Ausgabe 
6.6.1932
 
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Stillstand zu bringen.

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Welt.

Kriegsgefangener ick.

je die deutsche Presse Kriegsgefangenen Ös­en) würdigte, hielt in erschen bei Klien- jer Kriegsgefangener Im firamtr, her er, der tbtnfall» sein Vaterhaus wie- Am Krämer Mb mit Mche Ostfront otr- 1916 in russische t 2m VWersgesan- er mit 600 Kameraden adratmeter Raum pro [5 Lebensmittel- ' in Kauft seine nach- eines russischen Stabs- hen, kennen. Bei Au,- r geriet in in die 'en Nach langen tzah- irien besserte sich dann Kenner der russischen itiae Betätigung. Seit deutscher Konsu' xSibirsk. Nun tr°' nbern in 8W* nach seinem bwochigm Nuhiand gehen.

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zu erleichtern.

Oberheffen im Arbeitsdienst führend.

Anschließend folgten Ehrungen von Ver­ein « m i t g U e d e r n. Zu Ehrenmitgliedern te« Verein« wurden ernannt: die Mitglieder Jakob

Entgegen den ursprünglichen Vermutungen ist der freiwillige Arbeitsdienst in den letzten Mo­naten zu einer großen Bewegung angewachsen. Aach den Feststellungen der ReichSbehörven steht Oberbeffen mit feinen über 4000 Ar­beitsdienst willigen mit in er ft er Bei he. Aachdem jetzt an 170 Stellen Arbeits­dienste in Gang gesetzt sind, richtet sich die be­tontere Aufmerksamkeit der verantwortlichen »tei­len auf die Betreuung der Arbeit«- dien st Willi gen. 3n Uebcrelnftimmung mit tem Arbeitsamt Gießen übernimmt da« Hessische Heimatwert diese Aufgabe. Eine besondere Zweig­stelle in Gießen, in ter neben Herren aus Ober­hessen ein Mitarbeiter ter Zentralkelle wirken wird, nimmt in diesen Tagen die Arbeit auf. ©re wird es sich vor allem angelegen fein lassen, mit ten Arbeitsstellen in persönliche Fühlung zu kommen, um die besonderen Bedürfnisse ter Ar­beit-dienstwilligen kennenzulernen. Darauf wird dann ter Plan der Betreuung-Maßnahmen auf­bauen.

£?ietetfang und anregender Unterhaltung ter Pflege guter Kameradschaft gewidmet.

Am Sonntagpormittag trat ter Verein mit seiner Zugendabteilung auf O-wald-garten an und marschierte von dort zum FestgotteSdienK in ter Stadtkirche. Aach dem Gottesdienst mar­schierten ter Zubilarverein und die militärischen Kameradschaft-Vereine mit ihren Fahnen unter Vorantritt eines vdieimannzuges und schneidiger Marschmusik nach tem Boot-hau-, wo zunächst am Vorgarten

die dkfalIencn-<Rcbäd)tnlsfeler und Denkmal- Lnthüllung

stattfand Die Kapelle leitete die Feier mit dem Spiel de- Niederländischen Dankgebete- stim­mungsvoll ein Anschließend betonte der Vereins- vorfiyende Link in feiner kurzen Ansprache, daß da- Ehrenmal eine Mahnung der geladenen Kameraden an die Lebenden zur Pflege treuer Kameradschaft sein solle, daß der Gedenkstein mit Anker al« Symbol für kameradschaftlichen Opfermut, herzliche Zusammengehörigkeit und Gottvertrauen gelten müsse, wie die geladenen Kameraden es bekundet hätten. Plärrer B e d e t

Aus Oer ProDinüiafbaupfftabt 140 Jahre Manne-Verein Gießen

Der DereinSmitgründer D i l ch o l. Worms, erinnerte in seiner Ansprache an die Zeit der Verein-gründung. an den stolzen Ausstieg der deutschen Marine, an die Zeit des Zusammen­bruchs und an -den Wiederaufbau in der neuen Aeichsmarine. ter er in herzlichen Worten hul- bigte, und legte zum Schluß ein warme« Be­kenntnis zur Marineflagge Schwarz-Weiß-Aot ab.

seinen Hauptflugtag in diesem Jahre. Aachdem am letzten Sonntag bereits rund 20 Waggon» lauten ausgelassen worden waren, sind nun mit -onderzügen rund 50 Waggon« aus dem Ahein- land Westfalen und Hamburg eingttroffen. Heber 50000 Tauten sind zum Aüdslug auf gelegen.

