Ausgabe 
4.7.1932 Frühausgabe
 
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Martin Textor, Marburg, den Wilhelm-Will- Schild und verlas die dazugehörige Llrkunde.

Während der Siegerehrung sah man die Besten der einzelnen Stufen auf der Bühne, an bevor­zugter Stelle aber den Zwölfkampfsieger der Oberstufe Heini Keil vom Turn- und Sport­verein Marburg. Konzert und Tanz hielt die Turner noch geraume Zeit beisammen.

Das Fest in seiner Gesamtheit war der leben­dige Ausdruck des Geistes in der Deutschen Turnerschaft,

ein Geist, der immer wieder neue Kraft gibt, an Deutschlands Zukunft zu glauben, angesichts dieser Fülle der jugendlichen, der täti­gen geistigen, ethischen und körperlichen Energie, die hier in vorbildlicher Einheit zusammenfloh.

Die Ergebnisse des Wettkampfes folgen morgen.

Oie Meisterschaften der Leichtathleten.

Die Wettbewerbe des Samstags.

Die Leichtathletik-Meisterschaften der Männer in Hannover brachten verschiedene Lleberraschun- gen. So wurde Dr. P e l h e r im 400-Meter-Lauf schon im Borlauf ousgeschaltet. Meister in den Läufen wurden über 100 Meter 2 onath ganz überlegen in 10,6 Sekunden, über 400 Meter Mehner in 47,8 Sekunden und über 10 000 Meter der Turnermeister Syring in der neuen deutschen Rekordzeit von 31:21,2. Syring hielt den bisherigen Rekord mit 31:26,8 selbst. 3m Steinstohen wurde Turnermeister Lignau von D e b u s entthront und im Hammerwerfen mutzte Mang, Regensburg, den Titel an Grimm, Paderborn, abtreten. 3m Stabhochsprung mutzte sich Wegner, Halle, von dem Turner Müller, Kuchen, geschlagen bekennen, der 4,05 Meter über­sprang. Das Kugelstoßen fiel mit 15,86 Meter wiederum an H i r s ch f e l d, der Dreisprung an den vorjährigen Meister Drechsel und der Marathonlauf gab Brauch, Berlin, Gelegen­heit zu einem überlegenen Siege in 2:41:34,8, während das als Rahmenwettbewerb gedachte 50-Kilometer-Gehen in 4:36:14,2 der Erfurter H ä h n e l auf sein Konto brachte.

Die Ergebnisse des Sonntags.

Den Zehnkampfmeister dieses 3ahres stellte mit 7865,455 Punkten der Berliner Eberle vor Hu­ber (Wünsdorf). Die 110-Meter-Hürden gingen an Wegener (TSV. Schöneberg) in 14,8 Sek. Mit gleicher Zeit wurde Welsche r (EintrcvHt, Frankfurt a. M.) Zweiter. 3m 200-Vketer-Lauf konnte sich ebenfalls wieder 3 o n a t h die Mei­sterschaft mit 21,2 Sekunden vor Dorchmeyer (Bochum) sichern. Heber 800 Meter stellte Dr. P e l tz e r den Sieger. Seine Zeit: 1:54,4 Min. äleber 5000 Meter sah man Syring (Witten­berg) erfolgreich, der die Strecke in 15:06 Min. zurücklegte. 3m Hochsprung siegte B o r n h ö f t (Limbach) mit 1,93 Meter, im Weitsprung Kö­che r m a n n (Hamburg) mit 7,32 Meter und im Schleuderballwerfen Reymann (Wünsdorf) 63,30 Meter. 3m Diskuswerfen siegte erwartungs- gemätz H i r s ch f e l d (Allenstein) mit 46,08 Me­ter vor Kilo (W e h l a r) mit 45,46 Meter. W e i - mann (Leipzig) holte sich die Meisterschaft im Speerwurf mit 67,23 Meter. Einen neuen deut­schen Rekord stellte R o t t b r o ck (Köln) im 400- Meter-Hürdenlauf auf (54,4 Sek.), äleber 1500 Meter sah man Wichmann (Charlottenburg) in Front, der die Strecke in 4:01,8 Mim bewältigte. Die 4xl00-Weter-Stafsel ging an die Frankfurter Eintracht (Eldracher, Mehner, HIlährlein, Geerlingi mit 41,9 Sek. 3n der 4x400-Meter- Staffel siegte Polizei - Berlin in 3:20 Min. Deutsche Schwimmer - Meisterschaften.

