SJl.-'fpoit
Llm den Städte-Achter.
Gießener Rudecgesellschafi siegt mit großem Vorsprung.
In Anwesenheit zahlreicher Freunde des Rudersports gelangte am gestrigen Rachmittag der Kampf um den Wanderpreis des Städte-Achters von Gießen und Wehlar zum Austrag. Leider war diesmal die Stadt Wehlar nicht im Rennen, so daß die Veranstaltung zu einer rein lokalen Angelegenheit der Gießener Rudervcreine wurde. Das Rennen begann sehr pünltlich.
Erwartungsgemäß setzte sich der Achter der Gießener 'Rudergesellschaft bereits nach einem kurzen Bord-an-Bord-Karnpf über 150 Meter an die Spitze und behauptete sie unentwegt. Allmählich wurde der Vorsprung vergrößert und im Ziel lag der Achter der GRG. mit etwa über drei Längen in Front (Zeit: 6: 19,4 Minuten.) Zwischen den Mannschaften des Vereins Rudersport und Ruderklub Hassia entwickelte sich anfänglich ein heftiger Kampf, den der Verein Rudersport für sich entschied. Mit einer knappen Länge vor dem Achter des Ruderklubs Hassia ging die Mannschaft von Rudersport durch das Ziel.
Der siegreichen Mannschaft der Gießener Rudergesellschaft wurden allseits — auch von den Ruderern der beiden unterlegenen Boote — herzlichste Glückwünsche zuteil. In einer kurzen Ansprache begrüßte der Vorsitzende des Ruderklubs Hassia, Herr S ch ü ß l e r. die vielen Zuschauer, die Mannschaften, insbesondere aber den Vertreter der Stadt, Herrn Bürgermeister Dr. S e i p. Bürgermeister Dr. S e i p nahm sodann die Preisverteilung vor, beglückwünschte die Mannschaft der GRG. zum Siege und wies auf den Sinn des Wettkampfes und den Sinn der Stiftung des Wanderpreises hin. Mit einem dreifachen kräftigen „Hipp-Hipp-Hurra" auf die teilnehmenden Mannschaften beschloß er seine Ansprache. Der Vorsitzende der Gießener Ruder- gescllschaft, Herr H o ch st ä t t e r, übernahm zum Schluß den Wanderpreis zu treuen Händen.
Sonntag der KußbalL-tteberraschungen.
Spiele der Gießener Mannschaften.
Der gestrige Sonntag brachte zwei große lieber« raschungen. Die beiden Gießener Fußballmannschaften lieferten Ergebnisse, wie sie nie erwartet wurden. Die Liga der Spielvereinigung verlor gegen die 1. Mannschaft des FC. Frohnhausen mit 3:1 Toren. Im Spiele selbst wurde nichts Besonderes gezeigt. Schon bei Halbzeit stand der Kampf 2:0 für die Gäste. Die Liga des BfB. gewann gegen die Liga des Sportvereins Wetzlar mit 2:1 Toren. Zwar wurden die Grünweißen glückliche Sieger: das Ergebnis bleibt ober trotzdem eine riefengroße lieber« rafchung.
Die 1. Iugendmamifchaften der beiden Vereine lieferten sich ein Lokaltreffen, das die Jugendlichen der Spielvereinigung für sich entscheiden konnten. 4:2 lautet das Ergebnis. Die Schülermannschaften der beiden Vereine trennten sich mit dem Ergebnis von 2:0 für VfB. Die übrigen Mannschaften der Spieloereinigung waren spielfrei. Die Ligareferve des VfB. gewann gegen die 1. (Elf von Flensungen mit 1:0. Die 3. verlor gegen die 1. von Sportfreunde Wetzlar mit 1:2 Toren.
Fußball in Hessen-Hannover.
Rur knappe Favoritensiege.