Drei Jahre Zuchthaus für einen Rohling.

Das Schwurgericht Trier verurteilte den 27 Jahre alten Maurer Meiner t au« Aohn lm Kreise Saarburg wegen Vergehen« gegen Sa« Brenn st ossgeseh m Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu dre Zähren Zuchthau«. Der Angeklagte, der mit feiner Frau in stetem Unfrieden lebt, hatte eines läge« ein mit Brennstoff gefüllte« Buchenfcheit unter den Holzvorrat feiner Schwie­gereltern geschmuggelt. Beim Heizen explodierte der Ofen mit derartiger Ge­walt. daß die Küche vollständig zer­stört wurde und die Schwiegermutter erheb­liche Verletzungen davontrug Der Ange­klagte erklärte, er habe feinen Schwiegereltern einen Schabernack spielen wollen.

Schwere Schneestürme In Aordfchweten.

Die langanhaltenten Schneeftürme In Aord- schweden Und die schwer st en seit Men- fchengedenken. Die Wirkungen de« ilntoet- trrs sind katastrophal. Die gan$e Provinz Aorr- bo t te n und ter größte Teil der Provinz Dü­ster b o 11 e n sind von dem übrigen Reich völlig abgeschnitten^Die Städte Sleleftea und Lulea sind ohne elektrische« Licht und Kraft. Autobusse und Auto« mußten au« den meterhohen Schneewehen herausgegraben werden. Da« Hntoetter hat auch schwere Üeter» schwemmungen verursacht.

Mufrcgente Dlebesfagb.

Zwischen den Stationen Eharlottenburg und Bahnhof Zoo spielte sich in Berlin «tne aufregende Diebe«jagd ab. di« leicht ein böse« Ente genommen hätte. Einem Berliner Kaufmann wurde am Bahnhof Eharlottenburg di« Brieftasche gestohlen. Er verdächtigte einen neben Ihm stehenden Mann: es kam zu einem Wortwechsel, zu einer Plänkelei, zwei Berliner Studenten mischten sich ein, und schließ­lich ergriff ein dritter, ein Komplice te« mutmaßlichen Diebes, b i e Flucht, ör sprang auf den Bahnkörper und lief in ter Richtung Bahnhof Zoo. ihm nach die beiden Stu­denten- Sie erreichten ihn kurz vor dem Bahnhof Zoo. Der Mann wehrte sich ver­zweifelt und keiner der drei bemerkte, daß inzwischen ein Fernzug herannahte. Dem Lokomotivführer gelang es jedoch, noch in Unter Minute ten Zug anzuhalten. Der Flüchtling wurde f« st genommen. Vorher war schon sein Komplice verhaftet Worten. Die Brieftasche war von den beiden, als sie ertappt wurden, weggeworfen worden.

lorf statt Tabak.

Unter Beteiligung ter Kameradschaft-- und zahlreicher anderer befreundeter Vereine beging am SamStag und gestern ter Marine-Ver- ein Gießen in seinem Kameradschaft-Haufe die Feier seine» 40fährigen Be- stehen«.

