Ausgabe 
5.12.1932 Frühausgabe
 
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ÖJL-'Sport

Saalsportfest desGermania" Gießen.

we-kmeisler verlieren. RL. Germania Gießen Sieger in der A- und Meisterklasse.

Ser RadklubGermania" hatte für den Sams­tagabend zu einem großen Saalsportfest einge- laden, bei dem ausgezeichneter Sport geboten wurde. Es gab eine Reihe spannendster, erbitter­ter Wettkämpfe. Besonders hartnäckige Begeg­nungen brachten die Spiele der A- und Mei - sterklafse, die aber gleichzeitig eine große äLeberraschung brachten, da derWeltmeister" im Zweier-RadballWanderlust" Frankfurt von der 2. Mannschaft von Frankfurt-Oberrad schon in der Borrunde mit 4:3 Toren besiegt wurde und ausschied. 3m weiteren Verlauf des Abends gelang es (nach einer Wiederholung der drei entscheidenden Spiele der A- und Meisterklasse) der I. Mannschaft des Radtlubs Germania, die Konkurrenten (Oberrad l. und ll. Mannschaft) niederzuringen und damit den ersten Sieg in dieser Klasse zu sichern.

3n der 6.Klasse stellte RC.Opel" Rüs­selsheim nach hartem Endkainpf gegenWander­lust" Frankfurt 2. Mannschaft den Sieger. 3n der Jugendklasse siegte im entscheidenden Kampf die Iugendmannschaft des RC. Germania Gießen. (Eingehender Bericht und Ergebnisse folgen.)

Fußball und Handball

der Gießener Mannschaften.

Die l. Mannschaft der Spielvereinigung verlor entgegen mancher Erwartung das Spiel gegen Bad Rauhe im mit 3: 1 Toren. Die Riederlage hätte vermieden werden können und vermieden werden müssen. Das Spiel der 2. Mannschaft gelangte nicht nun Austrag, da Ettingshausen ausblieb. Die Jugend Al gewann gegen Ger­mania Marburg l. Jugend mit 4:0, die AN- Jugend spielte gegen die 2. Jugend der Ger­manen 0:0, die 1. Schüler verloren das dritte Spiel des Klabkampfes mit 0:1 Toren.

Die 2.' Mannschaft des D f B. bestritt ein Spiel

gegen die l.Elf von Heuchelheim und blieb mit 3:0 Toren Sieger.

*

Die l. Handballmannschaft der Spieluer i igung 1900 zeigte sich wieder in großer Form und sicherte sich, trotzdem sie nur mit 10 Mann und außerdem mit drei Mann Ersatz antrat, gegen die l.Elk des LfL. Wetzlar mit 7:3 Toren einen sicheren Sieg. Das Spiel der H. gegen Polizei- spcrtvcrein Butzbach fiel aus. Die 1. Mannschaft des OSC. Gießen verlor gegen Polizei Butz­bach 1 mit 2:8 Toren. Halbzeit 1:3.

Die 1. Iugendmannschaft des Männerturnver- eins Gießen empfing auf dem Mtv.-Platz die 1. Iugendmannschaft der Turngemeinde Friedberg zum fälligen Entscheidungsspiel um die Gau- Meisterschaft der Jugendklasse unö gewann mit 6:2 Toren. (Halbzeit 1:1.)

Kußball in Hessen-Hannover.

Start zur zweiten Serie der Verbandsspiele.

Die Ausbeute zum Beginn der zweiten Der- bandsspielserie der ersten Klasse in Hessen-Han­nover war recht mager, nur zwei Spiele wurden zum Austrag gebracht. Kurhessen Kassel errang über Spielverein Kassel einen glücklichen 2:1-Sieg. Mit 2:0 bezwang der SC. 03 Kassel die 'Marburger Germanen. Tura Kassel weilte zum Pokalspiel in Voltmarsen und siegte mit 3:1 Treffern.

Oie Verbandsspiele am Main.

