Ausgabe 
4.8.1932 Frühausgabe
 
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^2.Herbst-7regaiia des Lahnregatta-Verbandes.

Durchführung: verein Rudersport 1913 Gießen.

Dem Verein Rudersport 1913 Gießen ist auch für das Jahr 1932 die Durchführung der Herbst- rcgatta des Lahnregatta-Verbandes übertragen worden. Der veranstaltende Verein läßt in diesen Tagen die Ausschreibungen hierzu an die Ver­eine gehen. Die Regatta findet am Sonntag, 28. August statt. Die Startverlosung soll bereits am 17. August vorgenommcn werden. Das Re­gattaprogramm verzeichnet insgesamt 20 Rennen.

Vorgesehen sind folgende Rennen: Jungmann- Dierer, Herbst-Vierer, Iugend-Gig-Dierer, Erster Lahn-Vierer, Kurzstrccken-Rennen im Vierer über 500 Meter: Jungmann-Achter, Jungmann-Einer, Damcn-Vicrer, Zweiter Vierer, Altherren-Dierer, Staatspräsiocnten-Dicrer, Herbst-Achter (Georg Appcl-Gedächtnispreis), Anfänger-Vierer, Ju­nior-Vierer. Lahn-Achter, Herbst-Vierer (Kurz- strccken-Rennen), Lahn-Einer, Jungmann-Viercr (Hermann Happcl-Gedächtnispreis). Ermunte­rungs-Vierer und Großer Achter. Der Start ist auch für diese Regatta wie bisher stets am Felsen: das Ziel liegt etwa 150 Meter unterhalb des Dootshauses des Vereins Rudersport. Die Länge der Bahn beträgt 1800 Meter. Die Vor­rennen für diese Regatta werden am Samstag- nachmittog und am Sonntagvormittag ausge- fahrcn Man erwartet auch für diese rudersport­liche Veranstaltung eine starke Beteiligung.

Willy Kreß bedauert...

ober er geht nach Mühlhausen.

Die am letzten Sonntag vomSportdienst für Süddeutschland" (WTB.) verbreitete Meldung, daß der langjährige Torhüter der deutschen National­mannschaft, Willi Kreß vom SC. Rot-Weiß Frank­

furt, einen Vertrag mit dem FC. Mühlhausen/Elsaß abgeschlossen habe, wird jetzt von Kreß selbst bestä­tigt. .Kreß bedauert es selbst, daß er zu diesem Schritt gezwungen worden ist, aber angesichts der Haltung seines ehemaligen Vereins blieb ihm keine Wahl. Det' Vorstand des SC. Rot-Weiß hatte be­kanntlich den Internationalen für ein halbes Jahr disqualifiziert. Da ihm der Verein ferner auch die Freigabe für einen anderen deutschen Verein nicht gegeben hätte, so war cs Kreß unmöglich gemacht, in den nächsten eineinhalb Jahren seinen Sport in Deutschland auszuüben, denn natürlich hätte Kreß in dem neuen Verein nicht nur das Jahr satzungs­gemäßer Sperrfrist, sondern dazu auch noch das halbe Jahr Disqualifikation abwarten müssen. Eine Rückkehr zu Rot-Weiß war wegen des gespannten Verhältnisses zwischen dem gegenwärtigen Vorstand und den alten Spielern nicht möglich. Willi Kreß verläßt Frankfurt, die Stadt in der er geboren ist und in der er auch sportlich zu seinem großen Rus gekommen ist, nur sehr ungern.

Der FC. Mühlhausen nimmt den deutschen Inter­nationalen natürlich mit Vergnügen, denn Kreß wird nicht nur für die Spiele in der französischen Professional-Liga eine sehr willkommene Verstär­kung sein, sondern auch überall in Frankreich eine große Zugkraft bilden. Uebrigens trifft Kreß bei dem elsäßischen Verein gute Freunde an, denn mit ihm geht nicht nur der bekannte Verteidiger Engelhardt von Rot-Weiß Frankfurt, er wird auch zusammen mit Ferdl S w a t o s ch spielen, der ja schon seit einiger Zeit im Elsaß weilt.

Um das Deutsche Turn- und Sportabzeichen.