Die Veranstaltung wurde am Sam«tagabend mit einem

Herrenkommers Im Kameradschaftshelm eingeleitet. Der Dereinsvorsitzente Link konnte bei tem sehr gut besuchten Abend eine große Anzahl Ehrengäste begrüßen. Admiral Wilke, Gießen. tenDereinSmitgrünterDis chof, Worms und ten Gauvorsitzenden Göhring. Frankfurt a. M., sowie die Vertreter ehemauaer 116er. Rudersport. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877, Znf.-Regt. 15. Hess. Grenadier-Rat., Leib-Garde- Rgt. 115. Leibdragoner. Stahlhelm, Sanitätsko­lonne. Ruderklub Hassia, Paddlergilde. Turnver­ein 1846. Kriege rterein Hochelheim und ten Ver­treter te» Gießener Anzeigers. Schriftlich hatten u a_ Grüße und Glückwünsche übermittelt: Ad­miral Dr. Raeder. Lhef ter Marineleitung, Kapitän Sch mehl, S. Magnifizenz ter Rektor Prof. Dr. V a n f e l o w für die Universität, Ober­bürgermeister Dr. Keller namens ter Stadt. Polizeidirektor Dr. Kahser, Vereinigung ehern. 224er, die Schützengesellschast 1926..

Der Gauvorsihente Göhring, Frankfurt, brachte in herzlichen Worten die Grüße und Glüdwünsche des Gauvorstandes zum Ausdrud, würdigte mit hoher Anerkennung das bisherige Wirken des Marine-Verein- Gießen, insbeson­dere auch an ter Erziehung eine« tüchtigen Wa- rinenachwuchse«. in ter Pflege guter Kamerad­schaft und te« besten soldatischen Geiste«. Als Zubiläumsgeschenk überbrachte er, einem früheren Beschluß te« Gautages gemäß, eine Ehrengabe für das Marine-Ehrenmal bei Kiel.

Ritsert (Vereinsmitgrünter). Phil. Bauer (39 Zähre Mitglied), Paul L i e b a u und Heinrich Walter, Daubringen, (je 37 Zähre Mitglied): Heinrich Schweitzer, Emil Koch und Wilhelm Müller (je 36 Jahre Mttglied). Dom Bund

Wettervoraussage.

Die gestern westlich von Frankreich gelegene flache Storung ist über unser Gebiet hinweggezogen und hat wahrend der letzten Nacht durch das Anfängen kühler Ozeanluft zu ergiebigen Niederschlagen ge­führt. Gleichzeitig hat sich das Zslandhoch mehr südlich nach den britischen Znseln hin verlagert. An seiner Vorderseite herrscht eine einheitliche Nord- windströmung, so daß Kaltluftmassen südwärts nach Deutschland hin fließen. Unter ihrer Einwirkung ae- stallet sich das Wetter zunächst noch wechselhaft. Die Temperaturen bleiben verhältnismäßig niedrig, und vereinzelt treten Schauer auf. Da aber mit der Kalt­lust der hohe Druck mehr nach dem Festlande ge­langt. ist später Wetterberuhigung zu erwarten.

Aussichten für Dienstaj: Vorerst noch mäßig warmes und wechselhaftes Wetter mit einzel­nen Regenschauern, bann ruhiger und mehr auf- heiternd.

Aussichten für Mittwoch: Wärmer, teils aufheiternd, teils bewölkt und meist trocken.

Einnahme zu geschehen.

Verbandstag bes^hein-Main- Gastwirteverbandes.

Worms, 5. Juni. (DSN.) Der Rhein- Main-Gastwirteverbond hielt hier seinen 4 9. Verbandstag ab. Zahlreiche Teilnehmer aus dem Derbandsgebiet, sowie Vertreter der Der- bandsvercine aus Württemberg, Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Waldeck, Frankfurt, Hanau und Wies- haben nahmen an der Tagung teil.

