im deutschen
Aus
Buntes Allerlei
Vornotizerr.
dem Stadttheater-Bureau
Im Flugzeug über den Himalaja.
Der höchst« Punkt der Erde, der Mount Everest, an dem bisher alle Desteigungsver suche gescheitert sind, soll jetzt mit Flugzeugen überwunden werden. Eine englische Expedition trifft gegenwärtig Borbereitungen, um dieses groß angelegte Projekt, das durch Ladh Houston finanziert wird, in Kürz« zu verwirklichen. Theoretisch bietet der Mount Everest einer Aeberfliegung durch Flugzeuge keine Schwierigkeiten, da die Höhe mit ^Spezialapvaraten ohne weiteres zu erreichen ist. Bur liegt der Gipfel, den man überfliegen will, inmitten einer Dergwelt, in der ein« Notlandung den sicheren Tod bedeutet. Ferner weih man aus den Erfahrungen der Expeditionen, das) in diesen Höhen entsetzliche Stürme toben, denen nichts zu widerstehen vermag, und die gerade für Flugzeuge eine große Gefahr bilden. Deswegen ist man der Ansicht, daß die Expedition, bi« in Bordbengalen am Fuß der Gebirgskette starten will, sich an eines der gefährlichsten Abenteuer in der Geschichte der Fliegerei wagt. Trotz allen Bedenken wird das Projekt von dem englischen Luftfahrtministerium und der indischen Begierung in jeder Weise gefördert. Es ist beabsichtigt, auf jeden Fall zwei Maschinen aufsteigen zu lassen, die mit Sum» apparaten ausgestattet werden, um eine wechselseitige Kontrolle zu ermöglichen. E,ne Maschine soll den Mount Everest überfliegen, wahrend von der anderen Maschine der Borgang selbst gefilmt werden soll. Das «ine Flugzeug wird von Lord Douglas geflogen werden.
Ein Güdsee-Insuianer unter Eskimos.
Fidschi-Jim, ein Samoaner, der als Freund des Polarforschers Stefansson bekannt geworden iift wird seit vier Monaten vermißt. Wie aus Vancouver in Kanada berichtet wird, sind die Nachforschungen der berittenen Polizei an den Küsten des Polarmeeres, wo er seine Fallen ausgestellt hatte, ergebnislos verlaufen, und man fürchtet, daß er auf dem Treibeis ins Meer auf Bimmerwiedersehen hinausgeschwommen ist. Die
drei Harzburger Forderungen — Beseitigung des Marxismus, Durchkämpfen der deutschen Eleich- berea)tigung und der deutschen Wehrhoheit, 6tär= tung oer nationalen Wirtschaft und Selbsthilfe der Wirtschaft — mit starker Hand in Angriff genommen und auf diesem Gebiete bereits sehr wesentliches erreicht. Hinter und in dieser Arbeit hätte sich Hitler stellen müssen. Der Redner begrüßte weiter die Arbeit des Kabinetts Papen zur Befreiung und Stärkung unserer Wirtschaft, ferner die Milderung von sozialen Harten aus der Juli-Notverordnung, er warnte vor weiterem Pessimismus und empfahl, bei aller kritischen Betrachtung der Dinge, doch einen gesunden Optimismus. Mit Nachdruck warnte er weiter vor allen wirtschaftlichen und währungspolitischen Experimenten. Er forderte zu einigem Zusammenstehen aller nationalen Kräfte auf, verlangte umfassende Maßnahmen zur Stärkung des Mittelstandes, sowie eine Sozialpolitik auf gesunden Grundlagen. Von diesen Leitgedanken beseelt, werbe die Deutschnationale Partei um die Unterstützung der Wählerschaft, damit das gegenwärtige Reichskabinett für die weiteren Arbeiten zur Rettung
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* Studentische Abendandacht. Heute von 20 bis 20.30 Uhr findet in der Kapelle des Alten Friedhofs eine studentische Abendandacht statt. Auch Bichtangehvrige der Universität können an dieser Andacht teilnehmen.
** Neue Wohnhausbautender Baugenossenschaft 1 89 4. An der neuen Straße zwischen dem Alten Steinbacher Weg und Licher Straße werden demnächst im Auftrag der Gieße- । ner Baugenossenschaft 1894 vier neue Doppelwohngebäude in Angriff genommen. Die Gebäude, die als Einfamilienhäuser geplant sind, werden | unterkellert und zwei Stockwerke hoch gebaut. Der , Bauherr hat die Ausführung an drei Firmen , vergeben.
