Ausgabe 
4.10.1932 Erstes Blatt
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

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tung ein gutes Zeugnis aus und bezeichnete die wirtschaftliche Sage der Genossenschaft als gesund.

Beschlußfassung und Wahlen.

Der Geschäfts- und Kassenbericht für 1931 mürben genehmigt und dem Vorstand und Aussichtsrat Ent- lastung erteilt.

Die aus der Versammlung gegebene Anregung über die Anstellung eines b es oldeten Ge- schäftsführers wurde dem Vorstand zur Prü­fung und weiteren Veranlassung überwiesen.

Der Vorstand wurde beauftragt, die Wahl eines aus fünf Mitgliedern bestehenden Mieterrats durchzuführen.

Die Wahlen zum Vorstand und Auf- sichtsrat hatten folgendes Ergebnis: Für den Vorstand wurde A. Ma n n wieder- und W. Dolle neugewählt. Die Zahl der Aufsichtsratsmi - g l i e d e r wurde von zehn auf neun Mitglieder herabgesetzt. Die ausscherdenden Mitglieder A. 3an* ger, H. Schneider und $). 5) o't) n wurden wiedergewahlt.

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ORunbfunfproflramm.

Donnerstag, 6. Oktober.

7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mann­heim: Unterhaltungsmusik für Blasorchester. 13 30: Konzert auf Schallplatten. 15.30: Stunde der Äugend. 17: Äachmittagskonzert des Or­chesters des Westdeutschen Rundfunks. 18.25: Stunde des Films. 19: Dhor-Konzert. 19.30: Mandolinen-Konzert. 20: Konzert des Rund- funk-Orchesters. 21: Der Fall der Valerie C Ern medizinisches Lehrstück von OlDicenna. 22: Eng­lische Lieder. 22.45: Funkstille.

Ireitag. 7. Oktober.

7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Kon­zert. 13.33: Konzert auf Schallplatten. 17: Kon­zert. 18.25:Auf Vorposten für das Ausland­deutschtum", Vortrag von Dr. Focko 2u4>fcn- Berlin. 18.50: Deutsche Reden. ^Werner Deubel spricht. 19.30: Lessing und wir. 20.05: ©tuttgart. Symphonie-Konzert des Philharmvnl,chen Or­chesters Stuttgart. 22.45: Tanzmusik auf Schall­platten. 23.10 bis 23.45: Ufa-Palast Stuttgart: Den Rachtregen regnen hören m Karasakl. Ein Melodram nach einer japanischen Rovelle.

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Amtsgericht Gießen.

Zwei auf gespanntem Fuße stehende Rachbam vom Lande beleidigten sich gegenseitig gröblich. Der eine warf dem anderen in Gegenwart von dessen Frau und Kindern, Einzelfalle anfuhrend, unmoralischen Lebenswandel vor. Dieser er­widerte auf der Stelle mit Beleidigungen, die in Schimpfworten, wieLump u. dgl. gipfelten. Run heißt es im § 199 StGB daß wenn eme Beleidigung auf der Stelle erwidert wird der Richter beide Beleidiger oder einen derselben für straffrei erklären kann. Ob inidn^eweiider Richter diese Bestimmung zur Anwendung bringen will, steht in seinem Ermessen. H. a. wird er die Aufregung, in die der zuerst Angegriffene na­turgemäß versetzt wurde a^r auch die Tatsache in Berücksichtigung ziehen, daß dieser schon selbst sich Sühne genommen hat. 3m Sragcfatf hat tet Richter beide schuldig erachtet, den Ange g r i f f e n e n aber straffrei erklärt, mrdzwar um deswillen, weil dieser durch das ^rhalten seines Gegners, der auch seine Familienehre an- aeariffen hatte, maßlos erregt war, und ihm nicht zugemutet werden konnte, die schwere Beleidigung zunächst auf sich sitzen zu lassen und fctn ®cnug- hmng, die für ihn eine Rotwendigkeit war, auf einen späteren Zeitpunkt, etwa bis zur gericht­lichen Austragung, fer erhielt nur eine Geldstrafe ins

besondere mit Rücksicht auf das S^^en berdm bestehende feindselige Verhältnis. Auch war er noch nicht vorbestraft. Immerhin, hat aber der an sich ebenfalls für schuldig erklärte Angegrif­fene ein Viertel der Kosten zu tragen, der an­dere jedoch den ganzen Rest.