Nach Öen üblichen Begrüßungsansprachen, bei denen Ministerialrat Hechler namens der hessi­schen Staatsregierung sprach, erstattete der Lor- übende Döring- Darmstadt ten Tätigkeits­bericht. Anstelle der durch die Not der Zeit aus- geschiedenen Mitglieder sei es gelungen, snden Ver­eine neu zu gewinnen, und zwar Höchst, Stoma, Erbach, Michelstadt, Beerfelden, Reichelsheim und Oder-Ramitadt. Ueber ten Bi er preis, wurden eingehende Ausführungen gemacht, die darin gipfel­ten, daß es unmöglich sei, mit Schleuderpreisen, wie sie teilweise Matz gegriffen hätten, einen Betrieb ausrechtzuerhalken. Hinsichtlich des Flaschenbieres wird gefordert, daß auch ter Handel mit 51a

eingeschränkt werden.

52. Hauptversammlung

des Rclchsvcrbantes deutscher Dentisten.

. 3m Aürnbcrger Rathaus wurden die Teil­nehmer der 52. Hauptversammlung des Reichs- verbandes deutscher Dentisten von tem Ober- Haupt der Stadt Aürnberg begrüßt- Oberdurger- meister Dr. Luppe erklärtem Heute seien die Dentisten ein wesentlicher Teil der Gesundhcits- fürforac- Die AusbildungSmöglichke.ten feien um- fassend und gründlich Die städtische Zahn­te ch n i k e r s ch u l e ' n A ü r n b e r g sei eme der besten ihrer Art- Daß Aerzte. Behörden ©»ulen und Oesfentlichkeit den Dentistenstand schätzen, komme hauptsächlich daher, daß die Dentisten das Verständnis für Zahnpflege in weite Kreise des Volkes getragen haben. Der erste Dorsitzente K i m m i ch, Karlsruhe, dankte der etabt für den Empfangs Aach der Auszeigung des Lehr- und Bildungsgänge« eine« jungen Anfängers bi« jum praktizierenden Dentisten gelobte ter Redner, daß seine Berufskollegen durch Tat ihr ziel- bewußtes Streben dokumentieren und sich als treue Diener an Volk und Staat behaupten wollen.

Ein DortmunderWandler war nach Düsseldorf gekommen in ter Absicht, billig geschmug­gelten Tabak einzu kaufen. Gr machte sehr bald die Bekanntschaft dreier Unbekannter, die sich sofort erboten, ten gewünschten Tabak zu liefern. Aach einer Seitenstraße brachten sie dem Interessenten ein größeres Paket, angeb­lich mit Tabak gefüllt, und ließen sich dafür 62 Mark zahlen. Den Käufer ermahnten sie, recht schnell und unauffällig mit tem Paket au ver­schwinden. Auf ter Fahrt nach Dortmund mußte ter glückliche Besitzer die betrübliche Feststellung machen, daß er mit einem Paket Torf bcrcingelegt worden war. Die Polizei konnte die drei Gauner festnehmen und in« Gefängnis einliefem.

Dom Zentralverband christlicher labafarbcller.

Der ZentralverbandchristlicherTa- bakarbeiterDeutschlandhatim Vorjahre einen schweren Mitglieterverlust erlitten. Seine Mitglieterzahl ging von 21 702 Ende 1930 auf 15 611 Ende 1931 zurück Die Hauptursachen diese« MitglieterrückgangeS waren die große Arbeits­losigkeit. die ungerechte Behandlung b?i ter In­anspruchnahme der Tabaksteuerunterstühung und vor allem die Entziehung ter letzteren durch die Rotverordnung vom 5. 3uni 1931. 3m Berichts­jahre traten von je 100 Mitgliedern te« Verbän­de« nur 20 bis 25 voll beschäftigt. Den durch die Erhöhung ter Tabaksteuer und des Tabak-olles arteitsol« gewordenen Arbeitern war eine Son- terunterstühung für die Dauer von 52 Wochen versprochen worden. Aach Verlauf von Heben Monaten wurde die Sonterunterstützung wieder aufgehoben. Die Gesamteinnahmen des Verban­des sind von 424 837 Mark im Jahre 1930 auf 348 515 Mark zurückgegangen. Die Gesamtausga­ben konnten von 386 209 Mark auf 346 406 Mark gesenkt werten Dabei mußte an Arbeitslosenunter­stützung 29 027 Mark mehr auSgegeben werten, wie im 3ahr 193). Dem Verbandsvermögen konnte ein Betrag von 2109 Mark Angeführt werten. Die Einnahmen ter Alters- und Invalitenunterstüt- zungskasse betrugen 36 672 Mark und die Aus­gaben 2966 Mark. Dem Vermögen ter Alters- und Änvalitenunterstühungskasse wurde ein Betrag von 33 706 Mark zugeführt. Die Lohne in ter Zigarrenherstellung wurden im 3ahre 1931 um 4 rsp 6 und die Löhne für die in ten anderen Tabakindustriezweigen beschäftigten Arbeiter um 5 Proz. abgebaut. Dann tarn noch ter Ibprozen- tige Lohnabbau auf Grund ter Aotverordnung vom 8. Dezember 1931, ter jedoch erst am 1. Januar 1932 in Kraft trat. Der Verband war Ende 1931 an 22 Tarifverträgen beteiligt. Es wurde insgesamt in 8141 Fällen Rechtsschutz er­teilt Das Schul- und Bildungswesen mußte in­folge ter großen Arbeitslosigkeit der Mitglieder und des dadurch verursachten Deitragsaussal.es