In der Gruppe Main wurde am Sonntag im Fußballsportverein Frankfurt der erste Teilnehmer an den Endspielen endgültig ermittelt. Die Frank­furter besiegten den VfB. Friedberg leicht mit 3:0. Der Tabellenzmeite Eintracht Frankfurt hatte in­folge der Spielerabstellungen zu den Länderkämpfen in Paris und Düsseldorf spielfrei, das zuerst ange­setzte Treffen gegen Hanau 93 wird am 18. De­zember nachgeholt, Kickers Offenbach schlugen Rot­weiß Frankfurt mit 5:3, Union Niederrad blieb über Germania Bieber knapp mit 3:2 siegreich, und VfL. Neu-Isenburg fertigte die Frankfurter Sportfreunde überraschend hoch mit 7:2 ab. Bis auf das letzte Resultat entsprechen alle Ergebnisse den Erwar­tungen.

Niederlage in Düsseldorf. - Sieg in Paris.

Holland schlägt

die deutsche Nationalelf 2:0.

Das 13. Fußball-Länderspiel gegen Holland hot für den deutschen Fußball mit einer großen Ent- tauschung geendet. Die 50 000 Zuschauer, die dem Spiele beiwohnten, hatten wohl kaum mit einer so klaren Niederlage der Deutschen gerechnet, wie sie das Spiel erbrachte. Die Niederlage war verdient, denn die deutsche Mannschaft spielte schlecht.

Das gilt vor allem vom Angriff, der zwar eine gute Ballbehandlung zeigte, dem aber sonst alle Qualitäten, die man von einem guten Angriff ver­langt, fehlten. Er war viel zu weich und zu lang­sam. Der Mittelstürmer Kuzorra und der Halb- Unke Richard Hofmann nerfagten vollkommen. Schwach war auch der neue Halbrechte W i e g o l d. K o b i e r s k i litt sichtlich noch unter seiner Verletzung und nur der kräftige Rechtsaußen All brecht konnte befriedigen. Der beste Mann der Elf war der Außenläufer K n ö p f I e, der unermüdlich für den Angriff und für die Abwehr sorgte. Auch Leinberger lieferte ein gutes Spiel, dagegen zahlte der Hamburger Mahl mann zu den Ver­sagern. Die Verteidigung Schütz-Stubb hatte gleich­falls einen schlechten Tag. Dagegen hielt sich Buch­loh im Tor gut.

Die Holländer siegten verdient.

Sie spielten zwar primitiver als ihre Gegner, waren aber schneller und entschlossener. Vor allem brachten sie aber die größere Energie und Begeiste­rungsfähigkeit auf. Ihr bester Mann war der Halb­rechte A d a m, der auch die beiden Treffer erzielte. Außerordentlich gefährlich waren die beiden schnellen Flügel. Die Läuferreihe spielte solide und das Ab­wehrtrio brach immer wieder die weichen Angriffe der Deutschen. Ueberragenb spielte hier der Ver­teidiger Weber.

Aus dem Spiel.

Der Kamps wurde in den ersten zehn Minuten sehr aufgeregt geführt. Dann fanden sich die Hol­länder und bald beunruhigten die Vorstöße der Gäste unsere Hintermannschaft. Die deutschen Vor­stöße scheiterten an dem mangelhaften Schußver mögen der Innenstürmer. In der 32. Minute fiel durch Kopfball des Halbrechten der Führungstreffer

für Holland und schon sechs Minuten später er­höhte der gleiche Stürmer mit einem unhaltbaren Schuß auf 2:0. Die Begeisterung der hollän-dischen Schlachtenbummler kannte keine Grenzen. Nach der Pause hatte die deutsche Elf umgestellt. Richard Hofmann stand in der Mitte, während Kuzorra seinen gewohnten Posten als Halblinker einnahm. Das Spiel der Deutschen wurde jetzt etwas besser, aber noch immer fehlten Schuß und Entschlußkraft. Als sich allmählich eine Ueberlegenheit der Deut­schen ergab, zogen die Holländer ihre Läuferreihe zurück und versuchten so, den Vorsprung zu halten. Das gelang ihnen um so mehr, weil Richard Hof­mann einige ganz klare Chancen durch tolle Fehl- schlisse vergab. Zum Schlußpfiff mar die Enttäu­schung der 50 000 außerordentlich groß. Der schwe­dische Schiedsrichter O l s s o n leitete den Kampf gut.

