt aus dieser lyrischen Veranlagung heraus Gärtnerin geworden. Aber dabei habe ich wenig Gefallen an konventioneller Blau-Blumelerw-Ly- rik, sondern ich suche im Gedicht geistigen, see­

lischen, ethischen und xelrgioien Gehlllt Ich habe ein mehr bewunderndes als beglücktes Gefum bei Rilke, mein Lieblingsgedicht ist immer noch Der Mond ist aufgegangen vom alten Mathias Claudius, und ich habe eine große Liebe und Verehrung für Ruth S ch a u m an ns Werke, die ich immer wieder entzückt und er­baut le'e. Und außerdem lese ich ziemlich viel in der Bibel.

Journalistin:

Mit meinem Beruf -hängt es zuswnmen, daß ich viel und leider oft fluchtig leien muß. Abends im Bett, die einzige Zeit,wo ich mir zu lesen gestatte, was mich freut, fallen mir ost vor Abgespanntheit die Augen zu, so daß ich am nächsten Abend nicht mehr weiß, was ich eigentlich gelesen habe. Ich muß von Berufs wegen di« Frauenproduktion unserer ver­folgen, ach, wissen Sie, es ist eigentlich wenig dabei was mich anders als kalt laßt, schade. Vielleicht auch deswegen, weil unsereiner ia schließlich weih, wo Bartel den Most holt nicht wahr? Don Herzen gerne lese ich eigentlich nur Reise- und Expeditionsberichte aller Art, alte und neue,von fremden Ländern und Men­schen", und das sind auch die einzigen Bucher, die ich mir freiwillig selbst kaufe.

Zunge Arbeiterin:

Sie denken nun sicher, ich lese Politik, keine Rede, wer Ihnen das sagt, der redct Iynen was ein. Frauen lesen ü b e r h a u p t w e n i g Politik, glauben Sie mir, natürlich macht man sich seine Gedanken und redet d<von, aber das Lesen, das ist mehr was für Manner. Ich lese gern historische Sachen, muisen keine Romane sein, auch naturwissenschaftlnche Sachen, überhaupt alles, was gleichzeitig unterhalt und belehrt und da gibt es ja sehr viel und ich tauf nur auch gelegentlich was, das verchenk ich dann bald wieder, damit auch ein anderer was davon

Krauen erzählen von ihrer Lektüre

Das Ergebnis einer Umfrage.

Von Gabriele Eckehard.

Natürlich lese ich, ziemlich viel sogar, am liebsten immer was von Liebe und Eleganz. Ich mache mir gar nichts aus dem Kino, -das ist mir alles wie 'soll ich sagen r- viel zu deutlich, ich les lieber was und meine Phantasie malt mir dann was dazu aus. Mein Freund sagt immer, ich soll doch was Vernünftiges lesen, ober ich muß schon sagen, das Vernünftige ist, was einen mal das ode Einerlei vergessen läßt.

Assistentin in einem Photo-Atelier:

Ich lege einen wohl fast zu großen Wert auf die Befriedigung der sogenannten kulturellen Bedürf- nisse ich laufe ungepflegt herum, um dafür Geld zu haben. Ich lese alle irgendwie interessanten deut- schen Neuerscheinungen, das heißt, soweit sie mich interessieren, Romane, Bücher über Lebenshaltung und ähnliches, dabei auch möglichst viel französisches und englisches. Mit dem Kausen ist das so: ich habe immer ein Leihbidliotheksabonnement, .und dann taufe ich mir Bücher, die ich zu besitzen wünsche, anders kann ich das gar nicht machen, Denn mein Etat verträgt keine zu große Belastung, und ich wäre entsetzlich betrübt, wenn ich nur sechs Mark oder mehr abgespart hätte für ein Buch, das mich hinterher enttäuscht. Die bekannten wichtigen photo­graphischen Publikationen wünsche ich mir bei Ge­legenheit von meinem Vater, mal einen Orbis- Pictus-Band, Das Deutsche Lichtbild oder so.

Junge Hausangestellte:

Also ich habe überhaupt nur zwei Lieblingsbücher, die könnte ich immer wieder lesen, das istDie H e i l i g e u n d i h r N a r r" undD a s S ch w e i- gen imWa! d e", die sind z u schon. Ich lasse mir immer gelegentlich (!) von meiner Dame was zu lesen geben, ober ich weiß nicht, die hat einen an­deren Geschmack, vielleicht bin ich auch zu müde. Nein wenn ich mir was kaufe, dann eher ein Ma­gazin, womöglich wo Detektivgeschichten und auch Moden drin sind.

