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4.10.1932 Erstes Blatt
 
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Dom ersten Zusendlaa der Aastonatsozialisten

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Der österreichische Gesandte Dr. Phil. Frank, der seit 1925 Oesterreich in Berlin vertritt, ist von seinem Posten abberufen worden.

Oer Reichspräsident spricht heute abend im Rundfunk.

v e r l i n . 4. OH. (TDIB. Funkspruch.) Da es dem Herrn Reichspräsidenten nicht möglich ist, bei der großen Jütte der ihm , u s e i n e m 8 5. G e- burts tage entgegengcbrachten Glückwünsche allen, die seiner gedacht haben, persönlich zu danken, wird der Herr Reichspräsident heute um 1 9.3 0 Uhr über alte deutschen Sen- der seinen Dank öffentlich im Rundfunk ZUM Ausdruck bringen.

renz ausgesprochen haben soll.

Deutschland muß gehört werden.

Senator Borah billigt das deutsche Verhallen in der Abrüstungsfragc.

Washington, 3. Okt. (WIB.) In einem von der North-American Newspaper-Alliance veröffent­lichten Artikel erklärt Senator B o r a h, er hoffe, daß Deutschland doch einen weg finde, um an den Genfer Beratungen leilzunehmen, da nur volle Zusammenarbeit aller Rationen zu einem Erfolg in der Abrüstung führen könne. Davon abgesehen jedoch fei Deutschlands Forde­rung nach Gleichheit nicht nur natürlich, son­dern vollkommen berechtigt, denn Gleich­heit sei wesentlich für jedes ftch selbst achtende Volk, und die Alliierten hätten, wenn auch vielleicht nicht den Buchstaben, so doch sicherlich denGei st ihres im Versailler Vertrag gegebenen Ver­sprechens verletzt. Er glaube nicht, dah Deutschland behaupte, seinerseits den Vertrag ver- | letzen zu können; aber Deutschlands Forderung müsse jetzt gehört werden. Zu dieser Forderung sei Deutschland durchaus berechtigt, und der Ein­wand, daß Deutschlands vorgehen inopportun sei, stelle nur einen fadenscheinigen Bot- wand dar. Grundrechte wie die Gleichberechti­gung der Rationen könnten nicht auf angeb­lich günstigere Gelegenheiten verscho­ben werden ober sich allerlei Formeln und Ta­gesordnungen unterwerfen, sondern sie seien eine Vorbedingung für die Erzielung der Ab­rüstung In der ganzen Welt, wenn die Alliierten aber doch heute noch auf der Basis des Versailler Vertrages debattierten und die Abrüstung in ge­trennte Klassen für Sieger und Besiegte ein- telten wollten, dann werde die Genfer Konferenz zur Farce und in einem Felklschlag enden.

tlm die Landtagsaustösung in Hessen.

Darmstadt, 4.0kl. (WTB. Drahtmeldung.) Der hessische Landtag trat heute nach etwa Illwöchiger Pause wieder zusammen. Der inter­essanteste Antrag ist das sozialdemokratische Verlangen auf Auflösung des Land­tags und Reuwahl zusammen mit den Reichslags­wahlen. von den Ratlonalsozialiflen wurde dazu heule ein Abänderungsantrag einge­bracht, der verlangt:Der Landtag besteht aus 35 Abgeordneten, die in allgemeiner, glei­cher, unmittelbarer und geheimer Wahl gewählt werden." Gleichzeitig verlangen die Rationalsozia- lisken, daß das Gehalt der hessischen Mi­nister mit sofortiger Wirkung auf 1 2000 M k. sestgeseht wird und Abzüge und Zuschläge nicht erfolgen. Aufwandsentschädigungen sollen an die IHinlfler nicht gezahlt werden. Die Rationalsozia­listen machen von der Annahme dieser beiden Anträge auf Herabsetzung der Abgeordnetenzahl (seither bestand der Landtag aus 70 Abgeordneten) und der Minislergehälter ihre Zustimmung Zur Landtagsauflösung und Reuwahl am 6. Rovember abhängig.