Güddenischlands Sieg in Parte.

Die Pariser Profis 5:2 (1:0) geschlagen.

Aus Paris wird ein Erfolg der süddeutschen Fuß­ballmannschaft gemeldet, der so erfreulich ist, daß er einigermaßen über die schwere Schlappe unserer Nationalelf gegen Holland trösten kann. In einem technisch auf sehr hoher Stufe stehenden Spiel hat die junge süddeutsche Elf die Auswahlmannschaft der Pariser Profi-Liga, die in ihrer Zusammensetzung fast der französischen Nationalmannschaft gleichkam, verdient mit 5:2 (1:0) geschlagen. 18 000 Zuschauer wohnten dem Spiel im Buffalo-Stadion bei.

- Die Süddeutschen, die in Paris eine überaus herz­liche Aufnahme fanden, spielten in folgender Auf­stellung:

Köhl (1. FC. Nürnberg); Huber (Karlsruher FV.), Munkert (1. FC. Nürnberg); Grämlich (Eintracht Frankfurt), Kraus (1. FC. Nürnberg), Mantel (Ein­tracht Frankfurt); Langenbein (BfN. Mannheim), Fischer (FC. Pforzheim), Panzer (Hof), Lindner (Eintracht Frankfurt), Merz (FC. Pforzheim).

In dieser Mannschaft zeigte sich nicht ein einziger Versager. Köhl und seine beiden Vorderleute bilde­ten ein schwer zu überwindendes Abwehrdreieck. Ueberragenb spielte die Läuferreihe. Kraus wurde von den beiden Eintracht-Leuten in seiner Arbeit mustergültig untelPützt. Der Sturm war eminent schnell, spielte aber auch gut zusammen und schoß aus jeder Position.

Die französische Elf kam gegen das geschlossene Spiel der Deutschen nicht auf. Die Läuferreihe mußte meist in der Abwehr aushelfen und konnte sich so nicht in ber erforderlichen Weise dem Sturm widmen. Der Angriff verzettelte sich in Einzelaktio- nen.

Wie die Tore fielen.

Die süddeutsche Mannschaft fand sich sehr schnell und zog dann immer wieder in schönem Zusammen­spiel vor das Tor des Gegners. Schon in der fünf­ten Minute konnte Langenbein das Führungs­tor schießen. Die Deutschen blieben überlegen und liehen den Gegner nur selten zu Gegenangriffen kommen, aber die weiteren Treffer fielen erst nach der Pause, als die Süddeutschen zu einer stürmischen Generaloffensive ansetzten. Langenbein, Merz und Fischer erhöhten mit gut placierten Schüssen auf 4:0. Bei einem Durchbruch schoß dann Sentu- bery 'bas erste Gegentor. Als in der 25. Minute Panzer noch ein fünftes Tor erzielt hatte, ließen die Süddeutschen im Gefühl des sicheren Sieges etwas nach. Die Franzosen kamen mehr auf und konnten auch durch Sentubery noch ein zweites Tor schießen.

Um die südwestdeutsche Hochschul- mejsterschast im Hockey.

Am Samstag trugen in Freiburg die Mannschaf­ten der Universität Fr ei bürg und der Hoch­schule Scklem einen Vorkampf um die Südwest­deutsche Hockey-Hochschulmeisterschaft aus. Die Frei­burger Studenten siegten dank ihrer größeren Reife und Spielerfahrung 4:1.

Kurze Sportnotizen.

Das Neuyorker Sechstage -Rennen wurde von der amerikanischen Mannschaft Spencer- Peden gewonnen. Die deutsche Mannschaft Dül- berg-Wissel beendete mit einer Runde Rückstand an sechster Stelle bas Rennen.

*

Beim KölnerSechstage-Rennen lagen am Sonntagabend die Paare Pijnenburg-Piet van Kempen, Richli-Broccarbo, Rausch-Hürtgen unb Siegel-Thierbach zusammen mit Runbenvorsprung an ber Spitze.

Norwegen will sich aus wirtschaftlichen Grün­den nicht an den ^18-Rennen in Innsbruck be­teiligen.

*

Ri a x S ch m e l i n g hat das Gut Vettrin in Ost­pommern, zu dem allein 3200 Morgen Wald ge­hören, angekauft.