Sekretärin in den Dreißigern:

ich laufe in die Kaufhäuser, Restexemplare kaufen ober herabgesetzte Bücher in Laden, es müssen ia nicht immer Neuerscheinungen sein das reden sich die Leute nur ein, es muß nur gut sein und dick müssen die Bücher sein. Und Stücke >a, natur- lich aber zeitweise kann ich es nicht aushalten, die Rollen zu lesen, die ich spielen mochte spielen könnte, und wahrscheinlich nie spielen werde

nicht in der Lage sind, ihren notwendigsten Der- 'TelfMnSn7uchdie.b?i den Reklamen an- beroJW,'aleue°Gbei Inanspruchnahme solcher Betriebe die Erfahrung machen müssen, daß der veröffentlichte Preis nur als Mittel zum Kunden- fang dient, weil tatsächlich unter Hinwe.s auf beson­dere mit der Bedienung verbundene Arbeitsleistun- gen ein weit höherer Preis in Anrechnung gebracht wird, als in den Anpreisungen enthalten ist, und so stets zu Enttäuschungen und Verärgerungen fuhrt.

Das legale Friseurhandwerk hat mit allem Ernst und mit gutem Erfolg in der Nachkriegszeit den Gesundheitsschutz des Publikums und eine hoch- enlroidlung des fachlichen Könnens in den Vordergrund gestellt.

Anfragen hierzu sind an den 1 Vorständen, August Schwan, Gießen, Wilhelmstraße 41, ich, W.UU.U, -----------, zu richten. Räheres ist aus der heutigen Anzeige

Heyser, Heck, Hub, Kühne, Vieren, Volck.^Erste | ^sichtlich.

/w ** Zusammenschluß innerhalb der

deutschen Pfadfinderbewegung. Man schreibt uns: Auf einer am 24. und 25. Septem­ber in Frankfurt a. M. stattgefundenen Tagung der Bundesleitungen desBundes der Reichs­pfadfinder" und desDeutschen Späherbundes wurde der Zusammenschluß der beiden Bünde zu einemBund der Reichspfadfinder und Späher' beschlossen. Dieser Zusammenschluß soll nicht End­zweck sein, sondern Grundlage für die Zusammen­fassung weiterer Bünde und Gruppen zu einem großen Pfadfinderbund. Dieser entschiedene Schritt der beiden genannten Bünde ist um so freudiger zu begrüßen, als bisher alle Versuche, eine Bändigung in der zerrissenen deutschen Pf ad- finderbewegung anzubahnen, nicht über pröble- ...... u.,., , . .

matische Erörterungen hinausgekommen waren. Amtsgericht dem Untersuchungsgefängnis beim Land. 2118 Abzeichen wurde die Lilie mit dem Adler l y - -----<n mu m hu

gewählt. Die Dundesführung liegt in den Hän­den der beiden bisherigen Bundesführer; Sih der

auf die'Mannigfaltigkeit der Hunderassen hin- zuweisen und die Möglichkeit zu bieten, jeglichem Geschmack Rechnung zu tragen. Die Werbeschau, deren Besuch für das Publikum unentgeltlich ist, beginnt pünktlich um 9 Uhr. Weiterhin weist der Verein schon jetzt auf sein großes Herbstpreis­schliefen am 23. Oktober hin, das auf dem Schlief-

Dies zum Vorteil und Wohle aller Bevölkerungs-

Wenn somit das ehrbare Ariseurhandwerk sich seiner Pflicht voll bewußt ist, so durfte aber auch eine Aufforderung an alle Bevölkerungskresie nicht unangebracht sein, die Bestrebungen des Frileur- gewerbes zu unterstützen und den Zustand zu erhal­ten, daß jeder Kunde für einen ,,angemessenen Preis beste Facharbeit geboten erhalt, die durch hygienisch einwandfreie Ausführung vollen Ge-

an -Ue Schicht

öer ®eDgaktrueu$ durch irreführendebillige

Preisangebote und unlautere Reklame tauschen, sondern prüft eingehend, ob für ^en angebote- nen Preis auch eine einwandfreie Facharbeit hnaienifd) einwandfrei geboten wird.