Der Autolenker, der seinerzeit an der Kreu­zung der Frankfurter- und Klinikstraße einen Zu­sammenstoß mit einem Motorradler, ber infolge­dessen einige Verletzungen davontrug, veranlaßt bat und auf Grund der polizeilichen Ermittelun­gen als der schuldige Teil angesehen wurde, er­hielt wegen fahrlässiger Körperverletzung unö Uebertretung einer Rei^ von Derkehrsvorschrif- ten einen gerichtlichen Stras^feh4 über 25' Mk. gegen den er Einspruch erhob. .Diesen nahm er jedoch vor der Verhandlung zuruck so daß es bei der angesetzten Geldstrafe verblleiben mußte. Außerdem hat der Angellagte alle Kosten zu tragen, die seit Erhebung des msbe

sondere, weil der Verletzte auch Rebenklage an­gestrengt hatte, nicht unbeträchtlich angewachsen sind.

-Koriwtc.cn.

TagestalenberfürDienstag. Stadt- theater: 19.30 bis gegen 22.30 ^hr,Egmont . Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: 20.30 Uhr Llcht_ bilberoortrag über die HellstrahlenRadium . Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Gitta entdeckt ihr

Tagung

des Hessischen Philologenvereins e. B.

Der Hessische Philologenverein halt am 7 und 8. Oktober seine 46. Hauptversammlung m Bingen ab. Auf der Tagung wirb die gesamte Lage der höheren Schule und des Philologenstandes erörtert Der Vorsitzenbe des Vereins, Stubienrat Monis (Darmstabt), spricht über bas Thema "Schulpolitische Tendenzen der Gegenwart und die Aufgaben der höheren Schule".

^-'2lus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 19.30 älhr yroiT- nung der 3ubiläumsspielzeit und Wintersaison 1932/33 mit der Reuinszenierung des Trauerspiels

Ggrnont" von Goethe unter der Spielleitung 3ntendant Dr. Prasch. Der

Gießen wird unter der Leitung von Umversitats- Musikdirektor Dr. T e rn e s v a r Y die Beethoven- sche Gesarntmusik zuCgrnont" zu Gehör bringen. 3n der Rolle des Egmont 3ochen Hauer; als Klärchen Beatrice Doering. Die Eröffnungs­vorstellung ist bei gewöhnlichen Preisen zugleich 1 Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Die 3n- tendanz macht nochmals auf den pünktlichen Vorstellungsbeginn aufmerksam, der laut Tbeaterdepitt tionsbeschluß bei sämtlichen Vor-

Hochzeit feiern.

"Vortragsabend bei der Haus­frauenberatung. Dieser Tage hatte, wie man uns berichtet, die Hausfrauenberatung Gie­ßen einen Vortragsabend, der sehr gut besucht war Frau Oberstudiendirektor Kalbfleisch sprach über das Thema .Der Zucker und seine Bedeutung für Volkswirtschaft und Ernährung . Die Lehrküche hatte vorzügliche Confituren her- gestellt, von denen Kostproben abgegeben tour- öen. Zum Schluß fand eine^Verlosung von Zuck^ und Zuckerwcrren statt. Frau Kalbfleisch zeigte auch reizende Bastelarbeiten ^ Weih­nachtsgeschenke. 3m Oktober findet in der Lehr­küche ein Bastelkursus von Herrn Gewerbelehrer Burk ar de statt.