Leichtathletik.

Am Samstag von 16 Uf>r und Sonntag um 10 Tlhr werden auf dem Sportplatz der Spielver­einigung 1900 die Leistungen für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen abgenommen.

Olympia 1932.

Em Tag der Rekorde. - Helene Mayer, unsere stärkste Hoffnung.

Der Dienstag brachte in Los Angeles eine Fülle von Kämpfen, aber auch eine Fülle von großen Leistungen und Heberraschungen. Bei an­haltender Gluthitze wohnten über 70 000 Menschen auf den verschiedenen Kampfstätten den Ereig­nissen bei.

In der Leichtathletik gab es eine Anzahl von Entscheidungen. Für die hervorragende Konkur­renz spricht die Tatsache, daß wieder fast alle Wettbewerbe mit einem Weltrekord, wenigstens ober mit einem neuen olympischen Rekord en­deten.

Das packendste Ereignis des Tages war der 800-7Neler-Endlauf, den der Engländer hampfon in der neuen Deltrekordzeit von 1:49,8 Minuten gewann,

knapp vor den Kanadiern Wilson und Edwards, sowie den Amerikanern Genung, Turner und Hornbostel. Dr. P e l tz e r konnte in das eminent schnelle Rennen nicht eingreifen, er wurde nur Reunter.

Den 100-Meter-Endlauf der Da­men holte sich Stella Walsh -Polen in der Weltrekordzeit von 11,9 Sek. vor Strike-Kanada, v. Br e m en-HSA., Hiscock-England, Dollinger- Deutschland und Wilde-ASA.

Einen amerikanischen Sieg gab es im Dis­kuswerfen der Damen. Hier siegte Miß C o p e l a n d -USA. mit der Weltrekordleistung von 40,56 Meter vor Osborn-älSA. 40,11 Meter, Wasjowna-Polen 36,94 Meter, Fleischer- Deutschland 36,06 Meter, H e u b l e i n -Deutsch­land 36,64 Meter und Walsh-Polen 33,48 Meter.

Einen weiteren Erfolg für Amerika gab es im W e i t s p r u n g , wo leider der Deutsche Ko­ch e r m a n n nicht in die Entscheidung kam. G o r d o n =11601. war mit 7,62 Meter siegreich vor Red^-Kanada 7,61 Meter, Rambu-Japan 7,44 Meter, Svensson-Schweden 7,40 Meter, Barber-HSA. 7,36 Meter, Oshima-Japan 7,16 Meter.

Recht erfreuliche deutsche Leistungen gab es in einer Reihe von vorkämpsen.

Im 200-Meterlauf qualifizierten sich I o - n t h und B o r ch m e y e r für die Vorentscheidung. Jonath gewann seinen Zwischenlauf in der fa­mosen Zeit von 21,4 Sek. Hendrix - Aachen schied im Zwischenlauf aus. Einen ganz uner­warteten Erfolg hatte der Frankfurter Hürden­läufer Welscher, der bekanntlich nicht vom

Deutschen Reichsausschuß, sondern auf Grund pri­vater Stiftungen aus Frankfurt nach Los Angeles entsandt worden ist. Während der Deutsche Meister. Wegener im Zwischenlauf aus dem Rennen fiel, konnte sich Welscher, der vorher seinen Dorlauf in 14,8 Sek. gewonnen hatte, für die Entscheidung qualifizieren.

Im 5000-Meter-Endlauf wird nach den Ergebnissen der Vorläufe auch der Deutsche Meister und Rekordmann S y r i n g zu finden sein. Beim modernen Fünfkampf liegen die deutschen Teilnehmer Miersch, Naudö und Remer nach der ersten Prüsu g dem sehr schwierigen Querfeldein- Reiten mit i;.. Vorderfeld.

Gute Nachrichten kamen aus dem Staatlichen Zeughaus, wo die Einzelkämpfe im Florett­fechten für Damen und Herren ihren Anfang nahmen. Unsere blonde Olympiasiegerin von 1928,

Helene INayer aus Offenbach war in ganz her­vorragender Form. Sie kam ohne Niederlage in die Entscheidung,

nachdem sie u. a. Lloyd-Amerika und Dany-Ungarn glatt geschlagen hatte. Auch Erwin' Casmir hat die Vorkämpfe erfolgreich überstanden und steht nun in der Vorentscheidung.