In der Nähe der estländischen Stadt Wesenberg wurde di« Lehrerin der dortigen Gemein beschule. Postier, in ihrer Amtswohnung zerfleischt aufgefunden. Der M_____ ...

nem Opfer erst die Gurgel durchschnitten und dann die Leiche wüst zugerichtet. Unter dringendem Tat­verdacht wurde bald darauf der Rektor der

Vom Freiwilligen Arbeitsdienst zur Arbeitsdienstpflicht.

Oie volkserzieherische Aufgabe der Arbeitslager.

reich siehe auf dem Standpunkt, daß die durch die deutsche Glerchberechtigungsforderung aufge­worfenen Fragen imRahmen des Völker­bundes behandelt werden müßten. Für die weitere Entwickelung der Abrüstungskonferenz seien die Organe dieser Äonferem, insbesondere der Hauptausschuß, dessen Einberufung ja für Rovember geplant ist, zuständig. Die wich­tigsten Fragen der Abrüstungskonferenz könnten nicht ohne Hinzuziehung der Rachbarstaaten Deutschlands behandelt werden. Diese Auffassung wird von den kleinen Entente-Staaten geteilt. Diese hatten gestern nachmittag eine Zusammen­kunft, in der man sich scharf gegen die Einberufung einer solchen Konf e-

Schule verhaftet, der mit der Ermordeten ein Liebesverhältnis unterhalten hatte. Der Mörder, der die Tat ableugnete, konnte durch Blutfpuren überführt werden.

Einbrecherkönig Kilo aus dem Polizeigefängnis entwichen.

Vor einigen Tagen ist der bekannte (Sin* brecherkönig Franz Kita aus dem Dort­munder Polizeigefängnis ausgebrochen. Kita bat gegen Abend den Wärter, den Toiletten­raum aufsuchen zu dürfen. Es gelang ihm, un­bemerkt auf den Boden des Gefängnisses zu kom­men. Vom Dach ließ er sich an einem Blitzablei­ter auf die Straße hinunter. Kita hatte noch eine 8jährige Zuchthausstrafe zu verbüßen.

Eifersuchlsbrama in Lelpzig-Lindenau. Zwei Tote.

3n einer der letzten Rächte erschoß der Ar­beiter Karl Mülheim seine Geliebte, die Kell­nerin Gertrud H i e m e r in Lindenau bei Leipzig und dann sich selbst. Die Tat wurde auS Eifersucht begangen, da das Mädchen das Ver­hältnis lösen wollte.

wieder zwei Raubüberfälle.

3n Berlin machten drei junge Burschen einen Ü 6 e r f a 11 auf einen Geldbrief - träger vom Postamt Tempelhof. Einer versetzte dem Beamten einen Schlag mit einem Hammer auf den Kopf. Ein zweiter bedrohte ihn mit einem Messer. Auf den Hilferuf des Deldbrief- trägerS eilten Passanten herbei. Die Räuber ergriffen die Flucht. Einer von ihnen, der Ar­biter Georg Schade, konnte fest genom­men werden. Die Verletzungen des Beamten sind nicht sehr erheblich.

3n Königsberg wurde ein Raubüber­fall auf einen Kassenboten der Firma Karstadt verübt, wobei den Tätern über 1 2 5 0 0 Mark in die Hände fielen. Die Tat wurde von vier Personen verübt, die nach dem lleberfaH in einem Personenkraftwagen davonsuhrcn. Der Bote wurde mit einem Totschläger niedergeschlagen. Ep mußte sich in ärztliche Behandlung begeben.