** Arbeitsjubiläum. Auf eine 25jährige Meistertätigkeit bei der Firma Carl Emmelius, Zigarrenfabriken, hier, konnte am 1. Bovember der Werkmeister Heinrich Stecker aus Alten-Duseck zurückblicken.
*♦ Ein Fünfundsiebzigjähriger. Der Kaufmann Isaak Stern, Inhaber der Textil- firma Ivsef Stern Söhne, Steinstraße 19, begeht am morgigen Samstag seinen 75. Geburts- ta*; Eine Achtzigjährige.. Frau Kätchen Schraner Wwc., geb. Iakobi, Glaubrechtstr.5 wohnhaft, eine geborene Gietznerin, feiert am 5. November in seltener geistiger Frische ihren 80. Geburtstag.
*» Generalversammlung des T v. 1346 Gießen. Die diesjährige Iahreshaupt- Versammlung des Turnvereins 1846 im „Bayrischen Hoff war gut besucht. Di« rege Mitarbeit b«r Mitglieder kam bei der Erörterung der vom 1 Sprecher dem Oberturnwart und den Fachwarten gegebenen Berichten zum Ausdruck, in benen die Arbeit in den einzelnen Abteilungen und die schönen Erfolg« des vergangenen Icchres gerecht« Würdigung fanden Der Kassenbericht, dem di« Zeitverhältnisse ihren Stempel aufdrückten ergab, daß der Borstand mit den sehr beschränkten Mitteln so gewirtschaftet hat, wie es das Ansehen und der Zweck des Vereins, aber auch die z. Z. notwendig« Sparsamkeit erforder- «en Der Boranschlag für das neue Turniahr, der «instimmig angenommen wurde, läßt dem Turnrat nur wenig Spi«lraum für besondere Tätigkeit, und es bedarf aller Anstrengung, um
Die großen Aaimschutzgebiele der Erde
Dankbare Aufgaben internationaler Zusammenarbeit.
In der Wahlversammlung der Deutschnationalen Dolkspartei am Mittwochabend im Cafe L^ib gestern schon kurz erwähnt, als erster Minister a. D. H e r g t. Der Redner
unseres Volkes gestärkt werden könne.
Rechtsanwalt Zimmer-Gießen besprach zunächst die Vorgänge bei der Bildung des Kabinetts Papen, und betonte dann, daß die DNVP. dieses Kabinett nach seinen Taten beurteile und aus Grund der bisherigen Leistungen sich hinter es stelle. Der Redner erinnerte sodann an die Bereinigung der Reparations rage, an die endliche Aufrollung der deutschen Gleichberechtigungs- und Wehrhoheits- Forderung, owie an die Inangriffnahme der staatlichen Organisation zur Ertüchtigung der Äugend. Bei allen diesen Aufgaben hätte das ganze deutsche Volk sich hinter die Regierung stellen müssen. Bei einer Betrachtung über die Wirtschaftspolitik begrüßte der Redner im Interesse der Landwirtschaft die Kontingentierungspläne der Reichsregierung, und er fügte hinzu, das Kabinett sei auf dem richtigen Wege, wenn es sich das Recht zur Regelung der Einfuhr vorbehalte,und darauf bedacht fei, den Ernährungsraum des deutschen Volkes sicherzustellen. Zur Innenpolitik bemerkte der Redner, erst und allein durch das entschlossene Zugreisen des Kabinetts Papen fei in Preußen der Marxismus ausgeschaltet und eine enge Verklammerung zwischen Preußen und Reich im Sinne Bismarcks in Angriff genommen worden. In dem Prozeß vor bem Staatsgerichtshof habe die Regierung Papen im wesentlichen gesiegt. Bei der weiteren Reformarbeit ] müsse sie sich vor Augen halten, daß das Lebensrecht des deutschen Volkes über allem stehe. Der Redner kam bann auf die Verhandlungen zwischen der NSDAP, und dem Zentrum zu sprechen, die er mit ironischer Kritik behandelte. Die innerwirtschaftlichen Maßnahmen des Kabinetts Papen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bezeichnete er als eine Großtat, die sich in den nächsten Wochen und Monaten erst noch richtig auswirken werde. Zu den jetzigen Männern der Reichsregierung könne das Volk wieder Vertrauen haben. Die DNVP. fordere, daß diese Männer ihre Polittk auch nach dem 6. November fortsetzen könnten. Eine parlamentarisch-demokratische Regierung dürfe nicht wieder ans Ruder kommen, die Macht des Reichstags muffe zurückgeschraubt werden. Di« DNVP. trete mit dem Kabinett Papen für eine konservative Staatsführung im Geiste Friedrichs des Großen» Kaffer Wilhelms I. und Bismarcks ein. Nichts wolle die DNVP. beim Ringen um dieses Ziel für ihre Partei, sondern alles nur für Deutschland.
Die beiden Reden wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Politische Gegner der Referenten machten viele und zum großen Teil lautstarke Zwischenrufe. Den beiden Vorträgen folgte, eine Aussprache mit einem Vertreter der SA., abschließend sprach ein Pfarrer aus Kassel in eindringlicher Weise über die Notwendigkeit zur Einigkeit ..... Volke.
sprach, wie v , Redner der Minister „
betonte einleitend, es sei vom nationalen Standpunkt aus sehr bedauerlich, daß die Nationalsozialisten in den Parlamenten Mehrheiten mit den Kommunisten gebildet hätten, denn die Kommunisten seien doch eine revolutionäre Partei, ziu einen nationalsozialistischen Zuruf: „Wir auch! bemerkte der Redner, er habe hinzufügen wollen, daß doch die NSDAP, etwas anderes fein wolle. Er habe das Gefühl, daß angesichts der Verwirrung der Meinungen nicht ganz disziplinierte Elemente in der NSDAP, eine starke Enttäuschung ihrer Hoffnungen erleben und dann den Abmarsch nach der anderen Seite antreten würden. Hier rief stua. theol. Wendnagel: „Wir haben doch keine Arterienverkalkung", worauf es zu dem gestern gemeldeten Vorfall kam. Nach dem Auszug der SA. aus dem Saale führte Minister Hergt u. a. aus, durch die Wahl müsse die unnatürliche Reichstagsmehrheit von Kommunisten und Nationalsozialisten beseitigt, aber auch eine Mehrheitsbildung von N^DAP. und Zentrum unmöglich gemacht werden. Dem Zentrum machte der Redner den Vorwurf, daß es 13 Jahre lang immer mit dem Marxismus zusammengegan- qcn und der Steigbügelhalter derer gewesen sei, aus deren Reihen die Gottlosenpropaganda betrieben werde. Die Deutschnationalen seien für eine autoritäre Regierung, die keineswegs außerhalb der Verfassung bleiben müsse. Obwohl die Deutschnationalen mit dem Kabinett Papen nicht verbunden seien, könnten sie ein solches Regiment tolerieren. Wenn Hitler einsehe, daß er heute schon im Niedergange sei, werde er wohl umlernen. Hitler stehe jetzt vor einem Trümmerhaufen der Ideale seiner Partei. Ser Redner kritisierte Hitlers Telegramm an die tL.gcn des Potempaer Mordes verurteilten Beuthener SA.-Leute und erklärte u. a.,
Beisitzer.
** Der Zentralverband der Arbeitsinvaliden und WitwenDeutsch- l a n d s , Ortsgruppe Gießen, hielttwie man uns berichtet, am Mittwoch eine Mitgliederversammlung ab. Im Mittelpunkt der Bersammlung stand ein Bortrag des Bezirksleiters Adler, der in seinen Ausführungen gegen die^verschärften Ab- baurnaßnahmen, die von den Fürsorgeverbänden verfügt wurden, Protest erhob. Die anwesenden Arbeitsinvaliden, Witwen und Waisenvertreter forderten eine Entschließung an die städti-
während früher das Vertrauen zur Objektivität unserer Justiz nur von links her in Zweifel gezogen worden sei, geschehe jetzt bedauerlicherweise das gleiche von der NSDAP, aus. Oberstes Gesetz der Politik aller Parteien müsse völlige Selbstlosigkeit der Führung und Voranstellung des vaterländischen Interesses über das Parteiinteresse sein. Gerade unter den heutigen Verhältnissen sei es höchste vaterländische Pflicht, für alle nationalen Parteien, sich jm Kampfe gegen das Ausland hinter die Regierung zu stellen. Auch im Hinblick auf die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit muffe jetzt alles getan werden um positiv zu wirken. Selbst wenn man, wie auch die Deutschnationalen, nicht in allen Punkten mit dem Kabinett Papen übereinftimme, feien doch viele Möglichkeiten der Tolerierung gegeben Wenn die politischen Kräfte unseres Volkes ficb dieser Aufgabe versagten, entstehe ein Staats- notftanö der nur durch Staatsnotrecht auf Grund des Artikels 48 behoben werden könne. Die nationale Regierung müsse auch weiterhin die bisherige Initiative entfalten. Das jetzige Kabinett habe die
den großen Anforderungen, die das neue Turn- jrhr mit seinem 15. Deutschen Turnfest in Stuttgart stellt, gerecht zu werden. Di« Neuwahlen 3um Turnrat ergaben größere Beränderunge" weil der seitherige 1. Sprecher W. Erl« b von seiner Wiederwahl abzusehen. Durch einstimmigen Beschluß der CDcr, ammlung wurde er zum Ehrenvorsitzenden mit Sitz und Stimme im Turnrat ernannt. Zum 1. Sprecher wurde der seitherige 2. Sprecher A. Neining einstimmig gewählt, an dessen Stelle trat als 2. Sprecher Fr. Wiegand. Auch die übrigen W.ch.en wurden in großer Einmütigkeit und fast alle durch Zuruf getätigt. Der Turnrat seh) sich nunmehr außer den Borgenannten wie folgt zusammen: K. Erb, Oberturnwart und Frauen- turntoart, F. Linker. H. Zimmermann und L. Gerhardt, Schriftführer, L. Schneider, Rechner, W. Scheid, Gegenschreiber, W. Laudon, Zeugwart, K. Müller, Männer- turnwart und Pressewart, K. Strack, Spiel- wart, Th. B a u b e l, Sportwart, Fr. Sauer, Schwimmwart, K. Hergenröther, Fechtwart, Gg. Wahl, Wanderwart, Gg. Bellof, K. Reuter (2. Turnwart) und O. H a i n st a d t,
Aus der Provinzialhaupiüadt.
Gießen, den 4. November 1932.
Hassia-Bezirksiag in Gießen.
Am Sonntag fand im „Postkeller" der Herbst- begirkstag des Hassia-Bezirkes Gießen statt. Die 29 angechlossenen Bereine waren durch zahlreiche Kameraden vertreten. Nach der Begrüßung konnte der Bezirksvorsihende, Professor Dr. Krämer, Gießen, zunächst dem langjährigen Bezirksschriftführer, Kam. Keil, die ihm vom Präsidium der Kriegerkameradschaft „Hasfia" verliehene silberne Ehrenmünze für seine Berdienste um das Kriegervereinswesen aushändigen. Alsdann berichtete der Borsihende über den Derbau d s t a g iu Alzey. Als besonders bedeutungsvoll bleibt zu erwähnen, daß der jährliche Berbandsbeitrag von 2 Mk. auf 1,80 Mk. gegen gewichtige, von Bertretern vorgebrachte Gründe, herabgesetzt wurde. Der nächstjährige Verbands- tag, um den sich Nidda und Bad-Nauheim beworben hatten, findet in Nidda statt.
Hebet die Fürsorge für Kriegsbeschädigte, Kriegerhinterbliebene, Anfall- und In- validenrentner usw. berichtete der Fürsorgeleiter der Provinz Oberhessen, Kam. B o n h a r d , Gießen. der einen Heberblick über die starken Kürzungen auf allen Gebieten gab. Er wies auf die Bertragsverhältnisse mit den Versicherungsgesellschaften hin, deren Rückvergütungen, die im übrigen zur Hälfte den Vereinen zugute kommen, die Durchführung der Fürsorgeangelegenheiten, die für alle Mitglieder vollkommen kostenlos geschieht, ermöglicht.
Der Bezirksvorsihende gab anschließend seine Eindrücke von der am 16. Oktober in Büdingen abgehaltenen oberhessischen Tagung der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen der Hassia wieder, die erneut das in allen Kreisen vorhandene Interesse feststellte, zum anderen aber auch gezeigt habe, daß von unseren Fürsorgestellen das Menschenmöglichste für die Opfer des Krieges und der Arbeit getan wird.
Heber das Kleinkaliberschießwesen sprach der Bezirksschießwart, Kam. Klein, Gießen. Der Verband der Kleinkaliberschühen der Hassia zählt säst 7000 Mitglieder, während der Bezirk Gießen 22 Schießabteilungen verzeichnet. Ein ge Kleinkaliberschießstände wurden im letzten Jahre von den Vereinen bzw. Schießabteilungen neu errichtet. Die Bundesmeisterschast hat wiederum die Schießabteilung des Kriegervereins Gießen errungen.
Heber die Jugendbewegung referierte der Bezirksjugendführer, Kam. V o n h a r d, Gießen, der dabei auf die Tätigkeit der Dezirks- jugend, w e der einzelnen Iugendabteilungen Hinweisen konnte, um dann anschließend ausführlich über die Aufgaben des Reichskuratoriums für Iugendertüchtigung und dessen Zusammen- arbeit mit den Weyrsportverbänden zu berichten. An verschiedenen Stellen im Reiche sind Geländesportschulen errichtet. Für die Provinz Oberhessen kommt die Geländesportschule auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf in Frage. Die einzelnen Kurse dauern drei Wochen. Zu dem Novemberlursus werden zwei Hassia- Iungmannen entsandt, während für den Dezemberkurs der Hassia-Iugend Oberhessens vier Stellen zur Verfügung stehen und auch bereits beseltt sind. Weitere interne Verhandlungen schiff en sich an.
e Ve i k acu g toir e ne besondere Sitzung der Schieß5eiter des Bezirks unter Geltung von Bezirtsschießwart Klein, Gießen, vorauLgegangen. in der neben der Behandlung von Fragen des Schießwesens die Anträge zur Provinzschießleitertagung besprochen wurden.
Wahllundgebung
der Deutschnationalen Volkspartei.
fen, und Polen und die Tschechoslowakei haben sich zur Anlage eines internationalen Schutzparks an ihren Grenzen in ter Tatra zusammengetan. Frankreich, das lange zurückstand, kann sich heute eines herrlichen Naturparks für die alpin« Tier- und Pflanzenwelt im Dergm.nssiv von Pelvoux in den Daupyine-Alpen und des mehr als 15 000 Hektar messenden Schutzgebietes in der Camargue rühmen. Auch in Frankreichs afrikanischen Kolonien finden sich mehrere dieser Anlagen, während weitere erst in der Entstehung begriffen sind. Eine besondere Stellung aber nimmt in dieser Bewegung Belgien mit seinen riesigen Schöpfungen in Afrika ein. An erster Stelle steht hier dec 350 000 Hektar bedeckende Albert-Naturschutzpark, in dem den großen Seen Zentralafrikas unmittelbar benachbarten Gebiet gelegen, dem sich in dem Ruwenzori-Park und Leopold- Nationalpark zwei weitere gewaltig« Schutzgebiete zugesellen sollen.
Der Gedanke einer internationalen Bereinigung für Naturschutz hat zuerst auf einem Kongreß zu Bem, auf dem die Regierungen von 17 Staaten vertreten waren, im Iahre 1913 Wurzel geschlagen. Aber der Ausbruch des Weltkrieges zerstörte diese Pläne, die erst 1928 wieder ausgenommen wurden. Es trat das „Internationale Amt fürNaturschuh"ins Leben, das es sich zur Hauptaufgabe macht, alle Dokumente, die sich auf Fragen beziehen, bi« unmittelbar oder mittelbar mit dem Naturschutz in allen Teilen der Welt zusammenhängen, zu sammeln.
Die Bereinigung, an deren Spitz'« der Professor der Belgischen Kolonial-Hniversität I. M. D e r - scheid steht, besitzt eine umfangreiche Bitlivthek und ein reichhaltiges Archiv, das allen, die sich für diese Fragen interessieren, zur Verfügung steht. Auch wird von der Vereinigung eine Zeitschrift, die „Internationale Revue der Gesetzgebung zum Naturschutz, herausgegeben, die alle wichtigen einschlägigen Gesetze, wie die auf Iagd, Fischerei, Forstwirtschaft, die Schaffung von Naturparken usw. bezüglichen, veröffentlicht, ^hre praktische internationale Zusammenarbeit hat sie bei der Schaffung des Albert-Parks bewiesen, in der vom belgilchen König Albert eingesetzten wissenschaftlichen Kommifsion zur Verwaltung dieses einzigartigen Naturschutzgebietes besteht ein Drittel der Mitglieder aus hervorragenden Gelehrten aller Länder. E. B.
Auf dem Wege, der von den Vereinigten Staa- term betreten wurde, ist als nächster Staat das britische Weltreich gefolgt. In den verschiedensten Weltteilen, in Canada, Neu-Seeland, in Australien, Südafrika, Indien und den Malaienstaaten entftanben ebenso Schuhpark« wie in englischen Großstadtgebieten. In den letzten 20 Iah- ren macht sich auch unter den übrigen Volkern «in förmlicher Wetteifer in diesen Naturschuhbestre-
schen Behörden, die in folgendem Wortlaut den zuständigen Stellen zugehen soll: „Die am Mittwoch, 2. November 1932 abgehaltene Versammlung der Ortsgruppe Gießen des Zentralverbandes dec Arbeitsinvaliden und Witwen Deutschlands erhebt nach eingehender Aussprache gegen den erfolgten Abbau in der Sozialrentnerfürsorge schärfsten Protest. Di« Versammlung vertritt di« einmütige Auffassung, daß die bereits getroffenen Einsparungen in der Sozialrenttierunterslühung nicht nur die größte Beunruhigung unter den Sozialhilfsbedürftigen hervorgerufen hat, sondern daß diese Abbaumaßnahmen in der Zeit der größten Not, unter der diese Kvdise besonders zu leiden haben, unverantwortlich sind. Die Versammlung ist sich dessen bewußt, daß gegenwärtig fast alle Städte und Gemeinden mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, aber dessenungeachtet dürften Einsparungen in dieser Weise nicht voraenommen werden. Den meisten Sozialhilssbedürftigen war es vor dem Abbau ihrer Hnterstühung noch nicht einmal möglich, sich den notwendigen Lebensunterhalt zu beschaffen. Durch die jetzt durchgeführten Abbaumaßnahmen ist es diesen Kreisen unmöglich, weder Miete noch sonstige Abgaben bezahlen zu können. Di« Arbeitsinvaliden und Witwen betrachten die vorgenommene Kürzung als eine außerordentlich unbillige Härte und soziale Hngerechtigkeit. Die Versammlung ist vielmehr der Auffassung, daß cs noch andere Möglichkeiten gibt, Einsparungen vorzunehmen und erwartet von der Stadtverwaltung, daß sie umgehend alle Maßnahmen ergreift, um die bereits durchgeführten Verschlechterungen rückgängig zu machen, damit die schon zur Zeit in größter Armut lebenden Sozialhilfsbedürstigen
, nicht völlig der Verzweiflung anheimsallen."