Die Entscheidungen am Samstag.

Die Deutschen Meisterschaften der Schwim­mer und Leichtathleten beanspruchten am Wochenende das Hauptinteresse im Sportbe­triebe. 3n den Kraulstrecken über 100 und 400 Meter setzten sich die Kölner Derichs in 1:03,5 und Deiters in 5:17.2 durch, und im Rückenschwim­men feierte Altmeister Küppers über 100 Me­ter in 1:12,1 gleich einen sicheren Sieg. Doppel­meister wurde Esser- Wünsdorf, der einmal das Kunstspringen mit 151,68 Punkten vor Mahraun und Viebahn gewann und dann auch die Mehr­kampfmeisterschaft mit Erfolg verteidigte. 3n den Etaffelkämpfen siegte über 4 X 200 Kraul Po­seidon Köln in 10:05,1, und über 4 X 200 Me­ter Brust Göppingen 04 in 12:09,1 gegen Hellas Magdeburg. Die Charlotte: l ur^er Rixen verteidigten ihre Meisterschaften über u X 200 Me­ter Brust und in der 3 X 200-Meter-Lagenstaffel in 10:05,6 bzw. 6:07,2. Die 4 X 100-Meter-Kraul- staffel für Vereine ohne Winterbad wurde eine Deute von Braunschweig 0 2.

Rekorde am zweiten Tage.

Am Sonntag wurden die deutschen Schwimm- Meisterfchaften fortgesetzt und beendet. Es hatten sich 5000 Zuschauer eingcfunden, die zwei neue deutsche Rekorde zu sehen bekamen, für die Ray­

mond Deiters- Köln im 1500°Meter°Kraul- schwimmen in 21:35,8 und die 3 mal 100 Meter Kraulstaffel von Nixe Charlottenburg in 3:57,4 verantwortlich zeichneten. Don den Meistern des vergangenen Jahres konnten nur wenige ihre Titel verteidigen. Bei den Herren gelang dies nur Riebschläger- Zeitz im Turmspringen vor Neu­mann-Spandau -und den Staffeln von Poseidon Köln in der 4X100-MeterlKraulstaffel und dem Freiberger SSE. in der 4 mal 200-Meter- Bruststaffel für Vereine ohne Winterbad. Bei den Damen konnte nur Frl. Jordan im Kunstspringen und Frl. S u ch a r d t im 200-Meter°Brustschwim° men ihre vorjährigen Siege wiederholen. Eine große Ueberraschung gab es im 200-Meter-Brustschwim- men mit dem Siege des Hamburgers S i e t a s, der den Meister des Vorjahres, Wittenberg-Berlin, auf den zweiten Platz verwies und sich damit auch für die Teilnahme am Olympia qualifizierte. Deiters entschied auch das 200-Meter-Kraulfchwimmen. Bei den Damen gab es eine neue Meisterin im 100- Meter-Kraulschwimmen durch die Rekordhalterin Frl. S a l b e r t.

Buhh Sieger in den Oiamon-Scullsd

Am Samstag wurde die traditionelle Henley- Regatta vor einer grotzen Zuschauermenge mit den Entscheidungsrennen abgeschlossen. 3m Einer-Rennen um dieDiamond-Scullssiegte zum ersten Male seit Bestehen dieses Wettbewer­bes ein deutscher Ruderer. 3m Cntscheidungslauf war B u h tz seinem Klubkollegen Doetzelen

klar überlegen und gewann leicht in 9:15 Minu­ten. 3m Entscheidungslauf um den Stewards- Herausforderungs-Dierer ohne Steuermann wurde der deutsche Vierer vom Berliner RC. vom Thames RC. London überraschend in 8:09 Mi­nuten geschlagen.

Oie Sieger von Wimbledon.

