Abschluß des Deutschen Katholikentages in Essen.
Kardinalerzbischof Gchutte-Köln Hali die Kestpredigi vor 200 000 Andächtigen.
Essen, 4. Sept. (TU.) Seinen Höhepunkt fanb der Deutsche Katholikentag am Sonntagvormittag in dem Festgottesdienst auf dem Baldeneyer Berg, der zu einer gewaltigen Glaubenskundgebung der deutschen Katholiken wurde. Schon am frühen Morgen setzte eine wahre Völkerwanderung zu jenem Berge ein. Mit rund 200000 Menschen darf die Zahl der Teilnehmer wohl kaum zu hoch angegeben sein, die das von hohen Fahnenmasten umsäumte weite Feld des Berghanges füllten.
9n dem Halbrund um den Hochaltar hatten die Fahnen der katholischen Studentenvereine, die Abordnungen der Arbeiter und Knappen, der Gesellen- und Jungmännervereine, der Sturmscharen und der Deutschen Jugendkraft, der Sebastian-Schützen und der Ehrengarde Aufstellung genommen. Glockengeläut, kirchliche Orchestermusik und Lolksgesang leiteten den Gottesdienst ein. Auf der zum Altar führenden via triumphalis hielt die hohe Geistlichkeit ihren Einzug. Ans den beiden Thronsesseln nahmen Nuntius Orsenigo und der Erzbischof von Köln, Kardinal Schulte, Platz. Kardinal Schulte hielt die Festpredigt, in deren Mittelpunkt er das Apostelwort „Erneuere deine Sinnesart, werde wie Christus war", stellte. Die Pontifikalmeffe zelebrierte Nuntius Orsenigo. Mit dem Volksgesang „Fest soll mein Taufbund immer stehen" mit kirchenmusikalischen Vorträgen und Glockengeläut nahm die Glaubenskundgebung ihr Ende.
Am Nachmittag fanden in den AussteNungs» hallen die beiden großen öffentlichen Schluß- Versammlungen statt, in denen nach Ansprachen von Kardinal Schulte und von Nuntius Orsenigo der österreichische Justizminister Dr. von Schuschnigg und Reichsarbeitsminister a. D. Dr. Brauns sprachen. Mit Schlußworten der Präsidenten fanden die beiden Versammlungen ihren Abschluß. — Der Sonntag brachte neben zahlreichen Einzelveranstaltungen noch eine große Standeskundgebung der katholischen Dauern Deutschlands und eine Beamtenkundgebung des Katholischen Beamtenvereins.
In der Mitgliederversammlung vom Samstag hatte u. a. Professor Hermann Muckermann (Berlin) über katholisches Ehe- und Familienleben gesprochen. Er wies darauf hin, daß keine der fünfzig deutschen Großstädte mehr aus inne
rer Lebenskraft wachse. Die Hoffnung, daß der schwindende Nachschub vom Lande her ausgeglichen werden könne, sei ein Irrtum. Im Gesamtdurchschnitt der Großstadtfamilien, auch der katholischen, reiche die Zahl der Kinder nicht mehr hin, um die Eltern zu ersetzen, was um so verhängnisvoller sei, als es sich um gesunde Familien handele. Hauptursache dieser Erscheinung sei die gewollte Lebensverneinung, die Abwehr de>s Kindes. In manchen Großstädten sei die 'Zahl der Fehlgeburten, die zum größten Teil gewollt waren, bereits größer als die Zahl der Geburten. Zur Bekämpfung dieser Niedergangserscheinungen forderte Prof. Muckermann eine allgemeine gründliche Beratung und Belehrung der jungen Menschen vor der Eheschließung, Einrichtung katholischer She- beratungsstellen sowie vor allem wirksame Maßnahmen zur Erleichterung der Lage gesunder kinderreicher Familien, wobei er auch auf die Bedeutung eines großzügigen Arbeitsbeschaffungsprogramms hin- wies.
Abg. Joos berichtete über das Thema: „Die Großstadt als Heimat".