Eskimos, die zuerst sein Verschwinden feststellten, hatten aus Aberglauben nichts für seine Rettung getan. Sie teilten ihre Beobachtungen dem Missionar Pater ©riffln mit, der di« Polizei benachrichtigte. Wenn, wie anzunehmen ist, Fidschi-Iim zu seinen Väter versammelt wurde, dann hat mit seinem End« ein eigenartiges Lebensschicksal seinen Abschluß gefunden, die Laufbahn eines braunen Kindes der Südsee, das, von den tropischen Gesilden seiner Heimat verschlagen, in dem eisigen Klima des Nordens das Land seiner Wahl und seines Glückes fand. Fidschi-Iim, der eigentlich Iim Asesela hieß, wurde in der Südsee auf Samoa geboren. Als junger Mensch gehörte er zu einer Gruppe von Eingeborenen, die 1893 auf der Welt-Ausstellung von Chikago zu sehen waren. Nach dieser Berührung mit der Kultus welk begab er sich nach San Franzisko, um nach der Heimat zu fahren, aber er ließ sich oon eint» gen Hawaileuten überreden, auf einem Segelschiff Dienst zu tun. Mit diesem Fahrzeug gelangte er nach einigen Monaten nach der Herschel-Insel, di« schon 300 Kilometer innerhalb des Polarkreises liegt. Er war, ohne es recht zu wissen, Matrose auf einem Walfischfahrer geworden mit einem Vertrag, der ihn drei Iahre an das Schiff band. Aber der Sohn des Südens gewöhnt« sich gut an die Härten der nördlichen Witterung, und als er glücklich nach San Franzisko zurückkam, ging er mit einem anderen Walfischfahrer wieder nach dem Norden, dessen so ganz andersartige Reize es ihm angetan hatten. Der „Ruf des Nordens" war an Iim, den Süd- see-Insulaner, ergangen, er folgte ihm, wie viele, andere, und wurde von dieser Welt des Eises nicht mehr losgelassen. Er wurde zum 3äger und Trapper und fühlte sich in der neuen Hingebung wohl. Stefansson begegnete diesem seltsamen Polarmenschen zum ersten Male 1906, freundet« sich mit ihm an und gewann ihn 1914 für drei Iahre zur Teilnahme an seinen Expeditionen. Der ka» nadische Forscher erklärte, daß Fidschi-Iim einer der tüchtigsten Männer sei, die er jemals im Norden getroffen. Er war fleißig und mäßig, gewandt im 3agen und unerschrocken in jeder Ge-
Das unaufhaltsame Vordringen der Menschen in früher unerforschte Gegenden, wie «s sich besonders in dem letzten halben Iahrhundert in Afrika vollzog, hat viel« Züge, die dem Land« ihr charakteristisches Gepräge gegeben, verschwinden lassen. Hm der großen Gefahr zu begegnen, die in der vollkommenen Ausrottung von Tieren und Pflanzen besteht und die in manchen Kolonien in dem gänzlichen Verschwinden des Großwildes mit Ausnahme weniger örtlich beschränkter Gebiete oder in der Herabsetzung des Waldbestandes von ursprünglich 92 auf 5 bis 10 Prozent in erschreckender Weis« zum Ausdruck kommt, ist man in vielen Ländern zur Schaffung von Naturschutzgebieten übergegangen, die, von jeder zerstörenden Menschenhand unberührt, getreu ihren ursprünglichen Charakter und die hier heimische Flora und Fauna bewahren.
Diese Bewegung des Naturschutzes, aus dem Verantwortungsgefühl gegenüber künftigen Generationen entsprungen hat ihren Ausgangspunkt in den Vereinigten Staaten, wo im Iahre 1872 der V «k 1 o w st o n e - Park als erster Naturschutzpark entstand. Heute zählt man in den Staaten nicht weniger als 20 große Nationalparks, deren Gesamtfläche rund drei Millionen Hektar beträgt; dazu kommen noch etwa 40 kleinere Schutzgebiete oder Nationaldenkmale mit einem Flächeninhalt von einer Million Hektar. Diese Stätten sind nicht bloß ein unverletzbares Asyl für die Tier- und Pflanzenwelt des Landes; viel« unter ihnen zeichnen sich auch durch ihren historisch, geologisch oder archäologisch bem er lenswerten Charakter aus.
wird uns geschrieben: Heut« 20 Hhr zu Operettenpreisen Wiederholung der Operette: „Die Tom aus Wien", von Ernst Steffan (Leitung: 3nten- dant — Mvehl — Däulke); 5. Vorstellung im , -----.... ... ....... - - .
Freitag-Abonnement. — Morgen 15.45 Hhr zweite Hungen geltend. Die Schweiz legte den grvßartt- Schülervorstellung: „Der 18. Oktober", von Wal- gen Naturpark im Engadin an, Italien den Rater Erich Schäfer. Ende 17.45 Hhr. Schülerpreise, tionalpark in den Abruzzen, Spanien schuf Iagd- — Das Lustspiel: „ Freie Bahn dem Tüchtigen" schutzgebiete in ®aJüten unb Asturien. An der von August Hinrichs (Spielleitung: Karl Heyser) Spitze der europäischen Staaten steht heute Schwe- aelanqt am Sonntag, 6. November, 18.30 Hhr, den mit seinen 14 Nationalparken.
als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen Aber auch Deutschland ^Mlaiw, Oester- letztmalig zur Aufführung. I reich haben zahlreiche Naturschutzgebiete geschaf