Der zweite Kampftag sah in der Oberliga von Hessen-Hannover allenthalben gleichwertige Mannschaften in hartnäckigen Kämpfen. Die Mannschaften aus der Provinz machten den Kasseler Vertretern das Leben recht schwer, sie sind ebenfalls ausgezeichnet für die Punktkämpfe gerüstet und werden in den zukünftigen Spielen nicht kampflos die gewonnene Vorherrschaft an die Kasseler Vereine wiederum abtreten. Hermannia Kassel kam auf eigenem Platze gegen die Marburger Kurhessen nur zu einem 0:0. Spielverein Kassel mußte sich gewaltig strecken, um schließlich gegen die Hersfelder Hessen 3:2 zu siegen. Auch die Fuldaer Borussen kamen in Marburg über die dortige Germania nur zu einem knappen 4:3- Erfolg, und die Kurhessen Kassel konnten in Göttingen gegen 05 den 2:0-Sieg erst nach der Pause sicherstellen.
Lleberraschungen am Main.
Die Verbandsspiele des 4. Septembers.
Die Kämpfe um die Placierung in der Tabelle der Gruppe Main werden allmählich eine sehr spannende Angelegenheit. Kein Sonntag vergeht ohne Heberraschungen, ohne daß nicht der ober jener Favorit Punkte lassen muß. Diesmal mußte der Meister Eintracht in Bieber sich ein 1:1-
Llnentschieden gefallen lassen, mit dem man wohl nach dem sicheren Sportvereins sieg am letzten Sonntag nicht gerechnet hatte. Auch die mit an der Tabellenspitze liegenden Offenbacher Kickers konnten in Reu-Isenburg nur ein 2:2 herausholen, so daß nun der Fußballsportverein als lachender Dritter nach seinem sicheren 4:0- Erfolg gegen Hanau 93 allein in Führung liegt. Die größte Lkeberraschung des Tages aber war die 1:2°Riederlage von Union Rieberrad gegen den Renting Sportfreunde Frankfurt auf eigenem Platze. Rotweih hatte mit Friedberg keine Mühe: mit 6:0 lieh er dem Reuling keine Chance.
Verbandsspiele der Gruppe Hessen.
In der Gruppe Hessen waren bislang nur noch die beiden Wormser Vereine Wormatia und Alemannia- Olrimpia ungeschlagen. Am Sonntag haben nun die „Kombinierten" die führende Wormatia 3:2 (1:1) schlagen können und sich damit selbst an die Tabellenspitze gesetzt. Al-Ol. weisen 9:1 Punkte auf. Mit 8:2 Punkten folgen Wormatia und Mainz 05 auf dem zweiten Platz. Mainz 05 hat Kastel mit 3:2 abfertigen können. Auch in zwei anderen Spielen gab es Siege der Platzherren. Langen fertigte Wiesbaden 2:0 ab und Urberach schlug Bürstadt 2:1. Lorsch und Mombach trennten sich mit einem 1:1.
Frankfurter „Goethe-Staffel".
Turnverein 1860 gewinnt vor Turnverein Vorwärts.
Zum neunten Male trugen am Sonntag die Frankfurter Turner ihren alljährlichen Staffellauf aus, der aus Anlaß des Goethe-Iahres als „Goethe-Staffel" benannt wurde. Die Veranstaltung war im Gegensatz zu den früheren Iahren anders aufgezogen. Statt der 30 Läufer wurden für die Strecke nur noch 23 Läufer eingesetzt und außerdem wurde der Main nicht mehr durch einen Läufer auf der Brücke, sondern durch zwei Schwimmer überquert. Diese Reueinteilung und die durch den Ausfall einiger Läufer vergrößerten einzelnen Teilstrecken machten den Lauf wesentlich schwieriger. Die Entscheidung in der Haupt- klasse fiel auf den beiden Schwimmstrecken im Main. Der als Erster ins Wasser gegangene Turnverein Vorwärts kam erst als Dritter ans Land, während der Turnverein 1860, dessen erster Schwimmer erst als vierter Mann ins Wasser gehen konnte, als Erster das Frankfurter User erreichte, so daß der erste Läufer auf der Frankfurter Seite einen Vorsprung von 100 Meter erreichte. Diesen Vorsprung verteidigten die 1860er zähe auf der ganzen Strecke. Der Tv. Vorwärts, der bisher fünfmal den Staffellaus gewonnen hatte, kam zwar noch auf etwa 20 Meter heran, konnte aber den Sieg des Turnvereins 1860 nicht verhindern. Die übrigen drei Teilnehmer an der Hauptstaffsl, Turngesellschaft und Turnverein Sachsenhausen und Turngemeinde Eintracht, spielten nur am Anfang eine Rolle. Der Tv. Vorwärts Bockenheim hielt sich durch Siege in der S-Klasse, bei den Jugendlichen und den Schülerinnen schadlos. Rach Schluß des Laufes, dem auf der ganzen Strecke, besonders an beiden Mainusem, aus der alten Drücke und am Ziel sehr viel Zuschauer beiwohnten, fand ein Werbemarsch zum Goetheplah statt, wo die Siegerverkündigung, verbunden mit einer Goethe- Ehrung, stattfand.