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Os- roalbegartcn: 20.15 Uhr, Alhambra-DarietS Revue. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Sein Scheidungs- gründ".

Oeffentliche Wähler v e r f a m m . I u n g. Am Samstag, 11 Juni, 20.15 Uhr, veran­staltet die Deutschnationale Lolkspartci im Cafe Leib eine öffentliche Versammlung, in der Landiagsabg. Schmitthcnner (Heidelberg), der Vorsitzende der badischen teutfchnationalen Landtags­fraktion und Abg. Boehm (Friedberg) sprechen werden' über-Wie wählen wir zum Hessischen Landtag'''' (Siehe Anzeige.)

Spendet für das Rote Kreuz! Der Alice-Frauenverein, die Freiwillige Sanitätskolonne und der Zweigverein (9iegen vom Raten Kreuz apel- Herrn io unserem heutigen Anzeigenteil an die Bur- gerschast, die gemeinnützige Wohltätigkeitsarbett des

Krankenpflege zu Hause.

Don Dr. meb. G. Kayser.

Die Aot ter Zeit zwingt heute manchen, auch 1 bei ernsterer Erkrankung statt in« Krankenhaus au gehen, sich häu-licher Pfleg« anzuvertrauen. Da« gleiche gilt für plötzlich auf tret ende Krank­heit«- oder Unfälle. Darum ist e« gut und nütz­lich, wenn die Hausfrau oder ihre Stellvertreterin ein wenig mit ter häuslichen Krankenpflege Bescheid weiß.

Da ist zunächst da« Krankenzimmer 2 s sei mög­lichst geräumig und lustig und gewähre vor adern auch ter Sonne Zutritt. Reben Luft und Licht braucht Jeter ernstlich Kranke vor allem Ruhe. Weder darf, auch bei geöffnetem Fenster, ter Straßenlärm allzusehr hereindringen, noch sollen lärmende Kinder oder gut gemeinte, aber den Kranken anstrengende Besuch« mehr al« nötig da« Krankenzimmer betreten.

Da- Krankenbett ftekle man im Zimmer möglichst so aus, daß es von drei Seiten zugänglich ist. Reben dem Bett stehe ein RachltUch. ten ter Kranke bequem erreichen kann. Hier soll eine elek­trische Aachttischlampe oder ein gegen Umftünen geschütztes Aachtlicht, eine Klingel, ein Trinkglas oder eine Schnabeltasse und eine kleine, eventuell mit desinfizierender Flüssigkeit gefüllte Speischale oder -Flasche Platz finden.