" Verlängerung der Hauszins­steuerablösung bis zum 31. März 19 33. Durch eine 2. Verordnung des 2^1^- präsidenten zur Aenderung der Borschriften uber die Ablösung der Gebaudeentschuldungssteuer werden die Landesregierungen in Abweichung von der Rotverordnung vom 8. Dezember^l931 in der Fassung der Verordnung vom 6. Februar 1932 ermächtigt, zu bestimmen, daß die Ge­bäudeentschuldungssteuer auch noch m der Zeit vom 1. Oktober 1932 bis zum 31. Wacz 1933 mit dem Dreifachen des vollen 3ahres- beträges der Gebäudeentschuldungssteuer abge­lost werden kann. 3n diesem Falle finö bie für bie Zeit vom 1. April 1932 bis zum 30. Sutern- ber 1932 erhobenen Gebäudeent< chuldungssteuer- beträge zur Hälfte auf den Ablösungsantrag anzurechnen. Die in der Zeit vom 1-Oktober 1932 bis zur Entrichtung des AbloiungsbetragA fäl­lig gewordenen Gebäudeentichuldungssteuer- beträge sind neben dem Ablösungsbetrag zu zah- | len. Die Verordnung tritt mit dem 1. Oktober m | Kraft.

Mark festgesetzt).

Die Aussprache.

An der regen Aussprache über den Geschäfts­bericht beteiligten sich d.e Herren A. «an«, H- Schneider, H. Degenhardt, Dolle und B i e r a u, sowie der 1. Vorsitzende Herr F o u r l e r. Man beschäftigte fich u.a. mit der Auswirkung der Zinssenkungsaktion und mit der ^ra^etzung der Mieten. Es wurde betont, daß die Zinssenkung ab 1932 kaum 10 000 Mark betrug. Da man bei den höchsten Mietsäken einen Ausgleich schassen mußte, um das Leerstehen dieser Wohnungen zu verhüten, so mar die Mietsenkung ungenügend und ein TeN der Mieter ging leer aus. Im Jahre 1932 wu^ versucht, für deren Wohnung einen Ausgleich durch eine Mietsenkung um 5 v. H. zu schaffen. Zu beach­ten sei aber, daß durch die Mietsenkungen die Mn - tel ür die Instandhaltung der Hauser beschrankt würden, starke Bedenken nach dieser Richtung hm seien unausbleiblich. Weiter wurde die Auswirkung der Steuergutscheine, die Frage der Errichtungvon Klein- und Kleinstwohnungen und die geschwächte Zahlungskraft der Mitglieder infolge der verringer­ten Einkommensverhältnisse erörtert. Der 1- Dor­fitzende, Herr Fourier, betonte, die Mietberech- nüng sei so gestaltet, daß den Mitgliedern nicht zu viel zugemutet wurde. Die Verwaltungskosten seien äußerst niedrig. Die Baugenossenschaft 1894 gehöre zu den bestfundiertesten in Hessen und im Reiche. Der Vorstand werde bestrebt sein, diesen guten Zu­stand trotz der Schwere der Zeit aufrechtzuerhalten. An dem guten Fundament der Genossenschaft hallen auch die Mitglieder selbst das größte Interesse. Der Rechner H. W ö l f e r behandelte einige Fragen noch anhand rechnerischer Darlegungen. .

Die Prüfungskommission des Aufsichts rats, Direktor Otto Bergen und H. S ch ntj Der erstattete den Bericht über die Revisionen, die eine mustergültige Buch- und Kassenfuhrung ergeben hätten.' Es wurde Entlastung des gelchästsfuhrenden Vorstandes beantragt. .

Der Revisionsben ch t, DDIn..tZL SBölfer verlesen, erstreckte sich auf die Geschafts- und KassenM^ng'. Der Bericht stellte k^r Vermal-

Dieser Tage hielt die Baugenossenschaft 1 8 9 4 im Gewerkschaftshaus ihre diesjährige ordent- liche Generalversammlung ab Der Borsitzende des Aus ichtsrats. Direktor Otto Bergen führte als Der ammlungsleiter dabei u. a aus dahim Ge schä tsjahr 1931 auch in Gießen baulich mchts unter nommen werden konnte. Im laufenden Geschäftsjahr 1932 feien die Derhältniffe noch schlechter geworden, trotzdem habe sich die Verwaltung entschlossen, meh rere Doppelhäuser mit acht Wohnungen zu errichten, um private Baulustige zum Bauen anzuregen.