Deutscher Radrennfahrer wird Weltmeister in Hom.
Der deutsche Radrennfahrer Richter (Köln) gewann am Samstagabend bei den Weltmeisterschafts- kämpfen in Rom den Entscheidungslauf der Amateurflieger gegen den Italiener Mozzo und damit den Titel eines Weltmeisters. Der zweite deutsche Teilnehmer Fracht (Breslau) wurde in diesem Rennen Dritter.
Kurze Sportnotizen.
Die erste Niederlage erlitt am Samstag der deutsche Fußballmeister Bayern München im Verbandsspiel gegen den Lokalgegener Teutonia mit 1:0. Die übrigen Samstags-Verbandsspiele in Süddeutschland hatten folgende Ergebnisse: Germ. Nürnberg — DfR. Fürth 1:2, SV. Feuerbach — Spfr. Eßlingen 6:3, Phönix Karlsruhe — FB. Rastatt 3:0.
*
(Ein zweites Handball-Länderspiel gegen Oesterreich wird Deutschland auf Wunsch der Oesterreicher, die Revanche gefordert haben, wahrscheinlich im Oktober in Wien austragen.
*
Indiens Hockey-Elf kam zu einem neuen, glänzenden Erfolg. Holland wurde in Amsterdam vor 12 000 Zuschauern mit 9:1 (5:0) überlegen ab-- gefertigt.
Süddeutsch land siegte im Handball-Reprä- fentatiofampf gegen Mitteldeutschland in Darmstadt vor 3000 Zuschauern mit 9:6 (3:3).
*
Weißensee 96 kam durch einen Sieg über den Bremischen Schwimm-Berband in die Schlußrunde zur Deutschen Wasserballmeisterschaft.
Die Internationale Alpen-Meisterschaft der Sport- und Rennwagen ist in beiden Klassen an die deutschen Fahrer Hans Stuck (Mercedes) und Caracciola (Alfa Romeo) gefallen, die auch beim letzten Lauf der Meisterschaft, dem Mont Ventoux-Bergrennen in ihren Klaffen überlegene Sieger blieben.
Chiron gewann auf seinem Bugatti-Wagen in der großen Klaffe das Mafarky-Rennen bei Brünn. Nuvelari auf Alfa Romeo erlitt als Führender einen Defekt. In der kleinen Klaffe-blieb der deutsche Fahrer Burgaller auf Bugatti siegreich.
Großes Arbeitsbienstwerk in Friedberg
Friedberg, 3. Sept. (WSN.) Die Ufa- Regulierung im Stadtteil Fauerbach wird zu einer der größten Arbeiten gerechnet, die in Oberhessen durch den freiwilligen Arbeitsdienst zur Durchführung kommt. Im ganzen sind bei diesem Projekt 135 Jugendliche beschäftigt. In Verhandlungen mit dem Arbeitsamt Frankfurt a. M. konnte jetzt sogar eine Profekterweiterung erzielt werden. In den neuen Plänen ist u. a. ein Brückenbau vorgesehen, ferner wird durch Ausfüllung im Baugelände neuer wertvoller Ackerboden gewonnen und dem Ufatal entlang eine Obst- allee angelegt. Es werden weitere 30 junge Leute für einige Monate Beschäftigung erhalten.
Kindesentführung?