Beim Tennisturnier zu Wimbledon, den inoffi­ziellen Weltmeisterschaften, wurden am Samstag in Anwesenheit des Königs und der Königin von Eng­land die Entscheidungen zum Austrag gebracht. Welt­meister wurde der Amerikaner Vines, der im End­spiel den Engländer Austin sicher schlug. Bei den Damen hat am Vormittag die Amerikanerin Helen Mills Moody die Weltmeisterschaft im Kampf gegen ihre Landsmännin Helen Jacobs gewonnen. Im Herren-Doppel siegten die Franzosen Borotra-Brug- non über die Engländer Perry-Hughes, im Damen­doppel Sigart-Metaxa (Belgien bzw. England) über die Amerikanerinnen Ryan-Jacobs und schließlich siegten im Gemischten Doppel Ryan (Amerika)- Maier Spanien) über Sigart (Belgien)-Hopmann (Australien).

Kurze Sporinoiizen.

Der Olympia-Achter der Renngemein­schaft Mannheim/Franksurt befand sich bei der Mannheimer Regatta in ausgezeichneter Form und gewann im Ersten Achter mit drei Längen gegen Mainz-Kastel.

DieZagd im Juli.

Solange Getreidefelder wogen, soweit das Auge reicht, ist der Juli meist jagdlich eine ruhige Zeit. Dor allem das Rehwild hat in den Feldern seinen Einstand genommen, und gerade die alten Böcke führen hier ein heimliches Dasein, treten nur auf die Kleefelder, die eingestreut sind, oder auf die Feldraine kurz und unregelmäßig aus und sind nicht leicht zu bejagen. Auch Rotwild und Sauen ziehen gelegentlich die Stille des Feldes dem Rückwechsel in den Wald nach nächtlicher Aesung vor.

Der Hirsch fegt fein neues Geweih. Vorher wird kein Weidmann ihn bejagen, auch wenn das Gesetz es wie in Hessen gestatten sollte. Zum erstenmal wird es sich jetzt in Hessen aus­wirken, datz der Schrotschuh auf unser Edelwild verboten ist. Denn seither wurde alljährlich gar manches Stück bei nächtlichem Ansitz am Feldrand zu Holze geschossen, oder kümmerte lange dahin. Die Alttiere führen ihre Kälber und sind vor älnruhe im Revier zu schützen. Der Damhirsch tritt in die Feiste.

Sauen haben gute Zeit. Vor allem der mil­chige reifende Haser hat es ihnen angetan. Der Ansitz am morgendlichen Rückwechsel verspricht noch am meisten Erfolg, wenn nicht etwa Suhlen im Walde geeignete Ansitzplähe abgeben.

Gegen Ende des Monats befällt das R e tz- wild die Unruhe. Die Brunst beginnt. Wer nun Zeit und Gelegenheit hat, viel in seinem Revier zu fein, wird feinen Röhstand so gut kennen lernen, wie selten zuvor. Zu allen Tageszeiten sind suchende oder treibende Böcke zu beobachten, dar­unter mitunter ganz unbekannte, die von der Liebe zum Auswechseln aus ihrem heimatlichen Revier veranlaßt wurden. Häufig sind es nicht die schlechtesten. 3n den letzten Tagen deS Monats springt der Dock in unserer Gegend auch häufig schon gut aufs Dlatt. Erfreulich ist auch hier, datz jetzt der Schrotschühe sich der Gefahr der Be­strafung und der Beschlagnahme von Wild und Waffe ausseht. Denn jedem erfahrenen 3äger ist es wohl bekannt, dah gerade der Brunstbock sich durch eine besonders hohe Lebensenergie aus­zeichnet und daher sehr viel häufiger zu Holz geschossen wird, als zu anderer Zeit.

Die Hasen aus dem ersten Sah sind schon so groß geworden, daß sie sich ebenfalls an der Hasenhochzeit beteiligen. Die Aussichten auf ein gutes Hasenjahr scheinen nicht schlecht zu sein. Man achte nur immer wieder auf Hunde und vor allem auf Katzen, die in den Feldern he rum strolchen und gar manchem Junghäschen den Garaus machen. Das Gesetz gibt ja jetzt dem 3äger viel bessere Handhabe, sich der stän­dig wachsenden Katzenplage mit der Flinte zu erwehren.

Bei Gang durch die Felder wird man auch öfters einmal eine Kette Rebhühner oder ein Gesperr junger Fasanen über den Feld­weg laufen sehen. Die normalen Gelege sind aus­gefallen und nur Rachbruten sind noch im Gang. Durch vierbeiniges und gefiedertes Raubzeug droht den Jungtieren manche Gefahr. Vor allem sei dabei der Krähen und Elstern gedacht, an denen man nie mit Patronen sparen darf.