3n die Mitte te« Zimmer« gehört ein Tisch, der Aur Aufstellung der Arzeneislafchen te« Fie­berthermometer« und der Fiebertabelle dienen soll. Jeter sieternde Kranke muh zweimal täglich, am testen morgen« und in ten späten RachmittagS- stunden. gemessen und die abgelesene Temperatur in die Fietertabelle oder einen ihre Stelle ver­tretenden Zettel eingetragen werten. Da« erleich­tert dem Arzt bei seinem Besuch die Beurteilung

hielt sodann die Weiherede, die er unter da« große WortFür un«" stellte. Er wie« dabei in eindringlichen Worten auf die Heldengrößen unserer gefadenen Brüder in dem gewaltigen Ringen zu Wasser und zu Lande hin. prie« ihr Opfer mit ter Hingabe te« eigenen Leben« für die Brüder, für die VolkSgesamtheit al« höchsten Dienst für Volk und Vaterland nach dem Dichter- wortDeutschland muß leben und wenn wir ster­ben müssen", ermahnte die Lebenden, nach der vorbildlichen Treue unserer gefallenen Brüder in deren Heldengeiste allezeit Treue dem Vater­land und den gefallenen Kameraden zu halten, freudigen Opferwillen im Dienste der Dolks- gesamtheit zu bekunden und immer eingedenk tzu sein der Mahnung: ..die Gefallenen lebten für un«. sie starben für un«. sie sollen leben in unfli und mit un«". Während die Musik anschließend die WeifeIch hatt" einen Kameraden" spielte, fiel die Hülle von dem Ehrenmal. 3m Hamen des DenkmalauSschusse« übergab Gärtner Georg ten Gedenkstein mit DankeSworten an die Stifter in die Obhut de« Marine-Verein«, dessen Vor­sitzender Link es mit einem Treuegelöbni« in Schuh und Schirm dc- Verein« übernahm und einen Kranz als äußeres Zeichen te« Gruße« an die gefadenen und gestorbenen Kameraden am Sockel des Denkmals niederlegte. Weitere Kränze wurden dann mit ehrenden Worten te« Gedenken« an die Gefallenen nicteraelegt von Herrn Kleine al« Vertreter der Krci«- und Ortsgruppe des Stahlhelm«, von Herrn Müller namens der Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Degimentsvereine von Gießen, ferner von Herrrk Röhr im Auftrage des Ofsizierkorp« de« ehern. Inf.-Regt«. 116 Kaiser Wilhelm ein Blumen­strauß Mit Dankesworten de« Verein-Vorsitzen­den schloß die Feier, der eine große Menschen­menge in andachtsvoller Stimmung beiwohnte.

Da« Denkmal ist im Vorgarten te« Kamerab- schaftsheiins des Vereins inmitten einer hübschen gärtnerischen Anlage errichtet worden. G« besteht au8 einem schlichten und monumental wirkenden Granitfie.n «F.ndling) mit davorgelagertem Sockel. Ilm ten Stein schlingt sich eine schwere Anker­kette. in ter als Sinnbild der Marine ein eiserner Anker, auf tem Sockel ruhend, befestigt ist. Da« Ehrenmal trägt die Inschrift .Unfern Toten". In feiner betonten Schlichtheit macht diese- Ge- tenkzeichen an die gefallenen Brüter der Marinr einen sehr würdigen Eindruck.

Der Ausklang des Festtages.

Als Abschluß te« 40. Stiftungsfeste« fand gestern nachmittag in sämtlichen Räumen und auf tem Platze te« Boot-Hauses Volksfest mit Kin- terfpielcn. Wasserspielen ter Iunggasten, Boots­fahrten usw. statt.

Die Dierzigjahrfeier in ihrer Gesamtheit ist al« ein denkwürdiges Ereignis in der Geschichte te« Marine-Vereins Gießen zu betrachten, ter auf ten eindrucksvollen Verlauf dieser Feier allezeit mit Stolz zurückblicken kann.

tu schenbier konzessionspflichtig gemacht wird. 3m Strauhwirtschastswesen sei ein gewisser Abjchluß erreicht, und zwar sei die ganze Sache von Hessen angeregt worden. Der Kampf gehe nicht ge­gen die Winzer, deren Not man anerkenne, sondern K die Auswüchse und gegen den Mißbrauch des es. Die Stempelgebühren wurden als zu Höch bezeichnet. Es seien Fälle oorgefommen, daß Veranstaltungen von Hessen nach Preußen verlegt worden seien Man erhosse eine generelle Regelung, aber bei der Vornahme von Aenderungen mußten die Gastwirte gehört werden.