Die estlandische Regierung, die nur etwa Zwei Monate am Ruder war, ist zurückgetre- t e n. Der Rücktritt wurde bedingt durch Gegensätze der beiden bisherigen Koalitionsparteien der Agrar­partei und der Nationalen Mittelparte'i, in Wirt- schaftsfragen. Während die Agrarpartei durch starke Kürzung der Beamtengehälter und durch Einführung einer Dalutafteuer eine Deoalation der estnischen Krone anstrebte, besteht die Nationale Mittelpartei auf den Rechten der Beamtenschaft und auf der Auf­rechterhaltung des Kronenkurses.

auf den Beigeordneten Schäfer (bärgerl.) 232 (bd der Landtagswahl am 19. Juni 1932 erhielten die entsprechenden Parteien 27) Stirn- men, Franz Brunner (Kommunist) 163 (219) Stimmen, Albert Hottmann (SPD) 78 (41) Stimmen, und auf den Landtagsabgeord- neten Karl Lenz (BSD AP.) 45 (238) «Stim­men. Zwcschen Schäfer und Brunner findet kommenden Sonntag Stichwahl statt

2 e r I i n, 3. OIL (ERD.) Als Abschluß einer großen Führertagung des Reichsbundes für Ar­beitsdienst wurde eine Kundgebung veranstaltet, zu der neben Vertretern des Reichsarbeits- und Reichswehrministeriums sowie des preußischen Ministeriums für Wohlfahrt1 Vertrete,? des Reichsstädtebundes, der Stadt Berlin, des Ober- Präsidiums Berlin, des Landesarbeitsamtes, des Reichslandbundes, des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit und einzelner Parteien erschie­nen waren. Das Hauptreferat hielt der erste Vorsitzende des Bundes, Generalmajor a. D. Faupel, über das ThemaWelche Maßnah­men müssen zur Ausgestaltung des Arbeitsdien­stes getroffen werden?" Der Redner betonte einleitend, daß sich die Auffassung, daß der Ar­beitsdienst in erster Linie eine v o l kserzie- h e r i s ch e und erst in zweiter Linie eine wirtschaftliche Maßnahme ist, allgemein durchgeseht habe. Die Arbeit als solche, das kameradschaftliche Zusammenleben im Lager, ge­meinsamer Sport und Unterricht in der' frei­bleibenden Zeit hätten starke erzieherische und Parteigegensähe ausgleichende Wirkung.

wenn sich auch hunderttaufende zum Arbells- bienst freiwillig melbeten, fo blieben doch wesent­liche Teile der männlichen Jugend dem Arbeits- btenst fern, und zwar gerade dieje^iigen, die feine Einwirkung am notwen­digsten hätten, wolle man also, und das fei unbedingt anzustreben, die gesamte männliche Jugend durch die Ertüchtigungsschute des Ar­beitsdienstes gehen lassen, so müsse er zur Pflicht eines ganzen Jahrganges werden.

Der Uebergang zur Arbeitsdienstpflicht müsse allmählich erfolgen. Die heutige sehr lose Form des freiwilligen Arbeitsdienstes habe ein dauerndes Kommen und Gehen in den Lagern zur Folge, erschwere und verteuere die geregelte Ver­waltung und mache planmäßige Erzie­hung fast unmöglich. Der erste «Schritt zur Pflicht müsse also unter vorläufiger Beibehal­tung der Freiwilligkeit, die Einstellung zu 6c-

Obwohl im Dezember in Thüringen allgemeine Gemeinderatswahlen stattfinden, mußte am Sonn­tag in der Gemeinde Köppelsdorf bei Son­neberg der Gemeinderat neu gewählt werden, da der alte wegen Differenzen mit dem Staats beauftragten aufgelöst worden war. Die Wahlen erfolgten bei sehr schwacher Beteiligung, und es wurden abgegeben für die Rational- sozialisten 492 (822 bei den letzten Reichs­tagswahlen), Bürgerliche 215 (116), SPD. 262 (450), Kommunisten 643 (846).