Die 3ungenten im Schilf des Teiches oder

Flusses sind meist schon so groß, daß am 16. 3uli bereits die 3agö eröffnet wird. Entenjagd macht nur Spatz mit einem guten, wasserfreudigen Hund, der brav stöbert und sicher bringt. Rur der passionierte Wasserhund bringt auch den Mausererpel, der nicht abstreichen kann und sich überall zu drücken versucht, vor das Rohr. Sind die Schofe schon flugfähig, dann verspricht auch der Ansitz auf Gersten- oder Haferfeldern oft Erfolg. Denn abends oder morgens werden manche Aecker in der Dämmerung von Enten regelmätzig aufgesucht.

Der Dachs sticht überall eifrig im Waldboden und spürt sich nach Gewitterregen auf den Feld­wegen, wo er Regenwürmer auflas. Da er in wegen, wo er Regenwürmer auflieft. Da er in Hessen schon schutzbar ist, kann durch gelegent­lichen Abschutz bei Begegnungen bei der Früh­oder Abendpirsch dafür gesorgt werden, dah die Bestand, der bei uns noch gut ist, nicht über­hand nimmt. Das sollte man vor allem auch dort tun, wo man mit dem Hochkommen von Fasanen rechnet.

Schließlich sei noch darauf hingewiefen, dah jetzt auch alle Wildtaubenarten in Hessen eine Schonzeit haben, die mit dem 15. 3uli ab­läuft. Die 3agd auf Tauben ist häufig ganz er­giebig, wenn das Korn auf Hausen steht. Wün­schenswert wäre es, dabei, wenn möglich, die Alttauben zu schonen, da viele von ihnen eine zweite Brut machen. Wenigstens bei der Ringel­taube lassen sich alt und jung am Gefieder leicht unterscheiden, älnd schließlich schmecken auch bei den Wildtauben die jungen besser als ein alter Tauber. Hubertus.

Buntes Allerlei.

Oie Stimme hinter Micky Maus.

Die Unzähligen, di« sich an den luftigen Tönen erfreuen, die die kornische Micky Maus im Film von sich gibt, ahnen nicht, datz eine lebendige Menschenstimme hinter diesen musikalischen Lei­stungen des kleinen Filmkomikers steht. Der Mann, der der MauS ihre Lautgebung verleiht, ist der italienische Graf Mazzaglia' Cutelli, der mit Hilfe seiner Kehle imstande ist, mehr als 2000 verschiedene Lcwtwirkungen hervorzubringen. Der Gras, der ein überaus geschickter Tierstimmen- Rachahmer ist, kam vor etwa zehn 3ahren nach Hollywood, aber seine rechte Verwendung fand er erst mit dem Siegeslauf des Tonfilms. Seit­dem ist er eine viel gesuchte und hoch bezahlte Berühmtheit in den Filmateliers geworden und stattet nicht nur Micky Maus seit ihrem aller­ersten Auftreten mit einer bunten Tonfülle aus, sondern vollbringt auch zahllose andere Leistun­gen. So rührt von ihm u. a. derBulldoggen- Chor" in dem Film ..Liebesparade" und das Konzert eines Ochsenfrosches in dem FilmVer­urteilt" her. Der Graf, der sich gegenwärtig in London aufhält, sagte:3ch habe viele 3ahre da­mit verbracht, um die Leute, die von jeder Art Hund oder Katze und von vielen hundert andern Tieren erzeugt werden, auf das Genaueste nach­zuahmen. 3ch habe auch viele andere Toneffekte

in zahlreichen Filmen hervorgebracht, und sogar die Stimme des schreienden Babys Abraham Lincoln in dem Film gleichen Ramens ist di« meine!"

Oer bibelfeste Lloyd George.