Wenn so ein Hand-in-Hand-Arbeiten zwi chen dem legalen Friseurhandwerk und dem Publikum^en- teht dann werden die in entsprechender Form ge­leisteten Bedienungen des Friseurs den Kunden kofri/hiaen wie auch aus der anderen Seite die

m-tt-ch'nh-llm und hefte Leistungen auch künftighin bieten.

Gestern nachmittag sand im Stadthaus, Bergstraße, die Ziehung der Herbstpferdemarktlotterie 1932 statt. Dabei wurden u. a. folgende Spitzengewinne gezogen: 1. Preis auf Nr. 6207 (ein Pferd im Werte von

stets die Achtung und Wertschätzung seiner Vor­gesetzten, seiner Arbeitskollegen und des darstel­lenden Personals.

** Der Verein Hundesport für Gie­ße n und Umgegend veranstaltet am nächsten Sonntag, 9. Oktober, vormittags im Cafe Leib «ine Werbeschau sür Hunde aller Rassen unter dem bekannten Kartellrichter E. P r ö s l e r , Frankfurt a. M. Jeder Hund kann vorgefuhrt werden. Die Hundebesitzer werden also Gelegen­heit haben, über die Vorzüge und etwaiae itoene oun 0Uu iuuuli, o. «uf ~ Mängel ihrer Hunde belehrt zu werden. Solche

auf Nr. 490 5. Preis auf Nr. 5897, 6. Preis auf Werbeschauen verfolgen den Zweck, weite xrei|e Nr.2154 7. Areis aus Nr. 7569, 8.Preis aufNr.8277, > hör Swnbprafien bin»

9. Preis'auf Nr. 8503, 10. Preis auf Nr. 3201.

WER. granlfurt a.OIi., 6.Ott. Das größte Seeflugzeug der Welt,Do X, wird am Sams­tag. pünktlich um 16 Llhr, oberhalb der neuen Stau- tufe Griesheim aus dem Main nieder­geh e n. Es wird mit einem großen Andrang des Publikums zum Empfang des Luftriefen gerechnet. Am Tage des Eintreffens findet keine Besichtigung des Flugschiffes statt. Die Be­sichtigung kann erfolgen am Sonntag von 11 vis 18 Llhr, an den Wochentagen jeweils von 8 vis 18 Uhr und von 18 bis 20 Uhr für Rundfunk­teilnehmer. Während der Dunkelheit wird das Flugschiff mit Scheinwerfern beleuchtet.

Das Flugschiff wird bis Freitag, 14. Oktober, zur Besichtigung vor Anker liegen. Hierzu wer­den von allen Bahnhöfen un Umkreis von 100 Kilometer um Frankfurt a. M., also auch von Gießen und umliegenden Bahnhöfen, Sonn­tagsrückfahrkarten nach Frankfurt a.M., Hauptbahnhof, oder Frankfurt-Griesheim aus­gegeben, und zwar am Samstag^ 8. Oktober von 9.00 Uhr, Rückfahrt spätestens Montag, 10. Otto- ber 12.00 Uhr; Sonntag, 9- Oktober, Rückfahrt spätestens Montag, 10. Oktober, 12.00Uhr; am Mittwoch, 12. Oktober, und Freitag, 14. Oktober, von 9.00 Uhr bis 24.00 Uhr, zu welchem Zeit­punkt die Rückfahrt angetreten sein muß.

Da ich auf meinem Posten viele sremHprachliche Korrespondenz zu erledigen habe, muß ich mich da in Hebung halten, aber ich borge mir etsentad) im­mer nur bie Bücher, es gibt so wemg, was man mehr als einmal lesen mochte Ich kaufe mir

er soweit es meine Mittel erlauben, Bucher die bie Probleme des heutigen Katholizismus behan- b£n von Äppert, Guardini unb anderen Autoren. Aub'erL ich grabe. Juierel es für Muf.kuud fclbenbe Kunst, besonders so weit sie mit ber Kirche Zusammenhängen. ,

Zunge Schauspielen»:

Leien ist der einzige T r ° si. den man hat. Kein Engagement, fein Geld für Riete und Seifen schlechtes Zimmer, schlechtes Essen, fast nur grabliche Menschen da gibt es nur eins: lesen, lesen, le {e n. Ich stehe stundenlang an den Bucherwagen.

ZUnibUUlllll Utiu u ..

gericht in Gießen zugeführt. Don dort aus ist die gerichtliche Voruntersuchung zur Zeit im Gange.