Oer 2Runbfunf im Dienste der Wasserwanderer.

Eine bemerkenswerte Reuerung wurde dieser Tage für Westdeutschland geschaffen. Unter der Mitwirkung prominenter Mitglieder des Rieder­rheinkreises im Deutschen Kanu-Derband und un­ter Leitung von Dr. Konrad P f e n n i g-Düssel­dorf haben der westdeutsche Rundfunk und ein Teil der westdeutschen Presse einen Wasserstands- Meldedienst für die zahllosen Faltbootfahrer in ihrem Bezirk eingerichtet. Dadurch werden den Kanusportlern eine Reihe von schönen und idylli­schen Kleinflüssen erschlossen, deren Befahrung bei der Unsicherheit des Wasserstandes bisher ein großes Wagnis war. Allwöchentlich zum Wochen­ende laufen die Meldungen der in die Organi­sation einbezogenen Wassersportfachleute, Müller und Gasthofbesiher sowie amtlicher Pegelbeobach­ter auf der Zentrale zusammen und werden von dort aus weiter verbreitet. Eine ähnliche Ein­richtung ist bereits vor einem Jahr durch den bekannten Faltboot- und Ski-Schriftsteller C. I. Luther, München, für die bayerischen Wild­

flüsse geschaffen worden, deren Wasserstand eben­falls sehr starken Schwankungen unterliegt.

Alpenfahrt für Automobile.

2. Bergprüfung am kleinen St. Bernhard.

War die voraufgegangene Etappe von St. Mo­ritz nach Stresa trotz der Rachtfahrt für die Teil­nehmer wenig schwierig, so bot die am Dienstag zurückgelegte fünfte Tagesstrecke von Stresa nach Grenoble eine Fülle von Hindernissen. Allgemein wurde die Etappe von den Fahrern als die bisher schwerste bezeichnet, aber nicht we­gen der Länge von 516 Kilometer, sondern auf Grund des miserablen Wetters. Dazu kam noch die zweite eingelegte Bergprüfung, die über eine 10 Kilometer lange Strecke von La Thuile nach Der Paßhöhe des Kleinen St. Bernhard führte und bei der die geforderten Mindestge­schwindigkeiten von 35 bis 38 Stundenkilometer wohl nur von einem kleinen Teil der Fahrer ein­gehalten werden konnten. Hier kamen zu dem Re­bel noch die Regenmassen und glitschigen Wege erschwerend hinzu. Daß es Strafpunkte nur so hagelte, kann weiter nicht verwundern. Immerhin erledigten die Dreiliter-Wandererwagen ihr Pen­sum allein von den deutschen Wagen ordnungs­gemäß, während die Fabrikmannschaft von Ha­nomag ihre ersten und das DKW-£eam weitere Strafpunkte zudiltiert erhielt. Rur ein geringer Teil der Fahrer ging noch strafpunktfrei aus. Rach Erledigung der Dergprüfung warteten auf die Teilnehmer noch weitere Schwierigkeiten, denn es galt, auf dem letzten Stück noch die Höhen des Col de Galibier (2550 Meter), und des Col de Lautaret (2075 Meter) zu überwinden.

Großer Motorradpreis der Schweiz.

Vor den Toren der Schweizer Dundesstadt Bern wurde am Samstag und Sonntag der Große Motorrädpreis der Schweiz zum Austrag ge­bracht. Das Wetter war prachtvoll, und die Zü­sch auermenge der Bedeutung des Rennens ent­sprechend zahlreich.

Die Rennstrecke selbst ist ein 7,5 Kilometer lan­ger Kurs. Die Besetzung der einzelnen Solo- und Beiwagen-Konkurrenzest war hervorragend. Die gesamte englische Elite war am Start und auch deutscherseits waren gute Fahrer und ausgezeich­nete Maschinen im Rennen. Den Auftakt bildete am Samstag das Rennen der Solomaschinen- Klafse bis 350 ccm, bei welchem der Engländer Woods mit 118,44 Std.-Km. Sieger blieb. Am Sonntag um 7 Uhr begann das Hauptrennen. In der 175er Klasse blieb Baschieri auf Benelli mit 116,28 Std.-Km. Sieger. Die 250-ccm°Klasse wurde nach hartem Kampf mit den Engländern Rott und Walker eine Deute des Italieners Fu- magalli mit 114,89 Stunden-Kilorneter.