Der Geschäftsbericht für 1931

wurde von dem l.Vorsitzenden H. Fourier er­stattet. Im Berichtsjahre war die Tätigkeit des ge schäftsführenden Vorstandes in.Ermangelung der Bautätigkeit dem inneren Ausbau der Genossen schäft gewidmet. Vielleicht sei es möglich, noch m diesem Jahre das neue Bauvorhaben auszufuhren. Hierfür komme das hinter der Eisenbahnstrecke GießenFulda zwischen der L'cher ^aße und dem Alten Steinbacher Weg vorhandene Gelände m Be tracht Die Interessenten für diese Wohnungen muh^ ten jedoch ein kleines Eigenkapital zur Verfügung stellen, da die Baugenossenschaft nicht m ber Sage ei, die ganze Bausumme aufzubringen. Die Woh- nunasmieten müßten aber tragbar Jein 5ur bte Käufer deren Wohnungen bet dem Mietnachlaß ab LSanuar feine Mietsenkung -rsuhren se, nunmehr ab 1. Juli eine solche von 5 v. $). durchgefuhrt. Die Aussichten für die Zukunft feien nach wie vor schlecht.

Der Kassenbericht

wurde von dem Vereinsrechner H. Wölfer vor- aetraaen Er gibt folgendes Bild der B t la nz .

9 21 t9t i o a : Unbebaute Grundstücke 7000 RE im Eigentum ber Genossenschaft verbleibende Hauser aus den verschiedenen Bauperioden zusammen ? 259 890 RM Erwerbshäuser ohne Kausanwarter- oerträge 7440 RM., Geschäftseinrichtungen 9740 RM., eigene Hypotheken und Restkaufgelder 3784 RM Bank- und Sparkassenguthaben 26 225,20 RM Kasse'nbestand 517,67 RE, rückständige Nutzungs­und Mietgebühren 1732 RM., zusammen 2 306 686,27

praktischen Musikunterricht haben, vom 6. Lebens» ahre an, B Gehörsübungen für Erwachsene find wichtige Vorbedingungen für den Musikschüler. Der Anfang jedes Mufikunterrichtes muh not­gedrungen in Gehörsübungen bestehen, welche den Schüler zunächst mit einzelnen, später mit rhythmisch, melodisch und harmonisch verbundenen Tönen bekannt macht. Auf diese Art g^t der Urgrund der musikalischen Erziehung dem Schuler durch das Ohr ein; er muß das Denken in Tönen erlernen. Erst wer sich aus einer Roten­reihe auch ohne sie zu spielen Die Suang* Vorstellung der betreffenden Melodie bilden und dieselbe rhythmisch verstehen kann, darf anfangen, ein 3nstrument zu lernen. Eine vollkommene lückenlose Elementarvorbildung befähigt den Schu­ler bann, jedes 3nftrument bzw. seine Stimme mit wirklichem musikalischen Verständnis zu lernen. Aber nicht nur für diejenigen, die Musik prak­tisch ausüben wollen, ist das Tonschreiben, be- sonders das Tonlesen, der unersetzliche Unterbau, sondern das durch die Methode geweckte musi­kalische Vorstellungsvermögen wird auch jebem nicht ausübenden Musikliebhaber einen erhöhten Kunstgenuß im Zuhören bringen. Man beachte die heutige Anzeige. .