Trotz betont deutschen Fühlens liebe ich vor allen Schriftstellern Knut Hamsun und von ihm besondersSegen der Erde . Ich liebe lnd lese gute bodenständige Romane, die darstellen daß die Kraft eines Volkes in seinem Boden liegt verstehen Sie, ich bin dabei nicht etwa staatsfeindlich oder sonstwie intolerant. Gelegent­lich auch praktisch für meinen Beruf notwendige technische und pädagogische Werke, und nicht zuletzt Zeugnisse für einen modernen aktiven Protestantismus.

Inhaberin eines Modesalons:

Ich bin kein typischer Fall, wissen Sie, denn wenn die Inflation nicht gekommen Ware, dann wäre ich heute vielleicht schon Kustos an irgend­einem Museum. Also lesen tu ich neben meinem Steckenpferd der Archäologie am liebsten Me­moiren, Biographien, Briefwechsel, Tagebücher und solche Veröffentlichungen. Die großen Me­moirenwerke der letzten Jahre habe uh mir eigentlich alle angeschafft, das ist für mich span­nender und unterhaltender als alles andere. Romane? nein lassen Sie mich bloß da­mit in Frieden die erlebe ich zur Genüge mit meiner Kundschaft!

Don dem Landesverband derFriseure von Hessen und Nassau E. D. wird uns f01$eni><aU;eS:h»ollage, in der MM. gefum.e deutsche Wirtschaft sowie weite Bevolkerungskreise befinden, hat auch naturnotwendig das Friseur- Handwerk erfaßt. Besonders verhängnisvoll. wirtt sich diese Krise bei dem Friseurhandwerk dadurch aus, daß bie Inanspruchnahme des Friseurs seitens der Kundschaft schlechthin einem mehr kulturellen als einem leoensnotwendigen Bedürfnis entspricht.

Das Bestreben aller Beoölkerungskreise, ber ge- genwärtigen Notzeit entsprechend zusparen, um erst ben lebensnotmenbigen Bedarf zu sichern, hat es mit sich gebracht, baß auch bie Kundschaft des Friseurs dessen friseurgewerbliche Bedienungen mit einschränkt und erst in letzter Linie hiervon brauch macht. Das ganze Gewerbe hat für diese Begleiterscheinungen Verständnis und tragt ihnen

«... m»»nlferunaskreise bitten wir, um weni- aer Mennig B-rMt' »iU«n nicht sich selbst zu styädig N und gleichzeitig damit eine Handhabe zur Kffinfl eines ehrlich um seine Existenz rmgen- ^>N Liandn^rks zu bieten. Nur gegenseitiges Schutzen und stützen kann dazu inenen, den Wen zu befchrei- ten, der zur Behebung der Notzeit fuhrt.

es wahrscheinlich die nicht berufstätige Frau sein, ... die quantitativ mehr liest als die berufstätige, als

** l? i n Acktziaiähriger. Am kommenden Käuferin aber wird bie letztere mehr m Betracht ffnnntna 9 Oktober kann Herr Heinrich Schmitt, kommen, und außerdem war es aufschlußreich zu wohnhaft Mittelweg 18, in körperlicher und geistiger beobachten, welchen Einfluß die Erfordernisse des ^ÄÄ s-inpn 80 Geburtstag feiern. Berufs unter Umstanden auf die Lektüre haben.

^olrbeits'iubNäum beim Gießener Es wurden zehn arbeite n b e Freue n ver- Stadttheater Schnürmeister Heinrich Feu- Siebenen Berufs, oerschiebenen Alters und verschie' ß e r kann am morgigen Samstag auf eine 25- denen Milieus befragt, und rhre Antworten schein n Fnhrinp 5'ä'iaf it im Gießener Siadttheater zuruck- in mancher Hinsicht zur Erkenntnis der Lage aus blicken Der^Iubilar wirkte schon beim Bau des dem Büchermarkt beachtlich, natürlich mit ber kfraterS mit half den Dühnenfundus einrichten Einschränkung, daß sie eigentlich zufällig und durch- und ^ente während der ganzen Intendanz von aus subjektiv sind, daß also vontypischen Fallen &ntrnt Steinaoetter unserer städtischen nicht geredet werden kann. Es kann auch kaum der Düßne Roch heute im Alter von 57 Jahren, Sinn einer Umfrage sein, Typen zu ermitteln, viel- Mllt er dank & Erfahrungen seinen Posten mehr wäre das Aufgabe einer nationalokonomisch- auf das Beste aus. Eine Zeit lang war der Iubi- soziologisch-psychologilchen Untersuchung.