WDR. F r a n k f u r t a. M., 3. Sept. Rach Mitteilung der Friedberger Polizei will ein 13- jähriger Schüler aus Frankfurt a. M. von Autoinfassen am Donnerstag gewaltsam nach Friedberg entführt worden sein. Der Iunge gibt an, daß er in Frankfurt von den Insassen des Kraftwagens nach einer bestimmten Straße gefragt worden fei; bei dieser Gelegenheit habe er die Aufforderung erhalten, in den Wagen zu steigen und bis zu der genannten Straße mit- zufahren. Als der Wagenführer dort nicht gehalten habe, versuchte er durch Schreien die Passanten aufmerksam zu machen. Erst am Bahnhof in Friedberg habe man ihn abgeseht. Auf der ganzen Strecke habe er um Hilfe gerufen; die Insassen des Wagens hätten die Fenster des Wagens geschlossen und ihm schließlich den Mund zugehalten.
Briefkasten der Iteöoffwn.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
100. 1. Für die Geschäftsschulden Ihres Sohnes, der bereits volljährig ist, sind Sie in keiner Weise haftbar. 2. Zur Gültigkeit eines Bürg- schaftsvertrages ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch schriftliche Erteilung der Bürgschaftserklärung erforderlich. Eine etwaige Klage des Gläubigers, die sich nur auf die angebliche Bürgschaftsübernahme stützte, müßte deshalb von vornherein kostenfällig abgewiesen werden. 3. Sie
haben gegen den Zahlungsbefehl zu Recht Widerspruch erhoben. In dem jetzt folgenden Prozeß | können Sie auch Ihre Ehefrau als Zeugin benennen, obwohl das gar nicht nötig ist; eine Anzeige gegen den Gegner „wegen falscher Angaben" wäre aber ohne Erfolg.
Buntes Allerlei.
Oer verhaftete Omnibus.
In Mailand ist ein voll mit Fahrgästen besetzter Auto-Omnibus „verhaftet" worden. Als zwei Männer das Gefährt, dessen Türen nur automatisch vom Fahrer aus geöffnet werden können, verlassen wollten, schrie plötzlich einer von ihnen: „Richt die Tür öffnenI Mir ist meine Tasche gestohlen worden." Der andere protestierte dagegen und erklärte, er müsse unbedingt aussteigen. Ein Schutzmann wurde herbeigerufen, und da es ihm nicht angenehm erschien, alle Fahrgäste auf der Straße zu untersuchen, so hatte er den glänzenden Gedanken, den ganzen Omnibus mit Inhalt zu verhaften, indem er dem Fahrer den Befehl gab, den Wagen nach der nächsten Polizeiwache zu steuern. Änter einem Chor von Einsprüchen dec Passagiere, die diesen unfreiwilligen Umweg nicht mitmachen wollten, und zum größten Erstaunen der Leute, die an den Halteplätzen warteten, um einzusteigen, fuhr der Omnibus schnurstracks nach der Polizeiwache, und dort muhten sich sämtliche Insassen einer Untersuchung unterwerfen. Unter ihnen wurden zwei alte Bekannte der Polizei gefunden, aber keiner von ihnen war im Besitz der fehlenden Tasche. Diese entdeckte man mit unversehrtem Inhalt unter einem der Sitze. Die beiden Verbrecher wurden dabehalten, die übrigen Fahrgäste wurden nach dieser unfreiwilligen Exkursion entlassen.
Oie Llhr im Magen.