Frau Staatspräsident Bolz sprach über „Die Aufgaben der Caritas in der Großstadt". Aeber „Die Schule in der Großstadt" referierte Generalsekretär Döhler, Düsseldorf, älniversitäts- professor Dr. Dehn, Bonn, sprach sodann als Festredner über das Thema „Student und Volk". Im Lichtspielraum der Lichtburg fand eine von den „Neudeutschen", einer Vereinigung der katholischen Schüler höherer Schulen, veranstaltete Morgenfeier statt. Pater Schneidewirth(OFM.), Paderborn, hielt eine Ansprache, in der er betonte, daß der Geist wieder herrschen müsse über der Gott-Ersatz-Maschine. Hieran schloß sich die Aufführung des Singspiels „DerHei- lige und die Maschine" von Henri Gheon. Im Kruppsaal des Städtischen Saalbaues fand die Hauptversammlung des Augustinusver- e i n s statt. Aniversitätsprosessor Prälat D. Schreiber, Münster, M. d. R.. hielt einen Vortrag über „Wandlungen der politischen Jdeen- lehre und ihren Einfluß auf die Politik des Jahres 1932".
Frankreichs Antwort auf die deutsche Rüstungsdenkschrist.
Paris weicht dirctlen Verhandlungen aus.
Paris, 4. Sept. (TU. Funkspruch.) Wie an zuständiger französischer Stelle verlautet, soll die französische Regierung nicht die Absicht haben, in ihrer Antwort an die Reichsregierung zur Sache selbst Stellung zu nehmen. Man werde sich vermutlich darauf beschränken, den Empfang der Denkschrift zu bestätigen und auf die weitere „Prozedur" hinzuweisen. Deschlüise seien noch nicht gefaßt, doch könne man sich wohl denken, daß die französische Regierung die Angelegenheit an den am 20. September in Genf zusammentretenden Abrüstungsausschuß als ständige Instanz verweisen werde. Im „Dureau" sei auch Deutschland vertreten und könne seine Forderungen xur Sprache bringen. Man weist hier besonders darauf hin, daß Polen die Wiederaufrüstungsforderung Deutschlands kategorisch ab lehne und die interessierten Mächte bereits in diesem Sinne verständigt habe. Der polnische Botschafter ist am Samstag vom Ministerpräsidenten Herrivt enrpfangen worden. Innerhalb des französischen Kabinetts herrsche vollkommene älebereinstim- mung.
„Petit Parisien" glaubt zu wissen, daß eine vertrauliche direkte französische Antwort an Deutschland nicht werde in Frage kommen können, weil nach dem Vertrauensabkommen ein Meinungsaustausch der Mächte geboten scheine. Der endgültige Text der französischen Antwort würde dem
Italienische Autostraßen.
Don £)r. Gustav W. Eberlein, iRom.
Wer vor einigen Jahren über die Halbinsel flog, die wie ein Sprungbrett ins Mittelmeer hineinragt, sah da unten Motorboote kreuz und quer über Land flitzen, fliegenden Gischt zu beiden Seiten, brodelndes Kielwasser hinter sich, ganz gleich, ob es die Apenninen hinaufging oder durch die flache Campagna. Hinter Neapel ballte sich der Schaum zu förmlichen Wolken und wenn zwei oder drei der merkwürdigen Amphibien hintereinander herrasten, schien die ganze Landschaft vernebelt. Denn die vermeintlichen Motorboote waren Autos und mahlten im Staub.
Nach einer Statistik aus jenen Tagen erreichte ein Ballonreifen, der es in England auf 100 Lebenseinheiten brachte, in Frankreich 90, in Deutschland 70 und auf dem Balkan 35 — in Italien gab er schon erheblich früher seinen Geist auf. Auf allen Straßen herrschte jenes lustige Schottersystem, das den Automobilen die Rolle der Dampfwalze zu- wies, gang und gäbe war der Witz, die große italienische Neifenfabrik zahle der Regierung jährlich soundioviel dafür, daß sie von dem bewährten Regime nicht abwich. Auf den Nebenstraßen trifft man es Übrigens heute noch an, besonders in den Bergen, oder wenigstens zur Hälfte: am 15. Oktober wird der Schotter, der den Sommer am Straßenrand verdöste, ausgestreut und am 15. April wieder zusammengerecht. Sechs Monate auf Butter, sechs Monate in Schuttmoränen. Die Straßen in Italien, konnte daher ein ausländischer Fachmann schreiben, sind entweder sehr gut oder sehr schlecht.
Dieses Entweder-Oder fängt jetzt aber an sich zu verschieben, in amerikanischem Tempo bricht das Bessere durch, das berühmte „weiße Band" der Aufsatzschreiber verschwindet wie die Kette im Maul der stromaufwärtsfahrenden Neckarschiffe, die spritzenden Motorboote können keinen Flieger mehr irreführen: schwarze Riemen überflechten den großen Stiefel. Alle diese asphaltierten oder geteerten Verkehrswege bezeichnet der Italiener als autostrade, als Autostraßen, die aber praktisch in drei grundverschiedene Klassen getrennt werden müssen. Die erste ist unsere normale, staubfreie Straße für den Gesamtoerkehr: die zweite bildet das Reservat für Personenfahrzeuge, unter Ausschluß der Fahrräder, Lastwagen, Fuhrwerke und Fußgänger; die dritte Kaste wird soeben geschaffen: die Camionale oder, wie der
planmäßigen Kabinettsrat am Mittwoch vorgelegt werden, und dieser dürfte einstimmig sowohl den allgemeinen Sinn wie die Wendungen der französischen Antwort billigen. Schon im gestrigen Ministerrat hätten die Minister einmütig und ohne Vorbehalte der Haltung des Ministerpräsidenten Herriot beigepflichtet. — Der „Figaro" gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die französische Antwort, wenn sie wirklich am Mittwoch endgültig festgelegt werden soll, von der Erinnerung dieses Tages, d. h. des Jahrestages der Marneschlacht, getragen sein möge.
Hysterie in Paris.
Eine Stimme der Wahrheit im Chor der Schreier.
Paris. 4. Sept. (Täl.) Die Pariser Presse veröffentlichte lange Artikel über den Stahlhelmtag in Berlin und ergeht sich dabei in heftigen Ausfällen gegenden angeblichen Militarismus in Deutschland. So schreibt der „Temps", die Parade der Stahlhelmer kläre die Weltöffentlichkeit endgültig über Z w e ck und Ziel der deutschen Forderung auf Gleichberechtigung auf. Das wahre Deutschland bestätige mit brutaler Offenheit, daß es wieder einmal ein Militär st aat werden wolle. Der „Jntransigeant" schreibt, den Stahlhelmern fehlten nur nochdieGe- wehre und Kanonen, deren Lieferung die Reichswehr jedoch im gegebenen Augenblick übe:» nehmen werde. Schleicher, der der großen Parade beigewohnt habe, sei sichtlich befriedigt gewesen, sein Heer um 180 000 diszi-
Name sagt, die Spezialstraße für Camions oder Lastwagen.
Mailand ist mit seinen Wunderstraßen vorangegangen, indem es die Karte hernahm und nach den beliebtesten Ausflugspunkten, nach den berühmten Seen, schwarze Pfeile schoß. Wer jetzt nach der Arbeit oder auch in einem freien Stündchen dazwischen in Como baden will, der wirft sich in seinen Wagen und rutscht hin. Die rund 30 Kilometer schwirren in ein paar Minuten ab, denn er läuft keine Gefahr, einen Fußgänger vor dem Kühler zu sehen oder wegen einer Kreuzung langsamer fahren oder hinter einem Fuhrwerk bremsen zu müssen. Ein Bahndamm, mit Unter- und Ueberführungen, ein schnurgerader Einschnitt ist diese Straße — und damit wäre neben vielem Lob auch schon ein Stück Tadel ausgedrückt, ganz abgesehen davon, daß dieses Rennvergnügen etwas kostet. Man zahlt an der Eingangssperre kaum weniger als am Schalter der Eisenbahn. Dazu kommt die vom ästhetischen Gesichtspunkt aus verfehlte Einschnürung durch zu hohe Seitendämme, die wiederum viel zu dicht mit Akazien bepflanzt sind, so daß man mit Scheuklappen vor den Augen dahinrast und nur den einen Wunsch hat, möglichst bald Luft zu kriegen. Die Sache wird, offen gesagt, bald langweilig, und das brutale Aufeinanderolatzen unzähliger Reklametafeln als Ersatz für den Ausfall der Landschaft zu empfinden, muß einer schon recht kommerziell gestimmt sein. In der Tat haben diese Nachteile schon viele Fahrer veranlaßt, „ihrer" Straße wieder den Rücken zu kehren und die ein wenig längere, aber billigere und abwechslungsreichere Straße der Allgemeinheit zu wählen.
Gute Normalstraßen sind der Tod der Spezialstraßen — das ist die Lehre, die man aus dem Mailänder Musterfall ziehen kann. Reine Autostraßen können überdies auch der Tod des Autos sein, wenigstens behaupten das die Mailänder, die die ebene, ständig Höchstleistungen des Motors provozierende Fahrbahn Cimitero getauft haben, den Autofriedhof. Ein paar Buckel auf dem Wege zum Paradies, einige Hindernisse vor der Seligkeit: das scheint doch besser zu sein.
Nicht alle Städte haben einen See vor den Toren, aber das Meer ist auf, einer schmalen Halbinsel immer bei der Hand, und so warf sich der Zug nach dem Strand auf die Autostraßen. Sie sind wahrhaft zum Förderer der Volksgesundheit geworden, denn wer kein eigenes Auto hat, kann den Autobus nehmen, sie haben den Mietskasernen kräftige L-unaen gegeben, sie rücken die Städte ans Ufer, sie geben
plinierte Soldaten erhöhen zu können. Nur der „Petit Parisien" gibt zu, daß die Parade keinerlei herausfordernden Charakter gegen Frankreich oder Polen getragen habe. Auch die Rede Seldtes am Samstag habe keinerlei Drohungen gegenüber dem Auslande enthalten. Die Mitglieder des Stahlhelms machten nicht den Eindruck von Operettenfiguren. Man habe es vielmehr m i t echten, ehemaligen Frontkämpfern zu tun.
Mussolini unterrichtet sich über die deutsche Wehrforderung.
R o m , 3. Sept. (TU.) Amtlich wird gemeldet: Der Che-f der Regierung empfing den beut- scyen Botschafter von Schubert, mit dem er eine Unterredung über die von der Reichsregierung aufgeworfene Frage der Gleichberechtigung hatte. Alle Blätter bringen diese Mitteilung an hervorragender Stelle, zum Teil sogar in Fettdruck. Die Presse enthält sich, wie üblich, einer eigenen Stellungnahme, wohl aber kommt z. B. in der lieber« schrift des „Lavoro Fascista" die hiesige Auffassung deutlich zur Geltung. Diese Ueberschrist lautet: „Eine geschichtliche Wirklichkeit". Diese Wirklichkeit wird augenscheinlich zur Aufregung in Frankreich in Gegensatz gestellt.
Aus aller Wett.
Amerikanerin in der Schweiz ermordet.
Die 20jährige Amerikanerin Jeanne Ibers- Hofs aus Massachusetts wurde, einer Meldung aus Bern zufolge, im Zermatter-Tal in der Nähe der Ortschaft St. Niklaus ermordet aufgefunden. Die junge Dame war von Zermattz wo sie mit ihrer Schwester weilte, allein mit ihrem Fahrrad ins Wispertal hinuntergefahren. Ein Raubmord scheint nicht vorzuliegen, da die Barschaft bei der Toten gefunden wurde. Als Täter kommt möglicherweise ein Oesterreicher in Frage, der vor Dekanntwerden der Tat von der Polizei im Dorfe Stalden zur Feststellung seiner Personalien angehalten worden war.
Zehn Arbeiter von einer einskürzenden Maner verschüttet. — Drei Tote.
Ein schweres Unglück, bei dem zehn Arbeiter verschüttet wurden, ereignete sich bei einem Neubau in Mailand. Bei dem Anbau des Fundaments stürzte eine bereits aufgeführte dicke Hauptmauer von etwa vier Meter ein und bbgrub die zehn Unglücklichen unter dem Schutt. Die Feuerwehr konnte erst nach stundenlangen, äußerst vorsichtigen Rettungsarbeiten die Verschütteten bergen. Drei ftarben bald danach an den schweren Verletzungen, während die übrigen schwer verwun- b e t im Krankenhaus liegen.
Unfetgang eines Hamburger Schoners — vier Mann ertrunken.
Der in Helsingborg beheimatete Dampfer „Wanja" teilte d«rch Funkspruch mit, daß er vier Mann der Besatzung des in Hamburg beheimateten Schoners „Clare Elise", der in der Nähe des Feuerschiffes „Svenska Björn" gesunken ist, gerettet hat. Die Geretteten sind der zweite Steuermann K ü nz e 1 und di« Jungmatrosen Wehrauch, Höckel und Radau. Von Bord des Dampfers sah man, wie der Schoner langsam sank, aber bevor der Dampfer die LlnfaUstelle erreichen formte, waren der Kapitän, der erste Steuermann und noch zwei Mann der Besatzung des deutschen Schoners ertrunken.
Zusammenstoß
zwischen Flugzeug und — Straßenbahn.
In Cinisello bei Mailand st ü rzte dieser Tage kurz nach dem Start wegen Motordefekts ein Z i - vilflugzeug in eine Straße der Stadt ab. Eine gerade ankommende Straßenbahn fuhr auf das brennende Flugzeug auf, wobei mehrere Insassen der Elektrischen verwundet wurden. Der Pilot erlitt ebenfalls schwere Verletzungen.
Starker Rückgang der deutschen Auswanderung.
Im zweiten Vierteljahr 1932 sind insgesamt 1 37 4 Deutsche nach Hebersee aus- gew ändert. In dieser Ziffer prägt sich ein starker R-ü ck g a n g der deutschen Auswanderung aus; im gleichen Vierteljahr des Vorjahres sind noch 3172 Deutsche nach Aebersee aus- gewandevt. Im gleichen Zeitraum 1930 sogar 10 504.
Dreißig Schwerverletzte bei einem australischen Reilersesi.
Ein merkwürdiger Unfall ereignete sich bei einem großen Reiterfest in Adelaide, das zu Ehren des größten Pferde- und Viehzüchters Australiens, ©ir Sidney Kidmans, veranstaltet wurde. Eine Herde Pferde wurde scheu und jagte in die insgesamt 40 000 Personen zählende Zuschauermasse hinein. 30 Personen wurden schwer und hundert weitere leicht verletz .
28. Internationale Lufttransporttagung in Venedig.
In Venedig wurde dieser Tage die 2 8. Sitzung der Internationalen Lufttransport-Vereinigung IATA durch eine Begrüßungsansprache des italienischen Luft- sährtministers B a 1 b o eröffnet. Den Vorsitz der Tagung, an der Vertreter fast sämtlicher europäischer Luftverkehrsgesellschaften teilnehmen, führt der Präsident der italienischen Luftverkehrsgesellschaft Societä Aerea Mediterranea. Auf dem Programm der JATA-Konserenz stehen Besprechungen wirtschaftlicher, technischer und luft- rechtlicher Art. Direktor Wronski von der Deutschen Lufthansa, der Vorsitzende der Post- kommission der IATA, wird u. a. auch über den Ausbau der Zusammenarbeit der Verkehrsmittel ein Referat erstatten.
Oer Fuchsjäger am Kap Zoe.
Tragisches Schicksal im hohen Norden.
Von $. Arnold.
i sinsalls in Eis ' i ei, suchten mzw a-a i.'hnrh hH5 (
jfre jedoch das ( »eenheit zu ent fräbeis zu kam; fliehen, daß unfi
toste
in
fcjn^L'te bii rettet
kV«
Iren em*?
W
J fei Änstrengunge ' hi Grunde kehrt.
*Denig später s : Expedition teil Ja 1 tfi’lM jede Hütt
inzWichen Freu 1 irotg. Wir mußte
le; Regierung mi I letung der Ung! f In Zeichen der 1J s Tinen langen A h ne u Kollegen aus tt Karte Zeit für r ' dqß der Gelehrte ' bi it machte, weil U Kehr Lebensmitt
keinerlei Schuld, die Expedition ni
', Ter Zustand b sicher, er litt ge
TSV*
£ Mime über o licken-, wenn He Reise zu^bM L sicheren rod v s3er Fuchssüger, Ipzebrochen fein, i 60i ihm gehört:
Leise plätscherten die Wellen an den Kiel unseres Bootes, das sich im strahlenden Sonnenschein auf den tiefblauen, klaren Fluten des Fanefjords vor dem herrlichen Städtchen Molde wiegte. Ich lag mit meinem Detter, dem Urbild eines Norwegers, im Boote und schaute in die Wolken, die in wundersamen Gestalten, an Gletscher, Eis und Schnee erinnernd, über uns dahinzogen. Möwen wiegten sich im lauen Winde, Heringsschwärme strichen durch die Flut, Fischerboote zogen an uns vorüber, kurz, es war ein strahlender Sommertag in Norwegen.
„Sieh die Wolken, sie erinnern mich an Eis und Schnee, Felsen und Gletscher; so mag wohl «das Eisland hoch oben im Norden bei euch aussehen, wo du so lange warst", wandte ich mich an meinen Vetter.
Er holte gelassen eine der Angelschnüre über den Bootsrand auf, löste einen stattlichen Dorsch von der Angel, schlug den Kopf des zappelnden Fisches gegen die Ruderbank und warf den Dorsch zu den anderen Fischen, die wir gefangen hatten. Dann
ihnen einen Hafen. Rom, Florenz, Padua verlieren ihren Binnencharakter, verlieren ihn bewußt und mit Willen, der Staat sträubt sich nicht aus falsch verstandenem Eisenbahninteresse dagegen, er zetert nicht über die Konkurrenz, sondern unterstützt im Gegenteil den Aufschwung des Autoverkehrs. Nach den entlegensten Ortschaften in Italien führen jetzt Autobuslinien. Wenn sich die Eisenbahnen, so meint Mussolini, den Rang ablaufen lassen, nun, dann haben sie es eben nicht besser verdient. Weg damit, Gras drüber! Oder noch besser: Bahn und Straße.
Hier zeigte Rom den Weg. Im Altertum hatte es in Ostia einen ausgezeichneten Hafen, der nach dem Verfall des Imperiums versandete, vom anschwemmenden Tiber immer tiefer ins Land zurück- geschoben wurde und im Mittelalter als Lebensstrang zwischen Stadt und Meer völlig zerriß. Der gelbe Tod, die Malaria trat ihre Herrschaft an, die bis in unsere Tage dauerte. 211 s aber Mussolini, das Erde der Ahnen antretend, die Wiederaufnahme der Verbindung befahl, Bahn und Autostraße, entdeckte mit einem Schlage die Hauptstadt ihren Lido und verleibte ihn kurzerhand samt einer stundenweit entfernten riesigen Pineta, einem bis dahin in fürstlichem Privatbesitz befindlichen Pinienwald, der Hauptstadt ein. Der 25 Kilometer breite Steppengürtel war besiegt, eine moderne Badestadt entstand im Fluge, selbst der Seehafen soll jetzt in Angriff genommen werden.
Auf dieser vorbildlichen Autostraße, neben der links und rechts je eine gleichfalls geteerte Straße für den übrigen Verkehr einherläuft, zahlt man keine Gebühr, ist jebe Geschwindigkeit erlaubt und nachts kann und darf nur mit Stadtlichtern gefahren werden, denn die Straße ist entsprechend beleuchtet. Sie wurde so zur verkehrsreichsten Nacht- straße, in zwei ununterbrochenen Ketten, wie bei einem Paternosteraufzug, rollen die Wagen aneinander vorbei. Wunderbar, diese warmen Sommernächte am römischen Meer, eine wie die andere voll großer Sterne, niemals Staub und Hitze, niemals Regen. —
_ Don Florenz ist es dreimal so weit an den Strand, immerhin, in einem Dreiviertelstündchen schafft man’s leicht. Der dumpfe Amokesfel schreckt nicht mehr. Die Herren in Padua springen vom Bürostuhl ins Auto und vom Auto in die Gondel, denn man hat jetzt eine Brücke nach Venedig hinübergebaut, und von der Gondel in den Strandkorb, wo die Signora schon wartete. Das moderne Italien eignet sich gut für Wochenendbetrieb.
versah er seine Angel mit einem neuen Köder, griff in die Tasche und zeigte mir eine kleine, braune Tabakspfeife, eine ganz gewöhnliche Pfeife, wie wir sie selbst zu rauchen pflegen.
„Diese Pfeife erinnert mich immer wieder, wenn das Gespräch auf den Norden meiner Heimat kommt, an das Schicksal von Männern, das seinesgleichen sucht", sagte er.
„Du machst mich neugierig", erwiderte ich, „wenn ich nicht zu trübe Erinnerungen in dir erwecke, so wäre ich dir dankbar, wenn du mir von jenen Männern, deren Geschick dir so nahe zu gehen scheint, erzählen wolltest."
Mein Vetter sann eine Weile vor sich hin, bann begann er: „Hoch oben im Norden, am Kap Zoe, hauste ein Fuchsjäger, der in Eis und Schnee seinem harten Handwerk nachging und die kostbaren Pelze besorgte, die unsere Damen so gern tragen. Durch den besonders schnell einbrechenden Winter und das starke Eis wurde er vor einigen Jahren einmal von jeder Verbindung mit der Außenwelt
Nach dem Wasser die Berge. Der „Straße des Meeres" hat der Duce die „Straße der Berge" auf. dem Fuße folgen lassen: in 40 Minuten huscht man von der Piazza Venezia, die 10 Meter über dem Meeresspiegel liegt, auf den 100 Meter hohen Monte Cavo in den Albaner Bergen hinauf, um auf den Quadern des Jupiterheiligtums vor gold- schimmerndem Frascati die Jahrtausende, Himmel und Berge über der ungeheuerlichen nächtlichen Campagna durcheinanderstürzen zu sehen. Zu Goethes Zeiten wäre das eine Tagreise mit alpinen Abenteuern gewesen.
Wer wagte sich vor einem Kindesalter im Wagen über Neapel hinaus? Behauptete nicht Maeterlinck, in Sizilien die Hölle erlebt zu haben, als er eine Panne hatte? Ein nordischer Journalist, der tollkühn einen Kleinwagen dorthin steuerte — also, Roß und Reiter sah man niemals wieder. Oder, um nicht zu übertreiben: nach Jahr und Tag kam er als gereifter Fußgänger zurück. Jetzt haben sie dem Reich der Maffia ein Netz parkettglatter Autostraßen ubergeroorfen und nebenbei eine den Aetna hinaufgefuhrt. Autostraße auf den Krater hinauf, jawohl, durch Urwälder und rauchende Lava hindurch.
Am 28. Oktober dieses Jahres tut der Duce den ersten Spatenstich zur ersten Spezialstraße für Lastkraftwagen, der Genua mit Mailand verbindenden Camionale. Hundert Millionen kostet der erste Ab- schnitt. Dafür werden die Schiffsbäche unmittelbar an die lombardische Hauptstadt herangebracht. Wer denkt nicht an das Rom der Cäsaren, das seine Macht ausbreitete über den ganzen Kukturkreis, indem es vor allem Straßen baute?
Zeitschriften.
— Sm Suli-Augusthest der Europäischen Gespräche (Verlagsbuchhandlung Dr. Walther Rothschild. Berlin-Grunewald) wird von dem holländischen Gelehrten Dr. H. E. Enthoben in einem „Kiderlen-Wächter und die deutsche Agadir-Politik" betitelten Aufsatz die deutsche Marokko-Politik und damit zusammenhängend die Politik gegenüber Frankreich im Licht neuester Quellen und Meinungen dargestellt. Aus wei- terer Vorkriegszeit wird von Maximilian Claar das Thema „Die garibaldinische Idee nach Garibaldi" erörtert; er sieht in den als große Staatsaktion auf gezogenen italienischen Feiern zum 50. Todestag Garibaldis einen Ausdruck dafür, daß der Garibaldismus heute restlos im Faschismus aufgegangen ist.
W
freit Sni« Ä
W»
Tie
Menschen, die iren sind, übet] fcimbern sich fr [ererben venu .Freizeit danach je?enid[[8 durch ■ Duh jemand vi se r. Tie wenig bah beim \ .Körpergewicht < feilte. Statt de Me ein Dein ü M gänzlich un. i Gutsitzendes, b .1 M lange nicht Jörger Faktor 0R- tzvhe Absät 9! den dein Fuße i
MM und a: leibst er jno Hornhaut; ?■ 'kniete durch Aeik
MlaK
Kerzen, hie b
w fe
Mäuie JS
W IS