Der frühere englische Premierminister Lloyd George hatte einen Vortrag angekündigt unter dem Titel: Wenn Christus heute auf die Welt käme. Es war aber falsch, anzunehmen, daß Lloyd George sich entschlossen habe, unter die Sekten­prediger zu gehen. Er hielt einen durchaus p o l i- tischenVortragmitbiblischerLlnter- m a I u n g. Er sagte, Maria und Joseph wäre es heute unmöglich, nach Aegypten zu fliehen. Die Flucht würde scheitern am Visumzwang, an der Einreiseerlaubnis wegen Arbeitslosigkeit im Zimmcrmannsgewerbe und an dem mangelnden Mindestbetrag, den Joseph beim Lleberschreiten der Gren^ vorweisen müßte. Wie neckisch. Es wird die Welt freuen, zu erfahren, daß der alte Herr seinen Humor nicht verloren hat. JnDeutsch- land aber schmeckt der Humor Lloyd Georges bittersüß wie Wermuthswein. Die Einsicht eines Staatsmannes ist wenig wert, wenn sie zu spät kommt. Lloyd George als Mitschöpfer der Frie­densverträge hat die Giftsaat ausgestreut, die unsere Kultur heute zu ersticken droht, und die er jetzt glossiert. Lloyd George wäre uns wertvoller, sein Humor reiner im Geschmack, wenn er anstatt der Einsicht, die er heute zeigt, als Staatsmann mehr Voraussicht bewiesen hätte.

Wirtschaft.

Verstärkte Anspannung derReichsbank.

Berlin, 2. Juli. (WTB.) Rach dem Aus­weis der Reichsbank vom 30.Juni hat sich in der älltimo-Woche die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombard und Effekten um 391,2 Millionen auf 3728,1 Millionen Mark erhöht. Im einzelnen haben di« Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 231,8 Millionen auf 3100,4 Millio­nen Mark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 0,6 Millionen auf 2 Millionen Mark und die Lombardbestände um 158,8 Millionen auf 261,3 Millionen Mark zugenommen.

An Reichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 281,6 Millionen Mark in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknvten um 267,3 Millionen auf 3984,2 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 14,3 Millionen auf 411,6 Millionen Mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Ren­tenbankscheinen auf 15,5 Millionen Mark er­mäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 472,7 Millionen eine Zunahme um 72,3 Millionen Mk.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähi gen Devisen haben sich um 0,5 Millio­nen auf 961,9 Millionen Mark erhöht. 3m ein­zelnen haben die Goldbestände um 8,8 Millionen auf 832,2 Millionen Mark zugenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 8,3 Millionen auf 129,7 Millionen Mark ange­nommen.

Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am Ultimo 24sl v. H., gegen 25,9 v. H. am 23. Juni d. I.

*

* Noch keine Festsetzung der Stick­st o f f p r e i«s e. Das Stickstoff-Syndikat teilt mit: Wir sind zurzeit noch nicht in der Lage, die für das neue Düngejahr 1932-33 geltenden Stickstoff* preife bekanntzugeben. Die Lieferung unserer Stick­stofferzeugnisse erfolgt bis auf weiteres zu den für den vergangenen Monat Juni gültigen Preisen und allgemeinen Bedingungen mit der Zusage, daß der Unterschied zwischen dem berechneten und dem neuen, noch festzusetzenden Preise nach dessen Be­kanntgabe vergütet wird.

* D ie Indexziffer der Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 29. Juni berechnete Großhandelsindex­ziffer ist auf 95,9 Prozent, gegenüber der Vor­woche um 0,3 Prozent gesunken. Die Index­ziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,0 (minus 0,4 Prozent), Kolonialwaren 84,8 (minus 0,5 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 86,9 (minus 0,1 Prozent) und indu­strielle Fertigwaren 117,2 (minus 0,3 Prozent).

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 2. Juli. Bei durchweg un­veränderten Preisen trat in der abgelaufenen Woche keine Aenderung der Situation ein. Der Absatz hielt sich trotz zurückgehender Produktion in engen Grenzen. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt a. M.: Rumänen 5,75 bis 6; Bulgaren 6,25 bis 6,50; Jugoslawen 6 bis 6,25; Russen 5,50 bis 6; Holländer 6 bis 8; Dänen 5,50 bis 7; Flandern 7 bis 7,25; deutsche Landeier 7 bis 7,50; deutsche Frischeier 6,50 bis 8,50.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Dte hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfutz 6 v. H.

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Schluß» fur4

Schiußk. Abend- bärff

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Swlußk. Mittag. b«rle

Schluß« furd

Schluß,. Abend- börfr

Schluß- lurS

Schiußk. Mittag» bör e

Datum

1.7.

2.7.

1.7.

2.7.

Datum

1.7.

2.7

1.7.

2.7.

6% Deustche Reichsameihe v. 192<

50

10

51

52.25

Hamvurg-Amenka Pate.

Hamburg-Südam. Dampfschiff

1

10.9

10.75

11

10-75

7% Deutsche Reich«anleihe d.1929

58,5

58.75

59

. 0

32

6%% Doung-Anleihc von 1930

60.75

60.75

60 9

60 9

Hansa Dampfschiff Norddeutscher Lloyd

. 0

19.5

Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

38,9

. 6

11,13

11,13

11,25

11

AuSlos.-Rechten......

39,5

38,75

39.65

A.G. für Verkehrswesen Akt.

27

27

28.25

DeSgi. ohne Auölos.-Rechte .

3,7

3.9

3.75

3,95

Berliner Handelsgesellschaft

8

88.5

88.5

88,5

88.5

8% Hell. Bolliftaal von 1929

Commerz- und Privat-Bank .

7

16

16

16

16

trückzahlb. 102%)

46

45

Darmstädter und Nationalban

8

18.25

18,5

18.5

18.5

CberbcHcn Provinz-Anleihe mit

Deutsche Bank und

Auslos.-Rechten

15

36

-

Dirconto-Gesellschast. . .

6

30

30

30

30

Deutsche Komm. <Sammelabl.

35,13

Dresdner Boni......

6

18,25

18,5

18,5

18,5

Anleihe Serie 1 . . . .

36,25

34,75

36

Reicbsbank .....

12

126

127

125.75

126

8% ifeantf. Hhp.-Banl Oolbpfe

15 unkündbar bis 1935

63

64

A.E.G. . .

. 7

21

21,75

21

21,13

7% Rrantf. Hnp.-Bank Goldpfe unkündbar vir 1936 Serie 16

62,5

64

_

Bergmann........

Elektr. Licferungsgesellschaft.

. 9 10

61

16,25

59.5

<y2% Frankl. Hnp.-Bank Stau.-

76,5

77,5

Licht und Kraft . .

10

68

68.5

67,25

68

Pfandbriefe.

4'/,% Rheinische Hnv-Bank-Liau.

Reiten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

ey.

37,5

38

37,5

Goldvie.

75.4

76,4

Unternehmungen ...

9

36,5

56,5

55,75

56.4

8% Pr. Landespfandbriefanstalt,

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

65.75

64,5

65

Pfandbriefe R. 19 .....

63,5

64

63

63,5

Schuckert L Co. ..... .

11

58,75

60

58,75

59

7% Pr. LandcSpfandbrlef anstatt,

Siemens & Halske . . . . .

14

118

118,75

118,5

118.75

Pfandbriefe R m

Labmetier & Co.. .....

12

74

75-75

74.5

75 25

4% Oesterretchstche Goldrente

8,75

8.2

Buderus ....

. 4

24,5

25,5

_

25

4,20% Oefterreichtfche Stlberrenle

1,05

1,05

Deutscste Erdöl ......

. 6

64

64,25

63,25

65,4

4% Ungarische Goldrente . . .

4,75

5

4,95

5,2

Geilenkirchener......

. 8

31,5

32 5

31,65

32

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

5,75

5,75

6,45

Harvencr ......

. 0

51

51

50,9

50,13

4/,% deügl. von 1913

4,9

Hoefch Eilen. ......

. 6

26.25

26.25

6% abgefl. Goldmexikaner von 99

4,75

(Nie Bergbau ......

10

127,75

4% Türkifche Zollanlcihe von 1911 4% Türkifche Bagdadbahn-Anlethe

2,75

2.8

2,9

2,95

Klöcknerwerke .....

Köln-Neuessen.......

. 6

6%

22,_5

23

22,75

23

Serie l

2,8

3

2,8

-McmneSmann-RShren . . .

. 6

38-25

39

38

38.4

4% vcSgl. Serie ll

2,75

2.8

2,95

2,95

ManSfelder Bergbau ....

. C

15,5

13,5

12,5

13

5% Rumän. vercinh. Meine v. 1903 4H%RumSn.vereinh.Rcntev.i91ü 4% Rumänische vercinh. Rente <14% 1. Anatolier

3,05

.

Oberschlei. KokSwerke . . .

. 8

29,4

29,25

6,75

3,05 11 i

6.95

3,05 IS 5

7,05 3

7,1

3,1

159

Phönix Bergbau. ...»

Rheinische Braunkohl«. . . Rhein Itah! ....

4%

10 . 6

17

168,5

42,5

170

44,25

16,5

169.5

42,9

16,25

169

44.25

Fran, ut a. JJi.

Serie

Schluß- hird

Schluß!. Abend- börs-

Schluß- tut»

Schiußk. Mittag» bSrse

Datum

1.7.

2.7.

1.7.

2.7.

iHtcbed Montan . . .

. . . 7,2

Bereinir c Stahlwerke

. ... 4

14,25

14,25

14,4

14

Otavi 'Minen ....

. . 16'/

10.9

11,13

Kaliwerke Aschersleben

... 10

90

91

90.5

Kaliwerke Westeregeln

... 10

98

99

98.5

99

Kaliwerke Salzdetfurth

... 16

161

159.75

160

I. G. ßarben-gnouftrie

12

89

89

89

89

Berein. dient. Industrie Frank»

furt a. M........

Sckeideanstalt......

10

133

133,5

-

Goldschmidt.......

. 0

16,25

16.25

16,5

16,25

RüigerSwerke.......

. b

32

33,5

32.5

32.9

Metallgelettfchafi. .....

. b

24

24

24

24

Philipp Holzmann.....

. 8

28,5

28,5

28,25

Zementwerk Heidelberg. . .

Cementwerk Karlstadt. . . .

. 7

. 7

37,5

37,5

Watch & Frentag . . .

. 0

3

3,1

3

Schultheis Patzenhoser . . .

16

_

49.75

50,25

Aku (Allgemeine Kunstseide)

0

33,75

34,5

34,25

34,65

Bemberg.........

0

27

30

29,75

31,25

Zellstosf Waldhof.....

12

24,75

24,65

25

Zellstoff Aschaffenburg . . .

6

16

14,5

Dessauer GaS .....

. 9

83,25

83

Daimler Moioren.....

. U

11

10,75

10,9

11

Deutsche Linoleum ....

. 6

27,5

29

27

29.75

Orenstein & Koppel ....

. 0

-

22.25

22.25

Leonhard Tietz......

. 8

53,5

54

53,5

56

Svcnüka.........

16

7

Ehade ........

173

175

173,5

176

Frankfurter Malchin« . . .

Griyner.........

. V

. 0

14.5

14,75

16,5

Mainkraftwerke Höchst a. M..

. 6

48

Süddeutscher Zuck« ....

10

100,75

101

99

Devisenmarkt Berlin Jranffurl a. 2TL

Banknoten.

1.3uli

2.3UÜ

Amtliche Notierung

Amtliche

Notierung

Geld

Srlei

Geld

I Srle

Helfingfor» .

Wien. . . .

6,813

6,827

6,493

6,507

51.95

52,05

51.95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12.465

12 485

Budapest . .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

170,13

170,47

170.28

470.62

Oslo . . . .

74,43

74,57

74.28

74.42

Kopenhag«.

82,17

82,33

82,02

82.18

Stockholm .

77,32

77,48

77,12

77.28

London. . .

Buenoö AireS

15.08

15,12

15.06

15.10

0,948

0,952

0.938

0,942

Ncuyork . .

4,209

4,217

4.209

4,217

Brüssel. . .

58,49

58,61

58.56

58,68

Italien. . .

21.45

21,49

21,50

21,54

Paris . . .

16,535

16,575

16,55

16.59

Schweiz . .

81,92

82,08

82,17

82.33

Spanien . .

34,67

34,73

34,67

34,73

Danzig. . .

82,22

82,38

82.22

82.38

Japan . . .

1,149

1,151

1,159

1.161

Rio de Ian..

0,325

0,327

0,325

0,327

Jugoslawien. Lissabon . .

6,693

6,707

6.693

6,707

13.79

13.81

13,74

13,76

Berlin, 2-3ull

Geld

Äries

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten....... .

58,40

81,84

58,64

Dänische Noten........

82.16

Englische Noten.........

15,02

15.08

Französische Noten........

16,51

16,57

Holländische Noten........

169,91

170,59

Italienische Noten........

21,54

21,62

Norwegische Noten........

74,10

74,40

Dcutsä). Oesterreich, 1 1OO Schilling

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten........

76.94

77,26

Eci'weizcr Noten. ........

81,99

82,31

Spanische Noten. ........

Ungarische Note« ........

34,53

34,67