lar unter Hofrat Steingoetter ^^^emkin ßltlC jllNge Putzmacherin:

Dad-Rauheim. Sein S^vorkommen^s Wesen, ein I >

Fleiß und seine Gewissenhaftigkeit sicherten ihm

Wenn aber darüber hinaus der chillige Preis zu marktschreierischer Reklame benutzt wird^ s ^ halten wir es an ber Zeit, eine ernstliche Tarnung allen Bevölkerungskreisen zui,angig zu machen. Un- sere Feststellungen über die Art ber ^^^tslelstungen der sogenanntenbilligen" Frsteure gehen dahin, baß für ben angegebenen Preis entweder unsach­gemäße sachliche Arbeiten geliefert wer, ben, welche zu Schädigungen für den Kunden sich- ren, oder aber g a n z l > A u ß e r a d) t I jung aller hygienlschen Deftimmungen. den Kunden in erhebliche Gefahr bringen, aber auch I

Der Winter steht vor der Tür. Schon fegt der

Äoinb übers Land und beginnt, das Oeven

glich zu machen. Wie gut ist da ein schöner 1000 mQrt) 2. Preis auf Nr. 5573 (ein Pferd im warmer Pelz, vorausgesetzt, daß wan ihn hat. i $ßerte DOn 590 Mark), 3. Preis auf Nr. 4803^ 4. Preis Unter dem Druck der allgemeinen schlechten 2virt- I , ... " ß mit

schastslage sind aber unterstützt durch den Ausbau der deutschen Edelpelztierzucht in diesem Jahre Pelze einigermaßen erschwinglich . Bornotizen.

^^Vekwerk bildete in seinen vielfältigen Formen _ Aus dem S t adt thea terbureau unb zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten von toitb uns geschrieben: Heute 20 ilbt Erstausfuh- ieber einen hervorragenden und begehrten Schmuck tung des SchauspielsDer 18. Oktober von ^^sen um w.viwwi vu«. v««, «i'- -/'v-1, Lr Ätauentoclt. Es wird Wohl immer der Wunsch Walter Erich Schäfer; Spielleitung: Oberspiellei- des Vereins an der Liebigshohe stattfindet, jeder Krau bleiben, ein herrliches Pelzstück ihr ter Peter Fassott, der auch die Rol^ des ------ r:K Knn 1

ciaen zu nennen. Wenn auch die deutsche Rauch- Obersten Bauer spielt. Mitwirkende: Druck Die- warenindustrie in den letzten Jahren verstanden ten, Eggemann, Fierment, Geiger, Hamel. Hauer, | hat.unedle" Felle, also Felle von Haustieren, Heyser, Heck, Hub, Kühne, Vieren. Bolck.. Erste wie Kaninchen und Zickel, zu sehr brauchbaren Vorstellung im Freitag-Abonnement; gewöhnliche 1 und auch geschmackvollen Imitationen zu ver- Preise. Ende 22 Uhr. Die Intendanz macht noch- arbeiten, so bleibtz» Cdelpelze noch immer un- mals auf den unbedingt pünktlichen Vorstellungs­ersehbar und unerreicht. Ihre Vorzüge, schön I beginn aufmerksam, da laut Beschluß der ^pearer- I und echt in der Farbe zu sein, einen schönen deputation auf die Zuspätkommenden Die oen und natürlichen Glanz zu besitzen, seltsam und pünktlichen Theaterbesuchern gegenüber keine -Kua- selten zu bleiben, können durch keine noch so slchl nehmen, fürderhin keine Rücksichk genommen ae'chickte Nachahmung erzielt werden. werden kann. Die Intendanz ist bestrebt, den ^.la-