3n Reustabt (Odenwald) machten bei der Dürgermeisterwahl von 582 Wahlberechtigten 520 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Es entfielen I

ist auch deshalb nicht zu erwarten, weil nach den letzten Meldungen keineswegs eine Ver­schärfung der Situation eingetreten ist. Man darf nicht übersehen, daß Streiks in Hamburg und Berlin mit der Notverordnung nichts zu tun haben. Das Kabinett ist aber zu dem Entschluß ge­kommen, die weitere Entwicklung zunächst abzuwar­ten. Sollte sie zu einer Verschärfung führen, so würde die Reichsregierung natürlich erneut Stete luna nehmen. Im Augenblick aber sind keine besonderen Maßnahmen.geplant und des­halb entfallen auch die Gerüchte, die von einer besonderen Streikverordnung wissen wollen.

Wettervoraussage.

hohe Druck im Westen gelangt durch den Kaltluftzustrom toeiter nach dem Festlande, so daß er bei uns wetterwirksam werden dürfte. Damit wird zunächst das Wetter beständiger, und JJC Jrn$cratuter1} gehen durch stärkere nächtliche * un£- zum Gefrierpunkt zurück. Herbstliche Frühnebel, welche sich später aus» °£n' JD d^ß Aufheiterung erfolgt, werden sich außerdem einstellen.

cr sichten für Mittwoch. Stellenweise Frühnebel, sonst wolkig mit Aufheiterung, nachts Frostgefahr, tagsüber milder trocken.

Lufttemperaturen am 3. Oktober: mittags 12,5 Grad c a ra d\a^cn^9 8'2 ®rab; am 4. Oktober: morgens ®rab- Maximum 13,4 Grab, Minimum 6,5 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Oktober: abends 13,1 Grad; am 4. Oktober: morgens 10,7 Grad Celsius. Niederschläge 2,3 mm. Sonnen- scheindauer 4 Stunden.

stimmten Terminen des Jahres und die Ver­pflichtung der Freiwilligen auf zu­nächst ein halbes 2 ahr fein. Erst wenn durch Auswahl und «Schulung die nötige Anzahl von Führern herangebildet sei, könne man zur Arbeitsdienstpflicht übergehen. Eine besondere Forderung sei die einheitliche Kleidung und Ausrüstung, einheitliche Beschaffung und Be­wirtschaftung würden sehr zur Verbilligung bei­tragen. Für das Führungs- und Verwaltungs- Personal könnten auf diese Weise die Mehr­kosten wieder herausgewirtschaftet werden.

Mil Hilfe der jetzt vorn Reich eingeführlen Schulungslehrgänge hoffe man bei Be­ginn des nächsten Frühjahres etwa 1500 mit einer behördlichen Lignungsbescheinigung ver­sehene Lagerführer zur Verfügung zu haben. Der Reichsbund könne darüber hinaus noch etwa 1000 solcher Lagerleiter im nächsten Jahre zur Verfügung stellen. Mit dem Arbeits­dienst jetzt schon befaßte Beamte, in ihm be­währte Kräfte von Vereinen und Bünden und aus den Arbeitslagern selbst erwachsene jugend­liche Führer müßten zu einem einheit­lichen Körper zusammengefügt werden.

Die sogenanntenoffenen Lage r", d. h. die- jenigen, in denen nur die Arbeit, nicht auch die Unterkunft gemeinsam ist, hätten eine weit ge- ringer e erzieherische Wirkung als die geschlossenen" Lager; sie müßten also allmäh- lich verschwinden. Vor allem aber müßten be­stehende Unterschiede in der Höhe des gezahlten Taschengeldes beseitigt werden. Nichts dürfte an Ar- beitslohn erinnern, da Arbeitsdienst Ehren- dienst am Vaterlande sei. Die Verpfle- g u n g in den Arbeitslagern fei im allgemeinen sehr gut, aber für haltbare und gut ausfehende B e k l e i - düng müsse noch mehr gesorgt werden.