Im Anschluß an die Konkurrenz der kleinen Solo-Maschinen wurde das Beiwagen-Rennen ge­startet, bei dem von beiden Kategorien 22 Runden gleich 165 Kilometer zu bewälllgen waren. In der 600-ccm-Hlasse setzte sich ter Das er Stärkle auf seinem deutschen NSU-SSe®efpann erwar­

tungsgemäß an die Spitze des Feldes, fuhr mit 4:20,4 Minuten gleich 103,7 Std.-Km. neuen Run­denrekord und siegte schließlich in der neuen Re­kordzeit von 1:39,51,6 gleich 101 Std.-Km. mit über 6 Minuten Vorsprung vor dem zweiten, dem Der. ner Binz. Stärkte war damit schneller als der beste der Einliter-Deiwagen-Klasse, der nur 97,1 Std.-Km. erreichte. Den Abschluß der Veranstal­tung bildete das Rennen der Halbliter-Svlo-Ma- schinen. Hier siegten die englischen Fabrikfahrer: Woods wurde erster mit 195,96 Std.-Km.» Tyrell Smith Zweiter. Die große lleber- raschung bei diesem Rennen war der Schweizer Herrenfahrer Kaufmann auf NSU-SS, der gegen die schärfste englische Konkurrenz nach har­tem Kampf den dritten Platz belegte.

Starkenburg.

WSN. D a rmsta d t, ' 3. August. Dieser Tage wurde in Darmstadt ein gewiß seltenes Brautpaar getraut. Der Bräutigam zählte 81 Lenze, die Braut 65. Eine große Menschenmenge bildete dem seltenen Brautpaar nach und vom Standesamt Spalier.

WSN. Offenbach, 3. August. Mit dem Mes­ser im Kopf, das bei dem Stich abgebrochen war, wurde heute nacht ein Student aus Offen­bach ins Krankenhaus eingeliefert, der auf dein Wege nach seiner Behausung in der Buchrain­straße, von einem Manne überfallen worden war, der angeblich eine SA.-Uniform getragen haben soll. Der Verletzte hatte auch noch s o n - ftige Stichwunden aufzuweisen, so daß sein Zustand als recht ernst bezeichnet werden muß. Das Messer mußte im Krankenhaus auf operativem Wege entfernt werden.

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 3. Qlug. In der Rächt zum Sonntag stürzte der 53jährige Maler Druno Dender aus Freudenstadt in der Margarethen- straße durch einen Fehltritt die Treppe in dem Gasthaus, in dem er logierte, herab und erlitt einen schweren Schädelbruch. Der Ver­unglückte starb bald nach der Verbringung ins Krankenhaus.

Schweres Bauunglück.

Frankfurt a. M., 3. Aug. (WSN.) Ein schwe­res Bauunglück ereignete sich gestern nachmittag in der Heimstättenfiedlung der Nassauischen Heimstät- ten-Gesellfchaft in Goldstein. Eine über einem Kellergeschoß fertiggestellte Decke war mit aller­lei Baugerät zu schwer belastet worden und brach schließlich, da sie noch nicht recht trocken war, in sich zusammen. Drei Arbeiter, die sich ge­rade auf der Decke befanden, wurden mit in den Keller gerissen und zwei andere Arbeiter, die ihren Kollegen zu Hilfe kommen wollten, erfuhren d.as gleiche Schicksal. Ein Arbeiter wurde so schwer verletzt, daß er ins Krankenhaus geschafft wer­den mußte, die anderen vier wurden leichter ver­letzt.

Wirtschaft.

Rückgang der Sparkasseneinlagen.

Die Bilanz per Ende Juni.

Berlin, 3. Aug. Ende Juni 1932 beliefen sich die Spareinlagen bei den deutschen Spar­kassen auf 9800,02 Mill. Mk. gegenüber 9 905,05 Millionen Mk. Ende Mai 1932. Der Derichts- monat weist mithin eine Olbnahme um 105,03 Mill. Mark gegenüber einer Zunahme um 50,79 Mill. Mark im Vormonat auf. Im einzelnen betrugen die Einzahlungen 360,71 (373,34) Mill. Mk., da­von aus Aufwertung 15,15 (11,45) Mill. Mk. und aus Zinsgutschriften 15,66 (6,89) Mill. Mk. Die Auszahlungen stellten sich auf 465,74 (424,06) Millionen Mark. Die Depositen-, Giro- und Kon­tokorrenteinlagen betrugen am Ende des Berichts­monats 1224,5 Mill. Mk. gegenüber 1259,52 Mill. Mark Ende Mai 1932.

* Die internationalen Stickstosfver- Handlungen in Scheveningen. Die inter­nationale Stickstoffkonferenz in Scheveningen ist ent­gegen d?r gehegten Befürchtung, wonach sie schon gestern abend wegen mangelnder Uebereinftimmung beendet werden würde, heute fortgesetzt worden. Die Verhandlungen sind nach wie vor streng vertraulich. Wie jedoch verlautet, find die Aussichten auf das Zu­standekommen eines neuen Stickstosskartells nunmehr erheblich gestiegen. Man hat mehrere Ausschüsse ein­gesetzt, die sich insbesondere mit dem Problem der Absatzverteilung und der Preisfestsetzung befassen sollen. Es wird jetzt damit gerechnet, daß die Ver­handlungen noch mehrere Tage dauern werden. Weiter heißt es, daß der chilenische Gesandte in

London mit Vollmachten seiner Regierung auf dem Wege nach Scheveningen sei, um bei der evtl. Unter­zeichnung eines Abkommens zwischen den euro­päischen Stickstoffproduzenten und der chilenischen Salpeterindustrie mitzuwirken.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 3. August. Die Abendbörse lag vollkommen geschästslos, da Anregungen jeder Art fehlten. Die zum Teil leicht erhöhten Berliner Schlußkurfe blieben nur knapp behauptet. Etwas höher lagen lediglich Licht und Kraft, die 0,75 v. H. anzogen, während die übrigen Marktgebiete ver­nachlässigt waren und meist nur nominelle Kurse aufwiesen. Der anhaltende Ordermangel ließ bet der Spekulation keine Unternehmungslust au ft am- men. Von Montanwerten waren Stahloerein zu 10,75 v. H. angeboten. Der Rentenmarkt lag eben­falls sehr still und die Kurse blieben meist unver­ändert. Reichsschuldbuchforderungen wurden um Bruchteile eines Prozentes höher taxiert. Neubesitz­anleihe 5,90, Altbesitzanlsihe 48,70, Schutzgebiets­anleche 3,20, Reichsbank 126, Gelsenkirchen 32, Phönix 13, Stahlverein 10,75, AEG. 27, Licht und Kraft 71,75, IG. Farben 88,25, Lahmeyer 87, Sie­mens 121, Hapag 11,75, Nordd. Lloyd 12,90.

Schweinemarkt in Friedberg.

WSR. Friedberg, 3. Aug. Zum heutigem Echweinemarkt waren 387 Kleintiere angetrieben. Es wurden bezahlt: für sechs Wochen alte Ferkel 10 bis 12 Mark, für sechs bis acht Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark. Bei lebhaftem Geschäft verblieb nur ein geringer fieberst and.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H. Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. Ul.

Berlin

Echluß» kurs

Echlußk. Abend- dürfe

Schluß­kurs

Echlußk. mittag« dürfe

'Datum

2.8.

3.8.

2.8.

3.8.

6% St undje Relchsonteiye t>.i92.

60

62

62,25

62

6% ehem. 7L>Dt. ReichSanl. v.1920

67

67,8

67,65

68

B/s% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Abich.-Schuld mit

58,75

60

58,75

60

Ausloi.-Rechten......

48,35

48,7

48,4

48,75

Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . 6% ehern 8%£>ei(. Soltsftaat 1929

5,9

5,9

5,9

5,85

(rüdsafjlb. iO2%)......

Oberhellen Provinz-Anleihe mit

47,5

48

50

Ausios.-Rechten......

Deutsche flamm. Gammelabl.

42

43,75

Anleihe Serie 1......

45

44,5

44,5

6% ehern. 8% Franks. Hyp.°Banl Golbpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank

70

70

Golvvte 16 unkündbar bis 1930 5'/-% ehern. 4/2% Franks.Hhp.-

Bon! Lia» Ps.mdbriese . . .

69,5

.

99

79,5

5/,% ehern. 4 !4°/° Rheinische

Hyv.-Bank-Liqu.-Goldpie. . . 6% ehern. 8% Pr. Landespsand»

81

80,5

briefanftai Pfandbriefe DL 19 6% ehern. 7% Pr. Landespfand-

68,5

68

68,4

68

briesanstall. Pfandbriefe R. 10

68,5

68

4% Oesterretchtsche Goldrente .

10,5

70,4

10,4

10,13

4,20% Oesterreichische Silberrente

1

1,05

1,05

4% Ungarische Goldrente ....

5,9

5,75

5,9

5,8

4% Ungarische StoatSrente v. 1910

6,5

6,5

6,5

6,4

4'z% bceßl. Dort 1913 . . . .

5% obgest. Goldrnerikaner von 99

5

5

_

4% Türkische Hollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

3,5

3,4

3,65

3,5

Serie 1...........

3,4

3,65

3,5

4% desgl. Serie II.......

5% Rurnän. vereinh. Rente v. 1903

3,4

3,425

3,65

4,2

4,25

4,3

4s4?LRumän.veretnh.RenIev.l91S

8,25

8,1

7,05

7,9

4% Rumänische vereinh. Rente

3,9

3.95

3,9

3,9

2%% i Anatolier......

17,4

17,8

17,4

17,3

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß» kurs

Echlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag- dürfe

Saturn

2.8.

3.8

2.8.

3.8.

vamburg-Amerna Pare.

1

12,25

11,75

12,25

11,65

Hamburg-Südam. Dampsschisj

. O

Hansa Dampsschisj . .

. 1

19,75

Norddeutscher Lloyd ....

. 1

13,5

12,9

13,25

12,65

A.G. für Verkehrswesen Akt.

. 0

32,75

32

31,4

31

Berliner Handelsgesellschaft .

4

89,5

89,5

89,5

89,5

Commerz- und Privat-Bank .

O

16

16

53,5

53,5

Darmstädter und NationalbaN

0

18,25

18,25

18,5

18,5

Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschast. . .

0

75

75

75

75

Dresdner Bant ......

O

18,25

18,25

18,5

18,5

Retchsbank ........

1:

126,5

126

126,5

126

A.E.G...........

. 0

28,65

27

28,5

27,13

Bergmann........

. 0

21

20.75

Elektr. LieserungSgeseNschaft.

5

60,5

59

59,5

59,5

Licht und Krast......

6

73,5

71,75

73

71

Felten & Guilleaume....

0

37,5

38

38,75

38,9

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

Rheinische Elektrizität . . .

4

60,5

60

61,25

60,25

618

64

64

64,75

64

Echuckert & (So.......

0

64,5

63,75

63,5

63

Siemens L Halske.....

$

122,5

121

122,5

122

Lahmeyer & (So.......

10

87

87

87,5

87

Buderus.........

. 4

27,25

26,5

28

26,5

Deutsche Erdöl......

. 6

71

70,75

71,5

71

Gelsenkirchener......

. 8

33

32

33,13

32,5

Harpener.........

. O

52

50

51,5

50,25

Hoejch Eisen........

. 6

22,13

22,5

Ulie Bergbau.......

Ilse Bergbau Genüsse . . .

10

129

95,5

95,25

fllodncrtuerle..... .

. b

22,5

22

22,25

21

ManneSmann-Röhren . . .

. 6

37,25

38,5

37,5

Mansfelder Bergbau ....

. O

11

11

11,25

11

Oberschlei, flokswerke . * .

. 8

31,25

30,75

Phöntr Bergbau......

4'/?