Das Verschlingen von allen möglichen unverdaulichen Gegenständen kommt häufiaer vor, als man denkt. In erster Linie sind es Geisteskranke, die sich alle möglichen Dinge einverlc den, die man sonst höchstens in einem Straußenmagen zu finden gewohnt ist. Aber auch Schmuggler verschlingen Diamanten, Goldfachen und anderes, um auf dies« Weife dem Zoll zu entgehen, Verbrecher „nähren" sich mit den Dingen, die sie gestohlen haben, sobald sie gefaßt werden, um sie auf diese Weise zu ver« bergen. Auch Selbstmörder verschlucken Nadeln und Messer, obwohl sich immer wieder zeigt, daß dadurch nur selten der Tod herbeigeführt wird, fon< dern der modernen Chirurgie die Entfernung gewöhnlich ohne große Schwierigkeiten gelingt. Kürzlich wurde in das Krankenhaus von Greenwich ein Seemann eingeliefert, der eine Uhr mit Kette und ein Federmesser verschluckt hatte. Er hatte dies bereits vor einer Woche auf hoher See getan. Die Gegenstände wurden mit Röntgenstrahlen festgestellt und konnten durch eine Operation wieder^ herausgeholt werden, ohne daß dem Mann ein dauernder Schaden entstand. In manchen Krankenhäusern werden Billardkugeln, große Nägel, Rasiermesser usw. aufbewahrt, die den Magen von Pa. tienten entstammen. Wie ein englischer Chirurg ausführt, ist die Entfernung größerer Gegenstände meist leichter als die Beseitigung kleinerer, wie Nadeln, die bisweilen eine gefährliche Bauchfellentzündung Hervorrufen. Es gibt Leute, die immer wieder Nägel verschlucken und deren Unterleib infolge der vielen Operationen mit Narben übersät ist.
Wirtschaft.
• Die Indexziffer der Großhandelspreise vom 3 1. August. Die vom Statistischen Reichsamt für .den 31. August berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 95,2 gegenüber der Vorwoche um 0,4 v. Sy gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 89,7 (plus 0,3 v. H.), Kolonialwaren 83,5 (plus 0,4 v. Sy), industrielle Rohstoffe und Halb- waren 88,5 (plus 0,8 v. H.) und industrielle Fertigwaren 115,4 (minus 0,1 v. H.).
* Saaten« und Ernte st and Anfang September 193 2. Durch das vorwiegend trockene und heiße Augustwetter ist die Getreideernte allgemein gefördert worden. Fast überall ist das Getreide bis auf geringe Reste unter Dach und Fach gebracht. Nur in Ostpreußen, wo in der ersten Monatshälfte starke Unwetterschäden auftraten, sowie in klimatisch ungünstigen Lagen ist noch ein größerer Teil der Halmfrüchte auf offenem Felde. (Einen genaueren Ueberblid über den Gesamtausfall der neuen Getreideernte zu Anfang September werden die in den nächsten Tagen zur Veröffentlichung gelangenden Ergebnisse der neuen Vorschätzung bringen. Für das Wachstum der Hackfrüchte war das trockene Wetter im allgemeinen weniger günstig. Die Futterpflanzen, Wiesen und Weiden haben ebenfalls durch die Trockenheit im August verschiedentlich ge
litten. Mit dem zweiten Schnitt ist inzwischen fast überall begonnen worden. Im allgemeinen wird ein nach Menge und Güte befriedigendes Ergebnis erwartet.
Franksurtcr Buttermarkt.
Im Zusammenhang mit der festen Tendenz int Auslande setzte sich auch hier eine weitere Erhöhung der Preise durch. Das Angebot war ziemlich «klein, so daß die Läger infolge der wesentlich besseren Rachfrage ziemlich geräumt wurden. Sowohl deutsche wie auch holländische Butter zog um 5 Mark an. Die Verkaufspreise des. Großhandels lauten (in l-Ztr.-Tonnen): holländische Butter 130 bis 132, deutsche Butter erste Qualitäten 127 bis 130 Mark.
Frankfurter Eiermarkt.
Die Tendenz war während der ganzen Woche fest und bei slottem Absatz zogen die Preise gegenüber der Vorwoche von 0,50 bis 1,5 Pfennig an. Die Zufuhren waren ungenügend. Es notierten in Pfennigen per Stück ab loco Frankfurt a. M.: Bulgaren 7,50 bis 7,75, Rumänen 7,25 bis 7,50, Polen 7 bis 7,25, Memelländer und Litauer 7,25 bis 7,50, Holländer 8 bis 9,75, Dänen 8 bis 9,75, Flandern 8,75 bis 9, Bayern 7,75 bis 8, deutsche Frischeier 9 bis 10,50, in- und ausländische Mittel- und Schmutzeier 6 bis 6,50.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frantsurt o. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- lurs
Schluß!. Mittag- börse
Oatum
2.9.
3.9.
2-9.
3.9.
