G.Ji.-fport
Zwei unerwartete Fußball-Ergebniffe.
1S00 verliert - BsB. gewinnt. . .
Spieloereinigung 1900 — Frohnhausen 1:3 (0:2).
Die Mannschaft der Spieloereinigung 1900 durfte dieses Spiel unter keinen Umständen verlieren. Allerdings wird auch kein Spiel gegen eine Mannschaft des Hinterlandes zu gewinnen sein, wenn eine derartige Zerfahrenheit an den Tag gelegt wird, wie das eben am Sonntag der Fall war. Wenn die Mannschaft weiterhin s o spielt, dann ist sie auf dem besten Wege, allen Renornrnös verlustig zu gehen. Nach dem eindrucksvollen Spiel gegen Wetzlar mar1 man auf ein derartiges Resultat nicht vorbereitet. Ein weiteres kommt hinzu: es ließe sich gegen das Ergebnis nichts sagen, wenn der Sieger etwas Außerordentliches gezeigt hätte. Das war aber nicht der Fall. Um so blamabler ist der Punktverlust für die Blauweißen. Lediglich Eifer und Energie ließ den Gästen das Spiel gewinnen.
Das Verhängnis stellte sich schon reichlich frühzeitig ein. Schlarb ließ sich schon in der 10. Minute einen Ball aus unmittelbarer Nähe durch die Beine hindurch in das leere Tor schieben. Die Blauweißen spielten fortwährend überlegen. Arnold schoß aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei. Die Verteidigung der Gäste arbeitete aufopfernd. Im Deckungsspiel vernachlässigte aber der Sturm der 1900er den ausgezeichneten rechten Verteidiger von Frohnhausen vollständig. Er hatte immer wieder Gelegenheit zu klären. Trotzdem kamen die Gäste kaum aus ihrer Hälfte heraus. Lippert jagte einen Eckball mit dem Kopf hart an die Latte, so daß das Leder in das Feld zurücksprang. Das war ausgesprochenes Pech! Es war also wieder nichts. Chanen wurden in Masse verpaßt. Unruhig wurden die Blauweißen, als die Gäste die Verteidigung überrannten, Schlarb überraschten und damit zum Halbzeitergebnis 2:0 erhöhten. Ein Aufatmen ging durch die Zuschauer, als Arnold eine Flanke von links ausgezeichnet zum Tor verwandelte. Man hoffte auf neuen Auftrieb, der aber leider ausblieb. Dagegen brachte Frohnhausen auf dem linken Flügel einen sehr schönen Angriff durch. Ein schräger Ball, vom Linksaußen der Gäste aus ziemlicher Entfernung geschossen, sah den Torwart der 1900er nicht auf dem Posten. Das bedeutete das dritte Tor und den sicheren Sieg für Frohnhausen. Unproduktive Kombination, Unentschlossenheit des blauweißen Sturmes charakterisierten das restliche Spiel, während die Gäste eifrig und nicht ungeschickt bemüht waren, das Ergebnis zu halten. Es gelang ihnen und damit nahmen sie den Blauweißen auf eigenem Platze die ersten beiden Punkte ab. Der Kampf wurde sehr fair ausgetragen. Der Schiedsrichter war in seinen Entscheidungen sicher.
VfB. Liga — Wetzlarer Sportverein Liga 2:1 (2:0).
Die Ligamannschast des VfB. trat die Fahrt zum ersten Verbandsspiel dieser Saison mit recht gemischten Gefühlen an. Mußte man doch auf so be
währte Kräfte verzichten. Die Aussichten standen säst auf Null. Die Grün-Weißen hatten sich aber trotzdem etwas vorgenommen. Daß die Bedenken, die man in spielerischer Hinsicht gegen das Spiel in Wetzlar mit geschwächter Mannschaft hatte, berechtigt waren, zeigte das Spiel und dessen Verlauf. Die Grün-Weißen lieferten einen heroischen Kampf, vielleicht den schwersten der Spielserie. Sie wuchsen über sich hinaus. Die VfBer errangen einen 2:1- Sieg auf Wetzlarer Boden gegen eine Mannschaft, die in diesem Jahre mehr als fit ist. Um so wertvoller sind die Punkte. VfB. trat mit Balser: Leuthäuser, Kreß I.: Haupt, Knaus, Lehrmund: Schmidt, Hetzel, Seibel, Fehling und Ritter an.
Die Mannschaft kämpfte bis zum äußersten. Das Schlußdreieck hatte einen großen Tag. Balser war gut in Form. Leuthäuser war der beste Spieler auf dem Platz: ihm stand Kreß I. nicht viel nach. Beide haben das Spiel durch ihr Können und ihre Aufopferung gewonnen. Die Läuferreihe war ihrer Aufgabe gerecht. Der Sturm hatte ebenfalls einen guten Tag, doch waren die Aktionen nicht so einheitlich wie beim Gegner. — Wetzlar hatte seine zur Zeit stärkste Mannschaft zur Stelle.
Das Spiel sah zuerst mit einigen Ausnahmen die Wetzlarer in Front. Dom Anpfiff ab spielten sie auf Sieg. Nach einigen Vorlagen aus der Läuferreihe bekam auch der VfB.-Sturm Drang nach vorne.
Eine solche Vorlage zum Tor des Gegners wurde vom Torwart verpaßt und Seibel konnte im energischen Nachsetzen den Schuß ins leere Tor lenken. Nach 7 Minuten Spiel stand die Partie 1:0 für VfB. Die Wetzlarer legten nun mächtig los und kamen immer wieder an den Strafraum der Grün- Weißen. Die Verteidigung jedoch klärte vorbildlich. Bei einem Gedränge im Wetzlarer Strafraum machte Benner II. „Hand". Der Elfmeter wurde von Ritter glatt verwandelt. Das Spiel wurde nun bis zum Ende der 1. Spielhälfte zumeist ausgeglichen durchgeführt. Beide Gegner kamen oft in gefährliche Nähe der Tore. Balser hielt ausgezeichnet. VfB. hätte das Resultat mehrfach verbessern können.
Die 2. Spielhälfte begann in unvermindertem Tempo. Wetzlar drängte die Grün-Weißen sehr stark zurück. Mit viel Geschick löste die VfB.- Deckung die schwere Aufgabe. Trotzdem hatte VfB. während dieser Periode einige greifbare Torgelegenheiten, die in der Aufregung jedoch verpaßt wurden. Gegen Mitte der 2. Halbzeit ließen die Kräfte der Wetzlarer nach und VfB. kam wieder auf. Der Kampf wurde nunmehr sehr hart und oft durch Strafstöße unterbrochen geführt. Vier Minuten vor Schluß gab der Schiedsrichter einen Handelfmeter für Wetzlar, der verwandelt wurde. — Die ersten beiden Punkte für VfB.! Der Schiedsrichter Dörr leitete gerecht.
III. Bezirks-Tenm'siurm'er des Gießener Tennis-Klubs 1922.
Infolge des verregneten Freitags mußten die Sätze in den einzelnen Konkurrenzen gekürzt werden. In Klasse A war entscheidend der Gewinn von zwei Sätzen mit je sechs Spielen, in Klasse B mit einem Sah mit neun Spielen. Dank der Energie der Turnierleitung konnten sämtliche Spiele ausgetragen werden, obwohl die Schlußrunden ungekürzt gespielt wurden.
Im Herren-Doppel gelangten Henke (Frankfurt), Tüscher (Kassel), Claß (Darmstadt) und Gosewich (Frankfurt) in die Vorschlußrunde. Rur Claß hatte einen schweren Kampf mit feinem Klubkameraden Kleinlogel zu bestehen, den er in schöner Form 6:5, 1:6, 6:1 gewann. Die anderen gewannen ihre Spiele glatt. Die Schlußrunde bestritten Henke und Claß. Henke schlug Tüscher, der schlecht disponiert war, 6:5, 6:3, und Claß kam ohne Spiel in die Schlußrunde, da Gosewich abreisen mußte. Leider war Claß nicht in der Form, die er gegen Kleinlogel gezeigt hatte, während Henke fast fehlerfrei spielte. Henke gewann 6:0, 6:0, wenn auch nicht so mühelos, wie das Ergebnis es erscheinen läßt. Das Herren- Doppel gewannen Tüscher-Claß gegen Werner- Kleinlogel nach hartem Kampf 8:6, 6:4. In diesem Spiel glänzte Kleinlogel mit seinen Flug- und Schmetterbällen, während Tüscher-Claß durch
Sicherheit und genaues Spiel sich die entscheidenden Punkte holen konnten.
Im Damen-Einzel waren drei Frankfurterinnen, Frau Richter, Frl. Leseldt und Frl. Zint, sowie Frl. Binder (Wiesbaden) die vier Letzten. Frau Richter schlug in der Schlußrunde Frl. Lefeldt nach einem harten Dreisätzekampf und Frl. Binder Frl. Zint zwar in zwei Sähen, aber ebenfalls nach Kampf. Den Sieg errang Frau Richter, eine Schwester unserer langjährigen deutschen Meisterin, Frau Friedleben, mit 6:1, 7:5.
Das gemischte Doppel brachte schöne Kämpfe. Frl. Zint-Kleinlogel benötigten drei Sätze, um die Wiesbadener Kombination Frl. Hennerich- von Knoop auszuschalten. Tlnd ebenso konnten Frl. Lefeldt-Henke Frau Richter-Gosewich in drei Sätzen schlagen. Die Schlußrunde erwies die ^leberlegenheit des Paares Zint-Kleinlogel, die mit 6:1, 7:5 über Frl. Lefeldt-Henke Sieger blieben.
(Bei der Wiedergabe der Ergebnisse muhten wir uns auf den Abdruck lediglich der Ergebnisse der 2., der Vorschlußrunde und des Endspiels beschränken. Soweit bei den Spielern der B-Klasse die Ortsnamen fehlen, handelt es sich um Mit- glieder des Gießener Tennisklubs.)
Oie Ergebnisse des Turniers.
Klaffe A.
Herren-Einzel: 2. Runde: Tüscher
(Kassel) — Weber (Höchst) 6 2, 6:2; Claß (Darmstadt) — Kleinlogel (Darmstadt) 6:5, 1:6, 6:1; Go- sewich (Frankfurt) — Donahl (Frankfurt) 6:1, 6:2. Henke kam kampflos über die 2. Runde. Vorschlußrunde- Henke — Tüscher 6:5, 6:3; Claß kam durch Abreise von Gosewich in das Endspiel. Endspiel: Henke — Claß 6:0, 6:0.
Damen-Einzel: 2. Runde: Lefeld (Frankfurt — Helmke (Fulda) 6:1, 5:6, 6:3; Richter-Weihermann — Fischer (Höchst) 6 3, 6:1; Zint (Frankfurt) — Weckesse^ (Marburg) 6 3, 5:6, 6:0; Din- der (Wiesbaden) — Berg (Gießen) 61, 6:2. Vorschlußrunde Richter-Weihermann — Lefeld 3:6, 6:2, 6:1; Binder — Zint 6:4, 6:5. Endspiel Richter-Weihermann — Binder 61, 7:5.
Herren-Doppel - 2. Runde: Werner- Kleinlogel (Darmstadt) kamen ohne Spiel in die 3. Runde. Hörrmann-Weber (Höchst) — Collin- Müller (Darmstadt) 6 2, 3:6, 6:1; Tüscher-Claß (Kassel—Darmstadt) — Sigwart-v. Knoop (Frankfurt) 6:2, 6:3; Henke-Gosewich (Frankfurt) — von Grolmann-Fischer (Gießen) 6:3, 6:1. Vorschlußrunde- Werner-Kleinlogel — Hörrmann-Weber 6 3, 6:5. Tüscher-Claß — Henke-Gosewich 6:2, 0:6, 6:2. Endspiel: Tüscher-Claß — Werner-Klein- Icgel 8:6, 6:4.
Gemischtes Doppel : 2. Runde: Frl. Zint- Kleinlogel (Frankfurt—Darmstadt) kamen ohne Spiel in die Vorschlußrunde; Hrnnerich-v. Knoop (Wiesbaden— Frankfurt) — Helmke-Lier (Fulda- Wetzlar) 6:2, 6:2; Dinder-Sigwart (Wiesbaden- Frankfurt) — Berg-von Grolmann (Gießen) 6:3, 6:4; Lefeld-Henke (Frankfurt) — Richter-Gosewich (Frankfurt) 6:2, 3:6, 6:3. Vorschlußrunde: Zint- Kleinlogel — Hennerich-von Knoop 6:2, 3:6, 6:3; Lefeld-Henke — Binder-Sigwart 6:3, zurückgezogen. Endspiel: Zint-Kleinlogel — Lefeld-Henke 6:1, 7:5.
klaffe B.
Herren-Einzel: 2. Runde: Hoffmann — Engisch 7:5, 6:3; List (Frankfurt) — Meesmann 9:3; Klein (Mainz) — Hildebrandt 9:6; Müller — Köttgen 9:6. Vorschlußrunde: Hoffmann — List 9 7; Müller — Klein 9:3. Endspiel: Hoffmann — Müller 6-1, 3:6, 6:4.
Damen-Einzel • 2. Runde: Schwab (Höchst) — Kuhlmann 9 4; Fink — Poppert 9:5; Röhner (Höchst) — Stückrath 9:6; Jungblut (Frankfurt) — Koch (Frankfurt) 9:8. Vorschlußrunde: Schwab — Fink 9:0; Rößner — Jungblut 9:4. Endspiel: Schwab — Rößner 6:3, 7:5.
Herren - Doppel: 2. Runde: Gebr. Hildebrandt — Bock-Poppert 9:7; Cngisch-Meesmann — Köttgen-Würz 9:6; Endspiel: Engisch-Mees» mann — Gebr. Hildebrandt 6:0, 6:2.
Gemischtes Doppel: 2. Runde: Fr. von Stockhausen-Meesmami — Iungv.ut Köttgen 9:1; Falk-Klein — von Schenck-Hildebrandt. (Sieger Falk-Klein ohne Spiel.) Röhner-Weber (Höchst) — Kuhlmann-Cngifch 9:1; Schwab-Pfaff (Höchst- Franifurt) ohne Spier in der Vorschlußrunde. Vorschlußrunde: von Stockhausen-Meesmann — Falk-Klein 9:6; Röhner-Weber — Schwab-Pfaff 9:4. Endspiel: Röhner-Weber — v. Stockhausen- Meesmann 6:1, 6:1.
Motorradrennen auf dem Nürburgring.
Mit dem großen Herbstrennen des DMV. wurde am Sonntag auch die Motorsportfaison auf dem Nürburgring abgeschlossen. Auf der 2 Kilometer langen Betonschieise lieferten sich die Teilnehmer erbitterte Kämpfe, bei denen Stürze glücklicherweise glimpflicher Natur nicht ausblieben. Im Hauptrennen übernahm, nachdem Sönius-Köln und der BMW.-Fahrer Kratz durch Stürze zurückgefallen waren der Mannheimer Steiger die Spitze und wurde sicherer Sieger vor Pätzold-Köln und Löst- Godesberg.
Ehiron (Bugatti) siegt im Massarykremren.
Das größte Autorennen der Tschechoslowakei, das von dem Mährisch-Schlesischen Autoclub um den Ehrenwanderpreis des Präsidenten Massaryk am Sonntag zum dritten Male auf der Rundstrecke bei Brünn ausgefahren wurde, gewann der Franzose Chiron auf Bugatti vor Fagiloi (Maserati) und seinem Landsmann Nuvolari (Alfa Romeo). Chiron bewältigte auf der 29,124 Kilometer langen ^und- strecke, die 17mal zu durchfahren war, insgesamt 495,108 Kilometer und wiederholte den Sieg des Vorjahres. Im Rennen der kleinen Wagen siegte der Berliner Günther Burgaller (Bugatti) gegen sehr I schwere Konkurrenz.
Wirtschaft.
* Reue Reichsbahnaufträge auf Grund des Regierungsprogramms. In der Ende d. M. stattfindenden Verwaltungs- ratssihung der Deutschen Reichsbahngesellschaft wird voraussichtlich auch die Frage der zusätzlichen Bestellungen auf Grund der nach dem Regierungsprogramm ausgegebenen Steueranrechnungsscheine erörtert werden. Die Deförderungs- steuer dürfte bei der Reichsbahn unter Berücksichtigung des Verkehrsrückganges in diesem Jahre etwa 190 Millionen Mk. betragen. Die Reichsbahnverwaltung beabsichtigt, in derselben Anzahl, in der sie sich auf Grund der hierfür gewährten Steuerscheine liquide Mittel verschaffen kann, neue, über das bisherige Programm hinausgehende Bestellungen zu vergeben.
* Die Umsätze in den Karstadt-Kauf- und Warenhäusern betrugen im zweiten Quartal 1932 (d. h. vorn l..Mai bis 31. Juli) 52 049 377 RM. Jrn 1. Quartal 1932 stellten sich die Umsätze auf 49 256 341 RM.
* I n dem Prozeß Adlerwerke gegen Dominique erstattete Professor Kalveran ein Gutachten in dem festgestellt wird, daß die Sanierung der Adlerwerke im Jahre 1928 eine Notwendigkeit gewesen sei. In den Bilanzen von 1925/28 seien zwar Verluste verschleiert, aber keine Gewinne versteckt worden.
* Die Papier-, Pappen-, Zellstoff- und Holzstoffindustrie im August. Nach dem Monatsbericht des Zentral-Ausschusfes der Papier-, Pappen-, Zellstoff- und Holzftoffindustrie hat sich die Lage im August nicht gebessert. Die Preise sind bei fehlender Nachfrage größtenteils noch weiter gesunken. Die Betriebswasseroerhältnisse haben sich in letzter Zeit verschlechtert.
Frankfurter Abendbörse fest.
Frankfurt a. M., 5. Sept. Die Abendbörse blieb auf der ganzen Linie lebhaft und fest. Die Befestigungen hielten sich allerdings in wesentlich engeren Grenzen als im Mittagsverkehr. Gegen den Berliner Schluß traten aber dennoch durchschnittliche Erhöhungen von 0,50 bis 1 Prozent ein. Rur Kunstseideaktien und Schuckert eröffneten zunächst bis 1 Proz. niedriger. Im Verlaufe setzten sich überwiegend weitere Erhöhungen durch. Teilweise ergaben sich auch leichte Rückgänge, doch waren sie nur unbedeutend. Aku, Bemberg und
Schuckert holten ihre Anfangsverluste wieder voll aus, und Bemberg lagen sogar noch 1,5 Proz. höher. Von Hypothelenbankaktien zogen Frant- furtcr Hyp.-Tank weitere 4 Proz. bei löprozent. Zuteilung und Meininger Hyp.-Bank bei 20proz. Zuteilung 3 Proz. an. Die Börse schloß in durchaus fester Tendenz.
Am Rentenmarkt blieben besondersGold- und Liquidationspfandbriefe, Kommunal-Obli- gationen und Stadtanleihen gesucht, während deutsche Anleihen, Reichsschuldbuchforderungen und Industrie-Obligationen nur behauptet blieben. Lediglich IG.-Farben-Donds konnten sich um 1,5 Prozent erhöhen und erreichten damit den Paristand. Don fremden Werten waren Türken, Mexikaner und Mazedonier weiter gefragt, älngarische Goldrente blieben zu 9,40 Prozent unverändert.
Im Freiverkehr zogen bei lebhaften Tlrn- sätzen amerikanische Enka auf 19 Dollar (nach 18 DoUar heute mittag) und amerikanische Bemberg auf 7,50 bis 8 (6,75) Dollar an.
Reubesitzanleihe 6,70, Altbesihanleihe 55, Schutzgebietsanleihe 4,85, Zolltürken 4,20.
Fortschreitende Entwicklung der nassauischen Pferdezucht.
WSR. Michelbach (Rassau), 3. Sept. Hier hielt unter Teilnahme von Landstallmeister Wachs (Dillenburg) und Vertretern der Landwirtschaftskammer Wiesbaden der Rassauische Pferdezuchtverband seine 11. ordentliche Mitgliederversammlung ab. Landwirtschaftsrat Dr. Schneider (Rastäiten) erstattete den Jahresbericht. An ihn knüpfte sich eine eingehende Aussprache über züchterische Fragen und insbesondere über nassauische Zuchtziele. Als Ergebnis dieser Aussprache darf festgestellt werden, daß man als passendes Pferd für die nassauischen Gebirgsgegenden mit leichten Böden das mittelschwere rheinisch-belgische betrachtet. Dieses Pferd wiegt 10 bis 15 Zentner und ist auch zum Reiten geeignet. Ferner wurde ein erfreulicher Aufschwung der Pferdezucht festgestellt. Die Pferdepreise haben im Gegensatz zu den anderen Viehpreisen eine annehmbare Höhe bewahrt. In Verbindung mit der Versammlung fand eine Dauer- zugleistungsprüfung statt. Alle teilnehmenden Pferde erfüllten die gestellten Bedingungen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o.H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß, kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- lurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
3.9.
5.9.
3-9.
5.9.
6% Srutidie iHcidjsanlciljt* ».192.
65
65,25
64
—
G%e6cm.7%Tt.£Rei<I)Sanl.ti.l929
73
—
—
—
5yt% Doung-Anlcthc »on 1930 Deutsche Ant.-Ablöst-Schuld mit
65
65
65
65
Ausloj.-Rechien.......
54,13
55
54
55
DeSgi. ofme Ausloi.-Rechle . .
6% ehem 8%t>ef(. Volksstaat 1929
6,45
6,7
6,55
6,7
itüdjaljlb. 102%)......
Oberhelsen Provinz-Anleihe mit
—
—
—
—
Auslos.-Rechten.......
Deutsche Komm. Saminelabl.
50
51
—*
—
Anleihe Serie 1.......
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Gotovie. 15 unkündbar 6t5 1935
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl
51,5
53
51
52,25
73
75
—
—
Goldpie 16 unkündbar bis 1936 5'/;% ehem. 4V2% Franks.Hyp.-
—
75
—
*—
Bank UiQU. Piandbricse . . . 6'/.% ehem. 4'/,% Rheinische
79,25
79,9
—
—
Hyv.-Banl-Liqu.-Goldpie. . . 6% ehem. 8% Pr. Landespsand»
80
81,9
—
—-
brtcfanflai Bsandbriese R. 19 6% ehem. 7% Br. Landespsand-
70,5
71,25
69,5
70,5
brtesanstali, Pfandbriefe R. io
70,5
62
—
—
4% Oesterretchische Golorenie .
11
12,5
11,13
12,25
4,20% Oesterreichische Silberrentc
—
1,4
1,45
1,6
4% Ungarische Goldrcntc ....
8
9,4
8,3
9,35
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7,75
8,5
7,9
8,8
4V2% besgl. von 1913.....
—
8,25
7
8,4
5% abgest. Goldmexilaner von 99
7,13
8,25
7,13
7,75
4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihi
3,3
4,2
3,9
4
Serie I...........
3,9
4,2
4
4.13
4% desgl. Serie II.......
5% Suman, ver-Inh. Rente 6.1903
3,95
4,1
3,95
4,1
6,9
7,5
6,8
7 ä
4H%Rumän.veretnh.Rentev.l913
11,75
13
12
12.5
4% Rumänische vereinh. Rente
5,75
6,13
5,4
6
216% Anatolier . . .
18
20,25
17,65
20
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- bürsc
Echluß- kurs
Schlußk. Mittag- börle
Datum
3.9.
5.9.
3.9.
5.9.
yamvurg-Amerua Pme. . .
. u
17,75
20,13
17,75
20,4
Hamburg-Südam. Dampfschiss
. 0
36
Hansa Dampsschiss ...
. <
—
—
27
27
Norddeutscher Lloyd ....
A.G. für Verkehrswesen Akt.
. (
17,65
21,25
18
20,75
. 0
48,5
48,5
48
48,4
Berliner HandelSgescllschast .
4
91
90,5
91
Commerz, und Privat-Bank .
0
53,5
55
53,5
54,5
Darmstädter und Nationalbank Deutsche Bank und
0
18,5
19,5
Disconto-Gesellschast. . .
0
75
75,5
75
75,5
62,25
134
Dresdner Boni......
£ )
18,5
132
19,5
134,25
61,75
132
Retchsbank........
11
A.E.G...........
Bergmann........
. 0
42,5
48
43,13
46,9
. 0
—
—
23
21,5
Elektr. LieserungSgesellschast.
6
74,5
78,5
75
78
Licht und Krast......
6
88,75
92
89,75
91,5
Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische
0
55,25
58,5
54
58,25
Ünternehmungen ....
Rheinische Elektrizität . . .
4
75
80
75,65
80
dB
74,5
78,5
73,75
78
Schuckert & (So. ......
0
80,5
83,5
79,65
83,5
Siemens L Halske.....
9
143,75
148
142,65
147,75
LahmeyerL Co.......
10
97
102
98,75
102,65
Budern..........
Deutsche Erdöl......
4
38,5
41
38
41,4
c,
79,25
82,25
78,25
80,5
Geisenlirchener......
8
42,5
44
42
44
Harvcner.........
0
75
80
75,25
79,5
Hoejch Eisen........
h
—
38
39,75
Ilie Bergbau.......
r
. -
136
141,25
Ilse Bergbau Genüsse . . .
95
36,5
97
36,75
Kwcknerwcne .......
6
39
37,5
Mannesmann-Rühren ...
6
55,75
57,9
55
57
Mansfelder Bergbau ....
0
23,5
28
24,9
27
Oberschlei. Kokswerke . . .
8
43,25
45
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen. . .
Rhein stahl........
»'/- 10
6
24,75
186
63,5
29,5
65
25 186,5 62,75
28,25
188,5
64,9
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend- börsc
Schluß» kurs
Schlußk. Mittag- börsc
Datum
3.9.
5.9.
39.
5.9.
Riebeck Montan......
7,2
—
—
—
——
Bereinigte Stahlwerke . . .
. 0
21
23
20,75
22,75
Otavi Minen.......
O
20
—
19,65
19,5
114,5
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
115
115
113,5
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
121
119
120
Kaliwerke Satzdetfurth . . .
9
185
—
185,5
185,25
I. G. Fmbcn-Induslrte . . .
7
98,25
105
98
103,5
Schcideanstalt.......
10
139
145
—
—
Goldschmidt........
. 0
32
33,5
31
32,25
43,25
Rütgerswerke.......
. 0
41,75
43,75
41
Mctallgescllschaft......
. 0
39,75
41
39
40
Philipp Holzmann.....
Zementwerk Heidelberg. . .
. 0
56,5
59,25
55,5
59,5
. 4
55
59
—
—
Cementwerk Karlstadt. . . .
. C
42
—
—
—
WoyßLFreytag.....
. 0
6
5,9
—
5,4
Schultheis Patzenhoser . . .
0
—-
—
61,25
61,4
Aku (Allgemeine Kunstseide)
0
55,5
62
55,9
61,75
Bemberg.........
0
61
73,5
61,75
45,75
73
Zellstoff Waldhos.....
0
45.5
47
47,5
Zellstoff Aschaffenburg . . .
0
30
—
30
31,5
Dessauer GaL.......
. 7
—
—
94,25
23,75
97,5
Daimler Motoren.....
. O
24
24,75
25
Deutsche Linoleum ....
. O
51
50,5
54,5
Orcnslein & Koppel ....
. O
—
36,5
38,65
Leonhard Tietz......
. 6
50
52,5
51,2
52,5
Svenska........
0
—
—
Chade..........
12
173,5
183
176
—
Frankfurter Maschinen . . .
. 0
-
-
Gritzner ....
. 0
19
23
Mainkraftwerke Höchst a. M..
. 4
-
-
Süddeutscher Zucker ....
122
124,5
125
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.2tt.
3-September
5. September
Amtliche Notierung Geld | Brie!
Amtliche Notierung
Geld | Bries
Heisings or» . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schwetz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawien. Lissabon . .
6,274
51,95 12,465
3,057 169,58
73,23 75,32
74,92
14,61
0,918 4,209
58,34 21,60
16,495
81,49 33,87 81.97
0,959 0,321 6,693 13,31
6,286 52,05
12,485
3,063 169,92
73,37 75,48 75,08 14,65 0,922
4,217 58,46 21,64
16,535 81,65 33,93 82,13 0,961 0,323
6,707 13,33
6,284 51,95
12,465
3,057 169,53
73,28 75,37
74,97 14,63 0,923
4,209 58,335 21,605
16,49 81,41
33,87 81,97 0,959 0,321
6.693
13,31
6,296
52,05
12,485
3,063
169,87
73,42
75,53
75,13
14,67
0,927
4,217
58,455
21,645
16,53
81,57
33,93
82,13
0,961
0,323 6,707 ,
13,33
Banfnoletu
_______Merlin, 5.September
Geld
Zrles
Amerikanische Noten . .
4,20
58,175
75,20
4,22
58,415
75 5g
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........
Englische Noten.........
Französische Noten........
14,59
16,45
169.16
14,66
16,51
169,84
Holländische Noten........
Italienische Noten.......
21,56
21,64 7340
Norwegische Noten........
73,10
Dcutsch-Oesterretch, i 1OO Schilling
Rumänische Noten........
2 49
2,51
75,10
81,55
33,87
Schwedische Noten........
Schweizer Noten....... .
Spanische Noten.........
74,80
81,23
33,73
Ungarische Noten........