** Silberhochzeit. Am morgigen Mitt­woch können Martin Heuhner und Frau, wohnhaft Lindenplatz 11, das Fest der silbernen

^Ü^'erbef älke in Gießen. 3n der Zeit Dom 16 bis 30. September verstürben in unserer ©taöt: 17. Henriette Ruth Roll, 3 Mona e, Mäusburg 15; 19. Gisela Fischer, 10 Monate, Ludwigstrahe 28; 20. Heinrich Enders, Tapezier­meister9 65 3ahre, Kaplansgasse 12; 22. Margarete Franzkowski, geb. Aletz, 30 3a^e, Wehst« n- strahe 14; 23. 3vhannes Greb, Lehrer L R., 71 Jahre Weserstr. 27; 28. Mannes Wetzstein, Kauf­mann,'92 3ahre, Roonstrahe 6; 29. Pauline^Böh­ling, geb. Schreiber, Wwe., 72 3ahre, Kaplans nasse 14; 30. 3ohannes Kompf, ohne Beruf, 79 3ahre, Am Wingert 4; 30^ Oltarie ^aul, geb. Kassel, Wwe., 64 3ahre, Seltersweg 70

" Gehörsübungen in Minna Kor­ners Schule für höheres Klavier- spiel. Man schreibt uns: Gehörsubungen oder Tonschreiben, Primavista-Singen oder Tvnlesen, A Gehörsübungen für Kinder, welche noch keinen

Wen blich ®ei. Her« ifien ern, tat. lut« Ufr. lus. oon

stellungen unbedingt aufs genaueste eingehalten werden muß; während der Ouvertüre bzw. der offenen Szene bleiben die Saaltüren geschlossen. Ende gegen 22.30 Llhr. Mittwoch, 5. Oktober, erste Vorstellung im Mittwoch - Abonnement. Wiederholung des TrauerspielsEgmont" in der Besetzung der Eröffnungs-Vorstellung. Gewöhn­liche Preise. Pünktlicher Beginn 19.30 Ähr; Ende gegen 22.30 Uhr.

Daten für Dienstag. 4 Oktober.

1515: ber Maler Lukas Cranach d.I. in Witten- berg geboren; 1669: ber Maler Rembrandt in Amsterdam gestorben; 1814: der sranzosische Maler Millet in Gruchy geboren; 1330: der Generalfeldmarschall Graf Porck von Wartenburg gestorben.

** Der Reichspost-Omnibusverkehr am Grenadier tag. Wie wir hören, wurden von der Reichspost am Samstag und Sonntag für den Kraftomnibusverkehr anläßlich des-Grenad.ertages insgesamt rund 1400 Einzelkarten ur Hin- und Rück­fahrt ausgegeben. Danach sind also von den Kraft­omnibussen der Reichspost an den beiden Tagen ms- gesamt rund 700 Personen befördert worden 9 ** Re itjag d Der Reit- und Fahrklub Gießen und Umgebung veranstaltet am morgigen Thttrood) in Verbindung mit dem Bataillon eine Nechagd. Treffpunkt ist die Militar-Schwimmanstalt, Halali an der Karlsruhe. Die Reitjagd beginnt um 14.30 Uhr. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Sonderausstellungen im Stadt- theater. Die Intendanz^ hat beschlossen, aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Stadllyeaters im Lause der Spielzeit eine Reche verschiedener Ausstellungen in den Wcmbelgangen und im Foyer zu veranstalten. An Hand der 21g langen soll dem Publikum teils tHeatergeschicht- lich eine älebersicht über das Kunst eben speziell in Gießen, geboten werden, teils soll das Pu­blikum Gelegenheit haben, über Dinge des Theater- und Bühnegeschehens unterrichtet zu werden, die sich sonst dem Auge des Zuschauers