6% 2cur,d)e :Keid)»anleii)e u. 192.
64,5
65
64,5
64
-.% ef)cm.?%St RcichSanl. 6.1929 5’/z% Doung-Anlcihewon 1930 Deutsche Ant.-Ablös.-Schuld mii
Auslvj.-Rechten......
71.75
73
70,9
—
64
65
64
65
53,25
54,13
52,4
54
DeSgi. ohne Auslos.-Rechte . .
6,2
6,45
6,1
6,55
6% ehem 8%t>ch". Bolksstaat 1929
-rUckzahlv. 102%).....
58,5
-
—
Oberhessen Provinz-Anleihe mH Auslos.-Rcchtcn .....
49
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—
—
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1......
50
51,5
49,25
51
6% ehem. 8% ,yranff. Hyp.-Banl Gvtdpie. 15 unkündbar bis 1935
70,5
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—
—
6% ehem. 7% Franks. Hyv^Baul (liulcmte 16 unkündbar bis 1936
—
—
—
—
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Hiw. Bans Liau.-Goldpse. . .
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—
79
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—
—
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68
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67,5
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6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- bririnnflal: Pfandbriefe R. V'
68,5
70,5
—
—
d% Oesterrelchhche Golvrenie .
11
11
11
11,13
4,20% Oesterrcichische Silberrente
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—
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7,9
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6,6
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4.1
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3,8
3,9
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Serie 1.........
4
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_
4
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4.95
3,95
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6,8
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11,75
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5,7
5,75
5,75
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1R
17.3
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Sranffurt 0.271. |
Berlin
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Schlußk. Abend« börse
Schlußkurs
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Oalum
2.9.
3-9.
29.
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Hamburg-Südam. Dampsschiss
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25
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Norddeutscher Lloyd ....
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A.G. fftr Verkehrswesen Akt.
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46.75
48,5
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Berliner Handclsgcsellschast .
4
90,5
91
91
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Commerz, und Privat-Bauk . Darmstädter und Nationalbanl
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53,5
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Disconio-Gesellschast .
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Reichsbanl ......
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Elcktr. Lieserungsgesellschast.
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6
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Felten & Guilleaume.... Gesclischasl sür Elektrische
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52
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54
Unternehmungen ....
4
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75,65
Rheinische Elektrizität . . .
KB
74
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Schuckcrl L Eo.......
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10
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Frankfurt a. 371.
Berlin
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6
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3,057
3,063
3.057
3,063
Holland . .
169,63
169,97
169,58
169,92
OSlo....
73,13
73,27
73,23
73,37
Kopenhagen.
75,22
75,38
75,32
75,48
Stockholm
74,92
74,98
74,92
75,08
London. . .
Buenos Aires
14,59
14.63
14,61
14,65
0,913
0,917
0,918
0,922
Reuyork . .
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel. . .
58,34
58,46
58,34
58,46
Italien. . .
21,60
21,64
21,60
21,64
Paris . . .
-6,495
16,535
16,495
16,535
Schweiz . .
81,53
81,69
81,49
81,65
Spanien . .
33,87
33,93
33,87
33,93
Danzig. . .
82,09
82,18
81.97
82,13
Japan . . .
0,949
0,951
0,959
0,961
Rio de Jan..
0,321
0,323
0,321
0,323
Jugoslawien.
Lissabon . .
6,693
6,707
6,693
6,707
13,31
13,33
13,31
13,33
Banknoten
serlin, Z. September
Geld
Arles ,
Amerikanische Roten . . .
4,20
4,22
Belgische Roten.....
58,18
58,42
Dänische Roten.....
75,15
75,45
Englische Roten.....
14,57
14,63
Französische Roten . . . .
16,455
16,515
Holländische Roten....
Italienische Roten ....
169,21
21,56
169,89
21,64
Norwegische Noten....
73,05
73,35
Deutsch-Lesterreich, i 100 Schilling
Rumänische Noten ....
2,49
2,51
Schwedische Noten ....
e e •
74,75
75,05
Schweizer Noten.....
81,31
fii .fi.i
Spanische Noten.....
33,73
33JJ7
Ungarische Noten ....
• • e