Kanadas Eishockeyspieler besiegten bei der Fortsetzung ihrer Europareise in London die englische Auswahlmannschaft mit 7:1 Treffern.

*

Die Deutsche Eishockey-Meisterschaft ist auf den 21. und 22. Januar vorverlegt worden;

sie findet an diesen Tagen auf der Münchner Glas­palast-Eisbahn, durchgeführt vom Münchner Eis- laufoerein, statt.

Büchertisch.

Geschichte der Philosophie von Kant bis Hegel. Von Professor Dr. A. Mes­ser. 8. Auflage. 36. bis 40. Tausend. Geb. 1,80 RM. In Sammlung Wissenschaft und Bildung. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (309) Ein Ver­ständnis der modernen Philosophie ist ohne ein tieferes Eindringen in die Gedankenwelt eines Kani, Fichte, Schelling, Schleiermacher, Hegel undenkbar. Ihre Lehren haben auf Wissenschaft und Kunst, auf das religiöse und politische Leven des 19. Jahrhun­derts tiefgehenden Einfluß ausgeübt. Der Verfasser hat es verstanden, die Grundzüge der einzelnen Ge- dankengebäude mit mustergültiger Klarheit aufzu­zeichnen und auch dem philosophisch nicht geschulten Leser das Verständnis der wichtigsten Lehren zu er­möglichen. Ueber jeden der Denker ist eine kleine Monographie gegeben, die uns mit ber geschichtlichen Bebeutung unb dem Lebenswerk dieser Männer vertraut macht. Die Darstellung gibt in größter Objektivität die Lehrmeinungen selbst wieder und regt in einer kritischen Würdigung zum eignen Durchdenken und zur Stellungnahme zu den auf­geworfenen Fragen an.

ToniRothmund: Gold? Ein CBöttgcr- Roman. Ganzleinen 5,50, geheftet 3,80 Wk. Ver­lag Philipp Reclamjun., Leipzig. (331.) Das Zeitalter der Goldmacher und Alchimisten hat keine seltsamere und tragischere Figur her- vorgcbracht als den Porzellanerfinder Johann Friedrich Böttger. Schon um den Knaben kämpfen zwei Fürsten, und bis an sein Lebens­ende bleibt er der Vertraute, ober auch der Gefangene Augusts des Starken. Diesen Stoff, der noch niemals in seiner Lebensfülle und Einzigartigkeit dichterisch erschöpft worden ist, hat in Toni Rothmund seine Meisterin gefunden. Die von Lebensgier, Sinnenfreude und Zauber­sucht erfüllte Epoche mit ihren machtbewußten und dämonisch getriebenen Menschen hat sie in bewundernswürdiger Lebensnähe dargestellt. Mit großer Spannung folgt der Leser dein packenden Kampf zwischen dem Goldmacher und seinem Fürsten, einem Kampf, der immer auf Tod und Leben geht.

Schicksalswende. Don Harald von Koenigswald. Ganzleinen 3,80 Mark. Wilhelm Gottl. Korn Verlag, Breslau. (253.) Friedrichs des Großen Gestalt der Gegenwart nahezubringen, ist oft versucht worden. Das Buch beginnt mit dem Jahre 1757. Preußen steht vor dem Abgrund. Der König, 'ber bis dahin immer siegreich geblieben, erleidet eine seiner schwersten Niederlagen in dem Augenblick, als ein Sieg vielleicht glückliches Ende des Krieges bedeutet hätte.Der Autor versucht die Parallelen zwischen jener Zeit und unserer eigenen aufzuzeigen und die Kräfte, welche damals - eine Schicksalswende herbei führten, für die Gegen- wart lebendig zu machen.

Wirtschaft.

* D i e Indexziffer der Großh an- dclspreise. Die vom Statistischen Reichsomt für den 30. Rovember berechnete Grohhandelsin- dexziffer ist mit 93,3 gegenüber der Vorwoche (93,8) um 0,5 v. Sy gesunken. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 86,5 (mi­nus 1,3 v. S>.), Kolonialwaren 80,9 (minus 0,1 v. S).), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,6 (minus 0,2 v. H.) und industrielle Fertigwaren 113,8 (minus 0,2 v. H.), davon Produktionsmittel 116,0 (minus 0,2 v. H.), Konsumgüter 112,2 (minus 0,2 v. H.).