Aus dem Stadttheaterbüro schreibt man uns: Es ist vielleicht merkwürdig, daß ein SSpeatec sich an Rundfunkfreunde wendet die allabend^ in ihrem Heim fitzen und den Wundern des RunD- funks lauschen. Aber beim Abhören der «nizellien Stationen wird manchmal der Wunsch auftauchen, ^n übertragenes Schauspiel selbst direkt mikuer- leben im lebendigen Theater, wo das Mienenspiel, der szenische Hintergrund und das farbenfroh, prächtige Bild echter Kostüme stärkste Eindrücke vermittelt. Das durch Rundfunk Gehörte soll auf Der lebendigen Schaubühne auch erlebt toeroen. Daher ist der Rundfunk vorbereitender und ver­mittelnder Kulturfaktor, der zu eifrigem Theater- besuch anregen wird. Viele Tausende von RunD- funkhörern haben durch ihr Radio die 2iebe zum Theater erst gelernt. Um allen Rundfunksreui^ Den nicht nur durch die Elektrizität, sondern durch direktes Hören und Schauen Werke der Duhnen- kunst zu bieten, gewährt die 3ntendanz auch in der kommenden Spielzeit 1932, 33 allen Rund­funkteilnehmern eine Vergünsti­gung von 10 Prozent auf die Platze von 2 Mark ab zu a11 e n 03 or ft eitunacn ®ut- scheine sind in den bekannten Rundfunk- undRa- diogeschäften erhältlich.

(Siebener Vochenmarktprcisc.

' Giehen, 4. Oft. Es kosteten auf dem heuti­gen Wochenmarkt: Kochbutter l00. Suhr°hmbutter 130, Landbutter 120-130, Mat e 25-30 Pf. das Pfund, Käse 5-10, Eier, ausb. 10, ml. 11 Pf- das Stück, Wirsing 6-8, WeZkraut 4-6, Rot- kraut 78, Gelbe Ruben 8, Rote Ruben 7 8, Spinat 15, Römischkohl 8, ^vter-Kohlrabi 5 6, Somaten 10-15, Zwieb-In 8-10,

70 Schwarzwurzeln 3035, xurDis °. Pilze 2530 Kartofseln 3 Pf. d. Pfd. (Kartoffeln p. Ztr. 2,50-2,80 Mk.), Aepfel 10-20. Birnmi 10-20, Dörrobst 30-35, Zwetschen 10-12, Pfir­siche 3040, Brombeeren 2025,

35 König 40-45, Russe 35, 3unge Hahne 70-80, Suppenhühner 6080 Pf. das Pfund, Tauben50 bis 60, Blumenkohl 30-60, Salat 8-10 Salat­gurken 10-20, Endivien 1015, Ober-Kohlrabi ^-8, Lauch 5-10, Rettich 8-10, Sellerie 10-35 Pfennig das Stück, Radieschen 10 Pf. das Dund.

gaben 37 969,03 RM., Verwaltungskosten 3860 RM., sonstige Ausgaben 4780,23 RM., Unterhaltungskosten ür Wohnhäuser 11 632,48 RM., Abschreibungen au Geschäftseinrichtungen 20 RM. Abschreibungen aus Wohnhäuser 26 758,39 RM., Reingewinn 4944,97 RM., zusammen 196 613,12 RM.

Haben: Zinsen von ausgeliehenen Kapttalien 1591,70 Mark, Miete von Wohnungen 193 01^42 Mark, noch ausstehende Mieten ^^2 Mnrk, simstige Einnahmen 279 Mark, zusammen 196 613,12- Mark.

Der Mitgliederbestand Anfang 1931 be­trug 804 Mitglieder mit 956 Geschäftsanteilen, am Ende des Ge,chäftsjahres 788 Mitglieder mU. 940 Anteilen. Die Gefchaftsguthaben der Mitglieder stiegen um 9006,77 Mark. Die Haftsumme erhöhte sjch9um 91 000 Mark, auf 282 000 Mark (Geschäfts­anteil und Haftsumme wurden seinerzeit auf je 300

Gießen, den 4. Oktober 1932.

Landgerichtsdirekior Schudt.

Am 1. Oktober ist der Direktor am Landgericht der Provinz Oberhessen Richard Sch ud t, auf Grund des Altersgrenzegesetzes in den Ruhestand ge-

Landgerichtsdirektor S ch u d t, der am 1. Juli 1867 in der Bergermühle bei Kloster Arnsburg als Sohn des Mühlenbesitzers Jean Schudt geboren wurde, kam schon als Gymnasiast nach Gießen, stu­dierte dann hier Jura, trat nach bem ^akultats- eramen im Sommer 1890 am Gießener Amtsge­richt Landgericht und Kreisamt in den Vorberei- tung'sdienst ^ein und war auch etwa 1 Jahr lang bei dem damaligen Landtagsabgeordneten Metz in der Anwaltschast tätig. Seiner ^Militärpflicht als Em- jährig-Freiwilliger genügte er beim Jnf.-Rgt. 116 in Gießen. Im Oktober 1894 bestand er mit ber Rote Gut" die große Staatsprüfung im Justiz- und Derwaltungsfach, hierauf erfolgte feine Er­nennung zum Gerichtsaffeffor^ Im Dienste der Ju­stin war er dann in den verschiedensten Amtsstellun- äen in Alzen, Pfeddersheim, Wörrstadt, Darmstadt, Waldmichelbach, Bad-Rauheim, Homberg a.d.Ohm, hierauf wieder in Darmstadt, und feit 1908 in @ie= feen tätig Rach kurzem Wirken am hiesigen Amts­gericht erfolgte mit Wirkung vom 1 Januar 1909 ab feine Ernennung zum Landgerichtsrat m ©le­ben Von Mitte November 1922 ab war er zum Oberlandesgerichtsrat in Darmstadt befördert wor­den er tat jedoch in Gießen weiter richterlichen Dienst und wurde am 12. März 1924 zum Land- gerichtsdirettor am Oberheffifchen Landgericht er- Hieben feinem beruflichen Wirken als Richter war Landgerichtsdirektor Schudt allezeit auch mit regem Jntereffe an den öffentlichen Angelegenheiten als Mitarbeiter beteiligt. U. a. war er lange Jahre Vorstandsmitglied des Hessischen Richtervereins, weiter wirkte er in der früheren Rationalliberalen und jetzigen Deutschen Volkspartei in hervorragen- .der Weise mit. Mehrere Jahre lang gehörte er der evangelischen Kirchengemeindevertretung unserer Stadt an, weiter war er zweiter Vorsitzender des Allgemeinen Vereins für Armen- und Kranken­pflege. Be andere Verdienste erwarb er sich um das Evangelische Schwesternhaus, das insbesondere durch seine Tätigkeit in annehmbarer Weise über die Note der Inflationszeit hinweggebracht und auch spater» hin von ihm liebevoll betreut wurde.

Als Richter und als Mensch erfreut sich Landge- richtsdirektor Schudt, der bei seiner ehrenam - lieben Tätigkeit immer in vorbildlicher Weise selbst­los war, in weiten Deoölkerungskreisen in Stadt und Land hoher Wertschätzung, die Km auch nach seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst erhalten blrtben wird.

nundfunkfreunde und Theaterermäßigung.

Sneflasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

LSG. Ihre Gläubigerin befindet sich im Recht, weil es sich um Zinsen aus einer K g u f g e 1 d forde- rung handelt. Vielleicht können Sie die Hypo hek kündigen und sich anderswo das Kapital billiger beschaffen. _______

Ueberraschi wird die Hausfrau, welche zum ersten Male Maggi's Würze verwendet und findet, daß schon wenige Tropfen genügen um schwache Suppen und Soßen augenblicklich tafelfertig äst. machen und um Gemüsen sowie Salaten feinen, kräftigen Wohl- geschmack zu verleihen. bV40A

Passiva: Geschastsguthaben ber Mitglieder 108 46677 RM., Rücklagen: gesetzliche Rucklage 9 848 83 RM. Hilssrücklage 96 811,27 RM., Er-

pielteitung »on Ä

Orchesterverein 1^'AeÄn 450 RM., Spareinlagen 14901,33 RM., . Uniocrfüatß. 10 150,58 RM g°stund°,° Str°-

Soll - Noch zu zahlende Zinsen für auf» »»nnmmene Kapitalien 10 150,58 RM., Zinsen für auKommene Kapitalien 95 097,94 RM., Zinsen Ä9^n!agen 1399,50 RM., Steuern und Ab-

Ä