Der Derbandstag beschloß in Verlauf der Be­ratungen, an der bisherigen Derbandszeit- schriftDer Gastwirt" festzuhalten und eine Aenderung in besseren Zeiten eintreten zu lassen. Bei der V o r st a n d s w a h I wurde der seitherige Lor st and einstimmig wiedergewählt. Für die drei hessischen Provinzen wurden^Beisitzer gewählt, nachdem einer entsprechenden Satzungs­änderung zugestlmmt worden war.

Die Tagung befaßte sich dann mit einer großen Anzahl von Anträgen, die sich mit Fragen der Organisation, der Polizeistunde, Gewerbesieuer, Kon­zessionen, Bierpreissenkung usw. beschäftigten. Die Anträge wurden zum größten Teil angenommen.

Als Ort der nächsten Tagung wurde Fried­berg bestimmt. In Michelstadt wird im Laufe des Jahres ein Delegiertentag stattfinden.

te« Krankheitsbiltes.

Für Schwerkrankc ist ferner noch eine Bett­schüssel erforderlich, die ihnen die Stuhl- und Harnentleerung im Bett ermöglichen soll. Selbst­verständlich müssen die Abscheidungen alsbald aus tem Krankenzimmer entfernt und im Bedarfsfälle im Klosett für die Besichtigung und evtl. Alnter- suchung durch ten Arzt aufgehoben werten. Aach ter Stuhlentleerung ist ter Kranke vorsichtig zu reinigen und das Zimmer, ebenso wie jeden Mor­gen und Abend, für einige Minuten zu lüften, ilcberfcaupt knuß mit besonderer Sorgfalt auf gute Luft und genügende Wärme te« Kranfen- zimmerS Bedacht genommen werten.

Für die Pflegerin wie für den Arzt stelle man eine, am testen mit warmem Wasser gefüllte Waschschüssel nebst Seife. Handbürste und einem anderen Handtuch auf einem besonderen Stuhle ----------- .

bereit Riemais soll jemand das Krankenzimmer deutscher Marinevereme wurden durch den Gau- verlassen, ohne sich vorher nach stattgehabter De- Vorsitzenden Göhring ausgezeichnet ter Ber- rübrung mit dem Kranken sorgfältig die Hände ein-mitgrünter, frühere Rechner und Vorittzende, gewaschen zu haben. Georg He bst reit sen. mit tem ^cr^cn^cu8

Von nicht zu unterschätzender Bedeutung für 1. Klasse, Peter Schmidtmit tem Derdienslkreuz

den Kranken ist die richtige Lagerung im Bett. 2. Klasse. Lhristlan Eckhard mit der Ehrennadel

Der Kranke dars nicht in Kissen ersticken, er muß für 25jähriae Treue, Heinrich B o lk, Hochechenn,

aber unter allen Umständen warm genug sein, mit ter Knegstenkmünze des Bundes, ter Iung-

Dafür sorgt unter Umständen eine gut schließende gast Gustav Koch wurde im Hinblick aus feu^

Wärmflasche oder ein elektrische« Heizkissen. Da« ausgezeichnete Führung im Dienst zum Ober-

Bettlaken soll glatt und möglichst unverschieblich junggast ernannt. 3m Anschluß an Die Glück­auf liegen: Falten, die oft Kranke mit empfind- wunschworte des Vorsitzenden Link brachte

lieber Haut sehr stören können, müssen tunlichst Ehrenmitglied Vmil K o ch den Dank der Geehrten

vermieten werten. 'Bei Kranken mit Herz- ober zum Ausdruck und verband damit das Gelöbni«