* Gelsenkirchener B e r g w e r k s - A G., Essen. Nach dem Bericht der Gelsenkirchener Berg- werks-AG., Essen, für das am 31. März 1932 be­endete Geschäftsjahr ist die Förderung von Kohle im Berichtsjahre auf 3,85 (4,79) Millionen Tonnen zurückgegangen, die Produktion von Koks belief sich auf 0,41 (0,56), von Briketts auf 0,46 (0,45) und von Nebenprodukten auf 0,03 (0,04) Millionen Tonnen. Die Gasabgabe erfuhr eine Zunahme auf 52,26 (51,15) Millionen Kubikmeter. Die Kohlenförderung blieb um 19,58 v. H., die Herstellung von Koks um 25,81 v. H. zurück, wogegen sich die Briketterzeugung gegenüber dem Vorjahre infolge der Erhöhung der Beteiligung um 3,26 v. H. steigerte. Der auf den 14. Dezember einberufenen Generalversammlung wird vorgeschlagen, den nach Verrechnung von 6,73 (6,62) Millionen Reichsmark Vorjahresgewinnvor­trag sich ergebenden Reingewinn von 6,29 (21,97) Millionen RM. auf neue Rechnung vorzutragen (im Vorjahre wurden 6 v. H. Dividende verteill). Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt einen Bruttoüberschuß von 31,08 Millionen RM., dem

allgemeine Handlungsunkosten von 2,84, Zinsen von 6,07, soziale Versicherungen von 4,74, Steuern und Abgaben von 4,67 und Abschreibungen von 13,21 Millionen Reichsmark gegenüberstehen.

frankfurter kLiermarkt.

Frankfurt a. M.. 3. Dez. Das Geschäft ver­lief in der letzten Rovemberwoche und auch zu Beginn des neuen Monats trotz ermäßigter Preise außerordentlich schleppend, wobei nicht nur der Konsum starke Zurückhaltung bekundete, sondern auch Großabnehmer nur Käufe zu Deckungen des notwendigsten Bedarfs tätigten. Man beschränkte sich hierbei meist auf die billigen Kühlhauseier, die zunächst noch leicht anzogen, später aber infolge der matten Allgemeintendenz ihre Preise nicht immer behaupten konnten. Die Aussichten für die nächsten Tage werden infolge der nahenden Weih­nachtsfeiertage an sich nicht ungünstig beurteilt, doch hänge viel von den weiteren Maßnahmen auf dem Gebiet der Kontingentierung bei anderen Im­portländern ab. Infolge der Einfuhrsperre in Frankreich, Italien, der Schweiz und Spanien kam verstärktes Angebot von holländischen und bel­gischen Eiern auf den deutschen Markt. Es no­tierten in Pf. per Stück loco Frankfurt (Main)r Bulgaren 9 bis 9,50, Jugoslawen 8,75 bis 9,25, Rumänen 9 bis 9,25, Polen 8,50 bis 9, Hollän­der 8 bis 11,50, Flandern 9,75 bis 10,50, deutsche Frischeier 9 bis 13, in- und ausländische Mittel­und Schmuheier 6,75 bis 7. Kühlhauseier: Ru­mänen 8, Jugoslawen 7,75 bis 8,25, Bulgaren 8 bis 8,25, Russen 6,75 bis 7, Holländer 8,50 bis 9. Flandern 8,25 bis 9.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zulegt belchiosjenen Divid.nde an. Relchsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. UI.

-Serim

Schluß- ture

Schlugt. Llbcnd- börfe

Schlug- lütte

Schlugt. Millaa- bdrfc

Oafu n | 2-12. | 3.12.

2J2-

3.12.

6% $eut1 ehe ?Held)»anlelbc v. 1021 6% ehern.7% Dt.ReichSanl. v. 1929 5/i% Doung Anleihe von 1930 .. Deutsche '?.-91btö|.-Schulb mit

Auolos. Rechten .............