Der Redner schloß mit dem Hinweis, daß der Ar­beitsdienst so außerordentliche Möglichkeiten für den Wiederaufbau Deutschlands biete, daß es ein unver­zeihlicher Fehler wäre, diese nicht voll auszunutzen.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsernährungsminister Frestherrv. Braun wird am 7. Oktober in Breslau auf dem Der- dandstag der niederschlesischen landwirtschaftlichen Genossenschaften über die Plane der Reichsregierung für die Sanierung der landwirtschaft­lichen Genossenschaften und die Umorgani- sation der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse sprechen.

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Die Deutschnationale Dolkstei wird mit ihrer am 6. Oktober in Berlin zusammen- tretenden Führertagung in den Reichstags- wahlkampf eintreten. Die Tagung wird durch eine Rede Dr. Hugenbergs eröffnet werden.

Aus aller Welt

Vertretertagung der Schute Stolze-Schrey.

Dte Kurzschrift sch ule Stolze-Schrey hat m Berlin einen Dertretertag abgehalten. Aus den Berichten ergab sich, daß allenthalben die Pflege des olatente betrieben wird. Die Verhandlungen galten der weiteren Ausgestaltung der Organisation, ^/.Schulung von Unterrichtsleitern und dem be- hordllch erlaubten Privatunterricht. Weiter besckzäf. t'gte sich der Vertretertag mit der Frage: Warum haben mir keine Einheit auf stenographischem Ge- biet in Deutschland? Der 1. Verbandsoorsitzende, Reichstagsstenograph Dr. E g a e l i n g, Oberstudien- direktor Dr D e w i s ch e i t (Halle) und Kammer- stenograph Karl Höhne legten die Schwierigkeiten des Systems der Reichskurzichrift dar. Seit fast zehn vWbren so wurde ausgeführt, besteht das sog. Ein- heltsslistem, und doch hat das deutsche Vaterland keine Einheit auf stenographischem Gebiet, weil man be: der Schaffung des Einheitssystems einen falschen Weg emge[d)[agen hat Man habe nicht nach der Gute des Systems gefragt, sondern eine lchwer er­lernbare Schrift als maßgebend erklärt und leich­tere Systeme abgerotefen. Das Gute lasse sich aber aud) durch politischen Druck nicht beseitigen. Daher weiter der Kampf zwischen Gut und Schlecht auf stenographischem Gebiete, daher keine Einheit. Sie könne nur durch den freien Wettbewerb unter den werden, ^en Läuterungsprozeß bisher nicht durch-

Stolze-Schrey fordere

G»l"chberechtiaung für alle Systeme. Der w oen Abschluß einer im ganzen

juid) durch geführten Werbewoche, als deren Er- CU 2l"länaerlehrgänge in Stolze- 3U ^^Eichnen find. Als Tagungsort für den «tenographentag im Jahre 1934 wurde Halle (oaale) in Aussicht genommen.

Die Schlichter der einzelnen Bezirke werden am Dienstag in einer im Reichsarbeitsministerium stattfindenden Konferenz über ihre Erfahrungen hinsichtlich der Auswirkungen der letzten Notverordnung auf die Arbeitsstreitigkeiten Bericht erstatten. Das Ergebnis dieser Konferenz dürfte für die weiteren Maßnahmen des Reichs- arbeitsminifteriums nicht ohne Einfluß bleiben.

Wahlergebnisse des (Sonntage

Die Ergänzungswahlen von Stadtverordneten in Etallupönen (Ostpreußen) hatten folgen­de« Ergebnis. Kommunisten 620 Stimmen (Dergleichszahl bei der Reichstagswahl am 31. 3uli 1932 : 503 Stimmen), Sozialdemokra­ten 200 (482), Wirtschaftliche Einheits­liste (bürgerliche Mittelparteien) 603 (382), Na­tionalsozialisten 1262 (2199).

Oie Reichsregierung und die Streiks.

Im Augenblick keine besondere Maßnahme geplant.

Berlin, 3. Okt. (CNB. Funkspruch.) In der Oessentlichkeit sind Gerüchte verbreitet, wonach der Reichsarbeitsmini st er beabsichtigen soll, der Streikbewegung durch eine gemeinsame Kon- icrcn^ mit den Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer entgegenzuwirken. Wie wir von unter- richteter Seite erfahren, ist eine besondere Aktion nicht geplant. Selbstverständlich hat ber Reichsarbeitsminister der Entwicklung bisher nicht einfach zugesehen. Es haben vielmehr gerade in der letzten Woche zahlreiche Besprechun- gen mit Vertretern sowohl der Unternehmer als auch der Gewerksck-aften stattgefunden. Einige Ge- werkschaftsvertreter sind auch vom Reichskanzler empfangen morden. Bei den Gewerksctzaften selbst ist die R e cht s a u f fa s s u n g keineswegs e i n b e i 11 i ch. Während die Freien Gewerkschaften d»e Rechtsmäßigkeit der Notverordnung anzweifeln, vertreten die christlichen Gewerkschaften bisher den Standpunkt, daß sie sachlich zwar gegen die Not­verordnung seien, nachdem sie aber einmal oor- Iicge, muffe sie auch ordnungsmäßig durch- geführt werden, lieber irgendwelche Rechts- weifel rourbe autb eine Konferenz der beteiligten xrerfc schließlich keme Klarheit bringen können. Sie ft n u r b u r ch E ntscheidung des Arbeits» aerichte» möglich Bisher hat man in juristischen Kreisen den Eindruck daß keine Partei große 'Jlci* gung hatte, das Arbeitsgericht anzurufen. Es ist aber möglich, daß eine solche gerichtliche Klärung nun bod) in der nächsten Zeit im Zusammenhang mit der Situation im Rheinlande erfolgt.

Die vermutete Aktion des Reichsarbeitsministers

Geheimrat Professor Max Mols f.

Im Alter von 69 Jahren ist der Direktor her Heidelberger Königsstubl - Sternwarte, Geheimrat Prof. Mar Wolf, geworben. Wolf wurde 1863 in Heidelberg geboren. Sein Arbeitsgebiet war die Spektralanalyse und die Himmelsphotographiie. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, daß die Himmelsphotographie zu dem wichtigen Werkzeug der Astronomie wurde. Unter den zahlreichen pho- tographischen Entwicklungen, die Wolf im Laufe der Jahre machte, fei besonders der von ihm 1891 im Sternbild des Schwanes entdeckteAmericanebel" und die 1894 erfolgte Wiederauffindung des Kome­tenEncke" erwähnt.

Großfeuer auf einer IDerft bei Toulon.

Dieser Tage brach auf der Werft der6ocUt6 des Jorges et Ehantiers" in Seyne-fur-Mer in un­mittelbarer Nähe des Mittelmeerhafens Toulon ein Feuer aus, das sich mit ungeheurer Schnelligkeit ausdehnte. Da auf der Werft mehrere größere Schiffe im Bau sind, wurden sofort alle Feuer­wehren gerufen, die sich jedoch zunächst vergeblich bemühten, des Feuers Herr zu werden. Nach zwei­stündigem Löschen wurde sich die Leitung der Feuer­wehren darüber klar, daß es ihr nicht gelingen würde, die Ausdehnung des Feuers zu verhindern, so daß sie von der Präfektur von Toulon Verstär­kung erbitten mußte, die sofort nach Seyne-fur- Mer abging. Den vereinten Bemühungen der Feuer­wehren ist es dann gelungen, eine weitere Aus- dehnung des Feuers auf der Schiffswerft von Seyne-sur-Mer zu verhindern. Die Ersatzteillager der Marine sind jedoch fast völlig vernichtet.

Estländische Lehrerin von ihrem Rektor ermordet.

Unter Teilnahme von 50 000 Jungmannen fand in Potsdam der 1. Nationalsozialistische Reichsjugendtag statt, dessen Mittelpunkt eine Ansprache Adolf Hitlers bildete. Unser Bild zeigt die Ehrenwache am Potsdamer Gefallenengedenkstein.