Atemstörungen ist nicht selten z. D. eine Hoch- weiterer unverbrüchlicher Treue.

lagerung des Oberkörpers oder Kopfes erforter- Glückwunschansprachen hielten dann die Ver- lich. Datei Hilst man sich am besten durch Herein- ^er &er Paddlergilde. des Leib-Garde Vereins stellen einer Fußbank oder eines umgekehrten 115er, des Schühenvereins Gießen, Admiral Stuhle«, die mit Kissen ausgepolstert werden. D(lke. des Stahlhelms, ter Vereinigung ehern.

Vielfach verschafft auch eine Genickrolle oder eine Hess. Grenadiere, der Gießener Ruder-Gesellschaft

Kniestühe, die man aus zusammengerollten Kissen 1977 unb des Verein« Rudersport. Bei den An-

herstellt, tem Kranken wohltuende Erleichterung, sprachen wurden tem Iubilarverein zum Teil 3u-

Dezüglich ter Krankenkost sind natürlich streng- hiläumSgeschenke als äußere Zeichen ter TDert-

stens in jedem Einzelfalle die besonderen Anord- schähung und Verbundenheit überreicht. Der Der- nungen te« Arzte« zu beachten. Die Pflegerin einsvorfitzente Link dankte mit herzlichen Wor- wird indessen zur Hebung te« Appetits, zumal in jcn bie Ehrungen te« Vereins, die von diesem ter Zeit ter Genesung^ sehr viel tun können, wenn ftctg mit Treue um Treue erwidert würden. Mit sw es versteht, dem Kranken im Rahmen der er- bem gemeinsamen Gesang be« Deutschlandliedes

laubten Kost möglichst viel Abwechselung zu ter- fanb ber offizielle Teil feinen Abschluß.

schaffen und die Speisen nett herzurichten. Bei Der weitere Verlaus des Abends war bei frohem allen Kranken, ganz besonders aber bei anstecken- ----------

ter Krankheit, muß das- und Trinkgeschirr,

das ter Kranke benutzt, irgendwie, etwa durch ein Roten Kreuzes durch Spenden zu unterstützen. Stückchen Heftpflaster. gekennAeichnct, tem übrigen Diesen Aufruf zur Hilfeleistung an der guten Rot- Hausrat getrennt und mit besonderer Sorgfalt ge- kreuzfache machten wir allen Burgern dringend zur reinigt werden. Beachtung und zur helfenden Tat empfehlen.

Eine verständnisvolle und hingebende, häus- "Von einem Motorradfahrer umge- liche Krankenpflege vermag ten Arzt wirksam zu fahren und hilflos (l e g e n p e I a H c n. Ge- unterstützen und die Leiten de« Kranken wesentlich ftern gegen Abend wurde in der L'cher «traße der - - 1 19 Jahre alte Otto Kraft aus Wißmar, der auf

seinem Fahrrad die Straße herabfuhr, von einem Motorradler ungefähren und zum Stur, gebracht. Der Kraftfahrer suchte schleunigst das Weite, ohne sich um den angefahrenen Radfahrer weiter zu küm­mern. Ein weiter zurück auf dem Fahrrad nach­folgender Freund des Verunglückten fand diesen be­wußtlos in der Fahrbahn liegend vor und veranlaßte alsbald die erforderliche Hilfeleistung. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verbrachte den bedauernswerten jungen Mann, der bewußtlos war, und dessen Verletzungen auf Schädelbruch Hinweisen, nach der Chirurgischen Klinik. Dort hat der Der- ungluckte mittlerweile das Bewußtsein roicbererlangt, fein Befinden ist zur Zeit leidlich.

" Preußisch-Süddeutsche Klassen, lotterte. Die Erneuerung der Lose zur 3. Klaste hat planmäßig spätestens bis zum 8. Juni, 18 Uhr, bei Verlust des Anrechts In der zuständigen Lotterie-