75,75 90.75 74,65

56,5 6,5

68,75

55,5

53,9

80,25

83,5

84,75

' 78,5

79

9,25 t,05 u

3.75

4,13

4,13

6

10

4,9

21,9

90,5

15

56,65

6,45

68,4

55,5

54

79,9

83,75

84,5

78,5

78,5

9,25

1

6,75

3,6

4

4

6

10

75,25

91,25 75

56,7

6,5

68,65

53,75

78 -

6

5,9

6,95

3.7

4

4,05

6

10

4,95

21,8

75,25 90,5 75,5

57,4 6,45

68,5

53,65

78

9,3

6 5,75 5.7

3,6

4,05 4,1

10

4,9 21,65

Deegl. oijne Auslos.-Rechte......

ti?0 eßem. 8% Hell. Bvlksstaat 1929 (rürf,wirrt). 102%)............

Lberhessen Provinz.Anleihe mit AuSIos. -Rechten ............

Deutsche .Komm. Lammeialt l.An leihe Gerte 1 mit Sluslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Banl

Aoldpse. 15 unkündbar bis 1985

6% ehern. 7% Franks. Hiiv.-Banl

CioRtufe. 16 unkündbar bis 1936 6yz% eben,. 4%% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psanddriese .....

6/,% ehern. 4/,% Rheinische .VtN'.-Bank.Liau..H)oldpse. ...

6% ehern. 8% Pr. Landeopfand briefanflalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehern. 7% Pr. Landespfand brieranstali, Pfandbriefe R. m

4% Oeslerreichilche Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente 4"n Ungarische Kvldrente ..

<% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/2% betfll. von 1913......

6% ähnelt. Goldtnerikaner von 99 4% Türkische Zoll anleihe von 1911 *% Türkische Bagdadbahn Anleihe Serie l...............

4% delgl. Serie II.............

5% Rumän. vereint). Rente v. inon 4^%Rumün.vereinh.Rentev 1913

4% Rumänische vereiich. Rente .

3%% Anatolier...............

.'nanriun u. ja.

Zteriiii

Schluß- kurS

Schlugt. Abend« bürte

Schluß» kurS

Schlugt. Mittag. börse

Datum

2.12.

3.12.

2.12.

3.12.

Hamburg.Amerika-Paket .....

i

17

18,4

17,75

17,65

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

Hansa Dampfschiff...........

0

-

27

26,9

Norddeutscher Lloyd .........

0

i9.£5

19.13

18,9

13,75

A.K. für AerkehrSwesen Akt. ..

0

44

46

44,5

45

Berliner Handelsgesellschaft....

-I

89,5

89

89,5

89,25

Commerz- tutb Privat-Bank ...

0

53,5

53,5

53,5

53,5

Deutsche B-inl und TiSconto-

Gesellschaft................

0

75

75

75

75

Dresdner Bank..............

0

61,5

61,5

61,25

61,75

ReichSbank .................

1

131

130,75

130.75

130

A.E.G......................

0

34,9

33,75

34,65

34

Elektr. LieferungSgesellschast ...

5

74

74

74,75

75

Licht und Kraft .............

6

99

99,75

98,75

99

Zelten & Guilleaume ........

0

56,5

56

56

56

Gesellschaft für Elektrische Unter-

nehmnngen...............

-1

75,25

75

75

74,9

Rheinische Elektrizität ........

6

78,5

79

79

81

Schulten & Co..............

0

76,5

77

77

77

Siemens & HalSke...........

9

26,5

123

,26,25

123,25

LahmeyerLCo..............

10

115

115,5

115

Buderus ...................

0

44,25

44,13

44,25

44,65

Deutsche Erdöl .............

4

82

81,5

81,5

81

Gelsenkirchener..............

0

46

46,75

45

46.5

Harpencr...................

0

32,25

82,25

81,65

81

Hoesch EisenKöln-Neuessen..

0

47,5

48

Ilse Bergbau ...............

7

130

131

Jlfc Bergbau Genüsse........

7

100,75

101,5

100.75

100,5

filötfncrroerfc ...............

0

45,25

45.75

45

44,65

ManneSmann-Röhren........

0

59,75

60

59,5

59,5

ManSselder Bergbau.........