Dec jagende Mensch hat aber dem Reichtum gen und Vorstellungen der Theaterbesucher in ie- der alten und neuen Welt an pelztragenden Tie- her Weise entgegenzukommen und beanstanoele ren durch eine ausgesprochene Raubwirtschaft Mängel abzustellen. Dazu gehören vor allem wro- empsindliche Lücken zugefügt, die nur schwerlich rungen ber ersten Szenen durch Zuspätkommende durch Hege, schongefetzliche Bestimmungen und ^nb Beschwerden der auswärtigen ^yearer- | planmäßige Bewirtschaftung ber noch Vorhände- besucher, die durch herausgez?gerten Dorsteliungs- nen Bestände auf freier Wildbahn wieder auf- schluh ben Anschluß an die Züge nur sehr schwer, gefüllt werden können. Die tierreichsten Ge- ober überhaupt nicht erreichen. Mit Deginn oer biete Amerikas und Sibiriens melden bereits neuen Spielzeit bleiben daher die Türen wahrend die fast völlige Vernichtung ber anfänglich un- des ganzen ersten Mies özw. bei Szenenwechs erschöpfbar scheinenden Pelztierbestänbe. während des ersten Bildes ^1^)10^611. ^^ Thea-

Europa ist mit der wachsenden Nachfrage zur terleitung ist der Ansicht, daß die ^orgesehenen Selbsthilfe geschritten und hat mit viel Erfolg Maßnakynen volles Verständnis der -^Heater- Pelztiere fremder Länder in künstlicher Aufzucht besucher finden und von allen einsichtigen Borstel- zu halten begonnen. Besonders Deutschland be» lungsbesuchern auch anerkannt werden, sitzt das Verdienst, ein Pionier auf diesem neuen

Gebiete der Tierzucht zu sein. Deutschland steht ** u ft i 3 p e r f 0 n a 1 i e. Ernannt wurde der mit der Zahl der Zuchtbetriebe bereits an dritter ^p.^,^t)esgerichtsrat bei dem Oberlandesgericht in Stelle in der Welt, unmittelbar hinter Kanada aan5 Schneider zum Landgerichts-

und Norwegen. Wir besitzen heute annähernd Träfit)'enten bei dem Landgericht für die Provinz 330 Silberfuchsfarmen, 150 ^rzfarmen, 25 Mar- L^^ssen mit Wirkung vom 1. Oktober ab.

betfarmen, 50 Karakulfarmen und etwa 1 Dutzend ** s » ; n G i e ß e n e r ! Aus der gestrigen Mel- Rutria-(Sumpfbiber-)Farnen. Die Zucht von QUS Sran£furt a. M. über die Festnahme des Edelpelztieren hat iid> m Deutschland aus aller- ^ckubmachers Josef Förster wegen des Verdachts kleinsten Anfängen unter ^anfänglich großen Mordes an dem Brotkutscher Wagner aus Schwierigkeiten entwickeln können. Wenn man Offenbach war zu entnehmen daß es sich bei dem

bedenkt, daß 1921, an0 vor gut Ahn Jahren, Jftaenornmenen um einen Gießener handele. Wie

die ersten Silberfüchse nach Deutschland kamen, v 1 » nrnfraae an zuständiger Stelle erfahren, ist 1 aucy im «ucyyanoei uie

wird myi bie bisher erzielten Erfolge nur be- ww aus 5tun Jin uißr ermittelt worden, daß Käuferin nicht so bemerkbar mache

tounbÄi müssen. Allein an den immer noch un- nam mq« in ber hiesigen Klinik ge- anderen Branchen, so war es immi ,

zureichenden Absatzmöglichkeiten krankt der AuL- g^enmurbe wenige Tage nach seiner Geburt aber ,u untersuchen, wohin die Neigungen berbucher-

bau unserer heimischen Zucht. Daß noch em unge- ^Meiner butter nach Offenbach a.M. übersiedelte äsenden und -kaufenden Frauen gingen. Zwar wird

heurer Bedarf an edlem Pelzwerk vorhanden mir femer mehr zu tun ge-

ist. zeigen die Einfuhrzahlen. . 1 - -

Anstatt die letzten Absatzmoglichkecken m

Deutschland ber heimischen Erzeugung zu sichern, droht der Edelpeltierzucht neuerdings durch die Einfuhr russischer veredelter und unkonfektioni^- ter Pelzw-ren eine neue Gefahr, die zu berech­tigten Besorgnissen Anlaß gibt. Solange aber kein Keunzeichnungszwang für rchs s-^ be»

steht, fehlt den Käufern die MogliKkeit. das Her­kunftsland einwandfrei festzustellen. Daher sollte von der Reichsregierung erwartet werden dür­fen, daß sie Maßnahmen ergreift, bie es ermög­lichen, einwandfrei und ohne Schwierigkeiten aus­ländische von deutschen Erzeugnissen zu unter-