14

13

14

13.25

Rheinische Braunkohlen. . .

10

175

174

174,75

174

Rheinstahl........

. 6

48

48,75

47,75

Frankfurt a. 2JL

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- bürse

Schluß- kurs

Schlußk. mittag«

Mrff

Datum

2.8.

3.8

2.8.

3.8.

Riebeck Montan......

Bereinigte Stahlwercke . . .

. 0

12

10,75

11,75

11

Otavi Minen.......

0

12,25

12

'2,13

12,13

Kaliwerke Aschersleben . . .

6

94,5

93,25

95

94,75

Kaliwerke Westeregeln . . .

6

104

104

104

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

9

160

159

160,5

159

I. G. Farben-Indusirte. . .

7

88,75

88,25

88,9

88,4

Scheideanstalt.......

10

137

137,5

Goldschmidt........

. 0

16,5

17,5

17,13

17

Rütgeröwerke .......

. 0

32,5

32,5

32,5

32,65

Metallgesellschaft......

. 0

25

25

24,25

25,5

Philipp Holz mann.....

Zementwerk Heidelberg. . ,

. 0

. 4

35,5

36

34

36

36,5

34 Ji

(Sementroerl Karlstadt. . . .

. O

31

31

Wayß & Freytag.....

. 0

3,9

4

Schultheis Pahenhofer . . . Aku (Allgemeine Kunstseide)

0

57

56

0

"41,1b

37

38

37

Bemberg.........

0

33

32,5

33

31,75

Zellstoss Waldhos.....

0

30

29,5

29,75

28,5

Zellstoff Aschaffenburg . . .

0

19

18

18

18

Dessauer Gas.......

. 7

85,13

84

Daimler Motoren.....

. O

13,25

13

13,75

13

Deutsche Linoleum ....

. O

31

32

32,5

24

Örenstein & Koppel ....

. 0

23

23,13

Leonhard Tieh......

. 6

44,5

44

45,5

44,75

Svenöka.........

0

Ehade..........

12

169

166

168

166

Frankfurter Maschinen . . .

. 0

Gripner.........

. r

16,5

18

17,25

Mainkrastwerke Höchst a. M..

48

Süddeutscher Zucker . . . .

. 8

1 105,5

105,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt clBI.

2. August

3. August

Amiliche Geld

Notierung | Brief

Amtliche Geld

lotierung Brie'

Helstngsor- . Wien. . . .

6,344

51,95

6,356

52,05

6.344

51,95

6.356

52,05

Prag . . .

Budapest. .

12,465

12,485

12,465

12,485

Sofia ...

3,057

3,063

3.057

3,063

Holland . .

169,63

73,98

169,97

169,63

169,97

Oslo....

Kopenhagen.

74,12

73,98

74,12

79,57

79,73

79,47

79,63

Stockholm .

75,87

76,03

75,87

76,03

London. . .

14.78

14,82

14,78

14,82

Buenos Aires

0,913

0.917

0,913

0,917

Neuyoil . .

4,209

4,217

4,209

4.217

Brüssel. . .

58,36

58,48

58,36

58,48

Italien. . .

21,42

21,46

21,44

21,48

Paris . . .

16,48

16,52

16,48

16,52

Schweiz . .

81,89

33,92

82,05

81,90

82,06

Spanien .

33,98

33,97

34,03

Danzig. .

81,97

82,13

81,97

82.13

Japan . .

1,149

1,151

1,149

1.151

Rio de Jan

0,325

0,327

0,325

0,327

Jugoslawien Lissabon .

6,693

6,707

6,693

6,707

13,49

13,51

13,49

13,51

Banknoten.

Berlin, g.Auqust

Geld

Bries"

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

58,44

Belgische Noten.........

58,20

Dänische Noten.........

79,29

79,61

Englische Noten.........

14,74

14,80

Französische Noten........

16,44

16,50

Holländische Noten........

Italienische Noten.....; .

Norwegische Noten........

Deutsch-Lesterretch, i 100 Schilling

169,26

21,40

169,94

21,48

73,80

74,10

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten........

75,70

76,00

Schweizer Noten.........

81,72

33,83

82,04

33,97

Ungarische Noten........