0

21.5

22

22,25

Dberschles. Kokswerte.........

0

42,65

42

Pbönir Bergbau......

0

32,25

32,13

31,65

31.9

Rheinische Braunkohlen ......

O

179,5

179,5

179

178,5

Rheinstahl..................

0

72,25

71,5

72,25

71,13

Frankfurt a.371.

Berlin

Schluß« lurs

Schlugt. Abend« börs»

Schluß» tuite

Schlugt. Mulag« bör e

Datum

2.12.

3.12.

2-12.

3.12-

Bereinigte Stahlwerke.....

... u

29

29

28,13

29,13

Ctatii Minen ............

... 0

17

16,5

'6,25

16

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

HO

110

109

109,25

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

115

115

114

114,9

Kaliwerke Salzdetfurth ....

... 9

173

173

173,5

173

Z G. Farben^Jndustrte ....

... 7

99

97,5

98,13

97,75

-Lcheideanstalt............

...10

145

145,25

Goldschmidt .............

... 0

29,5

29,5

28,9

29,5

RütgerSiverke ............

... 0

42

41,9

41,65

41,9

Metallgefellschafk..........

... 0

35

35

35,5

35,13

Philipp Holzmann........

... 0

55,5

57,5

55

57

Zementwerk Heidelberg ..

Lementwerk Karlstadt......

... 4 ... 0

47

47

56

Wayß L Frey tag.........

... 0

4,7

-

4,5

Schultheis Patzenhofer.....

... 0

102,5

102,9

Mu (Allgemeine Kunstseide)

... 0

56

54,75

56,4

54,75

Beinberg................

... 0

64,5

61

63,5

59,5

Zellstofl Waldhos .........

.. 0

45

46,5

45,5

46

Zellstoff Aschaffenburg ....

... 0

27,5

28,75

28,5

Dessauer GnS............

... 7

96,75

97,5

Daimler Motoren.........

... 0

19,5

19,25

19,75

19,13

Deutsche Linoleum .......

Orenslein & Koppel .......

... 0

... 0

16,75

46,25

15,9

37,4

46,4

37,5

Leonhard Tietz...........

... 6

44

43,5

43,4

44.5

Ehade.............. ....

151

151,25

149,25

Krthner .................

... 0

30

30

30

30,25

Mainkraslwerke Höchst a.M.

... 4

-

-

-

Süddeutscher Zucker ......

... 8

138

140

-

139

Devisenmarkt Berlin Fraiikfurt'a.M.'

2.Dezember

3-Dezember

Amtliche Dotierung

Amtliche

Notierung

(»elb

Sri e

Geld

Brie

Helsingsor».

5,964

5,976

5,924

5,936

Wien.......

51,95

52,05

51,95

52,05

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest ...

Sofia.....

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland ....

169,33

169,67

69,77

169,33

169,67

Cilo.......

69,63

68,93

69,07

Kopenhagen.

70,78

70,92

69,93

70,07

Stockholm...

74,23

74,37

73,72

73,87

London .....

13,61

13,65

13.43

13,67

Buenos Mros

0,863

0,867

0,863

0,867

Neuhort....

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel.....

58,26

58,38

58,27

58,39

Italien.....

21,38

21,42

21,36

21,40

Parts......

16,45

16,49

16,45

16,49

Schweiz ....

80,92

81,08

80,92

81.08

Spanien....

34,30

34,46

34.40

34,46

Danzig....

81,80

81,96

81,77

81,93

Japan......

1,849

0,851

0,849

0,851

Rio de Jan.

0,294

0,296

0,294

0.296

Jugoslawien

5,634

5,646

5.634

5,646

Lilladon....

12,76

12,78

12,76

12,78

Banknoten.

___Berlin, 3.Dezember

Geld

Brief '

Amerikanische Roten........

4,20

4,22

Belgische Roten................

58,11

58,35

Dänische Roten ...........

69,56

69,84

Englische Roten .................

13,39

13,45

Zranzosische Roten..............

Holländische Roten...............

16,41

16.47

168,96

169.64

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

21,30

68,76

21,38

69,04

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Gdjiueher Noten.................

2,47 73,55 80,74 34,26

2,49

73,85 .

81,06

34,40

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ................