Ausgabe 
4.8.1932 Frühausgabe
 
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Die Nonen Übung rufen.

in der sie einst Objekt des Mit-

sie als Russin die Welt durch erobere.

Rach einer längeren Lehrzeit seine Schülerin zu dem damals

der Mann, den sie liebte, ihr nicht erblicke.

Um nicht in der Welt, Triumphe gefeiert hatte, ein

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.schwer. Cs wird ebenfalls bei Haitscheng und an anderen Orten gekämpft. Die Regierung hat in aller Eile Verstärkungen nach den be­drohten Stellen entsandt. Die Lage an den Grenzen der Provinz 2ehol wird ständig be­drohlicher.

Stimmabgabe wesentlich beigetragen haben. Berlin, den 2. Äugust 1932.

Der Reichsminister des Innern gez. Freiherr von Gayl.

9er Krieg zwischen Bolivien und Paraguay

Oie ersten Kämpfe.-Große Kriegsbegeisterung in beiden Staaten.

ÜN die Wahlvrgane.

Wahl zum Reichstag hat übet 44,5 Mib deutscher Männer und Frauen zur Aus ihres staatsbürgerlichen Rechts ciufge.

gisseur des Balletts der MailänderScala". Karl D e l n i e f f. der sie sofort in seine Truppe aufnahm.

2lls aber der 80jährige Rösing der 17jährigen Woronina in allem Ernst einen.Heiratsantrag machte, erklärte sie ihm aufrichtig, daß sie bei aller Dankbarkeit, die sie gegen ihn empfinde, seinen Antrag doch nicht annehmen könne. ,

die nicht das geringste mit der Hilfspolizei zu tun hatten.

Dank des Reichsinneliministers

Dieblonde Carmen".

Chronik eines tollen Lebens.

Es wurde kürzlich gemeldet, daß C l § 0 de Merode, die einst gefeierte und durch ihre Beziehungen zu Leopold II. von Belgien vielgenannte Tänzerin, in einer Pariser Icchrmarktsbude wiedergefunden wurde. Eine ähnlich romantische Er­innerung knüpft sich an den Ramen einer dereinst nicht minder berühmten Tänzerin: Lina Woronina, die jetzt im tiefsten Elend in Südamerika starb.

Eine überaus romantische Geschichte, die ein packendes Sujet für einen Film abgeben würde, wird jetzt im Zusammenhang mit der vor kurzem in bitterer Rot in Südamerika verstorbenen be­rühmten Tänzerin, Lina Woronina, wieder aufgesrischt.

Dieblonde Carmen" (unter welchem Ramen Lina Woronina in ihrer Jugend be­kannt war) war die Tochter eines Clowns, der sie so mißhandelte, daß sie eines Tages mit dem Jongleur flüchtete, der im selben Zirkus tätig war.

In Mailand, wo sie nach Wanderungen durch Bayern, Ungarn, Rumänien angelangt waren, erkannte der damals berühmte russische Tänzer, Stanislaus Rösing, in der hübschen Zirkus­voltigeurin ein großes Talent und machte ihr den Vorschlag, sie zur Ballettänzerin auszubil- dcn. Ich mache aus ihr eine Tänzerin, deren Rame in der Geschichte des Balletts verbleiben wird, sagte Rösing schon damals voraus.

Er gab ihr den russischen Ramen Lina Wo­ronina und lehrte sie russisch sprechen, damit

Keine einstweilige Verfügung im Grönlandstreit.

Der Antrag Norwegens vom Haager Gerichtshof abgelehnt.

Haag, 3. August. (WTB.) Der Ständige Internationale Gerichtshof hat heute nachmittag den ihm am 18. Juli unterbreiteten norwegischen Antrag um Erlaß einer einstweiligen Verfügung im dänisch-nor­wegischen Grönland-Konflikt für unbegründet erklärt und zurückgewiesen. Er behält sich aber das Recht vor, späterhin erneut zu prüfen, ob sich inzwischen Umstände ereignet haben, die den Erlaß einer einstweiligen Verfügung auf­grund des Artikels 41 des Statuts des Gerichts­hofes noch als notwendig erscheinen lassen.

In der Begründung legt der Gerichtshof dar, daß er die Möglichkeit habe, bestimmte vorläufige Anordnungen in Form einer einstweiligen Ver­fügung zu treffen. Im vorliegenden Fall bestehe jedoch dazu kein Grund. Die eventuellen Sou­veränitätsrechte, deren Wahrung den Er­laß einer einstweiligen Verfügung erforderlich machen könnten, ständen im jetzigen Vor­verfahren nicht zur Debatte. Es geh« daher ausschließlich um die zweite Frage, ob ohne ein vorläufiges Eingreifen des Gerichtshofes e r nst e Zwischenfälle zu erwarten ständen. Der Gerichtshof habe jedoch den Eindruck erhalten, daß die im norwegischen Antrag ausgesprochenen Be­fürchtungen keinen aktuellen Charakter trügen. Beide Parteien hätten vor dem Gerichtshof offiziell erklärt, daß beide Länder alles vermei­den wollten, was zu einer Verschärfung des Konflikts führen könne. Daher sah sich der Ge­richtshof genötigt, den norwegischen Antrag a l s unbegründet abz u lehn e n.

Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß in dem AufsatzWem gehört Grönland?" (Gieß. Anz. vom 2. Aug.) dem Verfasser insofern ein Irrtum unterlaufen ist, als Norwegen nie­mals eine dänische Provinz gewesen ist, wohl aber durch Personalunion mit Däne­mark verbunden war.

Vorbereitung, Durchführung der Wahl und Ermittlung des Wahlergebnisses haben a n

Schiffahrtsgesellschaften wie alle übrigen Ver> kehrsgesellfchaften ein, die zur Erleichterung

zonenbataillon zu bilden. Das paraguaya- nische Oberkommando bestätigt die Räumung von Fort Bouqueron durch die paraguayanischen Trup­pen, gibt jedoch die Verluste der Bolivianer auf 60 Mann an.

Berichte aus Bolivien und Paraguay besagen übereinstimmend, daß die Kämpfe chren Fortgang nehmen. Bolivianische Flugzeuge haben die russische Emigrantenkolonie Nemmonite erneut mitBombenbelegt. Der Präsident von Para- K verlangt in einer neuen Kundgebung an die ec Taten, die des Kampfgeistes ihrer Vorväter würdig seien. Der 17jährige Sohn des Innenmini­sters hat sich auf einem Kriegsschiff als Matrose an­mustern lassen. Seinen 14jährigen Bruder, der ebenfalls zu den Fahnen eilen wollte, wurde von den Behörden die Erlaubnis versagt. Die Regierung in Asuncion dementiert die Berichte, daß boli­vianische Truppen einen Angriff auf Puerto Cnsado am Paraguay-Fluß ausgeführt hätten.

Von 19 amerikanischen Staaten haben 15 ihre diplomatischen Vertreter in Washington ange­wiesen, Roten zu unterzeichnen, in denen Bo­livien und Paraguay zur sofortigen Ein­stellung der Feindseligkeiten auf­gefordert werden. Man erwartet, daß die übrigen amerikanischen Staaten sich dem Schritte anschlicßen werden. Die Rote der neutralen Re­gierungen hat der bolivianische Außen­minister dahin beantwortet, daß Bolivien ge- "gen eine neutrale Untersuchung der Angelegen­heit nichts einzuwenden habe und in der Zwi­schenzeit sich von jedem militärischen Vorgehen gegen Paraguay enthalten werde.

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DerAngriff" fordert die Vollzugsgewalt für die ÄSDAp.

Berlin, 3. Aug. (TU.) Unter der Über­schriftWi r fordern Standrecht gegen die Moskauer Bluthunde" schreibt der nationalsozialistischeAngriff" im Anschluß an die Rachricht von der Ermordung des Rational­sozialisten Fritz Schulz in Berlin: Wir Rational­sozialisten sind jedenfalls nicht gewillt, uns weiterhin wehrlos abschlachten zu lassen und wir möchten den sehen, der es wagt, unter den obwaltenden Umständen einem S2ll°Mann einen Vorwurf daraus zu machen, wenn er'rechtzeitig zur Rotwehr zu greifen sucht. W i r fordern, daß es der SA. und SS. gestattet wird, sich bewaff­net auf der Straße zu zeigen, so­lange, bis endlich der Rotmord- Terror re st los gebrochen ist. Wir for­dern weiter, daß zum Zwecke dieser Brechung des bolschewistischen Blutterrors die SA. und SS. als Hilfspolizei einberufen wird. Wir ga­rantieren dafür, daß dann binnen wenigen Tagen der ganze Moskaufpuk aus Deutschland verschwun­den ist. Wir fordern, daß nunmehr unverzüglich Rationalsozialisten die Dollzugs­gewalt inDeutschland und inPreu- ßen übertragen wird, um so eine Wieder­kehr des kommunistischen Räuberunwesens ein für alle Male unmöglich zu machen. Wir fordern end­lich, daß die Kommunistische Partei, die nichts anderes ist als eine organisierte Derbrecher- bande. verboten wird und daß den Vertretern der blutrünstigen Moskauer Fremdenlegion der Zutritt zum DeutschenReichstag, in dem sie nichts zu suchen haben, verwehrt wird. Rur Deutsche, die sich bewußt zum deutschen Staat und Volk bekennen, haben in der obersten Vertre­tung des deutschen Volkes ein Recht auf Sitz und Stimme. Wir warnen dieRegierung.an diesen unseren Forderungen achtlos vorbeizugehen.

Die VeMgnahme des Panzerwagens" in Hofgeismar.

Eine Erklärung der NTTAP.

Kassel, 3. August. (WSN.) Zu der Bejchlag- nahmung des gepanzerten Lastkraftwagens in Hof­geismar und insbesondere zu der Feststellung von feiten der Regierung, daß die Bepanzerung des Kraftwagens auf 'Anordnung der Kreisleitung der NSDAP, erfolgt fei, erklärt d i e Gaupresse­stelle der NSDAP., Gau Hessen-Nassau-Nord, daß damit versucht werde, die politische Lei­tung der NSDAP, unter Entstellung der Wahrheit in diesem Fall mit hineinzuziehen. Es

Das Zollsenkungsabkommen zwischen Holland, Belgien und Luxemburg.

Haag, 3. Aug. (Täl.) Der Text des in Lau­sanne zwischen den Regierungen Hollands, Bel­giens und Luxemburgs abgeschlossenen Zollsen- kungsabkommens wird nunmehr der Oeffentlichkeit übergeben. In dem Vertrage verpflichten^ sich die Parteien, gegenseitig keine neuen Zölle einzuführen und die geltenden Zollsätze jährlich um etwa 1 0 v. H. z u senken^, bis nach vier Jahren eine Zollssnkung von 50 v. H. erreicht ist. Die Parteien verpflichten sich ferner, gegenseitig keine neuen Ein- und Ausfuhrverbote und Beschränkungen oder Reglementierungen durchzuführen, außer in be­stimmten Fällen. Renn Vorbehalte erstrecken sich u. a. auf den Handel mit Waffen, Munition Und Kriegsmaterial, ferner auf Gold, Silber, Pa­piergeld und Wertpapiere. Maßnahmen auf dem Gebiete der Devisenkontrolle werden hiervon nicht berührt. Wird der Handelsverkehr zwischen den vertragschließenden Parteien durch außergewöhn­liche Umstände in Mitleidenschaft gezogen, dann hat jede Partei das Recht zu Einschränkungen der Ein- oder Ausfuhr überzugehen. Weiter sieht der Vertrag gegenseitige Meist­begünstigung vor. Seine Dauer ist fünf Jahre. Wird er nicht sechs Monate vorher ge­kündigt, bleibt er weiter in Kraft, und zwar jeweils für ein Jahr. Jeder dritte Staat hat die Möglichkeit, dem Vertrage bei­zutreten. Seine spätere Ausdehnung auf die außereuropäischen Besitzungen der vertragschließenden Parteien, für die das Ab­kommen vorläufig nicht gilt, ist vorgesehen.

Heftige Kämpfe in der Mandschurei.

Mulden, 3. Aug. (WTB.) Zwischen den japanischen und mandschurischen Truppen einerseits und den chinesischen Gegnern des neuen mandschurischen Staates andererseits ist es infolge der Angriffe chinesi­scher Truppen auf einige Punkte der Umgebung von Riutschwang (Inkau), eines bedeutenden Hafenplahes am Liaotung-Meerbusen, z u hef­tigen Kämpfen gekommen. Hier wird angenommen, daß die Angreifer Freiwillige sind, die unter dem Befehl Tschangshueliangs stehen. Die Verluste auf beiden Seiten sind

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leids zu werden, verließ sie Europa und tauchte in Südamerika unter, wo sie jetzt in bitterer Armut starb. P. Sw.

die sich das Morgenfrühstück dazu auserwählt, um unangenehme Dinge zu behandeln, kann geradezu zur Mörderin ihres Mannes werden. Allerdings dürften die Frauen gegen diese Theorie der Weisen der kanadischen Eisenbahn auch manche Einwendun­gen erheben können. Sie könnten sagen, daß der Junggeselle sich deswegen mehr in Acht nimmt, weil ihm das beruhigende Bewußtsein fehlt, daß seiner zu Hause eine treue und zärtliche Pflegerin wartet. Sie können sagen, daß der verheiratete Mann küh­ner und unternehmungslustiger ist als der einsame Junggeselle, daß der glückliche Gatte deshalb leichter den Zug versäumt, weil er sich schwer von dem Glück seines Hauses und aus dem Schoß seiner Fa­milie losreißt. Jedenfalls müßten wohl noch tiefer schürfende Untersuchungen angestellt werden, um die Gründe für die größere Gefährdung des Ehemannes zu erforschen. Vielleicht sind nicht seine Leiden, son­dern gerade feine Freuden daran schuld, aber vor­läufig beibt jedenfalls dem Junggesellen ein kleiner Trost.

bürg mit dem Kreissih in Dillenburg zu- sammengeschlossen.

Die Landgemeinden Fe ll i n gsh aus en, Fran­ke nbach, Hermannstein, Königsberg, G r u m b a ch, Naunheim, R 0 d h e i m an der Biber, Waldgirmes und Wilsbach des neu- gebildeten Landkreises Dillenburg werden in den Landkreis Wetzlar eingegliedert. In den Landkreis St. Goarshausen wird der Gebiets- ausfchluß des Landkreises Unterlahnkreis, die Land­gemeinde Becheln, eingegliedert.

Der Landkreis Wetzlar, Reg.-Bez. Koblenz, wird in die Provinz Hessen-Nassau und den Bezirks.verband Wiesbaden, Reg.-Bez. Wiesbaden, eingegliedext.

Die bisherigen Landkreise Obertaunuskreis, Usin­gen, Westerburg, Oberwesterwaldkreis, Dillkreis und Biedenkopf werden a u f g e l ö st.

Oie Aushebung von Amtsgerichten in Preußen.

Berlin, 3. Aug. (WTB.) Amtlich wird nun­mehr die Verordnung über die Aufhebung von Amtsgerichten in Preußen durch das kommissarische Stckatsministerium bekanntgegeben. Die Aufhebung tritt mit Ablauf des 3 0. September 19 3 2 in Kraft. Die Aufteilung der Bezirke der auf­gelösten Amtsgerichte und die Ueberleitung ihrer Geschäfte regelt der Justizminister. Die Lifte der ausgeteilten Amtsgerichte haben wir bereits am 30. Juli veröffentlicht. Sie entspricht in allen Einzel­heiten der jetzt veröffentlichten amtlichen Aufstellung.

begeisterter Abschied bereitet wurde. Die paraguayanifche Regierung hat die Mobilmachung sämtlicher Männer zwischen 22 und 29 und sämt­licher Offiziere zwischen 20 und 50 Jahren angeord­net. Die K r i e g 5 b eg e i fte r u n g i ft überall sehr groß. Redner fordern das Volk auf, die heilige Sache Paraguays zu verteidigen und spre­chen von einemgerechten Krieg". In Conception

Buenos Aires, 3. Aug. (TU.) Die boli­vianischen Truppen eröffneten am Dienstag­abend einen Großangriff auf Puerto C a s a d 0, einen wichtigen strategischen Punkt am Paraguay­fluß. Von Asuncion sind weitere Truppen nach der Grenze abmarschiert, denen von der Menge ein

U.KAMPF­GEBIET

Tonfilm:Kreuzer Emden".

Die Emelka, München, zeigt in ihrem neuen Tonfilm die berühmte und noch heute unvergessene Kriegsgeschichte des deutschen kleinen Kreuzers Emden": vom Auslaufen aus Tsingtau im August 1914 bis zu seiner Vernichtung vor den Kokos-Inseln, wo das Schiff, noch ehe das unter Kapitänleutnant von Mücke zur Zerstörung der englischen Funkstation ausgesetzte Landungskops an Bord zurückgenommen werden konnte, nach tapferer Gegenwehr von dem artilleristisch über­legenen australischen KreuzerSidney" zusammen­geschossen wurde. Höhepunkte des Bildstreifens find neben diesem äußerst realistisch wiedergege­benen letzten Gefecht die seinerzeit sehr popu­lär gewordenen Kriegstaten derEmden" auf ihrer monalelangen Kaperfahrt im Indischen Ozean. Der Regisseur Louis Ralph hat außer­dem eine kleine Liebesgeschichte in die militärische Handlung verflochten und gibt eine Reihe schöner und wirksam photographierter Szenenbilder; übri­gens spielt er selbst die Rolle des Kapitäns von Müller; neben ihm sieht man u. a. Fuette - rer, Fritz Greiner, Renee S t 0 b r a w a. Frau Forster-Larrinaga und, was hier besonders interessieren dürfte, dievier Rachrich­ter" aus München, die kürzlich im Stadttheater gastiert haben. Der Film läuft im Licht­spielhaus mit einem hübschen Beiprogramm.

Er überzeugte sie aber dennoch, daß sie als seine Frau eine bessere Karriere machen werde, und da willigte sie ein.

Tatsächlich arrangierte ihr Rösing bald ein Debüt im großen TheaterSan-Carlo" in Rea- pel, wo ihr Auftreten so erschütternd wirkte, daß sie über Rächt eine Weltberühmtheit wurde.

Jlhre Tournee durch Italien, Oesterreich, Deutschland, Belgien usw. war ein unaufhör­licher Triumph. Während ihrer Tournee durch Südamerika starb Rösing in Rio de Janeiro.

Rach dem Tode Rösings lebte sie eine zeitlang mit einem schwedischen Diplomaten von dem sie einen Sohn hatte.

Die Liebe zu ihrem Kinde lieh sie jedoch ihre Kunst so sehr vernachlässigen, daß sie nach dem Tode ihres schwedischen Gönners aller Mit­tel entblößt den Weg zum Theater nicht mehr zurückfinden konnte und in Rachtlokalen auftreten muhte.

Hier entdeckte sie ein Pariser Fabrikant P i e r- reux, der ihr dazu verhalf, wieder zur Bühne zurückzukehren.

Ihre Erfolge in Paris brachten ihr eine so große Berühmtheit, wie sie nur einst die Ta g - l i 0 n i oder später die Anna Pawlowa ge­nossen hatten.

Sie war schon 35 Jahre alt, als sich der 22jäh- rige englische Marquis Regdal in sie so verliebte, daß er sie trotz ihrer Weigerung mit seinen Heiratsanträgen unablässig verfolgte. Wo­ronina, die ihrerseits den jungen Marquis lei­denschaftlich liebte, glaubte jedoch, eine solche Alters-Mesalliance nicht eingehen zu dürfen.

Sie ging mit einem hohen russischen Aristo­kraten nach St. Petersburg, wo ihr Freund in­dessen bald starb. Mittellos hinterblieben, kehrte sie müde und gealtert nach Paris zurück. Mar­quis Rcgdal, der inzwischen zu einem sehr reichen Erben avanciert war, wiederholte ihr seinen Hei­ratsantrag.

Sie wollte ihn nicht einmal empfangen, damit

Kleiner Trost für Junggesellen.

Der Junggeselle, der doi fednen einsamen Mahl­zeiten alles Mögliche 'durcheinander liest, wird ein gewisses Hochgefühl verspüren, wenn sein Auge zu­fällig auf den letzten Bericht des Sicherheits-Rates bei den kanadischen Eisenbahnen trifft. Er kann aus den hier angeführten Zahlen entnehmen, daß die Freuden des Ehelebeys mit einer größeren Gefähr­dung des Menschenlebens durch Unglücksfälle be­zahlt werden. Die Erhebungen des Rades über die Unglücksfälle, die sich auf den kanadischen Eisenbah­nen ereigneten, haben nämlich ergeben, daß ver­heiratete Männer viel stärker dabei beteiligt sind als Junggesellen, und zwar ereignen sich die Un­glücksfälle der Verheirateten vorwiegend in den Morgenstunden bei der alltäglichen Fahrt zum Büro oder bei Geschäftsreisen. Die Statistiker haben für diese merkwürdige Erscheinung auch eine Erklärung zur Hand; sie machen nämlich Streitigkeiten am Frühstückstisch dafür verantwortlich. Auf den Fa­milienvater stürmt ja, sobald er die Augen für einen neuen Tag öffnet, sogleich die Unruhe ein, die ein oft vielköpfiger Haushalt mit sich bringt. Sitzt er mit seiner Frau, vielleicht auch mit der Kinderschar bei der morgendlichen Mahlzeit, dann gibt es aller­lei zu erörtern, was in heutigen Verhältnissen nicht immer erfreulich ist. Wie leicht erhitzen sich die Ge­müter. Rasch naht die Stunde, in der man aus- brechen muß, um nicht den Zug zu verpassen, und mit finsterer Laune stülpt der geplagte Gatte den Hut auf den Kops, wirst die Tür hinter sich zu und stürmt auf die Straße, in den Gedanken noch ganz mit den Erörterungen der letzten Minuten beschäf­tigt. Kein Wunder, daß er dann unter die Räder gerät ober sich beim Nachlaufen nach dem enteilen­den Zuge ein Bein bricht. Der Junggeselle dagegen: sein morgendliches Aufstehen vollzieht sich in ein­samem Frieden, in einer durch nichts gestörten Stille, in der er alle seine Geister sammeln kann. Nichts hält ihn auf, nichts stört seine Gemütsruhe, und wenn er mit dem gewohnten Glockenscklage seine Behausung verläßt, dann erfüllt ihU jenes Gleichgewicht der Seele, jene aufmerksame Kon­zentration, die ihn vor jedem Unfall bewahren. Unter solchen Umständen müßten eigentlich liebende Gattinnen glücklich sein, wenn der Mann sich des Morgens in seine Zeitung versenkt und von seiner Kaffeetasse nicht aufblickt. Er verschafft sich damit unbewußt den besten Schutz gegen die Gefahren, die ihn bald umdrohen werden, er bereitet sich wür­dig für den Kampf des Lebens vor. Die Frau aber,

sei nicht wahr, daß irgend ein politi­scher Leiter, weder der Ortsgruppenführer, noch der Kreisleiter, noch der Bezirksleiter, noch die Gauleitung eine Anordnung getr 0 s - fen oder i h r Einverständnis gegeben haben, daß ein alter Lastkraftwagen mit Schmiede­blech ober sonst gepanzert werben sollte. Vielmehr stehe fest, daß ein Nationalsozialist in Hofgeismar auf seine eigene Initiative bin einen alten Lastkraftwagen mit Schmiebeblech ausrüftete, um bei Propagandafahrten Nationalsozialisten um gefährdet transportieren zu können. Der Anlaß hierzu sei unzweifelhaft darin zu sehen, baß befom bers im Kreis Hofgeismar Nationalsozialisten sehr oft in letzter Zeit v 0 n politischen Gegnern beschossen worden seien, wobei an die blutigen Ueberfälle auf Nationalsozialisten in Earlshasen, Kelze, Hombressen und Beverungen erinnert wird, denen Menschenleben zum Opfer fielen. Die Fest­stellung, so heißt es in der Erklärung weiter, habe ergeben, daß es sich bei dem ausgerüsteten alten Lastkraftwagen keinesfalls um ein A n - griffsfahrzeug handeln könne, sondern es stehe sogar fest, daß die ausgeführte Ausrüstung mit Schmiebeblech berart ungenügend ist, daß die Insassen gegen Schüsse von draußen nicht geschützt seien.

Oie nationalsozialistische Hilfspolizei in Oldenburg.

Berlin, 3. Aug. (CNB.) Wie wir er­fahren, ist bisher auf eine Anfrage des Reichsinnen Ministers bei der olden- burgischen Regierung wegen der Einstel­lung von Rationalsozialisten als Hilfspolizisten noch kein Bescheid aus Oldenburg eingetroffen. Im übrigen wird zu der Angele­genheit der nationalsozialistischen Hilfspolizei amtlich erklärt, daß nach absolut einwandfreien Ermittlungen, die unabhängig von der olden - burgischen Regierung erfolgt sind, die Rachrich­ten aus Oldenburg über angeblich provokatori­sches Verhalten der nationalsozialistischen Hilfs­polizei in Eutin übertrieben find. Wenn berichtet wird, daß in einem Falle die Reichs- flagge durch Angehörige der Hilfspolizei ent­fernt worden fei, so ist daran lediglich richtig, daß diese Flagge tatsächlich entfernt wurde. Die Täter waren aber drei auswärtige junge Leute,

das Organisa t i 0nsgeschick und die Arbeitskraft der Behörden in Stadt und Land sowie an die Arbeitsfreudig­keit der Wahlvor stände hohe Anfor­derungen gestellt. Besondere Aufgaben kamen durch die Rücksichtnahme auf den sommer­lichen Reiseverkehr und die neueingeführte Ab­stimmung auf den Seefahrzeugen hinzu. Dem Schuh der Wahlfreiheit diente die Polizei in bewährter Pflichttreue.

Ich spreche sämtlichen beteiligten Reichs-, Lan­des- und Kommunalbehörden und den zahlreichen Männern und Frauen, die in den Wahlvorstän­den ehrenamtlich tätig gewesen sind, Dank und Anerkennung aus. In diesen Dank schließe ich besonders die Deutsche Reichsbahngesellschaft, die Oeslerreichischen Bundesbahnen, die deutschen

S. Paulo.

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