Einzelbild herunterladen

im Zusammenhang stehenden, von Seeschiffen befahrenen Wasserstraßen, -le Beobachtung und Untersuchung der HochwasserverhÄltnisse, die Mit­wirkung bei -er Freihaltung des Llebrrschwem- mungsgebieteS, die Leberwachung der Stromdeiche sowie die einheitliche Leitung der Bekämpfung von Hochwasser und Eisgefahren, die Strom- und Schiffahrtspolizei, die Ausübung der Tarifhoheit, die Eichung der Binnenschiffe. Lieber die Able­gung und den Liebergang der jetzigen Verwal­tung in die reichseigene Verwaltung soll ein be­sonderer Staatsvertrag mit den Län­dern abgeschlossen werden.

Schweres Grubenunglück bei Beuthen.

Keine Hoffnung für das Leben von 14 Ser lebten.

Benthe«, 5.3an. (TU.) Lus der karstea- Zentrvmsgrube bei Beutheu erfolgte am Montagabend ein heftiger Geblrgvfchlag gegen die 744-Meler-Sohle, die eine Vorrichtungs­

strecke und zwei benachbarte Abbaustrecken in Mit­leidenschaft zog und einen großen Bruchver­ursachte, durch den 15 Bergleute abge- schnltten wurden. Die sofort unter Mitwirkung der Bergbehörde einsehende Retlungsarbelt konnte nach kurzer AeU eineuAördereruuverleht bergen. Etwa zwei Stunden später erfolgte ein zweiter Geblrgsfchla g, der die Rettung»- arbeit stark behinderte. Während der ganzen Rächt wurden die Rettungsarbcileu fortgesetzt, sie stellten sich auherordentlich schwierig, da große Gesteinsmassen zu Bruch gegangen find. Um 6 Uhr war es noch nicht möglich gewesen, einen der verschütteten zu erreichen, es besteht keinerlei Verbindung mit ihnen, so daß man in großer Sorge um ihr Schicksal ist.

Dar Oberbergamt Breslau tritt dazu mit, dah die Rettungsarbeiten nur sehr langsam vor­wärts gehen; da» Gebirge sei noch immer in Bewegung, er muh damit gerechnei '.rden, dah die Bergleute tot sind.

Hochwafferkatastwphe bei Kehl.

Starkes Ansteigen des Oberrheins. Oie Kinzig hat ihr Bett überflutet. Oer Oammbruch auf der Strecke Appe..tveier-Kehl (Paris-München). Oas Dorf Auenheim durch das Hochwasser abgeschnitten.

J r e i b u r g i. Br., 4. Jan. (WTV.) Der plötzliche Witlerungsumschlag führte, durch Regensälle oer- gröhert, zu einem erheblichen Anschweileu der Schwarzwaldflüsse, Der Oberrhein ist in den letzten 24 Stunden um über einen Meter ge­stiegen. Die erste Flutwelle hat bereit» kehl er­reicht, Am Monlagvormittag wurde die (Ein- wohnerschaft von kehl durch Alarmsignale au» dem Schlaf geweckt. Der Alarm galt einem gefähr­lichen Dammbrud) auf der Elsenbahnstrecke Appenweier-kehl am alten Bahndamm, Der neue Bahndamm mit der neuen Brücke wird er st nach Beendigung des neuregulierten Sin- zigbettes in Betrieb genommen. Durch die star­ken Regensälle und die Schneeschmelze wälzte die Kinzig gewaltige Wassermassen mit sich, die nicht nur da» alte Sinzigbett, sondern and) ba# neugeschaffeneFluhbettsÜllten. Inder Röhe von Reumühl wurde der Eisenbahn- dämm in einer Länge von 20 bis 25 Meter unterspült und völlig wegge­schafft, so dah nur noch die Schienenstränge stehen und frei in der Luft hängen. Der Rachtschnell- zug, der um 2 Uhr Sehl versäht, konnte die Strecke noch passieren. Die späteren Züge dagegen muhten in Kehl zurückgehalten werden. Der Per­

fonenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Die Schnellzüge ParisMünchen und umgekehrt werden über Wintersdorf geleitet.

Der Dammbrud) bei Kehl a. d. Kinzig hat eine hochwasserkatastrophe hervor geru­fen, die in dem ganzen Gebiet öftlidj des Kehl bis nach Auenheim gröhten Schaden angerichtel hat. 3m Laufe des Abends ergossen sich erneut durch die Bruchstelle des Kinzigdamme» ungeheuere w a s f e r m a s s e n, die das neue Kinzigbett rasch überfluteten. Gegen 10 Uhr drang die Flut i n d a t> Dorf Auenheim ein, da» bald einen Hal- ben Meter unter Wasser stand. Auch da» obere Dorf war in Gefahr, von rückwärts her über­flutet zu werden. Auf den drei Gefahrenstelle« wurde von freiwilligen Helfern fieberhaft gearbeitet, um den Fluten einen neuen Abzugsweg zu schaffen, denn innerhalb einer Stunde war da» Wasser um 40 Zentimeter gestiegen. Bald war dasganzeneueDorfvölligab- geschnitten und ragte, wie eine Insel, au» den Stuten. An dem durchbrochenen Bahndamm wird unermüdlich gearbeitet, e» war aber bi» Mitternacht nicht möglich, den Gleisen eine feste Unterlage zu geben, jedoch gelang e», die Einbruchsielle teilweise abzudichten,

China fordert Einberufung des Mkerbundsrais.

Schwere Anschuldigungen gegen Japans Politik in der Mandschurei.

Paris, 4.San. (WLB.) Da« Mitglied btt chinesischen Dölkerbundsdelegation Dr. § o o ist heute nach Genf adgereist. Wie Hava« berichtet, ist er wahrscheinlich beauftragt, im Völ- kerbundssekretariat die dringliche Ginbe- rufungdes Bblkerbundsrate« zu be­antragen, damit dieser die durch die Be­setzung von Schintschau durch die japa­nischen Truppen geschaffene neue Lage prüfen könne.

Die chinesische Regierung hat Driand eine Denkschrift übermittelt, in der in ungewöhn­lich scharfem Tone schwere Vorwürfe gegen Japan erhoben werden. Die japanische Armee habe unter dem Vorwand der Bekämpfung deS Bandenwesens weite Gebiete der Südman­dschurei besetzt. Damit liege eine offene Q^er* letzung der HoheitSrech te Chinas und ein Bruch des Internationalen Rechts, des Döl- kerbundSvertrages, stes Kelloggpaktes und des Reunmächtevertrages vor. Durch die fortgesetzte Verstärkung der japanischen Truppen sei eine auherordentlich ernste Lage geschaf­fen. Der Rat wird ersucht, unverzüglich alle wirksamen Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Verschärfung der Lage zu verhüten und

die Durchführung der RatSentschei- dung vom 10. September zu sichern.

In einer Rote an den Generalsekretär de« Völkerbünde« teilt die chinesische Regierung mit, dah die japanischen Truppen durchaus nicht in der Lage seien, die Ruhe und Ordnung in den von ihnen besetzten Gebieten aufrechtzuerhalten. Völlig unrichtig sei, dah die Banden in engen Beziehungen au den chinesischen Truppen ständen. Die japanischen Truppen unterstütz­ten vielmehr die Banden und lieferten ihnen Waffen. Die Kämpfe der letzten Zeit seien ausschliehlich auf Herausforderungen und An­griffe von japanischer Seite zurückzuführen.

Schwere Unruhen in Zutschau.

Tokio, 4. Ian. (TU.) In Futschau kam es zu schweren Unruhen, wobei ein japanischer Lehrer und seine Frau vomchinesi'chen Pöbel ermordet wurden. Die Chinesen sollen auch japanische Marineoffiziere an- gea rissen haben. Das japanische Marinemini, fteruim hat nach Eintreffen der Nachricht sofort zweiZerttörernachFutschau entsandt. Ein Kreuzer ist bereit» in Futlchau eingetroffen und hat 100 Matrosen an Land gesetzt, um die Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten.

Die kommunistischen Gtreikversnche im Ruhreevier gescheitert.

Essen, 4. Ian. (WTD.) Die für heute ange- künbigte verstärkte Propaganda der RGO. für einen Streik im Ruhrgebiet scheint nach den bisher vorliegenden Meldungen den beabsichtig­ten Erfolg nicht gehabt zu haben. Au« dem Präsidialbezirk Recklinghausen wird ge­meldet, daß von 54 Zechen nut auf der Schacht­anlage Wxsterholt von einer Belegschaft von 730 Mann 519 streiken. In verschiedenen Orten des Bezirks kam eS zu schweren Beh inderun- gen von Arbeitswilligen. Die Polizei schritt überall rasch ein und nahm insgesamt 78 Personen fest. In Bertlich wurden 26Per­sonen, in der Hauptsache kommunistische Funktio­näre, festqenommen, die eine verbotene Versamm­lung abbleiten. In der Versammlung war be­schlossen worden, unter allen Umständen die Zeche Westerholt heute früh ftillxulegen. Gin großer Teil der Festgenommenen wird sich vor dem Schnellrichter zu verantworten haben. In Herten hatte man an verschiedenen Stellen Bäume gefällt und quer über dieStrahe gelegt, um dadurch die Aktionsfähigkeit der Polizei zu behindern. In D o t t r o p wurden an verschiedenen Stellen Schaufensterscheiben zer­trümmert, Im Dortmunder und Hammer Bezirk ist auf allen Zechen die Arbeit ausge­nommen worden.

Sn Essen wurden in der vergangenen Rächt und am frühen Morgen mehrere Terrorakte gegen den Stratzenbahnbetrieb ver­übt. Om Stadtteil Dorbeck wurden an mehreren Stellen Weichen unbrauchbar gemacht. Schienen verkeilt und da« Pflaster aufgerissen. Am Weid- kamp entgleiste ein Straßenbahnwagen. Gegen 6 Llhr wurde in Vordeck ein Stravenbahnzug

beschossen und mit Steinen bewor­fen. Personen wurden nicht verletzt. Die Zu- gangsstraßen zu einer Zeche waren durch Draht­verhaue gesperrt. Die Polizei nahm insgesamt 80 Personen fest. In der Frühschicht sind nur auf drei Zechen Teile der Belegschaft von der Arbeit ferngeblieben. Auf Monopol-Grillo bei Äajnen streiken von 672 Mann 168 (hier sind die Ausständigen zum größten Teil von den Kom­munisten gewaltsam an der Anfahrt be­hindert worden), Auf Westerholt streiken von 1008 Mann 516 und auf Diergardt von 637 Mann 234. Auf mehreren Zechen wurden Mitglieder der Belegschaft wegen Streikaufforderung fristlos entlassen.

In Remscheid wurden 61 Personen wegen Verteilung verbotener Flugblätter und wegen Zusammenrottung vorläufig fest genommen. In sämtlichen Betrieben sind die Belegschaften vollzählig erschienen. In der M i t t a g s s ch i ch t sind die Belegschaften auf allen Zechen de« Ruhrgebietes angefahren mit Aus­nahme von ZecheDiergardt", wo von 425 Mann Belegschaft 187 Mann fehlten. Die kom­munistischen Versuche, einen allgemeinen Streik hervorzurusen, können damit als gescheitert angesehen werden.

Drei Monate Gefängnis für einen kommunistischen Aeichstagsabgeordneien

tn« d» 2an- (WTD.) Dor dem Erweiterten Schöffengericht hatte sich am Montag Reichs» tagSabgemdneter Karl Sattler (Kommunist) wegen Widerstande«, Aufforderung zu Gewalt­tätigkeiten und Beleidigung zu verantworten.

Oie französische Linke fordert eine gwßeGeste"in derMparationsfrage Oas größte radikale Provinzblatt Frankreichs macht für gänzliche Stteichvng der deutschen Reparationen Propaganda.

Paris, 4.3an. (ERB.) Die JWpecbe de Tou­louse",mit 300 000 Beziehern das gröhte französische Provinzblatt radikaler Färbung, veröffentlicht einen Artikel aus der Feder ihres politische« Direktors Arthur huc, der der französischen Regie­rung empfiehlt, Deutschland die Schvl- den endgültig und restlos z« erlassen, wir würden, begründet hnc diesen Vorschlag, nicht nur bei einer endgültigen Schuldenstreichung nichts verlieren, sondern zweifellos dadurch gewinnen, dah wir die Forderungen des großen Publikums in Deutschland entwaffnen und damit Hitler sein Wahlsprungdrett nehmen. Deutsch­land durchschreitet eine Periode unbestreitbarer Rot. Deutschland hat nicht, wie man behauptet, fein Elend organisiert. Die Hitler teute haben die wählermassen davon überzeugt, dah die Reparationen, die nur 12 v. h. der budgetären Reichsansgaben ausmachen, die einzige verabscheunngswürdige Ursache der deut­schen Rotlage seien. Rehmt Hitler dieses Argument, und dann werdet ihr ihm drei viertel seiner Anhänger entziehen. Er, huc, habe oft be­hauptet, dah e» zwei Deutschland gebe, eine», das noch in der Vergangenheit lebe, und ein anderes, bat bemerkt habe, dah Kriege sich nicht bezahlt machen und eine Annäherung Frank- reichsnndDeutfchlands eine Aera des Frie­dens und der gegenseitigen Prosperität einleiten würde. Dian müsse zugeben, dah das erstere dieser beiden Deutschland Fortschritte mache, während da» letztere, das bessere, im Zurückschreiten be­griffen sei.haben wir um Europa» und unserer selb st willen nicht ein 3nterefse daran, dlebestekarteindas Spiet btt Deutsch­land zu tun, da» sich weigert, sich in ein Abenteuer zu stürzen?

Lebhaftes Echo in der pariser presse.

Verzicht auf Reparationen" das Haupt, thema der Morpenblätter.

Paris, S.Ian. (WTV. Funkspruch.) Das Leit­motiv der heutigen Presse bildet die Frage einer endgültigen Streichung der Reparationen durch die französische Regierung. Jener Gedanke, der schon gestern von derDspeche de Toulouse" lanciert wurde, ist heute von nahezu allen Blüt» fern aufgegriffen und in den Vordergrund ihrer Betrachtungen gerückt worden»Republi-

q u e* begrüßt ihn freudig, sie sieht in feiner Ver­wirklichung wenn jetzt Frankreich sein juristisches und moralisches Recht opfere die Krönung der Annäherungspolitik. Wir brauchen nur zu wollen, schreibt das Blatt, und wir können die Welt retten.23 i c t o i r e* erklärt, die freund­schaftliche Revision des VersaiHer Ver­trages in allen jenen Teilen, die unausführbar geworden seien, miteinbegriffen die Klausel der rest­losen Entwaffnung Deutschlands, fei jene Geste, die erfolgen müsse, um alles in Ordnung zu bringen. ,J) e u d r e* glaubt einen solchen Schritt billigen zu können, wenn er geschieht, um die poli» tische Atmosphäre zu erneuern. Er sei abzulehnen, falls er lediglich dem Interesse der angelsächsischen Gläubiger dienen sollte.

Volont 6" befaßt sich mit der Wirtschafts­lage Deutschlands. Wenn das Blatt'äuch behaup­tet, daß Deutschland nicht« getan habe, um seinen Bankrott z u vermeiden, ja, wenn sogar die Befürchtung ausgesprochen wird, Deutschland werde auch nach der Streichung der Reparationen andere Forderungen wie beispiels­weise die Beseitigung des Danziger Korridor« mit gleicher Vehemenz vertreten, so kommt es dennoch zu dem Schluß, .die Aera der Gigemnaßnabmen sei vorbei. Man könne viel­leicht einen Teil der Reparationen retten, käme man zu einer europäischen Verständigung über Minderheitenstatut, Ostgrenze usw. DaS Blatt Herriots verlangt, dem Verzicht auf die Repa­rationen müsse der Verzicht des ameri­kanischen Kongresses auf dieKrie gs- schulden, der der privaten Gläubiger auf die eingefrorenen Kredite und schließlich die ZustimmungDeutschland«, unterstützt durch entsprechende Garantien zu einer Politik der Ordnung der Welt im Sinne de« Frieden«, vorangehen. Auch diese Zeitung kommt zur Feststellung, daß die öffentliche Mei­nung heute eine große Geste erwartet.

Die Rechtspresse, wie z. D.Echo de Pa­ris", steht natürlich anders zu dem Gedanken. Diese« Blatt erklärt u. a., S müsse darauf hin- aewiesen werden, oaß die deutsche Indu­strie gewaltig ausgerüstet sei und nach Beseitigung der Hemmungen auf den internatio­nalen ONLrkten eine ungeheure Lleberle- genheit habe, wenn die Reparationsschulden von ihr genommen wären. Zudem würde Deutsch­land nach Beendigung de« Deparationsproblem« unverzüglich den »zweiten Teil seines nationa­len Programms" in Angriff nehmen, nämlich d i e nationalen und politischen Forde­rungen.

Er war bei Gelegenheit schwerer Zu­sammen st öhe zwischen Ruhestörern und der Polizei in den späten Abendstunden des 10. Mai vorigen Jahres bei der Feststellung seiner Per­sonalien selbstmitdenDeamteninKon- flikt geraten, wobei er sich die oben er­wähnten Straftaten zu Schulden kommen ließ. Das Gericht sprach den Angeklagten von der Anklage des vorsätzlichen Angriffes frei unb verurteilte ihn wegen der übrigen Straftaten zu drei Monaten und einer Woche Gefängnis sowie zu 25 Wk. Geldstrafe.

Auch in Hamburg kein Erfolg.

Hamburg, 4. Jan. (WTB.) Die intensive kommunistische Streikpropaganda hat im Ham­burger Hafen nur geringen Erfolg gehabt. Die Polizei brauchte nur selten einzu­greifen. Im Laufe des Sonntags wurden zwölf Personen fe st genommen, von denen die meisten sogleich wieder entlassen werden konnten. Durchweg handelt es sich um Zettelverteiler. An Bord des Dampfers11 tanus", auf dem, wie auf einigen anderen Dampfern, versucht wurde, eine Streikbewegung zu entfesseln, wurden zwei Leute wegen Verstoßes gegen die Seemanns­ordnung verhaftet.

Aus aller Wett.

Raubüberfall auf eine Zechenkasse.

Am Montagmittag drangen zwei Männer in den Kasfenraum des Verwaltungsgebäudes der Zeche Teutoburgia in Herne-Holthausen ein. Während einer der Räuber den Beamten mit der Pistole in Schach hielt, raubte der andere einen Geldbetrag von über 1200 Mark, worauf die Täter flüchteten, Einer von ihnen schwang sich auf einen nach Herne fahrenden Straßen­bahnwagen. Als er sich auf die vordere Platt­form begab, sah er zu seinem Schrecken einen ihm bekannten Kriminalbeamten. So­fort zog er den Revolver und forderte den Beamten auf, sich ruhig zu verhalten, da er sonst erschossen würde. In dem Wagen befand sich zufällig noch ein zweiter Kriminalbe­amter. der nunmehr den Räuber st eilte. Als dieser darauf den Revolver gegen den zwei­ten Beamten richtete, machte dieser von der Waffe Gebrauch und schoß den Ber- brecher nieder. Eine Kugel drang dem Räu­ber ins Herz und führte seinen sofortigen Tod herbei. Es handelt sich um einen erheblich vor­bestraften Menschen. In einer Aktentasche, die bei dem Toten gefunden wurde, befanden sich d i e auf der Zeche geraubten Gelder. Der zweite Täter konnte bis jetzt noch nicht gefaßt werden.

Grohfeuer In Bad Salzig.

3n Bad Salzig (Rhein) hat ein Brand der in der vergangenen Nacht in einer Möbelhandlung ausge­brochen war, vierhäusereingeäschert. Den Bewobnern gelang es nicht, etwas von ihrer Habe in Sicherheit zu bringen. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch ungeklärt.

Der Magdeburger Rundfunksender außer Betrieb.

Montag zerstörte ein heftigerDturmdie Antenne des Magdeburger Rundfunksenders, so dah der Magdeburger Sendebetrieb einge­stellt werden muhte.

von einem umstürzenden Grabstein erschlage«.

Ein tragischer Llnalücksfall ereignete sich auf dem Ausstellungsgelände eines Bildhauers in Bochum. Ein siebenjähriger Schüler betrat mit seinem -wölfjährigen Bruder da« eingefriedet«

Gelände. Der Jüngere wurde plötzlich von einem umstürzenden Grabstein zu Boden geworfen und geriet dabei m11 dem Kopf unter den Stein. Der ältere Bruder konnte ihn aus dieser Lage nicht be­freien und rief aus der nahe gelegenen elterlichen Wohnung Hilfe herbei. Als Angehörige her­beieilten, war jedoch bei dem Knaben der Tod schon eingetreten.

Vie Wetterlage.

Ingö

'ir

tost:

5

11

'Kirjhi

(3- 40 Ufy-

>ftWScydlSlor<r

O wonctm O oeite». O Mih oedecKt <t wenn» O oedecet fttflCN * Schnee aOriuoeln «Nebel KOeWit'^r.® Windstille.«O*sdv leichte» Q$t nessiet' Sfldsudwesi Q MOrmeche» Nordwesl Ole Piene ihegen mit dem winde. Oie oaden Stationen dienenden Za»» len ecOen die Temperatur an. Oie unten verbinden Orte mii-oltidMÄ tut Meeresniveau umacrechnetee Uifldrucl

Wettervoraussage.

Das Islandtief ist mit seinem Kern ostwärts nach Skandinavien gezogen. Infolgedessen wurde der hohe Druck und die damit verbundene Kälte über Schwe­den wieder abgebaut. Die Ausläufer der Störung haben im deutschen Ostseeküstengeviet Erwärmung gebracht, so daß die Temperaturen dort nur noch stellenweise unter Null liegen. Weitere ozeanische Luft, teils aus höheren, teils aus niederen Breiten, dringt vor und gestaltet zunächst die Temperaturen etwas schwankend. Wenn auch dabei gleichzeitig der hohe Druck über Frankreich etwas zur Geltung kommt und zeitweise Aufheiterung eintritt, so sorgt die maritime Luft vorerst für Bewölkung und ver­einzelte Niederschläge.

Aussichten für Mittwoch: Bewölkt mit Aufheiterung, Temperaturen wenig verändert, je­doch anfangs noch etwas kühler, vereinzelt leichter Reaen.

Aussichten für Donnerstag.- Weiterhin wolkig, zunächst noch vorübergehend aufklarend, Temperaturen schwankend, Neigung zu vereinzelten Niederschlägen.

Lufttemperaturen am 4. Januar: mittags 9,4 Grad Celsius, abends 7,4 Grad; am 5. Januar: morgens v Grad. Maximum 9,7 @ro^ Minimum 5,7 Grad.